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"Wir spüren passiven Widerstand": Sitz der CO 13 in Basel

"CO 13"-Vorstand tritt in globo zurück

Die Werkstätten für Arbeitsrehabilitation stecken in einer existenziellen Krise


Von Peter Knechtli


Die Werkstätten "CO 13" an der Basler Colmarerstrasse befinden sich in einer existenziellen Krise: Der gesamte Vorstand tritt noch während seiner Amtszeit kollektiv zurück. Jetzt muss der gemeinnützige Verein in kürzester Zeit eine neue Führungs-Equipe finden, was angesichts der Umstände alles andere als einfach ist.


Unerwartete Post erhielten die 35 Mitglieder des Vereins gestern Dienstag: Eine Einladung zu einer ausserordentlichen Mitgliederversammlung am 16. März. Grund: Der fünfköpfige Vorstand hatte am 12. Februar einstimmig beschlossen, auf diesen Termin hin zurückzutreten. Als Grund für die Demission in globo gab die Vereinsleitung an, sie könne "die Arbeit für die CO 13 nicht mehr erfüllen".

Der Eklat in der sozialpsychiatrischen Non-Profit-Organisation, die seit 1989 die "Integration leistungsbeeinträchtigter Menschen in den Arbeitsprozess" zum Ziel hat und auch Ausbildungsplätze anbietet, kommt nicht aus heiterem Himmel. In den vergangenen Monaten war das Dutzend Angestellte auch stark mit sich selbst beschäftigt. Da jagten sich Sitzungen, Retraiten, Briefe und Gegenbriefe, dass auch im Umfeld ausserhalb des Betriebs mit seinen 40 Klienten und den Abteilung Veloladen, Textilatelier/Boutique, Administration und Coaching die Vorgänge ruchbar wurden. Führungsprobleme, Vertrauensverlust, Loyalitätskonflikte sind nur einige kritische Stichworte aus dem Betrieb, der durch das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) und eigene Produkte und Dienstleistungen finanziert wird.

Geschäftsführer will sich nicht äussern

Im Zentrum der Kritik steht Geschäftsführer Ulrich Hugentobler. Nachdem der spätere staatliche Suchtbeauftragte Samuel Bertschi die Stelle verlassen hatte und sein Nachfolger Rick Skelton keine überzeugend langfristige Führungsarbeit zu leisten vermochte, sieht sich jetzt Hugentobler, eingestellt vom früheren Vereinspräsidenten Claude Petitpierre, in der Bredouille. Offen zu Vorwürfen will niemand stehen, doch erfuhr OnlineReports, dass er intern ein Kooperations- und Kommunikationsproblem hat - offenbar auch gegenüber dem Vorstand. Er habe Entscheide über die Köpfe der vier Abteilungsleiter hinweg getroffen, keine konkreten Vorstellungen darüber, wie Einnahmen generiert werden können und kein Verständnis für die fundamentalen Belange der Institution gezeigt. Es stünden zahlreiche Probleme an, die er nicht anpacke.

OnlineReports wollte heute mit Ulrich Hugentobler in Kontakt treten und ihn zu den Vorwürfen, dem Klima im Betrieb und den Perspektiven dieses wichtigen Projekts befragen. Doch Hugentobler liess ausrichten, er wolle sich "erst morgen" äussern. Ein eigenes Bild ist uns somit nicht möglich. Hingegen strahlt die im August vorigen Jahres zum letzten Mal aktualisierte Website nicht mit der Leuchtkraft eines dynamischen Betriebs. Wo sich seitenlanges Schönreden über das Team ("Es ist fähig, mit den vielschichtigen Problemen umzugehen") und die Unternehmenskultur ("Die Pfeiler ... sind Offenheit, Zielorientierung, selbstverantwortliches Handeln") breit macht, fehlen fundamentale Kennzahlen über Grösse, Finanzierung, Trägerschaft und vor allem Erfolgsnachweis.

Präsidentin spricht von "unverdauten Altlasten"

Deutlich offener als der Geschäftsführer zeigt sich Esther Loppacher-Heizmann, seit Juni 2002 Präsidentin des Trägerschaftsvereins. Generell macht Ester Loppacher geltend, dass es einem ehrenamtlichen Vorstand kaum noch möglich sei, die vom Bundesamt für Sozialversicherungen verlangten Management- und Aufsichtsaufgaben wahrzunehmen. Zu diesem Schluss kam sie nach Umsetzung der Organisationsentwicklung Einführung des Qualitätsmanagement, was die Führungsansprüche deutlich erschwert habe. Problematisch sei auch der wachsende Haftungsdruck, sagte die Juristin: "Ehrenamtliche Vorstände in Non-Profit-Organisationen müssen heute haften, wie wenn sie gut bezahlte Verwaltungsräte wären."

Zu den konkreten Gründen des Kollektiv-Rücktritts wollte sich die Präsidentin nicht äussern. Sie sprach einzig von einem "Kommunikationsproblem" und "unverdauten Altlasten" aus der Zeit der Selbstverwaltung: "Wir spüren passiven Widerstand." Doch liess sie durchblicken, dass zwischen Geschaftsführer und Vorstand oder Präsidentin ein nicht völlig ungetrübtes Verhältnis herrscht. Esther Loppacher will den Kollektiv-Rücktritt durchaus als Hilfeschrei oder Warnsignal verstanden haben: "Es geht uns nicht darum, ein Grounding der CO 13 herbei zu führen, sondern, dass es andere besser machen."

Ob dem Geschäftsführer die Nominationen für ein Vorstandsmandat bis Mitte März nur so ins Haus flattern, darf indes bezweifelt werden.

18. Februar 2004


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"Man sollte nie kurz vor Mitternacht noch eine Medienmitteilung verfassen und versckicken."

Brigitte Gysin
Geschäftsführerin
der EVP Basel-Stadt
in einer Parolen-Korrektur
vom 25. August 2020
https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

Stimmt, sowas sckickt sich einfach nicht.

Frisch pubertiert

Bitte so lange wie möglich

RückSpiegel

 

In ihrem Kommentar über staatliche Medienförderung geht Prime News auf das über zwanzigjährige Bestehen von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung und die BZ zitierten in ihren Berichten über das Velobahn-Amigo-Geschäft von Klaus Kirchmayr und Isaac Reber ausführlich aus OnlineReports.

In ihrem Bericht über die Umgestaltung der Basler Meriangärten nimmt die BZ auf eine zuvor erschienene OnlineReports-Recherche Bezug.

Die Badische Zeitung zitierte in ihrer Vorwahl-Analyse der Basler Regierungs-Wahlen aus einem OnlineReports-Kommentar.

In der BZ-Kolumne nahm Daniel Wiener Bezug auf den OnlineReports-Kommentar über den Macht-Poker um die Basler Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann.

In ihrem Leitartikel über den Zustand des Kantons Basel-Stadt zitierte die BZ aus dem OnlineReports-Interview mit Michael Hug.

Die BZ nahm die OnlineReports-Geschichte über den Abbruch des Hauses an der Basler Rufacherstrasse 73 auf. Die Basler Zeitung verzichtete auf eine Quellennennung.

Die BZ nahm die OnlineReports-Story über eine umstrittene Eichen-Fällung auf.

In ihrer News über das Debakel um die Wahl des Gemeindepräsidenten in Schönenbuch nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung bezog sich in ihrem Artikel über die Kandidatensuche der Basler SVP auf ein Interview in OnlineReports.

In ihrem Beitrag über den Protest gegen das "General Sutter"-Denkmal in Rünenberg nahm die BZ auf OnlineReports Bezug.

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Auch das Regionaljournal zog die OnlineReports-Geschichte über Probleme in den Familiengärten nach, verzichtete aber vornehm auf eine Quellenangabe.

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Die OnlineReports-News über die technische Panne bei Swisslos wurde von der BZ aufgenommen.

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Telebasel bezog sich im Bericht über den Widerstand gegen die Basler IBA-Rheinterrassen auf einen Bericht von OnlineReports.

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Die OnlineReports-Nachricht vom Tod des ersten Baselbieter Kantonsgerichtspräsidenten Peter Meier wurde von der BZ, Telebasel, der Basler Zeitung und vom SRF-Regionaljournal nachgezogen.

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20 minuten online, Blick, nau.ch, das SRF-Regionaljournal und Telebasel nahmen den OnlineReports-Primeur über den Unfalltod des Basler Umweltschützers Martin Vosseler auf.

nau.ch schrieb die OnlineReports-Recherche über den FDP-Wahlversand an Basler Neu- und Jungwähler zu einem eigenen Artikel um und verwertete auch die OnlineReports-Illustration dazu.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz

 

Dem Enkeltrickgewerbe fielen in Basel kürzlich Beträge von 15'000 und 4'000 Franken in die Hände, während ein happiger Beutezug von 80'000 Franken misslang.

Der FC Basel und sein Captain Valentin Stocker verlängern den Vertrag vorzeitig um zwei weitere Jahre bis im Sommer 2023 – mit einer Option auf ein weiteres Jahr.

Im vergangenen Sommer lagen die Ozon-Konzentrationen in der Region Basel zwar tiefer als im Vorjahr, aber immer noch deutlich über den Grenzwerten der Luftreinhalte-Verordnung.

Mit zusätzlichen Städtepartnerschaften mit Abidjan (Elfenbeinküste) und einer Stadt in einem Erstfluchtland im Nahen Osten will die Basler Regierung "ein Zeichen der Solidarität setzen".

Teilerwerbstätigen Beziehenden von Ergänzungsleistungen und Beziehenden von Ergänzungsleistungen, die zu einer medizinischen Behandlung fahren, werden im Baselbiet die Kosten für Schutzmasken mit pauschal 30 Franken vergütet.

Ralph Lewin und Andreas Sturm stellen sich nach über zehnjähriger Amtszeit nicht mehr für eine Wiederwahl für die nächste Amtsperiode im Bankrat der Basler Kantonalbank zur Verfügung.

Die auslaufenden Verträge von Cheftrainer Marcel Koller und den Assistenztrainern Thomas Janeschitz und Carlos Bernegger mit dem FC Basel werden "im gemeinsamen Einvernehmen" nicht verlängert.

Die auf Gebäudetechnik und Energiekonzepte spezialisierte Rapp Gebäudetechnik AG plant die Konzentration ihrer Geschäftstätigkeit am Standort Münchenstein und erwägt die Schliessung ihrer beiden Filialen in Lausanne und Genf.

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