Sarah Bühler: "Und übrigens ..."

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Ohrfeigen in Washington: Strasse als Schauplatz

Neulich war ich in Washington DC. Die Stadt hat sich verändert seit der Wahl von Donald Trump. Wer einen Blick auf die Strassen abseits der grossen Attraktionen wirft, stellt fest: In unzähligen Schaufenstern hängen flüchtig geschriebene Plakate, auf denen steht, dass hier jeder willkommen sei; darunter sind Frauen mit Kopftuch oder Mexikaner abgebildet. Auf den Auslagetischen in Buchläden liegt sogenannte Resistance-Literatur – Bücher, in denen zum Beispiel junge schwarze Mütter erzählen, wie sie ihre Kinder trotz Armut und in einem zunehmend rassistischen Klima aufgezogen haben.

In der Metro sind die meisten Köpfe zugegenbenermassen über iPhones gebeugt, aber dazwischen finden neuerdings oft laute politische Diskussionen statt: Werden die Sozialwerke missbraucht? Ist die hohe Polizeipräsenz in ehemaligen Drogenquartieren Fluch oder Segen? Soll man seine Kinder auf Schulen schicken, in denen die meisten anderen Schüler food stamps beziehen – Nahrungsmittelgutscheine, die vom Staat verteilt und in Supermärkten gegen Essen eingetauscht werden können.

Kommentare schmettern durch Busse und über Strassenkreuzungen; einmal verpasste eine junge Frau dirket neben mir einer anderen eine Ohrfeige – es ging um Sinn (oder eben Unsinn) von Trumps erhöhtem Militärbudget (!). Der Frauenmarsch – die grösste Demonstration, die in Amerika je stattgefunden hat –  war kein einmaliger Empörungsakt. Es scheint vielmehr, als habe sich die viel geschmähte political correctness zu einer breiten political awareness (politischen Bewusstseinsbildung) gemausert.


"Unter den Demonstrierenden
verdichtete sich die Wut eindrucksvoll."



D
as ist gut so. Was vorher als notweniges Übel wahrgenommen und schulterzuckend umgesetzt wurde – korrekte Sprache beispielsweise – wird plötzlich als reale Notwendigkeit eingefordert. Ich habe mich mit Studentinnen unterhalten, hinter deren Argumenten neue Angst und Wut hervorblitzen: Die frisch gewählte Administration hat in nur drei Monaten die Kürzung von Programmen umgesetzt oder angekündigt, die für sie sehr konkrete Folgen haben.

Ein berühmtes Beispiel ist die Organisation "Planned Parenthood", der die staatliche Unterstützung entzogen werden soll. Es handelt sich um einen bekannten, sehr gut etablierten Fonds, der Frauen egal welcher Herkunft kostenlos Aufklärung, Prävention und sichere, das heisst legale Abtreibung anbietet. Der entscheidende Punkt ist aber, dass "Planned Parenthood" für viele Frauen die einzige medizinische Versorgung überhaupt darstellt.

Junge Frauen haben erzählt, dass sie sich bisher sicher gefühlt haben, weil sie wussten, dass sie theoretisch auf "Planned Parenthood" zurückgreifen können, genauso wie jeder Schweizer weiss, dass er im Notfall selbstverständlich zum Arzt kann. Solche Selbstverständlichkeiten fallen mit TrumpCare und anderen Massnahmen der neuen Regierung weg. Und es sind genau diese konkret fühlbaren Entscheide, die viele verunsichern, verärgern und auf die Strasse treiben.

Ich habe mich unter die Teilnehmenden einer Demonstration vor dem Kapitol gemischt, wurde mit Schals, T-Shirts und vorgedruckten Plakaten eingedeckt. Es haben Senatorinnen gesprochen, Krebskranke und Veteranen; vor den Kameras grosser Fernsehstationen und in einer geschliffenen, aber auch etwas oberflächlichen Rhetorik, die für europäische Ohren gewöhnungsbedürftig ist. Aber unter den Teilnehmenden verdichtete sich die Wut eindrucksvoll.

Diese Protestierenden, die sich wieder um Rednerpulte drängen, die townhall meetings einberufen und Briefe an Politiker schreiben, treibt mehr um als der Ärger über ihren neuen Präsidenten; der hat die Debatten über grössere Probleme höchstens ausgelöst. Sie begnügen sich deshalb auch nicht mehr mit lahmen Diskussionen auf Facebook und Twitter.

Es scheint, als befinde sich Amerika in einer dieser spannenden Phasen, in denen die Zukunft – ganz entgegen dem Willen des "Tyrannen" Trump – nicht nur im Weissen Haus, sondern jetzt erst recht von der breiten Öffentlichkeit verhandelt wird.

10. April 2017
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Sarah Bühler, geboren 1988, studierte Geschichte an der Universität Basel, an der sie bis August 2016 einen Lehrauftrag innehatte. Sie schreibt derzeit ihre Dissertation zum Ende des Römischen Reiches an der Universität Tübingen. Aufgewachsen in Gelterkinden präsidierte sie bis 2015 die lokale Sektion der Grünen Baselland. Sarah Bühler lebt inzwischen in Tübingen und Strassburg. Seither beschränkt sich ihre politische Aktivität auf die Beobachtung der gesellschaftlichen Entwicklung der Schweiz.

sarah.buehler@unibas.ch

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"Die Sprecherin der Swiss Indoors antwortete nicht auf die Anfrage dieser Zeitung."

BZ Basel
vom 27. November 2017
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Auf unsere Medienanfrage zu einem Gerichtsfall hat die Sprecherin auch nicht geantwortet. Die Swiss Indoors-Schweigerin.

"Und übrigens ..."

Weihnachts-Geschichte aus Israel
RückSpiegel


In ihrem Artikel über die "Berlusconisierung von links" zitiert die Weltwoche aus dem "dem gutinformierten Basler Internetdienst OnlineReports".

In seinem Bericht über die Gefährlichkeit des Basler Centralbahnplatzes geht Barfi auf einen OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2001 ein, der damals schon die Probleme thematisierte.

Blick, Tages-Anzeiger, Basler Zeitung, BZ Basel, 20 Minuten und Barfi bezogen sich in ihren Artikeln über die Schüsse einen Mann in der Basler Innenstadt auf einen News-Promeur von OnlineReports.

Der Tages-Anzeiger und 20 Minuten nahmen in ihren Berichten über den gefährlichen Zwischenfall mit einem Intercity-Zuges der SBB in Stein-Säckingen auf OnlineReports Bezug.

In ihrem Interview mit der neuen BVB-Präsidentin Yvonne Hunkeler nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung nahm den OnlineReports-Feature über den Einbruch im Restaurant "Dalbestübli" auf.

Die Volksstimme zitierte in ihrer Presseschau über die Säuli-Metzgete in Sissach aus der OnlineReports-Reportage.

Im Bericht über Rechtsprobleme des Bordells an der Basler Amerbachstrasse zitiert Barfi aus OnlineReports.

Ausführlich geht die Basler Zeitung auf einen kritischen OnlineReports-Gastkommentar über den Eigenmietwert-Steuerfall um Rösly M. ein.

In seinem Beitrag über "Die Basler Sinnkrise" zitiert der Tages-Anzeiger aus dem OnlineReports-Leitartikel "Willkommen im Baselbiet: Nichts geht mehr", in dem es um einen "Kanton in der Sinn-Krise" geht.

barfi, die BZ Basel, die Tageswoche, die Badische Zeitung und das Baublatt haben die OnlineReports-Story über den Abbruch des "Rostbalkens" und die geplanten Hochhäuser beim Basler Bahnhof SBB aufgenommen.
 
Infosperber.ch geht in einem Kommentar über das "Dauer-Bashing" der Behörden durch die Medien auf die Konter-Position von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung nahm in ihrer Berichterstattung über den "Fall Wessels" auf einen OnlineReports-Kommentar Bezug.

Die Basler Zeitung, die BZ Basel, die SDA und die Badische Zeitung gingen auf den OnlineReports-Primeur über die Berufung des türkischen Basler Polizei-Assistenten gegen den Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ein.

20 Minuten online nahm die OnlineReports-News über die Basler verkehrs-Betriebe (BVB) an der Grenze ihrer Belastung auf.

Die BZ Basel und das Regionaljournal gingen aktuell auf die OnlineReports-Recherche über einen Manipulations-Versuch der BVB-Direktion im Vorfeld der Wahlen in die Personalkommission ein.

Barfi zog die OnlineReports-Story über die umstrittene Umnutzung des "FKK-Clubs" in ein Bordell an der Amerbachstrasse in Basel nach.

Der Landbote nahm die OnlineReports-Story über den Stromeinkauf der Gemeinde Muttenz beim Stadtwerk Winterthur auf.

Die OnlineReports-News über den Personalabbau auf der Basler Hauptpost wurde durch Telebasel aufgenommen.

Telebasel online ging in seinem Bericht über die SP-Prämieninitiative auf einen Kommentar von OnlineReports ein. 

Die Weltwoche zitierte in ihrem Bericht über den Basler Scharia-Befürworter Aziz Osmanoglu aus einem Gerichts-Bericht von OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Elisabeth Pestalozzi, seit August 2016 stellvertretende Chefredaktorin von Radio SRF, wird im zweiten Quartal 2018 neue Kommunikationsleiterin der Christoph Merian Stiftung.

• Über tausend Personen verlangen in einer Petition der SP Gelterkinden die Einführung von Tempo 30.

• Im zweiten Wahlgang der Liestaler Stadtrats-Ersatzwahl vom 14. Januar 2018 treten Marie-Theres Beeler (geboren 1959, Grüne) und Karin Jeitziner (geboren 1961, FDP) an.

Marco Greiner, Regierungssprecher und Vizestaatsschreiber von Basel-Stadt, ist neuer Präsident der Schweizerischen Informations-Konferenz öffentlicher Verwaltungen.

• Die Basler CVP hat ihre mit 3'910 Unterschriften versehene Krankenkassen-Initiative eingereicht, die verlangt, dass selbstbezahlte Prämien für die obligatorische Krankenpflege-Versicherung vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden können

• Mit der Jus-Studentin Laetitia Block als Nachfolgerin von Pascal Messerli steht erstmals eine Frau an der Spitze der Jungen SVP Basel-Stadt.

• Das Basler Ristorante Cibo Mediterraneo ist der künftige Betreiber der neuen Buvette am St. Alban-Rheinweg.

Reto Meyer, Inhaber und Geschäftsführer der WS Kommunikation in Basel, kauft per Jahreswechsel sämliche Anteile der BSSM Werbeagentur von Urs Schneider und Hannes Müller.

Jana Wachtl (38) wird als Nachfolgerin von Sabine Kubli auf Jahresbeginn neue Leiterin der Baselbieter Fachstelle "Gleichstellung für Frauen und Männer".

• Das Basler Energieunternehmen IWB plant, im Februar 2018 elf neue Ladesäulen für Elektrofahrzeuge in Quartierstrassen auf Allmend zu installieren.

• Entgegen der Parole der kantonalen CVP sagte der CVP-Wahlreis Liestal Nein zum "8. Generellen Leistungsauftrag für den öffentlichen Verkehr" und damit Ja zum "Läufelfingerli".

Raymond Cron wird als Nachfolger von Andreas Büttiker ab 1. Januar 2018 neues Verwaltungsratsmitglied des EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg.

• Der Basler Grosse Rat hat die Standesinitiative der SP gegen der Schliessung von Quartier-Poststellen überwiesen.

• Die bürgerlichen Jungparteien von Basel-Stadt ziehen ihre Zweirad-Initiative zurück, da sie mit dem vom Grossen Rat beschlossenen Gegenvorschlag ihre Hauptforderungen als erfüllt betrachten.

• Die Baselbieter Wahlen des Landrats und des Regierungsrats für die Amtsperiode vom 1. Juli 2019 bis 30. Juni 2023 finden am 31. März 2019 statt.

• Weil mit dem als Gegenvorschlag verabschiedeten neuen Bürgerrechtsgesetz und den Anpassungen auf Bundesebene die Anliegen der Initianten erfüllt sind, zieht die SVP Basel-Stadt ihre Volksinitiative "Keine Einbürgerung von Kriminellen und Sozialhilfeempfängern" zurück.

• Mit der Gründung der Sektion Waldenburg wollen die Grünen Baselland im Wahlkreis Waldenburg den verlorenen Landratssitz zurück erobern.