© Foto by Ruedi Suter, OnlineReports.ch
Klagt "Massaker an Urwaldbäumen" in Kamerun an: Belmond Tchoumba

Satte Gewinne für den Schweizer Tropenholzhändler Fritz Jäggi

Belmond Tchoumba, Umweltschützer aus Kamerun, reiste in die Schweiz und bat um Tropenholzverzicht


Von Ruedi Suter


Fritz Jäggi, der grösste Tropenholzhändler der Schweiz, hilft die letzten Urwälder des westafrikanischen Staates Kamerun kahl zu schlagen. Diesen Vorwurf machen kamerunische Umweltschützer. Sie verweisen auf die rasante Zerstörung der Lebensgrundlagen von Mensch und Tier und fordern einen Dialog mit Jäggi. Doch dieser Sonderling in der helvetischen Holzbranche verschanzt sich in Kirchberg BE und will von allem nichts wissen.


Er wirkt sanftmütig. Aber wenn er über die "Massaker an den Urwaldbäumen" seines Landes spricht, wird sein Blick streng. Und dann nimmt Belmond Tchoumba auch kein Blatt vor den Mund: "Für uns ist klar, dass die Schweizer Holzfirma Fritz Jäggi in Kamerun an der Zerstörung unseres Urwalds direkt mitbeteiligt ist".

Auf Belmond Tchoumba Visitenkarte steht "Communitiy forestry Officer"; er ist Mitarbeiter des "Zentrums für Umwelt und Entwicklung" (C.E.D.) in Kameruns Hauptstadt Yaounde. Von dort war der schlanke Hüne im traditionellen Boubou-Gewand zuerst in die einstige Kolonialmacht Frankreich (immer noch grösste Abholzerin im Land) und dann in die Schweiz gereist, um auf die durch Korruption, Laisser-faire und Gewinnsucht beschleunigte Vernichtung von Kameruns Primärwäldern aufmerksam zu machen. Auch Helvetia könne da ihre Hände nicht in Unschuld waschen, sagt der Afrikaner.

Kameruns Urwaldriesen werden auch in Koblenz zersägt

Hierzulande werden insbesondere die Urwaldriesen Ayous (Abachi) und Sipo (Sapelli) zu Türen, Möbeln, Särgen und Besenstielen zersägt. Fritz Jäggi, grösster Tropenholzimporteur der Schweiz, sorgt für fliessenden Nachschub. Dieser wird per Schiff und Eisenbahn zum Grossteil aus Kamerun eingeführt. Kleinere Mengen kommen auch aus Kongo-Brazzaville. Jedenfalls stammen die mächtigen Stämme aus dem für seine einmalige Biodiversität berühmten Kongo-Becken.

Händler Jäggi importiert jährlich zwischen 5'000 bis 10'000 Tonnen Rundholz in die Eidgenossenschaft. In der Sägerei Kappeler & Co AG im aargauischen Koblenz werden die Stämme geschnitten, an Schreinereien und Holzhändler geliefert und schliesslich an jene weiter verkauft, welche die eigentliche Macht über Leben und Sterben der tropischen Urwälder in den Händen halten: Konsumenten und Konsumentinnen.

Korruption und die "Wald-Mafia"

Denn so, wie Konsumierende den bedrohten Ökosystemen Kameruns zuliebe kein Tropenholz mehr kaufen sollten, so müsse Holzbeschaffer Jäggi als Grosshändler in Kamerun entschieden Einfluss auf die Holzkonzerne nehmen und nur noch FSC-zertifiziertes Holz einkaufen, schlägt Tchoumba vor. Nur: In Afrika gibt es noch keine nachhaltige, von unabhängigen Stellen zertifizierte Holzwirtschaft. Und in der Schweiz oder anderen Industrienationen fehlt immer noch jene längst geforderte Deklarationspflicht, die es den Konsumierenden erlauben würde, nachhaltig gewonnenes Holz vom Holz aus dem heute weltweit gängigen Raubbau in den Urwäldern zu unterscheiden.

Das weiss der Kameruner, dessen Umweltorganisation vom Fastenopfer Schweiz aufgebaut wurde, natürlich auch: "Aber das Verhalten der Abholzer hängt von der Nachfrage und ausländischen Händlern wie Jäggi ab. In Kamerun gibt es, trotz guter Forstgesetze für die verbleibenden, vielleicht 18 Millionen Hektar grossen Wälder praktisch kein legal gefälltes Holz." Überall regiere die "Wald-Mafia" ("la Mafia forestière") , werde geschmiert und getrickst. "Das illegale Abholzen durch ausländische Firmen führt heute zu weit mehr Schäden als jenes der Siedler. Diese Konzerne sind der Krebs der Wälder und ihre von den Behörden ausgestellten Zertifikate sind gekauft."

Jäggi legt den Hörer auf

Doch just auf diese Zertifikate berufe sich Fritz Jäggi. Zudem stelle er sich als wohltätiger Arbeitgeber dar, obwohl er in Kamerun nicht einmal die Stämme zu Planken sägen lasse. Er, Tchoumba, und seine Organisation verlangten ja nicht den vollständigen Stopp des Holzschlags. Man wolle aber im "kollektiven Interesse der Menschheit" und natürlich im Namen der auf den Wald angewiesenen Pygmäen und aller Völker Kameruns sowie der einzigartigen Waldlandschaften im kamerunischen Kongo-Becken eine weitere Verwüstung des Landes verhindern - und mit Fritz Jäggi ins Gespräch kommen.

Doch davon will dieser nichts wissen. Statt dessen verschanzt er sich an seinem Wohnort im bernischen Kirchberg und legt Medienleuten reflexartig den Telefonhörer auf. Nicht den Hauch einer Chance, ihm Tchoumbas Gesprächswunsch vorzutragen, zu seinen Praktiken Fragen zu stellen und ihm so auch die Möglichkeit zu geben, Falschinformationen richtig zu stellen und seine Sicht der Dinge darzulegen. Hierauf versuchte OnlineReports, das Jäggi zuvor alle Fragen schriftlich zukommen liess, mit einem weiteren Fax.

Keine Antwort vom Tropenholzimporteur

Auszug: "Bitte vergessen Sie nicht: Damit haben Sie die Möglichkeit, Ihre Position im Internet so zu vertreten, dass sie auf Jahre hinaus nachgelesen werden kann." Überdies versprach die Redaktion aus Gründen journalistischer Fairness, bis zur Beantwortung der Fragen mit der Publikation noch zwei Tage zu zuwarten. Vergeblich - Jäggi stellte sich tot. Dasselbe Verhalten bei der Sägerei Kappeler in Koblenz, die dank Jäggis Aufträgen gut läuft und mit einer der letzten, speziell für tropische Urwaldriesen bestückten Blockbandsäge zu Diensten steht. Trotzdem bequemte sich Sägereimeister Peter Findling nicht ans Telefon. Das Abwimmeln übergab er seiner Sekretärin und liess hölzern ausrichten: "Das Tropenholz betrifft nur Herrn Jäggi und nicht uns".

Was Fritz Jäggi früher mit schönfärberischer Kommunikation zu bewirken versuchte - blendende Geschäfte - , scheint er heute mit Schweigen erreichen zu wollen. Sicher ist: Der Holzhändler geriet schon 1995 wegen einer Inseratekampagne mit falschen Zertifikationsangaben in die Schlagzeilen. Dabei suggerierte Jäggi forsch, die Gesellschaft SGS (Société Générale de Surveillance S.A.) habe in Kongo-Kinshasa (Zaire ) von ihm eingekauftes Tropenholz als "umweltverträglich eingeschlagen" bezeichnet.

Jäggis Praktiken verärgern selbst die Holzbranche

Die Reaktion der SGS: "Es gibt keine nationale Forstbehörde für Umweltschutz in Zaire. Die SGS hat keine Aktivitäten bezüglich Kontrollen oder Zertifizierungen von Holz aus Zaire". Auch die im Holzlager von Kirchberg gehorteten und mit einem "SGS-Label" bestückten Stämme kämen nicht aus Zaire, stellte die Gesellschaft klar. Am 23. März 2000 stoppte Greenpeace in Koblenz eine Eisenbahnladung mit frisch ins Alpenland geschafften Tropenhölzern wegen "Raubbau an den letzten Urwäldern". Der Holzhandel müsse auch in der Schweiz auf FSC-zertifizierte Holzprodukte umstellen, forderten die Aktivisten. Pikant: Der grösste Teil der Ladung stammte von der kamerunisch-italienischen Firma SEFAC, die darauf wegen illegaler Aktivitäten zu einer Busse und einem dreimonatigen Fällstopp verurteilt wurde.

Gegen Jäggis Treiben, das auch in der Holzbranche viele verärgert, kann selbst die Schweizer Holzhandelszentrale nichts ausrichten. "Wir haben keinen Einfluss auf ihn", bedauert Direktor Jörg Reimer das Verhalten des Ex-Mitglieds. Jäggi sei an keine Branchenorganisation mehr angeschlossen - ein Einzelgänger, der auf "niemand" mehr höre.

Jedenfalls setzt Reimer "riesige Fragezeichen" hinter Gefälligkeitszertifikate, die in Afrika von "irgendeinem Ministerium schnell für ein paar Dollar ausgestellt werden". Das einzig seriöse Zertifikat für nachhaltig genutztes Tropenholz sei jenes des Forest Steward Council (FSC). Doch FSC-geprüftes Holz sei noch rar und genüge bei weitem nicht, die weltweite Nachfrage nach den billigen und qualitativ erstklassischen tropischen Harthölzern abzudecken.

Macht liegt bei den Konsumierenden

Doch diese Nachfrage ist es, beobachtete der Afrikaner Belmond Tchoumba , was zusehends den natürlichen Lebensraum der Bevölkerung in Hörweite der vorrückenden Bulldozer und Kettensägen zerstört. Neue Sorgen mache den Umweltschützern in Kamerun, dass zunehmend auch asiatische Holzkonzerne (speziell aus Malaysia) mit ihren rücksichtslosen Kahlschlagmethoden die Wälder flachlegen. Den Bäumen rücken daneben auch die Franzosen, Libanesen, Italiener, Holländer und Belgier zu Leibe.

Das Umhauen der letzten Wälder Westafrikas könnten vor allem auch die Konsumierenden stoppen, hofft Belmond Tchoumba. Seine Bitte: "Fragt euch Schweizer und Schweizerinnen, woher das Tropenholz kommt, wie es gefällt wurde und ob durch sein Fällen nicht Umweltzerstörung und Elend hinterlassen werden." Wer da richtig hinschaue, nachdenke und sein Herz sprechen lasse, der finde zurzeit nur eine Antwort: "Ein Totalverzicht auf Tropenholz, das par exemple Monsieur Jäggi importiert hat".

8. Juni 2000

Weiterführende Links:


UMWELTSCHUTZ IN KAMERUN

Afrikanische Bevölkerung beginnt sich gegen die Zerstörung der Heimat zu wehren

Harter Boden auch für die Umweltschützer Kameruns: Lange Zeit verbot dessen Regierung die Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs). Als das Verbot aber fiel, gründete Samuel Nguiffo 1994 in der Hauptstadt Yaounde das "Centre pour l'Environnement et le Developpement" (C.E.D.). Dies mit der andauernden Hilfe des Schweizer Fastenopfers und der holländischen Organisation Cordaid. Hauptziel: Die Förderung des ökologischen Bewusstseins.

Zurzeit beschäftigen sich die Mitarbeiter des Zentrums mit der Beobachtung, Registrierung und Bekämpfung des weitgehend illegalen Abholzens. Zweitens mit der Förderung der nachhaltigen Landwirtschaft, um dem Abholzen durch Bauern und Siedlern zu begegnen. Drittens mit der Motivierung der gesamten Bevölkerung für den Waldschutz. Viertens setzt sich C.E.D. in einem Spezialprogramm für das Überleben der rund 50'000 Pygmäen ein, die ohne Wald ihre Lebensgrundlagen verlieren. Unterstützt wird die Organisation neuerdings auch von Greenpeace Schweiz. Dessen Waldspezialist Christoph Wiedmer: "Kamerun und Kongo-Brazzaville sind in Afrika die wichtigsten Exportländer von illegal gefälltem Tropenholz aus Regenwäldern - ein Notstandsgebiet, wo dringend eingegriffen werden muss."

Mit Bestechung weit über die Konzession hinaus geholzt

Der tropische Regenwald im Süden Kameruns wird vor allem durch Holzkonzerne aus Europa und neuerdings auch aus Asien bedroht. "Die rasieren alles ab", beschreibt Belmond Tchoumba die für Kamerun neuen und radikalen Schlagmethoden des malaysischen WTK-Konzerns.

"Die Verantwortlichen werden regelrecht mit Bestechungsgeldern begossen", beschreibt Tchoumba die bis zu den höchsten Staatsstellen reichende Korruption, welche die Organisation "Transparence Internationale" als eine der schlimmsten der Welt bezeichnet. So würde oftmals das Vielfache dessen abgeholzt, für was eine Bewilligung ausgestellt wurde. Laut Gesetz sollten in Kamerun 30 Prozent der Primärwälder unangetastet sein. In Tat und Wahrheit aber seien nicht einmal 10 Prozent richtig geschützt. Deprimierend findet es Tchoumba, dass die betroffene einheimische Bevölkerung von den Einnahmen für die Holzkonzessionen kaum je Geld erhalte.


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"Schweizer Anteil am internationalen Tropenholzverbrauch ist völlig irrelevant"

Unter Berufung auf den kamerunischen Bürger Belmond Tchoumba entwirft Ruedi Suter ein Horrorgemälde über das Land Kamerun im allgemeinen und meine Person und Firma im besonderen, welches zwar viel mit den hierzulande verbreiteten grünen Klischeevorstellungen, aber wenig mit der Realität Afrikas zu tun hat. Um die Aussagen von Rudi Suter und Belmond Tchoumba richtig einordnen zu können, seien hier an dieser Stelle einige kurze Fakten zur Rolle der Schweiz im internationalen Tropenholzgeschäft und zur Situation in Kamerun vorausgeschickt.

 

Nach Angaben der Food- und Agriculture Organisation der Vereinten Nationen (FAO) werden in den Tropen jährlich rund 333 Millionen m3 Nutzholz und ca. 1.424 Millionen m2 Feuerholz produziert. Die jährlichen Importe aus der Schweiz belaufen sich nach Angaben der International Tropical Timber Organisation (ITTO) auf weniger als 20.000 m3 überwiegend hochwertiges Edelholz, dies sind 0,006% der jährlichen Produktion von Nutzholz in den Tropen.

 

Diese Zahlen zeigen: der Anteil der Schweiz am internationalen Tropenholzverbrauch ist völlig irrelevant. Selbst, wenn die Schweiz mit sofortiger Wirkung auf sämtliche Tropenholzimporte verzichten würde, wäre der Einfluss auf die Waldnutzung in den Tropen und die internationalen Handelsströme mit Tropenholz gleich Null.

 

In Anbetracht dieser Zahlen erweist sich die Behauptung von Herrn Suter, dass die Schweizer Konsumenten und Konsumentinnen „die eigentliche Macht über Leben und Sterben der tropischen Urwälder in den Händen halten“ als helvetio-zentrischer Grössenwahn.

 

Nach Angaben der FAO verfügte Kamerun im Jahr 1999 über knapp 24 Millionen Hektar Wald, dies entspricht 51,3 Prozent der Landesfläche. (Zum Vergleich: Waldanteil in der Schweiz 30,3 Prozent der Landesfläche.)[1] Allerdings wird im Gegensatz zur Schweiz in Kamerun mit einem jährlichen Waldflächenverlust von 220 000 Hektar gerechnet.[2]

 

Zu den Ursachen der Entwaldung wird in diesem Bericht festgestellt: „Die DR Kongo, Kamerun und Ruanda haben die höchsten Raten des Wachstums der ländlichen Bevölkerung in dieser Subregion. Als Konsequenz ist festzustellen, die Landwirtschaft ist eine Hauptursache der Entwaldung in diesen Ländern...“

 

In einer detaillierten französischen Untersuchung zur Situation in Kamerun wird geschätzt, dass jährlich ca. 200.000 Hektar Wald in landwirtschaftliche Flächen umgewandelt werden.[3]

 

Festzustellen ist somit, dass die Behauptungen des Herrn Tchoumba über die Situation in seinem Lande durch die vorliegenden wissenschaftlich fundierten Untersuchungen jedenfalls nicht belegt sind.

 

Nun zu den Vorwürfen gegen die Firma Fritz Jäggi. Bereits in der Einleitung wird behauptet, dass meine Firma dabei helfe „die letzten Urwälder des westafrikanischen Staates Kamerun kahlzuschlagen.“ Diese Behauptung ist schlicht und einfach falsch. Die Firma Jäggi kauft ihr Holz in Kamerun ausschliesslich bei legal wirtschaftenden Betrieben, die von der Forstbehörde überwacht und die im Besitz eines gültigen Konzessionsvertrages sind. Ein Kahlschlag ist in den kamerunischen Naturwäldern grundsätzlich nicht erlaubt. Das Holz wird ausschliesslich selektiv eingeschlagen, dies sind meist drei bis fünf Stämme pro Hektar. Jeder, der einmal die grossen Forstbetriebe in Kamerun oder im Kongobecken besichtigt hat, kann bestätigen, dass durch eine derartige selektive Nutzung keine Entwaldung stattfindet.

 

Leider beschränkt sich Herr Suter in seinem Artikel nicht nur auf eine falsche Darstellung der Situation in Kamerun, was an sich schon schlimm genug ist, sondern er setzt darauf noch eine persönliche Verunglimpfung meiner Person. So wird behauptet, ich sei ein „Sonderling“, dessen „Treiben die gesamt schweizerische Holzbranche verärgere“. Als Quelle für diese Verleumdungen wird der Geschäftsführer der Schweizer Holzhandelszentrale, Herr Reimer, angegeben. Eine Rücksprache mit Herrn Reimer hat jedoch ergeben, dass er dies so nicht geäussert hat, sondern dass es sich hierbei um eine freie Interpretation eines längeren Telefongespräches handelt, welche von Herrn Reimer in keiner Weise autorisiert wurde.

 

Abschliessend möchte ich feststellen, dass sich die Schweizer Regierung immer explizit gegen einen Boykott von Tropenholz ausgesprochen hat. Ziel der Schweizer Regierung war und ist es vielmehr, die tropischen Erzeugerländer bei der Einführung und Durchsetzung nachhaltiger Waldbewirtschaftung zu unterstützen. Hierzu gehört es auch, Absatzmärkte für hochwertige tropische Edelhölzer zu schaffen und zu erhalten, weil anders die Kosten für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung überhaupt nicht erwirtschaftet werden können. Ich stelle deshalb ausdrücklich fest, dass sich die Firma Jäggi in ihren Geschäften immer strikt an die Gesetze der Schweiz und an die der jeweiligen Partnerländern gehalten hat und dass diese Geschäfte sich in Übereinstimmung mit den Zielen der Schweizer Tropenwaldpolitik befinden.

 

Es ist das gute Recht von Herrn Suter, sich für eine andere Politik und andere Regierung in der Schweiz einzusetzen. Dies gibt ihm jedoch nicht das Recht, diejenigen, die die Politik der derzeitigen Schweizer Regierung unterstützen in einer derartigen Weise zu verleumden, wie dies in dem Artikel von Herrn Suter geschieht. Die grosse Mehrheit der Umweltverbände hat inzwischen erkannt, dass ein Tropenholzboykott kontraproduktiv war und ist. In Deutschland beispielsweise, welches - im Gegensatz zur Schweiz - ein wichtiger Tropenholzimporteur war und ist, hat die Boykottkampagne mit dazu beigetragen, den Marktanteil des Holzfensters von ehemals 36% auf 22% herunter zu drücken, während gleichzeitig der Marktanteil des PVC-Fensters von 26% auf insgesamt 54% angestiegen ist.[4] Über die „satten Gewinne für den Schweizer Tropenholzhändler Fritz Jäggi“ würde ich mich als Unternehmer gewiss freuen, aber sie existieren leider nur in der blühenden Phantasie des Herrn Rudi Suter. Mir ist derzeit überhaupt kein Betrieb der Holzbranche bekannt, der sich über „satte Gewinne“ freuen könnte.

[1] FAO SOFO 2001

[2] FAO, Forest Ressources Assessment 2000

[3] J. J. Faure. 1989. Le Cameroun et ses forêts. 1ère partie : le cadre naturel. Revue forestière francaise. XLI. 6-1989.

[4] Nicole von Hösen, Initiative Pro Holzfenster


Fritz Jäggi, Kirchberg BE



"Es gibt in Europa hunderttausende Jäggis"

Versuchen wir der Ursache dieses Verbrechens der Naturwaldvernichtung, welches auch einen Teil der letzten 100'000 Pygmäen auf der Erde vernichtet, auf den Grund zu gehen, dann werden wir erkennen, daß es allein in Europa hunderttausende oder sogar Millionen solcher Jäggis gibt, die skrupellos auf Geldprofit ausgerichtet sind.


Hartmut Heller, Atomphysiker, Lauenburg (D)


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"Steinberg", "Steinberg"

Basler Zeitung
vom 7. November 2019
in einem Text über "Basel
und seine Baustellen"
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Dreimal wollte der Autor in einem Text "Steinenberg" schreiben – einmal erfolgreich, zweimal scheiterte er.

RückSpiegel


Die Basler Zeitung und die BZ nahmen die OnlineReports-Nachricht zum Tod des Konjunkturforschers Christoph Koellreuter auf.

20 minuten online, Blick, nau.ch, das SRF-Regionaljournal und Telebasel nahmen den OnlineReports-Primeur über den Unfalltod des Basler Umweltschützers Martin Vosseler auf.

nau.ch schrieb die OnlineReports-Recherche über den FDP-Wahlversand an Basler Neu- und Jungwähler zu einem eigenen Artikel um und verwertete auch die OnlineReports-Illustration dazu.

In der Besprechung des Films "Bruno Manser – Stimme des Regenwalds" nahm die BZ auf eine OnlineReports-Recherche Bezug.

Die BZ nahm den OnlineReports-Primeur über eine Rückzahlung der wegen Veruntreuung angeklagten ex-Kassierin der katholischen Kirchgemeinde Grellingen auf.

Die Basler Zeitung greift in ihrem Bericht über die E-Trottinett-Anarchie auf ein OnlineReports-Interview zurück.

In ihrem Bericht über die Hühnerhaltung auf einem Basler Mehrfamiienhaus nimmt die BZ Bezug auf eine frühere Recherche von OnlineReports.

Die BZ bezog sich in ihrer Recherche über die Abgänge von Kaderärzten am Kantonsspital Baselland auf einen Bericht in OnlineReports.

Die BZ berief sich in einem Bericht über die Massenkündigungen am Schorenweg auf eine OnlineReports-News.

Die Schweiz am Wochenende und die Basler Zeitung haben die OnlineReports-News über den Bombenalarm am EuroAirport aufgenommen.

Das SRF-Regionaljournal, Telebasel, die Schweiz am Wochenende und Prime News haben den OnlineReports-Primeur über die Schliessung des Basler Kinos "Rex" nachgezogen.

In ihrem Bericht über den Gelterkinder Antennenposter-Streit bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

Die BZ nahm die OnlineReports-News über den Rücktritt der Basler Unispital-Verwaltungsrätin Irmtraut Gürkan aus dem Vorstand des Universitäts-Klinikums Heidelberg auf.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Die Verlängerung der BVB-Tramlinie 3 nach Saint-Louis kostete rund 84 statt 93,7 Millionen Franken und ist somit um fast zehn Millionen Franken günstiger als geplant.

Die Baselbieter Regierung beantragt dem Landrat, dem Staatspersonal per 1. Januar 2020 einen Teuerungsausgleich von 0,5 Prozent auszurichten.

Die Forscherin Michaela Kneissel nimmt anstelle des Ende Jahr ausscheidenden Ulrich Vischer Einsitz im Universitätsrat der Universität Basel.

Nach dem Rücktritt der neuen Basler Regierungsrätin Tanja Soland aus dem Grossen Rat rückt die ehemalige Juso-Präsidentin Jessica Brandenburger ab 1. Dezember ins Parlament nach.

Die ausserordentliche Mitgliederversammlung des Jungen Grünen Bündnisses Nordwest vom 3. November 2019 wählte als Nachfolger von Dominik Beeler Simon Fankhauser in das Co-Präsidium.

Zu sieben Fällen von Sachbeschädigungen an Autos kam es in der Nacht von Freitag auf Samstag, 2. November, in der Umgebung der Tramhaltestelle "Vogesenstrasse" in Reinach.

Der Gemeinderat von Riehen erwartet für die Planperiode 2020 bis 2023 jährliche Defizite von 1,3 bis 2,5 Millionen Franken.

Susanne Wäfler-Müller (42) wird ab dem 1. Mai 2020 die Führung der Kantonsbibliothek Baselland übernehmen und auf Gerhard Matter folgen, der im Frühjahr in den Ruhestand gehen wird.

Zu Beginn des Schuljahrs 2021/22 wird Informatik als obligatorisches Fach in allen Baselbieter Gymnasien eingeführt.

Die SP Baselland empfahl an ihrer Delegiertenversammlung vom 22. Oktober, im zweiten Ständerats-Wahlgang die grüne Maya Graf zu wählen.

Die Grünen Liestal und Umgebung haben Marie-Theres Beeler an der Mitgliederversammlung vom 22. Oktober für die Legislatur 2020-2024 für den Stadtrat nominiert.

Am 9. August 2019 hat Eva Meuli dem Landrat ihren Rücktritt als Präsidentin der Abteilung Sozialversicherungs-Recht des Kantonsgerichts Basel-Landschaft per 31. März 2020 erklärt.

Am 14. Oktober, lediglich drei Wochen nach Ausschreibung der Publikumsöffnung der ADEV Ökowärme AG, waren alle 3000 neu ausgegebenen Namenaktien gezeichnet.

Die Universität Basel richtet am 1. Februar 2020 mit dem Biologen Carsten Gründemann eine Stiftungsprofessur für translationale Komplementärmedizin ein.

Wechsel in der Geschäftsführung der Suchthilfe Region Basel: Barbara Held übernimmt die Leitung per Januar 2020, nachdem Walter Meury – ein Pionier in der Suchtarbeit – Ende Jahr in den Ruhestand geht.

Der Basler Regierungsrat Hans-Peter Wessels, Riehens Gemeindepräsident Hansjörg Wilde und Gemeinderat Daniel Hettich haben die erneuerte Lörracherstrasse in Riehen feierlich eingeweiht.

Veronica Schaller
, frühere Basler Sanitätsdirektorin und zuletzt Kulturbeauftragte der Stadt Bern, wurde zur neuen Präsidentin von "Curaviva Basel-Stadt", dem Verband der Basler Alterspflegeheime, gewählt.

Designierte Verwaltungsratspräsidentin der Schweizerischen Rheinhäfen ist Martina Gmür, Petra Mösching wird Mitglied des Verwaltungsrats.

Der Verein Region Oberbaselbiet wählte den aus dem Fricktal stammenden Gerry Thönen, der die Oberbaselbieter Gemeinden bis zur Gründung des Regionalvereins betreute, zum Geschäftsführer.

Anlässlich der Feierlichkeiten zum 70-Jahr Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zwischen der Schweiz und Israel organisiert die Schweizer Botschaft in Israel im September diverse Anlässe mit Bezug zu Basel.

Die Parteileitung des CVP-Wahlkreises Liestal hat einstimmig beschlossen, Elisabeth Augstburger für die Ständeratswahlen vom 20. Oktober zu unterstützen.

Schweizerische Rheinhäfen: Benedikt Weibel hat seinen Rücktritt als Verwaltungsrats-Präsident per 31. Dezember 2019 bekannt gegeben; Martin Dätwyler, Direktor der Handelskammer beider Basel, trat per 30. Juni zurück.