© Fotos by OnlineReports.ch
"Noch unbequemer, noch kritischer": BaZ-Chefredaktor Somm

Markus Somm: "Wir sollten die Behörden zum Zittern bringen"

Der Chefredaktor der "Basler Zeitung" zu seiner Mission, seinem Berufsverständnis und zur neuen Konkurrenz "TagesWoche"


Von Peter Knechtli


Die "Basler Zeitung" (BaZ) müsse noch kritischer, noch unbequemer und noch bürgerlicher werden. Das sagt Chefredaktor Markus Somm im grossen Interview mit OnlineReports. Darin nimmt er auch erstmals zur neuen Konkurrenz durch die "TagesWoche" Stellung.


OnlineReports: Herr Somm, wie gut haben Sie sich in Basel eingelebt?

Markus Somm: Es geht mir sehr gut und ich fühle mich sehr wohl.

OnlineReports: Wohnen Sie jetzt in Basel?

Somm: Ich habe in Basel ein Zimmer und übernachte ab und zu hier. Sonst pendle ich mit dem Auto zwischen der Region Zürich und Basel.

OnlineReports: Jetzt ist in Basel gerade Herbstmesse. Waren Sie auch schon auf dem Riesenrad?

Somm: Nein, ich bin nicht mehr so Fan von Chilbis ...

OnlineReports: ... aber die sind doch volkstümlich!

Somm: Bin ich denn so volkstümlich?

OnlineReports: Wie gut sind Sie über politische Vorgänge in der Region Basel im Bild?

Somm: Wir wissen als Zeitung noch viel zu wenig, was in den beiden Basel läuft. Wir müssen noch viel mehr erfahren, was in Verwaltung und Regierung vor sich geht. Da muss die "Basler Zeitung" noch extrem zulegen. Wir müssen noch unbequemer werden, noch frecher, noch kritischer.

OnlineReports: Aber Ihr Herz schlägt für die Schweiz und gegen Europa - und in der Regel gegen alles ausserhalb der SVP.

Somm: Das ist ein Missverständnis: Ich interessiere mich nicht nur für Brüssel. Wer politisch ist, interessiert sich immer für das Lokale.

OnlineReports: Sie schreiben als Chefredaktor aber nur in Ausnahmefällen über lokale Themen.

Somm: Ein Chefredaktor muss sich zu wichtigen Fragen aus Politik und Wirtschaft äussern, und das ist zum grossen Teil nationale Politik. Wie das meine Vorgänger auf der BaZ hielten, weiss ich nicht.

OnlineReports: Die traten publizistisch leider fast nie in Erscheinung.

Somm: Ich habe den Anspruch, Texte zu sämtlichen wichtigen Themen zu verfassen und dabei eine klare Meinung zu vertreten. Alles andere ist kein Leitartikel. In der Regel reagiere ich nach Temperament. Wenn die Basler lokale Dinge stark bewegt, schreibe ich darüber. Aber der Basler interessiert sich nicht nur für Herrn Eymann, sondern auch für Barak Obama. So provinziell sind die Basler nicht.

OnlineReports: Sie sind Mitglied der FDP. Waren Sie als einfaches Mitglied auch schon an einer Versammlung der Basler FDP-Kantonalpartei?

Somm: Nein, aber ich hielt schon ein Referat vor den "Freunden der FDP".

OnlineReports: Weshalb treten Sie nicht in die SVP ein. Da wären Sie doch – gemessen an der Tendenz Ihrer Leitartikel – an richtigen Platz.

Somm: Wozu auch? Meine FDP-Mitgliedschaft beruht auf Familientradition. Ich stehe zwischen FDP und SVP, so gesehen fühle ich mich zwischen Stuhl und Bank am richtigen Ort.

OnlineReports: Wirklich? FDP-Bundesrat Johann Schneider-Ammann haben Sie schon als Extrem-Zauderer beschrieben.

Somm: Das ist er auch. Ich bin von ihm überaus enttäuscht. Das kann vorkommen. Aber ich bin von Ueli Maurer auch enttäuscht, obschon ich seiner Politik in vielen Aspekten nahe stehe. Ich bin Historiker und vor dem Hintergrund der freisinnigen Tradition würde ich mich als extrem freisinnig bezeichnen. Doch die FDP hat viel freisinniges Gedankengut aufgegeben. Sie  ist in vielen Fragen nicht mehr so freisinnig, wie sie es einmal war. Ich bin bürgerlich und liberal. Punkt.

"Ich komme nicht mit Feuer und Schwert und verlange, dass sich die Leute zu mir bekehren."




OnlineReports: In der OnlineReports-Bilanz zu "einem Jahr Markus Somm" bezeichnete ich Sie als "Missionator" - als eine Mischung aus Missionar, Kommentator und Terminator. Hat Sie das beleidigt?

Somm: Nein, das finde ich eine gute, originelle Wortwendung. "Terminator" finde ich sehr gut, beim "Missionar" ist es immer so eine Frage. So wird man sehr schnell bezeichnet, wenn man eine starke Überzeugung hat, damit habe ich kein Problem. Aber der Missionar ist ja auch unduldsam.

OnlineReports: Sind Sie das nicht?

Somm: Nein. Ich komme nicht mit Feuer und Schwert und verlange, dass sich die Leute zu mir bekehren – auch in der Redaktion nicht. Ich habe viel zu viel Freude an der Auseinandersetzung, als dass ich ein Interesse daran hätte, dass alle meine Meinung teilen. Das wäre mir zu langweilig, und selbst wenn es soweit käme, würde ich mich am Schluss von mir selbst distanzieren, nur um dafür zu sorgen, dass einer dissident bleibt. Wenn immer sich alle einig sind, wird es mir mulmig.

OnlineReports: Aber Sie haben doch eine klare Mission: Die Idee Europa, wie sie sich derzeit in blamabler Form offenbart, ist ein Fehlkonstrukt.

Somm: Ja, das ist sie in der Tat. Aber was die europäischen Länder entscheiden, ist ihre Sache und geht uns nichts an. Was die Schweiz betrifft, bin ich überzeugt, dass wir als Schweiz besser fahren, wenn wir nicht in der EU sind. Das ist mir ein grosses Anliegen ...

OnlineReports: ... und das durchdringt auch fast jeden Ihrer Kommentare. Sie wollen Ihrer Leserschaft diese Haltung beibringen.

Somm: Ja. Aber das ist mir wichtig. Europa ist seit 1992 die grosse Auseinandersetzung in der Schweizer Politik und daran möchte ich teilnehmen.

OnlineReports: Wie viel an Kritik mögen Sie persönlich einstecken?

Somm: Ich teile hart aus und greife Leute auch an. Dann muss ich auch Kritik ertragen.

OnlineReports: Uns scheint, Ihre journalistische Aggressivität habe in den letzten Wochen etwas nachgelassen. Die schmerzenden Adjektive und Bewertungen sind seltener. Stimmt der Eindruck?

Somm: Nein. Es ist nicht so, dass ich mich bewusst zurücknähme. Sondern im Gegenteil: Die grosse Mehrheit meiner Leitartikel ist nicht extrem polemisch und enthält wenig bewertende Adjektive. Es trifft hingegen zu, dass ich gelegentlich auch Polemik einsetze. Aber das hat mit der Abwägung der jeweiligen Stilmittel zu tun.

OnlineReports: Räumen Sie ein, dass Sie Personen, meist politische Amtsträger, mit der Schärfe ihrer Kommentare verletzen?

Somm: Nein. Ich habe sie nur hart kritisiert – und es ging mir stets um die Sache. Ausserdem spielen diese Personen eine so wichtige Rolle in der Öffentlichkeit und sind oft schon so lange in der Politik tätig, dass sie imstande sein müssen, damit zu leben. Ich lasse mir ja auch Kritik gefallen. Schon Truman sagte: "If you can't stand the heat, get out of the kitchen." Wenn Du die Hitze nicht erträgst, verlasse die Küche. Es kommt auch immer darauf an, wen man kritisiert. Würde ich einen Taxifahrer, der mir missfallen ist, in dieser Weise angreifen, würde man zu Recht sagen: Somm hat einen schlechten Charakter.

OnlineReports: In meiner Somm-Jahresbilanz ging ich mit Ihnen aussergewöhnlich hart ins Gericht. Hat Sie das verletzt?

Somm: Nein, ich fand Ihre Bilanz kritisch und fair. Sie schrieben mir ja auch positive Seiten zu. Das Interessante war, dass man spürte, dass Sie sich mit mir auseinandergesetzt haben. Und das allein ist schon ein Kompliment.
 
OnlineReports: Haben Sie auch Emotionen?

Somm: Ich habe sehr viele Emotionen, Ja. Sonst wäre ich auch nicht Journalist. Das sage ich auch meinen Journalisten. Am Morgen muss man mit einer gewissen Spannung zur Arbeit antreten. Das ist Energie und Emotion. Was uns als Leser interessiert, kommt oft aus dem Bauch.
 
OnlineReports: Wann haben Sie das letzte Mal geweint?

Somm: Das weiss ich nicht, das mache ich nicht sehr häufig.

"Kritiker getrauen sich gar nicht,
mich mit ihrer Kritik zu konfrontieren."




OnlineReports: Wie kommen Sie damit zurecht, dass Sie sich wegen Ihres aggressiven Stils auf Schritt und Tritt erklären und rechtfertigen müssen?

Somm: So ist es eben nicht. Wer polarisiert – und das mache ich ja offensichtlich –, ist mit einem Lager von Leuten konfrontiert, die einen nicht ausstehen können. Aber es gibt genau so viele Leute, die einem begeistert gegenüber stehen und Applaus geben. Herr Knechtli, Ich übertreibe jetzt nicht: Ich bin häufig in der Stadt. Fast jedes Mal kommt jemand auf mich zu, der mir die Hand zustreckt und mir gratuliert.

OnlineReports: Kommt das häufiger vor als das Gegenteil?

Somm: Ja, das Gegenteil gibt es gar nicht mehr. Die Leute, die mich kritisieren, getrauen sich gar nicht, mich mit ihrer Kritik zu konfrontieren. Mir ist noch nie passiert, dass mir in Basel jemand in der Öffentlichkeit einen Schlötterlig angehängt hat.

OnlineReports: Nicht wenige Beobachter haben den Eindruck, sie würden die "Basler Zeitung" mit Ihrem Crash-Kurs bewusst an die Wand fahren. Was sagen Sie denen?

Somm: Die Vorstellung, ich sei hier der Chef und habe nichts anderes zu tun als diese Zeitung kaputt zu machen, ist so grotesk, dass ich gar nicht weiss, was ich dazu sagen soll. Es ist doch klar, dass ich die Zeitung so gut wie möglich machen und Erfolg mit ihr haben will.

OnlineReports: Wie hoch ist denn die aktuelle Auflage der "Basler Zeitung"?

Somm: Die offizielle Auflage liegt bei rund 77'000 Exemplaren.

OnlineReports: Wie viele Abonnenten sind wegen Ihnen und ihrem Auftritt abgesprungen?

Somm: Seit 2001 hat die "Basler Zeitung" unter meinen Vorgängern jedes Jahr genau gleich viele Abonnenten verloren wie ich in einem Jahr. Es spielte also gar keine Rolle, ob die "Basler Zeitung" bunter, weniger bunt, seriös oder weniger seriös war. Wenn wir jene Leser abzählen, die ich aus politischen Gründen vertrieben habe, dann bin ich sogar noch besser als meine Vorgänger (lacht). Ich bin einfach überzeugt, dass eine Zeitung ein klares Profil haben muss. Wenn sie es schafft, dass die halbe Stadt von ihr spricht, dann ist das schon die halbe Miete.

OnlineReports: Gerüchteweise hören wir aber, auch heute noch hegten etliche Redaktoren Absprung-Gedanken. Rechnen Sie damit?

Somm: Ich rechne nicht gerade damit, aber das kann immer wieder vorkommen. Wir haben erfreulicherweise mehr Konkurrenz in der Stadt, weil jetzt mehr redaktionelle Arbeitsstellen vorhanden sind. Aber bedrohlich ist die Situation nicht. Ich habe alle abgesprungenen Journalisten ersetzen und auch viele sehr gute Leute neu anstellen können.

OnlineReports: Ihre Neuzugänge stehen politisch eher rechts. Wie wollen Sie das links-grüne Publikum der Region Basel erreichen?

Somm: Das Hauptziel muss sein, dass die Zeitung in der Stadt Basel unersetzlich ist und dass man diese Zeitung liest, weil sie gut geschrieben, unterhaltend, mutig und inspirierend ist – für alle Basler, ganz gleich, wo sie politisch im einzelnen stehen.

"Einen linken Journalisten, der gut schreibt,
würde ich sicher nie entlassen."




OnlineReports: Aber noch ist unklar, ob die BaZ einen regionalen Haupt-Fokus hat oder eine "nationale Stimme" werden will.

Somm: Sie soll beides sein. Wir müssen in der Region Basel als unserem Heimmarkt unbedingt die Nummer eins sein. Die wichtigsten Geschichten, die besten Porträts und die unerschrockensten Artikel müssen in unserem Blatt stattfinden ...

OnlineReports: ... und die frechsten Kommentare gegen Rot-Grün und die rot-grüne Regierungsmehrheit.

Somm: Nein. Ich möchte beides: Scharfe Kommentare gegen Links und scharfe Kommentare gegen Rechts. 50 Prozent soll links der Mitte und 50 Prozent rechts der Mitte sein. Im Zweifelsfall – und das entscheide dann ich – rechts der Mitte.

OnlineReports: Von diesem Gleichgewicht war bisher aber wenig zu spüren. Die profilierten linken Kommentare fehlten schlicht. Haben Ihre kritischen Redaktoren schon die Schere im Kopf – aus Angst, bei Ihnen in Ungnade zu fallen?

Somm: Wenn ich so dächte, wäre ich ein schlechter Chefredaktor. Es verliessen auch linke Journalisten die "Basler Zeitung", die ich hätte halten wollen. Einen linken Journalisten, der gut schreibt und kommentiert, würde ich sicher nicht entlassen. Im Gegenteil. Aber es ist mir klar: Ich will das Profil dieser Zeitung verändern. Diese Zeitung muss bürgerlicher werden. Das ist meine starke Überzeugung. Dazu brauche ich – unter anderem, nicht nur – Journalisten, die etwas ähnlicher denken wie ich.

OnlineReports: Aber dann bekommen Sie mit Ihrem Fifty-fifty-Anspruch ein Problem.

Somm: Nein. Wichtig ist: Wir wollen die besten Journalisten auf dem Platz.

OnlineReports: Das beansprucht auch Ihre neue Konkurrenz, die "TagesWoche", die vor knapp zwei Wochen neu erschien und mit den "innovativsten Journalisten" renommiert. Ist sie eine Konkurrenz für die "Basler Zeitung"?

Somm: Für eine Beurteilung ist es noch zu früh. Die beiden bisherigen Ausgaben sind okay, sie begeistern jedoch noch nicht.

"Ohne Wettbewerb wird eine Redaktion
arrogant, blasiert, müde und lahm."




OnlineReports: Schlottern Sie jeweils am Donnerstagabend, bevor am Freitag die "TagesWoche" erscheint?

Somm: Nein. Selbst wenn sie extrem gut wäre, wäre dies erst recht der Ansporn, eine noch bessere BaZ zu machen. Wichtig ist, dass jetzt Konkurrenz entstanden ist. Ohne Wettbewerb wird eine Redaktion arrogant, blasiert, müde und lahm. Das kann uns nicht mehr passieren. Als ich nach Basel kam, staunte ich darüber, wie wenig ernst auf der Redaktion die Konkurrenz genommen wurde. Am Morgen schien niemand die andern Zeitungen gelesen zu haben. In Zürich ist das undenkbar.

OnlineReports: Ihr Urteil über die "TagesWoche"?

Somm: Über die Konkurrenz soll man nur das Beste sagen, oder schweigen.
 
OnlineReports: Spüren Sie im Anzeigen- und Lesermarkt schon Bewegung durch die neue Konkurrenz?

Somm: Nein, bisher überhaupt nicht.

OnlineReports: Sehen Sie die "TagesWoche" eher als Bedrohung für die "Basler Zeitung" - oder als Ergänzung?

Somm: Weil es sich um einen Wochen-Titel handelt, ist er für die "Basler Zeitung" keine direkte Konkurrenz, politisch-publizistisch wichtig ist für mich aber, dass es mit der "TagesWoche" nun eine linke Alternative zur BaZ gibt. Das entlastet uns vom Vorwurf, unser Monopol zu missbrauchen. Ausserdem kann nun die ganze Stadt selber prüfen, wie gut die Linken eine Zeitung machen können. Auch die "Basel"-Beilage des "Sonntag" ist für uns eher eine gute Ergänzung, weil dies dazu führt, dass die Aufmerksamkeit des Publikums gegenüber Basler Geschichten auch am Wochenende aufrecht erhalten wird. Was ich viel ernster nehme, ist der Eintritt der "Basellandschaftlichen Zeitung" nach Basel mit einer wöchentlichen Grossauflage. Das ist eine Gratiszeitung, und Gratiszeitungen schmerzen alle Verkaufszeitungen.

OnlineReports: Aber kannibalisiert sich die BZ damit nicht selbst?

Somm: Das muss die BZ selber beurteilen.

OnlineReports: Was gefällt Ihnen an der "TagesWoche" und was nicht?

Somm: Mir gefällt das Layout nicht. Ich bin kein Fan einer luftigen Zeitungs-Typografie, wie sie eher in den neunziger Jahren gepflegt wurde. Zum Teil fand ich gute Texte wie jene von Philipp Loser, den ich für ein Riesentalent halte. Ihn lese ich auch in der "TagesWoche" gern. Was ich wiederum gar nicht gut finde, ist die Art, wie die Zeitung mit dem Bild umgeht. Aber da haben wir bei der "Basler Zeitung" auch noch Nachholbedarf.

OnlineReports: Hat das duale Modell – die Verbindung von Print und online – eine Chance?
 
Somm: Noch ist es zu früh, doch habe ich Zweifel, ob das funktioniert. Das Gefühl, online etwas Anderes zu lesen als in der Printausgabe, ist nach meiner Meinung für den Leser nicht angenehm. Wer OnlineReports liest, weiss: Das ist es, was OnlineReports zu bieten hat. Wer aber die "TagesWoche" liest, hat das Gefühl, ihm fehle das Online-Angebot und umgekehrt.

"Eine Kooperation oder eine Fusion
ist sicher nicht ausgeschlossen."




OnlineReports: Herr Somm, wohin steuert die "Basler Zeitung"?

Somm: Die "Basler Zeitung" soll im Lokalen bis in einem oder zwei Jahren der Leader sein. Wir sollten nicht nur am meisten Leser haben, sondern auch die wichtigsten Geschichten bieten können. Wir sollten die Behörden zum Zittern bringen und den Mächtigen das Leben schwer machen. Jede relevante Debatte in dieser Stadt soll über die "Basler Zeitung" ausgetragen werden. Wir sollten mit präzisen Recherchen und fesselnden Texten unverwechselbar und unersetzlich werden für alle, die hier leben.

OnlineReports: Sie haben kürzlich die Basler Regierung dafür kritisiert, wie sie mit hiesigen Grosskonzernen wie Novartis umgeht. Wollen Sie Novartis und Grösstverdiener Daniel Vasella vom Schreckens-Kataster der BaZ ausnehmen?

Somm: Wir kritisieren jeden, der es verdient – ob er nun Vasella oder Morin heisst. An Novartis gibt es derzeit nichts zu kritisieren, das ist eine fantastische Firma, auf die ganz Basel stolz sein kann.

OnlineReports: Wo wollen Sie die BaZ weiter verbessern?

Somm: Die Basler Zeitung soll eine Zeitung sein, die man gerne liest: weil man hier elegante Texte findet, überraschende Geschichten, scharfe, mutige Kommentare, originelle Ideen und genaue Recherchen. Sie soll so gut werden, dass man auch ausserhalb von Basel nicht mehr um sie herumkommt. Nicht dass ich mir einbilde, in Bern oder Zürich Abonnenten zu finden. Aber die BaZ soll auffallen, so dass andere Journalisten, Politiker, Chefbeamten, Unternehmer uns ernst nehmen müssen, ob in St. Gallen, Luzern oder Zürich. Einiges haben wir ja schon erreicht, die BaZ ist heute in der ganzen Schweiz bekannter als noch vor zwei Jahren.

OnlineReports: Das hat vor allem mit Ihnen und Ihren meist bissig-rechtslastigen Kommentaren zu tun.

Somm: In der Schweizer Medienlandschaft gibt es einen Mainstream links der Mitte – sehr stark getrieben von der SRG. Wenn wir eine Zeitung machen, die sich konservativer positioniert und die Meinungen bietet, die sonst nirgends zu lesen sind in der Schweiz, dann haben wir eine Chance, dass man auch auf nationaler Ebene von der "Basler Zeitung" wieder spricht. Ich wiederhole mich: Die "Basler Zeitung" war noch nie so berühmt wie jetzt.

OnlineReports: Ist ausgeschlossen, dass es schon in relativ kurzer Zeit zu einer Fusion kommt?

Somm: Nein, ausgeschlossen ist es sicher nicht, weil die Rezession noch bevorsteht und viele Verlage noch stärker unter Druck setzt. Ich weiss nicht, worüber Moritz Suter und Peter Wanner (Präsident der AZ Medien AG, Red.) nachdenken ...

OnlineReports: ... oder Christoph Blocher ...

Somm: ... oder Pietro Supino von der Tamedia. Keine Ahnung. Ich kann nur soviel sagen: Ich habe derzeit nur die "Basler Zeitung" im Kopf und nicht irgendwo eine Fusion. Auch habe ich nichts gehört von Kooperationen mit andern grossen Verlagen. Aber ich kann nichts ausschliessen. Nur davon bin ich überzeugt: Basel ist eine so wichtige und wirtschaftsstarke Region, dass es an diesem Ort immer die "Basler Zeitung" als dominantes Blatt geben wird. Wir sind jetzt schon so stark, dass wir bei jeder Kooperation, die wir mit andern Zeitungen eingehen würden,ein grosses Gewicht hätten – auch publizistisch.

"Ich habe hier in Basel noch viel zu tun."




OnlineReports: Das bedeutet: Die BaZ würde bei einer Kooperation eine führende Rolle spielen wollen. Wird die Schweizer Medienlandschaft doch von Basel aus rechtskonservativ aufgerollt?

Somm: Von Basel aus möchten wir neue Masstäbe setzen, was eine gute Tageszeitung ist. Noch haben wir aber viel zu tun.

OnlineReports: Wie lange will Markus Somm in Basel bleiben – bis zur Pensionierung?

Somm: Das kann ich mir offen gestanden nicht vorstellen. Aber das hat nichts mit Basel zu tun, sondern mit dem Job. Chefredaktor kann man nicht ewig bleiben. Ich kann mir auch vorstellen, dereinst wieder eher Autor zu sein und mehr zu schreiben. Vorerst will ich eine gute "Basler Zeitung" machen und nicht schon in einer Woche wieder gehen ...

OnlineReports: ... wie bitte, in einer Woche?

Somm: Ich sage das jetzt mal so. Wer eine Aufgabe sehr ernst nimmt, muss sich auch eine gewisse Zeit geben. Ich habe hier in Basel noch viel zu tun.

9. November 2011

Weiterführende Links:


 Ihre Meinung zu diesem Artikel
(Mails ohne kompletten Absender werden nicht bearbeitet)
fileadmin/templates/pics/echo.gif

"Somm blendet Unliebsames schlichtweg aus"

Die Basler Zeitung müsse bürgerlicher werden, betont Markus Somm im Interview. Eine einleuchtende Begründung dafür gibt er nicht ab. Er ist einfach überzeugt davon, und das müssen wir als Leser nun mal zur Kenntnis nehmen. Mit seinem missionarischen Eifer hatte ich schon immer beträchtliche Mühe. (Bei einem "linken" Chefredaktor würde es mir nicht anders ergehen). Ich glaube nicht, dass die Aufgabe eines Redaktionsleiters darin bestehen sollte, in einer Forumszeitung wie der baz stets gebetsmühlenhaft die gleiche klare politische Linie zum Ausdruck zu bringen und die Redaktion gleichzeitig auf diesen (seinen) Kurs einzuschwenken. Mit seinem Sendungsbewusstsein hätte Markus Somm besser eine Karriere als Politiker anstreben sollen. Von einem Chefredaktor erwarte ich dagegen, dass er wichtige Thema möglichst sachgerecht und aus einer gewissen Distanz analysiert. Das Thema EU wäre es wert. Deutsche Journalisten machen es in einigen Zeitungen vor. Markus Somm ist ein guter Schreiber und Unterhalter, aber diese Fähigkeit zur Analyse geht ihm völlig ab. In seinen Kommentaren blendet er Unliebsames schlichtweg aus. Anders kann man ja auch nicht zu einer klaren Meinung kommen, denn so einfach ist die Welt nun einmal nicht in Gut und Schlecht oder Schwarz und Weiss zu unterscheiden. Ich gehe übrigens davon aus, dass dies Markus Somm durchaus bewusst ist. Würde er aber immer wieder Pro und Contra fair abwägen, wären seine Kommentare natürlich weniger „süffig“ und gäben entsprechend weniger zu reden.


Markus Sutter, Basel



"Hart, aber fair"

Wer das Interview zwischen Markus Somm und Peter Knechtli liest, dem fällt auf, dass er/sie es mit zwei Profis zu tun hat. Die beiden Chefredaktoren schenken sich nichts. Hier geht es um klare Fragen und Antworten. Die Beiden gehen hart, aber fair miteinander um. So macht das Lesen Freude, denn gelernt ist gelernt. Dies wird uns hier im Klartext bewiesen. Spannende Lektüre, die überzeugt.


Yvonne Rueff-Bloch, Basel



"Alle und alles in den gleichen Topf"

Natürlich darf man gegen die EU sein, sehr verehrte Frau Nogawa, zweifellos darf man bei Räubern und Kriminellen die Herkunft nennen, ob In- oder Ausländer. Das setzt aber voraus, dass der Normalbürger differenzieren sollte und kann, die beflissenen und nachdenkenden Bürger können dies gottseidank. Leider gibt es bei uns aber Parteien, Organisationen oder auch Print-Medien (die Sie sicher kennen), die leider alle und alles in den gleichen Topf werfen und daraus immer wieder ein ungeniessbares nationales Patrioten-Süppchen kochen und diese dann im ganzen Land der übrigen Bevölkerung servieren wollen. Das kann sicher nicht der Zweck einer offenen Information sein, das ist Missbrauch einer guten Öffentlichkeitsarbeit, getarnt als "Aufklärung der Nation". Nun ja, es ist beruhigend zu wissen, dass die meisten Bürger noch selber nachdenken.


Bruno Heuberger, Oberwil



"Warum soll man nicht gegen die EU sein dürfen?"

Es ist mir wirklich schleierhaft, warum man vor allem in Basel und auch in der Schweiz nicht gegen die EU sein darf, ohne gleich von den Mainstream-Medien verdammt zu werden. Das ganze Trauerspiel, das in der EU vor unseren Augen abläuft, war vorauszusehen. Es wird weiter gehen und ein Ende ist nicht in Sicht. Doch wenn man die Medien und die unten veröffentlichten Meinungen liest, ist jeder des Teufels, der nicht die Meinung vertritt, die EU sei ein Segen. So haben es die Leute allmählich satt, immer das Gleiche zu lesen, zu sehen oder zu hören. Sie wollen auch einmal eine andere Meinung lesen.

 

Peter Knechtli hat übrigens genau von dem profitiert, indem er die in der damaligen BAZ vornehm totgeschwiegenen Räubereien, Diebstähle und Ähnliches veröffentlichte – und nicht nur das, sondern auch noch die Nationalität der Täter nicht verschwieg.


Alexandra Nogawa, Basel



"Somm hätte Politiker werden müssen"

Die Basler Zeitung müsse bürgerlicher werden, betont Markus Somm im Interview. Eine einleuchtende Begründung dafür gibt er nicht ab. Er ist einfach überzeugt davon, und das müssen wir als Leser nun mal ertragen. Mit seinem missionarischen Eifer hatte ich schon immer beträchtliche Mühe. (Bei einem "linken" Chefredaktor würde es mir nicht anders ergehen). Ich glaube nicht, dass die Aufgabe eines Redaktionsleiters darin bestehen sollte, in einer Forumszeitung wie der BaZ stets gebetsmühlenhaft und aus Prinzip die gleiche politische Linie zu vertreten und die Redaktion zusätzlich tendenziell auf den selben Kurs einzuschwören. Mit seinem Sendungsbewusstsein hätte Markus Somm besser eine Karriere als Politiker anstreben sollen.

 

Von einem Chefredaktor erwarte ich dagegen, dass er wichtige Thema möglichst sachgerecht und aus einer gewissen Distanz analysiert. Markus Somm ist ein guter Schreiber und Unterhalter, aber diese Fähigkeit zur differenzierten Analyse geht ihm weitgehend ab. In seinen Kommentaren blendet er unliebsame Gegenargumente schlichtweg aus. Anders kann man auch nicht zu einer klaren Meinung kommen, denn so einfach wie in der Somm-Gedankenwelt ist die Welt nun einmal nicht in Gut und Schlecht oder Schwarz und Weiss zu unterteilen. Ich gehe übrigens davon aus, dass dies Markus Somm durchaus bewusst ist. Würde er aber immer wieder Pro und Contra fair abwägen, wären seine Kommentare natürlich weniger "süffig" und gäben entsprechend weniger zu reden.

 

Das kann möglicherweise nicht das Ziel eines Vollblutjournalisten sein, aber der Leserschaft wäre damit per Saldo besser gedient.


Markus Sutter, Basel



"Ein Klumpenrisiko"

Anspruch und Wirklichkeit bei Herrn Somm liegen weit auseinander. Nach meiner Meinung ist Somm ein Klumpenrisiko für diese Basler Zeitung. Der Konkurrenz kann‘s recht sein.


Bruno Heuberger, Oberwil



"Eine Freude zu lesen"

Das Interview mit Markus Somm hat mir sehr gut gefallen: Kritische, intelligente und auch provozierende Fragen, ohne den Interviewten in die Pfanne zu hauen – aber – auch klare Antworten, die eine Ausrichtung der "neuen" BaZ zeigen, die Konturen und Kanten hat, und durchaus auch Chancen zum Erfolg. Das Interview nährt die Spannung, wie es mit der BaZ weitergeht, und das ist ja auch gut für die BaZ.


Kaspar Eigenmann, Hofstetten


Was Sie auch noch interessieren könnte

Der demokratische Staat
verliert seine Zähne

Wie die internationale Finanzwelt ihre Spielregeln durchsetzt.


Reaktionen

"Baselworld": Die neue
Messe-Welt stellt sich dar

Eveline Widmer-Schlumpf eröffnet
Weltmesse für Uhren und Schmuck.


Baselbiet: Energiewende
kostet bald 100 Millionen

Verteuerung setzt sich aus vielen,
wenig bekannten Posten zusammen.


Gabriel Barell: Der neue
Basler Gewerbe-Boss

Er tritt die Nachfolge des letztes Jahr verstorbenen Peter Malama an.


Reaktionen

Thomi Jourdan will
Lauber schlagen

Mitte-Links lanciert EVP-Überraschungs-
Coup
gegen Mitte-Rechts-Allianz.


Reaktionen

BaZ: AZ-Verleger Wanner
lanciert Auflage-Krieg

Die "Basler Zeitung" habe nur
40'000 Abonnenten
/ BaZ dementiert.


Reaktionen

TeleBasel-Ärger über
ominösen Quoten-Sinkflug

Neues Mess-System weist Quartals-
Rückgang von -18 Prozent aus.


IWB und Regio-Gemeinden
beenden ihren Gaskrieg

Neue Konzessionsverträge spülen
mehr Geld in kommunale Kassen.


Reaktionen

Ein Welt-Neubau für
die Basler Welt-Messen

Effortleistung par excellence: Neubau
am Messeplatz offiziell übergeben.


Audio: O-Ton: Pierre de Meuron zum Himmels-Fenster in der City-Lounge
Reaktionen

EBM: Zehn Prozent Rendite
mit spanischer Windkraft

Dank Einspeisevergütung: Lukrative
Übernahme
eines 70 MW-Windparks.


Reaktionen

www.onlinereports.ch - Das unabhängige News-Portal der Nordwestschweiz

© Das Copyright sämtlicher auf dem Portal www.onlinereports.ch enthaltenen multimedialer Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) liegt bei der OnlineReports GmbH sowie bei den Autorinnen und Autoren. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Veröffentlichungen jeder Art nur gegen Honorar und mit schriftlichem Einverständnis der Redaktion von OnlineReports.ch.

Die Redaktion bedingt hiermit jegliche Verantwortung und Haftung für Werbe-Banner oder andere Beiträge von Dritten oder einzelnen Autoren ab, die eigene Beiträge, wenn auch mit Zustimmung der Redaktion, auf der Plattform von OnlineReports publizieren. OnlineReports bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen darum, Urheber- und andere Rechte von Dritten durch ihre Publikationen nicht zu verletzen. Wer dennoch eine Verletzung derartiger Rechte auf OnlineReports feststellt, wird gebeten, die Redaktion umgehend zu informieren, damit die beanstandeten Inhalte unverzüglich entfernt werden können.

Auf dieser Website gibt es Links zu Websites Dritter. Sobald Sie diese anklicken, verlassen Sie unseren Einflussbereich. Für fremde Websites, zu welchen von dieser Website aus ein Link besteht, übernimmt OnlineReports keine inhaltliche oder rechtliche Verantwortung. Dasselbe gilt für Websites Dritter, die auf OnlineReports verlinken.

fileadmin/templates/pics/gesehen.gif
Coop
Aushang an der Filiale
Güterstrasse in Basel
fileadmin/templates/pics/gesehen.gif

Kaum tagt der Baselbieter Landrat in Basel, werden sie schon übermütig.

RückSpiegel


Die BZ nahm die OnlineReports-Nachricht über die Berufung des Staatsanwalts im Fall der FCZ-Schlägerei im Lehenmattquartier auf.

Das Regionaljournal griff die OnlineReports-Geschichte über Kurzarbeit bei BaZ und BZ auf.

Die BZ nahm die OnlineReports-Nachricht über die Stadtpräsidenten-Ambition von Kantonsspital-CEO Jürg Aebi auf.

Die Volksstimme nahm die OnlineReports-Story über den anstehenden Gerichtsfall zum Rothenflüher Blechpolizisten-Sprenger auf.

In ihrem Basler Medien-Epos nahm die Medienwoche auch auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung, Prime News und die BZ berichteten unter Berufung auf OnlineReports über Adrian Plachesis Abgang bei Telebasel.

In ihren Bericht über den Abbruch des einstigen Kutscherhauses an der Rufacherstrasse in Basel bezogen sich 20 Minuten und die Basler Zeitung auf OnlineReports.

Die BZ nahm auf die OnlineReports-Recherche zum Konkurs der "Gallenacher"-Schule Bezog.

Die BZ nahm die OnlineReports-Meldung über die Beton-Elemente auf dem Basler Centralbahnplatz auf.

Die OnlineReports-News über die technische Panne bei Swisslos wurde von der BZ aufgenommen.

In ihrem Bericht über die Bereitschaft zur Regierungskandidatur von Beatriz Greuter zitierte die Basler Zeitung aus OnlineReports.

Die BZ online bezog sich in ihrem Bericht über den Tod des Baselbieter Lehrerverbands-Geschäftsführers Michael Weiss auf OnlineReports.

Die Volksstimme zitierte in ihrem Bericht über den Konkurs von "Die Medienmacher" aus OnlineReports.

Telebasel bezog sich im Bericht über den Widerstand gegen die Basler IBA-Rheinterrassen auf einen Bericht von OnlineReports.

Die Basler Zeitung nimmt in ihrem Bericht über den Neujahrs-Empfang der Handelskammer beider Basel auf OnlineReports Bezug.

Die BZ schrieb in derselben Ausgabe zwei OnlineReports-Meldungen ab, ohne die Quelle zu deklarieren. Wiederholungstat!

In ihrem Bericht über Verkehrsprobleme am Aeschenplatz zitierte die Basler Zeitung aus OnlineReports.

Die OnlineReports-Nachricht vom Tod des ersten Baselbieter Kantonsgerichtspräsidenten Peter Meier wurde von der BZ, Telebasel, der Basler Zeitung und vom SRF-Regionaljournal nachgezogen.

Telebasel, die BZ und die Badische Zeitung nahmen die OnlineReports-News über die technisch bedingte Umkehr einer "Austrian Airlines"-Maschine nach Wien auf

Die Basler Zeitung und die BZ nahmen die OnlineReports-Nachricht zum Tod des Konjunkturforschers Christoph Koellreuter auf.

20 minuten online, Blick, nau.ch, das SRF-Regionaljournal und Telebasel nahmen den OnlineReports-Primeur über den Unfalltod des Basler Umweltschützers Martin Vosseler auf.

nau.ch schrieb die OnlineReports-Recherche über den FDP-Wahlversand an Basler Neu- und Jungwähler zu einem eigenen Artikel um und verwertete auch die OnlineReports-Illustration dazu.

Weitere RückSpiegel

Coronavirus: Absagen


Z7 Pratteln:
Dead Shaman und Tyrannosaurus Globi am 8. April.

Bruno Manser Fonds: Jahresversammlung vom 9. Mai auf 5. September verschoben

Freundeskreises Museum.BL:
Mitgliederversammlung auf Herbst verschoben

Schaltkreis Wassermann:
Auftritt am 18. April in Basel anlässlich des LSD-Symposiums "Bicycle Day" fällt aus

Päpstliche Schweizergarde:
Vereidigung auf Oktober verschoben

Allgemeine Lesegesellschaft, Basel:
Bibliothek und Lesesäle für alle Mitglieder / Abonnentinnen und Abonnenten bis auf Weiteres geschlossen

Galerie Katapult:
Schliessung bis 19. April

Europäisches Jugendchor Festival Basel:
abgesagt

Tierpark Weihermätteli Liestal:
samt Durchgang geschlossen

Verein Surprise:
Strassenmagazin-Verkauf und Soziale Stadtrundgänge ab sofort eingestellt

Offiziersgesellschaft beider Basel:
alle Anlässe abgesagt

CVP Baselland:
Parteitag vom 23. April

Haus der elektronischen Künste:
bleibt bis auf weiteres geschlosen

Rheumaliga beider Basel:
alle Bewegungskurse bis nach den Frühlingsferien am 19. April abgesagt, auch Veranstaltung "Tango statt Fango" vom 23. April

Haus der elektronischen Künste Basel:
Bis 30. April geschlossen

Tierschutz beider Basel:
Tierheim an der Birs für die Öffentlichkeit geschlossen

Zoo Basel:
Bis auf weiteres geschlossen

St. Johannsmarkt am Vogesenplatz:
Flohmarkt bis Ende April ausgesetzt

Bürgerhaus Pratteln:
Vorübergehend geschlossen

Campus der Musik-Akademie Basel:
Für die Öffentlichkeit geschlossen

BLKB:
34. Zertifikats-Versammlung vom 20. und 21. April in der St. Jakobshalle Basel

Fondation Beyeler:
geschlossen

Theater Basel:
Sämtliche Vorstellungen bis zum 30. April

Theater Fauteuil, Tabourettli & Kaisersaal:
Vorübergehende Schliessung

Advokatenkammer Basel: Kammerapéro und Kammermahl vom 4. Juni

Mission 21: Ehemaligentag 2020 vom 3. April

Tierheim an der Birs: Hunde-Military verschoben auf 13. September

Sinfonietta: 4. Abo-Konzert verschoben, Kinderkonzerte abgesagt

Theater Rampenlicht Frenkendorf-Füllinsdorf: Aufführungen Spielsaison 2020

In einem Satz


Coronavirus Baselland, Stand 5. April, 14 Uhr: 670 bestätigte Fälle (+14 gegenüber Vortag); 19 verstorbene Personen (-), 369 Personen sind genesen (erstmals über 50 Prozent aller Fälle).

Coronavirus Basel-Stadt, Stand 5. April, 10.15 Uhr: 794 positive Fälle (+23 gegenüber Vortag); 26 Todesfälle (+2 gegenüber Vortag); 460 Personen sind genesen (60 Prozent); 106 Personen (davon 84 aus BS) hospitalisiert, 15 Personen benötigen Intensivpflege.

Coronavirus Baselland, Stand 4. April, 14 Uhr: 656 bestätigte Fälle (+31 gegenüber Vortag); 19 verstorbene Personen (+5), 298 Personen sind genesen.

Coronavirus Basel-Stadt, Stand 4. April, 10 Uhr: 771 positive Fälle (+23 gegenüber Vortag); 24 Todesfälle (+3 gegenüber Vortag); 434 Personen sind genesen; 112 Personen (davon 91 aus BS) hospitalisiert, 16 Personen benötigen Intensivpflege.

Coronavirus Baselland, Stand 3. April, 14 Uhr: 625 bestätigte Fälle (+15 gegenüber Vortag); 14 verstorbene Personen (+2), 266 Personen sind genesen.

Die Geschäftsleitung des Baselbieter Landrats hat beschlossen, dass am ursprünglich vorgesehenen Termin vom 30. April keine Landratssitzung stattfinden wird.

Coronavirus Basel-Stadt, Stand 3. April, 10 Uhr: 748 positive Fälle (+30 gegenüber Vortag); 21 Todesfälle (+2 gegenüber Vortag); 397 Personen sind genesen; 115 Personen (davon 93 aus BS) hospitalisiert, 17 Personen benötigen Intensivpflege.

Coronavirus Baselland, Stand 2. April, 14 Uhr: 610 bestätigte Fälle (+22 gegenüber Vortag); 12 verstorbene Personen (+1), 262 Personen sind genesen.

Coronavirus
Basel-Stadt
, Stand 2. April, 10 Uhr: 718 positive Fälle (+27 gegenüber Vortag); 19 Todesfälle (+1 gegenüber Vortag); 350 Personen sind genesen; 119 Personen (davon 91 aus BS) hospitalisiert, 17 Personen benötigen Intensivpflege.

Coronavirus Baselland, Stand 1. April, 14 Uhr: 588 bestätigte Fälle (+27 gegenüber Vortag); 11 verstorbene Personen (+1). Seit 27. März (fünf Tote) hat sich die Zahl der Verstorbenen verdoppelt.

Coronavirus Basel-Stadt, Stand 1. April, 10 Uhr: 691 positive Fälle (+63 gegenüber Vortag, 29 davon wegen Nachmeldung eines Labors); 18 Todesfälle (+2 gegenüber Vortag); 323 Personen sind genesen; 108 Personen (davon 88 aus BS) hospitalisiert, 16 Personen benötigen Intensivpflege.

Coronavirus Baselland, Stand 31. März, 14 Uhr: 561 bestätigte Fälle (+22 gegenüber Vortag); 10 verstorbene Personen (+3).

Coronavirus Basel-Stadt, Stand 31. März, 10 Uhr: 628 positive Fälle (+7 gegenüber Vortag); 16 Todesfälle (+1 gegenüber Vortag); 292 Personen sind genesen; 105 Personen (davon 82 aus BS) hospitalisiert, 15 Personen benötigen Intensivpflege.

Coronavirus Baselland, Stand 30. März, 14 Uhr: 539 bestätigte Fälle (28 mehr als am Vortag); sieben verstorbene Personen (+1).

Vom 1. April bis 31. Juli
gilt zum Schutz des Jungwilds die gesetzliche Leinenpflicht für Hunde in Baselbieter Wäldern.

Coronavirus
Basel-Stadt
, Stand 30. März, 10 Uhr: 621 positive Fälle (12 mehr als am Vortag); 15 Todesfälle (unverändert gegenüber dem Vortag); 263 Personen sind genesen; 90 Personen (davon 70 aus BS) hospitalisiert, weiterhin 12 Personen von ihnen benötigen Intensivpflege.

Coronavirus Baselland
, Stand 29. März, 14 Uhr: 511 bestätigte Fälle (9 mehr als am Vortag); sechs verstorbene Personen (+1).

Coronavirus Basel-Stadt, Stand 29. März, 10 Uhr: 609 positive Fälle (36 mehr als am Vortag); 15 Todesfälle (zwei mehr als am Vortag); 228 Personen sind genesen; 87 Personen (davon 65 aus BS) hospitalisiert, 12 Personen von ihnen benötigen Intensivpflege.

Coronavirus Baselland, Stand 28. März, 14 Uhr: 502 bestätigte Fälle (36 mehr als am Vortag); unverändert fünf verstorbene Personen.

Coronavirus Basel-Stadt, Stand 28. März, 10 Uhr: 573 positive Fälle (39 mehr als am Vortag); 13 Todesfälle (unverändert); 211 Personen sind genesen; 59 Personen (davon 57 aus BS) hospitalisiert, elf Personen von ihnen benötigen Intensivpflege.

Coronavirus Baselland, Stand 27. März, 14 Uhr: 466 bestätigte Fälle (44 mehr als am Vortag); unverändert fünf verstorbene Personen.

Coronavirus Basel-Stadt, Stand 27. März, 10 Uhr: 534 positive Fälle (29 mehr als am Vortag); 13 Todesfälle (+1); 191 Personen sind genesen; 76 Personen (davon 57 aus BS) hospitalisiert, acht Personen von ihnen benötigen Intensivpflege.

Coronavirus Baselland, Stand 26. März, 14 Uhr: 422 bestätigte Fälle (83 mehr als am Vortag); unverändert fünf verstorbene Personen.

Coronavirus Basel-Stadt, Stand 26. März, 10 Uhr: 505 positive Fälle (39 mehr als am Vortag); 12 Todesfälle (+4); 155 Personen sind genesen; 74 Personen (davon 54 aus BS) hospitalisiert, acht Personen von ihnen benötigen Intensivpflege.

Coronavirus Baselland, Stand 25. März, 14 Uhr: 341 bestätigte Fälle (35 mehr als am Vortag); fünf im Baselbiet am Coronavirus verstorbene Personen.

Coronavirus Basel-Stadt, Stand 25. März, 10 Uhr: 466 positive Fälle (52 mehr als am Vortag); acht Todesfälle; 128 Personen sind genesen; 58 erkrankte Baslerinnen und Basler hospitalisiert.

Coronavirus Baselland, Stand 24. März, 14 Uhr: 306 bestätigte Fälle (vier mehr als am Vortag); vier im Baselbiet am Coronavirus verstorbene Personen.

Die Migros Basel erzielte mit 925,2 Millionen Franken weniger Umsatz als letztes Jahr (938,4 Millionen Franken), aber mit 16,9 Millionen Franken mehr Gewinn (Vorjahr 16,2 Millionen Franken).

Coronavirus Basel-Stadt, Stand 24. März, 10 Uhr: 414 positive Fälle (38 mehr als am Vortag); unverändert fünf Todesfälle; 78 Personen sind genesen; 58 erkrankte Baslerinnen und Basler hospitalisiert.

Coronavirus Baselland, Stand 23. März, 14 Uhr: 302 bestätigte Fälle (13 mehr als am Vortag); Anzahl der im Baselbiet am Coronavirus verstorbenen Personen unverändert drei.

Coronavirus Basel-Stadt, Stand 23. März, 10 Uhr: 376 positive Fälle (18 mehr als am Vortag); unverändert fünf Todesfälle; 78 Personen sind genesen; 56 erkrankte Baslerinnen und Basler hospitalisiert.

Coronavirus Baselland, Stand 22. März, 14 Uhr: 289 bestätigte Fälle (sieben mehr als am Vortag); Anzahl der im Kanton Basel-Landschaft am Coronavirus verstorbenen Personen unverändert drei.

Coronavirus Basel-Stadt, Stand 22. März, 10 Uhr: 358 positive Fälle (59 mehr als am Vortag); unverändert fünf Todesfälle; 73 Personen sind genesen; 50 erkrankte Baslerinnen und Basler hospitalisiert.

Coronavirus Baselland, Stand 21. März, 14 Uhr: 282 bestätigte Fälle (98 neue Fälle gegenüber dem Vortag); eine 94-jährige Frau mit verschiedenen Vorerkrankungen ist an Covid-19 verstorben.

Coronavirus Basel-Stadt, Stand 21. März, 10 Uhr: 299 positive Fälle, ein weiterer Todesfall (total fünf).

Coronavirus Baselland, Stand 20. März, 14 Uhr, es sind 184 bestätigte Fälle (50 neue positive Fälle im Vergleich zum Vortag).

Coronavirus Basel-Stadt, Stand 20. März, 10 Uhr: 272 positive Fälle, 50 mehr als am Vortag; unverändert vier Todesfälle; 46 Personen sind genesen; 45 Corona-erkrankte Baslerinnen und Basler hospitalisiert.

Am Mittwoch, 18. März, 14 Uhr, sind im Baselbiet 27 neue positive Fälle von Personen mit Wohnsitz im Kanton Basel-Landschaft bekannt (total 116 bestätigte Fälle).

Coronavirus Stand Basel-Stadt, 17. März, 12 Uhr: 165 positive Fälle von Personen mit Wohnsitz im Kanton Basel-Stadt.

Coronavirus Stand Basel-Stadt, 16. März: 144 positive Fälle von Personen mit Wohnsitz im Kanton Basel-Stadt, bisher vier Personen verstorben.

Bis Samstag, 14. März, 14 Uhr, sind fünf neue positive Coronavirus-Fälle von Personen mit Wohnsitz im Baselbiet bekannt, wodurch sich die Zahl auf insgesamt 47 bestätigte Fälle erhöht.

Jeanne Locher-Polier (SP) kandidiert für das Gemeindepräsidium in Münchenstein.

Christoph Morat (SP) kandidiert für das Gemeindepräsidium in Allschwil.

Wegen der Corona-Pandemie wird in Birsfelden die Gemeindeversammlung vom 30. März abgesagt und auf 15. Juni verschoben.

Die Geschäftsleitung von Pro Senectute beider Basel hat entschieden, alle Kurse und Veranstaltungen bis am 22. März abzusagen.

Die 44-jährige Sabine Knosala, die in den letzten sieben Jahren die Redaktion des "Birsfelder Anzeigers" führte, wird als neue Redaktionsleiterin der "ProgrammZeitung" Nachfolgerin von Dagmar Brunner, die Ende Februar in Pension geht.

Die Basler Regierung lehnt ein mit Steuergeldern finanziertes flächendeckendes WLAN ab.

Die Baselbieter Regierung und die Verbände des Lehrpersonals haben sich auf die wesentlichen Eckwerte zum zukünftigen Mitarbeitenden-Gespräch geeinigt.

Baselland Tourismus hat ab Mai 2020 einen neuen Geschäftsführer: Michael Kumli übernimmt dann als Nachfolger von Tobias Eggimann die Leitung der touristischen Dachorganisation.