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"Das Ei des Kolumbus entdeckt": Prattler Privatschul-Standort

Prattler Privatschule "Gallenacher" steckt in Turbulenzen

Gravierende finanzielle Probleme befürchtet: Kanton leitet aufsichtsrechtliches Verfahren ein


Von Peter Knechtli


Nur anderthalb Jahren nach ihrer Betriebsaufnahme steckt die Privatschule "Gallenacher" in Pratteln in schweren finanziellen Schwierigkeiten. Der Kanton hat ein aufsichtsrechtliches Verfahren eingeleitet. Bis in zwei Wochen soll Klarheit herrschen.


Als der heute 54-jährige Denis Bitterli im August 2018 in der Nähe des Bahnhofs die Privatschule "Gallenacher" eröffnete, ging ihm der Ruf eines charismatischen Pädagogen voraus. Die "Basler Zeitung" porträtierte ihn euphorisch als Lehrer, der nicht weniger als "das Ei des Kolumbus entdeckt" habe. Mit seinen 12-köpfigen Lerngruppen plane er "das heutige Unterrichtssystem auf den Kopf zu stellen".

Bitterli hatte mit seiner ansteckenden Art sofort Erfolg. Die Rede ist davon, dass die Schule, die er leitet, von mindestens 150 Schülern zum monatlichen Preis von 1'200 Franken pro Kind besucht wird. Ableger betreibt die Schule in Liestal und Reinach. Doch jetzt scheint die Institution des "friedvollen Revolutionärs im Klassenzimmer" (BaZ) in gröberen finanziellen Schwierigkeiten zu stecken. Vor einer Woche wurden die Eltern laut OnlineReports-Informationen an einem Krisenabend über die Situation informiert.

Keine Antwort von Schulleiter Bitterli

OnlineReports wurde zugetragen, dass sich ein finanzielles Loch in Höhe um 600'000 Franken aufgetan hat. An einem nachfolgenden Forum seien "Zukunftsperspektiven diskutiert" worden. Wie gravierend die finanzielle Situation tatsächlich ist und wie weit der Fortbestand der Schule gesichert ist, liess sich nicht in Erfahrung bringen. Denis Bitterli liess fünf Mail- und Telefon-Anfragen von OnlineReports während dreissig Stunden unbeantwortet: Er tauchte ab. So bleibt seitens der "Gallenacher-Schule" auch unbeantwortet, ob es zu einer Insolvenz komme.

Fabienne Romanens, die Sprecherin der Baselbieter Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion, bestätigte OnlineReports heute Dienstag, dass die Direktion Ende letzter Woche "Hinweise" und entsprechende "Befürchtungen" zugegangen seien. Die Direktion von Regierungsrätin Monica Gschwind stehe sowohl mit der Schulleitung als auch mit den Eltern in Kontakt. Intern zuständig ist am Amt für Volksschulen, das die Aufsicht über die Privatschulen pflegt und Bewilligungen erteilt beziehungsweise entzieht.

Sicherstellung von Plätzen in Regelklassen

In Rahmen eines aufsichtsrechtlichen Verfahrens trifft das Amt für Volksschulen vorerst "Abklärungen" und sammelt Informationen über den Zustand der Lage. Laut Fabienne Romanens ist es heute Dienstag zu einem zweiten Gespräch mit Schulleiter Bitterli gekommen. Die "Beschulung" der "Gallenacher"-Schülerinnen und -schüler sei "nicht gefährdet". Bis in zwei Wochen soll Klarheit herrschen, so die Sprecherin weiter.

Amtsleiter Beat Lüthy sagte heute Dienstagabend zu OnlineReports, erste Priorität habe aus Sicht des Kantons die Frage, die Unterbringung der Schüler im Falle einer Schul-Schliessung in staatlichen oder andern privaten Schulen sicherzustellen. Die Amtsstelle verfüge bereits über eine Namensliste der Schüler und der Erziehungsberechtigten. "Im Moment" laufe der Schulbetrieb in Pratteln, Liestal und Reinach noch regulär. Der Fortbestand hänge davon ab, ob noch gerichtliche Entscheide bezüglich einer Insolvenz anstehen.

Ob die Lehrkräfte ihre Löhne erhalten, könne er nicht sagen. Dies sei Sache der "Gallenacher"-Schule, so Lüthy weiter. Er habe aus Kreisen der Eltern auch von einem Finanzloch von 600'000 Franken gehört.

21'000 Franken Gesellschaftskapital

Laut Website bietet die Privatschule "Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Möglichkeit an, dem natürlichen Lerneifer nachzugehen und in einer angenehmen Lernatmosphäre die Kompetenzen anzueignen, die für ein sinnhaftes Leben notwendig sind". Trägerin der Tagesschule und Inhaberin der staatlichen Betriebsbewilligung ist die mit einem Kapital von 21'000 Franken ausgerüstete "lebensart003 GmbH", die sich nach eigenem Bekunden "für eine globale Friedenskultur" einsetzt. Gesellschafter zu gleichen Teilen sind neben Denis Bitterli auch Mauricio Schäfer und Michael Hartmann. Revisionsstelle ist die "Tretor AG" in Liestal.

Am Domizil der "lebensart003 GmbH" an der Hagnaustrasse 27 sind auch die Institution "Schule und Bildung", das "Friedensinstitut Basel" sowie der Werkplatz für Kommunikation "Makeyourday" untergebracht. Bitterli betreibt als Vereinspräsident von "Prima Bildung" auch eine "Lernpartnerschaft" mit Barbara Omoruyi. Von OnlineReports kontaktiert hielt sich Omoruyi knapp: "Wir haben nichts mit der Trägerschaft der Schule zu tun."

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18. Februar 2020

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"Die Petitionsstellenden sind der festen Überzeugung, dass der Gemeinderat von Muttenz in Kenntnis aller Fakten wohl kaum (...) die vorgesehene Zonenplanänderung bejahren (...) kann."

Verein Windstill
in einer Medienmitteilung
vom 30. September 2020
zum Windkraft-Projekt
in Muttenz
https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

Vielleicht kann sie sogar betagt werden.

RückSpiegel

 

Das SRF-Regionaljournal, die BZ, fasnacht.ch sowie LDP-Grossrat Michael Hug (Interpellation) nahmen die OnlineReports-Recherche über Lärmprobleme durch Trommler, Peiffer und Gugge in Kleinhüningen auf.

Bajour schreibt, die Berichte von OnlineReports zur Baselbieter Velobahn-Affäre gefielen ihr "am besten".

In ihrem Kommentar über staatliche Medienförderung geht Prime News auf das über zwanzigjährige Bestehen von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung und die BZ zitierten in ihren Berichten über das Velobahn-Amigo-Geschäft von Klaus Kirchmayr und Isaac Reber ausführlich aus OnlineReports.

In ihrem Bericht über die Umgestaltung der Basler Meriangärten nimmt die BZ auf eine zuvor erschienene OnlineReports-Recherche Bezug.

Die Badische Zeitung zitierte in ihrer Vorwahl-Analyse der Basler Regierungs-Wahlen aus einem OnlineReports-Kommentar.

In der BZ-Kolumne nahm Daniel Wiener Bezug auf den OnlineReports-Kommentar über den Macht-Poker um die Basler Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann.

In ihrem Leitartikel über den Zustand des Kantons Basel-Stadt zitierte die BZ aus dem OnlineReports-Interview mit Michael Hug.

Die BZ nahm die OnlineReports-Geschichte über den Abbruch des Hauses an der Basler Rufacherstrasse 73 auf. Die Basler Zeitung verzichtete auf eine Quellennennung.

Die BZ nahm die OnlineReports-Story über eine umstrittene Eichen-Fällung auf.

In ihrer News über das Debakel um die Wahl des Gemeindepräsidenten in Schönenbuch nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung bezog sich in ihrem Artikel über die Kandidatensuche der Basler SVP auf ein Interview in OnlineReports.

In ihrem Beitrag über den Protest gegen das "General Sutter"-Denkmal in Rünenberg nahm die BZ auf OnlineReports Bezug.

Die BZ zog die OnlineReports-News über den Rücktritt von Beat Jans als IWB-Verwaltungsrat nach.

Auch das Regionaljournal zog die OnlineReports-Geschichte über Probleme in den Familiengärten nach, verzichtete aber vornehm auf eine Quellenangabe.

Die BZ nahm die OnlineReports-Recherche über die erneute Schliessung der Familiengärten an der Landesgrenze auf.

Die BZ nahm die OnlineReports-Nachricht über die Berufung des Staatsanwalts im Fall der FCZ-Schlägerei im Lehenmattquartier auf.

Das Regionaljournal griff die OnlineReports-Geschichte über Kurzarbeit bei BaZ und BZ auf.

Die BZ nahm die OnlineReports-Nachricht über die Stadtpräsidenten-Ambition von Kantonsspital-CEO Jürg Aebi auf.

Die Volksstimme nahm die OnlineReports-Story über den anstehenden Gerichtsfall zum Rothenflüher Blechpolizisten-Sprenger auf.

In ihrem Basler Medien-Epos nahm die Medienwoche auch auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung, Prime News und die BZ berichteten unter Berufung auf OnlineReports über Adrian Plachesis Abgang bei Telebasel.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Die Basler Juso bitten die Regierung in einer Petition, sich aktiv dafür einzusetzen, 100 Menschen aus dem Camp Moria in den Kanton Basel-Stadt aufzunehmen.

Der Stiftungsrat der Stiftung Brasilea hat die 37-jährige brasilianisch-schweizerische Doppelbürgerin Tatiana Andrade Vieira als neue Geschäftsführerin und Nachfolgerin von Daniel Faust gewählt.

Die Basler SP hat am 16. Oktober ihre Initiative "Kinderbetreuung für alle" mit über 3'000 Unterschriften eingereicht.

Dominik Beeler wird neuer Präsident der Grünen Liestal und damit Nachfolger von Erika Eichenberger.

Die Volksinitiative "für ein klimagerechtes Basel", die die Treibhausgas-Emissionen in Basel-Stadt bis 2030 auf Null senken will, ist am 8. Oktober mit über 3'700 Unterschriften bei der Staatskanzlei eingereicht worden.

Die Stadt Liestal hat die Einführung eines Ortsbusses namentlich in den Quartieren Sichtern und Langhag/Hanro mit 2'246 Ja-Stimmen gegen 2'717 Nein-Stimmen deutlich abgelehnt.

Binningen hat die SP-Initaitive gegen den Verkauf von gemeindeeigenem Boden mit  2'823 Ja gegen 2'809 Nein hauchdünn angenommen.

Münchenstein hat der Quartierplanung "Spenglerpark" mit dem 100 Meter hohen Hochhaus mit einem Ja- Anteil von 58 Prozent zugestimmt.

Der Deutsche Florian Röthlingshöfer wird neuer Direktor der Schweizerischen Rheinhäfen und Nachfolger von Hans-Peter Hadorn, der Ende Jahr abtreten wird.

Patricia von Falkenstein, die Präsidentin der Liberalen LDP, wird als Nachfolgerin von Helmut Hersberger neue Präsidentin des Hauseigentümer-Verbandes Basel-Stadt.

Roman Brunner (Muttenz) wird per 1. November 2020 neuer Präsident der Baselbieter SP-Landratsfraktion als Nachfolger von Miriam Locher, die sich für das Amt der Parteipräsidentin bewirbt.

Dem Enkeltrickgewerbe fielen in Basel kürzlich Beträge von 15'000 und 4'000 Franken in die Hände, während ein happiger Beutezug von 80'000 Franken misslang.

Der FC Basel und sein Captain Valentin Stocker verlängern den Vertrag vorzeitig um zwei weitere Jahre bis im Sommer 2023 – mit einer Option auf ein weiteres Jahr.

Im vergangenen Sommer lagen die Ozon-Konzentrationen in der Region Basel zwar tiefer als im Vorjahr, aber immer noch deutlich über den Grenzwerten der Luftreinhalte-Verordnung.

Mit zusätzlichen Städtepartnerschaften mit Abidjan (Elfenbeinküste) und einer Stadt in einem Erstfluchtland im Nahen Osten will die Basler Regierung "ein Zeichen der Solidarität setzen".

Teilerwerbstätigen Beziehenden von Ergänzungsleistungen und Beziehenden von Ergänzungsleistungen, die zu einer medizinischen Behandlung fahren, werden im Baselbiet die Kosten für Schutzmasken mit pauschal 30 Franken vergütet.

Ralph Lewin und Andreas Sturm stellen sich nach über zehnjähriger Amtszeit nicht mehr für eine Wiederwahl für die nächste Amtsperiode im Bankrat der Basler Kantonalbank zur Verfügung.

Die auslaufenden Verträge von Cheftrainer Marcel Koller und den Assistenztrainern Thomas Janeschitz und Carlos Bernegger mit dem FC Basel werden "im gemeinsamen Einvernehmen" nicht verlängert.

Die auf Gebäudetechnik und Energiekonzepte spezialisierte Rapp Gebäudetechnik AG plant die Konzentration ihrer Geschäftstätigkeit am Standort Münchenstein und erwägt die Schliessung ihrer beiden Filialen in Lausanne und Genf.

Der Baselbieter Landrat wird vorläufig – mindestens bis zu den Herbstferien – weiterhin im Basler Kongresszentrum tagen, wie die Geschäftsleitung beschlossen hat.

Der Kanton Basel-Stadt unterstützt über den Pendlerfonds das Veloverleihsystem Basel mit 2,15 Millionen Franken.

Wegen der Corona-Situation haben der Gewerbeverband und das Erziehungsdepartement entschieden, die 8. Basler Berufs- und Weiterbildungsmesse  vom 15. bis 17. Oktober nicht durchzuführen.

Auf der A2 bei Birsfelden wurde in der Nacht des 3. August ein in der Region wohnhafter Italiener als Raser erwischt, der bei erlaubten 80 mit 140 Stundenkilometern in Richtung Bern/Luzern unterwegs war.