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"Jeder Text muss Mehrwert bieten": BaZ-Chefredaktor Matthias Geering

Redaktion in Unruhe: "Basler Zeitung" muss Personal abbauen

Die grosse Tageszeitung der Region Basel steht in der schwierigsten Phase ihrer Entwicklung


Von Peter Knechtli


Die globale Zeitungs-Krise trifft auch die "Basler Zeitung": Die Redaktion steht vor einer weiteren Sparrunde und einem damit verbundenen Stellenabbau. Nach Informationen soll rund 15 Prozent des Redaktionsbestandes einem radikalen Zeitungs-Umbau zum Opfer fallen. Innert Jahresfrist soll sich das Gesicht der BaZ sichtbar verändern: Dünner, besser, provokativer.


"Die Situation ist ungemütlich", räumt Matthias Geering (47), seit Ende Januar 2007, Chefredaktor der "Basler Zeitung" (BaZ), offen ein. Vor ihm stehen keine Schönwetter-Jahre und keine wohltuenden Entscheide. Vor ihm steht wohl die schmerzhafteste Transformation in der Geschichte der führenden Zeitung der Nordwestschweiz.

Leserverlust von 20 Prozent in fünf Jahren

In Gegensatz zu den goldenen achtziger und neunziger Jahren, als die Zeitung dem Vernehmen nach zweistellige Millionengewinne einfuhr, muss heute der Kampf an allen Fronten und Kulturen geführt werden: Massiv steigende Energiepreise, die anhaltende Konkurrenz durch schnelle Gratis-Zeitungen sowie die wachsenden kostenlosen News-Angebote und Immobilienmärkte der Online-Portale stellen die Herausgeber von Bezahl-Zeitungen vor ungeahnte Herausforderungen. Noch nicht einmal berücksichtigt sind die derzeit weder quantitativ noch zeitlich abschätzbaren Folgen der Börsen- und Finanzkrise. Das spürt auch die "Basler Zeitung", deren Gruppe mit dem Gewinn von sieben Millionen Franken im neusten Geschäftsjahr kaum zufrieden sein dürfte.

Als vor vier Jahren Ivo Bachmann als Nachfolger von Hans Peter Platz die Chefredaktion übernahm und die Zeitung einer umfassenden Auffrischung unterzog, versprach er, die "modernste Regionalzeitung Europas" anzubieten. So schnell ändern die Zeiten: Kaum haben sich Redaktion und meckernde Leserschaft an das neue Layout gewöhnt, besteht erneut akuter Handlungsbedarf: Innerhalb von fünf Jahren verlor die BaZ 20 Prozent der Leserschaft, die Auflage sank kontinulierlich weiter, erst unter die 100'000-Marke, jetzt liegt sie unter 94'000 Exemplaren. Die Redaktion an Aeschenplatz spürt, was auch an andern bezahlten Tageszeitungen nagt: Die Leserschaft altert, der Abonnenten-Nachwuchs bricht weg. Dramatisch für die Print-Branche: Die Abonnenten von morgen informieren sich – wenn überhaupt – über Gratiszeitungen und über Online-Angebote.

Knatsch um Kompetenzen

Anfang Monat kündigte die Unternehmesleitung recht frohgemut ("Basler Zeitung rüstet sich für die Zukunft") eine erneute Reaktion auf das sich "verändernde Konsumverhalten bei der Mediennutzung" an. Doch der Schritt, der sich dahinter verbirgt und im bevorstehenden Jahr am Aeschenplatz bevorsteht, dürfte der einschneidenste seit der grossen Zeitungsfusion von "National-Zeitung" und "Basler Nachrichten" zur "Basler Zeitung" im Frühjahr 1978 sein: Angekündigt wird eine "tief greifende Analyse" des Blatts, das sich seit dem Verkauf der "Basellandschaftlichen Zeitung" an den "Mittelland-Zeitung"-Verbund des Badener Verlegers Peter Wanner im Fricktal und im Baselbiet auch noch einer neuen Kampf-Front gegenüber sieht.

Eine "qualitative Marktforschung" von Demoscope soll, so Geering zu OnlineReports, Aufschluss darüber geben, "welcher Typus bereit ist, für eine Tageszeitung zu zahlen, und welche inhaltlichen Erwartungen er an die Bereitschaft knüpft". Anfang kommenden Jahres sollen laut Beat Meyer erste Resultate vorliegen.

Wie die Zeitung der Zukunft aussehen soll, ist noch völlig unklar. Intern prallten schon mit der heutigen multimedialen Performance der "Basler Zeitung" zwei "diametrale Positionen" (Geering) aufeinander: Der PR-Unternehmer Manfred Messmer, der am 19. Juni zum nicht geringen Erstaunen der Branche, als Leiter des neu geschaffenen Unternehmensbereichs "Digital Strategy and Development" verkündet wurde, drängte auf das Online-Primat. Andere wie Chefredaktor Geering oder Verlagsleiter Roland Steffen, verweigerten sich dieser Politik der internen Kannibalisierung bis zu Knatsch und Krach. Grund: Ein aktuelles BaZ-Onlineportal konkurrenziert weniger andere Nachrichtenportale als vielmehr die gedruckte Tageszeitung von morgen.

Weniger Kompetenzen für Online-Chef

Längst nicht alle BaZ-Insider halten es sogar für klug, wichtige Printstoffe des laufenden Tages schon zu Nachmittagsbeginn auch online anzubieten. Weshalb, so die Kritiker, sollen Kunden für eine gedruckte Zeitung ein Jahresabonnement von 368 Franken zahlen, wenn sie die wesentlichen Informationen gratis online abrufen können. Die Unstimmigkeit hatte, abgesehen von persönlichen Animositäten, bereits Konsequenzen. Messmer, von der BaZ zu 50 Prozent auf Mandatsbasis als Geschäftsführer der "BZM Online AG" beauftragt und anfänglich für Redaktion wie Verkauf zuständig, wurde inzwischen ohne grosses Aufhebens in seiner Kompetenz massiv beschnitten: Seit Anfang Oktober ist für die Onlinewerbung Verlags-Chef Steffen verantwortlich, die redaktionelle Hauptverantwortung geht noch dieses Jahr an Geering über.

Noch immer gehört der Arlesheimer PR-Mann dem Beirat des Online-Konglomerats "NewsNetz"* an, dessen Chefredaktor und Tamedia-Mann Peter Wälty sich nach eigenem Bekunden "blendend mit Herrn Messmer versteht".  

Klar ist mittlerweile: Die Online-Technologie, die eine nahezu unmittelbare Verbreitung von Neuigkeiten erlaubt und keinen Redaktionsschluss kennt, lässt sich mit der herkömmlichen Vorstellung einer Tageszeitung nicht vereinbaren. Auf Dauer goutiert das Publikum nicht, für Nachrichten zu bezahlen, die es tags zuvor schon online oder übers Fernsehen zur Kenntnis genommen hat. Ein BaZ-Kadermann zum OnlineReports: "An eine Weiterschreibung dieses Modells glaube ich nicht."

Stellenabbau in der Redaktion

Auch Chefredaktor Matthias Geering weiss, was auf ihn zukommt, wenn er die BaZ der Zukunft entwirft: "Wir werden uns von Kollegen trennen müssen", bestätigte er einen bevorstehenden Stellenabbau, ohne sich allerdings auf eine Zahl festlegen zu wollen. Nach Schätzungen von OnlineReports dürften es sich um mindestens 15 Stellen handeln, was fast jeden achten Arbeitsplatz oder 15 Prozent der 100 Redaktionsstellen bedeutet. Konzernchef Beat Meyer schloss gegenüber OnlineReports nicht aus, dass zusätzlich ein gewisser Anteil an Journalisten ersetzt wird durch Berufskollegen, deren Name eine Marke (Meyer: "Brand") darstellt und für hohe Professionalität und Glaubwürdigkeit bürgt. "Es herrscht", so ein langjähriger BaZ-Redaktor, Dramatisches ahnend, "intern schon einige Unruhe".

Sparen auf allen Ebenen und Synergienutzung ist in der BaZ und ihrer Gratis-Zeitung "Baslerstab" aber schon seit Monaten aktuell. Es herrscht ein Stellen-Stop, vier BaZ- und einige "Baslerstab"-Redaktionsstellen wurden bereits nicht mehr besetzt, freie Mitarbeiter beklagen sich über schwindende Aufträge und knappe Entschädigung. Reportage-Autor Alois Bischof erhielt von Geering den Entscheid, "dass wir unsere regelmässige Zusammenarbeit beenden sollten": Der Redaktions-Kapitän hat "den Auftrag, das Budget zu reduzieren". Synergien will er auf eine Weise nutzen, dass nicht mehr – wie jüngst – je zwei Redaktoren und zwei Fotografen der BaZ und des "Baslerstab" zum Jubiläum der Autobahn-Raststätte nach Pratteln fahren.

Ausserdem gibt der "Baslerstab" seinen traditionellen Standort am Schlüsselberg auf: Die Redaktion wird am BaZ-News-Desk am Aeschenplatz untergebracht, der Verlag zusammen mit andern Verkäufern am Gruppen-Hauptsitz an der Hochbergerstrasse zusammengefasst.

"Weniger Seiten auf hohem Niveau"

Soeben begann der Berner Printmedien-Berater Peter Karlen eine Durchleuchtung der Strukturen mit dem Ziel, kostensparende Synergien zu orten. Derweil erkennt Redaktionschef Geering schon: "Die 'Basler Zeitung' vom Herbst 2009 wird nicht mehr die 'Basler Zeitung' von heute sein." Die neu strukturierte BaZ werde "weniger Seiten auf hohem Niveau" bieten. Geering ist sich bewusst, dass Auflage und Leserschaft weiter sinken werden, aber er glaubt daran, "dass ein Publikum bereit ist, für ein tägliches intelligentes Hilfsmittel einen Preis zu bezahlen".

Doch die Neuorientierung kann nur gelingen, wenn es der verkleinerten Redaktion im Nachrichten-Überfluss gelingt, die "Frage dahinter" zu erkennen, Folgeentwicklungen zu aktuellen Entscheidungen zu antizipieren und ihre Texte erkenntnisgewinnend zu präsentieren. Dieser völlig neue und extrem teure Inhalts-Anspruch bedeutet aber einen Paradigmawechsel auf der Redaktion: Die Fähigkeit, sich von jahrzehntelang gepflegten, berichtenden Chronik-Stil zu verabschieden, und sich tagesgesprächsträchtigen Recherchen zuzuwenden. "Jeder Text muss den Anspruch erfüllen, einen Mehrwert zu bieten. Einfach einen andern Agenturtext zu schreiben, das geht nicht mehr. Wer für eine Zeitung zahlt, soll ein Privileg haben", gibt Geering den Kurs vor.

Wachsender Zürcher Einfluss

Interne Gedanken gehen in Richtung einer hohen Flexibilität und einer Aufhebung der traditionell starren Ressort-Struktur, die die Redaktion dazu zwingt, "Seiten auch dann abzufüllen, wenn gerade nichts läuft". Offen ist auch, ob das teure tägliche Kultur-Magazin, wo sich tiefgründige Stoffe und geistreiche Texte in unmittelbarer Nachbarschaft und in widersprüchlicher Dramaturgie mit papageienfarbenen TV-Vorschauen ertragen müssen, im Tabloidformat beibehalten wird. Verlagsleiter Roland Steffen schwebt eine "Zeitung, die sich täglich neu erfindet" vor, und er gewinnt der Krise Positives ab: "Es ist eine der besten und letzten Chancen, unser Modell aus eigener Kraft grundlegend zu überdenken."

Andere Verlage scheinen die "Basler Zeitung" indes schon zu umgarnen. Im "NewsNetz"-Onlineverbund gibt die Zürcher Tamedia ("Tages-Anzeiger", "SonntagsZeitung") den Ton schon auf eine Weise an, dass Marke "BaZ" nicht mehr klar erkennbar ist. Kooperationen mit Tamedia bestehen auch im Wochenend-"Magazin", in der Gratiszeitung "News" und in Tamedia-Druckaufträgen, welche die 80 Millionen Franken teure BaZ-Rotationsmaschine in Schwung halten.

Die verstärkte Zusammenarbeit der "Basler Zeitung" mit dem deutlich grösseren Zürcher Verlagshaus blieb den Baslerinnen und Baslern nicht verborgen. Es sei eine Frage von wenigen Jahren, bis auch die "Basler Zeitung"-Gruppe zum Tamedia-Konzern gehöre, wird oft orakelt.

Vision provozierende Selektiv-Zeitung

Das kann sein, muss aber nicht. Noch immer bekräftigt BZM-Präsident Matthias Hagemann den Willen, in Basel eine nicht aus Zürich bestimmte Stimme zu erhalten. Aber seinen Kreativen wird bei der Transformation der Komplett-Zeitung in eine proaktive, provozierende Selektiv-Zeitung ein Husarenstück abverlangt. Matthias Geering: "An jenem Tag, an dem der Kern unserer Zeitung nicht mehr nördlich des Jura gemacht wird, haben wir einen wichtigen Teil unserer Legitimation verloren."

* Das NewsNetz ist eine Online-Kooperation der Tamedia, der Berner Espace Medien ("Berner Zeitung") und die "Basler Zeitung Medien".

28. Oktober 2008

Weiterführende Links:


BaZ druckt "Volksstimme"

pkn. Auf der Rotationsmaschine der "Basler Zeitung" an der Hochbergerstrasse wird in den nächsten Monaten und in edlen Farben auch die in Sissach erscheinende Lokalzeitung "Volksstimme von Baselland" gedruckt. Wegen eines Umbaus müsste die drucktechnisch nicht mehr befriedigende "Volksstimme"-Rotation demontiert und verschoben werden. Dazu kommt es nicht: Die Maschine soll zum Restwert in ein fernes Land geliefert werden.



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"Zweimal PR-Botschaften von Pharmakonzernen"

Das journalistisch-unabhängige Selbstverständnis der BaZ hat schon stark gelitten: Gleich kurz hintereinander liess sich der Wirtschaftsteil zwei Mal zum PR-Botschafter von Basler Pharmakonzernen degradieren. Zwei Artikel waren mit dem Hinweis versehen, sie seien im Rahmen einer bezahlten Reise entstanden - einmal Roche, einmal Novartis. Insbesondere jener Artikel, in dem eine Novartis-Verwaltungsrätin auf einer ganzen Zeitungsseite das Doppelmandat von Daniel Vasella in Schutz nehmen durfte, hat mich erschreckt. Klar, weil er ein enger Verwandter des früheren Sandoz-Chefs ist, gibt es keinen anderen Menschen auf dieser Welt, der ihm das VR-Präsidium oder den CEO-Posten abnehmen könnte.

 

Solche PR-Gags machen sonst eher Gratiszeitungen. So kann man sich z. B. die Ausgeh-Tipps von "20 Minuten" kaufen. Ich hoffe, dass die BaZ nicht auch irgendwann zur reinen Rückseite von Inseraten verkommt.


Jan Schudel, Basel



"Mich erstaunt die Situation der BaZ nicht"

Mich erstaunt die Situation der BaZ nicht. Vor einigen Monaten hatte ich einen Leserbrief an die BaZ geschrieben, der nicht veröffentlich wurde, worin ich folgenden Vorschlag schrieb: Legen Sie den Baslerstab und die BaZ an drei Tagen zusammen (Werbeblock separat). Verteilen Sie diese Zeitung an alle Haushalte in der Region an folgenden Tagen, z.B. Mo, Mi, Fr.

 

Vorteile:

- "News" braucht es nicht mehr.

- "Baslerstab", bei dem man ja bald durchschauen kann, braucht es ebenso nicht mehr.

- Alles in einem Haus konzentriert.

- Werbung und gute Redaktionsarbeit haben einen geschlossenen Auftritt.

- Endlich mal ein konzentrierter mutiger Schritt.

- Bestimmt mehr Leser und deshalb für die Werbung, die Geldquelle, sehr interessant.

 

Dies ist eine klar unvollständige Vision, aber es ist nicht abzustreiten, dass vor Monaten so der Verlust beim "Baslerstab" (x Millionen Franken) nicht mehr vorhanden wäre.


Rolf Hermann, Schönenbuch



"Ja keinen Ärger mit den Einflussreichen"

Die BaZ ist selber Schuld, wenn das Blatt seit Jahren mit rückläufigen Abonenntenzahlen kämpfen muss. Dürftig geschriebene Artikel, oft mit Schreib- und Kommafehlern gespickt, ist mir die Zeitung schon lange verleidet. Die Herausgeber gelten als stramm bürgerlich orientiert. Der BaZ ist bekannt, dass in Basel in den letzten Jahren die Bürgerlichen bei Wahlen keine gute Figur machen. Gezwungenermassen muss dementsprechend auch die Linke in der Zeitung zu Wort kommen. Mein Eindruck ist der, dass dies eher widerwillig geschieht. Genau so tönen auch die Kommentare: Ja kein falsches Wort an die Adresse der Chemie, Messe Schweiz, Banken und Versicherungen. Ja keinen Ärger mit einflussreichen Inserenten.


Eric Cerf, Basel



"Aussterbende Spezies der Bleiwüstenleser"

Seit zwei Jahren bin ich Neuabonnent der NZZ. (Klar, die BaZ lese ich auch, um mich über die Regio zu informieren.) Warum gerade die NZZ? Weil sie lange Hintergrundberichte bringt, national und vor allem international, kurz: interessanten Lesestoff! Aber vermutlich gehöre zur aussterbenden Spezies der begeisterten Bleiwüstenleser.


Ernst Feurer, Biel-Benken



"Für einen Kurswechsel ist es zu spät"

Schon im April 2003 kündigte ich mein BaZ-Abo mit den Zeilen: "Ich hoffe, dass Ihnen die sinkenden Abonnentenzahlen den nötigen Druck für einen Kurswechsel bringt!."

 

Aber es kam noch schlimmer. Nicht nur die Auswahl der Themen blieb einseitig - auch die Journalisten begannen immer öfters ihre Kommentare, resp. persönliche Meinung direkt in die Berichterstattung "einzupacken". Jüngstes Beispiel waren die Wahlen 2008. Ich durfte als Regierungsratskandidat (einer kleinen Partei!) gleich etliche Erfahrungen mit dem Gerechtigkeitssinn und der moralischen Verantwortung der Regionalredaktion hautnah erleben. Falschmeldungen wurden mit grosser Überheblichkeit und Verzögerungstaktik nicht einmal korrigiert (mehr auf www.sd-bs.ch). Notabene gilt diese Aussage von ganz unten bis in die Chefetage. Herr Geering bezeichnete die verlangten Richtigstellungen von offensichtlichen Falschmeldungen als "Erpressung". Meiner Meinung nach ist es nun bei der BaZ für einen Kurswechsel nun zu spät, sie wird in eine untere Liga abrutschen.


Patrik Cattin, Schweizer Demokrat, Basel



"Wer etwas zu sagen hat, kommt in die Zeitung"

Liebe Herren Friedlin, Borer und Zumstein, wer etwas zu sagen hat, der kommt eben in die Zeitung, wer nix zu sagen hat oder immer das Gleiche verzapft, der kommt nicht in die Zeitung. Das hat mit der politischen Ausrichtung des Blattes nichts zu tun. Wer das, wie Sie, bis jetzt noch nicht gecheckt hat, dem wird auch der erneute Relaunch der BaZ nicht weiter helfen, und er muss sich weiterhin an Herrn Köppels ewig gleiche Lästerpostille halten - solange es sie noch gibt!


Matthias Scheurer, Basel



"BaZ links-grün - starker Tubak!"

Sehr geehrte Herren Zumstein, Borer und Friedlin, die "Basler Zeitung" als links-grünes Blatt oder SP-Postille zu betiteln, ist ja starker Tubak. Erstaunlich nur, dass sich in dieser auch die Liberalen und andere bürgerlichen Parteien regelmässig vernehmen lassen. Man muss ja sehr auf der rechten Seite stehen, um eine solche einäugige Behauptung in die Welt zu setzen. Im Grunde genommen ist es doch so, dass jeder seine Zeitungen und Gazetten liest, die ihn persönlich bestätigen und ihm ein bisschen politische Anerkennung liefert. So ist nun mal der Mensch resp. das eigene Ego. Herr Borer steht wenigstens zu seiner bevorzugten Lektüre des SVP-Sprachrohrs, die da "Weltwoche" heisst.


Bruno Heuberger, Oberwil



"Bezahlen ohne Mehrwert?"

"... Wer für eine Zeitung zahlt, soll ein Privileg haben, gibt Geering den Kurs vor." Fein. Wie aber gedenken Matthias Geering, eventuell gar Matthias Hagemann jene zu kompensieren, die der "Basler Zeitung" exklusive aufgrund von der quantitativen Macht und des dieser inhärenten Einflusses treu blieben respektive treu bleiben mussten? Also bezahlten, ohne das Privileg immateriellen Mehrwertes gehabt zu haben? Wie auch immer. Wenn die "Basler Zeitung" endlich nicht mehr quasi als Sekretariat der Basler Rot-Grünen funktionierte und begänne, objektiv und anregend zu berichten, so wäre ich schon zufrieden.


Patric C. Friedlin, Basel



"Das tönt nach Déja-vu"

Solange bald jedes Tagesmedium in Inhalt, Tonalität und Moralin – stromlinienförmig nach Comedia-Stallorder? – von anderen kaum mehr zu unterscheiden ist und die Leserschaft im empörungsbewirtschafteten Kurzfutterstil des "Blick" abgespiesen wird;

 

solange der in der Regel doch recht mündige Bürger jetzt auch noch beim Lesen einer Tageszeitung (und nicht nur beim nationalen TV und Radio) den Eindruck erhält, irgendwelche Journalisten wollen ihn im Zeltmissionars-Stil moralinsauer erwecken und erziehen;

 

solange sich die Tagesmedien (inkl. Sonntagspostillen) immer mehr als Hofberichterstatter populistischer Polit-Trittbrettfahrer profilieren und

 

solange die Redaktionen nach wie vor meinen, sie müssten die meist selbst losgetretenen Treppenhaus-Skandälchen in endlosen Nachzügen bis zum

Geht-nicht-mehr auslutschen: Solange braucht es tatsächlich immer weniger bezahlte Tagesmedien. Denn dann sind sie erstens zum Gähnen langweilig, zweitens beliebig austauschbar und folglich drittens tatsächlich viel zu teuer.

 

Da abonniere ich mir lieber die "Weltwoche", die zumindest immer mal wieder höchst interessante Hintergrundinformationen liefert (die in keiner Tageszeitung zu finden sind), auch wenn ich über einzelne Beiträge auch nicht immer begeistert bin. Aber immerhin habe ich dort das Gefühl, mir würde das, was ich zu denken und zu tun habe, nicht ständig vorgekaut bzw. ich dürfe mir auch noch meine eigene Meinung bilden. Mir graut vor dem Umbau der BaZ, wie ihn Herr Geering beschreibt. Das tönt fatal nach dem "Déjà-vue" bzw. "Déja-écouter" seiner Vorgänger.


Edi Borer, Kaiseraugst



"Eine quasi SP-Postille"

Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube! Weniger "rote Farbe", mehr Ausgewogenheit und eine signifikante Steigerung der Sprachqualität sind sowohl in der gedruckten als auch in der Online-Ausgabe von Nöten. Wieweit sich die BaZ-Redaktion, vor allem bei der Online Ausgabe "NewsNet", von der linken Tagi-Redaktion abkoppeln kann, muss sich erst noch weisen. Auffallend ist, wie oft sich die BaZ zusammen mit dem Zürcher "Tagesanzeiger" als quasi SP-Postille präsentiert und wie viel Raum den linken Parteiexponenten zugestanden wird.


Hans Zumstein, Itingen


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"Die Stimmbevölkerung hat sich dazu Mals an der Urne ganz klar gegen Unterflurcontainer ausgesprochen."

BDP
Medienmitteilung
vom 21. Juni 2019
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Damals, schweizerisch: dannzumal.

RückSpiegel


In ihrem Artikel über die Solidarisierung von BVB-Mitarbeitenden mit einem BaZ-Redaktor nahm Prime News auf einen früheren OnlineReports-Beitrag Bezug.

Die Badische Zeitung nahm die OnlineReports-News über den Wechsel von Orthopäden vom Bruderholz-Spital in die Allianz von Universitätsspital Basel und Bethesda-Spital auf.

Die Basler Zeitung bezog sich in ihren Artikel über den Baselbieter Fremdsprachen-Streit auf OnlineReports.

In ihrem Bericht über die BVB-Tramblockade an der "Bankverein"-Kreuzung nahm die BZ Basel auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung und das SRF-Regionaljournal bezogen sich in ihren Berichten über das Urteil gegen den Rheinufer-Todesschläger auf OnlineReports. 

Die Basler Zeitung äusserte sich in einer Gerichtsberichterstattung über einen "Sexverbrecher" (so die BaZ) kritisch über OnlineReports.

Telebasel und die Basler Zeitung bezogen sich in ihren Berichten über das Bordell in der Schillerstrasse auf einen OnlineReports-Bericht.

Die BZ Basel, die Basler Zeitung, 20 Minuten, die Nachrichtenagentur SDA, das SRF-Regionaljournal und die Badische Zeitung nahmen die OnlineReports-News über den Unfall an der Parking-Baustelle beim Kunstmuseum auf.

Die OnlineReports-Recherche über die Zukunft des Basler "Viertel-Kreis" wurde von der Gundeldinger Zeitung aufgenommen.

Die Nachrichtenagentur SDA nahm die OnlineReports-News über die Berufung im Fall des pädophilen Sekundarlehrers auf.

Die OnlineReports-Nachricht des Todes von Hannes Bertschi wurde von der Basler Zeitung, für die der Verstorbene auch gearbeitet hat, aufgenommen.

Die BZ Basel, Telebasel, das Regionaljournal, die SDA und die Basler Zeitung zogen die OnlineReports-Recherche über den Verzicht auf den Bau eines Forschungszentrums beim Basler Augenspital nach.

Telebasel, das Regionaljournal, die Basler Zeitung und die BZ Basel nahmen den OnlineReports-Primeur über die Massenkündigung von Mietern der Hochhäuser am Basler Schorenweg auf.

In einer Buchbesprechung über LSD zitierte die Basler Zeitung aus einem OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2006.

La Liberté zitiert in einer Vorschau Peter Knechtli zur geplanten Fusion der öffentlichen Spitäler in der Region Basel.

In ihrem Bericht über den Verkauf der "Winkler Livecom" durch die MCH Group zitiert die Basler Zeitung einen OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2007.

In ihrer Analyse über die Zukunft der Basler Medienlandschaft ging die BZ Basel auch auf OnlineReports ein.

Die BZ Basel schrieb OnlineReports eine Meldung über eine Baselbieter Richter-Karriere ab.

Die Basler Zeitung und Telebasel griffen die OnlineReports-Recherche über die aggressive Mietzins-Erhöhung der Schweizerischen Rheinhäfen gegenüber dem privaten Sportboot-Hafen auf.

Telebasel zitierte zur Einleitung des "Sonntalks" über Prämienverbilligungen aus dem OnlineReports-Kommentar "Anton Lauber muss sozialer werden".

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Tom Ryhiner und Balz Stückelberger wurden an einer ausserordentlichen Generalversammlung in den Verwaltungsrat der St. Clara AG und damit gleichzeitig in den Verwaltungsrat des Claraspitals gewählt.

• Am 21. Juni fand der Spatenstich für den Neubau des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts) im BaseLink-Areal in Allschwil statt.

• Die Generalversammlung der "SVP Frauen Basel-Stadt" wählte Gianna Hablützel-Bürki einstimmig zur neuen Präsidentin.

• Nach elfjähriger Tätigkeit als Bürgerrätin der Basler Bürgergemeinde tritt die Juristin Gabriella Matefi auf Ende Jahr zurück.

• Die Nationalratsliste der Jungen LDP: Benjamin Grob, Emélie Dunn, Benjamin von Falkenstein, Adrienne Strahm und Michael Hug.

• Der frühere BVB-Kommunikations-Chef Stephan Appenzeller tritt die Nachfolge von Stephan Maurer als Präsident der IGöV Nordwestschweiz an.

• Die Nationalrats-Kandidierenden der EVP Baselland: Elisabeth Augstburger, Liestal; Sara Fritz, Birsfelden; Martin Geiser, Gelterkinden; Andrea Heger, Hölstein; Werner Hotz, Allschwil; Lukas Keller, Bottmingen

• Die Stadt Weil am Rhein und der Kanton Basel-Stadt veranstalten gemeinsam einen städtebaulichen Studienauftrag für das Areal Otterbach Süd in Weil am Rhein, das sich im Eigentum der Einwohnergemeinde der Stadt Basel befindet.

• Der SP-Vizepräsident Mustafa Atici tritt Ende Mai aus dem Grossen Rat zurück und nach damit seiner Nachfolgerin Michela Seggiani Platz.

• Die Wintersingerin Nicole Roth wird neue Präsidentin der Jungen SVP Baselland (JSVP BL).

Anna Holm wird Präsidentin der Juso Baselland, Jasmine Bosshard und Noam Schaulin firmieren als Vizepräsidium.

• Der Arzt, Uni-Dozent, LDP-Grossrat, Meister E.E. Zunft zum Goldenen Stern und Aktivfasnächtler Raoul Furlano ist neuer Obersperber des Basler Sperber-Kollegiums.

• Eine Baselbieter Rentnerin übergab einem "falschen Polizisten" Schmuck im Wert von mehreren 10'000 Franken.

• Bei einem budgetierten Gewinn von 3 Millionen Franken schloss die Baselbieter Staatsrechnung mit einem Überschuss von 56 Millionen Franken.

• Die "Starke Schule Baselland" hat den Rückzug der Initiative "Niveaugetrennter Unterricht in Promotionsfächern" bekanntgegeben.

• Ein Referendums-Komitee hat am 30. März 5’000 Unterschriften für das Referendum gegen die "Lautsprecher-Beschallung" in Basel der Staatskanzlei übergeben.

• Die Rechnung 2018 des Kantons Basel-Stadt schliesst mit einem Überschuss von 283 Millionen Franken ab und liegt damit um 150 Millionen Franken über dem Budget.

• Die Universität Basel vergibt den Auftrag zur Realisierung des Ersatzneubaus Departement Biomedizin an das Basler Architekturbüro Burckhardt+Partner.

• Der Ständerat hat am 7. März einstimmig die Aufnahme der Projektierungskosten für die Durchmesserstrecke Herzstück in den Bahnausbauschritt 2035 beschlossen.

Michael Wilke wird neuer Leiter der Fachstelle Diversität und Integration in der Kantons- und Stadtentwicklung Basel-Stadt und Nachfolger von Andreas Räss, der neuer Leiter des Baselbieter Amts für Migration und Bürgerrechte wird.

• Die Einführung von Mitarbeitergesprächen und einer leistungsabhängigen Lohnentwicklung bei den Baselbieter Kantonsangestellten führt dazu, dass die "Liga der Baselbieter Steuerzahler" ihre Verfassungsinitiative "Für eine vernünftige staatliche Personalpolitik" zurückzieht.