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"Nicht Tür und Tor geöffnet": Basler Hochhaus-Standort "Warteck"-Häuserzeile

Knappes Ja zum Neubau des Claraturms am Basler Messeplatz

53 Prozent des Basler Stimmvolks stimmen dem Bau des 96 Meter hohen Wohn- und Büroturms zu


Von Peter Knechtli


Der Basler Messeplatz erhält ein zweites Hochhaus: Das Basler Stimmvolk stimmte dieses Wochenende dem Bau des 96 Meter hohen Claraturms mit einer Ja-Mehrheit von 53 Prozent zu.


Formell ging es um die Zonenplanänderung und den Bebauungsplan im Bereich Clarastrasse, Riehenring und Drahtzugstrasse in Basel. Regierung und Grosser Rat des Kantons Basel-Stadt hatten dem in diesem Gebiet geplanten Hochhaus ("Claraturm") zugestimmt. Gegen den Parlamentsentscheid war das Referendum aus Heimatschutzkreisen, der Links-Partei "Basta" und des vom Abbruch einer Liegenschaft betroffenen Wirts der "Piano-Bar" ergriffen worden.

170 neue Wohnungen

Eine breite parteipolitische Allianz von Grün bis SVP stellte sich hinter das Bauprojekt, einem fast hundert Meter hohen Turm, der 170 Wohnungen, Dienstleistungsbetriebe und Gastronomie in sich vereinigen soll. Der Turm kostet 100 Millionen Franken. Verdichtetes Bauen und ein neues Wohnungsangebot mit moderaten Mietzinsen und bester Anbindung an den öffentlichen Verkehr sei sinnvoll, sagten die Befürworter.

Das Volk gab ihnen jetzt Recht – mit 30'018 Ja- gegen 26'712 Nein-Stimmen bei einer Stimmbeteiligung von über 54 Prozent. Die Gegner hatten vor allem den Abbruch der Häuserzeile mit ihren vier traditionellen Beizen als Negativ-Punkte ins Feld geführt und die Liegenschaften als denkmalschutzwürdig und substanziell intakt bewertet.

So schätzen sie das Ergebnis ein

Dani Jansen als Kopräsident des Ja-Komitees zeigte sich gegenüber OnlineReports erfreut über den Sieg. Allerdings hätte er "gern noch etwas mehr Ja-Stimmen gehabt". Angesichts des emotional geführten Abstimmungskampfes habe er aber mit einem relativ knappen Ausgang gerechnet. Über die relativ vielen Nein-Stimmen ist Jansen nicht einmal unglücklich: "Ich bin froh, dass dem Hochhaus-Bau nicht Tür und Tor geöffnet werden. Aber das Volk hat erkannt, dass der Claraturm doch an einen geeigneten Standort zu stehen kommt." Der relativ hohe Nein-Stimmen-Anteil sei ein Fingerzeig dafür, "dass in dieser engen Stadt mit Sorgfalt gebaut wird".

Das überparteiliche Komitee "Ja zum Claraturm" und die Bauherrin hoffen in Communiqués, "dass die Gegner des Claraturms den Volksentscheid akzeptieren".

Als "sensationell" bezeichnete Andreas Bernauer, Präsident des Gegner-Komitees, die 47 Prozent, die gegen das Bauvorhaben des UBS-Sima-Immobilienfonds hatten mobilisiert werden können. "Wir werden weiterkämpfen", kündigte er gegenüber OnlineReports an: "Wir sind auf dem richtigen Weg." So werde in den nächsten Tagen juristisch abgeklärt, ob die Aufnahme der dem Abbruch geweihten Häuserzeile in das Bundesinventar Isos in der Grossratsvorlage hätte thematisiert werden sollen. Geprüft werde ausserdem, ob die Häuserzeile mit Hilfe einer Volksinitiative doch noch unter Schutz gestellt werden könne. Ebenso kündigte Bernauer Einsprachen gegen das – als Folge des Referendums erst mal zurückgezogene – Abbruchsgesuch an.

Sanieren statt neu bauen

Seinen Kampf gegen Hochhäuser will Bernauer auch beim Bahnhof SBB fortsetzen, wie die "Schweiz am Sonntag" heute schrieb: Im Visier hat der "Piano-Bar"-Wirt das geplante Hochhaus der "Baloise"-Versicherungen anstelle des heutigen Hotels "Hilton". Bernauer geht es nach eigenem Bekunden darum, dem Sanieren statt dem Abbruch von Bausubstanz und dem "billigen Neubau" den Vorzug zu geben. Bei Sanierungen kämen auch regionale Handwerker zum Zug, bei grossen Neubauten würden hingegen "billige auswärtige Subunternehmer eingeschleust".

Der Kommentar

24. November 2013

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In einem Satz


Liestal hat den Bruttokredit in der Höhe von 4,96 Millionen Franken für den Bau der städtischen Velostation und den Bau der erhöhten Velospur in der Unterführung der Oristalstrasse mit 2'386 Ja-Stimmen gegen 732 Nein-Stimmen sehr deutlich angenommen.

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Patrick Huber wird im August neuer Geschäftsführer der Basler Bankenvereinigung (BBVg) als Nachfolger von Raphael Vannoni.
 
"Parterre Basel" ist die neue Pächterin des Basler Konzertlokals "Atlantis" am Klosterberg.

Ueli O. Kräuchi, Geschäftsführer des Verbandes Basellandschaftlicher Gemeinden (VBLG), gibt die Leitung der VBLG-Geschäftsstelle per 31. März 2019 altershalber ab.

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• Der Basler Gewerbeverband reichte zusammen mit den Parteien FDP und SVP, der "IG Lysbüchel" sowie verschiedenen Branchenverbänden das Referendum "gegen die Fehlplanung Lysbüchel" mit 2'972 Unterschriften ein.

Dominique Tellenbach, bisheriger Direktor der Berufsfachschule Basel, wird ab 1. Februar 2019 neuer Rektor der beiden Gewerblich-industriellen Berufsfachschulen Liestal und Muttenz.

Alexander Lenzlinger wird ab 1. August neuer Finanzchef der IWB und Nachfolger von Michael Ackermann, der eine längere berufliche Auszeit nimmt.

• Die Grünen Baselland folgten dem Vorstand und nominierten Isaac Reber für die Regierungsratswahlen 2019 (dritte Amtsperiode).

• Die Basler Grünliberalen lancieren in Riehen eine Petition zum Thema Kunststoff-Recycling, die sowohl in Riehen wie in Basel eingereicht wird.

• Seit 1. Juni ist Bettina Bühler als Nachfolgerin von Birgit Sachweh Geschäftsführerin des Frauenhauses beider Basel.

• Laut einer Studie des Versicherungskonzerns "Baloise" ist Fussball die "gefährlichste Sportart der Welt", da sich jeder vierte Sportunfall in dieser Gattung ereignet.

Anja Bandi übernimmt Anfang Juni von Marc Lüthi die Gesamtleitung der Abteilung Bestattungswesen der Stadtgärtnerei Basel.

• Noch eine neue Aufgabe für die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger: Sie wird anstelle der zurücktretenden Christine Gorrengourt Verwaltungsrätin der BLT.

Erfolgreich verlief der ausserordentliche Sirenentest am 23. Mai in beiden Basel.

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• Die Basler Energieversorgerin IWB steigerte 2017 den Umsatz auf 739 Millionen Franken, doch fiel der Jahresgewinn mit 74 Millionen Franken wegen Wertberichtigungen und Rückstellungen um 33 Millionen Franken niedriger aus als im Vorjahr.

• Die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger wurde zur Vizepräsidentin des Schweizerischen Gewerbeverbands gewählt.