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"Sehr offen, sehr hart, sehr geradlinig": Neuer Roche-Präsident Franz B. Humer

"Martin Ebner hat Konzernleitung zu Unrecht massiv kritisiert"

Fritz-Gerber-Nachfolger Franz B. Humer über seine Pläne als neuer Präsident des Pharmakonzerns Roche


Von Peter Knechtli


Nach der Depression wird das Pharmageschäft von Hoffmann-La Roche Wachstum und Gewinn wieder steigern. Dies sagte der neue Roche-Präsident und Konzernchef Franz B. Humer im Interview mit OnlineReports. Humer signalisiert aber auch, dass Personalabbau eine wichtige Massnahme zum Kostenabbau sein wird. Über Martin Ebner sagt der Gerber-Nachfolger, eine Sonderbehandlung des oppositionellen Grossaktionärs sei "weder möglich noch wünschenswert".


OnlineReports: Was geht Ihnen nach der Wahl zum Roche-Präsidenten durch den Kopf?

Franz B. Humer: Die sehr grosse Verantwortung und die Hochachtung vor dem Vorgänger. Fritz Gerber hat ganz Erhebliches geschaffen. Es wird meine Aufgabe sein, zusammen mit dem neuen Führungsteam Roche weiter vorwärts zu bringen.

OnlineReports: Wie wird Ihre Beziehung zu Ihrem Förderer Fritz Gerber aussehen, der dem Verwaltungsrat als Vertreter des Familienpools weiterhin angehören wird?

Humer: Ich hatte mit Herrn Gerber immer eine gute Beziehung und eine enge Zusammenarbeit, die von gegenseitiger Offenheit und sehr starkem Vertrauen geprägt war. Das wird auch weiterhin so sein.

OnlineReports: Auch der frühere Finanzchef Henri Meier behält ein Büro in der Roche und bleibt Verwaltungsrat. Wird es nötig sein, dass Sie sich gegen die beiden erfahrenen Kräfte durchsetzen müssen?

Humer: Es ist falsch, von "durchsetzen" zu sprechen. Ein Verwaltungsrat arbeitet auf kollegialer Basis, so dass man bei schwierigen Entscheiden Übereinstimmung erzielt.

OnlineReports: Besteht nicht die Gefahr, dass Sie Ausführungsorgan der beiden operativ stark erfahrenen Verwaltungsräte werden?

Humer: Starke Leute im Verwaltungsrat führen zu Diskussionen und Debatten und schliesslich zu einer besseren Strategie. Dadurch werden auch die Checks and Balances sichergestellt. Wie Sie ja wissen, haben wir eine Reihe von sehr erfahrenen Unternehmerpersönlichkeiten im Verwaltungsrat wie Nestlé-Chef Peter Brabeck und Walter Frey.

OnlineReports: Fühlen Sie sich an der Roche-Spitze akzeptiert? Aus Ihrem Umfeld verlautet, Sie trügen "napoleoneske Züge".

Humer: Ich glaube nicht, dass ich napoleonesk bin. Wir haben ein sehr gutes Team, mit dem ich sehr gern zusammen arbeite. Wir können auch über Probleme sehr offen, sehr hart, sehr geradlinig diskutieren.

"Wir haben Gott sei Dank Aktionäre, die langfristig denken."



OnlineReports: Wie schätzen Sie das Klima im oberen und mittleren Management Ihres Unternehmens ein?

Humer: Wir haben eine gesunde Aufbruchstimmung. In den letzten beiden Jahren haben wir die Konzernleitung stark erneuert und verjüngt. Dieses Team hat sich gut formiert.

OnlineReports: Besteht nicht die Gefahr, dass die Motivation der Kader sinkt, wenn die Boni und die Kurse der Valoren purzeln?

Humer: Sicher schaut das Kader auf den Aktienkurs. Und wir sind mit der Kursentwicklung nicht zufrieden. Aber die Motivation hat darunter nicht gelitten. Vielmehr dient uns der gegenwärtige Aktienkurs als Ansporn, die Situation zu verbessern.

OnlineReports: Welchen Grad an Unterstützung durch die Eigentümer-Familien nehmen Sie wahr?

Humer: Ich spüre eine sehr gute Unterstützung durch die Familie. Die Familie ist durch André Hoffmann und Andreas Oeri im Verwaltungsrat vertreten. Beide Herren wirken sehr aktiv mit.

OnlineReports: In den letzten zwei Jahren hat Roche 60 Milliarden Franken Börsenwert eingebüsst. Wie erklären sie diese Erosion Ihren Aktionären und Ihren Kadern, die Optionen halten?

Humer: Wir haben Gott sei Dank Aktionäre, die langfristig denken. Und langfristig sind unsere Genussscheine und Aktien sehr gute Papiere, weil sich unsere Strategien langfristig durchsetzen werden.

OnlineReports: Welches wird Ihre Strategie sein?

Humer: In der Vitamin-Division wollen wir die Kostenführerschaft weltweit erhalten und die Marktführerschaft sicherstellen. Bei der Sparte Diagnostics, wo wir weltweit die Nummer eins sind, wollen wir weiterhin zweistellig wachsen, die Profitabilität an jene der führenden Pharmafirmen heranführen und mitbestimmen, wie sich der Diagnostika-Markt insgesamt entwickeln wird ...

OnlineReports: ... das Spannendste und an der Börse Entscheidende ist die Königsdivision Pharma.

Humer: Hier geht es darum, dass wir in gewissen Therapiebereichen eine führende Stellung innehaben wie beispielsweise in der Onkologie oder bei Transplantationen. Es geht aber auch darum, wieder auf einen Wachstumsweg zu kommen. Wir haben im letzten Jahr nicht das Wachstum erreicht, das wir uns erhofft haben.

"Wir nehmen den Einbruch
der Pharma-Verkäufe sehr ernst."



OnlineReports: Die Pharma-Verkäufe, Genentech nicht eingerechnet, sind letztes Jahr um zwei Prozent eingebrochen, während der Weltmarkt um gegen neun Prozent wuchs. Sind das keine Warnsignale?

Humer: Wir nehmen diese Entwicklung sehr ernst. Der Grund dieses Ergebnisses ist in den USA der Patentablauf der beiden wichtigen Produkte "Dormicum" für Anästhesie und "Ticlid" bei Schlaganfall. So haben wir in sechs Monaten Umsätze von 600 Millionen Franken verloren.

OnlineReports: Aber diese Einbusse war vorauszusehen. Nur fehlte es rechtzeitigem Nachschub aus der Pipeline.

Humer: Dies stimmt so nicht. Wir haben in den letzten 5 Jahren 10 neue Produkte eingeführt, und zahlreiche Schlüsselprodukte weisen ein zweistelliges Wachstum auf.

OnlineReports: Wie wollen Sie die Pharmadivision fit machen?

Humer: Durch Innovation, Innovation, Innovation. Durch neue Produkte und die noch effizientere Durchsetzung dieser neuen Produkte am Markt.

OnlineReports: In welchen Pharma-Märkten ist Roche zu schwach?

Humer: Im Gebiet der Spitäler und der Spezialisten haben wir besonders starke Stellungen. Beim Allgemeinpraktiker dagegen sind wir nicht so stark. Diesen Bereich wollen wir im Verlauf der Jahre verstärken. Ein besonderes Augenmerk gilt dem US-Markt.

"Ich wehre mich gegen den Eindruck,
der Glanz von Roche sei ermattet."




OnlineReports: Beobachter sagen, der Glanz von Roche sei ermattet.

Humer: Gegen diesen Eindruck wehre ich mich. Wir sind in den letzten drei Jahren immerhin Weltmarktführer bei Diagnostica geworden und trotz des Zerfalls der Vitaminpreise ist es uns gelungen, die Kostenführerschaft zu erhalten und gegen die Chinesen sehr erfolgreich am Markt aufzutreten. In der Pharma-Division haben wir wichtige neue Produkte erfolgreich auf den Markt bringen können.

OnlineReports: Immerhin hat ein Drittel der Aktionärsstimmen dem Verwaltungsrat die Décharge verweigert.

Humer: Das stimmt nicht. Die Zahl bewegt sich im einstelligen Promillebereich. Richtig ist, dass neben Herrn Ebner die im Verwaltungsrat sitzenden Vertreter der Gründerfamilien naturgemäss sich nicht selbst entlastet haben. Ihr bekanntlich grosser Stimmenanteil schlug sich in einer hohen Zahl von Stimmenthaltungen nieder.

OnlineReports: Wie begegnet Roche Ihrem Bedeutungsverlust in den USA, dem grössten Pharmamarkt der Welt?

Humer: Wir haben in den letzten Monaten eine ganze Reihe von Massnahmen eingeleitet und unter anderem den Geschäftsführer der amerikanischen Tochtergesellschaft ausgewechselt. Wir sind auch sehr aktiv dabei, die Kosten an die geänderte Verkaufssituation anzupassen und neue Produkte hinein zu lizenzieren. Es wird uns wieder möglich werden, Wachstum wie Gewinn zu steigern.

"Herr Ebner ist mit Roche-Aktien langfristig
auch ganz gut gefahren."




OnlineReports: Wie wollen sie mit dem oppositionellen Grossaktionär Martin Ebner zusammenarbeiten?

Humer: Herr Ebner ist ein langjähriger und wichtiger Aktionär von Roche. Wir haben mit ihm ein gutes Verhältnis. Es ist aber weder möglich noch wünschenswert, dass man einzelne Aktionäre anders behandelt als andere. Und ich glaube, Herr Ebner ist mit unseren Aktien langfristig auch ganz gut gefahren. Wir haben im Moment ein Tief. Daraus werden wir wieder herausfinden.

OnlineReports: Macht es Ihnen keine Mühe, wenn Ebner mit markigen Worten die "Familienherrschaft" geisselt?

Humer: Ich kann mich nur zu Corporate Government äussern, an der ich sehr interessiert bin. Wir haben bei Roche nicht nur einen starken Verwaltungsrat, sondern auch aktive Verwaltungsratsausschüsse, die sehr gut funktionieren und nur durch nicht-operative Verwaltungsräte besetzt sind und sehr harte Fragen stellen und manchmal stark ins Detail gehen. Dieser Teil von Corporate Government funktioniert ganz ausgezeichnet.

OnlineReports: Wo sehen Sie noch Lücken?

Humer: Ich bin überzeugt, dass wir allen Anforderungen an eine moderne Corporate Governance gerecht werden. Zudem passen wir laufend auch unsere Statuten an neue Erfordernisse an, wie wir dies letzte Woche an der Generalversammlung machten.

OnlineReports: Ebner hat an der Generalversammlung diese Woche massivste Kritik an der Konzernleitung geübt - zu Unrecht?

Humer: Ganz sicher zu Unrecht. Wenn Herr Ebner die Zusammensetzung des Verwaltungsrates beanstandet, kann ich nur sagen, dass ich wenige vergleichbare Gremien mit einem ähnlich breit abgestützten Team von hochprofessionellen Personen aus Wirtschaft und Akademie kenne.

OnlineReports: Der SVP-Nationalrat, Autounternehmer und Ebner-Vertraute Walter Frey wurde soeben neu in den Roche-Verwaltungsrat gewählt. Welches sind seine Qualitäten?

Humer: Er ist ein international erfolgreicher, unabhängiger Unternehmer. Er leitet ein grosses Unternehmen mit Niederlassungen in Deutschland und Frankreich, beides Länder in denen wir sehr stark sind. Auch hat er ein sehr grosses Beziehungsnetz in Japan. Japan ist der zweitgrösste Pharmamarkt der Welt und dies ist kein einfacher Markt. Da ist die Erfahrung von Herrn Frey sicherlich höchst willkommen.

"Im rein Geschäftlichen, Organisatorischen
und Psychologischen haben wir
den Vitamin-Skandal überwunden."




OnlineReports: Wie fest belastet der Vitamin-Skandal Roche noch?

Humer: Der Vitamin-Skandal war eine sehr unerfreuliche Angelegenheit. Von der finanziellen Seite her gehen wir davon aus, dass die Rückstellungen reichen, die wir im Jahr 1999 gemacht haben, um die noch ausstehenden Zahlungen zu begleichen. Wir erwarten den Entscheid der EU in der zweiten Hälfte dieses Jahres. Wir haben die nötigen Lehren gezogen und intern das Bewusstsein mit intensiver Schulung geschärft. Im rein Geschäftlichen, Organisatorischen und Psychologischen haben wir den Vitamin-Skandal überwunden.

OnlineReports: Nach dem frühen Kauf von Syntex und Genentech fuhr Roche die im Pharmabereich die Strategie, aus eigener Kraft zu wachsen. Gilt diese Devise auch heute noch?

Humer: Ja, denn Grösse um der Grösse willen ist weder ein erstrebenswertes noch ein profitables Ziel. Was gerade im Pharmageschäft viel wichtiger ist, ist die Fähigkeit, aus Forschung und Entwicklung neue Produkte kostengünstig und schnell an den Markt zu bringen. Gleichzeitig gibt uns unsere Kriegskasse die nötige Flexibilität, auf Entwicklungen rasch reagieren zu können.

"Roche steht nicht vor einem grossen Deal."




OnlineReports: Über 20 Milliarden Franken liegen in dieser Kasse. Steht Roche vor einem grossen Deal?

Humer: Nein.

OnlineReports: Nach unseren Informationen führte Roche mit Novartis vor einem halben Jahr Kooperations- oder gar Fusionsgespräche. Können Sie dies bestätigen?

Humer: Nein. Wir kommentieren keine Gerüchte.

OnlineReports: Diese Gespräche seien dann durch Roche - konkret durch Sie - wieder abgebrochen worden.

Humer: Auch dies ist ein Gerücht.

OnlineReports: Novartis hat eine Börsenkapitalisierung von gegen 190 Milliarden Franken, Roche ist gerade noch 104 Milliarden Franken Wert. Vor zwei Jahren lag Roche noch deutlich vor Novartis. Dieser Zerfall ist doch dramatisch.

Humer: Sicherlich sind wir mit dem Kursverlauf nicht zufrieden. Wir werden aber die nötigen Massnahmen ergreifen, um auch an der Börse wieder eine bessere Position zu erreichen. Es handelt sich um eine ganze Reihe von Programmen, um das Wachstum der Verkäufe wieder zu beleben und unsere Kostenstruktur zu verbessern.

"Es ist im Moment noch zu früh, über konkrete Personalabbau-Massnahmen zu sprechen."




OnlineReports: Plant Roche erneut einen grösseren Personalabbau?

Humer: Es ist noch viel zu früh, über konkrete Massnahmen zu sprechen.

OnlineReports: In welcher Grössenordnung wird in den USA reduziert?

Humer: Wir sind derzeit in den USA daran, ein ganzes Paket von Massnahmen zur Verbesserung von Wachstum und Profitabilität zu prüfen und werden darüber zu gegebener Zeit umfassend informieren. Für konkrete Zahlen ist es noch zu früh.

OnlineReports: Wann geht es mit Roche wieder aufwärts - sowohl bezüglich operativem Gewinn wie bezüglich der Aktienkurse?

Humer: Ich erwarte im zweiten Halbjahr eine Verbesserung unserer Verkäufe im Pharmabereich.

OnlineReports: Und wie wird das Ergebnis aussehen, das Sie nächstes Frühjahr präsentieren werden?

Humer: Wir werden Mitte April die Zahlen des ersten Quartals bekanntgeben.

OnlineReports: Welcher Teil Ihres Firmenreichs macht Ihnen am meisten Freude?

Humer: Mir macht das ganze Unternehmen riesig Freude. Es ist eine faszinierende Aufgabe, einen Konzern wie Roche zu steuern. Dieser Wechsel in der Medizin, der sich in der Forschung heute abspielt, ist gewaltig.

"In zwanzig Jahren wird man
Präventionsmassnahmen einleiten,bevor
die Krankheit ausgebrochen ist."




OnlineReports: Welche Handschrift wollen Sie als Präsident und CEO dem Roche-Konzern aufdrücken?

Humer: (Überlegt lange) Ein Konzern, der so lange von einem Mann wie Fritz Gerber geführt wurde, hat natürlich auch eine Kultur und eine Strategie entwickelt. Es geht mir darum, diese Strategie konsequent weiter zu verfolgen, denn die Fokussierung auf die Kerngebiete, auf die Innovation, die Stärkung der Innovationskraft und an vorderster Front bei der Medizin-Revolution dabei zu sein, das wird mein Ziel sein. Uns steht eine gewaltige Revolution bevor.

OnlineReports: Ihre Begeisterung über den "Wechsel in der Medizin", wie Sie es nennen, wird mit Händen greifbar?

Humer: Wir werden in zwanzig Jahren Krankheiten behandeln, die wir heute nicht behandeln können. Dann wird man auf das Jahr 2000 zurück schauen und sagen: Das waren Methoden wie im Mittelalter.

OnlineReports: Wie werden die neuen Methoden aussehen?

Humer: Das Verhältnis von Arzt, Patient und Gesundheitssystem wird sich grundlegend ändern. In Zukunft wird man beispielsweise aufgrund des genetischen Codes gewisse Krebsarten sehr frühzeitig testen und die Wahrscheinlichkeit, diesen Krebs zu entwickeln, prozentual berechnen können. Man wird dann frühzeitig Präventionsmassnahmen einleiten, bevor die Krankheit ausgebrochen ist. Heute gibt es Mittel, die nur bei der Hälfte der Patienten Wirkung entfalten. In Zukunft werden wir massgeschneidert Medikamente anbieten können, von denen wir genau wissen, bei wem sie wie wirken.

OnlineReports: Ihnen eröffnet sich somit, falls die Patienten mitmachen, ein gigantischer neuer Markt - das Präventions-Medikament.

Humer: Ja, wir werden die ganze Gamme verkaufen - von der Diagnose über die Prävention bis zur Therapie und Nachbehandlung.

"Aus unserer Sicht macht eine kapitalmässige Entflechtung der Roche
von Genentech keinen Sinn."




OnlineReports: Was versprechen Sie sich von der neuen Zusammenarbeit mit dem isländischen Unternehmen deCode auf dem Gebiet der DNA-Diagnostik?

Humer: Davon verspreche ich mir eine wesentliche Beschleunigung von neuen Testmethoden gerade auf dem Gebiet der Krebsforschung.

OnlineReports: Sie haben Martin Ebners Forderung, Roche und Genentech kapitalmässig zu entflechten, entschlossen abgelehnt. Ist dies immer noch Ihre Meinung?

Humer: Ich habe dies nicht als Forderung, sondern eher als Denkanstoss empfunden. Aus unserer Sicht macht eine solche Entflechtung für uns keinen Sinn. Denn Genentech ist für uns auch eine Quelle neuer Produkte.

OnlineReports: Wie wollen Sie das Verhältnis von Roche zu Genentech künftig gestalten?

Humer: Wir wollen die Forschungszusammenarbeit in einer Reihe von Bereichen noch vertiefen und die globale Entwicklung der gemeinsamen Produkte erreichen.

"Wenn es die strategischen Möglichkeiten
notwendig machen, wäre die Familieauch bereit,
über eine Einheitsaktie nachzudenken."




OnlineReports: Wird bis in zwanzig Jahren auch die Einheitsaktie eingeführt sein?

Humer: Die jetzige Kapitalstruktur hat uns nicht gehindert, das Unternehmen nach unseren Plänen zu entwickeln und grosse Akquisitionen zu tätigen. Wir haben auch genügend liquide Mittel angehäuft. Gleichzeitig will die Familie die Unabhängigkeit des Unternehmens bewahren. Wenn es die strategischen Möglichkeiten notwendig machen, wäre sie aber auch bereit, über eine Einheitsaktie nachzudenken. Aber im Moment gibt es keine Notwendigkeit, darüber zu philosophieren.

OnlineReports: Wann werden Sie die Division Vitamine und Feinchemikalien verkaufen oder verselbständigen?

Humer: Im Moment gibt es keine Pläne und auch keine Verhandlungen, die mit einer Veräusserung zu tun haben.

9. April 2001


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Basler Zeitung
vom 16. November 2019
über die Anhörung von
Marie Yvanovitch,
der früheren US-Boschafterin
in der Ukraine
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Falschübersetzung des englischen Begriffs "smear campaign", was nicht "Schmierenkampagne", sondern "Verleumdungskampagne" heisst.

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