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"Mit hoher Wahrscheinichkeit": Basler Akteure* bei Bohrbeginn

Basler Regierung beerdigt das Geothermie-Experiment

Bei Weiterführung der Wasserinjektionen könnten Gebäude-Schäden von 40 Millionen Franken entstehen


Von Peter Knechtli


Die Basler Regierung stoppt das ambitiöse Geothermie-Projekt in Kleinhüningen. Grund ist das Ergebnis einer Risikoanalyse. Danach würde es bei Wiederaufnahme des Projekts weitere Erdbeben geben. Die Studie geht von langfristigen potenziellen Gebäudeschäden in Höhe von 220 Millionen Franken aus.


Die Risikoanalyse zum Geothermieprojekt "Deep Heat Mining Basel", die termingemäss Ende November fertig gestellt wurde, kommt zum Schluss, dass der Standort Basel unter dem Aspekt des seismischen Risikos ungünstig ist, um ein geothermisches Reservoir im kristallinen Grundgebirge zu schaffen und zu nutzen. Beim weiteren Ausbau und dem Betrieb der Geothermieanlage würden bei den gegebenen Standortbedingungen "mit hoher Wahrscheinlichkeit Beben auftreten, die in ihrer Stärke die bisher stattgefundenen Aktivitäten erreichen oder gar übersteigen können", wie die Regierung heute Donnerstag bekanntgab.

Weitere Millionen-Schäden zu erwarten

Die Analyse-Verfasser betrachten das Risiko von Personenschäden als gering. Hingegen stufen sie das Risiko von Sachschäden als nicht akzeptabel ein. Um den beabsichtigten Wasserkreislauf im kompakten Felsgestein in 5'000 Metern Tiefe zu schaffen, müsste weiteres Wasser unter hohem Druck eingepresst werden, damit sich die in Ansätzen vorhandenen Risse erweiterten. In dieser Phase müsse "mit bis zu 30 spürbaren Erdbeben gerechnet werden, von denen bis zu neun die Stärke des Erdbebens vom 8. Dezember 2006 erreichen oder übersteigen könnten". Diese Erdbeben könnten Gebäudeschäden in der Grössenordnung von rund 40 Millionen Franken liegen.

Auch während der angenommen 30 Betriebsjahre der Anlage muss mit 14 bis zu 170 spürbaren Erdbeben gerechnet werden, die einen Sachschaden im Bereich von sechs Millionen Franken pro Jahr bewirken können. Die hohen Schadenskosten von gesamthaft also über 200 Millionen Franken seien, so die Regierung, "auf die dichte Besiedlung der Region Basel zurückzuführen".

Regierung bläst das Experiment ab

Aufgrund der Resultate der Risikoanalyse sei "klar", dass das Erdwärme-Projekt "in der beabsichtigten Form nicht weitergeführt werden kann". Deshalb stimmte die Basler Regierung am Dienstag den Antrag des Departements für Wirtschaft, Soziales und Umwelt zu, das Projekt zu stoppen.

Die Arbeiten der Risikoanalyse wurden von einem Fachausschuss, in dem die Universität Basel, der Bund, der Schweizerische Erdbebendienst sowie Spezialisten aus Deutschland und Frankreich vertreten waren, begleitet. Laut dem Ausschuss wurden die Arbeiten im Auftrag des Kantons von der Arbeitsgemeinschaft Serianex "mit hoher Fachkompetenz und in wissenschaftlicher Qualität durchgeführt". Die Risikoanalyse bildet eine Grundlage für das weitere Vorgehen. Der Fachausschuss wird der Projektleitung im Januar 2010 eine ausführliche Stellungnahme zur Risikoanalyse vorlegen.

Warnung vor Verallgemeinerung

Laut der Regierung wäre "gefährlich", die Resultate ohne Wissen um die konkreten Umstände zu verallgemeinern oder auf andere Standorte zu übertragen. Die an anderen Orten in der Schweiz und im Ausland initiierten Projekte hätten andere Voraussetzungen und seien "anders konzipiert als das Basler "Deep Heat Mining"-Projekt. Vor dem Hintergrund des Klimawandels und der begrenzten fossilen und atomaren Brennstoffe müsse "versucht werden, jede Form der erneuerbaren Energien voranzutreiben", macht die Regierung andern potenziellen Standorten Mut.

Die Zusammenfassung des Schlussberichts Risikoanalyse "Deep Heat Mining Basel" kann hier heruntergeladen werden.

Bauherrin äussert "Genugtuung"

Die Geopower Basel AG als Bauherrin nimmt in einer ersten Stellungnahme "mit Genugtuung zur Kenntnis, dass die umfassende Risikostudie eine Gefährdung von Menschenleben als ausgesprochen unwahrscheinlich erachtet". Damit bestätige "die Untersuchung den Grundsatz der Projektverantwortlichen, eine Gefährdung von Mensch und Umwelt unbedingt zu vermeiden".

Das Expertengremium habe sich bei seinen Untersuchungen auf den "umfassenden Datensatz" der Geopower stützen können, "den die Projektverantwortlichen im Laufe der vergangenen Jahre mit aufwändigen Messmethoden erhoben hatten". Sie betonen, "dass ohne diese Daten und den damit gewonnenen Erkenntnissen die Erarbeitung einer derart umfassende Risikostudie nicht möglich gewesen wäre". Die Risikostudie bestätige auch "wichtige Erkenntnisse bezüglich Seismizität, welche Geopower Basel AG im Rahmen des Projekts Deep Heat Mining gewonnen hat".

Die Geopower wertet die Aussagen der Experten "als klaren Hinweis darauf, dass das Projekt Deep Heat Mining Basel, auch wenn es nicht erfolgreich war, einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Geothermie leistet".

Projektleiter einziger Angeklagter

Für den Projektleiter Markus Häring ist das Experiment noch nicht abgeschlossen: Er muss nächste Woche als Angeklagter vor dem Basler Strafgericht die Millionen-Schäden verantworten, den die verschiedenen Erdbeben an Gebäuden der Region Basel verursacht haben. OnlineReports wird darüber ausführlich berichten.

* Damalige Basler Baudirektorin Barbara Schneider, links von ihr Daniel Moll, der damalige Geschäftsführer der Geopower AG, am 15. Mai 2006

10. Dezember 2009

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"Bevölkerung war Versuchskaninchen"

Wie im Artikel festgehalten wird handelte es sich beim Basler Geothermie-Projekt um ein "Experiment". Dabei fungierte die Basler Bevölkerung für dieses im Grundsatz zwar sehr lobens-und verfolgenswerte, aber eben für Basel total ungeignete Projekt wohl als "Versuchkaninchen". Der vorliegende Expertenbericht wäre ohne die Erkenntnisse der Firma des Angeklagten, der demnächst in Basel vor Gericht steht, nicht in "einer derart umfassende Risikostudie möglich gewesen". Stellt sich eigentlich nur noch die Frage, ob dieser Bericht nun dazu dazu dienen soll, die narzisstischen, verantwortungslos und inkompetenz handelnden Basler Regierungsverantwortlichen oder den beauftragten Projektverantwortlichen rein zu waschen. Oder ist die Basler Regierung etwa bereits reingewaschen worden?


Bruno Omlin, Kuala Lumpur, Malaysia


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Theater Basel

"Die Dreigroschenoper"
RückSpiegel


In ihrem Bericht über die "FDP Baselland auf seltsamen Wegen" (Schlagzeile) nimmt die Basler Zeitung zentral auf einen OnlineReports-Primeur über den neu auftauchenden Namen Daniel Recher Bezug.

Die Kommentar-Plattform Infosperber geht auf die Berichterstattung von OnlineReports zum Mord an Martin Wagner ein.

In ihrem Kommentar zu "Lukas Engelberger, der Pressezensor" nimmt die Basler Zeitung eine Metapher ("medienrechtliche Namesburka") von OnlineReports auf.

InsideParadeplatz.ch empfahl den Lesern die Lektüre des OnlineReports Porträts des getöteten Medienanwalts Martin Wagner.

Die OnlineReports-Erstnachricht über den gewaltsamen Tod des Basler Wirtschaftsanwalts Martin Wagner in Rünenberg haben unter anderen der Tages-Anzeiger, BZ Basel, Le Temps, Tageswoche, 20 Minuten, Watson, Telebasel, die Volksstimme, der Blick und nau.ch aufgenommen.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über die gerichtliche Niederage von Polizei-Offizier Bernhard Frey Jäggi nach.

Die Basellandschaftliche Zeitung und 20 Minuten nahmen die OnlineReports-Nachricht über die geplante Massenentlassung bei der "Küschall AG" in Witterswil auf.

In ihrer Übersicht über die Schweizer Online-Newsmedien ging die NZZ auch auf OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung zog die OnlineReports-News über den Entscheid des Basler Appellationsgerichts gegen die Nichtanhandnahme der Strafanzeigen von Staatsanwältin Eva Eichenberger und Strafgerichtspräsident Lucius Hagemann durch die Obwaldner Oberstaatsanwältin Esther Omlin im Fall "Lehrer H." nach.

In ihrem Artikel über die "Berlusconisierung von links" zitiert die Weltwoche aus dem "dem gutinformierten Basler Internetdienst OnlineReports".

In seinem Bericht über die Gefährlichkeit des Basler Centralbahnplatzes geht Barfi auf einen OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2001 ein, der damals schon die Probleme thematisierte.

Blick, Tages-Anzeiger, Basler Zeitung, BZ Basel, 20 Minuten und Barfi bezogen sich in ihren Artikeln über die Schüsse einen Mann in der Basler Innenstadt auf einen News-Primeur von OnlineReports.

Der Tages-Anzeiger und 20 Minuten nahmen in ihren Berichten über den gefährlichen Zwischenfall mit einem Intercity-Zuges der SBB in Stein-Säckingen auf OnlineReports Bezug.

In ihrem Interview mit der neuen BVB-Präsidentin Yvonne Hunkeler nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung nahm den OnlineReports-Feature über den Einbruch im Restaurant "Dalbestübli" auf.

Die Volksstimme zitierte in ihrer Presseschau über die Säuli-Metzgete in Sissach aus der OnlineReports-Reportage.

Im Bericht über Rechtsprobleme des Bordells an der Basler Amerbachstrasse zitiert Barfi aus OnlineReports.

Ausführlich geht die Basler Zeitung auf einen kritischen OnlineReports-Gastkommentar über den Eigenmietwert-Steuerfall um Rösly M. ein.

In seinem Beitrag über "Die Basler Sinnkrise" zitiert der Tages-Anzeiger aus dem OnlineReports-Leitartikel "Willkommen im Baselbiet: Nichts geht mehr", in dem es um einen "Kanton in der Sinn-Krise" geht.

barfi, die BZ Basel, die Tageswoche, die Badische Zeitung und das Baublatt haben die OnlineReports-Story über den Abbruch des "Rostbalkens" und die geplanten Hochhäuser beim Basler Bahnhof SBB aufgenommen.
 
Infosperber.ch geht in einem Kommentar über das "Dauer-Bashing" der Behörden durch die Medien auf die Konter-Position von OnlineReports ein.

Weitere RückSpiegel

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"In der Elsässerstrasse kam es zu einem Unfall mit Salzsäufer."

BaZ online
vom 20. Februar 2018
über einen Salzsäure-Unfall
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Vielleicht hat auch der Redaktor Salz gesoffen.

In einem Satz


• Der Frauenanteil in den Aufsichtsgremien von staatsnahen baselstädtischen Betrieben liegt per 1. Januar 2018 bei 40,9 Prozent und übertrifft somit die geforderten 33,3 Prozent deutlich.

• Da SP-Landrat Hannes Schweizer per 31. März als Präsident der Bau- und Planungskommission zurückritt, schlägt die SP-Fraktion als seinen Nachfolger den Frenkendörfer Urs Kaufmann vor.

• Die SP Pratteln-Augst-Giebenach lanciert eine Petition zur Erhaltung des Schalters der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB) in Pratteln.

BaselArea.swiss wird ab März im Mandat die Geschäftsführung des Switzerland Innovation Park Basel Area AG übernehmen.

Thomas Kessler, der frühere Basler Stadt- und Kantonsentwickler, wird Leiter eines von den AZ Medien für die "BZ Basel" ins Leben gerufenen Publizistischen Beirats.

• Nach Vandalenakten und einer Einbruchserie fordert die Riehener CVP von den Behörden "endlich die wirksame Umsetzung längst bekannter Forderungen" zur Erhöhung der Sicherheit.

• Der Münchensteiner Gemeinderat hat die Durchführung des "Tension Festivals" vom 31. Juli im Gartenbad St. Jakob sowie auf den angrenzenden Volleyball-Feldern unter Lärmauflagen bewilligt, nachdem letztes Jahr zahlreiche Beschwerden eingegangen waren.

Hans-Peter Ulmann, seit 1996 CEO von Psychiatrie Baselland, tritt auf 30. Juni 2019 in den Ruhestand.

• Im Jahr 2017 verhängte die Basler Kantonspolizei im Zusammenhang mit dem FC Basel 17 Rayonverbote – davon sieben an Fans von Gastmannschaften –, während der FC Basel acht Stadionverbote anordnete, von denen fünf Fans von Gastmannschaften betrafen.

• Die Gemeinde Allschwil plant eine Erneuerung und Erweiterung der Parkanlage sowie rund 140 Wohnungen auf dem Areal Wegmatten zwischen Baselmattweg und Bachgraben.

Thomas Bretscher wird ab 1. Februar neuer Geschäftsführer des "Business Park Laufental & Thierstein" und damit Nachfolger von Daniel Fiechter.

• Die Riehener CVP verlangt eine generelle Aufgabenprüfung (GAP), um die Diskussion um Aufgaben und Leistungen der Gemeinde und die dafür benötigten Ausgaben und Einnahmen zu versachlichen.