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"Man will uns weg haben": IG-Gründungsmitglieder (links oben Präsident Felix Faccini)

Private Bahnhofvorstände widersetzen sich SBB-Abbaustrategie

Stationshalter werfen den SBB "Abschuss auf Raten" vor und gründen eine landesweite Allianz


Von Peter Knechtli


Die zwölf privaten Bahnhofvorstände der Schweiz sehen sich durch die SBB immer stärker an den Rand gedrängt. Deshalb gründeten sie am Samstag in Olten die "Interessengemeinschaft Stationshalter Schweiz". Ziel ist es, gegenüber den Abbauplänen eine starke Lobby aufzubauen.


Bis vor kurzem galten die nicht uniformierten Bahnhofvorstände als innovative Lösung, um stillgelegte oder stillzulegende Bahnhöfe auf privatwirtschaftlicher Basis weiter zu führen. In zwölf meist ländlichen Gemeinden hat sich das kundenorientierte Stationshaltermodell bisher bewährt: Colombier, Eschenbach, Islikon TG, Maienfeld, Melide, Nottwil, Ossingen, Rubigen, Schänis, St. Gallen-Bruggen, Tecknau, Zürich-Wipkingen. Die Jahresumsätze der "Privat-Bahnhöfe" liegen zwischen 300'000 und 2,5 Millionen Franken.

Doch inzwischen ist die Stimmung unter den Stationshaltern auf dem Tiefpunkt. Den Grund sehen sie darin, dass die SBB ihnen gegenüber zunehmend auf Distanz gehen. "Wir sind gar nicht gefragt bei den SBB, uns möchte man am liebsten weg haben", sagte Felix Faccini, Maienfelder Bahnhof-Vorstand und frisch gewählter IG-Präsident, vor der Gründungsversammlung: Andere IG-Gründer sprachen von "Frechheit", "Ignoranz" oder wurden noch deutlicher: "Die SBB betreiben einen Abschuss auf Raten."

Die SBB-Schlinge wird immer enger

Konkret werfen die Stationshalter den SBB vor, durch Verschärfung der Geschäftsbedingungen die Schrauben dauernd anzuziehen. So müssen die finanziell ohnehin wenig grosszügig ausgestatteten Privat-Bähnler bis Ende dieses Jahres das Ticketverkaufs- und Informationssystem "Prisma II" anschaffen, was die jährlichen Kosten auf einen Schlag von heute 8'500 auf 22'000 Franken erhöht. Zudem dürften bestimmte Fahrausweise nicht mehr verkauft werden. Auch versuchten die SBB, die lukrative Generalabonnement-Kundschaft über andere Bestellkanäle abzuwerben und "wichtige Kundendaten vorzuenthalten".

Gegen diese "Strangulierungs-Strategie" (so ein Betroffener) und dem Abbau von Service public will sich die "IG Stationshalter Schweiz" zur Wehr setzen, zumal die zunehmende Schliessung von Billetschaltern dem Kundenwunsch nach persönlicher Bedienung am Bahnhof entgegen laufe.

Die IG soll eine Bewegung werden

Mit ihrer Allianz, die unter einer in allen drei Landessprachen gültigen Marke auftreten will, wollen die privaten Bahnhofbetreuenden nicht unter sich bleiben, sondern per Verein eine Bewegung organisieren: Ihre Mitglieder wollen sie unter ihren Kunden genauso akquirieren wie in Gemeinden, Privatunternehmen - und SBB-Angestellten, deren Bahnhöfe demnächst stillgelegt werden.

27. Januar 2002


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"Einsatz ist sehr lobenswert"

Ich wohne zwischen den Bahnhöfen Marthalen und Ossingen, welcher übrigens auch auf der Abschussliste der SBB steht. Ich finde den Einsatz der Leute, die sich gegen die Schliessung der kleinen Bahnhöfen, die die SBB nicht mehr betreiben will, sehr lobenswert. Ich selber bevorzuge den Bahnhof Ossingen auch dem Bahnhof Marthalen, denn in Ossingen wird man 1. freundlicher bedient und 2. man hat sicher beim ersten mal das richtige Billett, was man von Marthen nicht behaupten kann. Vielen Dank für den Einsatz aller, die sich für ein solches Projekt einsetzten. Weiter so.


Sämi Gmür, Trüllikon



"SBB-Chefetagen müssen umdenken"

Die SBB sind sich anscheinend gar nicht im Klaren, wie wertvoll die Idealisten wie Ueli Pfister als private Stationshalter überhaupt sind. Durch ihr Engagement und ihr Interesse, Leuten das Bahnfahren schmackhaft zu machen, bzw. überhaupt zu ermöglichen, leisten diese einen wertvollen Beitrag zur Förderung des öffentlichen Verkehrs. Sie bringen den SBB einen Mehrertrag, welcher die Kosten für die Bahn bei Weitem übertrifft. Ich kenne viele Leute im Oberbaselbiet, welche den Zug nehmen, weil sie in Tecknau eine optimale Beratung und Betreuung erhalten, denn Zugfahren ist nicht für alle Leute so einfach. In diesem Sinne hoffe ich auf ein Umdenken in den Chefetagen der SBB, denn die Stationshalter sind gute Botschafter und Werbung fürs Bahnfahren. Vielleicht kann man auch aus dem Werbebudget etwas für sie abzweigen.


Alfred Zahler, Sissach


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Weitere RückSpiegel

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"Grausiger Fund in Basel: Leiche verwest mehrere Tage in Psychiatrie-Park"

BZ Basel
Newsletter-Schlagzeile
vom 30. März 2018
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Schlichte Folge eines Suizids, halt.

In einem Satz


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• Nach fast zwanzig Jahren Tätigkeit verlässt Moderatorin Tamara Wernli Telebasel, weil sie sich künftig aufs Schreiben konzentrieren will.

• Die Gemeinde Riehen ist laut der Einschätzung des Gemeinderates "weiterhin kein Hotspot für kriminelle Aktivitäten".

Heidi Mück und Tonja Zürcher bleiben laut Wahl durch die Mitglieder für weitere zwei Jahre Co-Präsidentinnen von "Basta".

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• Die Rechnung 2017 des Kantons Basel-Stadt schliesst mit einem Überschuss von 251 Millionen Franken ab und liegt damit 108 Millionen Franken über dem Budget.

Matthias Hubeli, Leiter des Polizeistützpunkts Liestal und stellvertretender Leiter der Sicherheitsabteilung Ost, wird Geschäftsführer des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests 2022 in Pratteln.

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Naomi Reichlin und Florian Sennhauser gehören neu dem Vorstand der FDP-Sektion Liestal an.

Melchior Buchs (FDP) ist neuer Gemeindepräsident von Reinach, indem er mit 2'544 Stimmen die CVP-Kandidatin Béatrix von Sury (CVP) mit 2'452 Stimmen knapp schlug.

• Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2022 findet laut Beschluss des Eidgenössischen Schwingerverbands definitiv in Pratteln statt.

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• Der Frauenanteil in den Aufsichtsgremien von staatsnahen baselstädtischen Betrieben liegt per 1. Januar 2018 bei 40,9 Prozent und übertrifft somit die geforderten 33,3 Prozent deutlich.

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Thomas Kessler, der frühere Basler Stadt- und Kantonsentwickler, wird Leiter eines von den AZ Medien für die "BZ Basel" ins Leben gerufenen Publizistischen Beirats.

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