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"Von Klemme keine Rede": BKB-Führer Hans Rudolf Matter, Willi Gerster

Finanzkrise bringt Basler Kantonalbank über 4'000 neue Kunden

Vertrauen prägt das BKB-Jahresergebnis 2008 / "Nationale"-Beteiligung belastet erfolgreichen Abschluss


Von Peter Knechtli


Der Basler Kantonalbank (BKB) hat die Wirtschaftskrise bisher kaum geschadet: Trotz schwierigen Bedingungen legte das Unternehmen einen erfreulichen Jahresabschluss 2008 vor. Davon zeugen auch die über 4'000 neuen Kunden im letzten Jahr.


Den Begriff "Krisengewinner" hört BKB-Direktionspräsident Hans Rudolf Matter "nicht so gern, weil er einen negativen Beigeschmack hat". Aber Tatsache ist, dass das Stammhaus der Basler Bank mit ihrer Staatsgarantie im Jahr der aufkommenden Bankenkrise darauf setzen konnte, was einigen privaten Grossbanken in beträchtlichem Mass abhanden gekommen ist: Vertrauen.

Bilanzsumme auf neuer Rekordmarke

Aufschluss darüber, wie stark die Bankkunden ihre Gelder von privaten Instituten zur soliden BKB (ohne Berücksichtigung der Bank Coop) transferiert haben, gibt die Tatsache, dass sie im vergangenen Jahr bei über 4'000 neuen Kunden nicht weniger als 18'700 neue Kundenbeziehungen aufbauen konnte, womit sie nun über mehr als 200'000 Kunden verfügt. Das Volumen der Kundengelder stieg um satte 20,1 Prozent auf 10,8 Milliarden Franken. Entsprechend markant erhöhte sich auch die Bilanzsumme um 16,3 Prozent auf eine neue Rekordmarke von 19,4 Milliarden Franken.

Trotz des schwierigen Finanzmarktumfelds erarbeitete die BKB einen Jahresgewinn von 77,9 Millionen Franken, was einem moderaten Minus von 8,9 Prozent entspricht. Der Bruttogewinn lag bei respektablen 251,7 Millionen Franken (-17 Prozent gegenüber dem Rekordergebnis im Jahr 2007).

Zwei Milliarden Franken Neugeldzufluss

Der Neugeldzufluss betrug im vergangenen Jahr zwei Milliarden Franken, die im wesentlichen für Kreditvergaben an Privatpersonen sowie an Firmenkunden in Form kommerzieller Kredite verwendet wurden. Insgesamt erhöhten sich die Kundenausleihungen um fast sieben Prozent auf 10,4 Milliarden Franken. "Von einer Kreditklemme in der Region ist keine Rede", konterte Matter da und dort gehörte Vorwürfe. Ein starkes Wachstum ist auch bei den Bankengeldern zu verzeichnen, "womit die Basler Kantonalbank ihren Beitrag an einen funktionsfähigen Interbankenmarkt leistet", wie sie festhält.

Als "erfreulich" bezeichnete Matter auch den um 3,7 Prozent gestiegenen Erfolg aus dem Zinsengeschäft von 233,6 Millionen Franken, dem wichtigsten Ertragspfeiler der BKB, das 53 Prozent der Gesamterträge ausmacht. Mit 60,5 Millionen Franken liegt das Handelsgeschäft trotz schwieriger Marktverhältnisse nahezu auf den Niveau des Rekord-Vorjahres, was Matter stolz als "fast eine kleine Sensation" bewertete. Negativ entwickelte sich der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft (-17,8 Prozenz). Die Courtagen sanken um einen Viertel, die Erträge aus dem Vermögensverwaltungsgeschäft um mehr als die Hälfte. So blieben die von der Performance abhängigen Gebühren wegen der Börsen-Baisse vollständig aus.

BKB "kerngesund"

Willi Gerster, der nach zwölf Jahren das Präsidium des BKB-Bankrates an Andreas Albrecht abgeben wird, schilderte die Basler Kantonalbank als "kerngesund", auch wenn sie die "indirekten Auswirkungen des aktuell turbulenten Finanzmarktumfelds" auch zu spüren bekomme. Als Grund nannte Gerster die von ihm vorangetriebene hohe Eigenmittelausstattung von 2,2 Milliarden Franken (Matter: "Ein schönes, komfortables Polster"), eine solide Kreditpolitik und ein "risikobewusstes und diversifiziertes Geschäftsmodell". Das "ausgezeichnete Verhältnis" von Bruttogewinn zu Bilanzsumme sei bester Beleg dafür, dass die BKB im Vergleich zu ähnlich positionierten Banken in ihrer "hohen Ertragskraft nach wie vor unerreicht" geblieben sei.

Am Zustand ihrer Bank kann sich auch der Kanton Basel-Stadt freuen: Sie liefert dem Staat gesamthaft 87,2 Millionen Franken ab – eine Summe, die zehnmal höher sei als noch im Jahr 1992, wie Gerster bemerkte. Die Dividende für Partizipationsschein-Besitzende bleibt unverändert bei drei Franken.

Negativer Effekt aus "Nationale"-Beteiligung

Einen leichten Schatten auf den Konzerngewinn legten massive Bewertungskorrekturen aus der BKB-Beteilung von acht Prozent an der Nationale Suisse. Nach Zuschreibungen von 14,3 Millionen Franken im Vorjahr führten Abschreibungen von 23,2 Millionen Franken zu einem Wert, der fast die Hälfte des Konzerngewinn-Rückgangs ausmacht. Trotz günstiger Voraussetzungen steht eine Erhöhung der Nationale-Beteiligung derzeit aber nicht zur Diskussion.

19. Februar 2009


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"Schmierenkampagne" (durch Trump-Anwalt Giuliani angezettelt)

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vom 16. November 2019
über die Anhörung von
Marie Yvanovitch,
der früheren US-Boschafterin
in der Ukraine
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Falschübersetzung des englischen Begriffs "smear campaign", was nicht "Schmierenkampagne", sondern "Verleumdungskampagne" heisst.

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