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"Ärger ausgelöst": Potenzielle Fusions-Titel NZZ und BaZ

Geht die BaZ an die NZZ – oder überhaupt nicht?

Verwirrung um Gespräche einer Übernahme der "Basler Zeitung" mit der "Neuen Zürcher Zeitung" (NZZ)


Von Peter Knechtli


Wie eine Bombe hat die heutige Meldung des "Tages-Anzeigers" in der Region Basel eingeschlagen, die "Basler Zeitung" werde von der "Neuen Zürcher Zeitung" (NZZ) übernommen. Die BaZ reagierte postwendend – und dementiert kategorisch.


Wer sich in Basel mit Medienentwicklung befasst, wird in letzter Zeit immer wieder gefragt: Wie lange gibst du der BaZ noch? Die Meinungen liegen in einer Zeitspanne zwischen zwei Monaten und zwei Jahren. Gemeint ist: Wie lange kann sich das Verlagshaus "Basler Zeitung Medien" noch als selbstständiges Medienunternehmen über Wasser halten, nachdem sich firmenintern die Sparprogramme überschlagen hatten. Das Flaggschiff des Verlagshauses, die "Basler Zeitung", ist wie andere Regionalzeitungen auch, ins Schlingern geraten, die Anzeigeneinnahmen sinken ebenso endlos wie die Auflage (offiziell noch bei 88'000 Exemplaren), die Redaktion musste über zwanzig Entlassungen aussprechen.

Längst schossen Spekulationen ins Kraut, unter wessen Fittiche sich die BaZ begeben würde im Fall, dass das Unternehmen nicht mehr aus eigener Kraft gehalten werden kann. Naheliegender Kooperations- und gar Fusionspartner war das Zürcher Verlagshaus Tamedia AG ("Tages-Anzeiger", "SonntagsZeitung", "20 Minuten"). Denn bereits kooperiert die "Basler Zeitung" auf verschiedenen Ebenen mit Tamedia – so mit der gemeinsamen OnlinePlattform NewsNetz, mit der (in Basel kürzlich und in Zürich heute Freitag eingestellten) Gratiszeitung "News", mit dem Druck einer Teilauflage von "20 Minuten", mit der "Magazin"-Beilage am Samstag, oder über Vergünstigungen bei Kombi-Abonnementen.

Wechselnde Launen der Verleger

Doch das Naheliegende ist nicht immer das Tatsächliche. In seiner Ausgabe von heute Freitag wagt sich der "Tages-Anzeiger" weit vor: "'Basler Zeitung' geht an NZZ-Gruppe" suggeriert die Schlagzeile eine Tatsache, die allerdings bereits im Untertitel relativiert wird: "Der Schweizer Tagespresse steht die nächste Konzentration bevor - wenn nichts mehr schiefgeht". Entschieden sei noch nichts, aber die Verhandlungen befänden sich "in einer Schlussphase". Eine Übernahme oder eine Fusion könnte "noch in diesem Jahr beschlossen werden". Eine Bestätigung dieser als Fakten-Meldung präsentierten Geschichte gaben weder die BaZ noch die NZZ.

Dennoch kann davon ausgegangen werden, dass die Journalisten des "Tages-Anzeiger" die Story nicht einfach aus der Luft gegriffen haben. Vielmehr haben sie – wie üblich, wenn Interessen des eigenen Verlagshauses tangiert sind – direkten Zugang zum Tamedia-Management und insbesondere zu CEO Martin Kall. Er muss ja wissen, wie es um die klimatische Grosswetterlage zwischen ihm und BaZ-Verwaltungsratspräsident Matthias Hagemann bestellt ist. So weiss der "Tagi", dass Hagemann mit Tamedia-Präsident Pietro Supino einen "guten Kontakt gepflegt" habe, während die Beziehungen Hagemanns zur NZZ "auf einer persönlichen Ebene blockiert" schienen.

Tauwetter nach Eiszeit

Doch im Verlaufe dieses Jahres habe "der Wind gedreht": Hagemann habe "immer mehr" Signale gegeben, wonach er Partnerschafts-Alternativen zum "Tages-Anzeiger" suche. Eines dieser Signale: Hagemann und AZ Medien-Besitzer Peter Wanner ("Mittelland-Zeitung") näherten sich in Form einer allgemein überraschenden redaktionellen Teilkooperation an, nachdem zwischen den beiden Eiszeit geherrscht hatte, weil Wanner Hagemann Ende 2007 die "Basellandschaftliche Zeitung" weggeschnappt hatte. Zudem habe die BaZ Ende August die Tamedia mit dem Ausstieg aus dem "News-"Pendlerzeitungsverbund "brüskiert".

Der heutige "Tages-Anzeiger" weiss auch davon, dass "intensive Gespräche" Hagemanns mit Wanner und dem neuen NZZ-CEO Albert Stäheli in Gang gekommen seien. Diese Gespräche – so unsere Interpretation – können nur ein Fernziel haben: Zu verhindern, dass sich das expandierfreudige Zürcher Verlagshaus Tamedia nach der Kontrolle über den Zeitungs-Platz Bern ("Berner Zeitung", "Bund") nicht auch noch in Basel, dem zweitgrössen Medien- und Werbeplatz der Schweiz und dem letzten noch fehlenden Eck des wirtschaftlich goldenen Dreiecks, festzurrt und sich damit im Überlebenskampf der Schweizer Gross-Verlagshäuser einen entscheidenden strategischen Vorteil verschafft. Die NZZ hatte sich aus Bern ("Bund") zurückgezogen und kontrolliert ausserhalb ihres Kerngebiets Zürich heute noch Regionalverlage in Luzern und St. Gallen.

Das klare Dementi aus der BaZ

OnlineReports gelang es heute ausnahmsweise nicht, mit BaZ-Verleger Matthias Hagemann in Verbindung zu treten: Er war unerreichbar oder liess sich nicht erreichen. Im Verlaufe des heutigen Morgens dann folgte ein Drei-Zeilen-Communiqué der "Basler Zeitung Medien" folgenden Inhalts: "Die zurzeit kolportierten Gerüchte über eine Übernahme oder eine Fusion zwischen der Basler Zeitung und der NZZ werden ausdrücklich dementiert. Es finden zurzeit keine Verhandlungen mit der NZZ statt. Es werden jedoch Gespräche mit allen grossen Verlagsgruppen über allfällige Kooperationen geführt." Diese Gespräche fänden "im Einverständnis aller Aktionäre der Basler Zeitung" statt, heisst es schliesslich sibyllinisch.

Das Dementi aus Basel scheint nun wiederum so deutlich ("keine Verhandlungen mit der NZZ"), dass daraus keine kurzfristige Veränderung der Besitzverhältnisse interpretiert werden kann – es sei denn, die Verhandlungen seien bereits abgeschlossen. Käme es trotzdem demnächst zu einer engen Kooperation mit der NZZ, müsste sich die BaZ Falschangaben vorwerfen lassen, was sie sicherlich auch bedacht hat.

Wie OnlineReports erfuhr, hat die "Tagi"-Meldung BaZ-intern für reichlich Ärger gesorgt. Kein Wunder: Nicht nur handelt es sich bei den Autoren der "Tagi"-Story um erfahrene und gutinformierte Journalisten, was für die Glaubwürdigkeit der Nachricht spricht. Auch wurde in der BaZ-Redaktion eben erst ein Stellenabbau-Programm abgeschlossen. Eine Kooperation mit der NZZ könnte beispielsweise überregionale Mantelteile beinhalten, was wiederum mit weiteren Stellenverlusten in Basel verbunden wäre.

Pikant: Der brisante BaZ-Bericht fand sich am frühen Morgen auch auf der NewsNetz-Seite von "Basler Zeitung online". Im Verlauf des Tages wurde das Dementi aufgeschaltet und die Ursprungs-Story offensichtlich vom Netz genommen.

4. Dezember 2009

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"Tageszeitung ist halt immer noch schön"

Danke für den ausgewogenen Komentar. Ich fände es sehr schade, wenn die BaZ ihre Unabhängigkeit verlieren würde. Es ist halt immer noch schön täglich seine Tageszeitung zu lesen.


Louis van der Haegen, Aesch


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entlarvte die von OnlineReports vermeldete Besetzung des Gewächshauses auf dem Dreispitz-Lok-Depot als Scheinbesetzung.

Die Basler Zeitung nahm in ihrem Bericht über den Rückzug des potenziellen Baselbieter FDP-Regierungs-Kandidaten Daniel Recher Bezug auf OnlineReports.

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bezog sich im Bericht über die Email-Affäre um Joël Thüring auf OnlineReports.

Die BZ Basel nahm in ihrer Meldung über Christian Kellers Abgang bei der "Basler Zeitung" Bezug auf eine vorangegangene Nachricht in OnlineReports.

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Die OnlineReports-Erstnachricht vom Tod des ehemaligen Basler Regierungsrates Lukas "Cheese" Burckhardt wurde von Barfi.ch, der BZ Basel, die Basler Zeitung, vom SRF-Regionaljournal und von der Nachrichtenagentur SDA aufgenommen.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Meldung über die Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft zum Urteil gegen den Basler Datenschnüffler-Polizisten auf.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über den Einbürgerungs-Streit der drei baselstädtischen Bürgergemeinden mit dem Kanton Basel-Stadt und den Gang ans Bundesgericht nach.

Die Schweiz am Sonntag schrieb eine OnlineReports-Nachricht über die rechtlichen Schritte der Wirtschaftskammer Baselland gegen die "Basler Zeitung" ab.

In ihrem Artikel über Markus Ritters Abgang aus dem Basler Präsidialdepartement bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Der 33-jährige FCB-Mittelfeldspieler Geoffroy Serey Die hat den bis zum 30. Juni 2019 laufenden Vertrag vorzeitig um ein weiteres Jahr verlängert.

• Der 41-jährige Betriebsökonom Daniel Arni, derzeit noch Leiter der Fachstelle Messen und Märkte im Präsidialdepartement, wird ab Dezember neuer Leiter der Basler Allmendverwaltung und Nachfolger von Niklaus Hofmann.

• Die Elektra Baselland (EBL) senkt auch im Jahr 2019 wieder ihre Strompreise, diesmal um 3,1 Prozent.

• Die Basler Kantonalbank eröffnet am 27. August direkt vis-à-vis des Badischen Bahnhofs ihre neue Filiale Rosental, was schon am 25. August gefeiert wird.

• Der FCB-Captain und Innenverteidiger Marek Suchy hat sich am 12. August im Spiel gegen den FC Sion einen Teilriss der Achillessehne am linken Fuss zugezogen und fällt damit für unbestimmte Zeit aus.

• Die Wirtschafts- und Abgabekommission des Grossen Rates unterstützt den "Basler Kompromiss" zur Umsetzung der Steuervorlage 17 und stimmt dem Ratschlag der Regierung mit einer Änderung zu.

• Nach zwei Jahren wechselt in Basel-Stadt das Präsidium der Fraktion "Grünes Bündnis" wieder von "Basta" (Beatrice Messerli) zu den Grünen (Jürg Stöcklin).

Pierre Lavielle, der Präsident des EuroAirport-Verwaltungsrats, ist am 2. August unerwartet gestorben.

• Verschiedene Baselbieter Gemeinden wie Therwil oder Gelterkinden haben aufgrund der Trockenheit ein totales Verbot des Abbrennens von jeglichen Feuerwerkskörpern (Raketen, Vulkane, Heuler usw.) erlassen, bevor auch der Kantonale Krisenstab ein generelles Verbot aussprach.

• Der Riehener CVP-Einwohnerrat Patrick Huber tritt von seinem Amt als Vizepräsident der Basler CVP und als Leiter der Arbeitsgruppe Wirtschaft auf Ende Juli zurück.

Patrick Huber wird im August neuer Geschäftsführer der Basler Bankenvereinigung (BBVg) als Nachfolger von Raphael Vannoni.
 
"Parterre Basel" ist die neue Pächterin des Basler Konzertlokals "Atlantis" am Klosterberg.

Ueli O. Kräuchi, Geschäftsführer des Verbandes Basellandschaftlicher Gemeinden (VBLG), gibt die Leitung der VBLG-Geschäftsstelle per 31. März 2019 altershalber ab.

• Das Bürgerspital Basel übernimmt per 1. Januar 2019 die Spektrum Werkstätte für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung der Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) Basel.

• Die Gewerkschaft Unia hat am 4. Juli 2'300 Unterschriften für das Referendum gegen längere Ladenöffnungszeiten eingereicht.

• Der Basler Gewerbeverband reichte zusammen mit den Parteien FDP und SVP, der "IG Lysbüchel" sowie verschiedenen Branchenverbänden das Referendum "gegen die Fehlplanung Lysbüchel" mit 2'972 Unterschriften ein.

Dominique Tellenbach, bisheriger Direktor der Berufsfachschule Basel, wird ab 1. Februar 2019 neuer Rektor der beiden Gewerblich-industriellen Berufsfachschulen Liestal und Muttenz.

Alexander Lenzlinger wird ab 1. August neuer Finanzchef der IWB und Nachfolger von Michael Ackermann, der eine längere berufliche Auszeit nimmt.

• Die Grünen Baselland folgten dem Vorstand und nominierten Isaac Reber für die Regierungsratswahlen 2019 (dritte Amtsperiode).

• Die Basler Grünliberalen lancieren in Riehen eine Petition zum Thema Kunststoff-Recycling, die sowohl in Riehen wie in Basel eingereicht wird.

• Seit 1. Juni ist Bettina Bühler als Nachfolgerin von Birgit Sachweh Geschäftsführerin des Frauenhauses beider Basel.

• Laut einer Studie des Versicherungskonzerns "Baloise" ist Fussball die "gefährlichste Sportart der Welt", da sich jeder vierte Sportunfall in dieser Gattung ereignet.

Anja Bandi übernimmt Anfang Juni von Marc Lüthi die Gesamtleitung der Abteilung Bestattungswesen der Stadtgärtnerei Basel.

• Noch eine neue Aufgabe für die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger: Sie wird anstelle der zurücktretenden Christine Gorrengourt Verwaltungsrätin der BLT.

Erfolgreich verlief der ausserordentliche Sirenentest am 23. Mai in beiden Basel.

• Der Baselbieter FDP-Landrat Andreas Dürr wurde als Nachfolger von Urs Schweizer zum neuen Präsidenten des ACS beider Basel gewählt.

• Die Basler Energieversorgerin IWB steigerte 2017 den Umsatz auf 739 Millionen Franken, doch fiel der Jahresgewinn mit 74 Millionen Franken wegen Wertberichtigungen und Rückstellungen um 33 Millionen Franken niedriger aus als im Vorjahr.

• Die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger wurde zur Vizepräsidentin des Schweizerischen Gewerbeverbands gewählt.