Sarah Bühler: "Und übrigens ..."

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Ostern: Zeit für Stau und Lottogewinn

Die Ostertage sind eine verrückte Zeit. Vor dem Gotthard wird der Stau von Jahr zu Jahr meist länger, Migros und Coop machen ihren Umsatz mit Hasen aus Schokolade, wir spielen uns mit gekauften Osterglocken den Frühling vor und Eltern schleichen nachts durch die Gärten, um die Frühstückseier vor ihren Kindern zu verstecken. Am erstaunlichsten ist aber, dass wir damit ein Wunder feiern – etwas, das sonst im Alltag eigentlich keine Rolle mehr spielt.

Das sollte sich dringend wieder ändern. Es muss alles viel aufregender gewesen sein, als grosse und kleine Wunder den Lauf der Dinge immer mal wieder ein bisschen verändert haben. Wir sind heute so optimiert, effizient und durchgeplant – es scheint geradezu, als sollten Überraschungen möglichst verhindert werden. Leider hat niemand gemerkt, dass damit auch viele gute Überraschungen wegrationalisiert wurden.

Ostern ist deshalb ein guter Anlass um darüber nachzudenken, worauf wir hoffen würden, glaubten wir wieder an das schier Unmögliche.


"Donald Trump tritt zurück,
das Bienensterben hat ein Ende."



D
a gibt es natürlich die ganz grossen Themen, die immer schon von den Göttern erfleht wurden, aber nichts an Aktualität eingebüsst haben – im Gegenteil: Frieden, Wohlstand, kein Leiden und keine Schmerzen für Menschen und Tiere. Was so banal klingt, wäre nichts anderes als: Ein grosses Wunder.

Dann haben wir konkretere Hoffnungen, deren Erfüllung ebenfalls einem kleinen Wunder gleichkäme und die sich unserer Kontrolle zum grössten Teil entziehen – obwohl es sich um politische Themen handelt: Donald Trump tritt zurück, die Gletscher hören auf zu schmelzen, das Bienensterben hat ein Ende, die Lohngleichheit wird durchgesetzt, Apple und Glencore zahlen angemessene Steuern, der Sozialabbau wird gestoppt, der Plastikteppich auf dem Ozean und die atomaren Abfälle verschwinden – am besten mitsamt den AKWs.

Daneben gibt es kleinere Wunder, die aber ein ganzes Leben verändern können: Ein Unfall hat nicht stattgefunden, eine Krankheit ist plötzlich geheilt. Ein alter Freund zieht wieder in die Stadt, eine Liebe wird erwidert, ein Kinderwunsch geht in Erfüllung, eine Katze erhält ein 8. Leben. Eine Kündigung war nicht ernst gemeint oder die Traumstelle wird frei, alternativ wäre ein Lottogewinn ganz gut.

Auch Basel täten ein paar Wunder gut: Wir werden doch noch Fussball-Meister, die Universität erhält ihre Millionen (aus dem Baselbiet, nicht von der Pharma) und der Bahnhofsplatz wird übersichtlich.

Auf was für Wunder hoffen Sie und wofür stehen Sie ein? Falls Sie schon lange nicht mehr darüber nachgedacht haben: Heute wäre ein guter Zeitpunkt dafür. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!

2. April 2018
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Sarah Bühler, geboren 1988, studierte Geschichte an der Universität Basel, an der sie bis August 2016 einen Lehrauftrag innehatte. Sie schreibt derzeit ihre Dissertation zum Ende des Römischen Reiches an der Universität Tübingen. Aufgewachsen in Gelterkinden präsidierte sie bis 2015 die lokale Sektion der Grünen Baselland. Sarah Bühler lebt inzwischen in Tübingen und Strassburg. Seither beschränkt sich ihre politische Aktivität auf die Beobachtung der gesellschaftlichen Entwicklung der Schweiz.

sarah.buehler@unibas.ch

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"Und übrigens ..."

Zeit für Stau und Lottogewinn
RückSpiegel


Die Schweiz am Sonntag schrieb eine OnlineReports-Nachricht über die rechtlichen Schritte der Wirtschaftskammer Baselland gegen die "Basler Zeitung" ab.

In ihrem Artikel über Markus Ritters Abgang aus dem Basler Präsidialdepartement bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

20 Minuten, die BZ Basel, theworldnews.net, die Basler Zeitung, die Tageswoche, die Bauernzeitung und Telebasel nahmen die OnlineReports-Story über das gescheiterte Projekt von "Urban Farmers" in Basel auf.

Die BZ Basel, die Basler Zeitung und das Regionaljournal zogen die OnlineReports-Meldung über die Schliessung der Basler Buchhandlung "Narrenschiff" nach.

Die Basler Zeitung nahm die OnlineReports-Nachricht vom Tode des früheren BLKB-Bankrats-Präsidenten Werner Degen auf.

In ihrem Bericht über die "FDP Baselland auf seltsamen Wegen" (Schlagzeile) nimmt die Basler Zeitung zentral auf einen OnlineReports-Primeur über den neu auftauchenden Namen Daniel Recher Bezug.

Die Kommentar-Plattform Infosperber geht auf die Berichterstattung von OnlineReports zum Mord an Martin Wagner ein.

In ihrem Kommentar zu "Lukas Engelberger, der Pressezensor" nimmt die Basler Zeitung eine Metapher ("medienrechtliche Namesburka") von OnlineReports auf.

InsideParadeplatz.ch empfahl den Lesern die Lektüre des OnlineReports Porträts des getöteten Medienanwalts Martin Wagner.

Die OnlineReports-Erstnachricht über den gewaltsamen Tod des Basler Wirtschaftsanwalts Martin Wagner in Rünenberg haben unter anderen der Tages-Anzeiger, BZ Basel, Le Temps, Tageswoche, 20 Minuten, Watson, Telebasel, die Volksstimme, der Blick und nau.ch aufgenommen.

Weitere RückSpiegel

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"Das zweite politische Vorhaben jenseits der ausgelutschten Parkplatz-Debatte, die als eine Art Kitt fungiert, ..."

Tageswoche online
vom 3. April 2018
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War nicht eher der fungierte Kitt ausgelutscht?

In einem Satz


• Die SP Muttenz hat an ihrer Generalversammlung Kathrin Schweizer einstimmig als Regierungsrats-Kandidatin der SP Baselland nominiert.

• Nach fast zwanzig Jahren Tätigkeit verlässt Moderatorin Tamara Wernli Telebasel, weil sie sich künftig aufs Schreiben konzentrieren will.

• Die Gemeinde Riehen ist laut der Einschätzung des Gemeinderates "weiterhin kein Hotspot für kriminelle Aktivitäten".

Heidi Mück und Tonja Zürcher bleiben laut Wahl durch die Mitglieder für weitere zwei Jahre Co-Präsidentinnen von "Basta".

• Der frühere Basler Grossrat und FDP-Nationalrat Urs Schweizer tritt per 15. Mai 2018 nach 15 Jahren als Präsident des ACS beider Basel zurück.

• Nach den Kontrollen an der vergangenen Basler Fasnacht bleiben Pferde von Chaisen und Vorreitern weiterhin erlaubt.

• Die 43-jährige Elisabeth Heer Dietrich wurde mit 82 von 84 Stimmen glanzvoll zur neuen Baselbieter Landschreiberin gewählt.

• Die Revitalisierung der unteren Wiese hat sich aufgrund der vielen Hochwasser um den Jahreswechsel so stark verzögert, dass das Basler Tiefbaumt sie nicht rechtzeitig vor der Fischschonzeit abschliessen konnte und bis Ende Mai pausieren muss.

• Die Rechnung 2017 des Kantons Basel-Stadt schliesst mit einem Überschuss von 251 Millionen Franken ab und liegt damit 108 Millionen Franken über dem Budget.

Matthias Hubeli, Leiter des Polizeistützpunkts Liestal und stellvertretender Leiter der Sicherheitsabteilung Ost, wird Geschäftsführer des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests 2022 in Pratteln.

• Der von der Wirtschaftskammer Baselland eingereichten Gesetzesinitiative "Für eine faire steuerliche Behandlung der Wohnkosten" (Wohnkosten-Initiative) stellt die Regierung einen Gegenvorschlag gegenüber.

Naomi Reichlin und Florian Sennhauser gehören neu dem Vorstand der FDP-Sektion Liestal an.

Melchior Buchs (FDP) ist neuer Gemeindepräsident von Reinach, indem er mit 2'544 Stimmen die CVP-Kandidatin Béatrix von Sury (CVP) mit 2'452 Stimmen knapp schlug.

• Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2022 findet laut Beschluss des Eidgenössischen Schwingerverbands definitiv in Pratteln statt.

• Die Universität Basel erhält fünf von 39 neuen Förderungsprofessuren, die der Schweizerische Nationalfonds (SNF) dieses Jahr vergeben hat.

• Der Frauenanteil in den Aufsichtsgremien von staatsnahen baselstädtischen Betrieben liegt per 1. Januar 2018 bei 40,9 Prozent und übertrifft somit die geforderten 33,3 Prozent deutlich.

• Da SP-Landrat Hannes Schweizer per 31. März als Präsident der Bau- und Planungskommission zurückritt, schlägt die SP-Fraktion als seinen Nachfolger den Frenkendörfer Urs Kaufmann vor.

• Die SP Pratteln-Augst-Giebenach lanciert eine Petition zur Erhaltung des Schalters der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB) in Pratteln.

BaselArea.swiss wird ab März im Mandat die Geschäftsführung des Switzerland Innovation Park Basel Area AG übernehmen.

Thomas Kessler, der frühere Basler Stadt- und Kantonsentwickler, wird Leiter eines von den AZ Medien für die "BZ Basel" ins Leben gerufenen Publizistischen Beirats.

• Nach Vandalenakten und einer Einbruchserie fordert die Riehener CVP von den Behörden "endlich die wirksame Umsetzung längst bekannter Forderungen" zur Erhöhung der Sicherheit.