Zarte Hoffnung mit "Knopfloch" von Goethe

Neujahrs-Apéro der Wirtschaftskammer Baselland vom 5. Januar 2006 unter dem Eindruck der Zuversicht


Von Peter Knechtli


Zwischen 400 und 500 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verbandswesen trafen sich heute Donnerstagabend in Liestal zum traditionellen Neujahrs-Apéro der Wirtschaftskammer Baselland. In seiner Ansprache liess sich Präsident Andreas Schneider von einem Goethe-Zitat leiten: "Wer das erste Knopfloch verfehlt, kommt mit dem Zuknöpfen nicht (mehr) zu Rande." Die literarische Metapher benutzte Schneider als Warnung an all jene, die jetzt angesichts des sachte sich anbahnenden wirtschaftlichen Aufschwungs "wieder rasch zu den alten Begehrlichkeiten, zur alten Unvernunft zurückkehren und mit den Ausgaben - vor allem der öffentlichen Hand - wieder aus dem Vollen schöpfen" wollen. Der Binnenmarkt, gab Schneider zu bedenken, stecke nämlich noch immer "deutlich in einer Stagnations-Phase". Die KMU-Wirtschaft habe ihre Reserven längst aufgebraucht, ihr müsse jetzt Gelegenheit gegeben werden, "neue Reserven zu bilden, damit die Konjunktur-Entwicklung auch tatsächlich nachhaltig verläuft.

Der Apéro des Baselbieter Gewerbes fand traditionell in den Räumlichkeiten der Basellandschaftlichen Kantonalbank statt. Direktionspräsident Beat Oberlin hiess die zahlreichen Gäste willkommen und machte den Gewerbetreibenden Mut: "Wir stehen, glaube ich, miteinander vor einem guten Jahr."

Dicht gedrängt lauschten die Gäste den beiden Reden, wohl wissend, dass auch das bevorstehende Buffet viel versprechend war: Es ist, wie immer, keinen Konjunkturschwankungen unterworfen. Das eine oder andere Knopfloch musste gelockert werden.

© Fotos by OnlineReports.ch




Was die Gäste wirklich nicht gesagt haben: Die Zitate sind frei erfunden:



"In solchen Augenblicken vergess' ich alle Sorgen": Hans Rudolf Gysin, Direktor der einladenden Wirtschaftskammer Baselland.


"Zwei Mann, drei Gläser": KMU-Finanzierer Markus Bürgin, Gastgeber und BLKB-Chef Beat Oberlin.


"Ich bin Justiz-KMU-Chef": Kantonsgerichtspräsident Peter Meier.


"Und wir sind Genossen und erst noch die Höchsten": Landratspräsident Eric Nussbaumer, Nationalratspräsident Claude Janiak.


"Habt Ihr wieder eine heisse Story über mich?": Wirtschaftskammer-Präsident Andreas Schneider (nach Referat), TeleBasel-Chef Willy Surbeck.


"Zum Wohl, Herr Bischof Koch": SVP-Landrat Karl Willimann, CVP-Fraktionspräsident und Kirchen-Troubleshooter Peter Zwick.


"Das Knopfloch nicht verfehlt": Gelterkinder BLKB-Banker Paul Tschudin (rechts), Liestaler Arzt Claude Breitenstein.


"Vom Schnappschuss zum Schnapp-Häppchen": Medienmann Edi Borer.


"So eine elektrisierende Krawatte möchte ich auch": Wirtschaftskammer-Chef Hans Rudolf Gysin, Elektra Baselland-Direktor Urs Steiner.


"Ist das Glas nun halb voll oder ganz leer?": FDP-Landrätin Bea Fünfschilling, Fritz Oser, Steuerzahlerligaehrenpräsident.


"Here's the tiger": SP-Nationalrätin Susanne Leutenegger Oberholzer, Nationalratspräsident Claude Janiak.


"Willkommen im Baselbiet, Herr Lüdin ist auch da": Glücksbringer, BaZ-Chefredaktor Ivo Bachmann.


"Andächtig wie im Kammerorchester": Präsident Paul Kurrus, Basler Gewerbeverbands-Vize Philipp Spichty.


"Und jetzt noch eine kleine Regieanweisung aus der Kreditoren-Abteilung": TeleBasel-Vizechefin Mirjam Jauslin, Nachwuchs-Journalistin Isabelle Fleury.


"Die Regierung klausurt": Landschreiber Alex Achermann (Mitte) als Bastions-Halter, Gesprächspartner René Moser (Gym-Rektor, Laufen), Landrat Georges Thüring.


"Wir könnten doch zwei aus 'Mein Name ist Eugen' sein": Wirtschaftskammer-Geschäftsleiter Urs Berger, SVP-Präsident und Schuh-Profi Dieter Spiess.


"Die perfekte rot-schwarze Annäherung": SP-Landratsbreesi Eric Nussbaumer, CVP-Landratsvizebreesi Elisabeth Schneider.


"Du bist ja gar nicht so rechts ..." - "... und Du gar nicht so links": Handelskammer-Direktor und Basler Grossratspräsident, Andreas Burckhardt (lib.), neuer Wirtschaftsförderer Hans-Peter Wessels (SP).


"Die Kantonalbanken könnten doch die BZ übernehmen": Kantonalbanken-
Verbandspräsident Paul Nyffeler, BZ-Verleger Mathis Lüdin.


"Ein Schlücklein in Ehren": CVP-Landrat Hans Jermann, CVP-BL-Geschäftsführerin Katrin Leuch.


"Sicherheit geht uns über alles": Charles Röthlisberger und Christian Blaser von den Basler Versicherungen.


"Wir Freisinnige haben wieder gut lachen": Kantonalpräsident Peter Tobler.


"Im Tresorraum fühlen wir uns am wohlsten": Polizei-Kadermänner Marcel Burri, Beat Schüpbach.
"Ich persönlich hätte noch eine Basler Million mehr an die Wasserfallen-Bahn gesprochen": Handelskammer-Präsident Thomas Staehelin (rechts), FDP-Nationalrat Hans Rudolf Gysin.
5. Januar 2006

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Theater Basel

"Die Dreigroschenoper"
RückSpiegel


In ihrem Bericht über die "FDP Baselland auf seltsamen Wegen" (Schlagzeile) nimmt die Basler Zeitung zentral auf einen OnlineReports-Primeur über den neu auftauchenden Namen Daniel Recher Bezug.

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In ihrem Kommentar zu "Lukas Engelberger, der Pressezensor" nimmt die Basler Zeitung eine Metapher ("medienrechtliche Namesburka") von OnlineReports auf.

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Die OnlineReports-Erstnachricht über den gewaltsamen Tod des Basler Wirtschaftsanwalts Martin Wagner in Rünenberg haben unter anderen der Tages-Anzeiger, BZ Basel, Le Temps, Tageswoche, 20 Minuten, Watson, Telebasel, die Volksstimme, der Blick und nau.ch aufgenommen.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über die gerichtliche Niederage von Polizei-Offizier Bernhard Frey Jäggi nach.

Die Basellandschaftliche Zeitung und 20 Minuten nahmen die OnlineReports-Nachricht über die geplante Massenentlassung bei der "Küschall AG" in Witterswil auf.

In ihrer Übersicht über die Schweizer Online-Newsmedien ging die NZZ auch auf OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung zog die OnlineReports-News über den Entscheid des Basler Appellationsgerichts gegen die Nichtanhandnahme der Strafanzeigen von Staatsanwältin Eva Eichenberger und Strafgerichtspräsident Lucius Hagemann durch die Obwaldner Oberstaatsanwältin Esther Omlin im Fall "Lehrer H." nach.

In ihrem Artikel über die "Berlusconisierung von links" zitiert die Weltwoche aus dem "dem gutinformierten Basler Internetdienst OnlineReports".

In seinem Bericht über die Gefährlichkeit des Basler Centralbahnplatzes geht Barfi auf einen OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2001 ein, der damals schon die Probleme thematisierte.

Blick, Tages-Anzeiger, Basler Zeitung, BZ Basel, 20 Minuten und Barfi bezogen sich in ihren Artikeln über die Schüsse einen Mann in der Basler Innenstadt auf einen News-Primeur von OnlineReports.

Der Tages-Anzeiger und 20 Minuten nahmen in ihren Berichten über den gefährlichen Zwischenfall mit einem Intercity-Zuges der SBB in Stein-Säckingen auf OnlineReports Bezug.

In ihrem Interview mit der neuen BVB-Präsidentin Yvonne Hunkeler nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung nahm den OnlineReports-Feature über den Einbruch im Restaurant "Dalbestübli" auf.

Die Volksstimme zitierte in ihrer Presseschau über die Säuli-Metzgete in Sissach aus der OnlineReports-Reportage.

Im Bericht über Rechtsprobleme des Bordells an der Basler Amerbachstrasse zitiert Barfi aus OnlineReports.

Ausführlich geht die Basler Zeitung auf einen kritischen OnlineReports-Gastkommentar über den Eigenmietwert-Steuerfall um Rösly M. ein.

In seinem Beitrag über "Die Basler Sinnkrise" zitiert der Tages-Anzeiger aus dem OnlineReports-Leitartikel "Willkommen im Baselbiet: Nichts geht mehr", in dem es um einen "Kanton in der Sinn-Krise" geht.

barfi, die BZ Basel, die Tageswoche, die Badische Zeitung und das Baublatt haben die OnlineReports-Story über den Abbruch des "Rostbalkens" und die geplanten Hochhäuser beim Basler Bahnhof SBB aufgenommen.
 
Infosperber.ch geht in einem Kommentar über das "Dauer-Bashing" der Behörden durch die Medien auf die Konter-Position von OnlineReports ein.

Weitere RückSpiegel

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"In der Elsässerstrasse kam es zu einem Unfall mit Salzsäufer."

BaZ online
vom 20. Februar 2018
über einen Salzsäure-Unfall
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Vielleicht hat auch der Redaktor Salz gesoffen.

In einem Satz


• Der Frauenanteil in den Aufsichtsgremien von staatsnahen baselstädtischen Betrieben liegt per 1. Januar 2018 bei 40,9 Prozent und übertrifft somit die geforderten 33,3 Prozent deutlich.

• Da SP-Landrat Hannes Schweizer per 31. März als Präsident der Bau- und Planungskommission zurückritt, schlägt die SP-Fraktion als seinen Nachfolger den Frenkendörfer Urs Kaufmann vor.

• Die SP Pratteln-Augst-Giebenach lanciert eine Petition zur Erhaltung des Schalters der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB) in Pratteln.

BaselArea.swiss wird ab März im Mandat die Geschäftsführung des Switzerland Innovation Park Basel Area AG übernehmen.

Thomas Kessler, der frühere Basler Stadt- und Kantonsentwickler, wird Leiter eines von den AZ Medien für die "BZ Basel" ins Leben gerufenen Publizistischen Beirats.

• Nach Vandalenakten und einer Einbruchserie fordert die Riehener CVP von den Behörden "endlich die wirksame Umsetzung längst bekannter Forderungen" zur Erhöhung der Sicherheit.

• Der Münchensteiner Gemeinderat hat die Durchführung des "Tension Festivals" vom 31. Juli im Gartenbad St. Jakob sowie auf den angrenzenden Volleyball-Feldern unter Lärmauflagen bewilligt, nachdem letztes Jahr zahlreiche Beschwerden eingegangen waren.

Hans-Peter Ulmann, seit 1996 CEO von Psychiatrie Baselland, tritt auf 30. Juni 2019 in den Ruhestand.

• Im Jahr 2017 verhängte die Basler Kantonspolizei im Zusammenhang mit dem FC Basel 17 Rayonverbote – davon sieben an Fans von Gastmannschaften –, während der FC Basel acht Stadionverbote anordnete, von denen fünf Fans von Gastmannschaften betrafen.

• Die Gemeinde Allschwil plant eine Erneuerung und Erweiterung der Parkanlage sowie rund 140 Wohnungen auf dem Areal Wegmatten zwischen Baselmattweg und Bachgraben.

Thomas Bretscher wird ab 1. Februar neuer Geschäftsführer des "Business Park Laufental & Thierstein" und damit Nachfolger von Daniel Fiechter.

• Die Riehener CVP verlangt eine generelle Aufgabenprüfung (GAP), um die Diskussion um Aufgaben und Leistungen der Gemeinde und die dafür benötigten Ausgaben und Einnahmen zu versachlichen.