Ivo Bachmann - Host City

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Strompreise: Was machen die Zürcher besser?

Was sind schon zehn Franken! Zwei Caffe Latte. Also, scheinbar, kaum der Rede wert.

Zehn Franken – das ist laut einer regierungsrätlichen Mitteilung auch der Mehrpreis, den ein Basler "Muster-Haushalt" ab 2009 für die Elektrizität bezahlen muss – dies allerdings monatlich. Der Regierungsrat tröstet: "In den meisten Haushalten lässt sich diese Mehrbelastung mit einfachen Massnahmen wie dem Einsatz von Energiesparlampen (...) kompensieren."

Da wir bereits viele Glühbirnen durch Sparlampen ersetzt haben, vergleichen wir heute nicht die Lampenpreise, sondern die Tarifpolitik der Elektrizitätswerke. Schliesslich haben die Tarife nicht nur einen Einfluss auf die Stromrechnung der Haushalte; weil höhere Energiepreise auch die heimische Produktion von Waren und Dienstleistungen verteuern, darf jede Familie noch ein paar Zehnernötli drauflegen. Alles in allem werden die Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten über eine halbe Milliarde Franken zu begleichen haben – über die Stromrechnung, über den Brotpreis, über das Zugbillett. Jahr für Jahr. Denn diese Summe kassiert die Elektrizitätswirtschaft ab 2009 zusätzlich ein – ohne wirklich eine Mehrleistung erbringen zu müssen. Eine halbbatzige Strommarktöffnung, ein neues Gesetz und eine zahnlose staatliche Aufsicht machen diesen Raubzug auf das Portemonnaie der Konsumenten möglich.

Besonders krass ist die Preiserhöhung in Basel. Um satte 23 Prozent steigen hier die Tarife für den Strom. Die örtliche Politik nickt es weitgehend ab. Die Bürgerlichen, weil sie aus wirtschaftspolitischer Überzeugung für die Liberalisierung waren. Die Linken und Grünen, weil sie aus ökologischen Überlegungen für höhere Energiepreise sind.

Die Preisaufschläge werden überall gleich begründet – auch in Basel: Man verweist auf neue, gesetzlich geforderte Abgaben. Vor allem aber schiebt man den Schwarzen Peter auf die Swissgrid, die neu gegründete nationale Netzgesellschaft, die nunmehr das Schweizer Hochspannungsnetz betreibt und den Elektrizitätswerken für die Stromdurchleitung überrissene Preise in Rechnung stellt. Die Swissgrid-Gebühr sei "eine Zumutung für die Basler Stromverbraucher", schimpft der neue IWB-Chef David Thiel in OnlineReports. Seine Verärgerung ist verständlich. Die IWB mussten bisher für die gleiche Leistung rund 25 Millionen Franken weniger entrichten.

Wie aber ist es möglich, dass unter diesen neuen Voraussetzungen in Basel die Strompreise um über 20 Prozent steigen, während sie in der Stadt Zürich nicht nur gleich bleiben, sondern während drei Jahren gar um 15 Prozent sinken? Beide Städte sind rot-grün regiert. Beide Städte unterhalten eigene Elektrizitätswerke. Beide Städte propagieren das Stromsparen, den energiepolitischen Wandel. Und beide Städte verrechnen heute ungefähr die gleichen Strompreise.

Schauen wir genauer hin. In Basel liefern die Industriellen Werke Basel (IWB) den Strom. Die IWB sind ein Gemischtwarenladen: Sie handeln mit Elektrizität, mit Wasser, mit Fernwärme, mit Gas, mit Telekommunikation. Sie erwirtschaften einen jährlichen Gesamtumsatz von über einer halben Milliarde Franken. Doch wirklich rentabel ist derzeit nur das Stromgeschäft. In dieser Sparte erzielten die IWB im 2007 bei einem Umsatz von 183 Millionen Franken einen Gewinn von 24 Millionen.
Ihren Strom beziehen die IWB zu fast 90 Prozent aus Wasserkraft; an einigen Kraftwerken halten sie Beteiligungen. Kein einziges Watt beziehen die IWB aus den Schweizer Atomkraftwerken. Die Basler Energielücke wird vor allem über europäische Handelsbörsen gedeckt. Hier jedoch sind die Preise gestiegen.

Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ) ist grösser. Es handelt fast ausschliesslich mit Energie und macht damit rund 665 Millionen Franken Umsatz. Das EWZ ist ein kerngesundes Unternehmen. Es muss keine defizitäre Wasserversorgung mittragen und keine Geothermie-Experimente decken. So hat es ein beachtliches Vermögen angehäuft, das allein schon rund 19 Millionen Franken als Finanzertrag in die Kasse spült. Insgesamt lieferte das EWZ im Jahr 2007 einen Gewinn von über 62 Millionen Franken an die Stadt ab.

Das EWZ ist strategisch clever aufgestellt. Es deckt die ganze Wertschöpfungskette von der Produktion über die Verteilung bis zum Handel ab. Es betreibt eigene Kraftwerke und produziert damit mehr Strom, als es für die Versorgung braucht. Und trotz der Absicht, längerfristig auf Atomstrom verzichten zu wollen, hält das EWZ nach wie vor eine Beteiligung am Kernkraftwerk Gösgen. Was immer in der Schweizer Energiepolitik geschieht – das Zürcher Werk bleibt gut verkabelt.  

So hat es zum Beispiel sein eigenes Hochspannungsnetz gegen eine 12-Prozent-Beteiligung in die Swissgrid eingebracht. Damit kann das EWZ der neuen Tarifordnung gelassen entgegenblicken. Denn, Ironie des Schicksals: Auch die Basler Stromverbraucher finanzieren über die hohen Swissgrid-Gebühren indirekt das EWZ. Die Zürcher können es sich deshalb leisten, neue Abgaben wie die Gebühr zur Förderung von erneuerbaren Energien nicht an die Kunden zu verrechnen, während die IWB ihren Kunden nun sogar die öffentliche Beleuchtung separat in Rechnung stellen müssen.

Die rot-grüne Stadtzürcher Energiepolitik ist zwar pragmatisch, aus Basler Sicht wohl zu pragmatisch. Aber sie ist erfolgreich.

15. September 2008
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Ivo Bachmann, geboren 1963 in Rain bei Luzern, war unter anderem Chefredaktor des "Beobachters" und der "Basler Zeitung". Heute ist er Publizist und Inhaber der Beratungsfirma bachmann medien in Basel und Zürich. Er betreibt eine Internet-Seite unter www.feldstudien.ch. Er lebt und arbeitet in Zürich und Basel. © Foto by OnlineReports.ch

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"Fernwärmenetz soll für 500 Milliarden Franken ausgebaut werden."

Regionaljournal Basel
vom 12. Mai 2021
über 500 Millionen-Pläne
des Basler Energieversorgers IWB
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Oh, was für eine Liquidität!

Alles mit scharf

Immer wieder Neulinge

RückSpiegel


20 Minuten nahm in der Nachricht über einen Hacker-Angriff auf die Basler Gewerbeschule auf OnlineReports Bezug.

In ihrem Report über die Basler LDP nimmt die WochenZeitung (WoZ) Bezug auf ein OnlineReports-Interview mit LDP-Grossrat Michael Hug.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Recherche über den Psychoterror in einem Arlesheimer Wohnblock auf.

Die BZ greift in ihrem Artikel "Bikini-Gate im Schrebergarten" einen Artikel von OnlineReports auf.

Den OnlineReports-Bericht über Masken-Sicherheit an Spital-Porten nahm die Konsumenten-Sendung "Espresso" von Radio SRF zum Anlass, das Thema vertieft zu untersuchen.

Blick, Telebasel, 20 Minuten und die BZ nahmen die OnlineReports-News über die Strafanzeigen gegen den ausländerfeindlichen Basler Grossrat E. W. auf.

Die BZ, die zu Recht die Intransparenz der Baselbieter Steuer(ab)rechnungen kritisierte, nahm in ihren Nachzug auf einen bestätigenden OnlineReports-Kommentar Bezug.

Prime News ging in der Kritik an "Weltwoche"-Kolumnist Christoph Mörgeli auf einen satirischen OnlineReports-Text über Lukas Engelberger ein.

Der Tages-Anzeiger bezog sich in einem Artikel über Impf-Privilegien auch auf einen OnlineReports-Artikel über UKBB-CEO Marco Fsicher.

Die Basler Zeitung nahm in ihrem Abschiedstext über den Basler Regierungsrat Hans-Peter Wessels in Text und Bild auf OnlineReports Bezug.

Die OnlineReports-Todesnachricht über alt-Landrat Peter H. Müller wurde von der BZ aufgenommen.

Die BZ nahm die OnlineReports-News über die Schliessung des Zeitungsladens "Press&Books" auf der Basler SBB-Passerelle auf.

Telebasel, das Regionaljournal und die Basler Zeitung nahmen in ihren Nachrufen auf Corina Christen auf OnlineReports Bezug.

Der OnlineReports-Primeur über den Rücktritt das Basler Grünen-Präsidenten Harald Friedl nahmen die BZ, Prime News, das Regionaljournal, die Basler Zeitung und Telebasel auf.

Die Medienwoche berichtete bezüglich einer "Weltwoche"-Falschmeldung über den Basler Regierungsrat Lukas Engelberger darüber, dass Mörgeli die humoristische Gedankenspielerei auf Onlinereports.ch für bare Münze nahm.

In ihrer Presseschau über die Basler Regierungsratswahlen zitierete die BZ ausführlich aus OnlineReports.

Die Basler Zeitung nahm die OnlineReports-News über einen geplatzten Baselbieter Strafprozess auf.

Die Wochenzeitung ging in ihrem Bericht über den Abbau in grossen Schweizer Zeitungsredaktion auch auf "kleinere Player" wie OnlineReports ein.

Die BZ zieht den OnlineReports-Report über den Verzicht auf das Muttenzer Multiplex-Kino der "Kitag AG" nach.

Die OnlineReports-News über die Schliessung eines Tanzlokals in der Basler Innenstadt nahm die BZ auf.

In ihrer Besprechung von Roland Starks Kolumne-Buch "Stark!" nimmt die Volksstimme auf OnlineReports Bezug.

Die BZ kritisierte den designierten Basler SP-Regierungsrat Beat Jans für seinen Twitter-Tweet: "Wieso muss man in unserer Region eigentlich 'Onlinereports' lesen, wenn man sich umfassend informieren, statt belehren lassen will?"

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Josiane Tinguely Casserini wird per 1. August neue Baselbieter Kantonsapothekerin und Leiterin der Abteilung Heilmittel im Amt für Gesundheit.

Das Hafenfest Basel 2021, das vom 3. bis 5. September hätte stattfinden sollen, wurde vom Organisationskomitee aus epidemiologischen Gründen abgesagt.

Die Basler Regierung hat die kantonalen Einschränkungen für "Einrichtungen im Sportbereich" aufgehoben, so dass der Sportunterricht und die Nutzung der Garderoben auf Sekundarstufe I und II ab 3. Mai wieder möglich sind.

Marc-André Giger und Guy Lachappelle werden neue Mitglieder des Verwaltungsrats des Universitäts-Kinderspitals beider Basel (UKBB).

Das Landratspräsidentinnen-Fest zu Ehren der Grünliberalen Regula Steinemann muss aus Pandemie-Gründen vom 24. Juni auf den 26. August verschoben werden.

Rolf Borner, Geschäftsleiter Immobilien Basel-Stadt, verlässt das Finanzdepartement nach 16 Jahren per 1. August und wird Direktor "Infrastruktur und Betrieb" und Mitglied der Universitätsleitung der Universität Basel.

Ab 19. April sind die Sportanlagen im Kanton Basel-Stadt gemäss den Vorgaben des Bundes und unter Einhaltung der Schutzmassnahmen wieder zugänglich.

Salome Bessenich wird Nachfolgerin des zurücktretenden Basler SP-Grossrats Sebastian Kölliker, der Co-Generalsekretär des Basler Präsidialdepartements wird.

Der 615. Liestaler Banntag vom 10. Mai ist durch einen Beschluss der vier Rottenchefs aus pandemischen Gründen abgesagt worden.

Innerhalb von zwei Wochen sind über 3’000 Unterschriften gegen die vom Grossen Rat beschlossene Abschaffung der Parkplätze beim Friedhof Hörnli zusammengekommen.

Daniel Urech, Gemeinderat der Freien Wähler Dornach und Kantonsrat der Grünen Solothurn, tritt für das Gemeindepräsidium Dornach an.

Mit einer Geschwindigkeit von 124 km/h statt der erlaubten 60 km/h erwischte die Polizei am 29. März auf der Oristalstrasse in Liestal einen 33-jährigen italienischen PW-Lenker, der in Richtung Büren raste und es jetzt mit der Justiz zu tun bekommt.

Die neugewählten Basler Regierungsmitglieder Esther Keller (GLP) und Kaspar Sutter (SP) wurden zu neuen Verwaltungsratsmitgliedern des EuroAirport ernannt.

Das Referendum gegen eine flächendeckende Parkraum-Bewirtschaftung in Allschwil ist mit über 800 Unterschriften zustande gekommen; das Quorum beträgt 500 Unterschriften.

Waltraud Parisot wird neue Verwaltungs-Chefin an der Musik-Akademie Basel und damit Nachfolgerin von Marc de Haller, der nach 18 Dienstjahren regulär pensioniert wird.

Lina Arti hat heute als 10'000. Baslerin im Impfzentrum die Corona-Zweitimpfung und von Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger einen grossen Blumenstrauss erhalten.

Der Kanton Basel-Stadt hat bis 2. März gesamthaft 25,2 Millionen Franken A-fonds-perdu-Beiträge aus dem Härtefall-Programm an Unternehmen ausbezahlt und 4,9 Millionen Franken Bürgschaften für KMU-Kredite bewilligt.

Dominik Scherrer wird als Nachfolger von Titus Hell neuer Präsident der Jungfreisinnigen Basel-Stadt.

Die Fluxdock AG wird den Kasernen-Hauptbau betreiben, in dem Anfang 2022 das Kultur- und Kreativzentrum seine Tore öffnet.

Marcus Vetter ist neuer Chefarzt für Onkologie und Hämatologie des Kantonsspitals Baselland.

Alexa Ipen-Providoli wird ab 1. April neue Leiterin des Amtes für Beistandschaften und Erwachsenenschutz und damit Nachfolgerin von Sarah Thönen, die ins Erziehungsdepartement wechselt.

Bis 1. Februar erhielten in Basel-Stadt über 9'800 Personen eine erste Impfdosis gegen das Coronavirus, über 3'700 weitere Personen haben bereits zwei Dosen erhalten.

Das Kantonale Laboratorium Basel-Stadt hat bei 36 Haarfärbemittel-Proben neun Produkte mit einem Verkaufsverbot belegt.

Die Wahlvorbereitungs-Kommission beantragt dem Grossen Rat, am 10. März Staatsanwalt Urs Jürg Müller-Egli zum Leitenden Staatsanwalt und Leiter der Allgemeinen Abteilung zu wählen.

Elisabeth Simon wird am 1. August neue Rektorin des Gymnasiums Bäumlihof und somit Nachfolgerin von Anna-Katharina Schmid, die auf diesen Zeitpunkt in Pension geht.

Mit einer Mehrheit von 89,4 Prozent beschlossen die Mitglieder der CVP Basel-Stadt am 25. Januar den Namenswechsel in "Die Mitte Basel-Stadt".

Gegen die Kreditbewilligung des Landrates in Höhe von 17,15 Millionen Franken für die Verlängerung der Tramlinie 14 von Pratteln nach Augst reichte am 25. Januar die Aktionsgruppe "aapacke" Pratteln das Referendum ein.

Mark Eichner (Präsident), Carol Baltermia, Liselotte Henz, Isabelle Mati und Karin Sartorius bilden die Findungskommission zur Evaluation eines neuen Basler FDP-Präsidiums.

Medbase und das Kantonsspital Baselland (KSBL) werden das "Regionale Gesundheitszentrum Laufen" im "Birs Center" betreiben und damit ein breites ambulantes Angebot mit Notfallversorgung anbieten.