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"Branche wird blühen": Referenz-Gast Pascal Couchepin, Delegation*

Baselworld 2009: Das Rendez-vous von Glanz und Glorie

Von Krisenstimmung keine Spur: Die bedeutendste Uhren- und Schmuckmesse der Welt öffnete heute in Basel ihre Tore


Von Peter Knechtli


Bundesrat Pascal Couchepin eröffnete heute Donnerstagmorgen in Basel die "Baselworld 2009": An der weltweit bedeutendsten Messe für Uhren und Schmuck ist rein äusserlich von Krisenstimmung rein gar nichts zu spüren. Das Schöne und Reiche überdeckt alles.


Die Stadt ist nicht wie sonst: Mondäne Limousinen kreuzen auf, Taxis und Caterer melden Hochbetrieb und im Kleinbasel geht die Post ab. Die blauen Flaggen kündigen an: Basel wird während acht Tagen zum globalen Dorf für Uhren und Schmuck der Extraklasse. Im Innern des Messegeländes zeigt sich das Bild einer andern Welt, die Welt der Reichen und Schönen. Die sonst kühlschranknüchternen Messehallen sind in Traum-Landschaften verwandelt, besiedelt von mehrstöckigen Edel-Präsentations-Villen, die zweistellige Millionen-Summen kosten und, so ein Insider zu OnlineReports, "so stabil gebaut sind, dass man sie ohne weiteres dreissig Jahre stehen lassen könnte".

Knochenarbeit für Spürnasen

Spürnasen, die hier nach Belegen der "weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise" fahnden, dürfte ein hartes Stück Knochenarbeit bevorstehen. Es funkelt wie eh und je. "Natürlich ist möglich, dass die Bestellungen dieses Jahr etwas zurückgehen", sagte Messe-Generaldirektor René Kamm beim ersten Rundgang zu OnlineReports. "Aber man muss sich bewusst sein, von welchem Niveau aus der Rückgang erfolgen dürfte." 1'952 Aussteller aus 45 Nationen – etwas weniger als letztes Jahr, die überwiegende Mehrheit aus Europa und Asien – präsentieren dem internationalen Handel die neusten Kreationen an Uhren und Schmuck, auch in sechsstelligen Preislagen.

Kurz vor 10.45 Uhr geht Bewegung durch den Journalisten-Pulk im Foyer der Halle 1.0: Unter Trompetenklängen angesagt ist das "Ribbon Cutting", wie das Banddurchschneiden auf Uhren-Deutsch heisst. In eiligem Schritt marschieren die Honorarioren an, angeführt von Bundesrat Pascal Couchepin, dem Basler Regierungspräsidenten Guy Morin und den Regierungsmitgliedern Eva Herzog, Carlo Conti und Christoph Brutschin (er trägt eine Uhr aus einer Manufaktur in Le Noirment). Anders als letztes Jahr war mit Peter Zwick auch die das Baselbiet wieder vertreten.

Couchepin lässt Uhr nicht aus dem Sack

Dunkel gewandete, kurzfrisierte Männer inmitten dieser Klientel, in der extravagant gekleidete Frauen, auch in High Heels, auffallen. Das sind wohl keine Uhren-Verkäufer. Die haben einen Knopf im Ohr. Ernste Blicke. Der Bundesrat mit seinem Gefolge zieht – jedes Jahr in gleicher Reihenfolge – durch die Pavillons jener Schweizer Uhren-Firmen, die zu den bedeutendsten des Landes zählen, und erweist ihnen die Referenz. "Das sage isch Ihnen nischt", lacht Couchpin auf die traditionelle OnlineReports-Frage, welchen Uhrenmarke er selbst trage. Auch auf die charmante Nachfrage, welche Zeit es denn gerade sei, fällt der Bundesrat nicht herein (er zeigt vielmehr Richtung Decke, wo sich eine grosse Digital-Uhr befindet). Zu Rolex geht er, zu Patek Philippe, zu Cartier und dann zu Swatch-Chef Nicolas Hayek (Bild).

Guten Mut verbreitet Couchepin: Das Schweizer Qualitätshandwerk werde allen weltweiten Krisensymptomen zum Trotz nicht darben, sondern "blühen". Die markante Präsenz an Herstellern und Händlern zeige, dass die Welt der Uhren immer noch in der Lage sei, "uns träumen zu lassen". Der Walliser Magistrat beschwört Optimismus, auch wenn seine Wirtschaftsministerin einen allmählich dramatischen Zustand der Schweizer Wirtschaft einräumen muss. Die Branche habe ihre Krisen gehabt, sich aber davon immer wieder erholt, wie die "Baselworld" zeige.

40 Unternehmen mit neuem Stand

Messe-CEO René Kamm kann der Krise "etwas Gutes" abgewinnen: "Übertreibungen der Märkte werden korrigiert." Und die Konsumierenden konzentrierten sich verstärkt auf "sichere Werte", wovon "gut etablierte und solid geführte Marken und Unternehmen" profitierten. "Baselworld"-Direktorin Silvie Ritter verweist darauf, dass die Ausstellungsfläche im Bereich Uhren gegenüber letztem Jahr gar erweitert wurde und nicht weniger als 40 Unternehmen in den Bau eines neuen Standes investiert haben. Im stark krisengeschüttelten Schmuck-Bereich habe es "nur sehr wenige Absagen" gegeben, zumeist wegen Konkursen.

An den Ständen ist von Konkursen aber nicht die Rede. Kaum ist das Band durchtrennt, geht's los wie im Bienenhaus. Die Business-Maschine ist angeworfen. Auch René Kamm hat sichtlich Freude.

* von links: Ausstellerbeirat-Präsident Jacques Duchêne, Guy Morin, Pascal Couchepin, Christoph Brutschin und René Kamm

26. März 2009


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Theater Basel

"Die Dreigroschenoper"
RückSpiegel


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Die Basellandschaftliche Zeitung und 20 Minuten nahmen die OnlineReports-Nachricht über die geplante Massenentlassung bei der "Küschall AG" in Witterswil auf.

In ihrer Übersicht über die Schweizer Online-Newsmedien ging die NZZ auch auf OnlineReports ein.

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In ihrem Artikel über die "Berlusconisierung von links" zitiert die Weltwoche aus dem "dem gutinformierten Basler Internetdienst OnlineReports".

In seinem Bericht über die Gefährlichkeit des Basler Centralbahnplatzes geht Barfi auf einen OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2001 ein, der damals schon die Probleme thematisierte.

Blick, Tages-Anzeiger, Basler Zeitung, BZ Basel, 20 Minuten und Barfi bezogen sich in ihren Artikeln über die Schüsse einen Mann in der Basler Innenstadt auf einen News-Primeur von OnlineReports.

Der Tages-Anzeiger und 20 Minuten nahmen in ihren Berichten über den gefährlichen Zwischenfall mit einem Intercity-Zuges der SBB in Stein-Säckingen auf OnlineReports Bezug.

In ihrem Interview mit der neuen BVB-Präsidentin Yvonne Hunkeler nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung nahm den OnlineReports-Feature über den Einbruch im Restaurant "Dalbestübli" auf.

Die Volksstimme zitierte in ihrer Presseschau über die Säuli-Metzgete in Sissach aus der OnlineReports-Reportage.

Im Bericht über Rechtsprobleme des Bordells an der Basler Amerbachstrasse zitiert Barfi aus OnlineReports.

Ausführlich geht die Basler Zeitung auf einen kritischen OnlineReports-Gastkommentar über den Eigenmietwert-Steuerfall um Rösly M. ein.

In seinem Beitrag über "Die Basler Sinnkrise" zitiert der Tages-Anzeiger aus dem OnlineReports-Leitartikel "Willkommen im Baselbiet: Nichts geht mehr", in dem es um einen "Kanton in der Sinn-Krise" geht.

barfi, die BZ Basel, die Tageswoche, die Badische Zeitung und das Baublatt haben die OnlineReports-Story über den Abbruch des "Rostbalkens" und die geplanten Hochhäuser beim Basler Bahnhof SBB aufgenommen.
 
Infosperber.ch geht in einem Kommentar über das "Dauer-Bashing" der Behörden durch die Medien auf die Konter-Position von OnlineReports ein.

Weitere RückSpiegel

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"In der Elsässerstrasse kam es zu einem Unfall mit Salzsäufer."

BaZ online
vom 20. Februar 2018
über einen Salzsäure-Unfall
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Vielleicht hat auch der Redaktor Salz gesoffen.

In einem Satz


• Der Frauenanteil in den Aufsichtsgremien von staatsnahen baselstädtischen Betrieben liegt per 1. Januar 2018 bei 40,9 Prozent und übertrifft somit die geforderten 33,3 Prozent deutlich.

• Da SP-Landrat Hannes Schweizer per 31. März als Präsident der Bau- und Planungskommission zurückritt, schlägt die SP-Fraktion als seinen Nachfolger den Frenkendörfer Urs Kaufmann vor.

• Die SP Pratteln-Augst-Giebenach lanciert eine Petition zur Erhaltung des Schalters der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB) in Pratteln.

BaselArea.swiss wird ab März im Mandat die Geschäftsführung des Switzerland Innovation Park Basel Area AG übernehmen.

Thomas Kessler, der frühere Basler Stadt- und Kantonsentwickler, wird Leiter eines von den AZ Medien für die "BZ Basel" ins Leben gerufenen Publizistischen Beirats.

• Nach Vandalenakten und einer Einbruchserie fordert die Riehener CVP von den Behörden "endlich die wirksame Umsetzung längst bekannter Forderungen" zur Erhöhung der Sicherheit.

• Der Münchensteiner Gemeinderat hat die Durchführung des "Tension Festivals" vom 31. Juli im Gartenbad St. Jakob sowie auf den angrenzenden Volleyball-Feldern unter Lärmauflagen bewilligt, nachdem letztes Jahr zahlreiche Beschwerden eingegangen waren.

Hans-Peter Ulmann, seit 1996 CEO von Psychiatrie Baselland, tritt auf 30. Juni 2019 in den Ruhestand.

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• Die Gemeinde Allschwil plant eine Erneuerung und Erweiterung der Parkanlage sowie rund 140 Wohnungen auf dem Areal Wegmatten zwischen Baselmattweg und Bachgraben.

Thomas Bretscher wird ab 1. Februar neuer Geschäftsführer des "Business Park Laufental & Thierstein" und damit Nachfolger von Daniel Fiechter.

• Die Riehener CVP verlangt eine generelle Aufgabenprüfung (GAP), um die Diskussion um Aufgaben und Leistungen der Gemeinde und die dafür benötigten Ausgaben und Einnahmen zu versachlichen.