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"Arm der Erziehung erreicht die Eltern": Abbruchgefahr Schule

Schüler-Larifari: Eymann will Busse für nachlässige Eltern

Schulleitungen sollen mit Erziehungsberechtigen Verträge über Bildungsziele abschliessen können


Von Peter Knechtli


Der liberale Basler Erziehungsdirektor Christoph Eymann zieht die Bildungs-Schraube an: Mit einem Massnahmen-Paket gegen Lauerei-Betrieb will er auch gleichgültige Eltern in die Pflicht nehmen - im Ernstfall auch mit Bussen.


Für Eymann ist die Balance von Rechten und Pflichten in der Schule nicht mehr gegeben: "Das Schulgesetz nennt verschiedene Elternrechte, aber einzig die Pflicht, die Kinder zum regelmässigen Schulbesuch anzuhalten", heisst es in einem heute Sonntag veröffentlichten Communiqué der Basler Regierung.

Durch verschiedene Gesetzesanpassungen sollen künftig die Eltern verstärkt in die Pflicht genommen werden, wie eine Vorlage der Regierung an den Grossen Rat jetzt vorschlägt. Ziel sei es, "den Schulerfolg der Kinder und Jugendlichen" zu fördern und die Mitwirkungsrechte der Eltern für alle Stufen der Volksschule einheitlich zu regeln. "In dieser Breite und Dichte" - so Erziehungsdirektor Christoph Eymann zu OnlineReports.ch - sei noch kein Kanton so weit gegangen wie Basel-Stadt es jetzt beabsichtige.

Bussen bis 1'000 Franken

Die neuen gesetzlichen Regelungen haben - weit mehr als heute - das Ziel, Dialog und Kooperation von Eltern und Schule aufzuwerten. So sollen die Schulleitungen die Kompetenz erhalten, "mit den Erziehungsberechtigten und den Schülerinnen und Schülern Vereinbarungen zur Erreichung gemeinsamer Bildungs- und Erziehungsziele zu schliessen". Dieses Vorgehen erinnert stark an die neue Vorgehensweise durch Vereinbarungsabschlüsse im Bereich der Integration.

Dazu gehört, dass die Eltern dafür sorgen, "dass ihre Kinder den Unterricht nicht nur regelmässig, sondern auch ausgeruht besuchen können". Sie dürfen ihre Kinder nicht wissentlich von der Schule fernbleiben lassen und sind verpflichtet, an Elternveranstaltungen und Gesprächen teilzunehmen, die von einer Lehrperson oder von der Schulleitung angeordnet werden. Ausserdem müssen sie ihre Kinder zum Einhalten der Regeln und Weisungen der Schule anhalten.

Damit die Bildungsvereinbarung nicht blosser papiertiger bleibt, sollen Erziehungsberechtigte, "die ihre Pflichten wiederholt verletzen", auf Antrag der Schulleitung mit einer Ordnungsbusse bis 1000 Franken belegt werden können. In den vom Kanton geführten Schulen entscheidet die Departementsspitze, in den von den Gemeinden geführten Schulen die zuständige Stelle der Gemeinden.

Mehr Rechte für Eltern

Um das Paket nicht einseitig zu Lasten der Eltern zu schnüren, sollen gleichzeitig auch die Rechte der Eltern konkretisiert und erweitert werden. So sollen die Erziehungsberechtigten den "Anspruch" erhalten, "über die schulische Entwicklung ihrer Kinder informiert zu werden". Umgekehrt aber sollen auch die Erziehungsberechtigten die Schule von sich aus über wichtige Belange informieren, die für den Schulalltag von Bedeutung sind. Ebenso sollen die bisherigen Elternrechte um das "Recht auf Beratung in Fragen des Lernens und der Schullaufbahn" erweitert werden.

Um Elternmitwirkung verbindlich zu regeln, soll sie "für die gesamte Volksschule einheitlich und in neuer Begrifflichkeit in einem eigenen Paragraphen des Schulgesetzes verankert" werden. In jeder Klasse werden zwei Elterndelegierte gewählt, die die Kontakte unter den Eltern fördern, die Elterninitiativen in der Klasse koordinieren und als Ansprechpersonen für die Lehrpersonen zur Verfügung stehen. Die Elterndelegierten einer Schule bilden den Elternrat.

Elternrat als Aufwertung

Die Verpflichtung, einen Elternrat zu bilden, bedeute gegenüber heute eine Aufwertung, schreibt die Regierung. Der Elternrat wählt in den vom Kanton geführten Schulen die Elternvertretungen im Schulrat, ist Ansprechpartner für die Schulleitung und kann sich mit allen anderen Schulhaus-Themen befassen, die die Eltern- und Schülerschaft betreffen.

Die neuen Bestimmungen sollen bereits kommenden August aus das Schuljahr 2009/10 hin in Kraft gesetzt werden.

Unausgeschlafen und mit Chips zur Schule

Gegenüber OnlineReports.ch erklärte Regierungsrat Eymann, die geplanten Disziplin-Massnahmen gingen zurück auf eine Umfrage unter Basler Lehrerinnen und Lehrern vor sieben Jahren. Daraus sei hervor gegangen, dass der "Umgang mit schwierigen Schüler etwas vom Belastendsten" sei. Eymann: "Wir stellen immer häufiger fest, dass Erziehungsdefizite auf die Schule übertragen werden." Schüler erhielten zu Hause kein Morgenessen und kämen mit Chips zu Schule, hätten keinen Platz, um Aufgaben zu machen und seien nicht ausgeschlafen - "dafür kennen sie das Fernseh-Programm bis 24 Uhr auswändig".

Diese Vergleichgültigung seitens bestimmter Eltern habe "zunehmende Tendenz". Komme es dann auch noch zu einer "Massierung in einer Schulklasse", sei dies "sehr belastend für Lehrkräfte". Problematisch sei zudem, dass die Chancengleichheit der betreffenden Schüler nicht mehr gegeben sei: Oft wüchsen Schüler in einem Milieu der Gleichgültigkeit und Werteverwahrlosung auf, die über die nötigen Bildungs-Voraussetzungen verfügten: "Talente werden nicht ausgeschöpft."

Eymann fügte an, er wolle die Basler Schulen "schweizweit besser reden als sie in der Öffentlichkeit geredet werden". Unter anderem will er vehement gegen die stigmatisierende Äusserung bestimmter Arbeitgeber ankämpfen, keine Basler Schulabgänger in die Lehre aufzunehmen.

1. Februar 2009


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"Danke für staatspolitische Weitsicht"

Es ist schon lange klar, dass Familien nicht einfach eine Privatsache sind; wenn Eltern nicht mehr klarkommen, muss über Abhilfe nachgedacht werden. Wenn Eltern aber kein Interesse an der Gemeinschaft der Bürger/innen haben, müssen sie zur Verantwortung gezogen werden können, genauso wie Steuersünder, Sprayer oder andere Delinquente. Die Ursachenforschung gehört selbstverständlich dazu, aber bitte ohne die schönfärberischen und tabuisierenden Klischees Richtung "Nur Privilegierte können sich Erziehung leisten".

 

Dem Basler Erziehungsdirektor gehört ein Dankeschön für seine staatspolitische Weitsicht, die nicht immer nur die Schulen mit rein pädagogischen Aufgaben belasten will und die auf ausufernde Missstände hinweist, die alle "Citoyens" betreffen. Hoffentlich ist es nicht zu spät!


Markus Waldvogel, Evilard



"Busse kommt Schülerinnen und Schülern zugute"

Auch wenn ich büssen und strafen als wenig geeignetes Mittel sehe, unterstütze und begrüsse ich das Vorhaben des Erziehungsdepartements. Denn die Busse ist, entgegen allen reisserischen Pressemeldungen, als letztes Mittel gegen uneinsichtige Eltern vorgesehen. Das Ziel ist es, die Eltern wieder vermehrt in die Erziehungsverantwortung zu nehmen und damit die Schulen zu entlasten. Was vor allem den Schülerinnen und Schülern zugute kommt.

 

Das wichtigste an diesem Paket kommt in den meisten Artikeln (hier ist wieder einmal OnlineReports die löbliche Ausnahme) wenig bis gar nicht vor. Nämlich, dass den Eltern wesentliche und wichtige Rechte an der Schule zugesprochen werden. Die Bildungsvereinbarungen und Bildungsberatungen werden in Privatschulen seit langem mit Erfolg praktiziert. Ebenso die aktive Elternmitarbeit, die dank der Teilautonomie der Schulhäuser und den gestärkten Elternräten einen baslerischen Meilenstein in der schweizerischen Bildungslandschaft darstellen.

 

Wer jetzt jammert, dass vor allem Alleinerziehende oder Doppelverdienende gebüsst würden, verkennt die Realität des Schulbetriebes. Als langjähriger Elternrat konnte ich hautnah erleben, dass vernachlässigte Kinder und deren Eltern praktischer Hilfe bedürfen, die auch gerne angenommen wird. Die wenigen uneinsichtigen Eltern werden weiterhin die Ausnahme bleiben – neu mit gerechtfertigten Konsequenzen!


Daniel Kobell, Basel



"Vielleicht erwachen die Eltern auf diese Weise"

Die Zeiten haben sich geändert, so dass Christoph Eymann und sein Team im "Larifari-Bildungswesen" ein Zeichen setzen müssen. Es ist richtig und wichtig, dass die Kinder ausgeruht und regelmässig die Schule besuchen. Vielleicht erwachen die Eltern endlich auf diese Art und Weise, wenn zu den hohen Lebenskosten auch noch für die Erziehung der eigenen Kinder eine Lehrgeld-Busse bezahlt werden muss.


Yvonne Rueff-Bloch, Basel



"Woher kommen viele der gefährdeten Kinder?"

Es ist eine verständliche Massnahme, die den Eltern klar machen soll, dass ihre Verantwortung für ihre Kinder nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten beinhaltet, die über das Ernähren und Kleiden hinausgehen. Und doch befürchte ich, dass der weitaus grösste Teil der betroffenen Kinder aus Familien kommen, in denen das Einkommen nicht zum Leben reicht; wo beide Elternteile arbeiten müssen oder ein alleinerziehender Elternteil die Familie über die Runden bringen muss. Da werden Bussenandrohungen auch nichts nützen.


Peter Waldner, Basel


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"Das Ermächtigungsgesetz der Nazis ist natürlich das bekannteste. Aber es gib tja auch noch andere."

BZ Basel
vom 11. Oktober 2017
die zurücktretende Basler
Juso-Präsidentin Mirjam Kohler
zitierend
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Tja!

"Und übrigens ..."

Waschmaschinen gegen Gemüse
RückSpiegel


Ausführlich geht die Basler Zeitung auf einen kritischen OnlineReports-Gastkommentar über den Eigenmietwert-Steuerfall um Rösly M. ein.

In seinem Beitrag über "Die Basler Sinnkrise" zitiert der Tages-Anzeiger aus dem OnlineReports-Leitartikel "Willkommen im Baselbiet: Nichts geht mehr", in dem es um einen "Kanton in der Sinn-Krise" geht.

barfi, die BZ Basel, die Tageswoche, die Badische Zeitung und das Baublatt haben die OnlineReports-Story über den Abbruch des "Rostbalkens" und die geplanten Hochhäuser beim Basler Bahnhof SBB aufgenommen.
 
Infosperber.ch geht in einem Kommentar über das "Dauer-Bashing" der Behörden durch die Medien auf die Konter-Position von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung nahm in ihrer Berichterstattung über den "Fall Wessels" auf einen OnlineReports-Kommentar Bezug.

Die Basler Zeitung, die BZ Basel, die SDA und die Badische Zeitung gingen auf den OnlineReports-Primeur über die Berufung des türkischen Basler Polizei-Assistenten gegen den Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ein.

20 Minuten online nahm die OnlineReports-News über die Basler verkehrs-Betriebe (BVB) an der Grenze ihrer Belastung auf.

Die BZ Basel und das Regionaljournal gingen aktuell auf die OnlineReports-Recherche über einen Manipulations-Versuch der BVB-Direktion im Vorfeld der Wahlen in die Personalkommission ein.

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Der Landbote nahm die OnlineReports-Story über den Stromeinkauf der Gemeinde Muttenz beim Stadtwerk Winterthur auf.

Die OnlineReports-News über den Personalabbau auf der Basler Hauptpost wurde durch Telebasel aufgenommen.

Telebasel online ging in seinem Bericht über die SP-Prämieninitiative auf einen Kommentar von OnlineReports ein. 

Die Weltwoche zitierte in ihrem Bericht über den Basler Scharia-Befürworter Aziz Osmanoglu aus einem Gerichts-Bericht von OnlineReports.

Die Basler Zeitung berief sich in ihrem Bericht über die "Maulwurfjagd gegen Mitarbeiter der Basler Verkehrs-Betriebe" auf einen OnlineReports-Artikel.

Im Artikel über die Versetzung eines Kadermanns im Basler Jusitz- und Sicherheitsdepartement nimmt die Basler Zeitung auf eine OnlineReports-Recherche Bezug.

In den BaZ-Standpunkten des Schweizer Fernsehens nennt NZZ-Medienredaktor Rainer Stadler OnlineReports als Element der Basler Medienvielfalt.

Die Basler Zeitung und die Volksstimme zogen die OnlineReports-Nachricht über den Massen-Exodus aus der Parteileitung der FDP Baselland nach.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-News über die Wahl von Beatriz Greuter zur neuen "Birshof"-Direktorin auf.

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nahm im Bericht über Waschbären in der Stadt Bezug auf eine OnlineReports-Reportage über Waschbären, die Toronto bevölkern.

Die Volksstimme nahm die OnlineReports-Erstmeldung über den Tod des früheren FDP BL-Präsidenten und Untersuchungsrichters Ernst Heimann auf.

Barfi und die Basler Zeitung nahmen die OnlineReports-News über die Schliessung des Nobel-Restaurants "Schifferhaus" auf.

Die Basler Zeitung bezog sich in ihrer Nachricht über die Absage von Saskia Schenker als FDP BL-Präsidentin auf OnlineReports.

Die NZZ nennt Pionier OnlineReports in ihrem Beitrag über die Finanzierung von Online-Medien.

Die Basler Zeitung und die Basellandschaftliche Zeitung berichteten unter Bezugnahme auf OnlineReports über die Trennung der BVB von zwei Kaderleuten.

Das OnlineReports-Interview mit dem designierten FCB-Besitzer Bernhard Burgener nahmen die Fussball-Plattform 4-4-2.com, die Basellandschaftliche Zeitung und die Schweiz am Wochenende auf.

Telebasel berief sich in seinem Bericht über die Interpellation von "Basta"-Grossrat Beat Leuthardt über den designierten FCB-Präsidenten Bernhard Burgener auf OnlineReports.

Die Basler Zeitung berief sich in ihrer Meldung über Betriebs-Wegweiser-Posse auf OnlineReports.

Die Schweiz am Wochenende nahm eine OnlineReports-Story über den Gang der BVB ans Bundesgericht wegen einer Auflösung des Arbeitsverhältnisses auf.

In ihrem Bericht über den Streit um die schmale Treppe im neuen Gelterkinder Hallenbad bezogen sich die Basler Zeitung und die Volksstimme auf OnlineReports.

Die Basler Zeitung griff die OnlineReports-Recherche über markante bauliche Veränderungen im Nord-Teil des Basler "Dreispitz"-Areals auf.

Der schweizerbauer.ch nahm die OnlineReports-Meldung über das auf der Strasse erlegte Rind in Gelterkinden auf.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Da die Prämien der obligatorischen Krankenversicherung in Basel-Stadt im kommenden Jahr um durchschnittlich 4,5 Prozent ansteigen, passt die Regierung die Prämienbeiträge des Kantons für Haushalte mit bescheidenem Einkommen im gleichen Umfang an.

• Für den 9. Basler Pop-Preis sind folgende Bands nominiert: Alma Negra (Electronic World Music, Basel), Audio Dope (Electronic Music, Basel), Schammasch (Avantgarde Metal, Liestal), We Invented Paris (Indie-Pop, Liestal) und
Zeal & Ardor (Black Metal/Gospel, Basel.

• Weil sich FDP und SVP nicht auf eine gemeinsame Kandidatur für die Ersatzwahl in den Stadtrat von Liestal einigen konnten und "alle offiziell Kandidierenden wählbar" sind, verzichtet die CVP auf eine Wahlempfehlung.

• Die Wettbewerbs-Kommission hat entschieden, den geplanten Zusammenschluss zwischen dem Universitätsspital Basel und dem Kantonsspital Baselland ohne Auflagen zu genehmigen.

Endress+Hauser übernimmt die deutsche IMKO Micromodultechnik GmbH mit Sitz in Ettlingen, einen Hersteller innovativer Systeme zur Feuchtemessung, und beschäftigt die 19 Mitarbeitenden weiter.

• Verhaftet wurde ein 25-jähriger Spanier, der dringend verdächtigt wird, am 10. September eine Frau im Basler Erlenmattquartier vergewaltigt zu haben.

• Bei der Einreise von Frankreich nach Basel wurde ein etwa 50-jähriger Bulgare erwischt, der 800 Gramm Kokain mit sich führte.

• Die 57-jährige Juristin und frühere Leiterin der Basler Sozialhilfe Nicole Wagner wird Mitglied der Stiftung Habitat, wo sie die zurücktretende Beatrice Oeri ersetzt. 

• Nachdem im Baselbiet die Initiative zum Ausbau des Hochleistungsstrassennetzes rechtsgültig zustande gekommen ist, hat sich das Initiativekomitee aufgrund der laufenden Arbeiten zu einem allfälligen Gegenvorschlag mit einer Unterbrechung der Behandlungsfrist bis maximal 30. September 2019 einverstanden erklärt.

• Die Baselbieter Apotheken dürfen neu – mit Auflagen – nicht nur Grippe-Impfungen, sondern auch weitere Impfungen und Folge-Impfungen durchführen.

• Ab 9. September ist die Umfahrung Liestal im Bereich des Ergolzviadukts wieder ohne Einschränkungen befahrbar.

• Der Kanton Basel-Stadt rechnet für das Jahr 2018 mit einem Budgetüberschuss von 138 Millionen Franken.

Gottlieb Keller, Mitglied der Konzernleitung und Chefjustitiar der Hoffmann-La Roche, hat in der Deutschen Botschaft in Bern das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten.

• Die Fraktion "Grünes Bündnis" des Bürgergemeinderats Basel nominierte Brigitta Gerber einstimmig für das Amt als Bürgerrätin.

• Den städtebaulichen Wettbewerb zur Bebauung des Felix Platter-Areals in Basel hat das Team Enzmann Fischer Partner AG / Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur und Städtebau GmbH gewonnen.

• Die Gemeinderäte der direkt betroffenen Gemeinden des Leimentals – von Binningen bis Burg – befürworten übereinstimmend den Bau der Tramlinie 17 über den Margarethenstich, da diese einen "klaren Mehrwert" darstelle.

Monique Juillerat, bisher als Mitglied der Geschäftsleitung von "familea" für die externe und interne Kommunikation verantwortlich, wird ab 1. September neue Kommunikations-Verantwortliche der Baselbieter Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion.

• Der Kanton Baselland verkauft das "Chuenimatt-Areal" der Bricks Group AG zur Realisierung des Konzeptes "Tri-innova", das eine schrittweise Entwicklung von unterschiedlich grossen Flächen für Dienstleistungs-, Labor-, Produktionsnutzungen sowie Co-working vorsieht.

Spitex Muttenz schliesst die Pflegewohnung Seminarstrasse per 30. November dieses Jahres.

• Die Schweizerischen Rheinhäfen (SRH) verkaufen ihren Anteil an der Rheinhafen-Gesellschaft Weil am Rhein an die Stadt Weil am Rhein.

• Das Rote Kreuz Basel eröffnet am 11. August einen neuen Secondhand-Kleiderladen im Kleinbasel, konkret: am Claraplatz.

• Der 47-jährige Ökonom Michael Harr, verheiratet und Vater zweier Kinder, übernimmt ab 1. August die Geschäftsleitung der Pro Senectute beider Basel.

• Die Basler Regierung legte die Abgeltung der Staatsgarantie durch die Basler Kantonalbank (BKB) für die Jahre 2017 bis 2020 auf jährlich 8,8 Millionen Franken fest.

• Mit Datum vom 1. Juli wird die Kunstkommission für das Kunstmuseum Basel vom Rechts-Professor Felix Uhlmann präsidiert, der den langjährigen Vorsitzenden Peter Mosimann ablöst.

• Die Basler Regierung hat der Bau- und Finanzgesellschaft Zum Greifen AG den Zuschlag für Bau und den Betrieb eines neuen Quartierparkings unter dem Landhof-Areal erteilt.

• Die von der UNICEF erst kürzlich rezertifizierte "kinderfreundliche Gemeinde" Riehen gibt ihr Wissen an 40 Bürgermeister aus Südkorea weiter, die die Basler Landgemeinde besuchen.

• Da der Vereinszweck erfüllt sei, hat die Generalversammlung den "Verein Kunschti Eglisee" am 16. Juni mit 30 zu 4 Stimmen aufgelöst.

• Nationalrat Christoph Eymann, der ehemalige Vorsteher des Basler Erziehungsdepartements, wurde als neues Mitglied in den Verwaltungsrat des Karger Verlags gewählt.

• Der Kanton Basel-Stadt führt eine neue, zusammenhängende Fussgängerorientierung ein, mit der sich ortsunkundige Gäste, aber auch Einheimische in Basel künftig durch neue Stadtpläne auf Stelen besser zurechtfinden sollen.

• Die kantonale Volksinitiative "Recht auf Wohnen" wurde mit bisher 3'188 gültigen Stimmen der Basler Staatskanzlei überreicht.

• Der Therwiler Gemeindepräsident Reto Wolf löst kommenden September Elisabeth Schneider-Schneiter im Präsidium der "Starken Region Basel/Nordwestschweiz" ab.

Dominik Prétôt, der frühere CEO von Telebasel, wird per 1. Januar 2018 mit einem 50 Prozent-Pensum neuer Informations-Beauftragter der Römisch-katholischen Landeskirche Baselland.