© Foto Ruedi Suter, OnlineReports.ch
"Es braucht diesen Blocher nicht mehr": BaZ-Verleger Moritz Suter

BaZ-Mission: Im Kampf der Alpha-Tiere ist Moritz Suter gescheitert

Der Strohmann geht: Erst jetzt, da der BaZ-Verleger sich mit dem Geldgeber entzweit, wird Christoph Blocher als Financier transparent


Von Peter Knechtli


Die Zeit von Moritz Suter als Retter der "Basler Zeitung" (BaZ) ist abgelaufen: Gut ein Jahr lang zeigte er Loyalität zum SVP-Chefstrategen Christoph Blocher und zu dessen Chefredaktor Markus Somm. Jetzt geht BaZ-Verleger Suter von Bord, wie heute Montagabend bekannt wurde. Der Flugunternehmer fabrizierte im Mediengeschäft eine Bruchlandung.


Die Nachricht kam heute Montagabend erst über die "TagesWoche", dann über NZZ online. "Moritz Suter verlässt die 'Basler Zeitung'". Seine Beteiligung an der "BaZ Holdung AG" habe er an Rahel Blocher, die Tochter von SVP-Vizepräsident Christoph Blocher, "zurückgegeben". Gegenüber Mitarbeitenden begründete Suter seinen Ausstieg mit "Meinungsverschiedenheiten über die Führung der BaZ-Gruppe", die so gross gewesen seien, "dass seine Unabhängigkeit von der Darlehensgeberin gefährdet gewesen wäre".

Diese Abschieds-Nachricht, heute Abend um 17.54 Uhr an die BaZ-Redaktion verschickt, kommt nach den Spekulationen der letzten Tage nicht überraschend. Es war vor ziemlich genau einem Jahr, am 24. November 2010, als sich der Basler Luftfahrt-Unternehmer Moritz Suter als Retter der angeschlagenen "Basler Zeitung" präsentierte. Dies, nachdem Financier Tito Tettamanti und der frühere BaZ-Anwalt Martin Wagner nach nur gerade neun Monaten ihr Scheitern als Kapitäne des führenden Basler Druck- und Medienunternehmens einräumen mussten, als erste konkrete Verbindungen zwischen der SVP-Kultfigur Christoph Blocher und seiner Beratungsfirma "Robinvest AG" mit der "Basler Zeitung Medien" bekannt geworden waren.

Moritz Suter als Ausführungsorgan

Genauso wie Tettamanti und Wagner, die sich gegenüber der Öffentlichkeit als die formellen und faktischen Eigentümer der "Basler Zeitung" aufspielten und die Existenz finanzkräftiger Hintermänner standhaft abstritten, tat es Moritz Suter – sogar drei Monate länger als seine beiden Vorgänger. In Tat und Wahrheit waren sowohl das Duo Tettamanti/Wagner wie Suter nur Besitzer der "BaZ Holding AG", also Strohmänner, die als Verleger ein Medienkonglomerat führten, dessen Kaufpreis von 70 Millionen Franken Dritte mit Darlehen finanzierten und für dessen Schulden von über 100 Millionen Franken die Banken gerade stehen.

Auch Suter, soviel ist nun erhärtet, war nur Ausführungsorgan, selbst wenn er nach aussen als der neue Patron und BaZ-Notretter auftrat. Mit der heutigen Nachricht bestätigen sich die Anzeichen, dass tatsächlich Christoph Blocher, der immer bestritt, hinter der "Basler Zeitung" zu stehen, über den gescheiterten UBS-Banker Marcel Ospel die Kontrolle über das Medienunternehmen an der Wiese ausübt, wie OnlineReports auf der Basis mehrerer solider Quellen schon letzten Sommer berichtete.

Blocher: "Ich habe einen Einfluss, das ist ja klar"

Wenn seine Tochter Rahel Blocher nach Angaben des "Tages-Anzeigers" die Verträge mit Suter unterschrieben haben sollte und nicht ihr Vater persönlich, diente dies zwar der Verschleierung und Blochers Legitimation zu behaupten, er stehe nicht hinter dem Baler Medienunternehmen. Doch änderte sich nichts daran, dass er persönlich vermutlich seit dem Verkauf des BaZ-Unternehmens durch die Familie Hagemann vor knapp zwei Jahren die Kontrolle über das Unternehmen ausübte.

Finanziell sei er bei der "Basler Zeitung" nicht engagiert, "aber ich habe einen Einfluss, das ist ja klar", sagte der Herrliberger Alt-Bundesrat bereits in der jüngsten Sendung von Blocher-TV. Darin tönte Blocher an, dass die SRG wie die Zürcher "Mainstream"-Verlage (Blocher) NZZ und Tamedia ohnehin "in erster Linie gegen die SVP" seien. Die BaZ dagegen sei "ein Pfahl im Fleisch für die Meinungsvielfalt". Sie sei "eine der wenigen Zeitungen, die noch nicht den grossen Verlagen gehört".

Der "konservative Plan"

Damit scheint sich immer deutlicher die von OnlineReports schon vor einem Jahr vertretene These zu bestätigen, dass Blocher und allenfalls weitere finanzkräftige Gesinnungsfreunde einen Medien-Plan zur Etablierung einer konservativen Gegen-Macht zum SVP-kritischen "Mainstream" von SRG und den grossen Zeitungsverlagen verfolgen.

In den Worten Blochers kommt sogar ungeschminkte Kritik an Moritz Suters Verlegerrolle zum Ausdruck – etwa, wenn er sich konkret zur "Basler Zeitung" äussert: "Die muss saniert werden – und die saniert niemand. Bevor die nicht saniert ist, kann die nicht überleben. Da drücke ich natürlich", bestätigte er, was seit mehr als einem Jahr alle involvierten Akteure abstritten. Ausgedeutscht heisst das: Suter hat seinen Job nicht gemacht. Nicht gerade als Zeichen der ungebrochenen Freundschaft darf auch die Bemerkung des SVP-Strategen gelten, Suter habe gesagt, er brauche "diesen Blocher nicht mehr".

Konkurrenz markiert Angriffsbereitschaft

Aus dieser Aussage wird die Zerrüttung der Alpha-Tiere Blocher und Suter deutlich. Noch vor wenigen Tagen trumpfte der "Sonntag" allen Ernstes mit der Nachricht auf, Suter wolle die BaZ über Volks-Aktien der Bevölkerung verkaufen. Dabei war es zwischen Suter und Blocher seit Wochen aus. Auch gegenüber Chefredaktor Markus Somm hat sich die Beziehung des Verlegers abgekühlt. Dass Suter gegenüber Dritten BaZ-Chefredaktor Markus Somm als "Jünger Blochers" bezeichnet, wie es die NZZ schrieb, kann OnlineReports bestätigen.

Indes schien Blochers Ungeduld darüber, dass "niemand saniert", nachvollziehbar. Ausser der Ausgliederung des Zeitungsdrucks in eine eigenständige Tochterfirma ("Die Zeitungsdrucker AG") und der Ankündigung, ab neuem Jahr auch noch mit einer BaZ-Sonntagsausgabe nachzuziehen, sind keine markanten Sanierungs-Bewegungen erkennbar, die das Unternehmen nachhaltig in die Profit-Zone zurückführen. Im Gegenteil: Suter dürfte mit Verlags-Kooperationen und innovativen Projekten aufgelaufen sein, derweil die an der "Basler Zeitung" interessierten Verlagshäuser wie insbesondere die "AZ Medien" unverholene Angriffsbereitschaft markieren.

Ein Pilot gibt anders Gas als Journalisten

Erstaunlich ist das Scheitern Suters nicht. Denn ob der über weite Strecken erfolgreiche Flugpionier auch das Druck- und vor allem das News-Geschäft versteht, darf zumindest als sehr fragwürdig bezeichnet werden. Auf die kürzliche Frage des "Regionaljournals", wie er die BaZ-Sonntags-Ausgabe personell bewältigen wolle, sagte Suter, die bestehende Redaktion müsse "jetzt ein bisschen Gas geben". Im Flugzeug-Cockpit mag der Gasgeben-Entschluss für sofortigen Schub sorgen – im Nachrichtengeschäft, das ganz andern Gesetzen folgt als jene der üblichen Marktwirtschaft, taugen solche Rezepte nicht. "Das kam in der Redaktion schlecht an", meinte ein Mitglied der bereits abgespeckten BaZ-Redaktion zu OnlineReports.

Die Spatzen pfiffen es von den Dächern, dass in diesen Tagen ein Grundsatzentscheid darüber bekannt werden soll, wie es mit der "Basler Zeitung" und ihrem Zwölf-Monate-Captain Suter weiter gehen will. Personen, die mit ihm zu tun haben, berichten, er sei ermattet und habe genug. Suter wusste: Er sass gegenüber Blocher am kürzeren Hebelarm. Laut dem "Tages-Anzeiger" billigte eine "Geheimvereinbarung" Suter das Recht zu, sein Holding-Aktienpaket von einer Million Franken innerhalb von sechs Monaten an Blocher oder seinen Statthalter zurückzugeben. Von diesem Recht hat Suter nun Gebrauch gemacht.

Schwere Reputations-Hypothek

Suters Handtuch-Wurf bedeutet aber nicht nur das Eingeständnis seines unternehmerischen Scheiterns bei der "Basler Zeitung", sondern die Bestätigung dafür, dass er als Interessensvertreter Blochers aktiv war, was er immer abstritt und sich selbst als Eigentümer in Szene setzte. Für eine Unternehmer-Persönlichkeit wie Moritz Suter, der im Basler Bürgertum immer noch einiges an Prestige auf sich vereinigt, bedeutet die verheimlichte Blocher-Liaison eine schwere Reputations-Hypothek. An ihm haftet nun der Makel des Strohmanns.

Dass anderseits Chefredaktor Markus Somm die Protektion eines – nach seinen Angaben unbekannten, aber wohl sehr stark vermuteten – Finanzgebers der "Basler Zeitung" geniesst, wird daran deutlich, dass er seine Samstagskommentare ungehindert und ohne Rücksicht auf Verlust komponieren kann. Der SP warf er vor einer guten Woche vor, sie habe (politisch) nicht den "Zweihänder" geführt, sondern "seit hundert Jahren mit der Handgranate um sich geworfen". In dieser grenzwertigen Deutlichkeit würde kein Schweizer Chefredaktor schreiben, wäre er sich nicht der bedingungslosen Unterstützung durch den oder die faktischen Eigentümer seines Medienhauses gewiss.

Unerwartetes Blühen der Medienvielfalt

Doch zu einer SVP- oder gar einer "Blocher-Zeitung" ist die "Basler Zeitung" nicht geworden. Zwar darf der Herrliberger Volkstribun im führenden Basler Blatt gelegentlich in Form von Interviews oder Aufsätzen seine Position ausbreiten, doch die BaZ berichtet – wenn auch nicht gerade als Frontline-Enthüllerin – auch kritisch über die SVP. Dem Inland- und dem Lokalteil kann keine auffällige SVP-Lastigkeit vorgeworfen werden, auch wenn Vorlieben und Vorbehalte gegenüber gewissen Regierungsakteuren in beiden Basel deutlich werden.

Wären da nicht die grotesken Vertuschungsmanöver um die wahren Eigentumsverhältnisse und ihre hilfsbereiten Mitmacher, hätte Blocher gar Dank statt Hohn und Spott verdient: Der Kurs- und Stilwechsel Somms "Basler Zeitung" und die Rolle Blochers dabei haben in der Region zu einer neuen Medienvielfalt und einem härteren Recherchierstil geführt, wovon Andere nur träumen können. Mehr noch: Die bestehenden Print-Medien – die BaZ inbegriffen – haben sich unter der neuen Dynamik qualitativ verbessert. Nur sollte man sich nicht täuschen lassen: Diese Pluralität ist sehr fragil und nicht nachhaltig abgesichert. Je nach Entwicklung könnte die Blüte ein baldiges Ende nehmen.

Ein Zeichen aktivistischer Hyperventilation

Keine Frage: Die wahren Besitzverhältnisse müssen rasch geklärt werden. Dabei kommt es auch heute noch zu erstaunlichen Reaktionen. Dass die BaZ-kritische Aktion "Rettet Basel!" von Blocher verlangt, dass er "die Zeitung an eine transparente Besitzerschaft überführt", ist nachvollziehbar. Dass aber die SP von Blocher auch noch den Rücktritt aus dem Nationalrat fordert, ist ein Zeichen aktivistischer Hyperventilation, zumal sie die BaZ flugs wieder als "ehrbare Zeitung" lobt.

Die SP betreibt hier ähnliche Verwirrung wie die BaZ-Besitzer und ihre Helfer, die glauben, mit dem Mittel der Lüge – die Divergenz zwischen Erklärung nach aussen und faktischem Zustand – Vertrauen in der Öffentlichkeit herstellen zu können. So soll Suter Somm zu seinen Samstagskommentaren regelmässig gratuliert haben – was im Widerspruch zur "Blocher-Jünger"-These steht. So stritt Blocher immer ab, hinter der BaZ-Finanzierung zu stehen; jetzt gibt er seinen bestimmenden Einfluss allmählich zu. So spielte sich Moritz Suter zum BaZ-Retter auf, der zu diesem edlen Anlass viel eigenes Geld in die Hände nahm. Dann kam aus, dass es gerade mal um die Million des Holding-Vehikels ging.

Er könnte doch seine Zigarre rauchen

Viele in Basel fragten sich seit Monaten, weshalb sich Moritz Suter das antat. Ihm ist der Versuch misslungen, das Unternehmen "Basler Zeitung Medien" restrukturiert in eine erfolgreiche Zukunft zu führen, und die "Basler Zeitung" langfristig als unabhängige Basler Stimme zu positionieren. Dabei hätte er doch seinen Lebensabend und seine wohlduftende Zigarre geniessen können, ohne dass in Herrliberg und an der Basler Augustinergasse auch noch Köpfe rauchen.

12. Dezember 2011

Weiterführende Links:


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"Unterwanderung unserer Region"

Jetzt ist der Zapfen aber endgültig ab! Blocher hat erneut seine Tentakel Richtung Basel ausgestreckt und versucht mit seiner Sippe, unsere Region auf fiese und raffinierte Art zu unterwandern. Zuerst "nimmt" er uns unsere Läggerli, infiltriert die wirtschaftliche, für Basel wichtige Vereinigung "Pro Innerstadt", indem seine Tochter zu deren Präsidentin gekürt wurde und jetzt hat er auch noch "unsere" Zeitung mit der gütigen Mithilfe einiger geschickt auserwählten, offensichtlich charakterlosen Mithelfern fest in den Griff gekriegt! Auf hinterhältige Art und Weise hat er Suter, wohlwissend, dass er eine in Basel gut gemochte Persönlichkeit ist, als Strohmann oder besser gesagt als Trojanisches Pferd vorgeschoben um die hiesige Bevölkerung zu täuschen! Somm als Blochers "Sockenhalter" hat systematisch den Boden für eine zukünftige "BloZ" und Sprachrohr der ins Schlingern geratene SVP vorbereitet. Dies ist meine Sicht der Dinge. Ich werde die nötigen Konsequenzen ziehen und nun nach 50 Jahren Abonnent der BaZ mein Abonnement kündigen. Ich bin mir natürlich auch der Folgen einer schrumpfenden Leserschaft völlig bewusst: Es wird einen massiven Stellenabbau geben und die führenden Politiker der Region werden wahrscheinlich tatenlos zuschauen. Wir sehen uns am 17. Dezember auf dem Theaterplatz!


Luis Rempert, Birsfelden



"Unter einem Teppich Fallschirm springen"

Wenn es stimmt, dass Lügen kurze Beine haben, dann können die Herren Hagemann, Blocher, Somm und Suter unter einem Teppich Fallschirm springen.

Schamloser als im Fall der verschleierten Besitzverhältnisse bei der BaZ wurde die Basler Bevölkerung kaum je hinters Licht geführt.


Roland Stark, alt Grossratspräsident, Basel



"Die Geister, die Sie riefen"

Sehr geehrter Herr Suter, die Geister, die Sie riefen!


Rolf Hermann, Schönenbuch



"Weshalb wundert man sich?"

Eigentlich verstehe ich die ganze Aufregung um die BAZ nicht. Wir brauchen in unserer Region eine starke Tageszeitung welche aus dieser Region und für diese Region berichtet. Nach Möglichkeiten soll die Zeitung eine Plattform für verschiedene Meinungen sein, diesen Wunsch erfüllt die BAZ meines Erachtens recht gut.

 

Wenn nun in und aus der Basler Szene niemand bereit ist in eine Lokalzeitung Geld zu investieren, weshalb wundert man sich jetzt und regt sich dermassen auf, dass die Besitzverhältnisse dieser Zeitung eine solche Wende genommen haben?

Für mich ist das Produkt wichtig und die Seriosität der Informationen welche hier weitergegeben werden. Die Unabhängigkeit einer Tageszeitung hängt von der Leserschaft ab, denn eigentlich hat diese die Macht über Untergang oder Bestehen des Produktes.


Bruno Mazzotti, Riehen



"Viele haben hier in grossem Stil gelogen"

"Gute Politiker wären schlecht beraten, wenn sie lügen. Aber schlechte Politiker wären gut beraten, wenn sie wenigstens dreimal überzeugend die Wahrheit sagen, bevor sie weiter lügen" sagt Erhard Blanck! Viele haben hier in grossem Stil gelogen. Kann man ihnen weiter trauen? Wo lügen sie noch?


Beatrice Isler, Basel



"Geben wir dem Unternehmen BaZ eine Chance"

Gratulation zu diesem Artikel. Ich bin froh, dass jetzt klare Verhältnisse bestehen und die BaZ eine erfrischende Alternative zu den grossen Medien in der Schweiz bleibt.

 

Geben wir dem Unternehmen BaZ eine Chance und hören wir auf, deren Inhalt auf die Meinung von Herrn Blocher zu reduzieren. Mit der Investition in die BaZ hat die Familie Blocher auch wirtschaftliche Verantwortung übernommen und glaubt an die Zukunft. Es geht jetzt darum, dass auch die politische Seite das BaZ-Unternehmen als Chance wahrnimmt und nicht parteipolitische Machtspiele im Vordergrund stehen.

 

Der Besitzerfamilie und auch dem Chefredaktor empfehle ich im Umgang mit Personen gnädiger umzugehen und vielleicht auch einmal zu begangenen Fehlern zu stehen. Auch solches Verhalten trägt zur Entkrampfung der Situation bei und schafft Vertrauen. Weihnachten, ein Startpunkt mit Perspektiven!


Kurt Schaub, Rothenfluh



"Zeit für die Korrektur an linken Leitartikeln"

Lieber Peter, mit Deinem Kommentar hebst Du Dich wohltuend von der künstlichen Aufregung der meisten (linkslastigen?) Journalisten ab. Ich bin weder SVP-Mitglied noch Anhänger von Herrn Blocher. Aber ich habe beim seinerzeitigen Amtsantritt des neuen Chefredaktors Markus Somm meine Befriedigung und Zuversicht über die neue journalistische Richtung ausgedrückt. Es war höchste Zeit, dass die BaZ wieder einen Chef an der Spitze hatte, der in Leitartikeln die zunehmende Linkslastigkeit zu korrigieren begann, die BaZ wieder lesbarer machte und ihr ein Profil gab! Und was das "Geschrei" um Blocher anbelangt, so stelle ich bei der täglichen Lektüre fest, dass in der BaZ immer wieder Beiträge auch aus dem "linken" Lager Aufnahme finden, was der Vielfalt nur dienlich ist. Und für mich persönlich wünschte ich mir, dass dereinst wieder in der "neuen BaZ" der Geist der "Basler Nachrichten" auferstehen würde.

 

Und zu guter Letzt: Was Herr Blocher mit seinem Geld macht ist schliesslich seine Angelegenheit. Immerhin soll nicht vergessen bleiben, dass die BaZ auch ein Arbeitgeber ist. Hätte zum Beispiel das Haus NZZ oder die TA-Media-Gruppe die BaZ übernommen, so hätte es wohl kein derart aufgeblähtes jammern und lamentieren gewisser Kreise gegeben!


Albert Augustin, Gelterkinden



"Herr Hagemann, übernehmen Sie!"

Lieber Matthias Hagemann. Es ist Zeit, dass Sie wieder das Ruder der BaZ übernehmen. Ich erinnere mich an unseren Streit – Kulturveranstalter gegen Verlag – und sehe dies im Vergleich zum Jetzt als Peanuts an. Ein breites Aktionariat mit Ihnen als Frontmann könnte die BaZ wieder vom drohenden Grounding retten. Verkaufen Sie Basilisk und RMS und kehren zurück, wo Sie hingehören.


Dani Jansen, Basel



"Letzten Rest an Glaubwürdigkeit verloren"

Natürlich ist es jetzt billig zu sagen: "Wir haben es schon immer gewusst und es musste so kommen!" Doch wie anders lässt sich diese unsägliche Geschichte kommentieren? Am schockierendesten ist die Unverfrorenheit, mit der die Hauptakteure Suter, Somm und Blocher monatelang oder gar jahrelang die wahren Verhältnisse vertuscht und abgestritten haben.

 

Vor allem Christoph Blocher hat meines Erachtens damit den letzten Rest an Glaubwürdigkeit verloren – nicht nur geschäftlich und menschlich, sondern auch als Politiker. So agiert nur jemand, der um jeden Preis Meinungen machen und Macht ausüben will, ohne Rücksicht auf Verluste. In diesem Fall ohne Rücksicht auf die Stadt Basel, die er offenbar nur als Widerstandsnest betrachtet, dass es medial auszuhebeln gilt. Doch wenn man ihn reden hört, hat er die Demokratie erfunden... Herr Blocher, Sie haben jede Bodenhaftung verloren.


Esther Murbach, Basel



"Bravo!"

Bravo: So gut - wie nötig!


Bruno Rossi, Gelterkinden


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Veranstaltungs-Hinweis


CIRCO FANTAZZTICO

Der Jugendzirkus Circo Fantazztico aus Costa Rica bietet sozial gefährdeten Kindern und Jugendlichen eine Gemeinschaft und neue Perspektiven.

Vorführungen:
BASEL: 31.8 & 1.9
BERN: 4.9 & 5.9
USTER: 7.9 & 8.9

Dauer: 90 Min., Eintritt kostenlos, Kollekte für das Zirkusprojekt
Mehr: www.ecosolidar.ch

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"Baslerin mit osmanischen Wurzeln"

Basler Zeitung
vom 22. August 2019
über eine Frau aus Oman
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Das müssen Wurzeln sein, die bis zur Erdmitte reichen.

RückSpiegel


Die BZ bezog sich in ihrer Recherche über die Abgänge von Kaderärzten am Kantonsspital Baselland auf einen Bericht in OnlineReports.

Die BZ berief sich in einem Bericht über die Massenkündigungen am Schorenweg auf eine OnlineReports-News.

Die Schweiz am Wochenende und die Basler Zeitung haben die OnlineReports-News über den Bombenalarm am EuroAirport aufgenommen.

Das SRF-Regionaljournal, Telebasel, die Schweiz am Wochenende und Prime News haben den OnlineReports-Primeur über die Schliessung des Basler Kinos "Rex" nachgezogen.

In ihrem Bericht über den Gelterkinder Antennenposter-Streit bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

Die BZ nahm die OnlineReports-News über den Rücktritt der Basler Unispital-Verwaltungsrätin Irmtraut Gürkan aus dem Vorstand des Universitäts-Klinikums Heidelberg auf.

Die Medienwoche empfiehlt ihren Leserinnen und Lesern die Lektüre des OnlineReports-Interviews mit "Prime News"-Gründer Christian Keller.

Telebasel und die Schweiz am Wochenende nahmen die OnlineReports-News über die Tresor-Knacker im Gartenbad St. Jakob auf.

In ihrem Artikel über die Solidarisierung von BVB-Mitarbeitenden mit einem BaZ-Redaktor nahm Prime News auf einen früheren OnlineReports-Beitrag Bezug.

Die Badische Zeitung nahm die OnlineReports-News über den Wechsel von Orthopäden vom Bruderholz-Spital in die Allianz von Universitätsspital Basel und Bethesda-Spital auf.

Die Basler Zeitung bezog sich in ihren Artikel über den Baselbieter Fremdsprachen-Streit auf OnlineReports.

In ihrem Bericht über die BVB-Tramblockade an der "Bankverein"-Kreuzung nahm die BZ Basel auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung und das SRF-Regionaljournal bezogen sich in ihren Berichten über das Urteil gegen den Rheinufer-Todesschläger auf OnlineReports. 

Die Basler Zeitung äusserte sich in einer Gerichtsberichterstattung über einen "Sexverbrecher" (so die BaZ) kritisch über OnlineReports.

Telebasel und die Basler Zeitung bezogen sich in ihren Berichten über das Bordell in der Schillerstrasse auf einen OnlineReports-Bericht.

Die BZ Basel, die Basler Zeitung, 20 Minuten, die Nachrichtenagentur SDA, das SRF-Regionaljournal und die Badische Zeitung nahmen die OnlineReports-News über den Unfall an der Parking-Baustelle beim Kunstmuseum auf.

Die OnlineReports-Recherche über die Zukunft des Basler "Viertel-Kreis" wurde von der Gundeldinger Zeitung aufgenommen.

Die Nachrichtenagentur SDA nahm die OnlineReports-News über die Berufung im Fall des pädophilen Sekundarlehrers auf.

Die OnlineReports-Nachricht des Todes von Hannes Bertschi wurde von der Basler Zeitung, für die der Verstorbene auch gearbeitet hat, aufgenommen.

Die BZ Basel, Telebasel, das Regionaljournal, die SDA und die Basler Zeitung zogen die OnlineReports-Recherche über den Verzicht auf den Bau eines Forschungszentrums beim Basler Augenspital nach.

Telebasel, das Regionaljournal, die Basler Zeitung und die BZ Basel nahmen den OnlineReports-Primeur über die Massenkündigung von Mietern der Hochhäuser am Basler Schorenweg auf.

In einer Buchbesprechung über LSD zitierte die Basler Zeitung aus einem OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2006.

La Liberté zitiert in einer Vorschau Peter Knechtli zur geplanten Fusion der öffentlichen Spitäler in der Region Basel.

In ihrem Bericht über den Verkauf der "Winkler Livecom" durch die MCH Group zitiert die Basler Zeitung einen OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2007.

In ihrer Analyse über die Zukunft der Basler Medienlandschaft ging die BZ Basel auch auf OnlineReports ein.

Die BZ Basel schrieb OnlineReports eine Meldung über eine Baselbieter Richter-Karriere ab.

Die Basler Zeitung und Telebasel griffen die OnlineReports-Recherche über die aggressive Mietzins-Erhöhung der Schweizerischen Rheinhäfen gegenüber dem privaten Sportboot-Hafen auf.

Telebasel zitierte zur Einleitung des "Sonntalks" über Prämienverbilligungen aus dem OnlineReports-Kommentar "Anton Lauber muss sozialer werden".

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Beat Tschudin (48), seit rund zwölf Jahren den Fachbereich Fahrzeugbewirtschaftung der Baselbieter Polizei, übernimmt ab Dezember die Leitung des Fahrzeugwesens der Bau- und Umweltschutzdirektion als Nachfolger von Christian Oberhausser, der Ende August in vorzeitige Pension geht.

• Das Basler Gesundheits-Departement hat den Umzug von der St. Alban-Vorstadt an seinen neuen Hauptstandort an der Malzgasse 30 in Basel abgeschlossen.

Tom Ryhiner und Balz Stückelberger wurden an einer ausserordentlichen Generalversammlung in den Verwaltungsrat der St. Clara AG und damit gleichzeitig in den Verwaltungsrat des Claraspitals gewählt.

• Am 21. Juni fand der Spatenstich für den Neubau des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts) im BaseLink-Areal in Allschwil statt.

• Die Generalversammlung der "SVP Frauen Basel-Stadt" wählte Gianna Hablützel-Bürki einstimmig zur neuen Präsidentin.

• Nach elfjähriger Tätigkeit als Bürgerrätin der Basler Bürgergemeinde tritt die Juristin Gabriella Matefi auf Ende Jahr zurück.

• Die Nationalratsliste der Jungen LDP: Benjamin Grob, Emélie Dunn, Benjamin von Falkenstein, Adrienne Strahm und Michael Hug.

• Der frühere BVB-Kommunikations-Chef Stephan Appenzeller tritt die Nachfolge von Stephan Maurer als Präsident der IGöV Nordwestschweiz an.

• Die Nationalrats-Kandidierenden der EVP Baselland: Elisabeth Augstburger, Liestal; Sara Fritz, Birsfelden; Martin Geiser, Gelterkinden; Andrea Heger, Hölstein; Werner Hotz, Allschwil; Lukas Keller, Bottmingen

• Die Stadt Weil am Rhein und der Kanton Basel-Stadt veranstalten gemeinsam einen städtebaulichen Studienauftrag für das Areal Otterbach Süd in Weil am Rhein, das sich im Eigentum der Einwohnergemeinde der Stadt Basel befindet.

• Der SP-Vizepräsident Mustafa Atici tritt Ende Mai aus dem Grossen Rat zurück und nach damit seiner Nachfolgerin Michela Seggiani Platz.

• Die Wintersingerin Nicole Roth wird neue Präsidentin der Jungen SVP Baselland (JSVP BL).

Anna Holm wird Präsidentin der Juso Baselland, Jasmine Bosshard und Noam Schaulin firmieren als Vizepräsidium.

• Der Arzt, Uni-Dozent, LDP-Grossrat, Meister E.E. Zunft zum Goldenen Stern und Aktivfasnächtler Raoul Furlano ist neuer Obersperber des Basler Sperber-Kollegiums.

• Eine Baselbieter Rentnerin übergab einem "falschen Polizisten" Schmuck im Wert von mehreren 10'000 Franken.

• Bei einem budgetierten Gewinn von 3 Millionen Franken schloss die Baselbieter Staatsrechnung mit einem Überschuss von 56 Millionen Franken.

• Die "Starke Schule Baselland" hat den Rückzug der Initiative "Niveaugetrennter Unterricht in Promotionsfächern" bekanntgegeben.

• Ein Referendums-Komitee hat am 30. März 5’000 Unterschriften für das Referendum gegen die "Lautsprecher-Beschallung" in Basel der Staatskanzlei übergeben.

• Die Rechnung 2018 des Kantons Basel-Stadt schliesst mit einem Überschuss von 283 Millionen Franken ab und liegt damit um 150 Millionen Franken über dem Budget.

• Die Universität Basel vergibt den Auftrag zur Realisierung des Ersatzneubaus Departement Biomedizin an das Basler Architekturbüro Burckhardt+Partner.

• Der Ständerat hat am 7. März einstimmig die Aufnahme der Projektierungskosten für die Durchmesserstrecke Herzstück in den Bahnausbauschritt 2035 beschlossen.

Michael Wilke wird neuer Leiter der Fachstelle Diversität und Integration in der Kantons- und Stadtentwicklung Basel-Stadt und Nachfolger von Andreas Räss, der neuer Leiter des Baselbieter Amts für Migration und Bürgerrechte wird.

• Die Einführung von Mitarbeitergesprächen und einer leistungsabhängigen Lohnentwicklung bei den Baselbieter Kantonsangestellten führt dazu, dass die "Liga der Baselbieter Steuerzahler" ihre Verfassungsinitiative "Für eine vernünftige staatliche Personalpolitik" zurückzieht.