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"Vor Herkulesaufgabe": Swiss-Air-Lines-Chef André Dosé

Das Swissair-Ideologiezentrum Balsberg dürfte ausgedient haben

Kulturfusion, Standortstreit und Pilotenlöhne: Die Herausforderungen von Swiss-Air-Lines-Chef André Dosé


Von Peter Knechtli


Während die Swissair hart am Rand des finanziellen Abgrunds steht, werden mit der Fusion von Swissair und Crossair die organisatorischen Karten der Schweizer Luftfahrt neu gemischt: Der Zürcher Balsberg als ideologisches Zentrum der alten Swissair dürfte ausgedient haben. Basel-Stadt als zweitgrösster Schweizer Wirtschaftsraum meldet kämpferisch Ansprüche auf eine wichtigere Rolle an. Der neue Swiss-Air-Lines-Chef André Dosé will das neue Flugunternehmen von Basel aus steuern.


Vielleicht sieht die Schweizer Luftfahrt schon bald ganz anders aus. Klar ist, dass die Marken Swissair und Crossair zwar eigenständig weiter bestehen, operativ aber reine Betriebsstätten der Swiss Air Lines werden. Nicht ausgeschlossen ist gar, dass das Herz der Nationalfirma "Swissair" statt auf dem Zürcher Balsberg schon bald auf EU-Territorium am Südende der Oberrheinischen Tiefebene liegt.

Basel will einen starken Teil des Luftfahrt-Kuchens

Dort, am trinationalen EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg, hat André Dosé, 44, den grössten Teil seines Berufslebens verbracht - zuletzt als Crossair-Konzernchef. Seit ihn der Swissair-Group-Verwaltungsrat zum operativen Chef der Swiss Air Lines gewählt hat, sind zumindest klare Indizien spürbar, wonach Basel als zweitstärkster Wirschaftsraum der Schweiz im Flugwesen eine weit wichtigere Rolle spielen will als bisher. Bereits hat Dosé öffentlich angekündigt, weiterhin in Basel und nicht auf dem Zürcher Swissair-Sitz Balsberg zu residieren.

"Basel will den Zeitpunkt nützen
und meldet kämpferisch eine wichtigere Rolle
in der Schweizer Zivilluftfahrt an."



Die Gründe sind nahe liegend: Basel ist Sitz der Crossair, der Flughafen mit seinen jährlich fast vier Millionen Passagieren und 6'300 Arbeitsplätzen wird mit öffentlichen Mitteln massiv ausgebaut und schliesslich soll das flexible Crossair-Geschäftsmodell nach dem Willen des Swissair-Group-Verwaltungsrates die vereinigte Schweizer Luftverkehrsgesellschaft prägen.

"Grössenwahn" in der Swissair-Ideologiezentrale Balsberg

Spitz kommentierten die beiden Basler Regierungen diesen Donnerstag, dass sich auf dem Balsberg "eine Art Grössenwahn" (Finanzminister Ueli Vischer) entwickelt habe, wobei der "zentralistische Gigantismus der Swissair in Zürich gescheitert ist" (Wirtschaftsminister Ralph Lewin).

Dass jetzt auch noch ein veritabler Standort-Krieg in der Luft liegt, stösst der Zürcher Kantonsregierung sauer auf. Volkswirtschaftsdirektor Ruedi Jeker war gemäss seinem persönlichen Mitarbeiter Andreas Hugi über die verbale Schärfe der Basler Offensive "ziemlich irritiert und betroffen". Es sei jetzt "der falsche Zeitpunkt für Standort-Diskussionen". Vielmehr gehe es "um das Gesamtinteresse der Swissair und nicht um standortpolitische Partikularinteressen eines Kantons".

Dosés drei zentralen Herausforderungen

Falls die Swissair das finanzielle Debakel überhaupt überlebt, wird André Dosé somit vor drei zentrale Herausforderungen gestellt sein:

Die Fusion der völlig unterschiedlichen Unternehmenskulturen von Swissair und Crossair. Zwischen den beiden Firmen herrschen Argwohn und Misstrauen. Die Löhne der Swissair-Piloten liegen um 50 bis 80 Prozent über jenen der Crossair-Piloten. Dosé muss die Swissair-Löhne senken und gemäss Sanierer Mario Corti den flexiblen Crossair-Geist installieren, der eine deutlich kostengünstigere Produktion erlaubt.

Die Standortfrage rund um den Zürcher Zentralismus. Aus Basel steht die entschlossene Forderung nach Dezentralisierung im Raum: Drei starke Regionalmärkte in Genf, Basel und Zürich statt einen einzigen Mega-Hub in Zürich.

Im Falles eines Scheiterns der Sanierungsgruppe um Ulrich Bremi soll wenigstens die Existenz der Crossair als Lebensnerv der Region Basel gesichert werden.

Obschon Dosé als CEO der Swiss Air Lines seinen Fokus auf das Gesamtunternehmen richten muss, dürfte er im Notfall kaum dazu Hand bieten, das Schicksal der Crossair mit jenem der Swissair zu teilen. Dem Vernehmen nach liess Crossair-Präsident Moritz Suter seinen CEO Dosé nicht ohne weiteres ziehen. Jedenfalls erklärte Suter gegenüber OnlineReports, die jetzige Preisgabe der Selbständigkeit sei "der schwierigste Entscheid" nach der Übernahme der Mehrheit durch die Swissair im Jahr 1988 gewesen: "Aber es ist das Letzte, was wir noch probieren können, um das Schlimmste abzuwenden."

Dosé galt als Sprachrohr Suters

Sollte die Swissair zahlungsunfähig werden, skizzierte der Basler Finanzminister Vischer bereits einen "Ausweg", wie das "Basler Modell Crossair" überleben könnte: Durch Herauskauf der Crossair aus der Swissair-Gruppe. Nach Vertrauten wird auch Crossair-Gründer Suter "alles unternehmen, damit sein Lebenswerk nicht im Swissair-Strudel am Boden zerschellt".

Um seine Herkulesaufgabe ist der gebürtige Berner André Dosé, nicht zu beneiden. Als OnlineReports vor zwei Jahren den Arbeitskonflikt mit den Piloten erstmals öffentlich machte, vertrat das damalige Crossair-Geschäftsleitungsmitglied Dosé den Sparkurs der Arbeitgeber. Dem früheren Vorstandsmitglied der Pilotengewerkschaft eilte der Ruf voraus, nun als Sprachrohr Moritz Suters zu fungieren.

Uneingeschränktes Lob von der Gewerkschaft

Seither hat sich die Wahrnehmung Dosés durch die Belegschaft grundlegend verändert. Mit ihrer entschlossen Haltung konnten die Piloten ihre Löhne um durchschnittlich 30 Prozent und die Freitageregelung um zwei Wochen anheben. Selbst die Gewerkschaft Crossair Cockpit-Personal (CCP) zollt ihm mittlerweile uneingeschränktes Lob. Präsident Thomas Häderli: "Wir kennen Herrn Dosé als sehr zuverlässigen und kompetenten Sozialpartner. Ich könnte nichts Nachteiliges über ihn sagen."

"Erst galt Dosé als Sprachrohr Suters.
Jetzt hat er die volle
Anerkennung der Piloten-Gewerkschaft."



Pilot Dosé kennt das Geschäft von der Pieke auf. Während fünf Jahren flog er in den USA Taxi und besprühte Baumwollfelder mit Agrochemikalien. 1986 kam er als Metroliner-Pilot zur Crossair, die 1975 von Moritz Suter und Peter Kalt als damalige "Business Flyers Basel" gegründet worden war und 1978 ihrem heutigen Namen erhielt. Über die Pilotenausbildung und die Leitung der Flight Operations stieg Dosé diesen Januar zu CEO und Nachfolger von Moritz Suter auf.

Kurrus: "Dosé kann konzeptionell denken"

"Er hat ein analytisches Gespür und kann sehr gut konzeptionell denken", lobt Crossair-Kadermann und Baselbieter FDP-Nationalrat Paul Kurrus seinen früheren Kopiloten. Der leidenschaftliche Fussball-Torhüter verfüge nicht über Suters Charisma, heisst es aus der Gewerkschaft. "Dosé ist aber sehr sachlich, versucht Emotionen zu vermeiden und seine Entscheide aufgrund von Facts zu treffen." In den letzten Jahren sei er "aus dem Schatten seines Ziehvaters Suter herausgetreten".

Moritz Suter selbst hält seinen Nachfolger nicht nur für "bodenständig und kommunikativ", sondern auch für so "standfähig, dass er Krisen durchstehen kann". Keine Eigenschaft wird bei André Dosé in den kommenden Monaten stärker gefragt sein als diese.

30. September 2001


SWISSAIR KOMMENTAR

© Foto by OnlineReports.chLuftfahrt-Standort Basel muss jetzt aufgewertet werdenDer Zürcher Volkswirtschaftsdirektor Ruedi Jeker vertritt die Auffassung, die Diskussion rund um das Schicksal der Swissair müsse jetzt primär über Möglichkeiten zu deren Überleben geführt werden. "Partikularinteressen" müssten hinten anstehen.

Die Aussage ist zwielichtig. In ihr versteckt sich die reale Sorge um die Existenz eines National Carriers, der heute noch vom Zürcher Balsberg aus dirigiert wird. Sie enthält aber auch den Anspruch, die Standortfrage auszuklammern - damit alles beim Alten bleibt und die Region Zürich weiterhin Hauptprofiteurin der Schweizer Luftfahrt bleibt. Zumindest ist auffällig, wie sehr die Zürcher Regierung bisher zum Swissair-Absturz geschwiegen hat.

So kann die Debatte nicht geführt werden. Denn die bisherige monopolgeprägte Swissair-Wirtschaft ist ganz offensichtlich in einen vernichtenden Strudel geraten; der Balsberg als ideologisches Zentrum einer fehlgeleiteten Strategie hat nach der faktischen Bankrotterklärung ausgedient. Die letzte Überlebenschance der Nationalmarke besteht darin, dass sie organisatorisch, kulturell und klimatisch in der kleineren, in ihrer Substanz aber gesunden Basler Fluggesellschaft Crossair aufgeht. Mit Gründer Moritz Suter steht ein Basler an der Crossair-Spitze; mit UBS-Chef Marcel Ospel ein Basler an der Spitze der Geldhahn-Operateure; und mit André Dosé ein Basler, der künftig das fusionierte Unternehmen offensichtlich von Basel aus zu führen gedenkt. Nicht zu vergessen sind die Leistungen, die die beiden Basler Halbkantone in die Flughafen-Expansion eingebracht und somit die gedeihliche Entwicklung der Crossair erst ermöglicht haben.

Der Standortkampf um wichtige Teile der künftigen "Schweizer Airline" wird nicht zu umgehen sein. Und er dürfte heftig geführt werden. Basel als zweitgrösster Wirtschaftsraum der Schweiz könnte beispielsweise Sitz der Swiss Air Lines und der Crossair bleiben, Zürich Sitz der Gruppenleitung und der Swissair AG. Das würde bedeuten, dass die Region Zürich einen Teil ihres bisherigen Hauptquartiers abtreten müsste, wobei auch Genf gewisse Ansprüche geltend machen könnte.

Natürlich dürfen beim bevorstehenden Verteilungskampf nicht chauvinistische Gründe den Ausschlag geben. Organisatorische und betriebswirtschaftliche Aspekte stehen im Zentrum. Aber ohne die Crossair-Kultur wäre es um die Zürcher Swissair geschehen. Und diese Kultur hat sich in einer Region entwickelt, die über Jahrzehnte im Schatten Zürichs stand. Angesichts des Debakels ist es an der Zeit, dass Basel als Luftfahrtzentrum aus dem Schatten Zürichs tritt.

Damit sind in erster Linie das operative Geschäft und neue Arbeitsplätze gemeint und nicht das Bestreben, die Zahl der Flugbewegungen in kürzester Zeit zu verdoppeln.

Peter Knechtli


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"Zürcher Flughafen-Filz will wohl nichts aus dem Swissair-Debakel lernen"

Weshalb ist bei allen diesen gescheiten Luftfahrtstrategen nicht schon längst die Erkenntnis gereift, dass die Schweiz mit Zürich, Basel und Genf drei Flughäfen besitzt, die bei einer geschickten Aufteilung der Destinationen mit leistungsfähiger Zubringer-Vernetzung sich tatsächlich zu einem europäischen Luftfahrtzentrum entwickeln könnte - anstatt immer mehr Luftverkehr in Zürich konzentrieren zu wollen? Damit wären unter anderem auch die Lärmbelastungsprobleme rund um Zürich zumindest teilweise lösbar. Aber offenbar hat die zürcherische Nabelschau mit ihrem "unique" Grössenwahn-Charakter den notwendigen Weitblick derart getrübt, dass jetzt die kleine Crossair mit ihrer Strategie und ihren marktgerechteren Strukturen zum Wegweiser werden muss. Zu befürchten ist allerdings, dass der Zürcher Flughafen-Filz nichts aus dem Swissair-Debakel lernen will bzw. kann, stehen doch mit der sinnlosen Ausbau-Wut des Unique-Airport ebenfalls Milliarden auf dem Spiel. Gehe ich fehl in der Befürchtung, dass neben dem Swissair-Debakel bald auch dieser Airport-Ausbau zum Fanal wird? Dann hätten wir tatsächlich ein Desaster, das weltweit "unique" ist.


Edi Borer, Basel



"Es gibt keinerlei Gründe für eine Züricher Vormachtstellung"

Ich bin froh, dass Sie auch in dieser Sache - wie immer - eng und seriös am Ball sind. Ich denke, Basel hat einen realistischen Anspruch darauf, Standort der neuen schweizerischen Airline (die de facto im Entstehen begriffen ist) zu werden. Es gibt keinerlei Gründe für die Vormachtstellung Zürichs in dieser Sache. Die Aufteilung über die Sie nachdenken, scheint eine ernsthafte Überlegung wert zu sein. Wir dürfen hier in Basel nicht vergessen, dass wir in den vergangenen rund 9 Jahren über 20'000 Arbeitsplätze verloren haben. Davon sind ein Teil "wegrationalisiert" worden, ein Teil aber sehr wohl nach Zürich verlagert worden (vor allem bei den Banken). Deshalb gibt es für mich auch den wichtigen Gedanken, worauf wir in Basel in Zukunft bauen werden. Auf keinen Fall dürfen wir uns hierbei auf den Pharma- und Chemiestandort konzentrieren. Eine branchenmässige Diversifikation wäre geographisch und wirtschaftlich sehr zu begrüssen!


Andrea Frost-Hirschi, Grossrätin, Basel



"Gratulation, Herr Ospel"

Wer erinnert sich nicht? Bankverein und Bankgesellschaft fusionieren, de facto übernimmt aber die kleinere die grössere Bank. Diese erfolgreiche "Fusion" soll sich also wiederholen, indem das profitable Unternehmen Crossair das Fluggeschäft des Kolosses Swissair übernimmt. Ein genialer und erfolgsversprechender Zug.


Patrice J. Baumann, Münchenstein



"Die andere Lösung: Die Swissair dem Schweizervolk"

Die Schweiz kann und muss nicht nur die Swissair, sondern auch alle Swissair-Jobs retten. Kein Schweizer, keine Schweizerin kann den Untergang der Swissair akzeptieren. Die Swissair gehört zu unserem Land wie das Matterhorn und die Jungfrau. Die Swissair ist Teil unseres Selbstvertrauens, Teil unseres Nationalstolzes, Teil unseres Prestiges in der Welt. Jetzt heisst es zusammenhalten, zusammen mit Parlament und Bundesrat das Sofortmittel ergreifen, das einzige, das die Swissair samt allen Jobs retten kann und wird. Dieses Sofortmittel besteht in Anteilscheinen, aufgelegt im ganzen Land an allen Bank- und Postschaltern. Anteilscheine mit Staatsgarantie à 100, 500, 1'000 und 10'000 Franken. Damit das erstrebte Rekordkapital von 10 Milliarden Schweizerfranken mit Leichtigkeit, also innerhalb Rekordfrist, gezeichnet wird, müssen die gezeichneten Beträge steuerfrei sein – wie in den fünfzigerJahren der Emprunt Pinay (Pinay-Anleihe), der den maroden französischen Staat in kurzer Zeit sang- und klanglos sanieren konnte. Jetzt ist es am Schweizervolk, die Swissair zu retten.


Vera Weber, Helvetia Nostra, Montreux



"herr ospel wolte sich als held aufspielen"

ist doch irgendwie wieder typisch basel. da steht die nationale fluggesellschaft swissair vor dem aus und tausende von arbeitsplätzen gehen verloren. und da gibt's doch tatsächlich leute, die noch über den standort basel sprechen! ist ja wieder mal typisch! hauptsache basel ist gross im geschäft. ich kann dieses gesülze langsam nicht mehr hören. diese gleichgültigkeit gegenüber dem, was geschehen ist. hauptsache ist, basel profitiert davon! absolut widerlich, dieses verhalten und diese äusserungen auch seitens der politiker. es scheint fast so, dass basel einen komplex hat. auch die standortfrage von schweizer radio drs ist absolut überflüssig. basel soll sich doch mal überlegen, warum all diese grossen firmen dort weggezogen sind. warum das schweizer fernsehen jetzt in zürich und nicht mehr in basel ist! und ich hoffe, es geschieht mit dem radio auch so. diese arroganz gegenüber den anderen ist einfach unerträglich. genau diese arroganz sehe ich auch in herrn ospel. er steht wieder mal im rampenlicht und soll als held gefeiert werden, der unsere marode airline gerettet hat. doch dann kommt aus, dass er gar nicht zahlen wollte. aber zuerst muss man sich aufspielen, um nachher den scherbenhaufen zu verlassen. ich kann nur jedem raten, der ein bankkonto bei der ubs hat, es sofort aufzulösen.


nicolas kreutter, möhlin



"Einige 'Top'-Manager haben sich schadlos gehalten"

Es muss doch mit aller Deutlichkeit festgestellt werden, dass das Swissair-Debakel nicht erst gestern begann, als die beiden Grossbanken nicht so kuschten, wie sich das einige Manager der Swissair so vorstellten. Man wird das Gefühl nicht los, dass die Öffentlichkeit, dazu zähle ich auch das Personal, nie richtig informiert wurde, wie es um die "stolze" Airline steht. Dafür haben sich in der Zwischenzeit noch schnell einige "Top"-Manager finanziell schadlos gehalten, nur einer (Moritz Suter) wollte das ihm angebotene Amt nicht annehmen, warum wohl? Da haben doch einige Personen ihre Kontrollaufgaben nicht richtig wahrgenommen. Dazu muss ich leider auch die Vertreter des Personals zählen, die sehr blauäugig agierten. Oder war man zu stolz dafür? Hinterher soll man jetzt nicht die Fehler nur bei anderen suchen, so einfach kann man sich nicht aus der Verantwortung stehlen. Nein, ich habe keine Schadenfreude, nur muss wieder mal festgestellt werden, dass sich die Geschichte immer wiederholt. Und die Leute lernen nichts daraus!


Bruno Heuberger, Oberwil BL



"Die Stewardess im 5-Sterne-Hotel"

Die Verantwortung für das Swissair-Debakel verteilt sich viele Schultern. Die Boulevardisierung der Medien macht es jetzt einfach, die Schuldigen auszumachen. Einmal Retter, am nächsten Tag die Abkassierer. In der Krise wäre aber genau eine Differenzierung angesagt. Die Top-Manager der letzten Jahre waren unfähig, eine solche Firma zu führen, und demzufolge schuldig, die Swissair in den Morast zu reiten (Buruggisser, Honegger, alter Verwaltungsrat, bespickt mit National- und Ständeräten). Dazu kam der Verwaltungsrat seiner Kontrollfunktion nicht nach. Verwaltungsräte werden in der Schweiz oft nicht mit Fachleuten zusammengestellt, sondern nach politischer Herkunft, und nach vetternwirtschaftlichen Prinzipien. Opportunistisch ist es jetzt, auf Ospel und Co. rumzuhacken; faktisch müsste man die alte Manager-Gilde

zur Verantwortung ziehen. Auch Verantwortung tragen die Piloten, welche jahrelang in Kenntnislage der schlechten wirtschaftlichen Situation einfach egoistisch keinen Kompromiss eingehen wollten, und den Niedergang der Airline so mitverschuldet haben. Die Swissair-Löhne waren viel zu hoch im internationalen Vergleich (und im Vergleich zur Crossair). Man kann halt einfach nicht mehr ausgeben wie einnehmen, so einfach ist manchmal Wirtschaft. Den Kunden interessierts letztlich nicht, ob die Stewardess in einem 5-Stern-Hotel absteigen darf, er bezahlt für eine Dienstleistung einen Preis, der reell sein muss. Nicht tragbar sind Lösungen, bei welchem der Staat nun wieder eingebunden werden soll. Solche Ideen haben in der Vergangenheit versagt und werden auch der Zukunft nichts Gutes bringen.


Karl Linder, Basel



"Bei den nächsten Wahlen wird wieder alles vergessen sein"

Tja, so läuft's halt, wenn der "freien" Wirtschaft Tür und Tor geöffnet wird, wenn sie keine Regeln mehr beachten muss, wenn die soziale Verantwortung dereguliert, sprich abgeschafft wird. Neu ist dies nicht. Neu ist nur, dass es diesmal ein "Schweizerischen Monument" trifft. Aber alle Stimmberechtigten hhaben es in der Hand, respektive auf dem Wahlzettel bei den nächsten eidgenössichen Wahlen. Aber ich befürchte, bis dann ist alles wieder vergessen. Auch hier läuft's wie immer in den letzten 50 Jahren.


Ruedi Basler, Liestal


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EVP Riehen
Website
zu den Wahlen 2018
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Sie hat halt doch einen unübersehbaren Rotstich, die EVP.

RückSpiegel


Die Basellandschaftliche Zeitung und 20 Minuten nahmen die OnlineReports-Nachricht über die geplante Massenentlassung bei der "Küschall AG" in Witterswil auf.

In ihrer Übersicht über die Schweizer Online-Newsmedien ging die NZZ auch auf OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung zog die OnlineReports-News über den Entscheid des Basler Appellationsgerichts gegen die Nichtanhandnahme der Strafanzeigen von Staatsanwältin Eva Eichenberger und Strafgerichtspräsident Lucius Hagemann durch die Obwaldner Oberstaatsanwältin Esther Omlin im Fall "Lehrer H." nach.

In ihrem Artikel über die "Berlusconisierung von links" zitiert die Weltwoche aus dem "dem gutinformierten Basler Internetdienst OnlineReports".

In seinem Bericht über die Gefährlichkeit des Basler Centralbahnplatzes geht Barfi auf einen OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2001 ein, der damals schon die Probleme thematisierte.

Blick, Tages-Anzeiger, Basler Zeitung, BZ Basel, 20 Minuten und Barfi bezogen sich in ihren Artikeln über die Schüsse einen Mann in der Basler Innenstadt auf einen News-Primeur von OnlineReports.

Der Tages-Anzeiger und 20 Minuten nahmen in ihren Berichten über den gefährlichen Zwischenfall mit einem Intercity-Zuges der SBB in Stein-Säckingen auf OnlineReports Bezug.

In ihrem Interview mit der neuen BVB-Präsidentin Yvonne Hunkeler nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung nahm den OnlineReports-Feature über den Einbruch im Restaurant "Dalbestübli" auf.

Die Volksstimme zitierte in ihrer Presseschau über die Säuli-Metzgete in Sissach aus der OnlineReports-Reportage.

Im Bericht über Rechtsprobleme des Bordells an der Basler Amerbachstrasse zitiert Barfi aus OnlineReports.

Ausführlich geht die Basler Zeitung auf einen kritischen OnlineReports-Gastkommentar über den Eigenmietwert-Steuerfall um Rösly M. ein.

In seinem Beitrag über "Die Basler Sinnkrise" zitiert der Tages-Anzeiger aus dem OnlineReports-Leitartikel "Willkommen im Baselbiet: Nichts geht mehr", in dem es um einen "Kanton in der Sinn-Krise" geht.

barfi, die BZ Basel, die Tageswoche, die Badische Zeitung und das Baublatt haben die OnlineReports-Story über den Abbruch des "Rostbalkens" und die geplanten Hochhäuser beim Basler Bahnhof SBB aufgenommen.
 
Infosperber.ch geht in einem Kommentar über das "Dauer-Bashing" der Behörden durch die Medien auf die Konter-Position von OnlineReports ein.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Im Jahr 2017 verhängte die Basler Kantonspolizei im Zusammenhang mit dem FC Basel 17 Rayonverbote – davon sieben an Fans von Gastmannschaften –, während der FC Basel acht Stadionverbote anordnete, von denen fünf Fans von Gastmannschaften betrafen.

• Die Gemeinde Allschwil plant eine Erneuerung und Erweiterung der Parkanlage sowie rund 140 Wohnungen auf dem Areal Wegmatten zwischen Baselmattweg und Bachgraben.

Thomas Bretscher wird ab 1. Februar neuer Geschäftsführer des "Business Park Laufental & Thierstein" und damit Nachfolger von Daniel Fiechter.

• Die Riehener CVP verlangt eine generelle Aufgabenprüfung (GAP), um die Diskussion um Aufgaben und Leistungen der Gemeinde und die dafür benötigten Ausgaben und Einnahmen zu versachlichen.

• Die Basler Regierung hat die Standesinitiative von FDP-Grossrat Christophe Haller betreffend "Abschaffung der Besteuerung des Eigenmietwerts" beim Generalsekretariat der Bundesversammlung eingereicht.

• Das Basler Hochbauamt rechnet beim Erweiterungsbau für das Kunstmuseum Basel mit einer Kostenüberschreitung von 3,5 Prozent.

Stagnierende Gesamtzahl der Studierenden an der Universität Basel: 12'873 Studierende und Doktorierende haben sich im Herbstsemester 2017 für ein Studium eingeschrieben.

• Die volle Freizügigkeit, die auf 1. Januar 2014 in beiden Basel eingeführt wurde, bleibt auch mit der ab 2018 geltenden Spitalliste weiterhin bestehen.

• An der Sitzung vom 18. Dezember hat das französische Parlament dem schweizerisch-französischen Abkommen zum Steuerregime am EuroAirport zugestimmt.

Elisabeth Pestalozzi, seit August 2016 stellvertretende Chefredaktorin von Radio SRF, wird im zweiten Quartal 2018 neue Kommunikationsleiterin der Christoph Merian Stiftung.

• Über tausend Personen verlangen in einer Petition der SP Gelterkinden die Einführung von Tempo 30.

• Im zweiten Wahlgang der Liestaler Stadtrats-Ersatzwahl vom 14. Januar 2018 treten Marie-Theres Beeler (geboren 1959, Grüne) und Karin Jeitziner (geboren 1961, FDP) an.

Marco Greiner, Regierungssprecher und Vizestaatsschreiber von Basel-Stadt, ist neuer Präsident der Schweizerischen Informations-Konferenz öffentlicher Verwaltungen.

• Die Basler CVP hat ihre mit 3'910 Unterschriften versehene Krankenkassen-Initiative eingereicht, die verlangt, dass selbstbezahlte Prämien für die obligatorische Krankenpflege-Versicherung vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden können

• Mit der Jus-Studentin Laetitia Block als Nachfolgerin von Pascal Messerli steht erstmals eine Frau an der Spitze der Jungen SVP Basel-Stadt.

• Das Basler Ristorante Cibo Mediterraneo ist der künftige Betreiber der neuen Buvette am St. Alban-Rheinweg.

Reto Meyer, Inhaber und Geschäftsführer der WS Kommunikation in Basel, kauft per Jahreswechsel sämliche Anteile der BSSM Werbeagentur von Urs Schneider und Hannes Müller.

Jana Wachtl (38) wird als Nachfolgerin von Sabine Kubli auf Jahresbeginn neue Leiterin der Baselbieter Fachstelle "Gleichstellung für Frauen und Männer".

• Das Basler Energieunternehmen IWB plant, im Februar 2018 elf neue Ladesäulen für Elektrofahrzeuge in Quartierstrassen auf Allmend zu installieren.

• Entgegen der Parole der kantonalen CVP sagte der CVP-Wahlreis Liestal Nein zum "8. Generellen Leistungsauftrag für den öffentlichen Verkehr" und damit Ja zum "Läufelfingerli".

Raymond Cron wird als Nachfolger von Andreas Büttiker ab 1. Januar 2018 neues Verwaltungsratsmitglied des EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg.

• Der Basler Grosse Rat hat die Standesinitiative der SP gegen der Schliessung von Quartier-Poststellen überwiesen.

• Die bürgerlichen Jungparteien von Basel-Stadt ziehen ihre Zweirad-Initiative zurück, da sie mit dem vom Grossen Rat beschlossenen Gegenvorschlag ihre Hauptforderungen als erfüllt betrachten.

• Die Baselbieter Wahlen des Landrats und des Regierungsrats für die Amtsperiode vom 1. Juli 2019 bis 30. Juni 2023 finden am 31. März 2019 statt.

• Weil mit dem als Gegenvorschlag verabschiedeten neuen Bürgerrechtsgesetz und den Anpassungen auf Bundesebene die Anliegen der Initianten erfüllt sind, zieht die SVP Basel-Stadt ihre Volksinitiative "Keine Einbürgerung von Kriminellen und Sozialhilfeempfängern" zurück.

• Mit der Gründung der Sektion Waldenburg wollen die Grünen Baselland im Wahlkreis Waldenburg den verlorenen Landratssitz zurück erobern.