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"Ganz intensiv einsteigen": Badische Wein-Promotoren* in Basel

Weinmesse Offenburg will noch mehr Schweizer Besucher anlocken

Die Messe für badische Spitzenweine akquiriert in Basel erneut bisher nicht erreichte Kundschaft


Von Peter Knechtli


Die badischen Winzer wollens wissen: Nach dem Erfolg des letzten Jahres akquirieren sie erneut in Basel begehrte anspruchsvolle Schweizer Kundschaft für die Weinmesse vom 6. und 7. Mai in Offenburg. Dieser Markt war bis vor kurzem gar nicht bearbeitet worden, wie heute an einer Medienpräsentation bekannt wurde.


Weinliebhabende der Nordwestschweiz scheinen begehrt zu sein. Nicht nur, dass sie deutlich mehr Rebensaft geniessen als der europäische Durchschnitt - besonders entwickelt scheint auch ihr Qualitätsanspruch zu sein. Anders ist nicht zu erklären, dass nach der Weinmesse im Rahmen der Mustermesse und der kleinen, aber feinen Messe auf dem Wyschiff auch die badischen Winzer in Basel für ihre Weine warben, die an der Weinmesse in Offenburg Anfang Mai vorgestellt werden.

Vielfalt und hohe Qualität

Schon vergangenes Jahr präsentierte sich der Badische Weinbauverband erstmals in Basel, nachdem der Blick auf die hiesige Kundschaft während Jahrzehnten unnötig schien. So kam es, dass Schweizer Kundschaft an der Messe in Offenburg vollständig fehlte, während die Eidgenossen die Vorstellung pflegten, die badischen Weine seien bestenfalls "angenehme Landweine".

Stimmt nicht. Eine kleine Degustation - eine der angenehmerern Seiten des Journalisten-Daseins - an der heutigen Präsentation machte deutlich, dass die 15'000 Hektar grosse Rebfläche, die sich über 400 Kilometer vom Bodensee über das Markgräflerland bis Tauberfranken erstreckt, ein vielfältiges und qualitativ hochstehendes Angebot an weissen und roten Weinen bietet. Marktbewusst positionieren die Produzenten "Baden als Burgunderland" mit Rebsorten und Geschmacksrichtungen, die nicht austauschbar sind und die sich bewusst "von dem abheben, was es weltweit in viel grösseren Mengen gibt", wie Peter Wohlfahrth, der Geschäftsführer des badischen Weinbauverbandes, betonte.

Anspruchsvolle Liebhaberkundschaft im Visier

Entsprechend sucht auch die Messe Offenburg nicht das Massenpublikum, sondern die anspruchsvolle Liebhaberkundschaft, die auch die aufwändige Präsentation und die kompetente Beratung aus erster Hand schätzt. Gegen 3'200 Besucher wurden vergangenes Jahr gezählt, davon 1,5 Prozent aus der Schweiz, wie Werner Bock, Geschäftsführer der Messe Offenburg-Ortenau, erklärte. Dieses Jahr und auch in den kommenden Jahren soll der Besucheranteil aus der Region Basel und der Schweiz weiter gesteigert werden. Bock: "Wir wollen ganz intensiv in den Schweizer Markt einsteigen". Offenburg liegt nur gerade 120 Kilometer nördlich von Basel und ist per "Intercity" in fünfviertel Stunden erreichbar.

770 Weine, 66 Sekte sowie 55 Brände, Liköre und Cocktails jeder Preisklasse und Qualitätsstufe von gegen hundert Winzern und Brenner können degustiert werden, darunter auch Spezialitäten rein ökologischer Produzenten. Seminare und spezielle gastronomische Angebote runden den Offenburger Genuss-Parcours ab. Der Eintritt beträgt 13 Euro, vom Hauptbahnhof bis zur Messehalle zirkuliert kostenlos ein Shuttle-Bus.

Wein erhalte gesund, schmunzelte Weinbauverbands-Präsident Gerhard Hurst, flankiert von der diesjährigen Weinkönigin Simone Landerer. Auf dass auch die Schweizerinnen und Schweizer ein hohes Alter erreichen. Als Kunden und Käufer.

* von links: Gerhard Hurst, Werner Bock, Peter Wohlfarth

21. April 2006



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"Wer nicht begriffen hat und nicht handelt, hat nicht begriffen."

Basler Zeitung
vom 2. Oktober 2019
über ein Manser-Zitat
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Wer richtig gelesen und korrekt geschrieben hätte, hätte das authentische Zitat dokumentiert: "Wer begriffen hat und nicht handelt, hat nicht begriffen."

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