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Liestaler Wohnungspolitik im Anarchisten-Stil

Von PETER KNECHTLI

Nun schwappt das Mega-Thema Wohnschutz von Basel nach Liestal über: Nach einer Liegenschafts-Besetzung durch fünf Frauen kommt es zu einer unbewilligten Demonstration durch Liestal und schliesslich zu einer Video-Botschaft im Anarchisten-Stil. Ihre antikapitalistische Botschaft: Die Wohnbau-Politik dient nur den Reichen und Besitzenden, "Menschen, welche keinen Profit generieren, sind unerwünscht".
 

Wohnungsbau ist in der Tat eine grundsätzlich kapitalistische Angelegenheit. Private oder Institutionen investieren nur in Immobilien, wenn sich daraus eine angemessene Rendite "generieren" lässt. Sozialer Wohnungsbau, wie er derzeit in Basel-Stadt durch den Kanton und Wohnbaugenossenschaften einen Aufschwung erlebt, entsteht meist nicht freiwillig aus menschenfreundlichen Motiven, sondern nur unter Druck. In Basel waren es erst kleine Gruppen, dann linke Parteien, die von Gentrifizierung (Verdrängung) sprachen, wenn sich Neubau-Projekte in gewachsene und oft preisgünstige Wohnstrukturen hineinfrassen.
 

Heute kann sich in Basel kein Politiker mehr erlauben, den Bedarf an auch günstigem Wohnraum zu bestreiten, ohne dass er abgestraft wird. In Liestal könnte ein solcher Paradigmenwechsel noch bevorstehen. Luxuriöse Neubau-Quartiere wie jenes oberhalb des Gymnasiums sind beispielhaft für das, was die jungen Stedtli-Rebellen anprangern.

"Die Wohnschutz-Forderung ist richtig,
aber der Weg ist falsch."

Es ist richtig, dass sie ihrem Gefühl von Ohnmacht und "Bürgerinnen zweiter Klasse" durch ein fehlendes Angebot an günstigem Wohnraum Ausdruck verleihen, wie dies die SP schon verschiedentlich auf kantonaler Ebene getan hat. Wie gern fordern Politiker in Sonntagsreden die nachwachsenden Generationen doch zu politischem Engagement auf. Und wie stolz verweisen sie auf die vorhandenen demokratischen Partizipationsmittel wie Initiativen, Referenden oder Demonstrationsfreiheit.
 

Im Falle der jüngsten von den Juso und der SP bewirtschafteten Auflehnung jedoch können sich Akteurinnen und Sympathisanten nicht auf die "Demokratie" berufen. Sie beschreiten bewusst den Weg der Anarchie. Auf eine gewaltfreie Hausbesetzung mit Polizeieinsatz folgt eine unbewilligte Demonstration und die Polizei-Kontrolle von zwölf Personen auf dem "Posten". Es folgt der Juso-Protest über den "unverhältnismässigen" Polizeieinsatz, was einer Desavouierung der Polizeiführung und damit indirekt auch der zuständigen SP-Regierungsrätin Kathrin Schweizer durch die SP gleichkommt.


Das Kalkül in der Wahl der Mittel ist klar: Je mehr Anarcho-Groove, desto heftiger die Reaktion der Staatsräson und desto intensiver gleichzeitig die Wahrnehmung durch die Medien mit gütiger Unterstützung durch Twitter und Facebook.


Die Forderung der jungen Protestierenden ist richtig, aber der Weg ist falsch. Es ist einerseits irritierend, dass die Juso-Mutterpartei mit keinem Wort den Verzicht auf eine Demo-Bewilligung kritisiert, aber auf eine "Aufarbeitung" des Polizeieinsatzes pocht und damit implizit wilde Demos legitimiert. Wie soll anderseits ein Rechtsstaat anerkannt und funktionsfähig sein, wenn vermummte Besetzerinnen in ihrer anonymen "Video-Message" deklarieren, sie hätten "kein Vertrauen in den Rechtsstaat" – für sich selbst aber den rechtsfreien Raum ausrufen?


Sie laufen damit argumentativ direkt ins Messer: Wer sich im politischen Prozess um die demokratischen Regeln foutiert und auf den Rechtsstaat pfeift, kann kein Recht auf den Schutz durch diesen Staat beanspruchen – mag der Polizeieinsatz angesichts der unsicheren Abschätzung der Demo-Grösse auch tatsächlich unverhältnismässig gewesen sein.

Sollte es im Polizeikeller zu sexuellen Anspielungen gegenüber den angehaltenen jungen Frauen gekommen sein, wird Sicherheitsdirektorin Kathrin Schweizer Feministin genug sein, die nötigen Massnahmen zu treffen.

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15. August 2021
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"Anschuldigung völlig daneben"

Wenn der Rechtsstaat sein Verhalten in solch unverhältnismässigem Ausmass präsentiert, ist  jede Anschuldigung eines Anarchisten-Stils der Aktivistinnen völlig daneben. Herr Knechtli, Ihre Einstellung erinnert an die Argumentation der faschistischen Partei, welche in der Schweiz den grössten Zuspruch findet. Eine sehr bedenkliche Entwicklung.
 


Franz Vettiger, Basel


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"Messepatz"

OnlineReports.ch
vom 18. September 2021
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Authetischer lässt sich der Basler Messeplatz nicht verpatzern.

RückSpiegel


Telebasel nahm den OnlineReports-Primeur über die Sichtung einer Waschbären-Familie in Gelterkinden auf.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Meldung über die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen den Basler Grossrat Eric W. auf.

20 Minuten, Telebasel und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über die Durchführung der Basler Herbstmesse auf. Die Basler Zeitung kam einen Tag später und unterliess die Quellennennung.

Bajour nahm im Artikel über die Basler Nano-Forschung auf eine OnlineReports-Meldung Bezug.

Im Beitrag von Prime News über die "zunehmende Missachtung der Aufgabentrennung zwischen Staat und Medien" wird OnlineReports zitiert.

Telebasel und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über den Grund des Tramunglücks vom Oktober 2019 auf.

Die OnlineReports-Erstmeldung über die zweite Beschwerde von ex ASE-Präsident Simon Müller vor Bundesgericht wurde von der BZ Basel aufgenommen.

Die Medienwoche nahm den OnlineReports-Leitartikel über die Förderung von Onlinemedien ohne Subventionen in ihr Monitoring auf.

Telebasel, 20 Minuten und Primenews nahmen die OnlineReports-Exklusivmeldung über den Ausnahmezustand im überfüllten Gartenbad St. Jakob auf.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-News über die Berufungen im Fall der Grellinger Kassengriff-Kassiererin auf.

Prime News nahm im Interview mit dem neuen Telebasel-Chefredaktor Philippe Chappuis Bezug auf einen Kommentar von OnlineReports.

Die OnlineReports-News über das Urteil des Aargauer Obergerichts gegen den früheren ASE-Präsidenten wurde von der Aargauer Zeitung aufgenommen.

20 Minuten nahm in der Nachricht über einen Hacker-Angriff auf die Basler Gewerbeschule auf OnlineReports Bezug.

In ihrem Report über die Basler LDP nimmt die WochenZeitung (WoZ) Bezug auf ein OnlineReports-Interview mit LDP-Grossrat Michael Hug.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Recherche über den Psychoterror in einem Arlesheimer Wohnblock auf.

Die BZ greift in ihrem Artikel "Bikini-Gate im Schrebergarten" einen Artikel von OnlineReports auf.

Den OnlineReports-Bericht über Masken-Sicherheit an Spital-Porten nahm die Konsumenten-Sendung "Espresso" von Radio SRF zum Anlass, das Thema vertieft zu untersuchen.

Blick, Telebasel, 20 Minuten und die BZ nahmen die OnlineReports-News über die Strafanzeigen gegen den ausländerfeindlichen Basler Grossrat E. W. auf.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Die Birsfelder EVP-Landrätin Sara Fritz tritt nach zwölf Jahren zurück, um ihren Muttenzer Parteikollegen Thomas Buser nachrücken zu lassen.

Der Kanton Basel-Stadt budgetiert für das Jahr 2022 einen Überschuss von 78 Millionen Franken.

Ab dem 1. Oktober übernimmt Jonathan Koellreuter die Leitung des Portfolio-Managements bei Immobilien Basel-Stadt (IBS).

Raffael Kubalek wird per 1. Oktober neuer stellvertretender Generalsekretär in der Baselbieter Sicherheitsdirektion und Nachfolger von Katrin Bartels, die Gemeindeverwalterin von Arlesheim wird.

Laut Beschluss der Mitgliederversammlung stehen Patricia von Falkenstein als Präsidentin und Michael Hug als Vize "für (mindestens) vier weitere Jahre" (so die offizielle Medienmitteilung) der Basler LDP vor.

Der 52-jährige Museumsfachmann Werner Hanak übernimmt auf 15. Oktober 2021 die stellvertretende Leitung der Abteilung Kultur Basel-Stadt.

Die Basler Regierung beantragt für die Weiterführung der kantonalen Entwicklungs-Zusammenarbeit für die Jahre 2022 bis 2025 Ausgaben in der Höhe von acht Millionen Franken.

Im Baselbiet sinkt der Leerwohnungsbestand auf 1 Prozent, was einem noch tieferen Wert entspricht, der derzeit in Basel-Stadt gilt.

Die Baselbieter Juso haben am 16. August über 2’100 Unterschriften für ihre Initiative "ÖV für alle" eingereicht, die das U-Abo für alle im Kanton wohnhaften Personen gebührenfrei machen will.

Die imposante Kanada-Pappel auf dem Basler Wiesendamm steht nicht mehr stabil und ihr Stammfuss ist teilweise faul, weshalb sie am 16. August gefällt und durch einen Jungbaum ersetzt wird.

Der 30-jährige Rechtsverteidiger Michael Lang wechselt per sofort von Borussia Mönchengladbach zurück zum FC Basel.

Barbara Rentsch wird neue Geschäftsleiterin der staatlichen Liegenschafts-Verwaltung Immobilien Basel-Stadt (IBS) und Nachfolgerin von Rolf Borner, der das Finanzdepartement per Ende Juli verlassen wird.

Christoph Gloor wird per 1. Juli neuer Präsident der Stiftung des Kunstmuseums Basel als Nachfolger von Markus Altwegg.

Sämtliche Nacht-S-Bahnen, Nachttrams und Nachtbusse des TNW-Nachtnetzes verkehren ab dem ersten Wochenende im Juli wieder gemäss Fahrplan.

Hptm Pascal Geiger wird per 1. Juli 2021 die Leitung der Sicherheitspolizei Ost von Hptm Armin Reichenstein übernehmen, der intern in die Verkehrspolizei wechselt.

Das Basler Gesundheitsdepartement hebt die befristete Verfügung "Allgemeine Maskentragpflicht und Konsumationsverbot von Speisen und Getränken auf Allmend in der Steinenvorstadt" per Samstag, 26. Juni, auf.

Corinne Hügli wird per 1. Oktober neue Leiterin des Statistischen Amts Baselland und Nachfolgerin von Johann Christoffel, der Ende September in den Ruhestand tritt.

Als Nachfolger von Felix Keller übernimmt am 1. Juli Simon Oberbeck das Präsidium der Baselbieter CVP/GLP-Fraktion.

Der diplomierte Ingenieur Florian Kaufmann wird per 1. September im Baselbieter Amt für Raumplanung die Leitung der Abteilung Öffentlicher Verkehr übernehmen (Nachfolge von Eva Juhasz).

Laurent Métraux wird per 1. August neuer Leiter der Baselbieter Finanzverwaltung und Nachfolger von Tobias Beljean, der nach drei Jahren eine neue Herausforderung in der Privatwirtschaft angenommen hat.

CEO Roland Heri hat sich entschieden, den FC Basel zu verlassen und sich "umzuorientieren" und sich "neuen Aufgaben zu widmen".

Josiane Tinguely Casserini wird per 1. August neue Baselbieter Kantonsapothekerin und Leiterin der Abteilung Heilmittel im Amt für Gesundheit.

Das Hafenfest Basel 2021, das vom 3. bis 5. September hätte stattfinden sollen, wurde vom Organisationskomitee aus epidemiologischen Gründen abgesagt.

Die Basler Regierung hat die kantonalen Einschränkungen für "Einrichtungen im Sportbereich" aufgehoben, so dass der Sportunterricht und die Nutzung der Garderoben auf Sekundarstufe I und II ab 3. Mai wieder möglich sind.

Marc-André Giger und Guy Lachappelle werden neue Mitglieder des Verwaltungsrats des Universitäts-Kinderspitals beider Basel (UKBB).

Das Landratspräsidentinnen-Fest zu Ehren der Grünliberalen Regula Steinemann muss aus Pandemie-Gründen vom 24. Juni auf den 26. August verschoben werden.

Rolf Borner, Geschäftsleiter Immobilien Basel-Stadt, verlässt das Finanzdepartement nach 16 Jahren per 1. August und wird Direktor "Infrastruktur und Betrieb" und Mitglied der Universitätsleitung der Universität Basel.

Ab 19. April sind die Sportanlagen im Kanton Basel-Stadt gemäss den Vorgaben des Bundes und unter Einhaltung der Schutzmassnahmen wieder zugänglich.

Salome Bessenich wird Nachfolgerin des zurücktretenden Basler SP-Grossrats Sebastian Kölliker, der Co-Generalsekretär des Basler Präsidialdepartements wird.

Der 615. Liestaler Banntag vom 10. Mai ist durch einen Beschluss der vier Rottenchefs aus pandemischen Gründen abgesagt worden.

Innerhalb von zwei Wochen sind über 3’000 Unterschriften gegen die vom Grossen Rat beschlossene Abschaffung der Parkplätze beim Friedhof Hörnli zusammengekommen.

Daniel Urech, Gemeinderat der Freien Wähler Dornach und Kantonsrat der Grünen Solothurn, tritt für das Gemeindepräsidium Dornach an.

Mit einer Geschwindigkeit von 124 km/h statt der erlaubten 60 km/h erwischte die Polizei am 29. März auf der Oristalstrasse in Liestal einen 33-jährigen italienischen PW-Lenker, der in Richtung Büren raste und es jetzt mit der Justiz zu tun bekommt.