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"Sicherheit gewährleistet": Basler Polizei-Verantwortlicher Zalunardo, Gass

Unruhe über Basler Polizei-Reorganisation ist gewichen

Ab heute ist im Stadtkanton das umstrittene Restrukturierungs-Projekt "Optima" in Kraft


Von Peter Knechtli


Seit heute Montag ist die neue Basler Polizei-Organisation in Kraft: Rund 600 Polizistinnen und Polizisten waren durch das heftig umstrittene Projekt "Optima" tangiert. Die operative und politische Spitze der Basler Kantonspolizei ist überzeugt: Die Sicherheit der Bevölkerung ist gewährleistet, die Unruhe im Korps hat sich gelegt.


Ziel des fast dreijährigen Nachdenk-Prozesses innerhalb der Basler Kantonspolizei war es, die Organisaion an die "künftigen Herausforderungen" anzupassen, die Effizienz zu steigern und Doppelspurigkeiten aufzuheben, sagte Polizeikommandant Roberto Zalunardo heute Montagnachmittag an einer Medienkonferenz im Polizeistützpunkt Horburg. Die Polizei sei nun "gerüstet und bestens vorbereitet auf künftige Herausforderungen" im urbanen Umfeld wie beispielsweise die "Euro 08".

Vier Standorte rund um die Uhr offen

Zu den wichtigsten Änderung gehört die Reduktion der bisher vier Polizeibezirke auf die zwei Bezirke Grossbasel und Kleinbasel. Das neue Dispositiv besteht aus drei Hauptabteilungen mit neuen Namen: "Sicherheitspolizei" (Major Peter Kötter), "Spezialinformationen" (Major Christian Meidinger) und "Verkehr " (Major Berhand Frey Jäggi). Für die Öffentlichkeit von hoher faktischer und emotionaler Bedeutung ist die feste physische Präsenz im Stadtgebiet. Im Bezirk Grossbasel ist eine Polizeiwache Kannenfeld sowie drei Polizeiposten (Gundeldingen, Spiegelhof und SBB) in Betrieb, in Kleinbasel die Polizeiwache Clara, angeschlossen die Polizeiwache Riehen und der Polizeiposten Bettingen, die die Grundversorgung sicherstellen.

Ganzjährig während 24 Stunden geöffnet sind die drei Polizeiwachen und die Autobahnpolizei. Rund um die Uhr einsatzbereit sind auch vier Alarmpiketts, je zwei in Gross- und in Kleinbasel. Für die vier Polizeiposten Gundeldingen, SBB, Spiegelhof und Bettingen gilt "auf Grund von Erhebungen" Tagbetrieb während den Bürozeiten (Ausnahme Bettingen, das nur am Morgen bedient wird).

Fast zwei von drei Polizeikräften betroffen

In verschiedene Abteilungen und Einheiten untergebracht wurden gut 40 bisherige Angehörige der aufgehobenen Grenzpolizei. Dabei seien die Platzierungswünsche der Betroffenen "grösstenteils erfüllt" worden. Ein Personalabbau sei mit der Reorganisation nicht verbunden, betonten die Abteilungsleiter. Auf eine OnlineReports-Frage hin erklärte Polizeikommandant Zalunardo, von insgesamt 932 Stellen seien rund 600 Polizeikräfte durch die Reorgansation in stärkerem oder schwächerem Ausmass betroffen gewesen. So wurde beispielsweise Andrea Hauri, die bisher bei der Grenzpolizei tätige Präsidentin des Polizeibeamtenverbandes, auf ihren Wunsch in die "Kontrollgruppe" transferiert, die sich insbesondere mit Schwerverkehr, Taxis und Cars beschäftigt.

"Mit dem heutigen Tag ist 'Optima' Geschichte", sagte Oberst Zalunardo. Es handelte sich um ein Projekt, das der Polizeispitze genauso wie Sicherheitsdirektor Hanspeter Gass im letzten Jahr einiges Kopfzerbrechen bereitet haben dürfte. Denn die Polizei-Basis wollte anfänglich gar nichts von einer Restrukturierung wissen, sprach von einem Sicherheits-Risiko für die Basler Bevölkerung und war drauf und dran, "Optima" mit einer öffentlichen Kundgebung zu attackieren. Die harschen Töne sind in den letzten Monaten leiser geworden und der Verband kündigte vor einigen Wochen an, vorläufig von einer Demonstration abzusehen. Zalunardo zeigte sich zuversichtlich, dass mit dem heutigen Tag wieder Ruhe im Korps einkehre.

"Wir sind glücklich", entfuhr denn auch Regierungsrat Hanspeter Gass ein Seufzer der Erleichterung zum Abschluss des Projekts, das jährliche Mehrkosten von von 500'000 Franken mit sich bringt. Gass will die Umsetzung von "Optima" in den nächsten eineinhalb Jahren im Sinne eines Monitorings persönlcih weiter verfolgen und "Kinderkrankheiten ausmerzen". Dabei soll auch konstruktive Kritik der Basis aufgenommen weren.

Rekrutierung wird schwieriger

Für Kommandant Zanulardo war der Anlass gegeben, für seinen Sicherheitsbetrieb zu werben. Denn die Rekrutierung von Polizei-Nachwuchs schafft zunehmend Schwierigkeiten: "Ein Rückgang an Interessenten ist feststellbar." Um die Arbeit am Standort Basel attraktiver zu machen, besteht schon nach 24 Monaten Ausbildung die Möglichkeit zur Teilzeitarbeit. "Stolz" sei er darauf, dass auch Ausländer mit Niederlassung C in den Polizeidienst aufgenommen werden könnten. Ohne Anrechnung der Doppelbürger sei rund ein Dutzend ausländische Polizisten in Basel tätig. Ausserdem sei die Aufnahme in die Polizeischule - neuerdings interkantonal in Hitzkirch domiziliert - bis zum 40. Altersjahr möglich.

Mit "Optima", so betonten Gass und Zalunardo, sollen auch die Präventions-Anstrengungen ("eine sinnvolle Geldanlage") "höher angesiedelt" werden. Konkrete Ausbau-Zahlen waren allerdings nicht erhältlich. Im Vordergrund steht neben der Verkehrs- zunehmend die Gewaltprävention. Seine "feste Absicht", so Gass: "Lieber investieren als reparieren."

1. Oktober 2007


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gesehen am 14. August 2018
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Endete die Gemeinderats-Wahl 2016 für Dominik Straumann nicht etwas unerfreulich?

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