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"Kieselsteine weggeräumt": Scheidender Präsident Hansen, CEO Oberlin

Basellandschaftliche Kantonalbank: Erstmals eine Frau an der Spitze

Erfreuliches Ergebnis für das Jahr 2010 / Elisabeth Schirmer-Mosset wird neue Präsidentin des Bankrates


Von Peter Knechtli


Wechsel an der Spitze der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB): Mit Elisabeth Schirmer-Mosset besetzt erstmals eine Frau das Präsidium des Bankrates. Dies wurde heute Freitag bei der Präsentation des Jahresergebnisses in Liestal bekannt.


Die 53-jährige Elisabeth Schirmer-Mosset entstammt einer Lausner Unternehmerfamilie: Ihr 1985 verstorbener Vater William Mosset war Gründer der Ronda AG. Das Unternehmen befindet sich immer noch in Familienbesitz und wird von ihrem Bruder und ihrem Ehemann geleitet. Elisabeth Schirmer-Mosset bezeichnet sich als "aktive Verwaltungsrätin". Die frühere Junioren-Schweizermeisterin im Springreiten, die dem BLKB-Verwaltungsrat schon seit über zehn Jahren angehört, gehört bereits dem auf strategische Fragen spezialisierten Executive Committee der Bank an. Ab 1. Juli wird sie an der Spitze des Bankrates Wilhelm Hansen ablösen, der ins Audit and Risk Committee eintritt.

"Ich hatte sehr positive Rückmeldungen", sagte die designierte Präsidentin heute Freitagmorgen gegenüber OnlineReports. Die Tatsache, dass das Aufsichtsgremium der Staatsbank Regierung und Parlament die Wahl einer Frau vorschlage, "kann Signalwirkung haben". Die Mutter von drei Söhnen im Alter zwischen 20 und 25 Jahren ist "parteilos, aber bürgerlich", wie sie betonte. "Ich bin keine Quotenfrau", ergänzte die Unternehmerin weiter, "aber gemischte Teams sind wichtig".

Frauen an der Spitze einer Kantonalbank haben in der Schweiz noch Seltenheitswert: Neben dem Baselbiet hat bisher einzig der Kanton Neuenburg den Schritt geschafft.

48 Millionen Franken an den Kanton

Bankrats-Präsident Hansen und Beat Oberlin, Präsident der Geschäftsleitung, konnten den Medien ein "gutes Jahresergebnis" präsentieren. Der Jahresgewinn stieg um 2,4 Prozent auf 108,9 Millionen Franken. Freuen darf sich der Finanzdirektor Adrian Ballmer: Wiederum 40 Millionen Franken Gewinnanteil und weitere 8,2 Millionen Franken liefert die Bank an die Staatskasse ab, 90 Millionen Franken werden den Reserven zugewiesen. Dass unter Baselbieter Politikern angesichts der mehrheitlich als kritisch geschilderten Finanzlage der Appetit auf Schätze der Kantonalbank wachsen könnte, erfüllt Oberlin nicht mit Sorge. Bisher habe er keine derartigen Signale wahrgenommen, "und wenn sie kommen, dann schauen wir das sachlich an".

Die Bank verzeichnet eine Erhöhung der Spar- und Anlagegelder um 6,7 Prozent auf 8,1 Milliarden Franken und einen Neugeld-Zufluss in Höhe von 345 Millionen Franken. Der tiefe Zins dagegen drückte auf die Kassenobligationen, die um 41 Prozent abnahmen. Das Hypothekengeschäft wuchs mit Forderungen von 13,7 Milliarden Franken um 3,6 Prozent auf eine neue Rekordmarke. Das Zinsengeschäft wuchs mit 271 Millionen Franken um 1,1 Prozent. Im operativen Geschäft ist die Bank weiter gewachsen, ebenso habe sie "ihre führende Stellung in ihrem Marktgebiet behauptet", meinte Hansen.

Neues IT-System läuft

Eines der grossen Projekte des vergangenen Geschäftsjahres betraf die Einführung eines neuen IT-Systems durch Migration auf das Bankensystem "Avaloq", das seit 4. Oktober in Betrieb ist. Anfängliche Kinderkrankheiten bei der Benützung der Plattform durch E-Banking-Kunden bezeichnete Oberlin als "Kieselsteine, die aus dem Weg geräumt wurden". Laut Hansen ist der Plattformwechsel eine "wichtige Voraussetzung für den Ausbau der elektronischen Bankdienstleistungen". Unter anderem soll der Ausbau des "E-Kanals" in andere Regionen wegziehende Kunden auch nach der Dislokation an die Kantonalbank binden.

Die Konsequenz einer verstärkten Risikopolitik wiederspiegelt sich darin, dass nur 2,8 Millionen Franken an Wertberichtigungen, Rückstellung und Verlusten verbucht werden mussten.

Der Personalbestand der BLKB wuchs um neun auf 629 Vollstellen. Die Wertschöpfung liege "substanziell über jener der Konkurrenz" (Oberlin). Dies vor allem wegen der "hochqualifizierten Mitarbeiter". Trotz Turbulenzen in der Europäischen Union und der weltweit extremen Staatsverschuldung ist die Bank gut ins neue Jahr gestartet. Sie erwartet ein Ergebnis leicht über der Vorjahreshöhe. Vor allem im Anlage- und Firmenkundengeschäft will sie weiter wachsen.

4. März 2011


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"Ich war zeitlebens immer wieder eine Quotenfrau"

Zunächst: meine allerherzlichesten Glückwünsche und viel Erfolg in der neuen Aufgabe für die neue Bankrätin. Aber eine Bemerkung zur Bemerkung: "ich bin keine Quotenfrau" sei mir erlaubt. Was soll denn das? Geboren 1934, war ich zeitlebens immer wieder "Quotenfrau" und trat in Gremien ein, "weil noch eine Frau" gesucht wurde. Ich trat ein, machte meinen Einfluss geltend und freute mich.

 

Die interessanteste Kombination war: Innerschweiz, Juristin, Strafrechtspflege, Polizei, Frau. Das führte mich in den 70er-Jahren in die eidgenössische Kommission für die Revision des Strafrechts. Sie suchten ausgesprochen noch Frauen. Das war eine spannende Aufgabe und hat mir später als "Referenz" sehr geholfen.

 

Ich habe in der Politik unzählige "Quotenmänner" angetroffen, welche eine Gruppierung vertreten mussten: Arbeitgeberverband, Gewerkschaft, Region, Sprache, Partei usw. Sie fanden das nicht der Rede wert, sondern freuten sich an einem zusätzlichen Sprungbrett, das sie in ein Amt führte.

 

Proporz ist uns vertraut, Quoten sind Proporz. Im Bundesrat besteht die Quote der Angehörigen aus dem französischsprechenden Teil der Schweiz aus mindestens zwei Mitgliedern. Das wird möglichst eingehalten.

 

Also nochmals: Herzliche Glückwünsche für eine tüchtige Frau, die es an die Spitze eines Bankrates geschafft hat!


Judith Stamm, Luzern


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"Ein Denkmal des Kalaschnikow-Erfinders wird zur Spott objekt"

Basler Zeitung
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vom 6. Oktober 2017
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Waschmaschinen gegen Gemüse
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Der schweizerbauer.ch nahm die OnlineReports-Meldung über das auf der Strasse erlegte Rind in Gelterkinden auf.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Da die Prämien der obligatorischen Krankenversicherung in Basel-Stadt im kommenden Jahr um durchschnittlich 4,5 Prozent ansteigen, passt die Regierung die Prämienbeiträge des Kantons für Haushalte mit bescheidenem Einkommen im gleichen Umfang an.

• Für den 9. Basler Pop-Preis sind folgende Bands nominiert: Alma Negra (Electronic World Music, Basel), Audio Dope (Electronic Music, Basel), Schammasch (Avantgarde Metal, Liestal), We Invented Paris (Indie-Pop, Liestal) und
Zeal & Ardor (Black Metal/Gospel, Basel.

• Weil sich FDP und SVP nicht auf eine gemeinsame Kandidatur für die Ersatzwahl in den Stadtrat von Liestal einigen konnten und "alle offiziell Kandidierenden wählbar" sind, verzichtet die CVP auf eine Wahlempfehlung.

• Die Wettbewerbs-Kommission hat entschieden, den geplanten Zusammenschluss zwischen dem Universitätsspital Basel und dem Kantonsspital Baselland ohne Auflagen zu genehmigen.

Endress+Hauser übernimmt die deutsche IMKO Micromodultechnik GmbH mit Sitz in Ettlingen, einen Hersteller innovativer Systeme zur Feuchtemessung, und beschäftigt die 19 Mitarbeitenden weiter.

• Verhaftet wurde ein 25-jähriger Spanier, der dringend verdächtigt wird, am 10. September eine Frau im Basler Erlenmattquartier vergewaltigt zu haben.

• Bei der Einreise von Frankreich nach Basel wurde ein etwa 50-jähriger Bulgare erwischt, der 800 Gramm Kokain mit sich führte.

• Die 57-jährige Juristin und frühere Leiterin der Basler Sozialhilfe Nicole Wagner wird Mitglied der Stiftung Habitat, wo sie die zurücktretende Beatrice Oeri ersetzt. 

• Nachdem im Baselbiet die Initiative zum Ausbau des Hochleistungsstrassennetzes rechtsgültig zustande gekommen ist, hat sich das Initiativekomitee aufgrund der laufenden Arbeiten zu einem allfälligen Gegenvorschlag mit einer Unterbrechung der Behandlungsfrist bis maximal 30. September 2019 einverstanden erklärt.

• Die Baselbieter Apotheken dürfen neu – mit Auflagen – nicht nur Grippe-Impfungen, sondern auch weitere Impfungen und Folge-Impfungen durchführen.

• Ab 9. September ist die Umfahrung Liestal im Bereich des Ergolzviadukts wieder ohne Einschränkungen befahrbar.

• Der Kanton Basel-Stadt rechnet für das Jahr 2018 mit einem Budgetüberschuss von 138 Millionen Franken.

Gottlieb Keller, Mitglied der Konzernleitung und Chefjustitiar der Hoffmann-La Roche, hat in der Deutschen Botschaft in Bern das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten.

• Die Fraktion "Grünes Bündnis" des Bürgergemeinderats Basel nominierte Brigitta Gerber einstimmig für das Amt als Bürgerrätin.

• Den städtebaulichen Wettbewerb zur Bebauung des Felix Platter-Areals in Basel hat das Team Enzmann Fischer Partner AG / Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur und Städtebau GmbH gewonnen.

• Die Gemeinderäte der direkt betroffenen Gemeinden des Leimentals – von Binningen bis Burg – befürworten übereinstimmend den Bau der Tramlinie 17 über den Margarethenstich, da diese einen "klaren Mehrwert" darstelle.

Monique Juillerat, bisher als Mitglied der Geschäftsleitung von "familea" für die externe und interne Kommunikation verantwortlich, wird ab 1. September neue Kommunikations-Verantwortliche der Baselbieter Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion.

• Der Kanton Baselland verkauft das "Chuenimatt-Areal" der Bricks Group AG zur Realisierung des Konzeptes "Tri-innova", das eine schrittweise Entwicklung von unterschiedlich grossen Flächen für Dienstleistungs-, Labor-, Produktionsnutzungen sowie Co-working vorsieht.

Spitex Muttenz schliesst die Pflegewohnung Seminarstrasse per 30. November dieses Jahres.

• Die Schweizerischen Rheinhäfen (SRH) verkaufen ihren Anteil an der Rheinhafen-Gesellschaft Weil am Rhein an die Stadt Weil am Rhein.

• Das Rote Kreuz Basel eröffnet am 11. August einen neuen Secondhand-Kleiderladen im Kleinbasel, konkret: am Claraplatz.

• Der 47-jährige Ökonom Michael Harr, verheiratet und Vater zweier Kinder, übernimmt ab 1. August die Geschäftsleitung der Pro Senectute beider Basel.

• Die Basler Regierung legte die Abgeltung der Staatsgarantie durch die Basler Kantonalbank (BKB) für die Jahre 2017 bis 2020 auf jährlich 8,8 Millionen Franken fest.

• Mit Datum vom 1. Juli wird die Kunstkommission für das Kunstmuseum Basel vom Rechts-Professor Felix Uhlmann präsidiert, der den langjährigen Vorsitzenden Peter Mosimann ablöst.

• Die Basler Regierung hat der Bau- und Finanzgesellschaft Zum Greifen AG den Zuschlag für Bau und den Betrieb eines neuen Quartierparkings unter dem Landhof-Areal erteilt.

• Die von der UNICEF erst kürzlich rezertifizierte "kinderfreundliche Gemeinde" Riehen gibt ihr Wissen an 40 Bürgermeister aus Südkorea weiter, die die Basler Landgemeinde besuchen.

• Da der Vereinszweck erfüllt sei, hat die Generalversammlung den "Verein Kunschti Eglisee" am 16. Juni mit 30 zu 4 Stimmen aufgelöst.

• Nationalrat Christoph Eymann, der ehemalige Vorsteher des Basler Erziehungsdepartements, wurde als neues Mitglied in den Verwaltungsrat des Karger Verlags gewählt.

• Der Kanton Basel-Stadt führt eine neue, zusammenhängende Fussgängerorientierung ein, mit der sich ortsunkundige Gäste, aber auch Einheimische in Basel künftig durch neue Stadtpläne auf Stelen besser zurechtfinden sollen.

• Die kantonale Volksinitiative "Recht auf Wohnen" wurde mit bisher 3'188 gültigen Stimmen der Basler Staatskanzlei überreicht.

• Der Therwiler Gemeindepräsident Reto Wolf löst kommenden September Elisabeth Schneider-Schneiter im Präsidium der "Starken Region Basel/Nordwestschweiz" ab.

Dominik Prétôt, der frühere CEO von Telebasel, wird per 1. Januar 2018 mit einem 50 Prozent-Pensum neuer Informations-Beauftragter der Römisch-katholischen Landeskirche Baselland.