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Die SVP, die Medien und die eigene Nase

Von PETER KNECHTLI

In der Diskussion um rechtskonservative Kurskorrektur der "Basler Zeitung" geht es immer wieder um die SVP. Kapitalkräftige Exponenten dieser Partei versuchten, nicht nur einen beträchtlichen Teil der Deutschschweizer Printmedien unter ihre Kontrolle zu bringen, sondern gleichzeitig auch die öffentlich-rechtliche SRG zu schwächen. Der Baselbieter Nationalrat Caspar Baader sprach kürzlich im "Regionaljournal Basel" unwidersprochen von "Staatsmedien" (was sie nicht sind), "Staatsradio" und "Staatsfernsehen" und von der Notwendigkeit, die "Regionaljournale" zugunsten privater Sender abzuschaffen, wie es offensichtlich den programmatischen Absichten der SVP entspricht.

Der Hintergrund ist klar: Die SVP will die Kritik an ihrer Partei und ihren Exponenten aus den Medien verbannen. Das wird am neuen Kurs der "Basler Zeitung" deutlich. Aber das ist erst der Anfang. Wichtige städtische Einzugsgebiete der deutschsprachigen Schweiz sollen – so eine Hypothese – von gedruckten und elektronischen Informationsmedien bedient werden, die der SVP treu ergeben sind.

Es ist aus meiner Sicht zutreffend, dass die SVP in den vergangenen Jahren in den Medien oft häufiger Watsche und Pauschalkritik bekam, als sie es verdiente: Sie war oft Projektionsfläche für alle bösen Entwicklungen und Ahnungen davon, was dereinst noch kommen könnte. Viele Medien gefielen sich im Gleichschritt mit den Mitte- und Linksparteien in der Missachtung dessen, was "das Volk" in emotional sensiblen Fragen bewegte. Die Ergebnisse der Minarettverbots-Initiative und neuerdings der Ausschaffungs-Initiative zeigen, wie sehr sich der Medien/Parteienverbund aus Mitte-Links von der Volksmeinung entfernte. Diese Volksmeinung fand – jedenfalls zu einem beträchtlichen Teil – ihre Heimat bei der Polit-Marke SVP, die einen klaren erkennbaren politischen Kurs verfolgt.

 

"Ich möche keine SVP-Schweiz, aber auch
keine SP-Schweiz."


OnlineReports hat sich immer bemüht, die SVP als das zu nehmen, was sie ist: Als Vertreterin einer wachsenden Volksströmung, die verdient, genauso erst genommen zu werden wie die übrigen verfassungstreuen Parteien. Doch eines möchte ich nicht: Eine SVP-Schweiz – genauso wenig wie eine SP-Schweiz. Der Machtausgleich der Parteien und des politischen Systems durch die Konkordanz haben das Land zu dem gemacht, was es heute ist.

Doch offenbar scheint die SVP von ihren jüngeren gesamtschweizerischen Erfolgen an der Urne so beflügelt zu sein, dass es einzelnen Exponenten gefällt, genau jene Pauschalunterstellungen zu praktizieren, die sie in eigener Sache den Medien vorwerfen. So liess sich letzte Woche der junge Basler SVP-Grossrat Alexander Gröflin zu einer Interpellation hinreissen, die miserabel recherchiert ist und zu Unrecht die ganze Universität Basel verdächtigt, gegen die SVP Stimmung zumachen.

Jungspund Gröflin schrieb in einer Interpellation von einer "Rund-Mail des Kunsthistorischen Instituts der Universität Basel", worin die Studenten aufgefordert worden seien, "sich aktiv gegen die angebliche Beteiligung von alt Bundesrat Christoph Blocher an der Basler Zeitung zu wehren" und sich der SVP-kritischen Gruppierung "anzuschliessen". Dies sei, so der Präsident der Jungen Basler SVP weiter, "ein weiterer Akt in der Reihe vielfacher politischer Einflussnahme seitens der Professoren und Dozenten an der Universität Basel".

Als OnlineReports bei Gröflin nachprüfte, ob er Kenntnis über den genauen Absender des beanstandeten Rundmails habe – Institutsleitung oder Privatperson –, flachste der 25-jährige Jung-Politiker spitz zurück: "Sie haben eine blumige Phantasie." Nun ergab unsere Recherche, dass eine Sekretärin das Mail mit Seminars-Signatur als "Privataktion" über den Uni-Account verschickte, was in der Tat unzulässig ist. Die betreffende Person war aber in keinster Art befugt, in Namen des Seminars und schon gar nicht im Namen der Universität zu handeln. Und dennoch sah sich Gröflin, selbst noch Student, in seiner blumigen Verfolgungs-Fantasie veranlasst, die Universität Basel pauschal anzuschwärzen und gar die Tragbarkeit von Rektor Antonio Loprieno in Frage zu stellen.

Wenn die Basler SVP ernst genommen werden will, muss Kantonalpräsident und Neu-Nationalrat Sebastian Frehner den Missbrauch parlamentarischer Vorstösse zum Zweck der Diskreditierung ganzer Institutionen in seiner Fraktion rigoros abstellen. Die SVP kann nicht von den Medien Differenzierung und Fairness verlangen, selbst aber mit unqualifizierten Vorstössen ganze Institutionen zu Unrecht anschwärzen.

Gröflin, Vertreter einer Partei, die sich im Baselbiet gegen die parlamentarische Vorstossflut wehrt, wurde von der "Basler Zeitung" vor wenigen Monaten als "Vorstoss-König" mit 21 Vorstössen allein in dieser Legislatur gefeiert. Er sollte seinen Eifer in den Geist statt in die seichte Schwemme seiner Aktivitäten investieren. Sonst macht er sich zum peinlichen Verfechter jenes Stils, den die SVP den Medien vorwirft.

News dazu

11. Dezember 2010
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"Nie gedacht, gemeint, gesagt und geschrieben"

Bruno Heuberger unterstellt mir Dinge, die ich nicht gedacht, gemeint, gesagt und geschrieben habe. Vermutlich aber einfach darum, weil seine Haltung jene ist, dass alles, was links und/oder grün ist, einfach unter speziellen Denkmalschutz gehört und zu den unberührbaren Säulenheiligen und besseren Menschen dazu.


Ich bin nur ein ganz gewöhnlicher Bürgerlicher (vermutlich aus der Heubergerschen Optik und Weltsicht des Teufels, mindestens aber ein nur notfalls aussprechbares Schimpfwort) und darum wohl nebst dem Totschlag-Argument "Zürcher Gau" mindestens ebenso verdammenswert und abscheulich. Herr Heuberger kann sich wohl nicht vorstellen, dass auch ein Bürgerlicher (Parteiloser) – und dann auch noch ein Zürcher (würg, igitt) – kein eingefleischter SVP-Anhänger, geborener, reinwolliger Blocher-Fan und darum Linken-Hasser ist. Oder ob das wohl am Ende doch mit (s)einem leicht versch(r)obenen Weltbild zusammenhängt, welches "bürgerlich" mit Faschismus-Nähe und Liebe zur braunen Politik identifiziert?


Max Mantel, Kilchberg



"Die bösen Linken"

Man erlebt doch immer wieder seine Überraschungen. Kommt doch ein Herr Mantel aus Zürcher Gauen und erklärt uns sehr überzeugungsvoll, in der Schweiz hätte die bösen Linken das Sagen und Regieren übernommen. Sensationell! Da muss mit mir noch vielen anderen Schweizer Bürgern etwas sehr bedeutungsvolles entgangen sein. Wie kann man/frau so etwas Historisches nur verschlafen, einfach unverzeihlich und unentschuldbar. Wie konnten denn nur bis heute die politisch Bürgerlichen Wahlen und Abstimmungen gewinnen? Nun ist es klar: Sie sind von diesen so genannten Linken unbemerkt unterwandert worden. Ein Skandal Danke für ihre rigorose und schonungslose Aufklärung, Herr Mantel. Da ich nun die Wahrheit kenne, kann ich viel besser schlafen.


Bruno Heuberger, Oberwil



"Vorboten einer schleichenden Entdemokratisierung"

Es scheint, wie wenn sich vor dem Hintergrund der BaZ-SVP-Kontroverse in diesem Forum nun auch gleich noch eine Art SRG-Bashingkampagne ihren Anfang nimmt. Eigentlich wenig erstaunlich, weil sich so gleich die Gelegenheit anbietet, immer wieder die gleichen unwahren Dinge im Brustton der Überzeugung zu verbreiten. Folgende Dinge sind wieder einmal in Erinnerung zu rufen und richtigzustellen:


Die SRG ist seit über 80 Jahren ein privatrechtlich organisierter Verein mit einer stark föderalistisch strukturierten Trägerschaft. Die SRG wiederholt als Staatsradio oder- fernsehen zu verunglimpfen, ist reine Demagogie.


Diese SRG erfüllt eine vom Bundesrat auf der Basis einer gesetzlichen Grundlage mit vielfältigen Auflagen versehenen Service public-Versorgungsauftrag (Konzession).


Der für eine Vielzahl von unterschiedlichen Minderheiten unseres Landes formulierte Leistungsauftrag ist komplex und vielschichtig und ist nicht mit jenem des ZDF, der ARD oder des ORF vergleichbar.


Daraus resultieren im Vergleich zu anderen Ländern höhere Gebühren. Diese kommen nicht der SRG zu Gute, da diese nicht gewinnorientiert arbeitet, sondern der ganzen Zivilgesellschaft dieses Landes.


Die Programme der SRG werden von einem grossen Teil der Schweizer Bevölkerung stark wahrgenommen – zum Teil kritisch, meistens aber mit nachhaltigem Interesse und starker Anteilnahme. Die Einschaltquoten sind im Vergleich zu anderen europäischen Staaten mit öffentlich-rechtlichen Medien hervorragend, trotz starker privater Konkurrenz aus dem Ausland, die im Gegensatz zur SRG keinerlei Regulierungen untersteht. Wer dies bestreitet, dem geht es nicht um Tatsachen, sondern um die Verdrehung derselben.


Die Entwicklungen rund um die BaZ (deren Abonnent ich trotz allem oder erst recht bleiben werde) sowie der SRG sind ernstzunehmende Vorboten einer schleichenden Entdemokratisierung resp. Gleichschaltung unserer Zivilgesellschaft.


Niggi Ullrich, Präsident SRG Region Basel, Arlesheim



"Anwaltschaftlicher Journalismus für Mündige"

Peter Knechtli hat die Situation mit bemerkenswerter Distanz zu journalistischen Unsitten beschrieben. Wer in diesem Disput im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen, sondern sich an der eigenen Nase nehmen. Jene, die jetzt am lautesten protestieren, haben jahrelang in einem Kampagnen-Filz zwischen Politik und einzelnen missionierenden Journalisten publizistischen Schaden angerichtet durch manipulative Techniken. Im medialen Verbund wurden Prügel ausgeteilt für die Gegenseite – ignorierend oder gar unwissend, dass dies die Wähleranteile der Geprügelten stetig in die Höhe schnellen liess.


Wer die Auslieferung einer Zeitung sabotiert oder frisch gedruckte Zeitungen in Brand steckt, agiert kontraproduktiv. Auch einseitig zusammengesetzte Hetz-Podien bringen uns nicht weiter. Wir brauchen eine vertrauenswürdige Forumszeitung, deren Journalisten Garant sind für seriöse Berichterstattung und korrekte Einschätzung von gesteckten "Geschichten" und Kampagnen-Angeboten. Engagierter Journalismus also nicht anwaltschaftlich einseitig für die eine oder andere Seite, sondern anwaltschaftlich für die mündigen Leserinnen und Leser.


Conrad Engler, Basel



"Für die Wiederbelebung der Zivilgesellschaft"

Peter Knechtlis Kommentar ist wie immer lesenswert. Ich vermisse jedoch die tiefergehende Analyse, die auf die Grundwerte unserer Gesellschaft zurückführt. Anstatt gegen eine Bewegung, die geschickt auf der Welle der mit der Globalisierung einhergehenden allgemeinen Verunsicherung surft, zu argumentieren, sollten wir für die Wiederbelebung der Zivilgesellschaft eintreten. Voraussetzung dafür ist der Diskurs über den Begriff "bürgerlich". Dieses Wort ist von der SVP mit Beschlag belegt worden. Erstaunlicherweise konnte sie dies ohne Widerspruch der anderen Parteien, die sich ebenfalls damit schmücken, tun.


Beatrice Alder, Basel



"Mitte-Links überlässt Definitionshoheit den Brandstiftern"

Zitat: "... wie sehr sich der Medien/Parteienverbund aus Mitte-Links von der Volksmeinung entfernte. Diese Volksmeinung fand – jedenfalls zu einem beträchtlichen Teil – ihre Heimat bei der Polit-Marke SVP, die einen klaren erkennbaren politischen Kurs verfolgt."


So weit, so richtig. Aber was ist denn "Volksmeinung", wie entsteht sie? Und hier mache ich dem besagten Medien/Parteienverbund den Vorwurf, dass sie es der SVP überlassen, die Volksmeinung mit teilweise abstrusen Gedanken zu füttern und selbst dabei kräftig mithelfen.


Nehmen wir beispielsweise die Forderung nach "weniger Staat!". Es ist billig, nach weniger Staat zu rufen, wenn man gleichzeitig nicht klärt, was eigentlich "Staat" bedeutet. "Staat" sind doch letztlich wir alle, "Staat" ist die rechtliche Organisation unserer Gemeinschaft. Und "Recht" ist das geordnete Zusammenspiel in dieser Gemeinschaft. "Weniger Staat" – ist damit nun gemeint, dass wir unsere Gemeinsamkeit abbauen? Ist damit gemeint, dass weniger "Recht" gelten soll? Abbau des Rechtsstaates?


Ist dieser Ruf nach "weniger Staat!" nicht genauso destruktiv wie die Parolen des "Schwarzen Blocks" der Anarcho-Szene? Mitte-Links bringt es eben nicht fertig, ihre Gedanken zum Sinn von "Staat" in die Volksmeinung einzubringen und überlässt die Definitionshoheit – oder eben die "Nichtdefinitionshoheit" den Brandstiftern am rechten und am linken Rand.


Und so haben auch die Medien keinen Rohstoff, den sie in Zeitungen und Rundfunk in Meinungsbildung umsetzen können. Nennen wir die Diskussion um die Menschenrechte – nein, nicht die in China, sondern die vor unserer Haustüre. "Keine Menschenrechte für Täter, so lange die Rechte der Opfer nicht gewährleistet sind" - durchgängiger Slogan in anonymen Kommentaren.


Um Himmelswillen, Menschenrechte bezeichnen die Freiheitsrechte, die das Individuum gegenüber dem Staat, der Gemeinschaft hat. Und da alle Menschen gleich sind, sind diese Rechte universell, unveräusserlich und unteilbar. Und damit gelten sie auch für die Menschen, die ihre liebe Mühe mit unserem Rechtssystem haben.


Aber auch diese Definition wird von FDP, CVP, BDP, SP und Grünen nicht derart in volksverständliche Gedanken umgesetzt, auf dass sie durch die Medien an Küchentisch, Stammtisch und Arbeitsplatz gelangen kann. Auch hier wird die Deutungshoheit den Rechtspopulisten und deren Medien überlassen.


Wann in den letzten Jahren hat die Freisinnige Partei beispielsweise ihrem Namen alle Ehre gemacht, in dem sie eben diese Freiheitsrechte in der politischen Diskussion verteidigt hätte? Meines Erachtens Fehlanzeige.


Die Parteien diesseits der Rechtspopulisten überlassen die politische Diskussion und damit die Volksmeinung den Biedermännern und Nein-Sagern und jammern danach über die Brandstifter. Und damit lässt Mitte-Links die Medien und damit auch die Volksmeinung am ausgestreckten Arm verhungern. Kein Wunder, dass sich die Volksmeinung an den Tischen der Rechtspopulisten ernährt.


Roland Bauer, Basel



"SVP-Plakate zeigen das wirkliche Gesicht der Partei"

Ich finde den Artikel gut. Allerdings ist das Aufwiegen von SVP und SP problematisch, weil eine Partei, deren Kernthema das Schüren von Fremdenfeindlichkeit, Ausländerhass und Überfremdungsangst ist, an die niedrigensten Instinkte appelliert. Leider mit Erfolg. Und weil das so ist, hat die SVPi – international immerhin oft mit den Parteien von Le Pen und Haider verglichen – immer wieder neue Ausländerthemen im Torpedorohr bereit. Die SVP-Plakate zeigen meines Erachtens das wirkliche Gesicht dieser Partei und nicht die Stellungnahmen der Herren Blocher, Mörgeli, Baader und Brunner.


Karl Riwar, Full-Reuenthal



"Zur Macht gehören die Medien"

Peter Knechtli analysiert richtig. Im Bundeshaus-Café fragte ich einen bekannten Westschweizer Parlamentarier, was der innere Antrieb von Christoph Blocher für seinen unglaublichen Aktivismus sei, denn dieser Mann könnte ja ein komfortables, ruhiges Leben führen. Macht, Macht und nochmals Macht, antwortete mir der Parlamentarier. Macht als Faszination, als Droge, als Rausch! Und zur Macht gehören die Medien. Das Ausüben publizistischer Macht lässt sich in persönliche, wirtschaftliche und politische Macht umsetzen.


Dafür hat Blocher gute Vorbilder. Medienmogule wie Silvio Berlusconi, Rupert Murdoch und Axel Springer kontrollieren die Medienlandschaft. Auch in Südamerika und Asien beherrschen oft Einzelpersonen die Medien. Diese nutzen sie für ihre politischen Interessen. Wer die Medien kontrolliert hat die die Macht der Themenauswahl, der Suggestion, der Veränderung des Zusammenhangs, der Titelgebung, der Zensur, der Inszenierung.


So kann zum Beispiel die Ausländerproblematik zum grössten gesellschaftlichen Problem hochstilisiert werden. Es ist gezielte Ablenkung von schwerwiegenderen Problemen, wie der Einkommens- und Vermögensverteilung oder der Hochpreisinsel Schweiz. Auch für die Attacken gegen die Justiz, die staatlichen Institutionen und die öffentlichen Medien haben Blocher und die SVP mit dem Trickspieler Berlusconi einen hervorragenden Lehrmeister. Der mediale Multiplikator-Effekt trägt zur vorherrschenden Meinung bei. Zum Beispiel, wenn das kaum geschaute "teleblocher" in der Sonntagspresse ausführlich kommentiert wird.


Otto Kunz-Torres, Basel



"Blocher hat wieder gepoltert"

Max Mantel aus Kilchberg hat ja keineswegs unrecht. Dass er dabei etwas übertreibt, mag vielleicht lokal bedingt sein. Gegen seine Meinung kann und darf niemand etwas einwenden. Nur: Wer miterlebt hat, wie Herr Alt-Bundesrat Blocher gestern in der "Arena" wiederholt "gepoltert" hat und anderen Votanten immer wieder ins Wort gefallen ist, muss zugeben, dass es den Herren Blocher und Konsorten weniger um das "Wohlergehen unseres Landes" geht als vielmehr um die geradezu penetrant widerliche Form der "berechtigten Vormachtstellung" der SVP.


Der berühmte "29 Prozent-Wähleranteil" der Schweizer Bevölkerung entspricht sicher nicht dem Einverständnis der BürgerInnen mit den Zielen der SVP. Vielmehr ist er Folge der unverhältnismässig hoch finanzierten und menschenverachtenden Propaganda.


Das Wohlergehen in unserem Lande dient diesen Leuten einzig und allein als Vorwand. In Wirklichkeit sind diese "Bauern" schlicht nicht bereit, einem gangbaren Fortschritt Hand zu bieten und konstruktive Lösungen dazu anzubieten. Unter "gangbar" die Bereitschaft, vernünftige Lösungen nicht nur zu suchen, sondern solche durch "Zusammenraufen" auch konstruktiv zu erarbeiten und zu finden.


René G. Stöckli, Basel



"Räuberischen Staat in die Schranken weisen"

Ich bin mit den Äusserungen des OnlineReports-Chefs nur einigermassen einverstanden. Natürlich stört mich dieses ziemlich unbeholfene, leicht dämlich und naiv anmutende, wenig sexy wirkende, gebetsmühlenartige Herunterplappern des SVP-Programmes gewisser Exponenten dieses Clubs als alleinseligmachendes Evangelium auch. Nur finde ich, dass es nichts als legitim ist, diesem rot-grünen Medien-, Mainstream- und Einheitsbrei der "fortschrittlichen" Kräfte aus SP, Gurken-Grün (innen tiefrot) und Ex-POCH à la Fetz halt endlich mal die Rechnung zu präsentieren.


Der Durchschnitts-Normalo-Bürger, welcher noch nie beim Staat bei jeder Gelegenheit die hohle Hand machte, greift sich halt gelegentlich halt schon mal an den Kopf. Und man fragt sich dann halt schon, warum jene, welche immer auf Leistung und Verzicht auf Freizeit und stattdessen auf Weiterbildung auf eigene Kosten ohne Staatshilfe setzten und Verantwortung übernahmen, am Schluss als Deppen vom Dienst dastehen.


Gegen einen starken Staat habe ich nichts, gegen einen Staat, der mir alles vorschreibt und mir dafür immer mehr abknöpft, weil das halt immer kostet, dagegen sehr viel. Vor allem aber darum, weil eine Aufgabe, die man dem Staat übergibt, immer beim Staat bleibt und vom Staat und dessen Dienern (mehrheitlich der SP entstammend) mit Zähnen und Klauen verteidigt wird bzw. halt noch mehr ausgebaut wird. Da muss ich ausnahmsweise (es fällt mir schwer) Baader recht geben. Kosten- bzw. unternehmerisches Denken war bei der SRG noch nie verbreitet. Diesen räuberischen Staat muss man in die Schranken weisen und ihm die Mittel zwar nicht ganz entziehen, aber doch plafonieren. Jede Hausfrau weiss, dass sie nicht mehr ausgeben kann, als sie im Portemonnaie hat. Für die Staats-Medien gelten da halt scheinbar andere Gesetze.


Max Mantel, Kilchberg


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"Was hat die Pandemie für einen Impact auf Ihr Berufsleben?"

BZ Basel
in einem Interview
vom 3. April 2021
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Sie ist eine Challenge.

RückSpiegel


In ihrem Report über die Basler LDP nimmt die WochenZeitung (WoZ) Bezug auf ein OnlineReports-Interview mit LDP-Grossrat Michael Hug.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Recherche über den Psychoterror in einem Arlesheimer Wohnblock auf.

Die BZ greift in ihrem Artikel "Bikini-Gate im Schrebergarten" einen Artikel von OnlineReports auf.

Den OnlineReports-Bericht über Masken-Sicherheit an Spital-Porten nahm die Konsumenten-Sendung "Espresso" von Radio SRF zum Anlass, das Thema vertieft zu untersuchen.

Blick, Telebasel, 20 Minuten und die BZ nahmen die OnlineReports-News über die Strafanzeigen gegen den ausländerfeindlichen Basler Grossrat E. W. auf.

Die BZ, die zu Recht die Intransparenz der Baselbieter Steuer(ab)rechnungen kritisierte, nahm in ihren Nachzug auf einen bestätigenden OnlineReports-Kommentar Bezug.

Prime News ging in der Kritik an "Weltwoche"-Kolumnist Christoph Mörgeli auf einen satirischen OnlineReports-Text über Lukas Engelberger ein.

Der Tages-Anzeiger bezog sich in einem Artikel über Impf-Privilegien auch auf einen OnlineReports-Artikel über UKBB-CEO Marco Fsicher.

Die Basler Zeitung nahm in ihrem Abschiedstext über den Basler Regierungsrat Hans-Peter Wessels in Text und Bild auf OnlineReports Bezug.

Die OnlineReports-Todesnachricht über alt-Landrat Peter H. Müller wurde von der BZ aufgenommen.

Die BZ nahm die OnlineReports-News über die Schliessung des Zeitungsladens "Press&Books" auf der Basler SBB-Passerelle auf.

Telebasel, das Regionaljournal und die Basler Zeitung nahmen in ihren Nachrufen auf Corina Christen auf OnlineReports Bezug.

Der OnlineReports-Primeur über den Rücktritt das Basler Grünen-Präsidenten Harald Friedl nahmen die BZ, Prime News, das Regionaljournal, die Basler Zeitung und Telebasel auf.

Die Medienwoche berichtete bezüglich einer "Weltwoche"-Falschmeldung über den Basler Regierungsrat Lukas Engelberger darüber, dass Mörgeli die humoristische Gedankenspielerei auf Onlinereports.ch für bare Münze nahm.

In ihrer Presseschau über die Basler Regierungsratswahlen zitierete die BZ ausführlich aus OnlineReports.

Die Basler Zeitung nahm die OnlineReports-News über einen geplatzten Baselbieter Strafprozess auf.

Die Wochenzeitung ging in ihrem Bericht über den Abbau in grossen Schweizer Zeitungsredaktion auch auf "kleinere Player" wie OnlineReports ein.

Die BZ zieht den OnlineReports-Report über den Verzicht auf das Muttenzer Multiplex-Kino der "Kitag AG" nach.

Die OnlineReports-News über die Schliessung eines Tanzlokals in der Basler Innenstadt nahm die BZ auf.

In ihrer Besprechung von Roland Starks Kolumne-Buch "Stark!" nimmt die Volksstimme auf OnlineReports Bezug.

Die BZ kritisierte den designierten Basler SP-Regierungsrat Beat Jans für seinen Twitter-Tweet: "Wieso muss man in unserer Region eigentlich 'Onlinereports' lesen, wenn man sich umfassend informieren, statt belehren lassen will?"

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Salome Bessenich wird Nachfolgerin des zurücktretenden Basler SP-Grossrats Sebastian Kölliker, der Co-Generalsekretär des Basler Präsidialdepartements wird.

Der 615. Liestaler Banntag vom 10. Mai ist durch einen Beschluss der vier Rottenchefs aus pandemischen Gründen abgesagt worden.

Innerhalb von zwei Wochen sind über 3’000 Unterschriften gegen die vom Grossen Rat beschlossene Abschaffung der Parkplätze beim Friedhof Hörnli zusammengekommen.

Daniel Urech, Gemeinderat der Freien Wähler Dornach und Kantonsrat der Grünen Solothurn, tritt für das Gemeindepräsidium Dornach an.

Mit einer Geschwindigkeit von 124 km/h statt der erlaubten 60 km/h erwischte die Polizei am 29. März auf der Oristalstrasse in Liestal einen 33-jährigen italienischen PW-Lenker, der in Richtung Büren raste und es jetzt mit der Justiz zu tun bekommt.

Die neugewählten Basler Regierungsmitglieder Esther Keller (GLP) und Kaspar Sutter (SP) wurden zu neuen Verwaltungsratsmitgliedern des EuroAirport ernannt.

Das Referendum gegen eine flächendeckende Parkraum-Bewirtschaftung in Allschwil ist mit über 800 Unterschriften zustande gekommen; das Quorum beträgt 500 Unterschriften.

Waltraud Parisot wird neue Verwaltungs-Chefin an der Musik-Akademie Basel und damit Nachfolgerin von Marc de Haller, der nach 18 Dienstjahren regulär pensioniert wird.

Lina Arti hat heute als 10'000. Baslerin im Impfzentrum die Corona-Zweitimpfung und von Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger einen grossen Blumenstrauss erhalten.

Der Kanton Basel-Stadt hat bis 2. März gesamthaft 25,2 Millionen Franken A-fonds-perdu-Beiträge aus dem Härtefall-Programm an Unternehmen ausbezahlt und 4,9 Millionen Franken Bürgschaften für KMU-Kredite bewilligt.

Dominik Scherrer wird als Nachfolger von Titus Hell neuer Präsident der Jungfreisinnigen Basel-Stadt.

Die Fluxdock AG wird den Kasernen-Hauptbau betreiben, in dem Anfang 2022 das Kultur- und Kreativzentrum seine Tore öffnet.

Marcus Vetter ist neuer Chefarzt für Onkologie und Hämatologie des Kantonsspitals Baselland.

Alexa Ipen-Providoli wird ab 1. April neue Leiterin des Amtes für Beistandschaften und Erwachsenenschutz und damit Nachfolgerin von Sarah Thönen, die ins Erziehungsdepartement wechselt.

Bis 1. Februar erhielten in Basel-Stadt über 9'800 Personen eine erste Impfdosis gegen das Coronavirus, über 3'700 weitere Personen haben bereits zwei Dosen erhalten.

Das Kantonale Laboratorium Basel-Stadt hat bei 36 Haarfärbemittel-Proben neun Produkte mit einem Verkaufsverbot belegt.

Die Wahlvorbereitungs-Kommission beantragt dem Grossen Rat, am 10. März Staatsanwalt Urs Jürg Müller-Egli zum Leitenden Staatsanwalt und Leiter der Allgemeinen Abteilung zu wählen.

Elisabeth Simon wird am 1. August neue Rektorin des Gymnasiums Bäumlihof und somit Nachfolgerin von Anna-Katharina Schmid, die auf diesen Zeitpunkt in Pension geht.

Mit einer Mehrheit von 89,4 Prozent beschlossen die Mitglieder der CVP Basel-Stadt am 25. Januar den Namenswechsel in "Die Mitte Basel-Stadt".

Gegen die Kreditbewilligung des Landrates in Höhe von 17,15 Millionen Franken für die Verlängerung der Tramlinie 14 von Pratteln nach Augst reichte am 25. Januar die Aktionsgruppe "aapacke" Pratteln das Referendum ein.

Mark Eichner (Präsident), Carol Baltermia, Liselotte Henz, Isabelle Mati und Karin Sartorius bilden die Findungskommission zur Evaluation eines neuen Basler FDP-Präsidiums.

Medbase und das Kantonsspital Baselland (KSBL) werden das "Regionale Gesundheitszentrum Laufen" im "Birs Center" betreiben und damit ein breites ambulantes Angebot mit Notfallversorgung anbieten.