Klares Bekenntnis zum Basler Messe-Ausbau

Grosser Rat stützt die Expansions-Pläne seines Kleinbasler Wirtschafts-Juwels


Von Peter Knechtli


Ein klares Bekenntnis zum Ausbau der Messe Schweiz gab heute Mittwochmorgen der Basler Grosse Rat ab: Mit grossem Mehr billigte das Parlament die staatliche Beteiligung von 70 Millionen Franken zum grössten Ausbau-Projekt der Messe-Geschichte.


Nahezu alle Fraktionen stimmten der Vorlage zu – oder sie meldeten vereinzelt zähneknirschend Vorbehalte an. Aus dem Grünen Bündnis stellte eine Fraktionsminderheit einen Rückweisungsantrag; auch aus der SP äusserte sich eine kleine ablehnende Minderheit.

Lewin kämpfte für sein Projekt

Wirtschaftsminister Ralph Lewin gab vor dem Parlament ein feuriges Plädoyer für den Messe-Ausbau ab. Er erinnerte daran, dass Basel-Stadt mit einem Aktienanteil von 33,5 Prozent über eine Sperrminorität verfüge und vom Ausbau profitiere. Die Messe Schweiz könne ihren Ausbau  "zu einem wesentlichen Teil selbst finanzieren". Die staatlichen Beiträge von Basel-Stadt an den Ausbau seien "sehr massvoll". Lewin nahm zudem die unter anderem von der SVP geäusserten Vorbehalte ("einschneidende Veränderungen für die Herbstmesse") auf: "Die Herbstmesse wird auch in Zukunft auf dem Messeplatz stattfinden."

Einzelne Sprecherinnen und Sprecher stellten nicht die Notwendigkeit eines Ausbaus an sich in Frage, sondern den fehlenden Architektur-Wettbewerb, die städtebaulichen Aspekte des 37 Meter hohen Neubaus über den südlichen Bereich des Messeplatzes, der mehrfach als "Unort" bezeichnet wurde. Das "liegende Hochhaus" (so EVP-Präsident Heinrich Ueberwasser, der vom Projektgegner zum Befürworter wurde) sei ein markantes städtebauliches Signal, die "City Lounge" – der gedeckte Teil des Messeplatzes – soll zu einem "ganzjährigen Anziehungspunkt werden". Das Primat der grundsätzlichen Bedeutung des Messe-Projekts untermauerte Oswald Inglin (CVP) mit den Worten: "Basel kommt nicht ohne die Messe aus und die Messe nicht ohne Basel."

Gegner kritisieren "Gigantonomie"

Rolf Häring (Grünes Bündnis) bekannte sich als Projekt-Gegner, der sich in den letzten Monaten als "Hinterwäldler" und "für Basel als Schädling" abgestempelt sieht. Beim Ausbau handle es sich um ein "gigantomanisches Projekt" und, da keine Alternativen vorgelegt wurden, um eine "Nötigungs-Variante". Seine Fraktionskollegin Beatrice Alder kritisierte den immer stärkeren Übergriff der Privatwirtschaft auf den öffentlichen Raum. Urs Joerg (EVP) kritisierte die sich häufenden markanten Basler "Einzelfall-Projekte", wobei es das Baudepartement unterlasse, sie in einen konzeptionellen Zusammenhang zu stellen. Jürg Vitelli (SP) sprach vom optischen Eindruck einer "Staumauer". "Es kann nicht immer nur Verdichten geben", gaben andere Votanten ihrem Unwohlsein Ausdruck.

Auf Kritik stiessen die Initiatoren des Referendums gegen den Messe-Beitrag im Baselbiet. Wie die "Basler Zeitung" heute berichtet, kam das Referendum der Baselbieter SVP kurz vor Ablauf der Frist zustande.

Keine Pflicht zum Wettbewerb

Baudirketorin Barbara Schneider relativierte die Angst vor einem Verlust an Massstäblichkeit. Eine Ausdehnung der "neuen Massstäblichkeit" - die Zulassung örtlich begrenzter Überdimensionen - an andere Orte könne nicht in Frage kommen. "Es gibt ein Konzept, an welchen Orten in der Stadt einzelne oder mehrere Hochhäuser möglich sind", widersprach Schneider Grossrat Joerg. Zum fehlenden Wettbewerb erklärte die Regierungsrätin, die Messe könne nicht verpflichtet werden, einen Wettbewerb durchzuführen. Es hätten aber sehr viele zielgerichtete Varianten-Studien stattgefunden. Ein Wettbewerbs-Resultat wäre durch den Grossen Rat nicht weniger kritisch beurteilt worden. Auch die City Lounge werde ihren Zweck erfüllen.

Regierungsrat Ralph Lewin resümierte, nicht alle Grossprojekte könnten vollumfänglich durch Aktienkapitalerhöhung finanziert werden. Die Messe Schweiz mit ihrer starken Staatsbeteilgung könne nicht mit einer gewöhnlichen Aktiengesellschaft verglichen werden. Deshalb wiedersprach Lewin der Kritik, dass die Messe Geschenke an Private mache: Die Messe trage beim Ausbau eine grosse Last und betreibe deshalb eine sehr zurückhaltende Dividendenpolitik.

Gute Noten erhielt die grossrätliche Bau- und Raumplanungskommission unter dem Präsidium von Andreas Albrecht (LDP), die mehrere kritische Einwände in ihren als "umsichtig" gelobten Bericht aufgenommen habe.

Über Hans Rudolf Gysin verärgert

Auf der Tribüne verfolgten Peter Holenstein und Christian Jecker für die Messe Schweiz die Verhandungen. Nach der Schlussabstimmung, die mit grossem Mehr gegen 6 Nein bei 21 Enthaltungen ausfiel, zeigten sie sich zufrieden und glücklich. Doch kam ein beträchtlicher Ärger über das Baselbieter Referendum zum Ausdruck. Er richtete sich vor allem gegen FDP-Nationalrat Hans Rudolf Gysin, der das Referendum unterstützt. Dies nachdem die Messe Schweiz der Organiation "Baselland Promotion 2008" aus der Patsche geholfen habe, indem sie in letzter Minute als Organisatorin des Public Viewing in Bubendorf eingesprungen war.

12. März 2008

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"Das Bundesbüchlein (...) lädt geradezu ein, zwei Mal Nein zu stimmen: Nein zu Bundessteuern. Und Nein zu SRG-Zwangsgebühren."

Basler Zeitung
vom 13. Januar 2018
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Stimmt also Nein zur No-Billag-Initiative! Hat das der Autor so gemeint?

RückSpiegel


Die Basellandschaftliche Zeitung und 20 Minuten nahmen die OnlineReports-Nachricht über die geplante Massenentlassung bei der "Küschall AG" in Witterswil auf.

In ihrer Übersicht über die Schweizer Online-Newsmedien ging die NZZ auch auf OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung zog die OnlineReports-News über den Entscheid des Basler Appellationsgerichts gegen die Nichtanhandnahme der Strafanzeigen von Staatsanwältin Eva Eichenberger und Strafgerichtspräsident Lucius Hagemann durch die Obwaldner Oberstaatsanwältin Esther Omlin im Fall "Lehrer H." nach.

In ihrem Artikel über die "Berlusconisierung von links" zitiert die Weltwoche aus dem "dem gutinformierten Basler Internetdienst OnlineReports".

In seinem Bericht über die Gefährlichkeit des Basler Centralbahnplatzes geht Barfi auf einen OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2001 ein, der damals schon die Probleme thematisierte.

Blick, Tages-Anzeiger, Basler Zeitung, BZ Basel, 20 Minuten und Barfi bezogen sich in ihren Artikeln über die Schüsse einen Mann in der Basler Innenstadt auf einen News-Primeur von OnlineReports.

Der Tages-Anzeiger und 20 Minuten nahmen in ihren Berichten über den gefährlichen Zwischenfall mit einem Intercity-Zuges der SBB in Stein-Säckingen auf OnlineReports Bezug.

In ihrem Interview mit der neuen BVB-Präsidentin Yvonne Hunkeler nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung nahm den OnlineReports-Feature über den Einbruch im Restaurant "Dalbestübli" auf.

Die Volksstimme zitierte in ihrer Presseschau über die Säuli-Metzgete in Sissach aus der OnlineReports-Reportage.

Im Bericht über Rechtsprobleme des Bordells an der Basler Amerbachstrasse zitiert Barfi aus OnlineReports.

Ausführlich geht die Basler Zeitung auf einen kritischen OnlineReports-Gastkommentar über den Eigenmietwert-Steuerfall um Rösly M. ein.

In seinem Beitrag über "Die Basler Sinnkrise" zitiert der Tages-Anzeiger aus dem OnlineReports-Leitartikel "Willkommen im Baselbiet: Nichts geht mehr", in dem es um einen "Kanton in der Sinn-Krise" geht.

barfi, die BZ Basel, die Tageswoche, die Badische Zeitung und das Baublatt haben die OnlineReports-Story über den Abbruch des "Rostbalkens" und die geplanten Hochhäuser beim Basler Bahnhof SBB aufgenommen.
 
Infosperber.ch geht in einem Kommentar über das "Dauer-Bashing" der Behörden durch die Medien auf die Konter-Position von OnlineReports ein.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Im Jahr 2017 verhängte die Basler Kantonspolizei im Zusammenhang mit dem FC Basel 17 Rayonverbote – davon sieben an Fans von Gastmannschaften –, während der FC Basel acht Stadionverbote anordnete, von denen fünf Fans von Gastmannschaften betrafen.

• Die Gemeinde Allschwil plant eine Erneuerung und Erweiterung der Parkanlage sowie rund 140 Wohnungen auf dem Areal Wegmatten zwischen Baselmattweg und Bachgraben.

Thomas Bretscher wird ab 1. Februar neuer Geschäftsführer des "Business Park Laufental & Thierstein" und damit Nachfolger von Daniel Fiechter.

• Die Riehener CVP verlangt eine generelle Aufgabenprüfung (GAP), um die Diskussion um Aufgaben und Leistungen der Gemeinde und die dafür benötigten Ausgaben und Einnahmen zu versachlichen.

• Die Basler Regierung hat die Standesinitiative von FDP-Grossrat Christophe Haller betreffend "Abschaffung der Besteuerung des Eigenmietwerts" beim Generalsekretariat der Bundesversammlung eingereicht.

• Das Basler Hochbauamt rechnet beim Erweiterungsbau für das Kunstmuseum Basel mit einer Kostenüberschreitung von 3,5 Prozent.

Stagnierende Gesamtzahl der Studierenden an der Universität Basel: 12'873 Studierende und Doktorierende haben sich im Herbstsemester 2017 für ein Studium eingeschrieben.

• Die volle Freizügigkeit, die auf 1. Januar 2014 in beiden Basel eingeführt wurde, bleibt auch mit der ab 2018 geltenden Spitalliste weiterhin bestehen.

• An der Sitzung vom 18. Dezember hat das französische Parlament dem schweizerisch-französischen Abkommen zum Steuerregime am EuroAirport zugestimmt.

Elisabeth Pestalozzi, seit August 2016 stellvertretende Chefredaktorin von Radio SRF, wird im zweiten Quartal 2018 neue Kommunikationsleiterin der Christoph Merian Stiftung.

• Über tausend Personen verlangen in einer Petition der SP Gelterkinden die Einführung von Tempo 30.

• Im zweiten Wahlgang der Liestaler Stadtrats-Ersatzwahl vom 14. Januar 2018 treten Marie-Theres Beeler (geboren 1959, Grüne) und Karin Jeitziner (geboren 1961, FDP) an.

Marco Greiner, Regierungssprecher und Vizestaatsschreiber von Basel-Stadt, ist neuer Präsident der Schweizerischen Informations-Konferenz öffentlicher Verwaltungen.

• Die Basler CVP hat ihre mit 3'910 Unterschriften versehene Krankenkassen-Initiative eingereicht, die verlangt, dass selbstbezahlte Prämien für die obligatorische Krankenpflege-Versicherung vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden können

• Mit der Jus-Studentin Laetitia Block als Nachfolgerin von Pascal Messerli steht erstmals eine Frau an der Spitze der Jungen SVP Basel-Stadt.

• Das Basler Ristorante Cibo Mediterraneo ist der künftige Betreiber der neuen Buvette am St. Alban-Rheinweg.

Reto Meyer, Inhaber und Geschäftsführer der WS Kommunikation in Basel, kauft per Jahreswechsel sämliche Anteile der BSSM Werbeagentur von Urs Schneider und Hannes Müller.

Jana Wachtl (38) wird als Nachfolgerin von Sabine Kubli auf Jahresbeginn neue Leiterin der Baselbieter Fachstelle "Gleichstellung für Frauen und Männer".

• Das Basler Energieunternehmen IWB plant, im Februar 2018 elf neue Ladesäulen für Elektrofahrzeuge in Quartierstrassen auf Allmend zu installieren.

• Entgegen der Parole der kantonalen CVP sagte der CVP-Wahlreis Liestal Nein zum "8. Generellen Leistungsauftrag für den öffentlichen Verkehr" und damit Ja zum "Läufelfingerli".

Raymond Cron wird als Nachfolger von Andreas Büttiker ab 1. Januar 2018 neues Verwaltungsratsmitglied des EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg.

• Der Basler Grosse Rat hat die Standesinitiative der SP gegen der Schliessung von Quartier-Poststellen überwiesen.

• Die bürgerlichen Jungparteien von Basel-Stadt ziehen ihre Zweirad-Initiative zurück, da sie mit dem vom Grossen Rat beschlossenen Gegenvorschlag ihre Hauptforderungen als erfüllt betrachten.

• Die Baselbieter Wahlen des Landrats und des Regierungsrats für die Amtsperiode vom 1. Juli 2019 bis 30. Juni 2023 finden am 31. März 2019 statt.

• Weil mit dem als Gegenvorschlag verabschiedeten neuen Bürgerrechtsgesetz und den Anpassungen auf Bundesebene die Anliegen der Initianten erfüllt sind, zieht die SVP Basel-Stadt ihre Volksinitiative "Keine Einbürgerung von Kriminellen und Sozialhilfeempfängern" zurück.

• Mit der Gründung der Sektion Waldenburg wollen die Grünen Baselland im Wahlkreis Waldenburg den verlorenen Landratssitz zurück erobern.