© Foto by OnlineReports.ch
"Wir fordern mehr ein": Grossverteiler Hansueli Loosli

Coop wird der grösste Online-Detailhändler der Schweiz

Der Detailhandelskonzern erzielte letztes Jahr 45 Millionen Franken Umsatz über Online-Bestellungen


Von Peter Knechtli


Der Detailshandelskonzern Coop ist mittlerweile der grösste Online-Supermarkt der Schweiz. Dies erklärte Hansueli Loosli, Vorsitzender der Geschäftsleitung, an der heutigen Bilanzmedienkonferenz in Muttenz. Auch bezüglich der Marktstellung hat Coop Grund zur Freude: Das Unternehmen hat bei einem Umsatz von 15,6 Milliarden Franken wieder Marktanteile gewonnen.


Der Online-Einkauf sei "ganz klar ein Bedürfnis", sagte Loosli heute Dienstagmorgen gegenüber OnlineReports. Bereits 45 Millionen Franken beträgt der Umsatz, den Coop letztes über Online-Bestellungen generierte. Dies sind 38 Prozent mehr als im Vorjahr. Wie der Chef des zweitgrössten Schweizer Detailshändlers weiter ausführte, erweiterte Coop letzten August das Sortiment an Online-Produkten von 4'000 auf 10'000. Gleichzeitig wurde das Online-Angebot mit dem Wein-Shop zum neuen Verkaufsformat coop@home zusammengefasst.

"Damit", freute sich Loosli, "verfügt Coop nun über das grösste Online-Angebot der Schweiz." Angeboten werden die Produkte, die dem Bedürfnis eines Wocheneinkaufs entsprechen, Frischprodukte, Tiefkühlkost und über tausend Weine aus aller Welt. Zeitgerechtbeliefert wird ein potenzielles Einzugebiet von 60 Prozent der Schweizer Haushalte. Für kommendes Jahr rechnet Loosli mit einer weiteren Umsatzzunahme um zehn Millionen Franken. In den ersten beiden Monaten dieses Jahres wuchs der Online-Umsatz um 20 Prozent. Im Jahr 2009 soll der Online-Supermarkt schwarze Zahlen schreiben. Zufrieden zeigte sich Loosli auch über die Entwicklung in der Region Basel.

Aggressivere Preispolitik angekündigt

Zufrieden sein kann der Coop-Chef ("ein guter Jahresabschluss", "Coop ist finanziell kerngesund") aber auch mit seinem gesamten Unternehmen, dem 45'500 Mitarbeitende angehören. Dies, nachdem die letzten beiden Abschlüss einen rückläufigen Verlauf dokumentiert hatten. Der Gruppenumsatz stieg um 4,7 Prozent auf 15,6 Milliarden Franken, wobei der Detailumsatz um 4,6 Prozent auf 14,7 Milliarden Franken (Migros: 1,2 Prozent) anstieg. Dieses Resultat wertete Loosli deshalb besonders positiv, weil Coop 270 Millionen Franken in Preissenkungen investierte. Gleichzeitig erhöhte sich das Jahresergebnis um 14,8 Prozent von 270 auf 310 Millionen Franken. Trotz wachsender Konkurrenz auch aus dem Ausland erhöhte Coop den Marktanteil von 15 auf 15,4 Prozent. Auf die Frage eines Journalisten, wer denn an Marktanteilen verloren habe, antwortete Loosli sibyllinisch: "Die Andern."

Marketingchef Jürg Peritz kündigte denn auch eine aggressivere Preispolitik durch Produktivitätssteigerungen bei noch besserer Leistung an, mit der Coop den Marktanteil halten oder ausbauen will.

Verpflichtung zur CO2-Reduktion

Neben den traditionell stark forcierten Bio-Produkten plant Coop nun auch beträchtliche Aktivitäten zum Klimaschutz, wie an der Medienkonferenz bekannt wurde: Als erste Detailhandelsunternehmen in der Schweiz ging Coop Zielvereinbarungen zur CO2-Reduktion mit der Energieagentur der Schweizer Wirtschaft ein. Danach verpflichtete sich der Konzern, den CO2-Ausstoss in den Verkaufsstellen um 30 Prozent und in den Verteilzentralen und Produktionsbetrieben um 16 Prozent zu senken. Erste Minergie-Projekte seien im Bau, zehn Verkaufsstellen kämen bereits ganz ohne Fremdenergie für Heizung aus, sagte Loosli.

Weil die Schadstoff-Emissionen "nicht auf Null" gesenkt werden könnten, richtete Coop zudem einen Kompensations-Fonds in Höhe von maximal 1,5 Millionen Franken pro Jahr ein. Damit könnten nach ersten Berechnungen die Geschäftsreisen und alle Flugtransporte vollumfänglich abgedeckt werden. Dazu sollen vor allem im Ausland Wiederaufforstungen gefördert und Abholzungen vermieden, stark energiesparende Geräte und Leuchtmittel gefördert und verbilligt und klimaneutrale Energie durch den Bau von auf Nachhaltigkeit ausgelegten Anlagen gefördert werden.

Mindestlohn auf 3'500 Franken erhöht

Loosli betonte, Coop fordere von seinen Mitarbeitenden mehr und biete ihnen anderseits auch mehr. So erhalten alle Mitarbeitenden mit Bruttomonatslohn von weniger als 4'500 Franken monatlich 100 Franken mehr. Der Mindestlohn wurde auf 3'500 Franken erhöht.

Video-Statement: Coop-Chef Hansueli Loosli

13. März 2007


 Ihre Meinung zu diesem Artikel
(Mails ohne kompletten Absender werden nicht bearbeitet)

www.onlinereports.ch - Das unabhängige News-Portal der Nordwestschweiz

© Das Copyright sämtlicher auf dem Portal www.onlinereports.ch enthaltenen multimedialer Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) liegt bei der OnlineReports GmbH sowie bei den Autorinnen und Autoren. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Veröffentlichungen jeder Art nur gegen Honorar und mit schriftlichem Einverständnis der Redaktion von OnlineReports.ch.

Die Redaktion bedingt hiermit jegliche Verantwortung und Haftung für Werbe-Banner oder andere Beiträge von Dritten oder einzelnen Autoren ab, die eigene Beiträge, wenn auch mit Zustimmung der Redaktion, auf der Plattform von OnlineReports publizieren. OnlineReports bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen darum, Urheber- und andere Rechte von Dritten durch ihre Publikationen nicht zu verletzen. Wer dennoch eine Verletzung derartiger Rechte auf OnlineReports feststellt, wird gebeten, die Redaktion umgehend zu informieren, damit die beanstandeten Inhalte unverzüglich entfernt werden können.

Auf dieser Website gibt es Links zu Websites Dritter. Sobald Sie diese anklicken, verlassen Sie unseren Einflussbereich. Für fremde Websites, zu welchen von dieser Website aus ein Link besteht, übernimmt OnlineReports keine inhaltliche oder rechtliche Verantwortung. Dasselbe gilt für Websites Dritter, die auf OnlineReports verlinken.

fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
"Die Basler Stadtgärtnerei behauptet, dass es mit den Wegwerfgrills besser geworden sei."

BZ Basel
Newsletter vom
15. Mai 2018
fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

Eine höchst interessante Aussage. Sie braucht nur noch in den Verständlichkeits-Modus transferiert zu werden.

Veranstaltungs-Hinweis

 

OFFENE TORE
zu historischen Wohnbauten
am Sa/So 26./27. Mai
Zahlreiche Gratis-Führungen in sehenswerten Altstadt-Häusern in Basel und in der ganzen Schweiz. Eine Aktion des Vereins DOMUS ANTIQUA HELVETICA aus Anlass des Europäischen Kulturerbejahres 2018.

Genauere Informationen und Online-Anmeldung für Gratis-Tickets über www.domusantiqua.ch/offenetore

RückSpiegel


Die BZ Basel nahm in ihrer Meldung über Christian Kellers Abgang bei der "Basler Zeitung" Bezug auf eine vorangegangene Nachricht in OnlineReports.

Barfi.ch
und die Gundeldinger Zeitung zogen die OnlineReports-Meldung über den Velofriedhof am Basler Bahnhof SBB weiter.

Die OnlineReports-Erstnachricht vom Tod des ehemaligen Basler Regierungsrates Lukas "Cheese" Burckhardt wurde von Barfi.ch, der BZ Basel, die Basler Zeitung, vom SRF-Regionaljournal und von der Nachrichtenagentur SDA aufgenommen.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Meldung über die Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft zum Urteil gegen den Basler Datenschnüffler-Polizisten auf.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über den Einbürgerungs-Streit der drei baselstädtischen Bürgergemeinden mit dem Kanton Basel-Stadt und den Gang ans Bundesgericht nach.

Die Schweiz am Sonntag schrieb eine OnlineReports-Nachricht über die rechtlichen Schritte der Wirtschaftskammer Baselland gegen die "Basler Zeitung" ab.

In ihrem Artikel über Markus Ritters Abgang aus dem Basler Präsidialdepartement bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

20 Minuten, die BZ Basel, theworldnews.net, die Basler Zeitung, die Tageswoche, die Bauernzeitung und Telebasel nahmen die OnlineReports-Story über das gescheiterte Projekt von "Urban Farmers" in Basel auf.

Die BZ Basel, die Basler Zeitung und das Regionaljournal zogen die OnlineReports-Meldung über die Schliessung der Basler Buchhandlung "Narrenschiff" nach.

Die Basler Zeitung nahm die OnlineReports-Nachricht vom Tode des früheren BLKB-Bankrats-Präsidenten Werner Degen auf.

In ihrem Bericht über die "FDP Baselland auf seltsamen Wegen" (Schlagzeile) nimmt die Basler Zeitung zentral auf einen OnlineReports-Primeur über den neu auftauchenden Namen Daniel Recher Bezug.

Die Kommentar-Plattform Infosperber geht auf die Berichterstattung von OnlineReports zum Mord an Martin Wagner ein.

In ihrem Kommentar zu "Lukas Engelberger, der Pressezensor" nimmt die Basler Zeitung eine Metapher ("medienrechtliche Namesburka") von OnlineReports auf.

InsideParadeplatz.ch empfahl den Lesern die Lektüre des OnlineReports Porträts des getöteten Medienanwalts Martin Wagner.

Die OnlineReports-Erstnachricht über den gewaltsamen Tod des Basler Wirtschaftsanwalts Martin Wagner in Rünenberg haben unter anderen der Tages-Anzeiger, BZ Basel, Le Temps, Tageswoche, 20 Minuten, Watson, Telebasel, die Volksstimme, der Blick und nau.ch aufgenommen.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Der Baselbieter FDP-Landrat Andreas Dürr wurde als Nachfolger von Urs Schweizer zum neuen Präsidenten des ACS beider Basel gewählt.

• Die Basler Energieversorgerin IWB steigerte 2017 den Umsatz auf 739 Millionen Franken, doch fiel der Jahresgewinn mit 74 Millionen Franken wegen Wertberichtigungen und Rückstellungen um 33 Millionen Franken niedriger aus als im Vorjahr.

• Die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger wurde zur Vizepräsidentin des Schweizerischen Gewerbeverbands gewählt.

• Nach Konditionstrainer Marco Walker verlässt nun auch Fitness-Chef Werner Leuthard (56) per Ende Saison den FC Basel.

Barbara Gafner soll zur neuen Vorsteherin der unabhängigen staatlichen Finanzkontrolle des Kantons Baselland gewählt werden.

• Die Baselbieter FDP-Sektionen Binningen und Bottmingen haben in getrennten Abstimmungen die Fusion zur FDP Binningen-Bottmingen beschlossen.

• Die BKB-Filiale am Basler Neuweilerplatz 1, während der letzten Monate umfassend modernisiert, wurde am Samstag, 5. Mai mit einem Eröffnungsfest für das Quartier (10 bis 16 Uhr) neu eröffnet.

• Die Baselbieter Grünen werden in der Oberwiler Dorfpolitik aktiv, indem sie die Themen und das personelle
Engagement der sich auflösenden Neuen Liste Oberwil (NLO) übernehmen.

• Der Basler Erziehungsdirektor Conradin Cramer übernimmt per 1. Mai das Präsidium der Stiftung "éducation21", einer Fachagentur der Schweizerischen Erziehungsdirektoren-Konferenz (EDK), die sich der Bildung für nachhaltige Entwicklung widmet.

10'454 Patienten weist die Psychiatrie Baselland für das Geschäftsjahr 2017 aus.

Peter Brodmann wird neuer Baselbieter Kantonschemiker und Leiter des Amts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen als Nachfolger von Peter Wenk, der Ende August in Pension geht.

• Die Grünen Baselland nominieren im Hinblick auf die Delegiertenversammlung vom 5. Mai in Olten Landrätin Florence Brenzikofer als Vizepräsidentin der Grünen Schweiz.

• Der Gemeinderat von Birsfelden hat auf einen Vorstoss von Désirée Jaun (SP)beschlossen, als erste Gemeinde in der Nordwestschweiz die Auszeichnung als "Fair Trade Town" anzustreben.

• In der Amtsperiode 2018-2022 bilden die Grünliberalen (GLP) im Einwohnerrat Riehen gemeinsam mit dem parteilosen David Moor eine Fraktion.

• Die Basler Badesaison beginnt im beheizten Sportbad St. Jakob (28. April), in den unbeheizten Becken des Gartenbads St. Jakob (12. Mai), im Gartenbad Eglisee (19. Mai) und im Gartenbad Bachgraben infolge Sanierungsarbeiten (2. Juni 2018).

• Die SP Muttenz hat an ihrer Generalversammlung Kathrin Schweizer einstimmig als Regierungsrats-Kandidatin der SP Baselland nominiert.

• Nach fast zwanzig Jahren Tätigkeit verlässt Moderatorin Tamara Wernli Telebasel, weil sie sich künftig aufs Schreiben konzentrieren will.

• Die Gemeinde Riehen ist laut der Einschätzung des Gemeinderates "weiterhin kein Hotspot für kriminelle Aktivitäten".

Heidi Mück und Tonja Zürcher bleiben laut Wahl durch die Mitglieder für weitere zwei Jahre Co-Präsidentinnen von "Basta".

• Der frühere Basler Grossrat und FDP-Nationalrat Urs Schweizer tritt per 15. Mai 2018 nach 15 Jahren als Präsident des ACS beider Basel zurück.

• Nach den Kontrollen an der vergangenen Basler Fasnacht bleiben Pferde von Chaisen und Vorreitern weiterhin erlaubt.

• Die 43-jährige Elisabeth Heer Dietrich wurde mit 82 von 84 Stimmen glanzvoll zur neuen Baselbieter Landschreiberin gewählt.

• Die Revitalisierung der unteren Wiese hat sich aufgrund der vielen Hochwasser um den Jahreswechsel so stark verzögert, dass das Basler Tiefbaumt sie nicht rechtzeitig vor der Fischschonzeit abschliessen konnte und bis Ende Mai pausieren muss.

• Die Rechnung 2017 des Kantons Basel-Stadt schliesst mit einem Überschuss von 251 Millionen Franken ab und liegt damit 108 Millionen Franken über dem Budget.