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"So ein Netzwerk an Allianzen": Pharma-Leader Franz Humer

Roche: Rekordergebnisse, wohin man blickt

Konzern-Kapitän Franz Humer zeigt glänzende Zahlen auf dem Höhepunkt seiner Karriere


Von Peter Knechtli


Der Basler Pharmakonzern Roche schreibt erneut Rekordzahlen in allen wichtigen Bereichen: So stieg der Konzerngewinn im vergangenen Jahr um imposante 25 Prozent auf 11,4 Milliarden Franken. Die Leistung von Konzernchef Franz Humer und seiner Belegschaft erscheint wie eine Perlenkette des Erfolgs.


Der Pharma- und Diagnostikkonzern positioniert sich mit den heute präsentierten Ergebnissen klar als ein Kronjuwel unter den führenden Weltkonzernen der Branche und in deutlich besserer Verfassung als Lokal-Konkurrent Novartis: Der Umsatz stieg um 10 Prozent auf 46,1 Milliarden Franken. Der Konzerngewinn erlaubt die Ausschüttung einer um 35 Prozent erhöhten Dividende von 4.60 Franken pro Aktie und Genussschein. Dabei handelt es sich um die 21. Dividendenerhöhung in Folge. Die Betriebsgewinnmarge stieg um 3,5 Prozent auf bemerkenswerte 31,4 Prozent.

Stark in der Krebsbekämpfung

"In Folge" ist eine Formulierung, die an Bilanz-Medienkonferenzen seit Jahren zum ständigen Vokabular von Präsident und CEO Franz Humer gehört - so auch dieses Jahr wieder: Vergangenes Jahr stieg der Roche-Umsatz gar zum siebten Mal "in Folge" zweistellig. Nicht durch spektakuläre Zukäufe, sondern "ausschliesslich durch organisches Wachstum" sei das Unternehmen auf den neuen Rekordumsatz angewachsen. Humer sprach auch davon, dass kaum ein Mitbewerber über ein so solides Netzwerk an Allianzen verfüge wie Roche. Die Vorgaben, so Humer, seien "allesamt erfüllt" worden.

Wie üblich erweist sich die von William Burns geführte Pharma-Division als die eigentliche Goldgrube, die dank aussergewöhnlichen Verkaufsmengen am Pandemie-Präparat "Tamiflu" und dank weiterem Umsatz- und Gewinnzuwachs vor allem im Bereich der Krebsmedikamente den Löwenanteil zum Glanzresultat des Konzerns beitrug. Der Konkret wuchs der Onkologie-Bereich um 20 Prozent an; Krebsmedikamente tragen zum Umsatz der Pharma-Sparte mittlerweile 50 Prozent bei. Ihre Verkäufe betrugen 36,8 Milliarden Franken, was einem Wachstum von 11 Prozent und einer Verdoppelung des Marktwachstums entspricht.

Weil die meisten Bestellungen des Grippemittels durch Regierungen und Unternehmen inzwischen ausgeführt sind, rechnet Roche im Verlaufe dieses Jahres mit "einer weiteren deutlichen Abnahme der Verkäufe".

Volle Pipeline

Dagegen scheint Roche in andern Therapie-Gebieten die Arbeit nicht auszugehen, wie die volle Pipeline zeigt: Die Zahl der Projekte in weit fortgeschrittener Entwicklung erhöhte sich letztes Jahr von 47 auf 50.

Ihre Postition als Weltmarktführererin behauptet hat die Division Diagnostics, die - leicht schneller als der Markt - mit Verkäufen von 9,3 Milliarden Franken um 6 Prozent wuchs und vom künftigen CEO Severin Schwan geleitet wird. Verschiedene gezielte strategische Übernahmen oder Vorbereitungen von Übernahmevereinbarungen wie jene mit der US-Firma Ventana Medical Systems (die vor letzte Woche zu einem Preis von 3,4 Milliarden Dollar realisiert wurde) schaffen Roche Zugänge zu interessanten Märkten wie etwa jenem der Gewebediagnostik.

Zur Wachstumsstrategie sagte Finanzchef Erich Hunziker mit einer Spitze wohl auch gegen die lokale Konkurrenz Novartis: "Wir versuchen uns nicht zu Tode zu sparen, sondern wir investieren in die Zukunft." Roche wolle weiterhin ein "nachhaltiges Unternehmen" sein und sich nicht an kurzfristigen Effekten orientieren.

Optimistisch in die Zukunft

Tatsächlich kann die Konzernleitung und insbesondere Franz Homer mit Zuversicht in die Zukunft blicken, auch wenn der Pharma-Markt Zeichen der Abschwächung zeigt. Humer sieht Roche unter günstigeren Bedingungen in die Phase der bevorstehnden "grossen Herausforderungen" der Pharma-Branche ziehen. So verliert nahezu keines der umsatzstärksten Medikamente in den nächsten Jahren den Patentschutz. Es werde im Gegenteil erwartet, dass neue Präparate gegen rheumatoide Arthritis und verschiedene Stoffwechselkrankheiten die Marktzulassung erlangen. Zudem liegen komfortable 17 Milliarden Franken Barvermögen in der Kriegskasse.

Vor Beginn der Medienkonferenz zeigte sich Humer den Fotografen lachend und in blendender Form: Zum letzten Mal präsentierte er eine Jahresbilanz in seiner Doppelfunktion als Präsident und Konzernchef: Es war ein Ergebnis, wie er es sich besser gar nicht hätte wünschen können. Die 21 Millionen Franken Einkommen, dürfte er sich sagen, habe er unter den gegebenen Umständen verdient.

30. Januar 2008


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