© Foto by OnlineReports.ch
"Nicht in der Aufopferungs-Rolle": Neuer Basler SP-Präsident Lüchinger*

"Ich kann Leute moderierend auf ein gemeinsames Ziel hin führen"

Der neue Basler SP-Präsident Martin Lüchinger ist ein Pragmatiker und kein Mann der lauten Töne


Von Peter Knechtli


Der 52-jährige Umwelt-Ingenieur und Staatsangestellte Martin Lüchinger ist neuer Präsident der SP Basel-Stadt. Die Delegiertenversammlung wählte ihn gestern Montagabend mit Applaus einstimmig zum Nachfolger des nach dreijähriger Amtszeit zurücktretenden Thomas Baerlocher.


Vor drei Jahren schon, als Beat Jans nach einer beeindruckenden Serie an linken Wahlerfolgen zurücktrat, bekundete Martin Lüchinger Interesse am Präsidium der Basler SP. Mit besseren Chancen im Rennen war aber der frühere Poch-Mann und Polit-Fuchs Thomas Baerlocher. Lüchinger zog sich darauf zugunsten des Favoriten zurück.

"Gute Kontakte zu Partei-Establishment"

Jetzt, da es für die Partei immer schwieriger wurde, eine Auswahl an geeigneten Bewerbenden für den selten dankbaren Führungsposten zu finden, war für Martin Lüchinger die Zeit gekommen, die "persönliche Herausforderung" zu wagen: "Mich reizt, etwas nach vorn zu treten." Der neue Chef der Basler Genossinnen und Genossen, dem "gute Kontakte zum Partei-Establishment" wie etwa Finanzdirektorin Eva Herzog nachgesagt werden, fühlt sich "in der SP gut abgestützt". Lüchinger nimmt für sich in Anspruch: "Ich habe die Fähigkeit, Leute moderierenderweise auf ein gemeinsames Ziel hin zu führen."

Martin Lüchinger, in Aarau aufgewachsen, wo er eine Lehre als Elektromechaniker absolvierte, weist eine vielseitige berufliche Karriere bis hin zum Maschinen-Ingenieur HTL und dem Nachdiplomsstudium als Umwelt-Ingenieur aus. Sowohl in seiner Heimatstadt an der Aare kennen ihn Bekannte als Gründer der Kulturzeitung "Q", als damaligen Vizepräsidenten der städtischen Kulturkommission oder als langjährigen Präsidenten der IG "Kultur in der Futterfabrik" (KIFF), eines bekannten regionalen Kultur-Treffpunkts. Noch heute verbinden ihn aus jener Zeit persönliche Kontakte zu Aargauer Künstlern.

Ein bisher unauffälliger Politiker

Erst vor zehn Jahren führten ihn Beruf und die Liebe nach Basel, wo er sein politisches und kulturelles Engagement sogleich fortsetzte, so als Präsident des SP-Quartiervereins Clara-Wettstein-Hirzbrunnen oder als Vorstandsmitglied des "plug.in" und der "Kaserne Basel". Nicht ganz ohne Rückschläge verlief seine politische Laufbahn. So hebelte ihn vor zwei Jahren ein Jungsozialist aus dem Parteivorstand. Doch Nachhaltigkeit und eine gewisse Zähheit scheint sich der stellvertretende Abteilungsleiter der Koordinationsstelle im Basler Amt für Umwelt und Energie mit Ausbildung als Nonprofit-Manager auch auf seine politischen Fahnen geschrieben zu haben. Er hält sich für fähig, die einflussreichste Links-Kraft der Nordwestschweiz in eine erfolgreiche Zukunft zu führen, und doppelt nach: "Ich bin ein guter Team-Moderator."

Allerdings ist Lüchinger kein Mann der lauten Töne. So blieb in der politischen Öffentlichkeit nahezu unbemerkt, dass er nach seiner Wahl in den Grossen Rat im Jahr 2004 mittlerweile zum Fraktions-Vizepräsidenten aufgestiegen war. Weder riefen seine Voten noch persönliche Statements - etwa als Mitglied der Bildungs- und Kulturkommission - überdurchschnittliches Interesse oder Medien-Echo hervor. "Ich versuche meine Ziele dossierfest mit handfester Arbeit, und nicht mit den Einreichen von Interpellationen zu erreichen", sagt er und nennt als Beispiel das neue IWB-Gesetz, an dem er "hinter den Kulissen mitgearbeitet" habe. So kann er als neuer Präsident der stärksten baselstädtischen Partei die Auslagerung des bisherigen Regiebetriebs des Baudepartementes mittragen - "aber nur", wenn im Parlament nicht in letzter Minute noch Anträge zur Änderung der (staatlichen) Anstellungsbedingungen für die IWB-Belegschaft eine Mehrheit finden.

Die Macht-Frage stellt sich bald

Seine Partei übernehme er "in einem guten Zustand", lobt Martin Lüchinger die Arbeit seines Vorgängers: "Bei wichtigen Dossiers in Bildung, Umwelt, Energie, Migrationsfragen oder Tagesschulen sind wir gut aufgestellt." Doch schon in naher Zeit wird sich entscheiden, ob die rot-grüne Allianz im Parlament weiterhin in der bisherigen Zuverlässigkeit Mehrheitsentscheide durchsetzen kann: Die bürgerlichen Parteien halten bei der Sitzverteilung um die für Vorentscheide wichtigen Kommissionswahlen am bisherigen Schlüssel fest und dämmen so den Einfluss der linken Konkurrenz zu deren Ärger erheblich ein – auf eine Weise, dass es Rot-Grün künftig deutlich schwerer fällt, mit Hilfe der Mitte-Parteien Majoritäten herbeizuführen.

Seine bürgerliche Konkurrenz-Parteien nimmt Lüchinger dennoch nicht als latente Gefahr wahr: "Sie sind nicht geschlossen, was die SVP betrifft. Da müssen sie den Tatbeweis erst noch liefern."

Schon am 4. Februar, zu Beginn der neuen Amtsperiode, werden sich die neuen Kräfteverhältnisse im auf 100 Sitze verkleinerten Grossen Rat zeigen, wenn neue Akteure wie die Abgeordneten der eher bürgerlichen Grünliberalen Partei mit ihrem Verhalten bei der Wahl der Kommissionen und der Besetzung des Bankrats erstmals sichtbar parlamentarisch Position beziehen. Dass eine Schwächung von Rot-grün droht, bringt den neuen Parteichef nicht aus der Fassung: Er findet es in seinen Worten einfach "schade", dass sich die bürgerlichen Parteien "relativ unbeweglich" zeigen und dass sie entgegen der Geschäftsordnung die Kräfteverhältnisse von 45 (rot-grün) zu 55 Prozent (Mitte-rechts) in der Verteilung der Kommissionssitze nicht widerspiegeln wollen.

"Da sage ich nichts"

Setzen sich die Bürgerlichen durch, "dann müssen wir das so hinnehmen", drückt sich Lüchinger aus, ohne Anzeichen von aufkeimender Kampfstimmung zu verraten. Umso mehr wolle er versuchen, SP-Anliegen mit Unterstützung der Mitte-Parteien mehrheitsfähig zu machen. Ausserdem will der SP-Kapitän die "Politik der letzten vier Jahre weiterführen" mit dem Ziel, bei den nächsten Wahlen die rot-grüne Regierungsmehrheit erneut verteidigen und bei den Grossratswahlen "moderate Sitzgewinne" realisieren zu können. Auf die Frage von OnlineReports.ch nach der gewünschte Anzahl zusätzlicher Sitze zeigt sich Lüchinger von seiner scheinbar angeborenen Vorsicht: "Da sage ich nichts, sonst wird man noch darauf behaftet."

Behaften lässt sich der im Mittelstand aufgewachsene Sohn eines Abteilungsleiters in der Aarauer Zirkel- und Optikinstrumentenfirma "Kern" einstweilen auf sein Grundsatz-Bekenntnis: "Ich trete für eine gerechte und soziale Welt und eine intakte Umwelt ein", sagt der SBB-GA-Besitzer und "Mobility"-Nutzer, der kein Auto sein eigen nennt und Ende der siebziger Jahre "zwei- oder dreimal" an Demonstrationen gegen das Atomkraftwerk Gösgen-Däniken teilgenommen hatte. Als kinderloser Lediger glaubt er, die "Ressourcen" für den beträchtlichen Aufwand aufbringen zu können, den ein Parteipräsidium samt aufwändigem Grossratsmandat mit sich bringt: "Ich sehe mich nicht in der Rolle des sich Aufopfernden."

Handschrift und Strategie offen

Handfestes oder die Spur einer strategischen Handschrift wird aus ersten Äusserungen des Baerlocher-Nachfolgers noch nicht erkennbar. Sicher ist derzeit nur soviel: Pragmatiker Martin Lüchinger wird mit seinem ruhigen bis zurückhaltenden Auftreten kaum ein Mann der grossen Worte sein. Dass er grosse Taten vollbringen kann, wird er in den nächsten Jahren zeigen müssen.

* vor dem Eingang zu seinem Arbeitsplatz im Amt für Umwelt und Energie an der Hochbergerstrasse

27. Januar 2009

Weiterführende Links:


Basler SP mit neuer Spitze

Die Delegierten der SP Basel-Stadt wählten gestern Montagabend Fraktions-Vizepräsident Martin Lüchinger (52) per Akklamation einstimmig zu ihrem neuen Präsidenten. Er tritt die Nachfolge von Grossrat Thomas Baerlocher an, der nach dreijähriger Amtszeit zurücktrat. Als neue Co-Vizepräsidentin und somit Nachfolgerin von Sandra Soland kürte die SP-Basis überdies Grossrätin Beatriz Greuter (38, Bild). Der Pflegefachfrau und Projektleiterin am Universitätsspital Basel sind insbesondere die Gesundheitspolitik und die Frauenförderung zentrale Anliegen. Sie teilt sich in diese Aufgabe mit Co-Vizepräsident Tobit Schäfer, der sich den Delegierten an der Jahresversammlung vom 30. März zur Wiederwahl stellen wird.
 


 Ihre Meinung zu diesem Artikel
(Mails ohne kompletten Absender werden nicht bearbeitet)

www.onlinereports.ch - Das unabhängige News-Portal der Nordwestschweiz

© Das Copyright sämtlicher auf dem Portal www.onlinereports.ch enthaltenen multimedialer Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) liegt bei der OnlineReports GmbH sowie bei den Autorinnen und Autoren. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Veröffentlichungen jeder Art nur gegen Honorar und mit schriftlichem Einverständnis der Redaktion von OnlineReports.ch.

Die Redaktion bedingt hiermit jegliche Verantwortung und Haftung für Werbe-Banner oder andere Beiträge von Dritten oder einzelnen Autoren ab, die eigene Beiträge, wenn auch mit Zustimmung der Redaktion, auf der Plattform von OnlineReports publizieren. OnlineReports bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen darum, Urheber- und andere Rechte von Dritten durch ihre Publikationen nicht zu verletzen. Wer dennoch eine Verletzung derartiger Rechte auf OnlineReports feststellt, wird gebeten, die Redaktion umgehend zu informieren, damit die beanstandeten Inhalte unverzüglich entfernt werden können.

Auf dieser Website gibt es Links zu Websites Dritter. Sobald Sie diese anklicken, verlassen Sie unseren Einflussbereich. Für fremde Websites, zu welchen von dieser Website aus ein Link besteht, übernimmt OnlineReports keine inhaltliche oder rechtliche Verantwortung. Dasselbe gilt für Websites Dritter, die auf OnlineReports verlinken.

fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
"Die Niederlassung Füllinsdorf der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB) wird (...) im Frühling 2018 als Selbstbedienungsbank wieder eröffnet."

Basellandschaftliche Kantonalbank
Medienmitteilung
vom 28. September 2017
fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

Wo bitte ist der Geld-Selbstbedienungsschalter?

"Und übrigens ..."

Waschmaschinen gegen Gemüse
RückSpiegel


Ausführlich geht die Basler Zeitung auf einen kritischen OnlineReports-Gastkommentar über den Eigenmietwert-Steuerfall um Rösly M. ein.

In seinem Beitrag über "Die Basler Sinnkrise" zitiert der Tages-Anzeiger aus dem OnlineReports-Leitartikel "Willkommen im Baselbiet: Nichts geht mehr", in dem es um einen "Kanton in der Sinn-Krise" geht.

barfi, die BZ Basel, die Tageswoche, die Badische Zeitung und das Baublatt haben die OnlineReports-Story über den Abbruch des "Rostbalkens" und die geplanten Hochhäuser beim Basler Bahnhof SBB aufgenommen.
 
Infosperber.ch geht in einem Kommentar über das "Dauer-Bashing" der Behörden durch die Medien auf die Konter-Position von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung nahm in ihrer Berichterstattung über den "Fall Wessels" auf einen OnlineReports-Kommentar Bezug.

Die Basler Zeitung, die BZ Basel, die SDA und die Badische Zeitung gingen auf den OnlineReports-Primeur über die Berufung des türkischen Basler Polizei-Assistenten gegen den Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ein.

20 Minuten online nahm die OnlineReports-News über die Basler verkehrs-Betriebe (BVB) an der Grenze ihrer Belastung auf.

Die BZ Basel und das Regionaljournal gingen aktuell auf die OnlineReports-Recherche über einen Manipulations-Versuch der BVB-Direktion im Vorfeld der Wahlen in die Personalkommission ein.

Barfi zog die OnlineReports-Story über die umstrittene Umnutzung des "FKK-Clubs" in ein Bordell an der Amerbachstrasse in Basel nach.

Der Landbote nahm die OnlineReports-Story über den Stromeinkauf der Gemeinde Muttenz beim Stadtwerk Winterthur auf.

Die OnlineReports-News über den Personalabbau auf der Basler Hauptpost wurde durch Telebasel aufgenommen.

Telebasel online ging in seinem Bericht über die SP-Prämieninitiative auf einen Kommentar von OnlineReports ein. 

Die Weltwoche zitierte in ihrem Bericht über den Basler Scharia-Befürworter Aziz Osmanoglu aus einem Gerichts-Bericht von OnlineReports.

Die Basler Zeitung berief sich in ihrem Bericht über die "Maulwurfjagd gegen Mitarbeiter der Basler Verkehrs-Betriebe" auf einen OnlineReports-Artikel.

Im Artikel über die Versetzung eines Kadermanns im Basler Jusitz- und Sicherheitsdepartement nimmt die Basler Zeitung auf eine OnlineReports-Recherche Bezug.

In den BaZ-Standpunkten des Schweizer Fernsehens nennt NZZ-Medienredaktor Rainer Stadler OnlineReports als Element der Basler Medienvielfalt.

Die Basler Zeitung und die Volksstimme zogen die OnlineReports-Nachricht über den Massen-Exodus aus der Parteileitung der FDP Baselland nach.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-News über die Wahl von Beatriz Greuter zur neuen "Birshof"-Direktorin auf.

Barfi
nahm im Bericht über Waschbären in der Stadt Bezug auf eine OnlineReports-Reportage über Waschbären, die Toronto bevölkern.

Die Volksstimme nahm die OnlineReports-Erstmeldung über den Tod des früheren FDP BL-Präsidenten und Untersuchungsrichters Ernst Heimann auf.

Barfi und die Basler Zeitung nahmen die OnlineReports-News über die Schliessung des Nobel-Restaurants "Schifferhaus" auf.

Die Basler Zeitung bezog sich in ihrer Nachricht über die Absage von Saskia Schenker als FDP BL-Präsidentin auf OnlineReports.

Die NZZ nennt Pionier OnlineReports in ihrem Beitrag über die Finanzierung von Online-Medien.

Die Basler Zeitung und die Basellandschaftliche Zeitung berichteten unter Bezugnahme auf OnlineReports über die Trennung der BVB von zwei Kaderleuten.

Das OnlineReports-Interview mit dem designierten FCB-Besitzer Bernhard Burgener nahmen die Fussball-Plattform 4-4-2.com, die Basellandschaftliche Zeitung und die Schweiz am Wochenende auf.

Telebasel berief sich in seinem Bericht über die Interpellation von "Basta"-Grossrat Beat Leuthardt über den designierten FCB-Präsidenten Bernhard Burgener auf OnlineReports.

Die Basler Zeitung berief sich in ihrer Meldung über Betriebs-Wegweiser-Posse auf OnlineReports.

Die Schweiz am Wochenende nahm eine OnlineReports-Story über den Gang der BVB ans Bundesgericht wegen einer Auflösung des Arbeitsverhältnisses auf.

In ihrem Bericht über den Streit um die schmale Treppe im neuen Gelterkinder Hallenbad bezogen sich die Basler Zeitung und die Volksstimme auf OnlineReports.

Die Basler Zeitung griff die OnlineReports-Recherche über markante bauliche Veränderungen im Nord-Teil des Basler "Dreispitz"-Areals auf.

Der schweizerbauer.ch nahm die OnlineReports-Meldung über das auf der Strasse erlegte Rind in Gelterkinden auf.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Da die Prämien der obligatorischen Krankenversicherung in Basel-Stadt im kommenden Jahr um durchschnittlich 4,5 Prozent ansteigen, passt die Regierung die Prämienbeiträge des Kantons für Haushalte mit bescheidenem Einkommen im gleichen Umfang an.

• Für den 9. Basler Pop-Preis sind folgende Bands nominiert: Alma Negra (Electronic World Music, Basel), Audio Dope (Electronic Music, Basel), Schammasch (Avantgarde Metal, Liestal), We Invented Paris (Indie-Pop, Liestal) und
Zeal & Ardor (Black Metal/Gospel, Basel.

• Weil sich FDP und SVP nicht auf eine gemeinsame Kandidatur für die Ersatzwahl in den Stadtrat von Liestal einigen konnten und "alle offiziell Kandidierenden wählbar" sind, verzichtet die CVP auf eine Wahlempfehlung.

• Die Wettbewerbs-Kommission hat entschieden, den geplanten Zusammenschluss zwischen dem Universitätsspital Basel und dem Kantonsspital Baselland ohne Auflagen zu genehmigen.

Endress+Hauser übernimmt die deutsche IMKO Micromodultechnik GmbH mit Sitz in Ettlingen, einen Hersteller innovativer Systeme zur Feuchtemessung, und beschäftigt die 19 Mitarbeitenden weiter.

• Verhaftet wurde ein 25-jähriger Spanier, der dringend verdächtigt wird, am 10. September eine Frau im Basler Erlenmattquartier vergewaltigt zu haben.

• Bei der Einreise von Frankreich nach Basel wurde ein etwa 50-jähriger Bulgare erwischt, der 800 Gramm Kokain mit sich führte.

• Die 57-jährige Juristin und frühere Leiterin der Basler Sozialhilfe Nicole Wagner wird Mitglied der Stiftung Habitat, wo sie die zurücktretende Beatrice Oeri ersetzt. 

• Nachdem im Baselbiet die Initiative zum Ausbau des Hochleistungsstrassennetzes rechtsgültig zustande gekommen ist, hat sich das Initiativekomitee aufgrund der laufenden Arbeiten zu einem allfälligen Gegenvorschlag mit einer Unterbrechung der Behandlungsfrist bis maximal 30. September 2019 einverstanden erklärt.

• Die Baselbieter Apotheken dürfen neu – mit Auflagen – nicht nur Grippe-Impfungen, sondern auch weitere Impfungen und Folge-Impfungen durchführen.

• Ab 9. September ist die Umfahrung Liestal im Bereich des Ergolzviadukts wieder ohne Einschränkungen befahrbar.

• Der Kanton Basel-Stadt rechnet für das Jahr 2018 mit einem Budgetüberschuss von 138 Millionen Franken.

Gottlieb Keller, Mitglied der Konzernleitung und Chefjustitiar der Hoffmann-La Roche, hat in der Deutschen Botschaft in Bern das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten.

• Die Fraktion "Grünes Bündnis" des Bürgergemeinderats Basel nominierte Brigitta Gerber einstimmig für das Amt als Bürgerrätin.

• Den städtebaulichen Wettbewerb zur Bebauung des Felix Platter-Areals in Basel hat das Team Enzmann Fischer Partner AG / Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur und Städtebau GmbH gewonnen.

• Die Gemeinderäte der direkt betroffenen Gemeinden des Leimentals – von Binningen bis Burg – befürworten übereinstimmend den Bau der Tramlinie 17 über den Margarethenstich, da diese einen "klaren Mehrwert" darstelle.

Monique Juillerat, bisher als Mitglied der Geschäftsleitung von "familea" für die externe und interne Kommunikation verantwortlich, wird ab 1. September neue Kommunikations-Verantwortliche der Baselbieter Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion.

• Der Kanton Baselland verkauft das "Chuenimatt-Areal" der Bricks Group AG zur Realisierung des Konzeptes "Tri-innova", das eine schrittweise Entwicklung von unterschiedlich grossen Flächen für Dienstleistungs-, Labor-, Produktionsnutzungen sowie Co-working vorsieht.

Spitex Muttenz schliesst die Pflegewohnung Seminarstrasse per 30. November dieses Jahres.

• Die Schweizerischen Rheinhäfen (SRH) verkaufen ihren Anteil an der Rheinhafen-Gesellschaft Weil am Rhein an die Stadt Weil am Rhein.

• Das Rote Kreuz Basel eröffnet am 11. August einen neuen Secondhand-Kleiderladen im Kleinbasel, konkret: am Claraplatz.

• Der 47-jährige Ökonom Michael Harr, verheiratet und Vater zweier Kinder, übernimmt ab 1. August die Geschäftsleitung der Pro Senectute beider Basel.

• Die Basler Regierung legte die Abgeltung der Staatsgarantie durch die Basler Kantonalbank (BKB) für die Jahre 2017 bis 2020 auf jährlich 8,8 Millionen Franken fest.

• Mit Datum vom 1. Juli wird die Kunstkommission für das Kunstmuseum Basel vom Rechts-Professor Felix Uhlmann präsidiert, der den langjährigen Vorsitzenden Peter Mosimann ablöst.

• Die Basler Regierung hat der Bau- und Finanzgesellschaft Zum Greifen AG den Zuschlag für Bau und den Betrieb eines neuen Quartierparkings unter dem Landhof-Areal erteilt.

• Die von der UNICEF erst kürzlich rezertifizierte "kinderfreundliche Gemeinde" Riehen gibt ihr Wissen an 40 Bürgermeister aus Südkorea weiter, die die Basler Landgemeinde besuchen.

• Da der Vereinszweck erfüllt sei, hat die Generalversammlung den "Verein Kunschti Eglisee" am 16. Juni mit 30 zu 4 Stimmen aufgelöst.

• Nationalrat Christoph Eymann, der ehemalige Vorsteher des Basler Erziehungsdepartements, wurde als neues Mitglied in den Verwaltungsrat des Karger Verlags gewählt.

• Der Kanton Basel-Stadt führt eine neue, zusammenhängende Fussgängerorientierung ein, mit der sich ortsunkundige Gäste, aber auch Einheimische in Basel künftig durch neue Stadtpläne auf Stelen besser zurechtfinden sollen.

• Die kantonale Volksinitiative "Recht auf Wohnen" wurde mit bisher 3'188 gültigen Stimmen der Basler Staatskanzlei überreicht.

• Der Therwiler Gemeindepräsident Reto Wolf löst kommenden September Elisabeth Schneider-Schneiter im Präsidium der "Starken Region Basel/Nordwestschweiz" ab.

Dominik Prétôt, der frühere CEO von Telebasel, wird per 1. Januar 2018 mit einem 50 Prozent-Pensum neuer Informations-Beauftragter der Römisch-katholischen Landeskirche Baselland.