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"Sehr angenehm": Konkurrentinnen Kathrin Amacker und Elisabeth Schneider

Harte Frauen-Konkurrenz um Jermann-Sitz

In der Baselbieter CVP haben zwei Politikerinnen gute Aussichten, ein Nationalrats-Mandat zu gewinnen


Von Peter Knechtli


Der Kampf um die Nachfolge des Baselbieter CVP-Nationalrates Walter Jermann wird höchstwahrscheinlich unter zwei Frauen entschieden: Favoritinnen sind die frühere Landratspräsidentin Elisbeth Schneider und Parteipräsidentin Kathrin Amacker - zwei sehr unterschiedliche Persönlichkeiten.


Es wäre vermessen, zu behaupten, der Dittinger CVP-Nationalrat Walter Jermann habe in Bern grosse Stricke zerrissen. Kaum einmal erregte er als Wortführer oder - als Mann der Mitte - in einer besonderen Vermittlerposition Aufmerksamkeit am Juranordfuss. Auf Ende der Legislatur tritt er zurück, ohne hinter sich eine grosse Lücke zu hinterlassen.

"Familien- und Wirtschaftspolitik ist vereinbar"

Seine Partei jedoch ist "110-prozentig" überzeugt, den Sitz verteidigen zu können, wie die Bewerbenden heute Mittwoch an einer Medienkonferenz im Liestaler Hotel "Engel" beteuerten. Sei die CVP vor vier Jahren noch eine Partei gewesen, die im Ruf stand, "gar keine Partei zu sein" (so Parteipräsidentin Kathrin Amacker), habe sie inzwischen eine "klaren Kurs gefahren" und aufgezeigt, dass sich "eine gute Familienpolitik mit einer guten Wirtschaftspolitik vereinbaren" lasse. Es sei indes "falsch, Blocher aus dem Bundesrat zu werfen"; vielmehr gehe es darum, die Position von CVP-Bundesrätin und Sympathieträgerin Doris Leuthard zu stärken, wie Kandidat Gregor Gschwind erklärte.

Mit dem Landwirt Gschwind und dem bisher nioch wenig bekannten Gelterkinder Anwalt Georg Gremmelspacher verfügt die CVP über profilierte Köpfe. Doch noch aussichtsreicher als die vier Männer der Liste 5 sind die beiden Frauen, Kathrin Amacker (45) und Elisabeth Schneider (43). Unter ihnen dürfte das Rennen laufen. Amacker hatte letztes Jahr das Pech, als Kantonalpräsidentin die Nomination als Regierungsratskandidatin knapp zu verpassen. Statt ihr schaffte der mittlerweile gewählte Peter Zwick den Sprung in die Regierung. Er beehrte die heutige Medienkonferenz denn auch solidarisch mit seiner Anwesenheit im Hintergrund. Elisabeth Schneider anderseits hat eben ein Jahr als Landratspräsidentin hinter sich, in dem sie sich über die Parteigrenzen hinweg Anerkennung verschaffte.

Zwei unterschiedliche Temperamente

Die beiden Binnen-Konkurrentinnen sind von unterschiedlicher Persönlichkeit und politischer Positionierung. Die Apothekerin Kathrin Amacher gilt als sehr moderat und ausgleichend in ihren Standpunkten, als Frau der Wirtschaft, die auch dem WWF angehört. Ihr privates Budget von 80'000 Franken - davon die Hälfte von Sponsoren - zeugt vom starken Willen der Mutter von drei Kindern, Mandats-Ambitionen umzusetzen. Elisabeth Schneider ist die Temperamentvolle, die "nicht bereit" ist, 100'000 private Franken in den Wahlkampf zu investieren. Mehrmals fiel sie bei der heutigen Präsentation ihrer Konkurrentin Amacker ins Wort, was weniger aggressiv gemeint als vielmehr Ausdruck ihrer Entschlossenheit war, diese Wahl zu gewinnen: "Ich will in den Nationalrat - jetzt oder nie."

Von OnlineReports auf die Konkurrenz-Situation angesprochen, übten beide kurzerhand den charmanten rhetorischen Schulterschluss. "Sehr angenehm" sei die Zusammenarbeit, sagte Landrätin Amacker über ihre Faktionschefin Schneider, die sich ähnlich diplomatisch über ihre Parteichefin äusserte: "Wir ergänzen uns gut und kommen uns nicht in die Quere." Amacker steht rechts der Mitte und der Pharmaindustrie nahe, plädiert für tiefe Unternehmenssteuer und tiefe bürokratische Hürden - die als drittes von fünf Kindern geborene Bauerntochter Schneider steht eher links-sozial und ist bereit, mit ungeschminkten Worten gegen die Südumfahrung zu opponieren: Was sie meint, das sagt sie klar.

Starke ökologische Akzente

Als Mann der Integration und des ökologischen Umdenkens stellte sich der Partei-Novize Georg Gremmelspacher vor - ein Mann mit Potenzial. Allerdings forderte er in einem Land mit mittlerweile 350'000 Menschen islamischen Glaubens, dass auch die muslimischen Gemeinschaften einen aktiveren Beitrag an die Intergration leisten müssten. Im Umweltbereich forderte er klimaverträgliche Treibstoffe, mehr Hybrid-Fahrzeuge, Parc-and-ride-Konzepte sowie die weitere Förderung des öffentlichen Verkehrs.

Der frühere Therwiler Landrat Gregor Gschwind, als Präsident des Bauernverbandes beider Basel auch er ökologisch sensibilisiert, sprach sich für eine verstärkte Förderung nachhaltiger Energiequellen und Energiespar-Technologien aus. An die nächste Generation möchte er "keine Atomkraftwerke" weiter geben. "Sehr wichtig" hält er verständlicherweise die Aufrechterhaltung einer Landwirtschaft, die für die Region produziert: "Eine einseitige Liberalisierung lehne ich ab."

Leuchtwerbung um die Taille

Der Liesberger Landrat Christian Steiner möchte die Bildungsharmonisierung und die frühkindliche Erziehung vorantreiben. Aber auch die Eltern hätten ein "Anrecht auf Betreuung, damit ihre Kinder bei Schuleintritt lernbereit sind". Simon Oberbeck, Präsident der Jungen CVP der Schweiz, drängt auf ein genügendes Angebot an Jugendarbeitsplätzen. Arbeitslose Jugendliche seien "Gift für die Gesellschaft" und eine Quelle der Gewaltbereitschaft. Krankheitshalber abwesend war Kandidatin Franziska Stadelmann.

Erstmals kandidiert im Baselbiet die Junge CVP, um ihrer Mutterpartei Support zu verleihen. Für den christdemokratischen Nachwuchs sprachen Sabrina Mohn und Matthias Oetterli. Immer wieder blieben die Blicke der Medienschaffenden an Kathrin Amackers Taille haften: Am Gürtel machte ein Display mit roter Rollschrift (Bild) auf Partei und Liste aufmerksam, die es am 21. Oktober zu wählen gelte. Ihr 14-jähriger Sohn hatte das modische PR-Requisit - zur Freude seiner Mutter - im Internet gefunden.

12. September 2007

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"Elisabeth Schneider hat ein verlässlich-bürgerliches Profil"

Elisabeth Schneider und ihre Positionen kenne ich als Landratskollege inzwischen etwas und ich meine behaupten zu dürfen, dass ihre Einschätzung bezüglich ihrer politischen Einordnung nicht ganz richtig ist. Elisabeth Schneider ist keinesfalls links in der CVP einzuordnen, sondern sie gehört zu den - leider - wenigen Personen in der CVP-Fraktion, die ein verlässlich-bürgerliches Profil haben.


Siro Imber, Allschwil


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"Die Niederlassung Füllinsdorf der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB) wird (...) im Frühling 2018 als Selbstbedienungsbank wieder eröffnet."

Basellandschaftliche Kantonalbank
Medienmitteilung
vom 28. September 2017
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Wo bitte ist der Geld-Selbstbedienungsschalter?

"Und übrigens ..."

Waschmaschinen gegen Gemüse
RückSpiegel


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Die BZ Basel und das Regionaljournal gingen aktuell auf die OnlineReports-Recherche über einen Manipulations-Versuch der BVB-Direktion im Vorfeld der Wahlen in die Personalkommission ein.

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Barfi
nahm im Bericht über Waschbären in der Stadt Bezug auf eine OnlineReports-Reportage über Waschbären, die Toronto bevölkern.

Die Volksstimme nahm die OnlineReports-Erstmeldung über den Tod des früheren FDP BL-Präsidenten und Untersuchungsrichters Ernst Heimann auf.

Barfi und die Basler Zeitung nahmen die OnlineReports-News über die Schliessung des Nobel-Restaurants "Schifferhaus" auf.

Die Basler Zeitung bezog sich in ihrer Nachricht über die Absage von Saskia Schenker als FDP BL-Präsidentin auf OnlineReports.

Die NZZ nennt Pionier OnlineReports in ihrem Beitrag über die Finanzierung von Online-Medien.

Die Basler Zeitung und die Basellandschaftliche Zeitung berichteten unter Bezugnahme auf OnlineReports über die Trennung der BVB von zwei Kaderleuten.

Das OnlineReports-Interview mit dem designierten FCB-Besitzer Bernhard Burgener nahmen die Fussball-Plattform 4-4-2.com, die Basellandschaftliche Zeitung und die Schweiz am Wochenende auf.

Telebasel berief sich in seinem Bericht über die Interpellation von "Basta"-Grossrat Beat Leuthardt über den designierten FCB-Präsidenten Bernhard Burgener auf OnlineReports.

Die Basler Zeitung berief sich in ihrer Meldung über Betriebs-Wegweiser-Posse auf OnlineReports.

Die Schweiz am Wochenende nahm eine OnlineReports-Story über den Gang der BVB ans Bundesgericht wegen einer Auflösung des Arbeitsverhältnisses auf.

In ihrem Bericht über den Streit um die schmale Treppe im neuen Gelterkinder Hallenbad bezogen sich die Basler Zeitung und die Volksstimme auf OnlineReports.

Die Basler Zeitung griff die OnlineReports-Recherche über markante bauliche Veränderungen im Nord-Teil des Basler "Dreispitz"-Areals auf.

Der schweizerbauer.ch nahm die OnlineReports-Meldung über das auf der Strasse erlegte Rind in Gelterkinden auf.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Da die Prämien der obligatorischen Krankenversicherung in Basel-Stadt im kommenden Jahr um durchschnittlich 4,5 Prozent ansteigen, passt die Regierung die Prämienbeiträge des Kantons für Haushalte mit bescheidenem Einkommen im gleichen Umfang an.

• Für den 9. Basler Pop-Preis sind folgende Bands nominiert: Alma Negra (Electronic World Music, Basel), Audio Dope (Electronic Music, Basel), Schammasch (Avantgarde Metal, Liestal), We Invented Paris (Indie-Pop, Liestal) und
Zeal & Ardor (Black Metal/Gospel, Basel.

• Weil sich FDP und SVP nicht auf eine gemeinsame Kandidatur für die Ersatzwahl in den Stadtrat von Liestal einigen konnten und "alle offiziell Kandidierenden wählbar" sind, verzichtet die CVP auf eine Wahlempfehlung.

• Die Wettbewerbs-Kommission hat entschieden, den geplanten Zusammenschluss zwischen dem Universitätsspital Basel und dem Kantonsspital Baselland ohne Auflagen zu genehmigen.

Endress+Hauser übernimmt die deutsche IMKO Micromodultechnik GmbH mit Sitz in Ettlingen, einen Hersteller innovativer Systeme zur Feuchtemessung, und beschäftigt die 19 Mitarbeitenden weiter.

• Verhaftet wurde ein 25-jähriger Spanier, der dringend verdächtigt wird, am 10. September eine Frau im Basler Erlenmattquartier vergewaltigt zu haben.

• Bei der Einreise von Frankreich nach Basel wurde ein etwa 50-jähriger Bulgare erwischt, der 800 Gramm Kokain mit sich führte.

• Die 57-jährige Juristin und frühere Leiterin der Basler Sozialhilfe Nicole Wagner wird Mitglied der Stiftung Habitat, wo sie die zurücktretende Beatrice Oeri ersetzt. 

• Nachdem im Baselbiet die Initiative zum Ausbau des Hochleistungsstrassennetzes rechtsgültig zustande gekommen ist, hat sich das Initiativekomitee aufgrund der laufenden Arbeiten zu einem allfälligen Gegenvorschlag mit einer Unterbrechung der Behandlungsfrist bis maximal 30. September 2019 einverstanden erklärt.

• Die Baselbieter Apotheken dürfen neu – mit Auflagen – nicht nur Grippe-Impfungen, sondern auch weitere Impfungen und Folge-Impfungen durchführen.

• Ab 9. September ist die Umfahrung Liestal im Bereich des Ergolzviadukts wieder ohne Einschränkungen befahrbar.

• Der Kanton Basel-Stadt rechnet für das Jahr 2018 mit einem Budgetüberschuss von 138 Millionen Franken.

Gottlieb Keller, Mitglied der Konzernleitung und Chefjustitiar der Hoffmann-La Roche, hat in der Deutschen Botschaft in Bern das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten.

• Die Fraktion "Grünes Bündnis" des Bürgergemeinderats Basel nominierte Brigitta Gerber einstimmig für das Amt als Bürgerrätin.

• Den städtebaulichen Wettbewerb zur Bebauung des Felix Platter-Areals in Basel hat das Team Enzmann Fischer Partner AG / Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur und Städtebau GmbH gewonnen.

• Die Gemeinderäte der direkt betroffenen Gemeinden des Leimentals – von Binningen bis Burg – befürworten übereinstimmend den Bau der Tramlinie 17 über den Margarethenstich, da diese einen "klaren Mehrwert" darstelle.

Monique Juillerat, bisher als Mitglied der Geschäftsleitung von "familea" für die externe und interne Kommunikation verantwortlich, wird ab 1. September neue Kommunikations-Verantwortliche der Baselbieter Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion.

• Der Kanton Baselland verkauft das "Chuenimatt-Areal" der Bricks Group AG zur Realisierung des Konzeptes "Tri-innova", das eine schrittweise Entwicklung von unterschiedlich grossen Flächen für Dienstleistungs-, Labor-, Produktionsnutzungen sowie Co-working vorsieht.

Spitex Muttenz schliesst die Pflegewohnung Seminarstrasse per 30. November dieses Jahres.

• Die Schweizerischen Rheinhäfen (SRH) verkaufen ihren Anteil an der Rheinhafen-Gesellschaft Weil am Rhein an die Stadt Weil am Rhein.

• Das Rote Kreuz Basel eröffnet am 11. August einen neuen Secondhand-Kleiderladen im Kleinbasel, konkret: am Claraplatz.

• Der 47-jährige Ökonom Michael Harr, verheiratet und Vater zweier Kinder, übernimmt ab 1. August die Geschäftsleitung der Pro Senectute beider Basel.

• Die Basler Regierung legte die Abgeltung der Staatsgarantie durch die Basler Kantonalbank (BKB) für die Jahre 2017 bis 2020 auf jährlich 8,8 Millionen Franken fest.

• Mit Datum vom 1. Juli wird die Kunstkommission für das Kunstmuseum Basel vom Rechts-Professor Felix Uhlmann präsidiert, der den langjährigen Vorsitzenden Peter Mosimann ablöst.

• Die Basler Regierung hat der Bau- und Finanzgesellschaft Zum Greifen AG den Zuschlag für Bau und den Betrieb eines neuen Quartierparkings unter dem Landhof-Areal erteilt.

• Die von der UNICEF erst kürzlich rezertifizierte "kinderfreundliche Gemeinde" Riehen gibt ihr Wissen an 40 Bürgermeister aus Südkorea weiter, die die Basler Landgemeinde besuchen.

• Da der Vereinszweck erfüllt sei, hat die Generalversammlung den "Verein Kunschti Eglisee" am 16. Juni mit 30 zu 4 Stimmen aufgelöst.

• Nationalrat Christoph Eymann, der ehemalige Vorsteher des Basler Erziehungsdepartements, wurde als neues Mitglied in den Verwaltungsrat des Karger Verlags gewählt.

• Der Kanton Basel-Stadt führt eine neue, zusammenhängende Fussgängerorientierung ein, mit der sich ortsunkundige Gäste, aber auch Einheimische in Basel künftig durch neue Stadtpläne auf Stelen besser zurechtfinden sollen.

• Die kantonale Volksinitiative "Recht auf Wohnen" wurde mit bisher 3'188 gültigen Stimmen der Basler Staatskanzlei überreicht.

• Der Therwiler Gemeindepräsident Reto Wolf löst kommenden September Elisabeth Schneider-Schneiter im Präsidium der "Starken Region Basel/Nordwestschweiz" ab.

Dominik Prétôt, der frühere CEO von Telebasel, wird per 1. Januar 2018 mit einem 50 Prozent-Pensum neuer Informations-Beauftragter der Römisch-katholischen Landeskirche Baselland.