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Andrea Strahm: "Alles mit scharf"

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Die Schuldfrage und die Kriegs-Profiteure

Die Schuldfrage war in meiner Jugend zentral. Er oder ich, das war der Punkt. Ich war die Ältere und somit a priori verdächtig. Da half nur ein Argument: er, mein kleiner Bruder, hat angefangen.

 

In Europa herrscht Krieg. Heerscharen von Analysten, Spezialisten, Historikerinnen und Prognosen Stellerinnen sezieren die Kriegsschauplätze, erklären, werten. Der ist schuld, jener Verursacher, aber da war doch damals dieses Vorkommnis. Wer hat angefangen, die zentrale Frage, die Frage aller Fragen. Denn schuldig ist, wer anfing. Alles andere ist bloss Reaktion, Verteidigung.

 

Sie halten Vorträge, bilden Fronten, pro und contra. Und verdienen Geld mit ihrer Analyse des Kriegs. Vortrag mit Apéro, was war der Anfang allen Übels, die Ursache dieses Krieges, alles verdient mit diesen, an diesen Kriegen, an diesem Krieg, gerade jetzt.

 

Ist dies wirklich und jetzt die zentrale Frage? Wer hat angefangen? Die Schuldfrage wird irgendwann gestellt werden müssen, ja, aber durch das Kriegstribunal, wenn es um Wiedergutmachung geht. Dort, wo nichts wieder gut gemacht werden kann. Wir aber haben nicht Kriegstribunal zu spielen, sondern Mensch zu sein.

"Die Verursacher des Kriegs
kriegen keine Bomben auf ihr Haus."

Weshalb haben denn diese inkompetenten Selbstdarstellenden, die den offensichtlichen Kriegsopfern wider besseres Wissen ein Verschulden am Elend geben, überhaupt ein Publikum? Was geht in Menschen vor, die behaupten, die Angegriffenen hätten mit der Aggression angefangen, und das sei nun halt die Konsequenz? Dass sie getötet, vernichtet werden? Dass ganze Weltkulturerben in Schutt und Asche gebombt werden? Wer gibt diesen Demagogen ein Forum, wer ist dieses Publikum?

 

Es geht diesen Kreisen darum, nicht helfen zu müssen. Sie gönnen den Flüchtenden den Sonderstatus nicht. Speien Gift und Galle: Die haben ein besseres Auto als ich, die haben teure, künstliche Nägel, die färben sich die Haare, die laufen modisch herum. Kann doch nicht sein, dass es denen schlecht geht. Es besteht eine latente Aggression gegenüber den Flüchtenden.

 

Also muss eine Selberschuld her, und da bleibt nur das Argument aller Argumente: "Die haben angefangen." Die Narzissten am Rednerpult bedienen diese Zielgruppe selbstüberschätzend und grossmäulig, und kassieren. Schweizerische Neidgenossenschaft.

 

Das ist beschämend. Es ist vollkommen egal, welches die Ursachen eines Krieges sind – die Bevölkerung hat sie nie verursacht. Die Verursacher kriegen keine Bomben auf ihr Haus, sitzen satt am Schachbrett der Manöverbewegungen und feuern hin und her. Sie gamen, in echt. Und die Toten, Leidenden, Kranken, Kaputten, die sind auch echt.

 

Diese Leute, die da zu uns kommen, haben ihren Stolz. Sie versuchen, irgendwie zu überleben, und manchmal sind es Äusserlichkeiten, die Schutz bieten, eine gewisse Form, die man wahrt, um nicht ganz nackt dazustehen. Gel-Nägel.

 

Es wäre wunderbar, die Probleme dieser Welt könnten mit der Klärung der Schuldfrage abgehakt werden. Wären da bloss nicht die Toten, Traumatisierten, Flüchtenden.

27. Februar 2023
 Ihre Meinung zu dieser Kolumne
(Mails ohne kompletten Absender werden nicht bearbeitet)
Andrea Strahm, geboren 1955, arbeitete als Anwältin auf dem Gebiet des Geistigen Eigentums und ist seit 2021 pensioniert. Die ehemalige Präsidentin der damaligen CVP Basel-Stadt (neu: "Die Mitte Basel-Stadt") ist Grossrätin und Fraktionspräsidentin ihrer Partei. Die Mutter zweier Töchter lebt in Basel. © Foto OnlineReports.ch

andreastrahm@bluewin.ch

(Die Kolumnisten sind in ihrer Meinung frei;
sie braucht sich nicht mit jener der Redaktion zu decken.)
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"Aus dem Herzen gesprochen"

Liebe Frau Strahm,  Sie sprechen mir aus dem Herzen. ich kann Ihre Ansichten voll und ganz unterstützen und bin dankbar, dass Sie diese so klar dargestellt haben.


Alba Mirolo, Allschwil


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"Anwätltin"

Schweizer Fernsehen
Text auf einem Standbild
der Verteidigerin
des Fussballers Dani Alves
am 22. Februar 2024
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Drippelfehler.

RückSpiegel


Die bz zitiert den OnlineReports-Artikel über die Wiedereröffnung des Gefängnisses in Sissach.

Baseljetzt erzählt den OnlineReports-Artikel über die Räppli-Krise nach.

Das Regionaljournal Basel, Baseljetzt, BaZ und 20 Minuten vermelden mit Verweis auf OnlineReports den Baufehler bei der Tramhaltestelle Feldbergstrasse.

Die Basler Zeitung bezieht sich in einem Interview zu den Gemeindefusionen auf OnlineReports.

persoenlich.com und Klein Report vermelden mit Verweis auf OnlineReports die Personalrochade bei Prime News.

Die Volksstimme schreibt über die Wahl von Claudio Miozzari zum Grossratspräsidenten von Basel-Stadt und zitiert dabei OnlineReports.

In einem Artikel über die Leerstandsquote bei Büroflächen in Basel nimmt die bz den Bericht von OnlineReports über einen möglichen Umzug der Basler Polizei ins ehemalige Roche-Gebäude an der Viaduktstrasse auf.

Das Regionaljournal Basel und die bz berichten über die Bohrpläne der Schweizer Salinen im Röserental und beziehen sich dabei auf OnlineReports.

Landrat Thomas Noack zitiert in einem Carte-blanche-Beitrag in der Volksstimme aus dem OnlineReports-Artikel über die Finanzkrise in Baselbieter Gemeinden.

Die Nachrichtenagentur SDA nimmt Bezug auf OnlineReports und schreibt, dass SP-Nationalrätin Sarah Wyss für eine Regierungs-Kandidatur nicht zur Verfügung steht.

Baseljetzt und Klein Report vermelden mit Verweis auf OnlineReports, dass Swisscom die Führungen durch den Fernsehturm auf St. Chrischona einstellt.

20 Minuten und ein Podcast der Zeit nehmen den Artikel von OnlineReports über das Hupe-Verbot für das Kinderkarussell auf dem Münsterplatz auf.

Die bz zieht den OnlineReports-Artikel über die frühere Grellinger Kirchen-Kassiererin nach, die ihre Verurteilung vor Bundesgericht anficht.

Die Basler Zeitung und Happy Radio greifen die OnlineReports-Recherche zur Girema Bau AG auf.  

 

Weitere RückSpiegel

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In einem Satz


Cyril Bleisch übernimmt bei den Jungfreisinnigen Baselland das Präsidium von Lucio Sansano.

Die Basler Sozialdemokraten haben die SP queer Basel-Stadt gegründet und als neues Organ in den Statuten der Partei verankert.

Eiskunstläuferin Kimmy Repond und Wasserfahrer Adrian Rudin sind Basler Sportlerin beziehungsweise Basler Sportler des Jahres.

Jean-Luc Nordmann übergibt das Präsidium der Stiftung Tierpark Weihermätteli per 1. Januar 2024 an Martin Thommen.

Iris Graf steigt von der Projektleiterin und akademischen Mitarbeiterin der Baselbieter Fachstelle für die Gleichstellung von Frauen und Männern zur Leiterin auf.  

Sonja Kuhn,
ehemalige Co-Leiterin der Abteilung Kultur Basel-Stadt, ist neu Präsidentin der SRG Region Basel.

Florian Nagar-Hak und Saskia Bolz übernehmen die Leitung des Gesundheitszentrums Laufen, das zum Kantonsspital Baselland gehört.

Mohamed Almusibli übernimmt ab März 2024 die Direktion der Kunsthalle Basel von Elena Filipovic.

Marilena Baiatu ist neue Kommunikationsbeauftragte der Staatsanwaltschaft im Kanton Baselland und ersetzt Thomas Lyssy, der Ende November pensioniert wird.

 

Mitte-Landrat Simon Oberbeck folgt am 1. August 2024 als Geschäftsführer der Schweizerischen Vereinigung für Schifffahrtund Hafenwirtschaft auf André Auderset.

Die Junge SVP Basel-Stadt hat Demi Hablützel (25) einstimmig für zwei weitere Jahre als Präsidentin wiedergewählt.

Dominic Stöcklin wird neuer Leiter Marketing und Mitglied der Geschäftsleitung von Basel Tourismus.

 

Samir Stroh, aktuell Gemeindeverwalter in Brislach, übernimmt Anfang Mai 2024 die Leitung von Human Resources Basel-Stadt.

Das Sperber-Kollegium hat Sterneköchin Tanja Grandits zur "Ehrespalebärglemere 2023" ernannt.

Der mit 50'000 Franken dotierte Walder-Preis geht dieses Jahr an Konrad Knüsel, den Präsidenten des Vernetzungsprojekts Rodersdorf und des Naturschutzvereins Therwil.

Götz Arlt tritt am 1. Januar 2024 die Nachfolge von Christian Griss an und übernimmt die Stufenleitung der Sekundarschulen I im Bereich Volksschulen des Erziehungsdepartements Basel-Stadt.

Michael Gengenbacher tritt am 1. Februar 2024 seine neue Stelle als Chief Medical Officer (CMO) und Mitglied der Spitalleitung beim Bethesda Spital an.

Markus Zuber übernimmt am 1. Oktober die Leitung der St. Clara Forschung AG (St. Claraspital).

Das Präsidium der Juso Baselland besteht neu aus Clara Bonk, Angel Yakoub (Vize) und Toja Brenner (Vize).