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"Der Beirat soll uns auch kritisch hinterfragen": BKB-Präsident Sturm

"Wir beziehen heute zu 100 Prozent erneuerbare Energien"

BKB-Präsident Andreas Sturm über die Einsetzung eines Beitrags für Nachhaltigkeitsfragen


Von Peter Knechtli


Den im Gesetz definierten und vom Volk in der Abstimmung bestätigten Leistungsauftrag will die Basler Kantonalbank (BKB) "vorbildlich erfüllen". Dies sagte Bankrats-Präsident Andreas Sturm im OnlineReports-Interview zur Einsetzung eines Beirats für Nachhaltigkeitsfragen. Auch macht er die Entschädigung der Experten transparent.


OnlineReports: Herr Sturm, bedeutet die Bildung eines Beirats für Nachhaltigkeitsfragen, dass die BKB bisher diesbezüglich zu wenig aktiv war?

Andreas Sturm: Im Gegenteil, die BKB kann in der Nachhaltigkeit einen ausgezeichneten Leistungsausweis aufweisen, den wir in Zukunft noch weiter verbessern wollen. Dazu gehören auch Antworten auf kritische Fragen bezüglich Strategie oder der Ergebnisse. Wir wissen, dass uns der Beirat hier stark fordern wird. Und das ist gut, denn das bringt uns weiter.

OnlineReports: Können Sie zwei konkrete Beispiele nennen, mit denen die BKB ihre Nachhaltigkeits-Bilanz schon heute deutlich verbessert?

Sturm: Wir haben in den letzten Jahren vor allem unsere Energie- und Klimabilanz massiv verbessert. So haben wir den Gesamtenergie-Verbrauch und die Klimabelastung gegenüber 2013 um rund 45 Prozent gesenkt. Wir beziehen heute zu 100 Prozent erneuerbare Energien. Im Bereich Mobilität haben wir unseren kleinen Wagenpark im Jahr 2015 auf leise und emissionsfreie Elektrofahrzeuge umgestellt und damit ausgezeichnete Erfahrungen gemacht.

OnlineReports: Aber wie stellen Sie sicher, dass das neue Gremium nicht einfach eine Etikette bleibt – also: wieviel Einfluss soll der Beirat haben?

Sturm: Der Beirat hat insbesondere über die jährliche Berichterstattung einen direkten Draht in den Bankrat. Ich kann versichern, dass sowohl die Geschäftsleitung wie auch der Bankrat reagieren werden, wenn wir mit unserer Nachhaltigkeits-Strategie nicht auf Zielkurs sind.


"Die Agenda wird vom Beirat
grundsätzlich selbst festgelegt."



OnlineReports:
Hat diese Nachhaltigkeits-Strategie der BKB auch einen ganz direkten Kundennutzen?

Sturm: Die Entwicklung neuer nachhaltiger Angebote für unsere Kundinnen und Kunden ist eine der wichtigsten Stossrichtungen. Wichtig ist uns dabei, dass wir neue nachhaltige Angebote entwickeln, die für ein breites Publikum attraktiv sind.

OnlineReports: An welchem bereits bestehenden Vorbild hat sich die BKB bei der Aufgaben-Definition und der Auswahl der Beiräte orientiert?

Sturm: Wir haben den Beirat der Bank Coop genauer angeschaut. Da wir noch mehr Wirkung erzielen wollen, liegen die Aufgaben des neuen Beirats stärker im strategischen Bereich. Auch wollen wir einen von der Bank komplett unabhängigen Beirat. Diese Unabhängigkeit zeigt sich auch dadurch, dass der Beirat bei Rücktritten eigenständig die Nachfolge regelt.

OnlineReports: Nach welchen Kriterien erfolgte die Berufung der fünf Persönlichkeiten?

Sturm: Nachhaltigkeit ist ein breites Themenfeld. Wir haben sichergestellt, dass der Beirat diese breite Expertise abdeckt.

OnlineReports: Ist der Beirat in der Behandlung seiner Themen völlig frei oder erhält er von der Konzernleitung auch Dossiers zur Bearbeitung überreicht?

Sturm: Der Beirat hat gemäss seinem Reglement primär die Aufgabe, die Nachhaltigkeits-Strategie zu begleiten und die Ergebnisse kritisch zu bewerten. Die Agenda wird aber grundsätzlich vom Beirat selbst festgelegt. So hat er bereits an seiner ersten, konstituierenden Sitzung das Dossier zu unserem neuen Verhaltenskodex für die nächste Sitzung trakandiert.

OnlineReports: In welcher Kadenz soll sich der Beirat treffen?

Sturm: Mindestens zweimal jährlich.

OnlineReports: Welche Zielvorgabe soll der Nachhaltigkeits-Beirat nach den Vorstellungen der Konzernspitze erfüllen?

Sturm: Wir wollen den im BKB-Gesetz vom Parlament definierten und vom Volk in der Abstimmung bestätigten Leistungsauftrag vorbildlich erfüllen. Der Beirat soll uns dabei unterstützen, aber auch kritisch hinterfragen.

OnlineReports: Transparenz gehört ebenfalls zur Nachhaltigkeit: Wie transparent können sie die Entschädigung des Beirats machen? Können Sie gar Zahlen nennen?

Sturm: Die Basisentschädigung beträgt 2'000 Franken pro Jahr, die des Vorsitzenden 3'000 Franken. Zusätzlich wird pro Sitzung ein Honorar von 500 Franken ausgerichtet. Wir werden diese Entschädigungen selbstverständlich im Geschäftsbericht publizieren.

10. November 2016

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"Ich gehe nicht, weil ich keine Lust mehr habe"

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vom 25. September 2018
über den Rücktritt von
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Er geht also nicht Oder die Kunst der korrekten Komma-Setzung.

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In einem Satz


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Steigende Bildungs- und Sozialkosten belasten das Ergebnis der Gemeinde Reinach, so dass für 2019 ein Defizit von 1,67 Millionen Franken budgetiert werden muss.

Olivier Aebi wird per 1. Februar 2019 neuer CEO des Basler Ingenieur- und Planungsunternehmens Gruner AG und Nachfolger von Kurt Rau ab, der die Gruner-Gruppe interimistisch leitet.

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• Am 1. Oktober beginnen in Basel die Vorarbeiten für den Bau des unterirdischen Kunstmuseum-Parkings mit der Umlegung unterirdischer Leitungen.

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• Der FCB-Captain und Innenverteidiger Marek Suchy hat sich am 12. August im Spiel gegen den FC Sion einen Teilriss der Achillessehne am linken Fuss zugezogen und fällt damit für unbestimmte Zeit aus.

• Die Wirtschafts- und Abgabekommission des Grossen Rates unterstützt den "Basler Kompromiss" zur Umsetzung der Steuervorlage 17 und stimmt dem Ratschlag der Regierung mit einer Änderung zu.

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Pierre Lavielle, der Präsident des EuroAirport-Verwaltungsrats, ist am 2. August unerwartet gestorben.

• Verschiedene Baselbieter Gemeinden wie Therwil oder Gelterkinden haben aufgrund der Trockenheit ein totales Verbot des Abbrennens von jeglichen Feuerwerkskörpern (Raketen, Vulkane, Heuler usw.) erlassen, bevor auch der Kantonale Krisenstab ein generelles Verbot aussprach.

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Patrick Huber wird im August neuer Geschäftsführer der Basler Bankenvereinigung (BBVg) als Nachfolger von Raphael Vannoni.
 
"Parterre Basel" ist die neue Pächterin des Basler Konzertlokals "Atlantis" am Klosterberg.

Ueli O. Kräuchi, Geschäftsführer des Verbandes Basellandschaftlicher Gemeinden (VBLG), gibt die Leitung der VBLG-Geschäftsstelle per 31. März 2019 altershalber ab.

• Das Bürgerspital Basel übernimmt per 1. Januar 2019 die Spektrum Werkstätte für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung der Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) Basel.