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"Keine junge Leserschaft mehr": BaZ-Redaktion am Aeschenplatz

Die "Basler Zeitung" vor dem grössten Abbau ihrer Geschichte

Redaktion muss aus Kostengründen 22 Vollstellen sparen / Ein Viertel des Personalbestandes bricht weg


Von Peter Knechtli


Die "Basler Zeitung" (BaZ) steht vor dem grössten Abbau ihrer Geschichte: Die 100-köpfige Redaktion muss aus Kostengründen 22 Stellen einsparen. Damit bricht fast jede vierte Redaktionsstelle weg. Acht Redaktoren sind von einer Kündigung betroffen. Grund für die drastischen Massnahmen ist die Wirtschaftskrise, aber auch die Konkurrenz durch Gratiszeitungen und Online-Medien.


Heute Donnerstag ist ein schwarzer Tag für die führende politische Tageszeitung der Nordwestschweiz. Am frühen Nachmittag gab die "Basler Zeitung" das "umfassende Massnahmenpaket" bekannt, was der Verwaltungsrat der Basler Zeitung Medien (BZM) soeben beschlossen hatte.

27 Personen betroffen, acht Kündigungen

Auf der gut 100-köpfigen Redaktion werden 22 Vollstellen abgebaut, in die sich 27 Personen teilen. Dabei sind acht Redaktoren von einer Kündigung betroffen. Die verbleibenden 14 Vollstellen werden durch vorzeitige Pensionierungen - so der frühere Wirtschaftschef Felix Erbacher, der für Beilagen und Spezialprojekte zuständige Freddy Widmer, Leserbrief-Redaktor Peter Zweifel oder Bundeshaus-Redaktor Niklaus Ramseyer - und natürliche Abgänge eingespart.

Laut einer heute Nachmittag veröffentlichten Medienmitteilung liegt ein Sozialplan vor, der allerdings von der Redaktion nicht akzeptiert wird (siehe Box unten). Dabei ist zu bedenken, dass der Abbau faktisch noch grösser ist als die genannten Zahlen: Schon letztes Jahr wurden - etwa im Wirtschafts- oder im Lokalressort - frei werdende Stellen nicht mehr besetzt. Etwas detaillierter liess sich die Gewerkschaft Comedia vernehmen: Danach seien 25 Personen direkt betroffen, die sich in 22,5 Stellen teilen. Davon würden 8 Mitarbeitende entlassen, 11 frühpensioniert und 6 Abgängerinnen und Abgänger nicht ersetzt.

Wirtschaftschef muss gehen

Nach ersten möglicherweise unvollständigen Informationen von OnlineReports kommt es im Inlandressort mit dem Schwerpunkt Bern/Bundeshaus zu den grössten Verschiebungen. Im Lokalteil trifft es eine Redaktorin und einen Redaktor. Betroffen ist ebenso eine Stelle im Auslandressort und in der Produktion. Die ranghöchste Kündigung betrifft den erst vor einem Jahr angestellten Chef der Wirtschaftsredaktion. Die Fronten wechselt der langjährige Wirtschaftsredaktor Stefan Schuppli: Er geht zu Sascha Wigdorovits' "Contract Media" nach Zürich. Im Auslandressort kommt es zu einer Änderungskündigung: Ein Redaktor wechsel in die Leserbrief-Redaktion, deren bisheriger Betreuer frühpensioniert wird.

Die "Basler Zeitung" werde "auch nach der Reorganisation weiterhin als 4-Bund-Zeitung in bewährter Blattstruktur erscheinen". Unverändert im Tabloid-Format bleibt das Kulturmagazin, ebenso das unter dem damaligen Chefredaktor Ivo Bachmann eingeführte neue Layout. Dagegen wird der zusätzliche Samstags-Bund "Wochenende" per Ende Februar eingestellt. Einzelne Rubriken und Gefässe daraus werden ins normale Redaktionsangebot übernommen. Das "Magazin" erscheint weiterhin als Beilage zur abonnierten Samstag-Auflage. Ein "straffer Seitenplan mit punktueller Einsparung je nach aktuellem Bedarf" ermögliche eine "kostengünstigere, jedoch nach wie vor flexible Produktion". 

Meister Rotstift führt Regie

Das Unternehmen "Basler Zeitung" steckt nach Jahrzehnten der teilweise grandiosen Rentabilität in einer äusserst schwierigen Phase. Auf allen Ebenen wird der Rotstift angesetzt. Wie OnlineReports schon Ende Oktober berichtete, verlor die BaZ innerhalb von fünf Jahren 20 Prozent der Leserschaft, die Auflage sank kontinulierlich weiter, erst unter die 100'000-Marke, derzeit liegt sie unter 94'000 Exemplaren.

Die Zeitung leidet unter einem Phänomen, das auch die meisten andern politischen Tageszeitung an den Grundfesten angreift: Die zahlende Kundschaft altert und stirbt weg, im Abonnentenstamm wächst aber keine junge Leserschaft nach. Sie informiert sich aus den Gratisblättern und zunehmend auch aus dem Internet, das Nachrichten ebenfalls kostenlos anbietet. Hauptgrund für die tiefgreifende Reorganisation ist für Verwaltungsratspräsident Matthias Hagemann die "Finanzkrise, die in eine Wirtschaftskrise ausgewachsen ist", was sich vor allem in den schwindenden Stellenanzeigen bemerkbar macht.

Auf die Frage, ob es sich beim heute bekannt gewordenen Stellenabbau um die letzte Sparrunde in diesem und im nächsten Jahr handle, sagte Hagemann vorsichtig: "Wir sind damit gerüstet für eine normale Rezession. Aber alle Horror-Szenarien sind darin nicht inbegriffen." Nicht äussern wollte sich der BaZ-Präsident zum strategischen Fokus des Streichkonzerts. Chefredaktor Matthias Geering werde kommenden Dienstag "die Details der neuen Organisation" bekanntgeben. Hagemann: "Wir wollen an unserer Zeitung so wenig wie möglich ändern. Die Richtung stimmt." 

Print-Konzern in der Transformation

Dabei befindet sich die "Basler Zeitung" erst am Anfang einer Jahre dauernden Transformation mit ungewissem Ausgang: Vom klassischen Druck- und Zeitungskonzern, ausgestattet mit einer 80 Millionen Franken teuren Rotationsdruckmaschine, hin zum digitalen Anbieter. Schon im Sommer letzten Jahres verstärkte das Unternehmen nach einer Phase der Stagnation die Online-Präsenz durch den Eintritt in den Kooperations-Verbund "NewsNetz" mit der führenden Zürcher Tamedia ("Tages-Anzeiger", "SonntagsZeitung", "20 Minuten") und der Berner Espace Medien ("Berner Zeitung"). Damit verschaffte sich die BaZ eine massive Angebots-Vergrösserung und eine wachsende Online-Leserschaft.

Doch mit diesen Schritt verbunden sind auch unternehmenskritische Aspekte. Zum Einen konkurrenziert "BaZ Online" ihre eigene gedruckte Zeitung, wenn sie - was mediengerecht wäre - ihren Zeitvorsprung konsequent ausnützte. Zum Andern verwässert sie mit der Zürich/Bern-Kooperation ihr eigenes unternehmerisches Profil: Der Einfluss insbesondere des "Tages-Anzeiger"-Inputs auf "BaZ Online" ist ebenso unverkennbar wie die technische und wohl auch konzeptionelle Führerschaft von Tamedia. Ein weiterer Wirtschaftsredaktor - Stefan Schuppli - wechselt in die PR-Branche zu Sascha Wigdorovits "Contract Media" nach Zürich.

Wie lange noch selbstständig?

Damit einher geht die in Basel grassierende Dauer-Frage, wie lange die "Basler Zeitung Medien" noch als selbstständiges Unternehmen und die "Basler Zeitung" als unabhängiges, von Basel aus gesteuertes Informationsmedium überleben kann. Hartnäckig bis an den Rand der Ungeduld bekräftigt BZM-Präsident Matthias Hagemann seit Jahren, sich als autonom bestimmendes Familienunternehmen so lange wie möglich vom Einfluss der finanziell potenteren Zürcher Medienkonzerne wie insbesondere der Tamedia fern zu halten ("Unabhängigkeit ist oberstes Unternehmensziel"). Auch in teilweise scharfen redaktionellen Kommentaren grenzte sich die frühere Redaktionsleitung immer wieder von der als gefrässig dargestellten Zürcher Medien-Macht ab.

Als Zeichen der Rückbesinnung auf eigene Stärken kann auch die einem eigentlichen Befreiungsschlag gleichkommende Kündigung der Verpachtung des Anzeigenraums an die "Publigroupe" (früher: "Publicitas" oder "P" genannt) auf Anfang letzten Jahres betrachtet werden. Dieser Kraftakt dokumentiert die Entschlossenheit der "Basler Zeitung", den Inserateverkauf in die eigenen Hände zu nehmen, was laut ihren Angaben mit Erfolg geglückt ist. Diese Pachtvertrags-Kündigung ist delikat: Die "Publigroupe" ist zu 37 Prozent an der "Basler Zeitung Medien" beteiligt. Dem Vernehmen nach ist der Rechtsstreit um den Hinauswurf der "P" noch nicht ausgefochten.

"Von mir aus mit Grönland"

Allen Absichtsbeteuerungen zum Trotz mehren sich die Anzeichen von Kooperationen der "Basler Zeitung" insbesondere mit der Tamedia: Online-"NewsNetz", Beteilung an der Gratiszeitung "News", gemeinsames Wochenend-"Magazin", Inserateverbund "Metro-Pool", gemeinsame Abonnements-Aktivitäten von BaZ und "SonntagsZeitung". Möglich, so Hagemann, seien künftig auch gemeinsame Aktivitäten im Lokalradiobereich. Schon im August 2006 erklärte Präsident Hagemann im Gespräch mit OnlineReports bildhaft, wie er sich Kooperationen vorstellt: "Von mir aus mit Grönland, wenn sie Sinn machen."

Eine der grossen Fragen, die sich stellt, ist jene nach dem 37-Prozent-Paket der "Publigroupe", das nach der Pacht-Kündigung für den Lausanner Inserate-Riesen kaum mehr von grosser Bedeutung ist. Im Falle einer Verkaufsbereitschaft stehen zwei Varianten im Vordergrund: Übernahme durch die Familie Hagemann als Folge des im Aktionärsbindungsvertrag vorgesehenen Rückkaufsrechts oder Verkauf an ein Medienunternehmen. Im letzteren Fall könnte wiederum der Tamedia-Verlag als potenzieller Haupt-Interessent in Frage kommen. Matthias Hagemann sagte OnlineReports kürzlich: "Dieses Aktienpaket macht nur Sinn für jemand, der mit uns auskommen und kooperieren will."

Bald nur noch ein Schweizer Zeitungs-Riese?

Heute Nachmittag sagte Hagemann zu OnlineReports, Tamedia sei für die BaZ ein "guter und fairer Partner". Er könne sich vorstellen, dass es in der Schweiz in zehn Jahren mit der Tamedia nur noch ein grosses Zeitungsunternehmen gibt, das mit Regionalverlagen kooperiert – und mit Springer nur noch ein grosses Zeitschriftenunternehmen, sofern Ringier verkauft.

15. Januar 2009

Weiterführende Links:


Redaktion akzeptiert Sozialplan nicht

Die BaZ-Redaktion veröffentlichte heute Donnerstagnachmittag ein Communiqué mit folgendem Wortlaut:

"Die Redaktion der Basler Zeitung nimmt mit Bestürzung zur Kenntnis, dass der Verwaltungsrat der Basler Zeitung heute beschlossen hat, 22,5 der 105,6 Vollzeitstellen (Redaktion, Layout, Korrektorat) abzubauen. Davon sind 25 Kolleginnen und Kollegen betroffen. Das entspricht  einem Kahlschlag, nämlich rund einem Fünftel der Gesamtredaktion.

Wie uns mitgeteilt wurde, werden 11 Kolleginnen und Kollegen frühpensioniert, 8 Kolleginnen und Kollegen entlassen, der Rest durch sechs freiwillige Abgänge eingespart.

Die Solidarität innerhalb der Redaktion ist gross: Gestern Abend noch konnten dank freiwilligen Pensenreduktionen zwei Entlassungen vermieden werden. Wir hoffen sehr, dass sich die Unternehmensleitung ebenso engagiert verhält – und gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern einen fairen Sozialplan aushandelt. An einer Versammlung, an der 91 Mitglieder der Redaktion anwesend waren, wurde einstimmig beschlossen, den von der Unternehmensleitung vorgelegten Sozialplan nicht zu akzeptieren, im Gegenzug wurden klare Forderungen verabschiedet.

Für die Frühpensionierten annehmbar, sind die Bedingungen für die Entlassenen deutlich schlechter als noch im Sozialplan, der bei der letzten Sparrunde vor fünf Jahren ausgehandelt wurde. Gerade deshalb hoffen wir darauf, dass die Verlegerfamilie sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst ist und sich gegenüber den entlassenen Kolleginnen und Kollegen grosszügig zeigt. Zumal sich die Arbeitsmarktsituation für Angestellte in Printmedien in den letzten Monaten massiv verschlechtert hat.

Nebst der Sorge um eine sozialverträgliche Lösung sorgt sich die Redaktion auch um die Zukunft der Zeitung. Mit einem Fünftel weniger Stellen kann das bisherige Angebot dieser Zeitung so nicht mehr aufrechterhalten werden. Wir sind sehr gespannt darauf, von der Geschäftsleitung zu erfahren, wie die Basler Zeitung unter den neuen Voraussetzungen aussehen soll."


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"Die Sanduhr rieselt"

Man kann es drehen und wenden wie man will: Sämtlichen Tageszeitungen in der Schweiz geht es mies. Sogar die weltberühmte NZZ musste kürzlich zurückrudern und entlassen, darunter auch Redaktoren. Die Gratiszeitungen beschleunigen den Prozess nur noch. Die BaZ baute in den letzten Jahren stetig ab, die Qualität der Artikel lässt schwer zu wünschen übrig. Der politische Wischiwaschi-Kurs der Monopolzeitung in Basel lässt fast nur noch gähnende Langeweile aufkommen. Schlecht geschrieben, oft mit Schreib- und Kommafehlern gespickt, macht es keine rechte Freude mehr, das Lokalblatt zu lesen. Der Tag wird kommen, an dem es in der deutschsprachigen Schweiz nur noch eine Zeitung, mit Regionalteilen versehen, geben wird. Soweit kann es kommen, wenn man als Platzhirsch keine Konkurrenz mehr fürchten muss: Satt und träge dahindümpeln, ohne klare Einstellung, kaum Visionen. Mit Wehmut fallen mir die "Basler Nachrichten" ein, die mit geschliffenen, klugen Artikeln ein schweizweit gern gelesenes Blatt waren. Tempi passati. Natürlich sägen die elektronischen Medien auch munter am Ast der Monopolzeitungen. Die Sanduhr rieselt. Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat deren zwei.


Eric Cerf, Basel



"Zweifel an den nötigen Ideen"

Die "Basler Zeitung" ist für alle zu wichtig, um jetzt Häme und negative Stellungnahmen zu verbreiten. Als langjähriger Fotograf und Kaufmann hat es bis zur jetzigen Selbständigkeit gedauert, um herauszufinden, was relevant und nachhaltig ist. Es brauchte mehrere Krisen. Es ist zwar vielleicht gut und schön, wenn Familie Hagemann die ganze Macht hat, aber ob dann auch die nötigen Ideen einfliessen, darf bezweifelt werden. Man kann dem Mehrheitsbesitzer keinen Vorwurf machen, wenn er den richtigen Weg nicht weiss. Höchstens dass zulange gepröbelt wurde, ohne die potenziellen Leser richtig zu befragen. Basel/Region braucht eine effiziente Print/Online-Info-Drehscheibe. Wenn das nicht bald gelingt, wird es rabenschwarz, unabhängig von Pharmahöchstumsätzen und der Zahl der Multimilliardären.


Michael Przewrocki, Basel



"Welchen Leitsätzen folgt die BaZ überhaupt?"

Als Tochter eines ehemaligen BaZ-Redaktors habe ich noch die Fusion zwischen "Basler Nachrichten" und "National-Zeitung" erlebt. Die Aufregung war gross, die übernommenen Journalisten beruhigten sich aber schnell und der Wirtschaftsaufschwung bescherte der "Basler Zeitung" rosige Zeiten.

 

Obschon ich also die Aufs und Abs des Verlagshauses der Familie Hagemann mitbekommen habe, kann ich mir zum ersten Mal schwerlich vorstellen, dass die Qualität des Blattes aufrechterhalten bleibt. Nicht nur entsprechen die bis jetzt publizierten Namen in etwa denjenigen auf meiner Best-List der lesenswerten Journalisten. Auch lässt mich dieses Blatt, das nur noch durch sein Layout von sich reden macht, komplett im Unklaren darüber, welche journalistischen Leitsätzen es folgen will, wen es ansprechen will und warum ich mich jeden Tag auf die BaZ freuen soll.

 

Bei allem Verständnis für nötige Umstrukturierungen sehe ich, ganz ehrlich, nicht mehr so klar, weshalb ich die BaZ weiterhin abonnieren soll. Dankbar für jeden Grund wünsche ich den ausscheidenden Journalisten und Journalistinnen eine gute Zukunft.


Erika Paneth, Basel



"Das sollte der BaZ zu denken geben"

Eine Zeitung, zwei Artikel, drei Meinungen und derselbe Inhalt – sind der BaZ jetzt die Themen ausgegangen? Da verreisst Patrick Marcolli genüsslich den Film "Ruhe Bitte! – Sitzung im Parlament" von Hüsseiyn Akin und am nächsten Tag können wir in der selben Zeitung von Philip Loser lesen, wie interessant und wertvoll der Film ist.

 

Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten, über sinnvollen Journalismus schon. Was uns die BaZ in der letzten Zeit immer öfter bietet, sind reine Füller, wohl damit die Seiten nicht so leer wirken. Wo wird jetzt gespart? In der Redaktion. Das bedeutet doch nichts anderes, als dass immer mehr Journalismus auf dem Gratisblattniveau in die Spalten kommt. Da kann man getrost auf ein Zeitungsabonnement verzichten. Denn die Gratiszeitungen stocken im Journalistischen auf und werden immer besser und dadurch mehr gelesen. Das vor allem sollte den BaZ-Besitzern und Redaktoren zu denken geben.


Daniel Kobell, Basel



"Ich erhielt nie eine Antwort"

Ich hatte seit meiner Immigration aus dem Raum Zürich vor 34 Jahren ohne Unterbruch ein BaZ-Abo. Nachdem ich mich mehrmals über unsauberen Journalismus in dieser Zeitung geärgert und 2- bis 3mal dies auch schriftlich mitgeteilt, aber nie eine Antwort bekommen hatte, entschloss ich mich zur Kündigung des Abos. Ich habe auch diese nochmals begründet, wiederum hat sich kein Bein dafür auch nur im Allergeringsten interessiert. Dabei wäre ich auch heute noch an einer einigermassen lesbaren Zeitung zum Frühstück sehr interessiert, die Gratisblätter lese ich nie und die abonnierte Wochenzeitung füllt diese Lücke eben auch nicht. Aber dort, wo ich eine derart geringe Wertschätzung erhalte, ist es mir für mein sauer verdientes Geld schlicht und ergreifend zu schade. So einfach ist das.

 

P.S. Ich bin erst 52 jahre alt, werde also noch jahrzehntelang als Leserin taugen, so Gott will!


Brigitte Wenger Sahin, Basel



"Zeitungen sind ideal für Hintergrund"

Der Artikel von Peter Knechtli über den Personalabbau bei der BaZ stimmt nachdenklich. Online-Nachrichten stellen zweifellos eine ideale Ergänzung zu Artikeln in Printform dar, können aber Zeitungslektüre meines Erachtens nicht ersetzen, und was die Gratisblätter bieten ist kaum mehr als "Konfetti-Journalismus". Für einen ausführlichen Hintergrund-Bericht bevorzuge ich immer noch die Zeitung oder eben die BaZ, wo vor kurzem beispielsweise ein ausführliches Portrait des schillernden italienischen Politikers Giulio Andreotti, aus Anlass seines 90. Geburtstages, erschienen ist. Und auch für lokale Berichterstattungen ist die Zeitung das ideale Forum. Wo kann sich auch in Zukunft die junge Generation vertiefend ihre Meinung bilden? Sicher nicht mit 20-Zeilen-Artikeln in den Gratisblättern.


Albert Augustin, Gelterkinden


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Theater Basel

"Die Dreigroschenoper"
RückSpiegel


In ihrem Bericht über die "FDP Baselland auf seltsamen Wegen" (Schlagzeile) nimmt die Basler Zeitung zentral auf einen OnlineReports-Primeur über den neu auftauchenden Namen Daniel Recher Bezug.

Die Kommentar-Plattform Infosperber geht auf die Berichterstattung von OnlineReports zum Mord an Martin Wagner ein.

In ihrem Kommentar zu "Lukas Engelberger, der Pressezensor" nimmt die Basler Zeitung eine Metapher ("medienrechtliche Namesburka") von OnlineReports auf.

InsideParadeplatz.ch empfahl den Lesern die Lektüre des OnlineReports Porträts des getöteten Medienanwalts Martin Wagner.

Die OnlineReports-Erstnachricht über den gewaltsamen Tod des Basler Wirtschaftsanwalts Martin Wagner in Rünenberg haben unter anderen der Tages-Anzeiger, BZ Basel, Le Temps, Tageswoche, 20 Minuten, Watson, Telebasel, die Volksstimme, der Blick und nau.ch aufgenommen.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über die gerichtliche Niederage von Polizei-Offizier Bernhard Frey Jäggi nach.

Die Basellandschaftliche Zeitung und 20 Minuten nahmen die OnlineReports-Nachricht über die geplante Massenentlassung bei der "Küschall AG" in Witterswil auf.

In ihrer Übersicht über die Schweizer Online-Newsmedien ging die NZZ auch auf OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung zog die OnlineReports-News über den Entscheid des Basler Appellationsgerichts gegen die Nichtanhandnahme der Strafanzeigen von Staatsanwältin Eva Eichenberger und Strafgerichtspräsident Lucius Hagemann durch die Obwaldner Oberstaatsanwältin Esther Omlin im Fall "Lehrer H." nach.

In ihrem Artikel über die "Berlusconisierung von links" zitiert die Weltwoche aus dem "dem gutinformierten Basler Internetdienst OnlineReports".

In seinem Bericht über die Gefährlichkeit des Basler Centralbahnplatzes geht Barfi auf einen OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2001 ein, der damals schon die Probleme thematisierte.

Blick, Tages-Anzeiger, Basler Zeitung, BZ Basel, 20 Minuten und Barfi bezogen sich in ihren Artikeln über die Schüsse einen Mann in der Basler Innenstadt auf einen News-Primeur von OnlineReports.

Der Tages-Anzeiger und 20 Minuten nahmen in ihren Berichten über den gefährlichen Zwischenfall mit einem Intercity-Zuges der SBB in Stein-Säckingen auf OnlineReports Bezug.

In ihrem Interview mit der neuen BVB-Präsidentin Yvonne Hunkeler nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung nahm den OnlineReports-Feature über den Einbruch im Restaurant "Dalbestübli" auf.

Die Volksstimme zitierte in ihrer Presseschau über die Säuli-Metzgete in Sissach aus der OnlineReports-Reportage.

Im Bericht über Rechtsprobleme des Bordells an der Basler Amerbachstrasse zitiert Barfi aus OnlineReports.

Ausführlich geht die Basler Zeitung auf einen kritischen OnlineReports-Gastkommentar über den Eigenmietwert-Steuerfall um Rösly M. ein.

In seinem Beitrag über "Die Basler Sinnkrise" zitiert der Tages-Anzeiger aus dem OnlineReports-Leitartikel "Willkommen im Baselbiet: Nichts geht mehr", in dem es um einen "Kanton in der Sinn-Krise" geht.

barfi, die BZ Basel, die Tageswoche, die Badische Zeitung und das Baublatt haben die OnlineReports-Story über den Abbruch des "Rostbalkens" und die geplanten Hochhäuser beim Basler Bahnhof SBB aufgenommen.
 
Infosperber.ch geht in einem Kommentar über das "Dauer-Bashing" der Behörden durch die Medien auf die Konter-Position von OnlineReports ein.

Weitere RückSpiegel

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"Das alles andere als erstaugustige Wetter heute"

BZ Basel
Wetterprognose
im Newsletter
vom 2. Februar 2018
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Das ist aber ein zweitauglustiger Satz.

In einem Satz


• Der Frauenanteil in den Aufsichtsgremien von staatsnahen baselstädtischen Betrieben liegt per 1. Januar 2018 bei 40,9 Prozent und übertrifft somit die geforderten 33,3 Prozent deutlich.

• Da SP-Landrat Hannes Schweizer per 31. März als Präsident der Bau- und Planungskommission zurückritt, schlägt die SP-Fraktion als seinen Nachfolger den Frenkendörfer Urs Kaufmann vor.

• Die SP Pratteln-Augst-Giebenach lanciert eine Petition zur Erhaltung des Schalters der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB) in Pratteln.

BaselArea.swiss wird ab März im Mandat die Geschäftsführung des Switzerland Innovation Park Basel Area AG übernehmen.

Thomas Kessler, der frühere Basler Stadt- und Kantonsentwickler, wird Leiter eines von den AZ Medien für die "BZ Basel" ins Leben gerufenen Publizistischen Beirats.

• Nach Vandalenakten und einer Einbruchserie fordert die Riehener CVP von den Behörden "endlich die wirksame Umsetzung längst bekannter Forderungen" zur Erhöhung der Sicherheit.

• Der Münchensteiner Gemeinderat hat die Durchführung des "Tension Festivals" vom 31. Juli im Gartenbad St. Jakob sowie auf den angrenzenden Volleyball-Feldern unter Lärmauflagen bewilligt, nachdem letztes Jahr zahlreiche Beschwerden eingegangen waren.

Hans-Peter Ulmann, seit 1996 CEO von Psychiatrie Baselland, tritt auf 30. Juni 2019 in den Ruhestand.

• Im Jahr 2017 verhängte die Basler Kantonspolizei im Zusammenhang mit dem FC Basel 17 Rayonverbote – davon sieben an Fans von Gastmannschaften –, während der FC Basel acht Stadionverbote anordnete, von denen fünf Fans von Gastmannschaften betrafen.

• Die Gemeinde Allschwil plant eine Erneuerung und Erweiterung der Parkanlage sowie rund 140 Wohnungen auf dem Areal Wegmatten zwischen Baselmattweg und Bachgraben.

Thomas Bretscher wird ab 1. Februar neuer Geschäftsführer des "Business Park Laufental & Thierstein" und damit Nachfolger von Daniel Fiechter.

• Die Riehener CVP verlangt eine generelle Aufgabenprüfung (GAP), um die Diskussion um Aufgaben und Leistungen der Gemeinde und die dafür benötigten Ausgaben und Einnahmen zu versachlichen.