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Wird der Münsterplatz vom Kraft- zum Saft-Ort?

Von PETER KNECHTLI

Das ging aber rassig. Noch kurz vor Jahresende plädierte der Basler Baudirektor Hans-Peter Wessels im Gespräch mit OnlineReports ebenso hingebungsvoll wie entschlossen für den sommerlichen Versuchs-Betrieb einer Buvette unter dem "wunderschönen Kastanienhain" des Münsterplatzes. Der initiative Stadt-Erneuerer setzte noch einen drauf: Er könne sich gleichenorts sogar einen "gepflegten Biergarten" vorstellen.

Und nun plötzlich die Wende. Vor wenigen Tagen liess Wessels die Sistierung des für diesen Sommer geplanten Vorhabens verkünden. Die Begründung liess die Buvette-Kritiker am Standort Münsterplatz schon jubeln: Mit dem "Verzicht auf die Realisierung einer Buvette", so die Verlautbarung des Departements, trage die Allmendverwaltung "unter anderem den dagegen eingegangenen Einsprachen Rechnung". Ausserdem will Wessels die "Bespielung" des Münsterplatzes "gesamthaft betrachten".

Diese Ankündigung sollte die Buvette-Gegner indes keineswegs beruhigen – ganz im Gegenteil: Die Sistierung ist höchst alarmierend. Denn ohne den geringsten Beweis dafür vorlegen zu können, behaupte ich, dass der lebenslustige Hans-Peter Wessels nicht nur weiterhin Befürworter einer Trink-Gelegenheit unter den 35 Kastanienbäumen neben dem Gotteshaus ist, sondern dass er auf dem Weg zu ihrer Realisierung die Sistierung zielstrebig als bewussten "Schritt zurück" einsetzt. Denn merke: Das Projekt wurde nur "zurückgestellt".

Sein Kalkül ging fürs Erste schon auf: Das Komitee "Kulturstadt Jetzt" zeigte sich umgehend "irritiert über den Entscheid des Bau- und Verkehrsdepartements, die Buvette auf dem Münsterplatz nicht zuzulassen". Daran bemerkenswert: Die departementale Formulierung "Zurückstellung" wird vom Komitee schon auf "Nichtzulassung" zugespitzt. Es wäre nicht verwunderlich, wenn nun Wessels SP käme und sich "empört" über das "Verbot" einer Buvette zeigte, und ein Vorstoss im Grossen Rat das Risiko der schwelenden Verdurstungsgefahr auf dem Münsterhügel heraufbeschwörte. Je stärker die bewirtschaftete Empörung gegen einen vernünftigen Sistierungs-Entscheid, desto legitimierter kann Wessels schon nächstes Jahr sein Plazet zur mobilen Verpflegungs-Station an der Münster-Flanke geben.

 

"Der Münsterplatz könnte ja auch
mit Ruhe 'bespielt' werden."


Nun gibt es in Basel in der Tat umtriebige Kreise wie "Kulturstadt Jetzt", die den letzten Pflasterstein aktivieren möchten und die Meinung vertreten, die Qualität urbanen Lebens dokumentiere sich im Grad der Beschallung und der gastronomischen Dichte. Wessels begründet seine Begeisterung für eine Sommer-Kneipe unter anderem mit einem Bezug auf die Verhältnisse im Mittelalter: Da habe auf dem Münsterplatz auch schon ein "wildes Markttreiben" geherrscht. Da greift der magistrale Buvette-Fan aber tief in die Mottenkiste der Geschichte: Marktbetrieb herrschte auf dem Münsterplatz nur bis zum Konzil (1431–1449), nachher war Schluss. Nach diesem Muster liesse sich der Betrieb einer Kunsteisbahn auf dem Münsterplatz mit Verhältnissen zur Zeit der Gründung der Eidgenossenschaft rechtfertigen ("schon damals gab's im Winter Eis").

Auch aus einem weiteren Grund ist der historische Bezug nicht stichhaltig. Gesellschaftlicher "Betrieb" herrschte auf Strassen und Plätzen in früheren Jahrhunderten, weil es damals weder Event-Lokale noch die digitalen Zeitvernichtungs-Instrumente der jüngsten Neuzeit gab. Mit dem Wandel der Gesellschaft ändern sich auch das Gesicht und die Bedürfnisse der Stadt. Es wird niemand im Ernst behaupten können, es fehle der Party-Stadt Basel an Orten, wo "Betrieb" ist. Eher das Gegenteil ist der Fall: Die Orte der Reflexion werden rar.

Dass vorwiegend gerade die politische Linke den Oasen-Aspekt der Stadt-Qualität in der Debatte vernachlässigt und statt dessen Leuchttürmchen der Betriebigkeit predigt, markiert eine Tendenz, die sie sonst den Rechts-Parteien vorwirft: Populismus – diesmal als Anbiederung an Jungwähler, denen es überall nie lärmig genug sein kann. Muss das sein? "Basel Tourismus" als Verkäuferin der Marke "Kulturstadt" könnte ja auch auf die Idee kommen, den Münsterplatz mit dem Hinweis zu bewerben, dass er mit Ruhe "bespielt" wird, wenn schon omnipräsent "bespielt" werden muss.

Sicherlich soll die Museums-Stadt Basel nicht zum Total-Museum verkommen. Es ist auch richtig, öffentliche Plätze zu definieren, die in einem sozialverträglichen Mass öffentlich genutzt werden können. Dazu gehört, wie während der Herbstmesse, auch der Münsterplatz. Mindestens ebenso wichtig in einer Kultur-Stadt, als die sich Basel hochgradig definiert, sind aber Oasen der Ruhe, Orte des Rückzugs, der Besinnung und der Erholung. Kaum ein Frei-Raum ist für diese Funktion besser prädestiniert als der denkmalgeschützte Münsterplatz, der schönste und am besten erhaltene historische Platz am Juranordfuss. Er verdient Würde, Anerkennung und Schonung und sollte nicht vom Kraft- zum Saftort verkommen.

Transparenz: Der Autor hat seinen Arbeitsort am Münsterplatz. Er fühlt sich durch die Events auf dem Münsterplatz – sei es die Fasnacht, die "Mäss", ein Kino-Open-Air, ein Public Viewing oder der Betrieb auf der Pfalz – nicht gestört. Er vertritt mit diesem Kommentar nicht persönliche oder andere Interessen, sondern ausschliesslich seine persönliche Meinung.

11. Februar 2010
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"Kein Sauglattismus auf dem Münsterplatz"

Bekanntlich sind Provisorien und Pilotprojekte besonders langlebig. Lassen wir dem jetzt autofreien Münsterplatz seine Würde und bringen dem "Sauglattismus" kein weiteres Opfer.


Christoph Buxtorf, Basel



"Wessels lässt öffentliche Debatte zu"

Im Mittelalter trug der städtischen Adel auf dem Münsterplatz seine Turniere aus, zwecks Hierarchieausmarchung ebenso wie zur Volksbelustigung. Mit dem Kräftemessen flossen sicher auch Säfte aller Art und in grossen Mengen. Noch früher fuhren die Ochsenkarren aus nah und fern ihre Ware durch den Morast zum Markt (vgl. Ausstellung "unter uns"), sicher auch ein ebenso lebendiges wie lautes Treiben.


Warum die Angst vor etwas mehr Leben auf dem Münsterplatz? Dass der Basler Baudirektor Hans-Peter Wessels der Meinungsbildung und dem Interessenausgleich genügend Zeit lässt, macht ihn nicht zum Pokerspieler, sondern ist im Gegenteil ein Zeichen von Transparenz und lässt eine öffentliche Debatte zu.


Peter Jossi, Basel



"Täuschungsmanöver unter den Kastanienbäumen"

Chapeau, Herr Knechtli zu diesem Artikel. Nun wissen wir also, dass Regierungsrat Wessels auf dem Münsterplatz (und vielleicht nicht nur dort) ein doppelzüngiges Spiel spielt. Der Verzicht auf die völlig unnötige Buvette unter den Kastanienbäumen ist also ein Täuschungsmanöver, um das nun "zurückgestellte" Projekt gelegentlich zu neuem Leben zu erwecken.


Offenbar scheint der neue Chef im Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) wenig Verständnis für die Würde des historischen Platzes zu haben.

Weshalb verlässt eigentlich das BVD nicht diesen ruhigen Platz und zügelt in die schwer zu vermietenden Gebäude am Ostrand der Erlenmatt. Dort ist Action und die nächste Beiz ist gleich an der Ecke.


Bruno Honold, Basel



"Komme keiner auf die Idee, ..."

Ich schlage vor, bei den Zugängen zum Münsterplatz Dispenser für die Hand-Sterilisation aufzustellen; womöglich mit Anleitung auf Latein. Wer diesen Platz betritt, soll sich der Würde des Platzes bewusst werden. Komme keiner auf die Idee, eine Bretter-Bude aufzustellen, die allerlei Gesindel anzieht, das womöglich die Abfälle nicht in die vom Heimatschutz begutachteten, neugotischen Abfallcontainer werfen könnte. Vom wüsten Lärm nicht zu sprechen, der die schon weitgehend privatisierte Nachbarschaft belästigen könnte. Man weiss ja vom Tempel in der Bibel und dem Mittelalter, dass Kaufleute und Budenbesitzer keineswegs in die Nachbarschaft eines Münsters gehören.


Meine Erfahrung mit den beiden Buvetten bei der Kaserne und der Dreirosenbrücke: ein paar wenige mild-schräge Figuren, viele Mütter mit Kleinkindern, viele Senioren (auch mich), Leute im Rollstuhl, sonnenhungrige Altstadtbewohner, Pétanque- oder Boule-Spieler, etc. Dieses Gesocks gehört nicht auf den Münsterplatz, der bald ohnehin als private "gated community" abgeriegelt wird.


Ich hab's wie Groucho Marx: Ein Münsterplatz, der Leute wie mich akzeptiert, da gehe ich nicht hin.


Jean-Pierre Meylan, Basel



"Je länger je kostbarer, aber unkaufbar"

Es gibt drei "Negativ"-Qualitäten, die im urbanen Raum je länger je kostbarer, aber unkaufbar sind: Stille, Raum, Dunkelheit. Leisten wir uns den Luxus, diese Qualitäten zu erhalten und erhalten wir den Kleinen

Münsterplatz in seiner wohltuenden Harmonie.


Beatrice Alder, Basel



"Ein wahres Glück für die Stadt"

Ich bin auch schon in einem Alter wo die Kraftorte und nicht die Saftorte für meine persönlichen Bedürfnisse besser ankommen. Der Münsterplatz seit meiner Kindheit ein Platz, den ich sehr gerne besuchte und bis heute besuche. Wahrlich ein Traum und vielleicht auch Kraftort. Was macht den Platz aus? Die prachtvollen Bauten die ihn gestalten, der Ort am Rhein und inmitten der Stadt? Egal, ein wahres Glück für die Stadt, ihn zu haben.


Nun vergleiche ich diesen Platz, wie er heute lebt, mit einem Bentley, der immer in der Garage steht und nur zu ganz bestimmten Anlässen seine Pracht zeigen darf. Genau das finde ich so schade, dass immer die schönen Dinge der Welt nur für spezielle Anlässe glänzen sollen. Die Freude, einen Bentley zu sehen, und die Freude, einen Münsterplatz belebt zu sehen, wird doch zum guten Gefühl.


Warum nur für einige Anlässe, was macht den diesen Platz auch noch aus? Die Menschen, die ihn bestaunen, die ihn gerne benutzen für Spiele oder halt einen Umtrunk. Ich hätte es schön gefunden, einen Versuch zu starten mit einer Buvette und danach einen Entscheid in aller Ruhe für die Zukunft zu fällen.


Rolf Hermann, Basel


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"Warum keine überirdische Ringbahn?"

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vom 19. Januar 2022
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... für alle, die mit dem Himmelfahrts-Kommando unterwegs sind.

Alles mit scharf

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RückSpiegel


Im Interview mit dem Medienökonomen Matthias Künzler stellt Bajour die Frage, ob es fair sei, dass OnlineReports, da kostenlos zugänglich, von der Medienförderung nicht profitieren könnte.

Prime News nimmt im Kommentar gegen das "Medienförderungsgesetz" auf die Position von OnlineReports Bezug.

Die BZ Basel und Happy Radio bezogen sich in ihrer Meldung über die Kündgung der Gelterkinder Schulleitung auf eine OnlineReports-News.

Die Badische Zeitung bezog sich in ihrem Bericht über die Absage des internationalen Reitsport-Turniers "CHI Classics" in der St. Jakobshalle auf OnlineReports.

In ihrer Meldung über den Widerstand gegen ein Kirchenglocken-Läutverbot geht die BZ Basel auf OnlineReports ein.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Meldung über die Traiferhöhung auf den Basler Fähren auf.

Bajour interviewt OnlineReports-Gründer Peter Knechtli zu seiner Ablehnung des vor der Volksabstimmung stehenden "Medienförderungsgesetzes". Die Medienwoche nimmt das Interview auf.

Den OnlineReports-Primeur über tödliche Heizungsgase in Binningen nahmen der Tages-Anzeiger, 20 Minuten, das SRF-Regionaljournal und Telebasel auf.

In ihrer Story über die amtliche Schliessung des Bistro "Cheesmeyer" in Sissach nahm die BZ auf OnlineReports Bezug.

Die BZ, Telebasel und Happy Radio nahmen die OnlineReports-Meldung über den Tod des Kleinbasler "Modezars" Roland Vögtli auf.

Die Medienwoche verlinkt auf den OnlineReports-Kommentar über das Medienrechts-Urteil des Baselbieter Kantonsgerichts zum Fall Wirtschaftskammer Baselland vs. "Basler Zeitung".

Der Tages-Anzeiger geht in seinem Bericht über die neue Post-Strategie auf OnlineReports-Nachrichten über die Verteuerung der Vereinspostfächer und die allgemeine Kostenpflicht für Postfächer ein.

In ihrem Beitrag über den Prozess der Wirtschaftskammer Baselland gegen einen ehemaligen Journalisten der "Basler Zeitung" nahm die Medienwoche auf OnlineReports Bezug.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Geschichte über einen FCB-Hooligan und vor Appellationsgericht erfolglosen DNA-Verweigerer auf.

Die BZ Basel, Telebasel, Bajour und Prime News nahmen zum Rücktritt des Basler Nationalrats Christoph Eymann Bezug auf ein OnlineReports-Interview.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über die Polizei-Kontrolle von Rechtsextremen in Bubendorf nach.

Telebasel nahm den OnlineReports-Primeur über die Sichtung einer Waschbären-Familie in Gelterkinden auf.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Meldung über die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen den Basler Grossrat Eric W. auf.

20 Minuten, Telebasel und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über die Durchführung der Basler Herbstmesse auf. Die Basler Zeitung kam einen Tag später und unterliess die Quellennennung.

Bajour nahm im Artikel über die Basler Nano-Forschung auf eine OnlineReports-Meldung Bezug.

Im Beitrag von Prime News über die "zunehmende Missachtung der Aufgabentrennung zwischen Staat und Medien" wird OnlineReports zitiert.

Telebasel und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über den Grund des Tramunglücks vom Oktober 2019 auf.

Die OnlineReports-Erstmeldung über die zweite Beschwerde von ex ASE-Präsident Simon Müller vor Bundesgericht wurde von der BZ Basel aufgenommen.

Die Medienwoche nahm den OnlineReports-Leitartikel über die Förderung von Onlinemedien ohne Subventionen in ihr Monitoring auf.

Telebasel, 20 Minuten und Primenews nahmen die OnlineReports-Exklusivmeldung über den Ausnahmezustand im überfüllten Gartenbad St. Jakob auf.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


In Birsfelden ist das Referendum gegen den Quartierplan "Zentrum" zustande gekommen, so dass die Volksabstimmung am 27. März stattfindet.

Nach zwanzig Jahren im Amt wird die Oberwiler Gemeinderätin und Vizepräsidentin Rita Schaffter (Die Mitte) per Ende Juni aus dem Oberwiler Gemeinderat zurücktreten.

Der Kanton Basel-Stadt und Allschwil haben sich darauf geeinigt, die ÖV-Anbindung des Bachgrabengebiets durch Verlängerung der Buslinie 64 voraussichtlich im zweiten Quartal zu verbessern.

Weil im Reinacher Einwohnerrat die Stimmen bei der Abstimmung über den diesjährigen Steuerfuss nicht vollständig ausgezählt wurden und somit das Zweidrittel-Mehr nicht korrekt erfasst wurde, muss das Gemeindeparlament im Februar nochmals über dieses Geschäft abstimmen.

Der abgewählte Basler Regierungsrat Baschi Dürr (FDP) stösst ab Jahresbeginn zum "Sonntalk"-Moderatoren-Team von Telebasel.

Der Schweizer Dirigent Titus Engel wird ab der Saison 2023/24 als Principal Conductor der Basel Sinfonietta die Leitung des weltweit einzigen grossen Orchesters für zeitgenössische Musik übernehmen.

Die Baselbieter Regierung bewilligt den unterstützenden Einsatz von 29 Polizei-Mitarbeitenden vom 14. bis 22. Januar zur der Gewährleistung der Sicherheit anlässlich des World Economic Forums (WEF) in Davos.

Alexander Suter (36) wird als Nachfolger von Fleur Jaccard, die die Geschäftsführung der Zürcher "Age Stiftung" übernimmt, neuer Leiter der Abteilung Soziales  und GL-Mitglied der Christoph Merian Stiftung.

Weil bei der Baselbieter Polizei Beat Krattiger, Chef Sicherheitspolizei, in etwa zwei Jahren vorzeitig in Pension gehen will, kommt es ab 1. Januar aus Gründen der Kontinuität zu einem Stellen-Tausch mit Reto Zuber, dem bisherigen Chef Planung und Einsatz.

Aufgrund der aktuellen pandemischen Lage und der damit verbundenen Unsicherheiten wird die Basler Museumsnacht am 21. Januar abgesagt und voraussichtlich auf den Freitag, 20. Mai 2022 verschoben.

Wegen der stark zunehmenden Corona-Fallzahlen, der hohen Belastung des Gesundheitssystems und der aktuellen Entwicklung setzte die Baselbieter Regierung den Kantonalen Krisenstab wieder ein und reaktivierte den Pandemieplan.

Zum 125-Jahre-Jubiläum schenkt die Basler Regierung der F. Hoffmann-La Roche AG einen originalen Basilisken-Brunnen, der 2023 am künftigen Science Square auf dem Roche-Gelände an der Ecke Peter Rot-Strasse / Chrischonastrasse montiert werden soll.

Die Ost-West-Piste des EuroAirports wird ab 2. Dezember aufgrund der Verschiebung des magnetischen Nordpols von "08/26" zu "07/25" umbenannt.

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24 Mitarbeitende der Baselbieter Polizei kommen auf Ersuchen der Genfer Regierung für Aufgaben bei der Durchführung der 12. WTO-Ministerkonferenz zum Einsatz.

Der Basler Journalist, Historiker und langjährige Grossbritannien- und Irlandkorresponent von Radio SRF, Martin Alioth, ist am 18. November nach schwerer Krankheit im Alter von 67 Jahren gestorben.

Der FC Basel überträgt der Rennbahnklinik in Muttenz per sofort die medizinische Versorgung der 1. Mannschaft, der Frauen- und der Nachwuchsabteilung.

Als Nachfolger der in Pension gehenden Yvonne Aellen wird Simon Leuenberger per 1. März 2022 die Leitung der Abteilung Grünflächen-Unterhalt der Stadtgärtnerei Basel.

Die Mitglieder des Schutzverbandes EuroAirport wählten am 11. November die Reinacher Einwohnerrätin Katrin Joos Reimer als neue Präsidentin und Nachfolgerin von Landrätin Rahel Bänziger.

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Für die demissionierenden Daniela Dolci Reidemeister, Gottlieb A. Keller und Sibylle Schürch treten Bernhard Berger, Annette Luther und Hans-Peter Wessels in Basler Universitätsrat ein.

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Eine klare Mehrheit der Justiz-, Sicherheits- und Sportkommission des Basler Grossen Rates folgt der Regeirung und empfiehlt die kantonale Volksinitiative "Grundrechte für Primaten" ohne Gegenvorschlag zur Ablehnung.