Gast-Kommentare

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Es geht um die ästhetische Qualität des Münsterhügels

Von ANDREAS LANG

D
ass unberührte Landschaften ihre besondere Schönheit haben, pflegen nur Betonköpfe zu verkennen. Wie aber verhält es sich mit urbanen Gebieten? In einer Stadt wie Basel dominieren die Menschen den Raum nahezu vollständig, und niemand wird ihnen daraus einen Vorwurf machen.

Dennoch darf man sich fragen: Gibt es nicht auch hier Orte, deren Reiz darin liegt, dass niemand sie betritt? Dass keine baulichen Eingriffe – von den historischen abgesehen – ihre Schönheit schmälern? Ist ein Ort allein deswegen wertlos, weil nicht wir Menschen ihn belegen, sondern etwa die zahllosen Wasservögel, die hier zur Ruhe kommen, die Bäume, deren Äste bis ins Wasser hinunterreichen, und meinetwegen auch einige seltene Flechten und Fische? Es gibt sie in der Tat, die stillen, verwunschenen Orte in Basel, und es soll sie weiterhin geben.

 

"Die 'Mediterranisierung' ist
nicht flächendeckend zu vollziehen."


Nichts gegen die vielgerühmte "Mediterranisierung", die zweifellos viel beigetragen hat zur Belebung der Stadt. So berechtigt sie ist, so irrig wäre indes die Auffassung, dass sie nun möglichst flächendeckend zu vollziehen sei. Die Gefahr der Uniformität liegt auf der Hand, wenn auch die letzten Orte dieser zeittypischen Form der Belebung zugeführt werden: ja, auch der Münsterplatz, und: ja, auch die letzten noch unberührten Meter zwischen den zwei zentralen Brücken dieser ohnehin perfekt erschlossenen Stadt. Denn die Stadt ist ein heterogenes Gebilde; die Vielfalt – auch an Atmosphären – bestimmt ihr Wesen. Warum tun sich manche Leute so schwer mit Kontrasten?

Die Kritiker der Uferweg-Vorlage (zu denen auch Anwohner zählen) würden nur ihre privilegierten Gärten verteidigen, heisst es. Ein ebenso alter wie schäbiger Trick: Um die Gegner zu neutralisieren, setzt man sie ins moralische Zwielicht. Da ich selber eine Dienstwohnung neben dem Münster belege, kann ich diesen Aspekt beurteilen: Die bestehende Ufermauer ist hoch und distanziert genug, um unsere Gartenfläche schadlos zu halten, sichtbar wäre ein Steg für uns kaum. Das Projekt könnte mir insofern gleichgültig sein.

Keineswegs gleichgültig ist mir die ästhetische Qualität des Münsterhügels. Dass der Steg "filigran", ja "kaum sichtbar" wäre, erscheint illusorisch angesichts der behördlichen Auflagen, der Pegelschwankungen, des rutschgefährdeten Hangs, der statischen Herausforderungen. Er läge nachmittags immer im Schatten und müsste abends gesperrt werden. Wer indes die Mauern versprayen oder seine Lautsprecher in Stellung bringen wollte, wüsste sich bestimmt Zugang zu verschaffen. Der Bereich um das Münster sei, so sagen viele, der schönste Abschnitt dieser Stadt. Ist es nicht widersinnig, den Uferweg gerade dort zu bauen, wo man dieses Ensemble gar nicht sieht? Der Steg eröffnete uns einen Blick auf das Kleinbasler Ufer, das von der Pfalz und vom Rheinsprung aus schon jetzt - sogar aus höherer Warte - betrachtet werden kann. Und was geschähe eigentlich mit den traditionellen Fischergalgen am Ufer, wenn der neue Steg ihren Standort kreuzte?

Ich wünsche den Menschen in Basel jene Sensibilität, die notwendig ist, um den Wert dessen zu erkennen, was uns an Schönem überliefert worden ist. Ein Wunder eigentlich, dass das so poetische wie kraftvolle Ensemble aus Bischofshof, Münster, Lesegesellschaft und Alter Universität vollständig intakt geblieben ist in den Jahren des – auch innerstädtischen – Bauwahns allerorten. Völlig zu recht wurde es unter Schutz gestellt. Warum ausgerechnet die vermiedenen Fehler nachholen? Gälte es nicht zu schützen, was unter Schutz steht? Es braucht keinen Rheinuferweg am empfindlichsten Ort der Stadt. Was perfekt ist, kann man nur verschlechtern.

Zum Ja-Standpunkt von Sarah Wyss

7. Mai 2014
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Andreas Lang, Jahrgang 1971, ist Germanist und lebt als Verwalter der Allgemeinen Lesegesellschaft über dem Rheinufer am Münsterplatz.

a.lang@gmx.ch

(Die Kolumnisten sind in ihrer Meinung frei;
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"Manche wollen einfach alles haben"

Vielen Dank für diesen richtigen Beitrag. Ich gehöre der Generation an, die im "Pfalzbadhysli" schwimmen gelernt hat. Damals gab es einen kleinen Steg von der Badi bis zur Wettsteinbrücke. Er ist mehrmals weggeschwemmt worden, was beweist, dass dort kein filigraner Steg machbar ist. Das "Pfalzbadhysli" musste zu recht verschwinden, weil es die Sicht verstellte. Wir haben mit Wehmut darauf verzichtet, aber die Notwendigkeit eingesehen. Manche Leute wollen einfach alles "haben", und sprechen Neidgefühle an, ohne zu bedenken, dass sie ein wichtiges "Sein" für alle damit unwiederbringlich zerstören.


Liselotte Reber-Liebrich, Basel



"Auf den Punkt gebracht"

Herzliche Gratulation zu Ihrem OnlineReports-Beitrag. Sie haben die ästhetische (aisthesis im Sinne der umfassenden Wahrnehmung) Argumentation auf den Punkt gebracht, die bisher in der Hitze der Diskussion unausgesprochen geblieben sind. Ferner hatten Sie den Mut, die Schäbigkeit der "sozialethischen" Argumente der Befürworter, zu der interessanterweise Mitglieder der baselstädtischen Nomenclatura aller politischen Couleurs gehören, zu entlarven.


Hans-Ulrich Iselin, Riehen


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"Innerhalb von weniger als zehn Jahren brannte es in der Auto-Einstellhalle Im Hirshalm, in Riehen."

Peter A. Vogt
SVP-Einwohnerrat Riehen
in einer Medienmitteilung
vom 29. September 2020
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Gute Bilanz. In andern Einstellhallen brennt es innerhalb von Sekunden.

Frisch pubertiert

Bitte so lange wie möglich

RückSpiegel

 

Bajour schreibt, die Berichte von OnlineReports zur Baselbieter Velobahn-Affäre gefielen ihr "am besten".

In ihrem Kommentar über staatliche Medienförderung geht Prime News auf das über zwanzigjährige Bestehen von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung und die BZ zitierten in ihren Berichten über das Velobahn-Amigo-Geschäft von Klaus Kirchmayr und Isaac Reber ausführlich aus OnlineReports.

In ihrem Bericht über die Umgestaltung der Basler Meriangärten nimmt die BZ auf eine zuvor erschienene OnlineReports-Recherche Bezug.

Die Badische Zeitung zitierte in ihrer Vorwahl-Analyse der Basler Regierungs-Wahlen aus einem OnlineReports-Kommentar.

In der BZ-Kolumne nahm Daniel Wiener Bezug auf den OnlineReports-Kommentar über den Macht-Poker um die Basler Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann.

In ihrem Leitartikel über den Zustand des Kantons Basel-Stadt zitierte die BZ aus dem OnlineReports-Interview mit Michael Hug.

Die BZ nahm die OnlineReports-Geschichte über den Abbruch des Hauses an der Basler Rufacherstrasse 73 auf. Die Basler Zeitung verzichtete auf eine Quellennennung.

Die BZ nahm die OnlineReports-Story über eine umstrittene Eichen-Fällung auf.

In ihrer News über das Debakel um die Wahl des Gemeindepräsidenten in Schönenbuch nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung bezog sich in ihrem Artikel über die Kandidatensuche der Basler SVP auf ein Interview in OnlineReports.

In ihrem Beitrag über den Protest gegen das "General Sutter"-Denkmal in Rünenberg nahm die BZ auf OnlineReports Bezug.

Die BZ zog die OnlineReports-News über den Rücktritt von Beat Jans als IWB-Verwaltungsrat nach.

Auch das Regionaljournal zog die OnlineReports-Geschichte über Probleme in den Familiengärten nach, verzichtete aber vornehm auf eine Quellenangabe.

Die BZ nahm die OnlineReports-Recherche über die erneute Schliessung der Familiengärten an der Landesgrenze auf.

Die BZ nahm die OnlineReports-Nachricht über die Berufung des Staatsanwalts im Fall der FCZ-Schlägerei im Lehenmattquartier auf.

Das Regionaljournal griff die OnlineReports-Geschichte über Kurzarbeit bei BaZ und BZ auf.

Die BZ nahm die OnlineReports-Nachricht über die Stadtpräsidenten-Ambition von Kantonsspital-CEO Jürg Aebi auf.

Die Volksstimme nahm die OnlineReports-Story über den anstehenden Gerichtsfall zum Rothenflüher Blechpolizisten-Sprenger auf.

In ihrem Basler Medien-Epos nahm die Medienwoche auch auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung, Prime News und die BZ berichteten unter Berufung auf OnlineReports über Adrian Plachesis Abgang bei Telebasel.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Die Stadt Liestal hat die Einführung eines Ortsbusses namentlich in den Quartieren Sichtern und Langhag/Hanro mit 2'246 Ja-Stimmen gegen 2'717 Nein-Stimmen deutlich abgelehnt.
 

Binningen hat die SP-Initaitive gegen den Verkauf von gemeindeeigenem Boden mit  2'823 Ja gegen 2'809 Nein hauchdünn angenommen.

Münchenstein hat der Quartierplanung "Spenglerpark" mit dem 100 Meter hohen Hochhaus mit einem Ja- Anteil von 58 Prozent zugestimmt.

Der Deutsche Florian Röthlingshöfer wird neuer Direktor der Schweizerischen Rheinhäfen und Nachfolger von Hans-Peter Hadorn, der Ende Jahr abtreten wird.

Patricia von Falkenstein, die Präsidentin der Liberalen LDP, wird als Nachfolgerin von Helmut Hersberger neue Präsidentin des Hauseigentümer-Verbandes Basel-Stadt.

Roman Brunner (Muttenz) wird per 1. November 2020 neuer Präsident der Baselbieter SP-Landratsfraktion als Nachfolger von Miriam Locher, die sich für das Amt der Parteipräsidentin bewirbt.

Dem Enkeltrickgewerbe fielen in Basel kürzlich Beträge von 15'000 und 4'000 Franken in die Hände, während ein happiger Beutezug von 80'000 Franken misslang.

Der FC Basel und sein Captain Valentin Stocker verlängern den Vertrag vorzeitig um zwei weitere Jahre bis im Sommer 2023 – mit einer Option auf ein weiteres Jahr.

Im vergangenen Sommer lagen die Ozon-Konzentrationen in der Region Basel zwar tiefer als im Vorjahr, aber immer noch deutlich über den Grenzwerten der Luftreinhalte-Verordnung.

Mit zusätzlichen Städtepartnerschaften mit Abidjan (Elfenbeinküste) und einer Stadt in einem Erstfluchtland im Nahen Osten will die Basler Regierung "ein Zeichen der Solidarität setzen".

Teilerwerbstätigen Beziehenden von Ergänzungsleistungen und Beziehenden von Ergänzungsleistungen, die zu einer medizinischen Behandlung fahren, werden im Baselbiet die Kosten für Schutzmasken mit pauschal 30 Franken vergütet.

Ralph Lewin und Andreas Sturm stellen sich nach über zehnjähriger Amtszeit nicht mehr für eine Wiederwahl für die nächste Amtsperiode im Bankrat der Basler Kantonalbank zur Verfügung.

Die auslaufenden Verträge von Cheftrainer Marcel Koller und den Assistenztrainern Thomas Janeschitz und Carlos Bernegger mit dem FC Basel werden "im gemeinsamen Einvernehmen" nicht verlängert.

Die auf Gebäudetechnik und Energiekonzepte spezialisierte Rapp Gebäudetechnik AG plant die Konzentration ihrer Geschäftstätigkeit am Standort Münchenstein und erwägt die Schliessung ihrer beiden Filialen in Lausanne und Genf.

Der Baselbieter Landrat wird vorläufig – mindestens bis zu den Herbstferien – weiterhin im Basler Kongresszentrum tagen, wie die Geschäftsleitung beschlossen hat.

Der Kanton Basel-Stadt unterstützt über den Pendlerfonds das Veloverleihsystem Basel mit 2,15 Millionen Franken.

Wegen der Corona-Situation haben der Gewerbeverband und das Erziehungsdepartement entschieden, die 8. Basler Berufs- und Weiterbildungsmesse  vom 15. bis 17. Oktober nicht durchzuführen.

Auf der A2 bei Birsfelden wurde in der Nacht des 3. August ein in der Region wohnhafter Italiener als Raser erwischt, der bei erlaubten 80 mit 140 Stundenkilometern in Richtung Bern/Luzern unterwegs war.

Der Kanton Basel-Stadt, die IWB und Pro Innerstadt Basel gaben heute den offiziellen Startschuss für die Erneuerung der Freien Strasse und der angrenzenden Gassen.

Weil bei Bauarbeiten am Hochbergerplatz ein Stromkabel durchtrennt wurde, kam es am 30. Juli kurz vor 7.30 Uhr in Teilen von Kleinhüningen zu einem Stromunterbruch.

Die Friedhöfe Basel schreiben die Dienstleistungen für die Einsargung und die Überführung von Verstorbenen im Rahmen der unentgeltlichen Bestattung neu aus.

Die Universität Basel hat entschieden, ihren Dies academicus auf Grund der Corona-Pandemie nicht durchzuführen.

Die Baselbieter Corona-Abklärungs- und Teststation befindet sich neuerdings im Spenglerpark in Münchenstein.

Daniela Martin wird neue Geschäftsführerin der Basel Sinfonietta.

Am 8. Juli wurde im Basler Rathaus die Initiative für echten Wohnschutz und das Referendum gegen das "mieterfeindliche Nichtwohnschutzgesetz" eingereicht.

Mit über 4'000 Unterschriften ist in Basel-Stadt das Referendum gegen den umstrittenen Bau des Hafenbeckens 3 zustande gekommen, so dass es am 29. November zur Volksabstimmung kommt.

2. Juli: Einreichung der Initiative "Basel baut Zukunft", die 50 Prozent gemeinnützigen Wohn- und Gewerberaum auf Transformations-Arealen verlangt.

Niggi Rechsteiner übernimmt die Geschäftsführung der Basler "Stiftung Sucht" und folgt damit auf Francesco Castelli, der die Stiftung während neun Jahren geführt hat.

Jeanne Locher, seit 2016 Vizepräsidentin des Gemeinderates, ist mit 1'276 Stimmen neue Gemeindepräsidentin von Münchenstein, während Herausforderer Daniel Altermatt (GLP) auf 906 Stimmen kam.

Eveline Sprecher (SP) wurde in Aesch mit 1'087 Stimmen zur Gemeindepräsidentin gewählt, wobei FDP-Gemeinderat Stephan Hohl 726 Stimmen und Andreas Spindler (SVP) 305 stimmen erzielte.

In Allschwil setzte sich FDP-Gemeindepräsidentin Nicole Nüssli mit 2'989 Stimmen klar gegen Gemeinderat Christoph Morat (SP) durch, der 1'696 Stimmen erzielte.

Mike Keller (FDP) bleibt mit 2'162 Stimmen Binninger Gemeindepräsident; seine grüne Herausforderin, Landrätin Rahel Bänziger Keel, kam auf 1'140 Stimmen.