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"Belegschaft hat grosses Verständnis": Heim-Sanierer Urs Baumann

"Die Heime werden in zwei Jahren gesund dastehen"

Urs Baumann, Präsident der neuen "Heime Auf Berg AG", über die Zukunft der Horte in Seltisberg


Von Peter Knechtli


Nach jahrelangen Turbulenzen in den Kinderheimen "Auf Berg" in Seltisberg soll mit dem Einsatz einer Betriebsgesellschaft jetzt Ruhe einkehren. Präsident Urs Baumann will dabei keine Entlassungen vornehmen, aber den Stellen-Ersatz bei natürlichen Abgängen überprüfen, wie er im Interview mit OnlineReports ankündigt.


OnlineReports: Sie sprechen von einem "Neustart" der "Heime auf Berg". Davon war schon vor zwei Jahren die Rede. Handelt es sich nicht eher um einen Neustart des Neustarts?

Urs Baumann: Dies kann man nicht so sagen, weil damals unter Zeitdruck eine Lösung gefunden werden musste, deren Konsequenzen nicht in jeder Beziehung abgeschätzt werden konnten. Auch bestand ein wesentlicher Druck der Aufsichtsbehörde.

OnlineReports: Aber im Mai 2008 trat doch der damalige Vereinsvorstand von allen operativen Ämtern zugunsten eines neuen, betriebsverantwortlichen Heimausschusses zurück. Diese Lösung taugte offensichtlich nicht.

"Der Druck von OnlineReports zwang
den Vorstand kurzfristig zu Massnahmen."




Baumann: Der Vereinsvorstand musste eine Lösung suchen und einen Heimausschuss wählen, welcher vor allem auch den Aufsichtsbehörden entsprach. Ebenfalls war damals auch ein öffentlicher beziehungsweise medienmässiger Druck von OnlineReports, der den Vorstand zwang, innert kurzer Zeit Massnahmen umzusetzen.

OnlineReports: Aber warum kam es nicht dann schon zur heutigen Lösung?

Baumann: Der "Katholische Fürsorgeverein" als Trägerschaft der Heime weigerte sich damals, die Vereins- von der Heimführung organisatorisch wie betrieblich zu entflechten.

OnlineReports: Jetzt ist die Trennung vollzogen. Hätte dies nicht schon vor zwei Jahren geschehen sollen?  

Baumann: Nein, weil damals die Zeit für eine solche Trennung noch nicht reif war. Immerhin stellte der "Katholische Fürsorgeverein" sowohl Gebäulichkeiten und Geld zur Verfügung und hatte leider nachher keinen Einfluss mehr auf deren Verwendung. Der Heimausschuss entschied autonom.

OnlineReports: Wo sollen die beiden Heime nach der jahrelangen Unruhe in zwei Jahren stehen?

Baumann: Die Heime werden gesund dastehen mit einem mutmasslich etwas angepassten Konzept. Klar ist, dass weiterhin Kinder inklusive Kleinkinder dort wohnen werden. Das Gesamtkonzept werden wir den künftigen Bedürfnissen anpassen.

"Bei jeder Mutation wird hinterfragt, ob
ein Ersatz notwendig sein wird."




OnlineReports: Wie wir erfahren, soll bei den Kosten gespart werden. Wie viele Stellen wollen Sie in den nächsten zwei Jahren abbauen?

Baumann: In den Jahren 2009 und 2010 gab es ein betriebliches Defizit. Es gab und gibt jedoch keine Pläne für einen Personalabbau. Personalabgänge werden inskünftig analysiert. Bei jeder Mutation wird hinterfragt, ob ein Ersatz in welcher Form notwendig sein wird.

OnlineReports: Personalabgänge werden "analysiert", sagen Sie. Gibt es Entlassungen?

Baumann: Es sind keine Entlassungen geplant.

OnlineReports: Gibt es in den Heimen zuviel Leerlauf, wenn weniger Personal künftig dieselben Leistungen bieten soll?

Baumann: In den vergangenen Jahren wurden Leistungen aufgebaut, welche zu hinterfragen sind. Entsprechend könnte dies Auswirkungen haben.

OnlineReports: Dem Vernehmen nach wollen Sie dem Personal kommendes Jahr auch keine Lohnerhöhung zugestehen. Wie hat die Belegschaft darauf reagiert?

Baumann: Ich habe die Belegschaft persönlich über diese Massnahme informiert und erklärt, dass wir eine weitere Kostenerhöhung aus politischen und wirtschaftlichen Gründen nicht mehr rechtfertigen können. Die Belegschaft hat mit grossem Verständnis darauf reagiert. Ich habe ein sehr gutes Gefühl, dass die künftige Zusammenarbeit dadurch nicht in Frage gestellt ist.

OnlineReports: Der "Katholische Fürsorgeverein" scheint ziemlich vermögend zu sein, wenn er der "Heime Auf Berg AG" das gesamte Aktienkapital von einer Million Franken zur Verfügung stellen kann. Welches wird künftig die Aufgabe dieses Vereins sein?

Baumann: Der Verein wird neue Aufgaben im Umfeld der bisherigen Hauptaufgaben suchen und diese bestimmt auch finden.

"Ich bin nicht bekannt dafür, dass ich mich durch irgendwen instrumentalisieren lasse."




OnlineReports: Wie unabhängig ist die Betriebs AG, wenn der "Fürsorgeverein" doch Alleinaktionär und somit für die Strategie verantwortlich ist?

Baumann: Der Verein kann über die Generalversammlung Einfluss auf die Bestellung des Verwaltungsrates nehmen und gegebenenfalls auch eine Statutenänderung durchsetzen. Damit kann ich aber gut leben.

OnlineReports: Gibt es vertragliche Vereinbarungen, die dem Verwaltungsrat und Ihnen als Präsident die volle Freiheit und Unabhängigkeit in der Führung der Heime garantieren?

Baumann: Es gibt keine vertraglichen Vereinbarungen. Die Bestellung des Verwaltungsrates basiert einerseits auf einem grossen gegenseitigen Vertrauen und anderseits darauf, dass man mit mir Kontakt aufgenommen hat im Bewusstsein, dass ich völlig unabhängig arbeite und arbeiten werde.

OnlineReports: Sind Sie nicht in gewissem Sinn der Strohmann des "Fürsorgevereins" als Alleinaktionär?

Baumann: Dann wäre ich der falsche Mann. Ich bin nicht bekannt dafür, dass ich mich durch irgendwen instrumentalisieren lasse.

OnlineReports: Inwieweit lassen Sie sich vom Kanton - konkret: von der zuständigen Bildungsdirektion - dreinreden?

Baumann: Der Kanton hat eine Aufsichtsfunktion und Anspruch auf eine Rechenschaftsablage. Auch kann er - wie auch das Bundesamt für Justiz - auf konzeptionelle Fragen Einfluss nehmen. Solange wir uns im Bereich der gesetzlichen Vorgaben bewegen, haben diese Institutionen jedoch keine Veranlassung, operative Funktionen zu übernehmen.

30. Dezember 2010

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"Die Sprecherin der Swiss Indoors antwortete nicht auf die Anfrage dieser Zeitung."

BZ Basel
vom 27. November 2017
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Auf unsere Medienanfrage zu einem Gerichtsfall hat die Sprecherin auch nicht geantwortet. Die Swiss Indoors-Schweigerin.

"Und übrigens ..."

Weihnachts-Geschichte aus Israel
RückSpiegel


In ihrem Artikel über die "Berlusconisierung von links" zitiert die Weltwoche aus dem "dem gutinformierten Basler Internetdienst OnlineReports".

In seinem Bericht über die Gefährlichkeit des Basler Centralbahnplatzes geht Barfi auf einen OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2001 ein, der damals schon die Probleme thematisierte.

Blick, Tages-Anzeiger, Basler Zeitung, BZ Basel, 20 Minuten und Barfi bezogen sich in ihren Artikeln über die Schüsse einen Mann in der Basler Innenstadt auf einen News-Promeur von OnlineReports.

Der Tages-Anzeiger und 20 Minuten nahmen in ihren Berichten über den gefährlichen Zwischenfall mit einem Intercity-Zuges der SBB in Stein-Säckingen auf OnlineReports Bezug.

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Die Basler Zeitung, die BZ Basel, die SDA und die Badische Zeitung gingen auf den OnlineReports-Primeur über die Berufung des türkischen Basler Polizei-Assistenten gegen den Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ein.

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Barfi zog die OnlineReports-Story über die umstrittene Umnutzung des "FKK-Clubs" in ein Bordell an der Amerbachstrasse in Basel nach.

Der Landbote nahm die OnlineReports-Story über den Stromeinkauf der Gemeinde Muttenz beim Stadtwerk Winterthur auf.

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Die Weltwoche zitierte in ihrem Bericht über den Basler Scharia-Befürworter Aziz Osmanoglu aus einem Gerichts-Bericht von OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


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• Über tausend Personen verlangen in einer Petition der SP Gelterkinden die Einführung von Tempo 30.

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Marco Greiner, Regierungssprecher und Vizestaatsschreiber von Basel-Stadt, ist neuer Präsident der Schweizerischen Informations-Konferenz öffentlicher Verwaltungen.

• Die Basler CVP hat ihre mit 3'910 Unterschriften versehene Krankenkassen-Initiative eingereicht, die verlangt, dass selbstbezahlte Prämien für die obligatorische Krankenpflege-Versicherung vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden können

• Mit der Jus-Studentin Laetitia Block als Nachfolgerin von Pascal Messerli steht erstmals eine Frau an der Spitze der Jungen SVP Basel-Stadt.

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Reto Meyer, Inhaber und Geschäftsführer der WS Kommunikation in Basel, kauft per Jahreswechsel sämliche Anteile der BSSM Werbeagentur von Urs Schneider und Hannes Müller.

Jana Wachtl (38) wird als Nachfolgerin von Sabine Kubli auf Jahresbeginn neue Leiterin der Baselbieter Fachstelle "Gleichstellung für Frauen und Männer".

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• Entgegen der Parole der kantonalen CVP sagte der CVP-Wahlreis Liestal Nein zum "8. Generellen Leistungsauftrag für den öffentlichen Verkehr" und damit Ja zum "Läufelfingerli".

Raymond Cron wird als Nachfolger von Andreas Büttiker ab 1. Januar 2018 neues Verwaltungsratsmitglied des EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg.

• Der Basler Grosse Rat hat die Standesinitiative der SP gegen der Schliessung von Quartier-Poststellen überwiesen.

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• Weil mit dem als Gegenvorschlag verabschiedeten neuen Bürgerrechtsgesetz und den Anpassungen auf Bundesebene die Anliegen der Initianten erfüllt sind, zieht die SVP Basel-Stadt ihre Volksinitiative "Keine Einbürgerung von Kriminellen und Sozialhilfeempfängern" zurück.

• Mit der Gründung der Sektion Waldenburg wollen die Grünen Baselland im Wahlkreis Waldenburg den verlorenen Landratssitz zurück erobern.