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"Verlässliche Mitstreiterin": Neu Gewählte Schneeberger, de Courten

Schneeberger für Gysin – de Courten für Miesch

Die Baselbieter Nationalratswahlen endeten mit zwei Überraschungen


Von Peter Knechtli


Zwei grosse Überraschungen bei den Baselbieter Nationalratswahlen: Daniela Schneeberger rettet den FDP-Sitz von Hans Rudolf Gysin – Thomas de Courten (SVP) verdrängt den Bisherigen Christian Miesch.


Überraschung bei den Baselbieter Nationalratswahlen: Während der Bisherige Caspar Baader die Wiederwahl bequem schaffte, verlor Nationalrat Christian Miesch seinen Sitz. Landrats-Fraktionschef Thomas de Courten (Bild) erzielte einige hundert Stimmen mehr als Miesch. Bevor er in die SVP eintrat, vertrat Miesch die Baselbieter Freisinnigen im Nationalrat. Der Titterter Politiker wurde vor acht Jahren mit einem Vorsprung von 82 Stimmen vor Peter Holinger zum SVP-Nationalrat gewählt.

FDP siegt im Foto-Finish gegen BDP

Im Kampf um den Sitz des zurücktretenden FDP-Nationalrats Hans Rudolf Gysin kam es zu einem Wechselbad der Gefühle: Erst hatte die FDP den Sitz auf sicher, dann schien das Mandat zur BDP zu wechseln. Kurz vor Vorliegen der Endergebnisse dreht der Wind wieder in Richtung FDP. Und was für eine Überraschung vor dem Vorliegen der Ergebnisse der letzten drei Gemeinden: Die frühere Landratspräsidentin und Thürner Landrätin Daniela Schneeberger schaffte die Wahl mit 12'553 Stimmen vor Franz Saladin (11'997 Stimmen) und Balz Stückelberger (11'461 Stimmen). Bei der BDP erzielte Fast-Nationalrat Peter H. Müller das Spitzenresultat, bei den Grünliberalen Gerhard Schafroth. Besonders hart für Müller: Der Mitte-Allianz von CVP, BDP, GLP und EVP fehlten nur gerade 104 Stimmen für das Mandat.

Der in den letzten Monaten schwer geprüfte FDP-Kantonalpräsident Michael Herrmann zeigte sich gegenüber OnlineReports ebenso erleichtert wie erfreut über die Verteidigung des Mandats. "Es war eine grosse Herausforderurng, erstmals seit 24 Jahren ohne einen Bisherigen anzutreten. Das war wie der Gewinn eines neuen Sitzes." Die Mandats-Verteidigung wertete Herrmann als "eine schöne Bestätigung für unsere bisherigen Arbeit, wir sind die Gewinner des heutigen Tages". Im Vorfeld der Wahlen sei die Baselbieter FDP, dem gesamtschweizerischen Trend entsprechend, "als Verlierer stigmatisiert worden".

Andere Bisherige problemlos gewählt

Den Sitzgewinn führte Herrmann nicht zuletzt auf einen "massiven Generationenwechsel in den letzten drei Jahren" zurück. Viele parteiinterne Ämter seien mit "jüngeren Leuten" besetzt worden. Auch verfüge die FDP über eine "junge Fraktion im Landrat". Der unter viel Getöse angetretene ehemalige BaZ-Verleger Martin Wagner landete auf dem zweitletzten Platz.

Problemlos schafften die übrigen fünf der sieben Baselbieter Nationalräte die Wiederwahl: Susanne Leutenegger-Oberholzer und Eric Nussbaumer (SP), Caspar Baader (SVP), Elisabeth Schneider (CVP) und Maya Graf (Grüne). Die neue Sitzverteilung bleibt die alte: SP 2, SVP 2, CVP 1, Grüne 1, FDP 1. Neu aber ist: Mit vier Sitzen stellen Frauen erstmals in der Geschichte des Baselbiets die Mehrheit der sieben Baselbieter Nationalrats-Mandate. Die Wahlbeteiligung lag bei 48,2 Prozent.

Erst die Trauer bei Neugewählten

Beim neu gewählten SVP-Nationalrat Thomas de Courten konnte aus tragischen Gründen keine Freude aufkommen: Er trauert um seinen heute Sonntagmorgen verstorbenen Vater. "Ich gehe davon aus, dass ich in den nächsten Tagen doch realisiere, was passiert ist heute", sagte de Courten nach Bekanntwerden des Endergebnisses zur OnlineReports. Zu Verdrängung von Miesch meinte er: "Ich hätte mir ein anderes Wunschresultat gewünscht." Nämlich: dass Baader in den Ständerat und Miesch zusammen mit ihm in den Nationalrat gewählt werden. "Ich habe mit Christian Miesch seit langem ein freundschaftliches Verhältnis, es tut mir für ihn leid, dass er nicht mehr gewählt wurde. Das war sicher nicht das Ziel des Wahllkampfes."

Seiner neuen Nationalrats-Kollegin Daniela Schneeberger gönnte de Courten den Sitz "von Herzen, weil ich weiss, mit wieviel Herzblut sie sich für das Baselbiet einsetzt". In dieser Frage habe er mit ihr "eine verlässliche Mitstreiterin". In Bern will er sich weiterhin für eine "gradlinige Politik" mit drei Schwerpunkten einsetzen: KMU-Wirtschaft, Gesundheitswesen und Berufsbildung.

Wähleranteile in Prozent

Partei
2007
2011
SVP2827
SP24,423,7
Grüne12,712,6
FDP16,311,2
CVP10,77,7
BDP6,4
GLP5,0
EVP2,82,6
Junge Grüne1,11
SD0,80,7
Jungfreisinnige            0,80,3
Junge CVP0,70,5
Jungsozialisten0,80,8
ZEVP0,7



Kommentar

23. Oktober 2011

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"Dass einzige Problem, dass ich habe, wenn ich mit meiner Frau arbeite, ..."

NZZ am Sonntag
vom 8. Oktober 2017
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... ist dass mit der Orthografie, wenn dass Korrektorat aus Kostengründen nach Bosnien ausgelagert wird.

"Und übrigens ..."

Waschmaschinen gegen Gemüse
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Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Da die Prämien der obligatorischen Krankenversicherung in Basel-Stadt im kommenden Jahr um durchschnittlich 4,5 Prozent ansteigen, passt die Regierung die Prämienbeiträge des Kantons für Haushalte mit bescheidenem Einkommen im gleichen Umfang an.

• Für den 9. Basler Pop-Preis sind folgende Bands nominiert: Alma Negra (Electronic World Music, Basel), Audio Dope (Electronic Music, Basel), Schammasch (Avantgarde Metal, Liestal), We Invented Paris (Indie-Pop, Liestal) und
Zeal & Ardor (Black Metal/Gospel, Basel.

• Weil sich FDP und SVP nicht auf eine gemeinsame Kandidatur für die Ersatzwahl in den Stadtrat von Liestal einigen konnten und "alle offiziell Kandidierenden wählbar" sind, verzichtet die CVP auf eine Wahlempfehlung.

• Die Wettbewerbs-Kommission hat entschieden, den geplanten Zusammenschluss zwischen dem Universitätsspital Basel und dem Kantonsspital Baselland ohne Auflagen zu genehmigen.

Endress+Hauser übernimmt die deutsche IMKO Micromodultechnik GmbH mit Sitz in Ettlingen, einen Hersteller innovativer Systeme zur Feuchtemessung, und beschäftigt die 19 Mitarbeitenden weiter.

• Verhaftet wurde ein 25-jähriger Spanier, der dringend verdächtigt wird, am 10. September eine Frau im Basler Erlenmattquartier vergewaltigt zu haben.

• Bei der Einreise von Frankreich nach Basel wurde ein etwa 50-jähriger Bulgare erwischt, der 800 Gramm Kokain mit sich führte.

• Die 57-jährige Juristin und frühere Leiterin der Basler Sozialhilfe Nicole Wagner wird Mitglied der Stiftung Habitat, wo sie die zurücktretende Beatrice Oeri ersetzt. 

• Nachdem im Baselbiet die Initiative zum Ausbau des Hochleistungsstrassennetzes rechtsgültig zustande gekommen ist, hat sich das Initiativekomitee aufgrund der laufenden Arbeiten zu einem allfälligen Gegenvorschlag mit einer Unterbrechung der Behandlungsfrist bis maximal 30. September 2019 einverstanden erklärt.

• Die Baselbieter Apotheken dürfen neu – mit Auflagen – nicht nur Grippe-Impfungen, sondern auch weitere Impfungen und Folge-Impfungen durchführen.

• Ab 9. September ist die Umfahrung Liestal im Bereich des Ergolzviadukts wieder ohne Einschränkungen befahrbar.

• Der Kanton Basel-Stadt rechnet für das Jahr 2018 mit einem Budgetüberschuss von 138 Millionen Franken.

Gottlieb Keller, Mitglied der Konzernleitung und Chefjustitiar der Hoffmann-La Roche, hat in der Deutschen Botschaft in Bern das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten.

• Die Fraktion "Grünes Bündnis" des Bürgergemeinderats Basel nominierte Brigitta Gerber einstimmig für das Amt als Bürgerrätin.

• Den städtebaulichen Wettbewerb zur Bebauung des Felix Platter-Areals in Basel hat das Team Enzmann Fischer Partner AG / Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur und Städtebau GmbH gewonnen.

• Die Gemeinderäte der direkt betroffenen Gemeinden des Leimentals – von Binningen bis Burg – befürworten übereinstimmend den Bau der Tramlinie 17 über den Margarethenstich, da diese einen "klaren Mehrwert" darstelle.

Monique Juillerat, bisher als Mitglied der Geschäftsleitung von "familea" für die externe und interne Kommunikation verantwortlich, wird ab 1. September neue Kommunikations-Verantwortliche der Baselbieter Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion.

• Der Kanton Baselland verkauft das "Chuenimatt-Areal" der Bricks Group AG zur Realisierung des Konzeptes "Tri-innova", das eine schrittweise Entwicklung von unterschiedlich grossen Flächen für Dienstleistungs-, Labor-, Produktionsnutzungen sowie Co-working vorsieht.

Spitex Muttenz schliesst die Pflegewohnung Seminarstrasse per 30. November dieses Jahres.

• Die Schweizerischen Rheinhäfen (SRH) verkaufen ihren Anteil an der Rheinhafen-Gesellschaft Weil am Rhein an die Stadt Weil am Rhein.

• Das Rote Kreuz Basel eröffnet am 11. August einen neuen Secondhand-Kleiderladen im Kleinbasel, konkret: am Claraplatz.

• Der 47-jährige Ökonom Michael Harr, verheiratet und Vater zweier Kinder, übernimmt ab 1. August die Geschäftsleitung der Pro Senectute beider Basel.

• Die Basler Regierung legte die Abgeltung der Staatsgarantie durch die Basler Kantonalbank (BKB) für die Jahre 2017 bis 2020 auf jährlich 8,8 Millionen Franken fest.

• Mit Datum vom 1. Juli wird die Kunstkommission für das Kunstmuseum Basel vom Rechts-Professor Felix Uhlmann präsidiert, der den langjährigen Vorsitzenden Peter Mosimann ablöst.

• Die Basler Regierung hat der Bau- und Finanzgesellschaft Zum Greifen AG den Zuschlag für Bau und den Betrieb eines neuen Quartierparkings unter dem Landhof-Areal erteilt.

• Die von der UNICEF erst kürzlich rezertifizierte "kinderfreundliche Gemeinde" Riehen gibt ihr Wissen an 40 Bürgermeister aus Südkorea weiter, die die Basler Landgemeinde besuchen.

• Da der Vereinszweck erfüllt sei, hat die Generalversammlung den "Verein Kunschti Eglisee" am 16. Juni mit 30 zu 4 Stimmen aufgelöst.

• Nationalrat Christoph Eymann, der ehemalige Vorsteher des Basler Erziehungsdepartements, wurde als neues Mitglied in den Verwaltungsrat des Karger Verlags gewählt.

• Der Kanton Basel-Stadt führt eine neue, zusammenhängende Fussgängerorientierung ein, mit der sich ortsunkundige Gäste, aber auch Einheimische in Basel künftig durch neue Stadtpläne auf Stelen besser zurechtfinden sollen.

• Die kantonale Volksinitiative "Recht auf Wohnen" wurde mit bisher 3'188 gültigen Stimmen der Basler Staatskanzlei überreicht.

• Der Therwiler Gemeindepräsident Reto Wolf löst kommenden September Elisabeth Schneider-Schneiter im Präsidium der "Starken Region Basel/Nordwestschweiz" ab.

Dominik Prétôt, der frühere CEO von Telebasel, wird per 1. Januar 2018 mit einem 50 Prozent-Pensum neuer Informations-Beauftragter der Römisch-katholischen Landeskirche Baselland.