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"Es gibt nur eine Welt": Nachhaltigkeits-Stratege Loosli

Coop mit Nachhaltigkeits-Strategie auf Wachstums-Schiene

Der Detailhändler steigert mit Umsatz um über 7 Prozent und gewinnt weiter Marktanteile


Von Peter Knechtli


Der Schweizer Detailhandelskonzern Coop setzt erfolgreich auf Nachhaltigkeit – und dies mit Erfolg: Vergangenes Jahr wuchs er auch dank der Akquisition von Fust um 7,1 Prozent auf ein Umsatzvolumen von 15,8 Milliarden Franken. Gleichzeitig gelang es dem Unternehmen zum dritten Mal in Folge, seinen Marktanteil zu erhöhen.


Konzernchef Hansueli Loosli verriet OnlineReports am Rande der heutigen Bilanz-Medienkonferenz in Muttenz, er setze aus "innerster Überzeugung" und nicht bloss aus Opportunität auf das Konzept der Nachhaltigkeit. Systematisch ist er daran, das nach Migros zweitgrösste Schweizer Detailhandelsunernehmen in ein grünes Kombinat umzubauen, das nachhaltige Produktionsweise, ethischen Ansatz und fairen Handel miteinander verbindet. Er setzt damit auf eine wachsende anspruchsvolle Kundschaft, die mit ökologischem Bewusstsein einkauft und sich Fragen nach Herkunft und Preisgerechtigkeit der Produkte stellt.

Bis in 15 Jahren CO2-neutral

So kündigte Loosli heute als "Primeur" an, Coop wolle bis in höchstens 15 Jahren CO2-neutral werden in allen Bereichen, die das Unternehmen selbst beeinflussen kann, also Verkaufsstellen, Verteilzentren und interne Transporte. Loosli: "Dies ist eine Vison, ein Credo, dem wir uns verschreiben wollen und wir werden Jahr für Jahr hart an der Realisierung dieser Vision arbeiten." Der Firmenführer und Chef über 48'200 Mitarbeitende sprach von einer "einzigen Welt, die wir haben".

Die Strategie, für die Rapper "Stress" wirbt, zeigt sich auch an einer exklusiven Umweltpartnerschaft, die Coop mit dem WWF eingegangen ist. Überdies trat der Loosli-Konzern letzten Juni als erste Mitglied der WWF Seafood Group bei mit dem Bekenntnis zu nachhaltiger Fischerei. Als "erste Sofortmassnahme", so gestand der Unternehmensleiter heute, habe Coop vier Fischsorten aus akut bedrohten Beständen aus dem Sortiment gestrichen. Bereits führt Coop 40 Artikel aus kontrollierten Bio-Aquakulturen. In Schönenwerd wurde letzten Dezember die erste Minergie-Verkaufsstelle eröffnet. Mit "Pro Montagna" bietet der Detailhändler eine Linie an, von der die Bergregionen nach Angaben Looslis "nachhaltig profitieren".

Erfolgslinie "Naturaplan"

Das wachsende Einkaufsbewusstsein schlägt sich auch in den Zahlen der entsprechenden Sparten nieder. So entwickelte sich die erfolgreichste Coop-Linie "Naturaplan" überdurchschnittlich: Sie wuchs um 7 Prozent auf 600 Millionen Franken Umsatz. Der Biobereich insgesamt stieg gar um 8 Prozent auf 664 Millionen Franken. Auch andere sozioalökologische Labels entwickelten sich erfreulich: "Naturaline" um 12 Prozent, "Oecoplan" um 9 Prozent.

Der Trend zu anspruchsvolleren Produkten widerspiegelt sich auch im leichten Rückgang der Billiglinie "Prix Garantie", deren Angebot ungefähr stagnierte und einen Umsatz von 346 Millionen Franken erzielte.

Fust bringt Wachstumsschub

Ein sichtlich gut gelaunter Firmenchef konnte für das vergangene Jahr einen aussergewöhnlich erfreulichen Abschluss vermelden: Mit einem Detailumsatz von 15,8 Milliarden Franken lagen die Verkäufe - bei einer Minus-Teuerung von 1,6 Prozent - um 7,1 Prozent über jenen des Vorjahres. Damit konnte Coop  den Martkanteil von 15,3 auf 15,8 Prozent zum dritten Mal hintereinander erhöhen. Dazu teilweise beigetragen hat mit dem Dezember-Umsatz von über 100 Millionen Franken die Ende November übernommene "Fust"-Gruppe, die letztes Jahr rund 950 Millionen Franken Umsatz einfuhr. Vor allem dank der "Fust"-Akquisition erhöhte sich die Zahl der Verkaufstellen von 1'546 auf 1'739.

Einen Umsatzrückgang verzeichneten die zwei "Alcoba"-Verkaufsstellen im Elsass. Hier habe sich aufgrund des hohen Euro-Kurses der "rückläufige Einkaufstourismus" bemerkbar gemacht. "Äusserst positiv" sei das Echo der Kunden auf das in Frenkendorf erstmals erprobte Self-Scanning-System "Passabene", das bereits in 50 Verkaufsstellen angeboten wird.

Online-Konsum mit solidem Wachstum

Um 16 Prozent zugelegt hat der Online-Supermarkt von Coop: Der Umsatz erreichte 47,5 Millionen Franken. Wie Loosli gegenüber OnlineReports erklärte, erwartet er für dieses Jahr wieder ein Wachstum der Online-Bestellungen um 10 bis 15 Prozent. Es sei vor allem eine grosse Kundentreue festzustellen: Wer einmal online bestellt hat, ordert in der Regel wieder per Computer.

Noch offen ist, ob Coop die zwölf französischen Carrefour-Läden übernehmen darf. Bis spätestens 27. März wird die Wettbewerbskommission darüber entscheiden. Dürfte der Schweizer Detailhändler sie einverleiben, würden sie in "Megastores" umgewandelt; ebenso würden die 2'200 Mitarbeitenden übernommen.

Die Coop-Mitarbeitenden erhielten letztes Jahr eine Lohnerhöhung von 2,5 Prozent und Geschenkkarten.

19. Februar 2008


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Weitere RückSpiegel

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"In der Elsässerstrasse kam es zu einem Unfall mit Salzsäufer."

BaZ online
vom 20. Februar 2018
über einen Salzsäure-Unfall
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Vielleicht hat auch der Redaktor Salz gesoffen.

In einem Satz


• Der Frauenanteil in den Aufsichtsgremien von staatsnahen baselstädtischen Betrieben liegt per 1. Januar 2018 bei 40,9 Prozent und übertrifft somit die geforderten 33,3 Prozent deutlich.

• Da SP-Landrat Hannes Schweizer per 31. März als Präsident der Bau- und Planungskommission zurückritt, schlägt die SP-Fraktion als seinen Nachfolger den Frenkendörfer Urs Kaufmann vor.

• Die SP Pratteln-Augst-Giebenach lanciert eine Petition zur Erhaltung des Schalters der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB) in Pratteln.

BaselArea.swiss wird ab März im Mandat die Geschäftsführung des Switzerland Innovation Park Basel Area AG übernehmen.

Thomas Kessler, der frühere Basler Stadt- und Kantonsentwickler, wird Leiter eines von den AZ Medien für die "BZ Basel" ins Leben gerufenen Publizistischen Beirats.

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Thomas Bretscher wird ab 1. Februar neuer Geschäftsführer des "Business Park Laufental & Thierstein" und damit Nachfolger von Daniel Fiechter.

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