Sarah Bühler: "Und übrigens ..."

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Ein Abenteuer mit der Deutschen Bahn

"Egal wohin. Immer entspannt." Mit diesem Slogan wirbt die Deutsche Bahn für ihre Sparpreis-Tickets und versucht die geschätzten Reisenden aus der Luft und von der Strasse wieder in den ICE zu locken. Dort habe man "endlich Zeit für sich" und könne "Krimis lesen, statt Verkehrsschilder". Ich konnte nicht widerstehen und bin vergangene Woche mit dem Zug von Tübingen nach Hamburg und dann weiter an die Nordsee gefahren. Mein Plan: Vier Stunden schlafen und dann vier Stunden Zeitung lesen.

Was ich nicht beachtet hatte: 1. Es war Samstag, 2. Es war Ferienanfang und 3. Auch andere haben die Sparpreise für sich entdeckt.

So sassen ich und all diese anderen unserem Schicksal ergeben während Stunden zusammengepfercht im Wagen 304 und starrten auf das "Immer entspannt."-Plakat, das in jedem Abteil hängt. Ich konnte unmöglich einschlafen und musste mich irgendwie beschäftigen, weil die Zeitungen weit weg im Koffer lagen, den ich längst aus den Augen verloren hatte.

Im Abteil sassen zwei ältere Damen mit blondierten Haaren (mit Ansatz) und Sandwiches in der Tupperware-Dose. Die eine las "Gala", die andere "Brigitte". Es blieb mir nichts anderes übrig als mitzulesen und die Fahrzeit mit den Nachwuchs-Problemen, Seitensprüngen und Trennungsgerüchten aller europäischen Adelshäuser zu verkürzen.

Da war doch tatsächlich die Rede von einer kleinen Prinzessin, die auf ihrem Thrönchen während einer Audienz ihre Windel "checkt" – natürlich mit Bild. Da war auch der beste Freund eines Sohnes eines Arztes eines Fussballteams mit seiner neuen Freundin am Strand von Fuerteventura.


"Mutiger sein. Auchmal verzeihen.
1 Tag pro Woche ned Schminken."



I
rgendwann kurz vor Frankfurt puderte die "Gala"-Leserin ihre Nase und holte einen Stift aus dem Koffer. Sie machte sich wieder an ihrem Heft zu schaffen und füllte sorgfältig einen Persönlichkeitstest aus, der – soviel konnte ich erhaschen – "alles über den Charakter" der Leserin verrät. Die Resultate müssen überzeugend gewesen sein, denn sie unterstrich Passagen in den Rubriken "Auflösung" und "Tipps für die Zukunft" und notierte einzelne Punkte am Rand: "Mutiger sein". "Auchmal verzeihen". "1 Tag pro Woche ned Schminken".

Beim nächsten Halt stieg eine Mutter mit ihren beiden Töchtern zu, die strahlend Papier und Stifte auspackten. Prima, dachte ich und versöhnte mich mit den entspannten Menschen auf den Flyern.

Es stellte sich aber heraus, dass die beiden nach Schablonen malten, und zwar Schablonen von Super-Models. Sie hatten also jeweils Beine, Mini-Röcke, Haare und Pumps in allen denkbaren Formen zur Verfügung, die sie während der nächsten zwei Stunden immer wieder neu kombinierten. Bei jedem neuen Körperteil fragten die beiden ihre Mutter nach Farb-Tipps. Grüne Beine? Violette Haare? Mit Leggins oder Rock? Und das T-Shirt, schwarz? Die Mutter hob ihren Blick kein einziges Mal vom Smartphone.

In Hannover endlich stiegen sie mit ihren lila Schalenkoffern aus und ein Philosoph setzte sich ins Abteil. Er käme von einer Tagung in Bielefeld, an der die Frage diskutiert wurde, ob Pflanzen wahrnehmen können und darum in gewisser Weise auch intelligent seien. So gäbe es beispielsweise eine Schlingpflanze, die sich die Form ihrer Umgebung genau merken kann. Oder Plankton am Nordpol, die mit einem eigenen Kompass ausgerüstet sind und sich im Meer orientieren können.

Bei der Einfahrt in Hamburg-Altona schliesslich leuchtete noch einmal eine riesige Werbung auf: "Wir fahren Bahn, weil wir das Abenteuer lieben." Dieser Werbetexter – daran besteht kein Zweifel – pendelt sicher jeden Tag.

24. Oktober 2016
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Sarah Bühler, geboren 1988, studierte Geschichte an der Universität Basel, an der sie bis August 2016 einen Lehrauftrag innehatte. Sie schreibt derzeit ihre Dissertation zum Ende des Römischen Reiches an der Universität Tübingen. Aufgewachsen in Gelterkinden präsidierte sie bis 2015 die lokale Sektion der Grünen Baselland. Sarah Bühler lebt inzwischen in Tübingen und Strassburg. Seither beschränkt sich ihre politische Aktivität auf die Beobachtung der gesellschaftlichen Entwicklung der Schweiz.

sarah.buehler@unibas.ch

(Die Kolumnisten sind in ihrer Meinung frei;
sie braucht sich nicht mit jener der Redaktion zu decken.)
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"Vorteile mit Online-Buchung"

Mir ist aufgefallen, dass man die Fahrkarte bei der DB online buchen kann. Da kann man die Fahrrichtung und den Platz wählen, zweite Klasse hat auch Zweiersitze. In der ersten Klasse hat es Einzelsitze. Meine Zeitung kaufe ich immer am Kiosk.


Stephan Mohler, Guangzhou, China



"Ach, als Tipp"

Also jetzt, Frau Bühler. Was genau ist ihre Message? Sind Sie jetzt etwas frustriert, dass es tatsächlich andere Menschen gibt, die sich erdreisten mit dann Bahn fahren zu wollen, wenn Sie es tun? Oder wollen Sie uns suggerieren, dass nur komische Käuze wie z.B. blondierte Gala-Leserinen den Zug benützen? Oder möchten Sie uns mitteilen, wie schön Sie es finden, so unterhalten zu werden während einer langen Bahnfahrt? Kurz: Finden Sie Bahnfahren mit der Deutschen Bahn nun doof – oder gut? Ich habe es nicht begriffen, sorry.

Ach, als Tipp: Wenn Sie das nächste Mal mit einem solch verwegenen und naiven Plan (4 Stunden Schlafen und danach 4 Stunden Lesen) in den Zug steigen, dann gönnen Sie sich einen Platz in der ersten Klasse. Dort nervt höchstens das Klippern der Fingernägel auf der Laptop-Tastatur. Mit einem ipod-Kopfhörer im Ohr ist auch das Problem gelöst und das Zugreisen wird zum ausserordentlichen Vergnügen!


Daniel Thiriet, Riehen



"Gut geschrieben"

Bavo! Gut geschrieben!


Ernst Feurer, Ettingen


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"Zeichen deuten auf grosse Kualition"

BZ Basel online
Titel vom
25. November 2017
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Kühe aller Fraktionen vereinigt euch!

"Und übrigens ..."

Weihnachts-Geschichte aus Israel
RückSpiegel


In seinem Bericht über die Gefährlichkeit des Basler Centralbahnplatzes geht Barfi auf einen OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2001 ein, der damals schon die Probleme thematisierte.

Blick, Tages-Anzeiger, Basler Zeitung, BZ Basel, 20 Minuten und Barfi bezogen sich in ihren Artikeln über die Schüsse einen Mann in der Basler Innenstadt auf einen News-Promeur von OnlineReports.

Der Tages-Anzeiger und 20 Minuten nahmen in ihren Berichten über den gefährlichen Zwischenfall mit einem Intercity-Zuges der SBB in Stein-Säckingen auf OnlineReports Bezug.

In ihrem Interview mit der neuen BVB-Präsidentin Yvonne Hunkeler nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung nahm den OnlineReports-Feature über den Einbruch im Restaurant "Dalbestübli" auf.

Die Volksstimme zitierte in ihrer Presseschau über die Säuli-Metzgete in Sissach aus der OnlineReports-Reportage.

Im Bericht über Rechtsprobleme des Bordells an der Basler Amerbachstrasse zitiert Barfi aus OnlineReports.

Ausführlich geht die Basler Zeitung auf einen kritischen OnlineReports-Gastkommentar über den Eigenmietwert-Steuerfall um Rösly M. ein.

In seinem Beitrag über "Die Basler Sinnkrise" zitiert der Tages-Anzeiger aus dem OnlineReports-Leitartikel "Willkommen im Baselbiet: Nichts geht mehr", in dem es um einen "Kanton in der Sinn-Krise" geht.

barfi, die BZ Basel, die Tageswoche, die Badische Zeitung und das Baublatt haben die OnlineReports-Story über den Abbruch des "Rostbalkens" und die geplanten Hochhäuser beim Basler Bahnhof SBB aufgenommen.
 
Infosperber.ch geht in einem Kommentar über das "Dauer-Bashing" der Behörden durch die Medien auf die Konter-Position von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung nahm in ihrer Berichterstattung über den "Fall Wessels" auf einen OnlineReports-Kommentar Bezug.

Die Basler Zeitung, die BZ Basel, die SDA und die Badische Zeitung gingen auf den OnlineReports-Primeur über die Berufung des türkischen Basler Polizei-Assistenten gegen den Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ein.

20 Minuten online nahm die OnlineReports-News über die Basler verkehrs-Betriebe (BVB) an der Grenze ihrer Belastung auf.

Die BZ Basel und das Regionaljournal gingen aktuell auf die OnlineReports-Recherche über einen Manipulations-Versuch der BVB-Direktion im Vorfeld der Wahlen in die Personalkommission ein.

Barfi zog die OnlineReports-Story über die umstrittene Umnutzung des "FKK-Clubs" in ein Bordell an der Amerbachstrasse in Basel nach.

Der Landbote nahm die OnlineReports-Story über den Stromeinkauf der Gemeinde Muttenz beim Stadtwerk Winterthur auf.

Die OnlineReports-News über den Personalabbau auf der Basler Hauptpost wurde durch Telebasel aufgenommen.

Telebasel online ging in seinem Bericht über die SP-Prämieninitiative auf einen Kommentar von OnlineReports ein. 

Die Weltwoche zitierte in ihrem Bericht über den Basler Scharia-Befürworter Aziz Osmanoglu aus einem Gerichts-Bericht von OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Elisabeth Pestalozzi, seit August 2016 stellvertretende Chefredaktorin von Radio SRF, wird im zweiten Quartal 2018 neue Kommunikationsleiterin der Christoph Merian Stiftung.

• Über tausend Personen verlangen in einer Petition der SP Gelterkinden die Einführung von Tempo 30.

• Im zweiten Wahlgang der Liestaler Stadtrats-Ersatzwahl vom 14. Januar 2018 treten Marie-Theres Beeler (geboren 1959, Grüne) und Karin Jeitziner (geboren 1961, FDP) an.

Marco Greiner, Regierungssprecher und Vizestaatsschreiber von Basel-Stadt, ist neuer Präsident der Schweizerischen Informations-Konferenz öffentlicher Verwaltungen.

• Die Basler CVP hat ihre mit 3'910 Unterschriften versehene Krankenkassen-Initiative eingereicht, die verlangt, dass selbstbezahlte Prämien für die obligatorische Krankenpflege-Versicherung vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden können

• Mit der Jus-Studentin Laetitia Block als Nachfolgerin von Pascal Messerli steht erstmals eine Frau an der Spitze der Jungen SVP Basel-Stadt.

• Das Basler Ristorante Cibo Mediterraneo ist der künftige Betreiber der neuen Buvette am St. Alban-Rheinweg.

Reto Meyer, Inhaber und Geschäftsführer der WS Kommunikation in Basel, kauft per Jahreswechsel sämliche Anteile der BSSM Werbeagentur von Urs Schneider und Hannes Müller.

Jana Wachtl (38) wird als Nachfolgerin von Sabine Kubli auf Jahresbeginn neue Leiterin der Baselbieter Fachstelle "Gleichstellung für Frauen und Männer".

• Das Basler Energieunternehmen IWB plant, im Februar 2018 elf neue Ladesäulen für Elektrofahrzeuge in Quartierstrassen auf Allmend zu installieren.

• Entgegen der Parole der kantonalen CVP sagte der CVP-Wahlreis Liestal Nein zum "8. Generellen Leistungsauftrag für den öffentlichen Verkehr" und damit Ja zum "Läufelfingerli".

Raymond Cron wird als Nachfolger von Andreas Büttiker ab 1. Januar 2018 neues Verwaltungsratsmitglied des EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg.

• Der Basler Grosse Rat hat die Standesinitiative der SP gegen der Schliessung von Quartier-Poststellen überwiesen.

• Die bürgerlichen Jungparteien von Basel-Stadt ziehen ihre Zweirad-Initiative zurück, da sie mit dem vom Grossen Rat beschlossenen Gegenvorschlag ihre Hauptforderungen als erfüllt betrachten.

• Die Baselbieter Wahlen des Landrats und des Regierungsrats für die Amtsperiode vom 1. Juli 2019 bis 30. Juni 2023 finden am 31. März 2019 statt.

• Weil mit dem als Gegenvorschlag verabschiedeten neuen Bürgerrechtsgesetz und den Anpassungen auf Bundesebene die Anliegen der Initianten erfüllt sind, zieht die SVP Basel-Stadt ihre Volksinitiative "Keine Einbürgerung von Kriminellen und Sozialhilfeempfängern" zurück.

• Mit der Gründung der Sektion Waldenburg wollen die Grünen Baselland im Wahlkreis Waldenburg den verlorenen Landratssitz zurück erobern.