© Fotos by Ruedi Suter, OnlineReports.ch / Läckerli Huus
"Kühles Kalkül einer Zugewanderten": Altes (unten) und neues Verpackungsdesign

Miriam Blocher schleckte die "Baselbieter Rahmtäfeli" weg

Die neue "Läckerli Huus"-Besitzerin verkauft die Baselbieter Spezialität jetzt als "Basler Original"


Von Ruedi Suter


Das berühmte "Baselbieter Rahmtäfeli" ist tot: Es wird neuerdings als "Basler Original" angepriesen. Nun regt sich im Baselbiet Widerstand gegen die Besitzerin, die Läckerli Huus AG. Denn Einheimische empfinden die stille Namensänderung als "Kulturgüterraub". Die Caramel-Affäre birgt politisch-emotionale Brisanz.


Immer, wenn der Sissacher Bauernsohn und Kaufmann Hans Buser (74) Kunden und Freunde in der weiten Welt besuchte, wusste er, womit er sie für ewig an das Ländli zwischen "Schönebuech und Ammel" erinnern konnte: Mit diesem hellbraunen Würfelchen aus Zucker, Rahm und Kondensmilch – mit einem unwiderstehlichen "Baselbieter Rahmtäfeli". Dieses, auf die Zunge gelegt, katapultiert Liebhaber und jede Liebhaberin erlesener Süssigkeiten in den siebten Himmel.

Schock in der Caramel-Fabrik

Anfang Dezember musste sich der polyglotte Oberbaselbieter wieder einmal mit den praktischen Geschenken eindecken. Er fuhr nach Gelterkinden, betrat am Eiweg gleich hinter dem Bahnhof die legendäre Rahmtäfeli-Fabrik und verlangte seine Ruuntäfeli, wie die mundgerechten Köstlichkeiten im Baselbiet heissen. Als Hans Buser aber die Süssigkeiten in die Hand nahm, machte er eine schmerzliche Entdeckung: Auf Tütchen und Schachtel stand bloss noch "Rahmtäfeli, Caramels à la crème" – das "Baselbieter" war kurzerhand eliminiert worden. Statt dessen prangte unter dem Firmennamen und Logo der jetzigen Herstellerfirma, der Läckerli Huus AG, schamlos ein "Basler Original".

Was steckte dahinter? Ein Handstreich der Städter, die sich auf diese Weise 40 Jahre nach der von den Landschäftlern abgelehnten Wiedervereinigung rächten, indem sie sich klammheimlich das traditionelle Baselbieter Zuckerwerk unter den Nagel rissen, um es fortan als Basler Delikatesse anzupreisen? Eine schauderhafte, von langer Hand vorbereitete Rache?

Gelterkinder Spezialität verzückte die Welt

Denn über Jahrzehnte waren die Baselbieter Leckereien fest im Griff des Gelterkinder Unternehmers Willy Weber (72). Der Kaufmann hatte 1962 die kleine Rahmtäfeli-Küche seines Vaters mit zwei Angestellten übernommen und nach zähen Jahren mit viel Risikobereitschaft, Fleiss und Erfindergeist das Caramelmachen zum einheimischen Delikatessen-Handwerk erhoben. So entwickelte Weber – nebst anderem – das praktische Flüssig-Caramel. Die Baselbieter Rahmtäfeli aus Gelterkinden verzückten bald auch die Schleckmäuler schweizerischer, französischer und deutscher Kundschaft.

Seit Mövenpick seine Eiscrème "Caramelita" mit den leckeren Stückchen aus Gelterkinden veredelte, wurde Webers Spezialität von Norwegen bis Saudi-Arabien geschlotzt. Als schliesslich die Gelterkinder Rahmtäfelifabrik mit 15 Angestellten eine Jahresproduktion von 200 Tonnen erzielte, verkaufte Weber Ende 1993 seine Aktiengesellschaft mangels interessierter Nachkommen nach Münchenstein an den Unternehmer Peter Klein. Dessen Dalasta Holding AG, zu der bereits die André Klein AG und die Läckerli Huus AG gehörten, hütete sich davor, den klingenden Namen "Baselbieter Rahmtäfeli" anzutasten.

Das Rahmtäfeli war plötzlich "Basler Original"

Dann aber verkaufte am 1. Januar 2007 auch Klein sein Süsswaren-Imperium. Den Zuschlag erhielt zur grössten Verwunderung vieler Regionalpatrioten ausgerechnet eine Zürcherin – die damals 31-jährige Miriam Blocher (Bild). Die draufgängerische Lebensmittelingenieurin war es auch, die Ende letztes Jahr kurzerhand die "Baselbieter" von den Rahmtäfeli-Verpackungen verbannte und durch den grösseren "Läckerli Huus"-Schriftzug und die Bezeichnung "Basler Original" ersetzen liess.

Dahinter steckte also kein Basler Racheakt, sondern lediglich das kühle Marketing-Kalkül einer zugewanderten Unternehmerin, die sich die ihrer Auffassung nach notwendige  "Entstaubung" und Modernisierung des Läckerli-Huus und seiner integrierten Produktepalette in den Kopf gesetzt hatte.

Miriam Blocher wortkarg

Der Grund zur Namens-Amputation, so liess Miriam Blocher OnlineReports wortkarg ausrichten, liege einzig in der "Stärkung der Marke Läckerli Huus". Just dies aber dürfte im Baselbiet nur wenige besänftigen. Im Gegenteil. Doch trotz mehrerer Anfragen mochte Chefin Blocher gegenüber OnlineReports auf die Befindlichkeit insbesondere der Oberbaselbieter Bevölkerung nicht eingehen.

Auch der Baselbieter Wirtschaftskammer-Direktor und FDP-Nationalrat Hans Rudolf Gysin würde die Rückkehr der "Baselbieter" auf die Verpackungen begrüssen. Nur schon deshalb, weil auch die Wirtschaftskammer die einheimischen Täfeli - neben dem nicht minder berühmten Baselbieter Kirsch natürlich - unzählige Male verschenkt hat.

Historische Empfindlichkeiten unterschätzt

Hans Buser, Kenner der Baselbieter Geschichte und erfahren im Umgang mit verschiedenen Mentalitäten, mutmasst jetzt, die Zürcher Unternehmerin sei da wohl mangels Kenntnisse historischer Empfindlichkeiten zwischen beiden Basel ins Fettnäpfchen getreten. Ihm sei die Tüchtigkeit der Firmenbesitzerin eigentliich sehr sympathisch, bekennt der Sissacher. Er hoffe nun einfach, Miriam Blocher die ganze Tragweite ihres Entscheids mit etwas mehr Informationen zur Geschichte und Seele des Baselbiets bewusst machen zu können.

So schrieb er am 9. Dezember der jungen Zürcherin auch im Namen seiner Frau und befreundeter Familien: "Die Baselbieter Rahmtäfeli sind ein Kulturprdodukt (...) Sie bringen eine echte Oberbaselbieter Spezialität zum Verschwinden! Vielleicht ist Ihnen das gar nicht bewusst? Es ist unser echter Weihnachtswunsch, dass Sie den Aufdruck ergänzen und wieder 'Baselbieter Rahmtäfeli' auf die Säckli und Büchsen drucken. Bestimmt würde dies im ganzen Baselbiet begrüsst." Jedenfalls lade er sie gerne für ein freundschaftliches Treffen auf die Sissacher Fluh ein.

Noch heute - so liess Buser die Zürcher Geschäftsfrau in Basel weiter wissen - unternimmt der Ex-Ghana-Schweizer, der einen einen guten Teil seines Lebens im Ausland verbrachte, keine Reise nach Westafrika ohne eine beträchtliche Ladung der Marke "Baselbieter Rahmtäfeli" im Gepäck.

Vergleich mit einem "Kulturgüter-Raub"

Miriam Blocher zeigte sich in ihrem Antwortschreiben freundlich, aber unbeugsam. Sie sei erfreut, jetzt auch Rahmtäfeli-Fans im "fernen Ghana" zu wissen, doch habe das Logo zwingend angepasst werden müssen. "Am bewährten Rezept haben wir jedoch nichts geändert und werden dies auch nie tun", versuchte sie zu trösten. Vergebens.

Buser will nun in einem weiteren Brief der neuen Dirigentin der Gelterkinder Caramel-Fabrik und Tochter eines nicht ganz unbekannten Politikers in einem historischen Rückblick die nicht immer so lockeren Beziehungen zwischen den Basler Halbkantonen aufzeigen. Zu OnlineReports meinte er: "Ich muss ihr sagen, dass das Auslöschen des Schriftzugs 'Baselbieter" bei uns von vielen als Kulturgüterraub empfunden wird. Vielleicht hat Frau Blocher doch noch ein Einsehen. Denn das schleckt auch sie nicht weg: Die Baselbieter Ruuntäfeli sind und bleiben die Spezialität unseres Kantons!"

Und wie empfindet Caramel-Meister Willy Weber die "Verbaslerung" seiner Rahmtäfeli-Erfindung? Antwort: "Das tut mir natürlich weh, aber ich kann da nichts mehr machen." Wenn schon, meinte Weber in seinem tadellosen Dialekt mit einem Augenzwinkern, müsste dem Baselbieter Ruuntäfeli ein völlig neuer Namen verpasst werden. Sein Vorschlag nach Basel: "Blocherli".

(Diese Recherche wurde ermöglicht dank dem OnlineReports-Recherchierfonds.)

9. Januar 2009

Weiterführende Links:


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"Rezept verschlechtert"

Die Übernahme der einen Firma von der anderen wäre ja noch hinzunehmen, aber die Geschmacksunterschiede sind so gross, dass es für mich und unsere Familie nach 40 Jahren das letzte Mal war, dass wir dieses Jahr diese ehemals besten Karamellstücke gekauft haben. Es war immer ein Hochgenuss so ein Geschenk – früher die grosse runde 400 g Dose, dann die Blechdose und schließlich die 250 g Schachteln – zu bekommen und jeder in der Familie freute sich sei es zum Geburtstag oder und zu Weihnachten auf diese nicht gerade günstige Leckerei. Schade, dass man nun das Rezept verändert – verschlechtert – hat. So kann man eine Marke auch zu Grunde richten.


Klaus Krueger, Elmshorn D



"Raclette- und ähnliche 'Käse'debatten"

Gibt es denn wirklich keine wichtigeren Probleme? So fragt man sich als Ostschweizer Beobachter (aus einer ehemaligen "gemeinen Herrschaft") und seit 70 Jahren in der Gegend ansässig (früher BL, jetzt BS), angesichts der unnützen, immer wieder Energie verbrauchenden und fast überall in der Schweiz als Witz wahrgenommen Querelen Basel – Baselbiet. Dass man sich angesichts der Probleme dieser Welt wegen eines Attributs der "Rahmdäfeli", die übrigens natürlich auch andernorts in der Schweiz fabriziert werden, gedemütigt fühlen kann, ist mir schwer verständlich. Statt "gemeinsam sind wir stark" eben lieber wie seit eh und je "so geht es nicht". Man wird an Raclette- und ähnliche "Käse"debatten erinnert.


Georg Rutishauser, Basel



"In dieser lokalen Affäre steckt der globale Wurm"

Ökonomische Logik belässt die Beziehungsfrage im Ausschluss und das Ausgeschlossene wirkt, im Besonderen dann, wenn wichtige Aspekte ausgeschlossen werden. Die Folge davon lässt sich folgendermassen beschreiben: "Sie verursachten, was sie zu verhüten vorgaben."

 

In dieser kleinen, lokalen Affaire steckt derselbe Wurm, welcher im Globalen zur Finanz- und der nachfolgenden Wirtschaftskrise führte. Und es würde mich nicht wundern, wenn weitere gesellschaftsübergreifende Zusammenhänge genauso kollabieren. Ich denke dabei an das politische System mit seinem unerträglichen Problemstau, an das Bildungssystem, welches sich nicht mehr erholen kann vor lauter sich folgenden Reformen und nicht zuletzt an das Gesundheitssystem.

 

Es scheint, dass unser gewohntes Denken nicht nur an Grenzen stösst, sondern immer deutlicher existenzielle Probleme schafft. Der Sinn von Krisen ist es, uns darauf aufmerksam zu machen. C.G.Jung hat uns darauf hingewiesen mit der Aussage: "Das, womit wir uns nicht auseinandersetzen, begegnet uns als Schicksal."

 

Wer nur das Ökonomische als Wert betrachtet, entzieht den für das gelingende Leben notwendigen Aspekten die Würde der Beachtung. Sie bleiben ausgeschlossen und unberücksichtigt und wirken wie oben beschrieben. Gemeinschaftsfähigkeit ist also gefragt und Gemeinschaft kann nur gelingen, wenn Beziehung gelingt - eine Vertiefung der Beziehungen zur Mitwelt, zur Schöpfung insgesamt im Gleichgewicht von Haben und Sein. Beziehung regelt die Sache und fordert ein integrales Bewusstsein, individuell und gemeinschaftlich.


Bruno Rossi, Gelterkinden



"Marktkräfte sind auf Dauer stärker"

Nei aber au! Welch ein Aufruhr weil die junge Frau B. mit einem bekannten und beliebten Markenartikel das macht, was junge unerfahrene Manager eben gerne machen - Fehler wegen Unerfahrenheit und Überheblichkeit. Wer wie Frau B. meint, man könne seine Ziele erreichen, ohne die Reaktion des Marktes zu berücksichtigen, wird lernen müssen, dass die Marktkräfte auf Dauer stärker sind. Kluge Kunden werden in Zukunft "Baselbieter Rahmdääfeli" und "Basler Läggerli" bei anderen Lieferanten kaufen.


Bruno Honold, Basel



"Könnte geschäftliche Folgen haben"

Schade. Da kann man Frau Blocher nur sagen: sch - sch - scho driitrampet. Frau Blocher, wenn Sie das nicht rückgängig machen, so fürchte ich, dass Sie es geschäftlich noch zu spüren bekommen. Sie sind nicht lange genug in Basel, um zu verstehen, wie man hier und im Baselbiet tickt.


Marianne Forster, Basel



"Chauvinismus ist eine Basler Spezialität"

Als Stadtflüchtling habe ich doch sehr geschmunzelt über die "Rahmdääfeli-Affäre" - weniger über Frau Blochers geänderte Ursprungsbezeichnung als über einzelne Stadtbasler Reaktionen. Und mit meiner blühenden Fantasie habe ich unweigerlich das gigantische Basler Aufheulen gehört, das ausgebrochen wäre, wenn Frau Blocher die "Basler Läggerli" zu "Baselbieter Läggerli" umgetauft hätte oder wenn die "Basler Mehlsuppe" von Migros oder Coop zur "Baselbieter Mehlsuppe" umfunktioniert würde. Chauvinismus ist wohl weniger eine Baselbieter Eigenschaft, sondern wohl eher eine Basler Spezialiät. Dies erst recht, wenns um die exklusiv gepachteten Basler Heiligtümer geht. Immerhin dürfte der Coup von Frau Blocher eine tolle Werbung für die süssen, klebrigen, herrlichen Würfelchen sein, die auch mich süchtig machen. In diesem Sinne danke ich Frau Blocher, und ich hoffe, dass die Dääfeli nach der Fasnacht wieder ihr Baselbieter Ursprungszeugnis erhalten. Danke, Frau Blocher.


Edi Borer, Kaiseraugst



"Jetzt wollen alle 'dryschnuure'"

So viel ich weiss hat Weber an Läckerli Huus verkauft (und Kasse gemacht). Läckerli Huus hat an Frau Blocher verkauft (und Kasse gemacht) ... und jetzt wollen alle "dryschnuure"? Hätten doch alle diese "Berufslandschäftler" lieber das Läckerli Huus gekauft und für Landschäftler Kultur mit Rahmtäfeli gesorgt.


Karl Schillinger, Basel



"Beste Werbung gegen die Bilateralen"

Ich meinerseits halte die ganze Geschichte für einen Sturm im Wasserglas und bin mir ganz sicher, dass nach dem 9. Februar wieder alles beim Alten sein wird und die Däfeli ihr altes Kleid zurückbekommen werden.

 

Frau Blocher ist schlicht eine bewundernswert kluge Frau: Einerseits macht sie so in der Stadt Basel wieder mal bewusst, dass man/frau sich hier nicht nur an türkischem Honig und Donuts erlaben kann. Andererseits bin ich überzeugt, dass sie damit ihrem Papi ein tolles Weihnachtsgeschenk machen wollte, indem sie aufgezeigt hat, wie verheerend es rauskommt, wenn ImmigrantInnen anfangen, an lokalen Kulturgütern herumzuwerkeln. Somit beste Werbung gegen die Bilateralen am 9.2.2009.


Brigitte Wenger Sahin, Basel



"Eine gefühlte Schnapsidee, Frau Blocher"

Wie wär’s mit einem amächeligen "Creamy Candys - the European Original"? Es dürfte weltweit - ja vermutlich bereits ausserhalb der nordwestlichen Nordwestschweiz - allen Schleckmäulern ziemlich egal sein, wie die süssen Dinger heissen. Marketingtechnologisch kann man Miriam Blochers Entscheid deshalb verstehen, ihr geht es um den einheitlichen Auftritt ihrer Marke "Läckerli Huus".

 

Zu bedauern ist aber tatsächlich, dass wir nun unseren Freunden und Bekannten keine "Baselbieter Ruundäfeli" mehr mitbringen können. Jä nu – nehmen wir halt Baselbieter Kirsch mit, solange es dieses agrarfreihandelsgefährdete Original aus unserer nächsten Heimat noch gibt. So gesehen: Für uns Baselbieter eine gefühlte Schnapsidee, Frau Blocher.


Thomas Weber, Buus



"Aber aber, Frau Blocher"

Aber, aber Frau Blocher! Bei aller Hochachtung vor Ihrem Mut, sich als Zürcherin ausgerechnet mit dem Basler Läckerlihaus selbständig zu machen: den Entscheid, die berühmte Spezialität umzutaufen, kann ich trotz Ihrer Begründung nicht nachvollziehen. Gerade jetzt, wo sich die Folgen der Globalisierung auch in einer Verarmung der Angebotsvielfalt in den Städten bemerkbar macht, gewinnen lokale Spezialitäten an Wert und erhöhen die Attraktivität des Unverwechselbaren. Die euphemistische Bezeichnung "Das Original" ersetzt die korrekte Herkunftsbezeichnung keineswegs. Fasnachtskiechli, Kügelipastete, Gerstensuppe usw. sind ohne die lokale Zuordnung beliebig, weil der kulturelle Hintergrund fehlt.

 

Wie wäre es also mit "BASELBIETER RAHMDÄÄFELI: das Original aus dem Läggerlihuus"?


Beatrice Alder, Basel



"Wann kommt Frau Blocher mit Basler Original Tirggel?

Warten wir, bis Frau Blocher vom "Läckerli Huus" mit ihren vielen Filalen auch "Züri-Tirggel" ins Sortiment aufnimmt. Werden sie dann aus Marketing-Gründen auch zu "Basler Original Tirggel"?


Karl Weisskopf, Birsfelden



"Bestimmt nicht umsatzfördernd"

Im Dezember 2008 mussten wir Baselbieter zur Kenntnis nehmen, dass die "Volksstimme" nun in Basel gedruckt wird (siehe dazu meinen Leserbrief in dieser Zeitung vom 23.12.08 "Volksstimme riecht nach Mehlsuppe"). Nun sind bereits auch die Baselbieter Rahmtäfeli einem Namensverlust unterlegen. Es geht nicht mehr lange, so "riechen" auch diese nach Mehlsuppe. Das passt momentan zur bevorstehenden Fasnacht, aber erzürnt sicher einige Baselbieter und ist bestimmt nicht umsatzfördernd.


Walter Schumacher, Zunzgen



"Zwischen 1833 und 2008 gibt es einen Unterschied"

Also – erst hatte ich gedacht, der Artikel sei eine Glosse, nur zum Schmunzeln über Chauvinismus im Halbkanton. Spätestens als ich bei "mangels Kenntnisse historischer Empfindlichkeiten zwischen beiden Basel" angelangt war, begann ich mich über diesen Unsinn zu ärgern. Es mag ja sein, dass da einige Ewiggestrige sich gerne ihr ganzes Leben lang in den ach so angespannten Beziehungen suhlen wollen, aber man sollte doch immerhin den Unterschied zwischen 1833 und 2008 noch erkennen. Wenn diese "Rahmdäfeli" tatsächlich das Kulturgut der Baselbieter wäre, erklärte das auch das zögerliche Verhalten des Landkantons bei den Kulturbeiträgen; aber so eine Vermutung gehörte dann wieder zum Kulturgut der Stadt – dem "spitzen Witz" nämlich.


Peter Waldner, Basel


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"Vier- bis fünfgeschossige Wohnungen für rund 1'200 Menschen und rund 400 Arbeitsplätze sollen entstehen."

Basler Zeitung
vom 23. Oktober 2019
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Einzige Voraussetzung: Die 1'200 Menschen müssen stehend schlafen können.

RückSpiegel


Telebasel, die BZ und die Badische Zeitung nahmen die OnlineReports-News über die technisch bedingte Umkehr einer "Austrian Airlines"-Maschine nach Wien auf

Die Basler Zeitung und die BZ nahmen die OnlineReports-Nachricht zum Tod des Konjunkturforschers Christoph Koellreuter auf.

20 minuten online, Blick, nau.ch, das SRF-Regionaljournal und Telebasel nahmen den OnlineReports-Primeur über den Unfalltod des Basler Umweltschützers Martin Vosseler auf.

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In der Besprechung des Films "Bruno Manser – Stimme des Regenwalds" nahm die BZ auf eine OnlineReports-Recherche Bezug.

Die BZ nahm den OnlineReports-Primeur über eine Rückzahlung der wegen Veruntreuung angeklagten ex-Kassierin der katholischen Kirchgemeinde Grellingen auf.

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Die BZ nahm die OnlineReports-News über den Rücktritt der Basler Unispital-Verwaltungsrätin Irmtraut Gürkan aus dem Vorstand des Universitäts-Klinikums Heidelberg auf.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Paola Gallo, die ehemalige Geschäftsleiterin von "Surprise", übernimmt per 1. Oktober 2019 die Geschäftsführung der Job Factory Basel AG und der Stiftung Job Training.

Der 19-jährige Geografie- und Geschichtsstudent Nino Russano wird als Nachfolger von Nicolas Eichenberger neuer Präsident der Juso Basel-Stadt.

Der Basler Bürgerrat hat eine spürbare Senkung der Einbürgerungsgebühren beschlossen, von der sowohl ausländische als auch Schweizer Bewerbende profitieren.

Die Verlängerung der BVB-Tramlinie 3 nach Saint-Louis kostete rund 84 statt 93,7 Millionen Franken und ist somit um fast zehn Millionen Franken günstiger als geplant.

Die Baselbieter Regierung beantragt dem Landrat, dem Staatspersonal per 1. Januar 2020 einen Teuerungsausgleich von 0,5 Prozent auszurichten.

Die Forscherin Michaela Kneissel nimmt anstelle des Ende Jahr ausscheidenden Ulrich Vischer Einsitz im Universitätsrat der Universität Basel.

Nach dem Rücktritt der neuen Basler Regierungsrätin Tanja Soland aus dem Grossen Rat rückt die ehemalige Juso-Präsidentin Jessica Brandenburger ab 1. Dezember ins Parlament nach.

Die ausserordentliche Mitgliederversammlung des Jungen Grünen Bündnisses Nordwest vom 3. November 2019 wählte als Nachfolger von Dominik Beeler Simon Fankhauser in das Co-Präsidium.

Zu sieben Fällen von Sachbeschädigungen an Autos kam es in der Nacht von Freitag auf Samstag, 2. November, in der Umgebung der Tramhaltestelle "Vogesenstrasse" in Reinach.

Der Gemeinderat von Riehen erwartet für die Planperiode 2020 bis 2023 jährliche Defizite von 1,3 bis 2,5 Millionen Franken.

Susanne Wäfler-Müller (42) wird ab dem 1. Mai 2020 die Führung der Kantonsbibliothek Baselland übernehmen und auf Gerhard Matter folgen, der im Frühjahr in den Ruhestand gehen wird.

Zu Beginn des Schuljahrs 2021/22 wird Informatik als obligatorisches Fach in allen Baselbieter Gymnasien eingeführt.

Die SP Baselland empfahl an ihrer Delegiertenversammlung vom 22. Oktober, im zweiten Ständerats-Wahlgang die grüne Maya Graf zu wählen.

Die Grünen Liestal und Umgebung haben Marie-Theres Beeler an der Mitgliederversammlung vom 22. Oktober für die Legislatur 2020-2024 für den Stadtrat nominiert.

Am 9. August 2019 hat Eva Meuli dem Landrat ihren Rücktritt als Präsidentin der Abteilung Sozialversicherungs-Recht des Kantonsgerichts Basel-Landschaft per 31. März 2020 erklärt.

Am 14. Oktober, lediglich drei Wochen nach Ausschreibung der Publikumsöffnung der ADEV Ökowärme AG, waren alle 3000 neu ausgegebenen Namenaktien gezeichnet.

Die Universität Basel richtet am 1. Februar 2020 mit dem Biologen Carsten Gründemann eine Stiftungsprofessur für translationale Komplementärmedizin ein.

Wechsel in der Geschäftsführung der Suchthilfe Region Basel: Barbara Held übernimmt die Leitung per Januar 2020, nachdem Walter Meury – ein Pionier in der Suchtarbeit – Ende Jahr in den Ruhestand geht.

Der Basler Regierungsrat Hans-Peter Wessels, Riehens Gemeindepräsident Hansjörg Wilde und Gemeinderat Daniel Hettich haben die erneuerte Lörracherstrasse in Riehen feierlich eingeweiht.

Veronica Schaller
, frühere Basler Sanitätsdirektorin und zuletzt Kulturbeauftragte der Stadt Bern, wurde zur neuen Präsidentin von "Curaviva Basel-Stadt", dem Verband der Basler Alterspflegeheime, gewählt.

Designierte Verwaltungsratspräsidentin der Schweizerischen Rheinhäfen ist Martina Gmür, Petra Mösching wird Mitglied des Verwaltungsrats.

Der Verein Region Oberbaselbiet wählte den aus dem Fricktal stammenden Gerry Thönen, der die Oberbaselbieter Gemeinden bis zur Gründung des Regionalvereins betreute, zum Geschäftsführer.

Anlässlich der Feierlichkeiten zum 70-Jahr Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zwischen der Schweiz und Israel organisiert die Schweizer Botschaft in Israel im September diverse Anlässe mit Bezug zu Basel.

Die Parteileitung des CVP-Wahlkreises Liestal hat einstimmig beschlossen, Elisabeth Augstburger für die Ständeratswahlen vom 20. Oktober zu unterstützen.

Schweizerische Rheinhäfen: Benedikt Weibel hat seinen Rücktritt als Verwaltungsrats-Präsident per 31. Dezember 2019 bekannt gegeben; Martin Dätwyler, Direktor der Handelskammer beider Basel, trat per 30. Juni zurück.