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"Europäische Nummer": BGV-Direktor Bernhard Fröhlich

Gebäudeversicherung BL: Seit 20 Jahren unveränderte Prämie

Elementarschäden weiterhin unerwünschte Wachstumstreiber – einschränkendes Gesetz vermutlich ab 2017 in Kraft


Von Peter Knechtli


Die Basellandschaftliche Gebäudeversicherung (BGV) erzielte im letzten Jahr einen Gewinn von 44 Millionen Franken. Zu ihrem Glück blieben die versicherten Schäden mit 18 Millionen Franken unterdurchschnittlich – die Prämien bleiben seit 20 Jahren unverändert.


Jedes Gebäude – ob Einfamilienhaus, Kirche oder Industriekomplex – muss gegen Elementar-, Wasser- und Grundstückschäden versichert werden. Im Baselbiet ist es die unter staatlicher Aufsicht stehende, privatwirtschaftlich geführte "Basellandschaftliche Gebäudeversicherung", die dafür sorgt, dass ihre Bürger und Liegenschaftseigner vor existenziell relevanten Schäden geschützt werden. Direktor Bernhard Fröhlich ist Jahr für Jahr stolz, dass er seinen Kunden eine "unverändert tiefe" Prämie ankündigen kann.

Sehr solide Reserven

Seit 1999 haben sich die jährlichen Versicherungsbeiträge nicht verändert. Eine Bonus-Ausschüttung an die Kunden sei aber erst möglich, wenn die firmenintern gesteckten Reserve-Ziele erreicht seien. Fröhlichs Politik in seinem 65 Mitarbeitende starken Betrieb und der langjährige Schadensverlauf haben dafür gesorgt, dass die BGV ausgewiesene Reserven in Höhe von 610 Millionen Franken bilden konnte.

Diese von Finanzchef und Vizedirektor Silvan Koch als "solide" bezeichnete Summe sei nötig, um im unberechenbaren Geschäft mit Feuer- und Wasserschäden auf der "sicheren Seite" zu stehen. Autonomie ist der BGV wichtig. Fröhlich: "Wir wollen nicht, dass der Kanton uns in einem Extremfall unterstützen muss." Sonst komme rasch die Forderung, auf dieses Geschäftsmodell zu verzichten.

Erfreuliche Kapitalerträge

Wie schon 2013 war auch das vergangene Jahr aus der Sicht der Versicherer erfreulich: Mit einer Schadenhöhe von 18 Millionen Franken und Prämieneinahmen von 46,6 Millionen Franken blieben die Ausgaben weit unter dem Durchschnitt von 30 Millionen Franken. Doch wer weiss schon, wann wie im Jahr 2007 ein Hochwasser die Stadt Laufen und andere Gebiete überschwemmt (damalige Schadensumme 80 Millionen Franken) oder 1999 der Sturm "Lothar" ausschlaggebend für ein Loch von über 70 Millionen in der Kasse sorgte. Die Schäden verteilten sich letztes Jahr auf folgende Kategorien: Feuer 5,1 Millionen Franken, Elementar 1,8 Millionen, Wasser 10,7 Millionen und Grundstück 0,5 Millionen.

Ausschlaggebend für den Gewinn von 44 Millionen Franken (bei einem Betriebsergebnis von 10,8 Millionen Franken) war der günstige Schadensverlauf und die soliden Kapitalerträge auf Immobilienanlagen, die sich auf 33 Millionen Franken belaufen. Landesweit liegt das BGV-Prämienniveau im unteren Drittel, bezüglich tiefer Verwaltungskosten sei sein Unternehmen gar Spitzenreiter, sagte Fröhlich heute Mitwochmorgen bei der Präsentation der Jahresergebnisse.

Eingekauft wird bei der Zürcher Feuerwehr

Damit Kosten für Schäden und Feuerwehr sinken, sind sowohl die Gebäudeversicherung wie auch die Politik am Werk. So gelten seit Jahresbeginn schweizweit die überarbeiteten und aktualisierten Brandschutz-Vorschriften, die laut Fröhlich vor allem für die KMU 80 Prozent Erleichterungen und nur 20 Prozent strengere Auflagen vorsehen. So könne in vielen Fällen auf spezielle Brandschutztüren verzichtet werden.

Schon seit Anfang 2014 in Kraft ist das neue kantonale Feuerwehrgesetz, das unter anderem mit dem Kirchturm-Denken bei der Beschaffung von Ausrüstungen aufräumt. Diesbezüglich, so Fröhlich, habe auch ein Umdenken in den Feuerwehren eingesetzt. Die lange übliche eigennützige Denkweise sei "völlig weg". So erfolgt heute der kostensparende gemeinsame Einkauf der Brandschutz-Bekleidung zusammen mit der kantonalzürcherischen Gebäudeversicherung bei der Zürcher Berufsfeuerwehr. Für die Kosten kommt die BGV auf.

Präventionsgesetz in Vorbereitung

In Vorbereitung steht auch das Brand- und Elementarschäden-Präventionsgesetz, das für die Versicherung "unglaublich wichtig" (Fröhlich) ist, weil es ihr die Möglichkeit gibt, Bauherren von Neubauten in potenziell gefährdeten Zonen laut "Gefahrenkarte" präventiv zu Schutzmassnahmen zu verpflichten und somit die Kosten für vermiedene Schäden zu senken. Nach der parlamentatischen Beratung soll das Gesetz Anfang 2017 in Kraft treten. Neu fungiert die Gebäudeversicherung im Bereich Brandschutz als Fachstelle, die dem Bauinspektorat Auflagen empfiehlt.

Die BGV ist auch stark engagiert in der Balsthaler Feuerwehr-Ausbildungsstätte "International Fire Academy" (IFA) (Fröhlich: "eine europäische Nummer"), die neu auch als Komptenzzentrum für Einsätze bei Tunnelbränden gilt. In Reinach betreibt die Feuerwehr im Auftrag der Gebäudeversicherung eine Art Zeughaus für Auslieferung, Rückgabe oder Umtausch von Feuerwehr-Ausrüstungen.

Wechsel an der Spitze absehbar

Für Direktor Bernhard Fröhlich war es die zweitletzte Jahrespräsentation. Ende 2016 geht er in Pension. Kommenden Herbst wird seine Stelle ausgeschrieben. Wie OnlineReports erfuhr, wird sich Vizedirektor Silvan Koch nicht um die Stelle bewerben.

27. Mai 2015


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"Wegen Lieferproblemen Haben wir keine Ware erhalten. Deswegen Können wir Ihnen leider nicht den ganzen Sortiment anbieten, vor allem leaderprodukte fehlen."

Coop Pronto
Anschlag des
Teams Basel Bahnhof
am 15. Januar 2017
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Auch die Autokorrektur war ausser Betrieb.

RückSpiegel


Die Basellandschaftliche Zeitung nahm die OnlineReports-Nachricht über den erneuten Parteiwechsel von Grossrat Michel Rusterholtz auf.

Die Basellandschaftliche Zeitung griff die OnlineReports-News über den Sammelerfolg des Referendums gegen Alkohol in Jugendzentren auf.

Die OnlineReports-Story über Andrea Strahm und die Präsidiums-Suche der Basler CVP nahmen das SRF-Regionaljournal, die TagesWoche, die Basler Zeitung und die BZ Basel auf.

Das SRF-Regionaljournal, die Basler Zeitung und die BZ online nahmen die OnlineReports-News über den Austritt Daniel Goepferts aus dem Basler Grossen Rat auf.

In ihrem Kommentar über "Die Arroganz der Basler Regierung" (Schlagzeile) nahm die Basler Zeitung Bezug auf eine Schilderung in OnlineReports.

SRF online bezog sich in ihrem Bericht über den ASE-Prozess auf OnlineReports.

Für ihre Sendungen "10vor10" und "Schweiz aktuell" holte das Schweizer Fernsehen Statements bei OnlineReports ein.

Die BZ Basel und 20 Minuten online bezogen sich in ihren Artikel über die Basler CVP-Präsidentin Adrea Strahm auf ihre Kolumnen in OnlineReports.

Die Basellandschaftliche Zeitung nahm die OnlineReports-Nachricht über Platzprobleme des neuen BVB-"Flexity"-Trams am Basler Aeschenplatz auf.

In seinem Bericht über den Anlage-Skandal der ASE Investment ging die Sendung "10vor10" des Schweizer Fernsehens auf die Rolle von OnlineReports bei der Enthüllung des Schwndels ein.

In seinem Bericht über das von Handwerker-Autos besetzte Trottoir in der Basler Centralbahnstrasse nahm das SRF-Regionaljournal auf einen früheren OnlineReports-Artikel Bezug.

Die Basler Zeitung, die BZ Basel, das SRF-Regionaljournal, 20 Minuten online und die SDA nahmen den OnlineReports-Bericht über die Verurteilung des Rappers Ensy auf.

Die Volksstimme beschrieb, wie Peter Knechtli vor 30 Jahren die Brand-Katastrophe von Schweizerhalle erlebte.

Die NZZ zitierte aus dem OnlineReports-Kommentar zu den Basler Regierungsrats-Wahlen.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Der Basler "Mittelstand" hat seit Anfang dieses Jahres mit Remo Ley, der Paul Rüst ablöst, einen neuen Präsidenten.

• Mit 7,3 Millionen Passagieren verzeichnete der EuroAirport im Jahr 2016 mit einer Zunahme von knapp vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr einen neuen Rekord.

• Nach dem Rücktritt von Elisabeth Ackermann als Co-Präsidentin der Basler Grünen als Folge ihrer Wahl in die Kantonsregierung führen interimistisch Harald Friedl und Barbara Wegmann die Partei.

Tobias Brenk ist als Nachfolger der abtretenden "Kaserne"-Chefin Carena Schlewitt neuer künstlerischer Leiter des Theaterfestival Basel.

Gerhard Schafroth, Gründungsmitglied und Gründungspräsident der Baselbieter Grünliberalen, tritt nach fast zehn Jahren aus dem Parteivorstand zurück und überlässt seinen Posten dem 26-jährigen Frenkendörfer Wirtschaftsstudenten Patrick Wolfgang.

• Die Augenkliniken des Kantonsspitals Baselland und des Universitätsspitals Basel arbeiten künftig so eng zusammen, dass sie ihre Angebote miteinander abstimmen und medizinisches Personal austauschen.

• In Liestal werden die Gasstrasse (Abschnitt Rheinstrasse bis Weierweg), der Weierweg und die Rosenstrasse vom Gemeinde- ins Kantonsstrassennetz integriert und umgebaut werden.

Beat Lüthy (54), dreifacher Vater aus Sissach, wird neuer Leiter des Baselbieter Amts für Volksschulen.

• Der ACS beider Basel will gegen die Einführung von "Tempo 30" auf Basler Hauptverkehrsachsen weiter zu kämpfen und den Fall am Beispiel der Sevogelstrasse vor Bundesgericht bringen.

• Mit dem Ziel, dass Basler Jugendzentren alkoholfrei bleiben, hat ein Komitee aus gesundheits- und jugendschutzorientierten Kreisen das Referendum gegen das revidierte Gastgewerbegesetz ergriffen.

• Im Rahmen ihrer Aktion "Noël" hat die Basler Kantonspolizei 36 Langfinger verhaftet.

• Zur Unternehmenssteuer-Reform III haben die Basler SP-Delegierten mit 84 zu 47 Stimmen bei 3 Enthaltungen die Nein-Parole beschlossen.

• In zwei von 27 Enkelbetrugs-Fällen konnten Gangster im Baselbiet gesamthaft 16'000 Franken ergaunern.

• Entgegen der ursprünglichen Absicht bleibt der Polizeiposten Waldenburg aus "regionalpolitischen Gründen" bis auf Weiteres bestehen, wie die Baselbieter Regierung schreibt.

• Die beiden Basler Parteien CVP und EVP führen ihre seit vier Jahren bestehende Fraktionsgemeinschaft im Grossen Rat weiter.

Leila Straumann, die Leiterin der baselstädtischen Abteilung Gleichstellung von Frauen und Männern, übernimmt ab 1. Dezember 2017 das Präsidium der Schweizerischen Konferenz der Gleichstellungsbeauftragten (SKG).

• Die Stimmberechtigten von Sissach haben sich mit 1‘583 Ja- gegen 985 Nein-Stimmen für den Ausbau der Kunsteisbahn zur geschlossenen Eishalle ausgesprochen.

• Grossrätin Beatrice Isler übernimmt den Vorsitz der CVP-Frauen Basel-Stadt als Nachfolgerin der langjährigen Präsidentin Jenny Ch. Wüst.

• Das Budget 2017 von Riehen lässt bei Ausgaben von 112 Millionen Franken einen Überschuss von rund 0,7 Millionen Franken erwarten.

• Weiterhin gleich bleibende Konditionen für Baselbieter Steuerzahlende: Der Vergütungszins für das Jahr 2017 bleibt bei 0,2 Prozent, der Verzugszins bei 6 Prozent.

• Das aus Vertretern von BDP, FDP, LDP und SVP bestehende überparteiliche Komitee "Nein zum überteuerten Kasernen-Umbau" hat mit knapp 2'900 Unterschriften das Referendum gegen das vom Grossen Rat beschlossene Projekt eingereicht.

Markus Balmer wird neues Mitglied der IWB-Geschäftsleitung und neuer Leiter des Geschäftsbereichs Vertrieb als Nachfolger des kürzlich verstorbenen Patrick Schünemann.

• Die Reinacher Gemeinderätin Bianca Maag-Streit wird ab 1. Januar 2017 Präsidentin des Verbandes Basellandschaftlicher Gemeinden (VBLG) und damit Nachfolgerin von Peter Vogt, Gemeindepräsident von Muttenz.