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"Weiterhin auf Erfolgskurs": Basler SVP-Präsident Jean Henri Dunant

Häuptling eines Potemkinschen Dorfes

Unter der Schein-Führung von Jean Henri Dunant kommt die Basler SVP nicht wieder auf die Beine


Von Peter Knechtli


Er las im Brustton der Überzeugung mit einer Tonalität eines Menschen, der mit und in sich im Gleichgewicht steht. Der gebürtige Genfer Jean Henri Dunant versammelte Ende Juni Medienvertreter zu einer "Zwischenbilanz", sechs Monate nach Übernahme des Präsidiums der SVP Basel-Stadt. "Nach beispiellosen Anfangserfolgen", brüstete sich der Parteipräsident mit dem noblem Habitus, sei seine Partei jetzt "auf hohem Niveau konsolidiert" und "wegen ihrer bürgernahen Politik weiterhin auf Erfolgskurs". Noch heute hätten die traditionellen bürgerlichen Parteien "Mühe, sich mit der Erfolgsserie der Basler SVP abzufinden".

Viel eher lachen sich die ins Fäustchen: Denn Dunants Eigenlob entpuppt sich als radikal unbegründet. Zum einen war er nicht in der Lage, eine "Zwischenbilanz" vorzulegen, die diesen Namen auch nur annähernd verdient - ausgenommen, es gäbe nichts zu bilanzieren -, zum andern liess er seinen Gemeinplätzen die Verkündung eines Faktums folgen, das die Medien und die Öffentlichkeit weit mehr interessierte als ödes Geplauder: Am Abend zuvor hatte eine klare Mehrheit der SVP-Grossräte ihren Ur-Grossrat Kurt Bachmann aus der Fraktion ausgeschlossen. Noch weitere pikante Personalien wurden bekannt: Joel Thüring, der noch vor sechs Monaten als kommender "starker Mann" der Volkspartei und als "Nachwuchshoffnung" bewertete Multi-Funktionär, trat per Ende Juni aus dem Grossen Rat zurück, nachdem er zuvor schon wichtige operative Funktionen wie jene des frisch gewählten Geschäftsleiters abgegeben hatte.

"Das Innenleben der SVP ist das Gegenteil
dessen, was kommuniziert wird."




In Tat und Wahrheit dürfte das Innenleben der Basler SVP derzeit ziemlich genau das Gegenteil dessen sein, was Dunant seinem Volk weismachen wollte: Die Partei ist von der rechten Oppositionsgruppierung, die die traditionellen bürgerlichen Parteien das Fürchten lernte, im Kern gespalten und abgrundtief verkracht zur "Lachnummer" (TeleBasel) geworden. Dies hat ohne Zweifel mit einer stilistisch kaum zu vereinbarenden Mitgliederbasis zu tun: Hier die harten Rechten, dort die rechten Netten. Oder bildlich gesprochen: Hier der polarisierende Stil der Zürcher SVP, dort der pragmatische Stil der Berner Volksparteiler.

Schon der misslungene Aufstand von acht Grossräten im Frühjahr 2004 war gekennzeichnet durch dieses Muster. Die Unterlegenen, die den aggressiven Stil von Angelika Zanolari als Präsidentin und prägende Figur nicht goutierten, verliessen die Partei und gründeten die "Schweizerische Bürger-Partei", die anschliessend aber den Sprung ins Kantonsparlament nicht mehr schaffte und zumindest im Rathaus von der Bildfläche verschwand. Obschon dadurch eines Teils ihrer Repräsentanten beraubt, gelang es Zanolari und der SVP, einen Sitz zuzulegen und Liberale wie CVP deutlich zu überholen. Die SVP hatte so lange Erfolg, so lange ihre Sprache und Programme hart, populistisch, polarisierend und auch kaltschnäuzig waren. Angelika Zanolaris ungeschminkte und ungehobelte Art zu dirigieren und zu kommunizieren, war ihr Erfolgsrezept, das von Ausländer-Kritikern und vom Sammelbecken der Unzufriedenen am rechten Parteienspektrum verstanden und dankbar angenommen wurde.

Doch die sanften und teils auch die "grünen" Rechten sahen sich inner- und ausserparteilich ausgegrenzt: Intern wollten oder konnten sie sich nicht auf den brachialen Stil reduzieren lassen - extern zeigten ihnen die traditionellen bürgerlichen Parteien FDP, LDP und CVP als Angehörige der "Zanolari-Truppe" die kalte Schulter. Doch der Aufstand vom Frühjahr 2004 führte zu keiner klaren Bereinigung. Einige Zanolari-Opponenten wie Grossrat Lorenz Nägelin oder Nationalrat Jean Henri Dunant sympathisierten zwar mit den Dissidenten, blieben aber - wohlkalkulierend - in ihrer Volkspartei.

Auch nach dem Wechsel im Kantonalpräsidium vergangenen Januar, als groteskerweise der 72-jährige Dunant die um eine Generation jüngere Angelika Zanolari ablöste, akzentuierten sich die grundlegenden Probleme noch: Zwar sank die Kadenz der schrillen SVP-Verlautbarungen deutlich und der Ton der Partei-Exponenten wurde moderater, was die bürgerlichen Parteien mit teilweiser Bereitschaft zur Zusammenarbeit lohnten, aber das samt-seidene Auftreten entsprang bloss pragmatischem Bedarf und nicht programmatisch legitimiertem Bewusstsein. Die "Sanften" glaubten sich nun an der Macht, aber die Radikal-Oppositionellen wie die Grossräte Zanolari, Bachmann oder Thüring sassen immer noch im Boot.

"Zanolari lässt ihren Mann
der ersten Stunde nicht kampflos fallen."




So gesehen stellt der Fraktionsausschluss Bachmanns nur einen weiteren, aber nicht den letzten Schritt einer umfassenden Flurbereinigung dar, um künftig wieder - wie weiland, aber gepflegter im Umgang - mit "Geschlossenheit" auftreten zu können. Denn nach Angelika Zanolaris Forderung an die drei Grossräte Lorenz Nägelin, Eduard Rutschmann und Sebastian Frehner, die Fraktion zu verlassen, dürfte in absehbarer Zeit der bedeutendste Meilenstein in der Geschichte der Basler SVP fallen: Angelika Zanolari, die sich um ihren erfolgreichen Partei-Aufbau und einen Teil ihres Lebenswerks betrogen sieht. Dass die heute massgeblichen Kräfte dem langjährige Aushängeschild den Weg nach Bern versperren möchten, zeigt sich am ehesten daran, dass Präsident Dunant keinerlei Lust verspürt, seiner Vorgängerin die Gunst des Nachrückens im Nationalrat zu ermöglichen. Die treibenden Kräfte des Bachmann-Ausschlusses mussten das Risiko in Kauf genommen haben, dass Zanolari ihren politischen Traum-Gesinnungspartner nicht kampflos preisgeben wird. Möglicherweise war sogar Kalkül im Spiel.

Dabei hatte es die autokratische Parteichefin erreicht, dass willige und oft auch solide Jungpolitiker den Weg in die Partei und rasch auch ins Parlament fanden. Einer ihrer Zöglinge war Joel Thüring, der, kaum dem Teenie-Alter entsprossen, schon so viele Ämter in der Partei hingebungsvoll und ganz in der Tonalität seiner Ziehmutter bekleidete, dass einem schwindlig werden konnte. Doch der schon fast süchtige Eifer entpuppte sich als Strohfeuer: Noch im Januar zum Geschäftsleiter der Partei gewählt, trat er zur grossen allgemeinen Überraschung schon wieder zurück. Auch das frühe SVP-Mitglied Bernhard Madörin und der sensible Nachwuchspolitker Michel-Remo Lussana strichen die Segel - offenbar in der Erkenntnis, dass diese Partei in Basel-Stadt ihren Zenit hinter sich hat und, keine attraktiven Aufstiegschancen mehr bietend, zur Sackgasse geworden war. Nur kurz waren die Zeiten, in denen der SVP aufgrund ihrer Wählerstärke ein Regierungsmandat zumindest zugetraut wurde.

"Die Basler SVP hat gegenwärtig
gar keine richtige Führung."




Das neue Leitungsmodell ist geeignet, den Zerfall akut zu beschleunigen. Diese Partei hat gegenwärtig gar keine richtige Führung. Der persönlich sehr anständige Präsident ist eine Führungs-Fiktion. Dem Häuptling eines Potemkinschen Dorfes stehen mehrere Unzulänglichkeiten im Weg:

Jean Henri Dunant ist wegen häufigen Absenzen im Bundeshaus und im Tessin lächerlich weit weg vom Geschehen an seinem formellen Wohnort Basel. Er ist eine Art virtueller Delegier-Präsident mit wenig Glaubwürdigkeitswert, was die Einschätzung von Entwicklungen in Basels politischen Niederungen betrifft. Politische Akteure jeder Couleur brauchen einen kompetenten, sofort erreichbaren Ansprechpartner, die SVP-Basis und ihre Abgeordneten erst recht.

Er verfügt nicht über das nötige Kommunikationstalent. Die Art, wie er die gespaltene Partei als Erfolgs-Story zu vermitteln versuchte, war einfach nur peinlich. Statt kritischen Fragen öffentlich auszuweichen ("Da müssen Sie den Fraktionspräsidenten fragen"), muss ein starker Präsident seine Position klar vermitteln und auch offen zu Schwachstellen und Schattenseiten stehen können. So muss er sich fragen, ob es für die Partei dienlich ist, die Gründe, die zum abrupten Rückzug ihres Geschäftsleiters Joel Thürings aus der aktiven Politik führten, weiterhin unter dem Deckel zu halten. Es gibt in der Partei Kräfte, die für offene, offensive und kontrollierte Information eintreten, ihnen sollte der Präsident Gehör verschaffen. Thürings Standpunkt, er sei jetzt Privatperson und weder seinen WählerInnen noch der Öffentlichkeit über seinen Blitz-Abschied aus der aktiven Politik Rechenschaft schuldig, ist eine Leiche-im-Keller-Taktik, die wie ein dunkler Schatten auf der Partei und dem Abgetretenen selbst lasten wird.

Dunant hat das Alter, das einem Ehrenpräsidenten angemessen ist, aber nicht dem Präsidenten einer Partei, die in scharfem Konkurrenzkampf steht. Dunant kann nicht beschwören, über intelligenten und aktiven Nachwuchs zu verfügen und, um zwei Generationen älter, diesem gleichzeitig vor der Sonne stehen. Er hat ein weiteres Glaubwürdigkeitsproblem, wenn der Vizepräsident und designierte Nachfolger die Hoffnung äussert, Dunant möge das Präsidium "noch möglichst lange" behalten. Offenbar hält sich die Lust, die Basler SVP in die nächsten Kantonalwahlen zu führen, in Grenzen.

Wenn die Partei in Basel-Stadt aber eine Zukunft haben und die nächsten Wahlen ohne massiven Einbruch überstehen will, bleibt ihr kein anderer Schritt: Sie sollte das Präsidium möglichst rasch mit einer integrationsfähigen, gut verankerten und vor allem rasch aktionsfähigen Figur besetzen. Es braucht wenig Fantasie, um sich bei fortdauernder Eskalation und Zerfleischung vorstellen zu können, dass Angelika Zanolari, noch immer das "Gesicht" der Basler SVP, möglicherweise unter neuer Flagge zu den nächsten Grossratswahlen antritt, wenn sie bis dann die Lust am Streiten und Kämpfen nicht vollends verloren haben wird.

Das Signet der SVP stellt eine lachende aufgehende Sonne dar. Es braucht nicht mehr viel, bis sie schmollend untergeht.

9. Juli 2006

Weiterführende Links:


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"Elefantöse und unqualifizierte Kommunikations-Politik"

Die heutige Situation der Basler SVP war eigentlich voraussehbar. Erstens ist mit einer undifferenzierten Ausländer-Politik (um kein anderes Wort zu gebrauchen) bei den heutzutage besser informierten Bürgern nicht mehr viel zu holen, die meisten Leute haben gelernt, diesbezüglich zu unterscheiden. Zweitens haben nun auch die so genannten "kleinen Leute" (ihre eigentliche Partei-Basis in Basel) bemerkt und wahrscheinlich auch zu spüren bekommen, was für grosse und unangenehme Probleme es für sie gab und immer noch gibt, wenn man die Stadt um alles in der Welt tot sparen will. Leider wird man/frau erst aus Schaden klug. Und drittens hat auch in Basel eine elefantöse und unqualifizierte Kommunikations-Politik nur eine beschränkte Lebensdauer - so lange, bis die Bürger merken, dass dadurch nur Geschirr zerschlagen statt Probleme gelöst werden.

 

Um diese Denkfehler und Fehlspekulationen der früheren Basler SVP-Führung vergessen zu machen, braucht es Zeit und grosse Anstrengungen in Sachen seriöser politischer Zusammenarbeit mit anderen Parteien, dies zum Vorteil der schönen Stadt Basel. Zum Nulltarif gibt’s heutzutage nämlich nichts mehr. Und der Glaubwürdigkeit der SVP täte es sicher auch gut.


Bruno Heuberger, Oberwil



"Basler SVP ist schlicht obsolet"

Peter Knechtli ist integrierender, eventuell gar initiierender Teil (siehe den brillanten Beitrag unter Rubrik "Therapeut des Anspruchs-Infarkts") einer - wie mir scheint - neuen Basler Journalismus-Kultur! Damit gemeint ist, dass die IV. Gewalt in unserem kleinen, aber feinen Staate nicht länger ordinärer Erfüllungsgehilfe der I. bis III. Gewalt ist, sondern endlich die ihr kraft ursprünglicher französischer Intention zugedachte Kontrollfunktion "journalistisch-ethisch-brutal" wahrnimmt! Folgerichtiger Teil dieses "hoch-ethischen Wandels" ist, dass die Basler SVP schlicht obsolet ist.


Patric C. Friedlin, Basel


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"Dank Stichentscheid des CVP Ratspräsident, Remo Gallacchi, empfehlt nun auch das Parlament, ..."

CVP Basel-Stadt
Medienmitteilung
vom 14. November 2018
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... die Rechtschreibung vor Veröffentlichung zu überprüfen.

RückSpiegel


Telebasel zitierte zur Einleitung des "Sonntalks" über Prämienverbilligungen aus dem OnlineReports-Kommentar "Anton Lauber muss sozialer werden".

Die NZZ nimmt in ihren Hintergrund-Artikel über "Basel in der Abseitsfalle" auf einen OnlineReports-Leitartikel Bezug.

Eine Kolumne in der Basler Zeitung erinnert daran, dass OnlineReports über die Verlegung der Tram-Haltestelle vom Spalentor in die Spalenvorstadt berichtet hat.

Die Basler Zeitung publiziert aus Anlass des 20-jährigen Bestehens von OnlineReports ein ausführliches Porträt zur Entwicklungsgeschichte.

Prime News führte aus Anlass des 20-jährigen Bestehens von OnlineReports ein ausführliches Interview mit Chefredaktor Peter Knechtli.

In ihrem Bericht über einen hartnäckigen Streit um das Basler Restaurant "Löwenzorn" nimmt die Basler Zeitung auf einen früheren OnlineReports-Bericht Bezug.

Die Nachrichtenagentur SDA erwähnt OnlineReports und seine schwarzen Zahlen seit zwanzig Jahren im Zusammenhang mit der Einstellung der "Tageswoche".

Der Basler Zeitung fiel in einem Leserbrief in OnlineReports auf, dass der frühere Baselbieter Polizeisprecher auf der SVP-Liste für den Landrat kandidiert.

Telebasel, nau.ch und 20 Minuten bezogen sich in ihren Beiträgen über Sachbeschädigungen gegen die Jüdische Genossenschafts-Metzgerei auf OnlineReports.

Im Interview mit Claudia Sigel geht die Basler Zeitung auf eine Aussage der Baselbieter CVP-Präsidentin Brigitte Müller in einem OnlineReports-Interview ein.

In ihrem Bericht über das Ja der Wettbewerbs-Kommission zur Übernahme der "Basler Zeitung" durch Tamedia erwähnt die NZZ auch OnlineReports.

Die BZ Basel, Telebasel und die Basler Zeitung nahmen die OnlineReports-Nachricht vom Tod der FCB-Legende Peter Ramseier auf.

Prime News geht in ihrem Überblick über die Perspektiven des Medienplatzes Basel auch auf OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung geht in ihrem Bericht über den "Spagat der CVP-Präsidentin" Brigitte Müller auf ihre Aussagen im OnlineReports-Interview ein.

Die Basler Zeitung, die Basellandschaftliche Zeitung, Prime News und Telebasel zitierten in ihren Berichten zur Baselbieter CVP aus dem OnlineReports-Interview mit Parteipräsidentin Brigitte Müller.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Die Baselbieter Regierung will bei der Staatssteuer den Vergütungszins für das Jahr 2019 bei 0,2 Prozent belassen, ebenso bleibt der Verzugszins bei 6 Prozent.

• Die Bau- und Raumplanungs-Kommission des Basler Grossen Rates spricht sich für den Neubau von Staatsarchiv und Naturhistorischem Museum im St. Johann-Quartier aus.

Matthias Gysin, heute Verwaltungsleiter in der Gemeinde Aesch, wird ab 1. April 2019 neuer Geschäftsführer des "Verbandes Basellandschaftlicher Gemeinden" (VBLG) und Nachfolger von Ueli O. Kräuchi.

• Das Projekt eines Ozeaniums des Basler Zoos hat mit starkem Wellengang zu kämpfen: Das gegnerische Komitee reichte fast 5'000 Referendums-Unterschriften ein, wodurch es zu einer Volksabstimmung kommen wird.

Yvette Harder wird per 18. März 2019 neue Generalsekretärin des Basler Finanzdepartements und damit Nachfolgerin von Alexandra Schilling, die in die Kommandoabteilung der Kantonspolizei wechselte.

• Der frühere Baselbieter SP-Regierungsrat Urs Wüthrich-Pelloli übernahm an der ordentlichen Mitgliederversammlung des Fördervereins Universität Basel von Jean-Luc Nordmann das Präsidium.

• In weniger als sieben Wochen sammelte das parteiunabhängige Komitee "Kein Parkhaus unter dem Tschudi-Park" mehr als 3500 Unterschrift'en für seine Petition.

• Die Baselbieter Regierung beantragt dem Landrat, dem Staatspersonal für das Jahr 2019 einen Teuerungsausgleich von 1,4 Prozent auszurichten.

Elena Hermann wird neue Leiterin der Staatlichen Schlichtungsstelle für Mietstreitigkeiten Basel-Stadt und löst Ernst Jost ab, der per Ende Jahr in Pension gehen wird.

• Das Basler Komitee gegen die kantonale Vorlage zur "Steuervorlage 17", das sich aus linken Parteien und Gewerkschaften rekrutiert, hat 3'300 Unterschriften für das Referendum gesammelt.

Andreas Häner, von 2009 bis 2015 schon Vorstandsmitglied, wird neuer Geschäftsführer des Basler Heimatschutzes und damit Nachfolger von Paul Dilitz, der nach elfjähriger Tätigkeit in den Ruhestand tritt.

Daniel Roth (61) wird im Baselbiet neuer Leiter des Rechtsdienstes von Regierung und Landrat, als Nachfolger von Hans Jakob Speich, der sich vorzeitig pensionieren lässt.

Irene Heinimann wird neue Baselbieter Kantonsapothekerin und folgt als bisherige Stellvertreterin auf Hans-Martin Grünig, der Ende Dezember in Pension geht.

• Vertiefte Kostenkontrollen zum Umbau der Kunsteisbahn Sissach zur geschlossenen Halle zeigen, dass der Bau bis zu zehn Prozent teurer wird als vorgesehen.

• Der Baselbieter alt Landratspräsident Jürg Degen und der Läufelfinger Gemeindepräsident Dieter Forter sind von "Pro Bahn Schweiz" für ihr Engagement zur Erhaltung des "Läufelfingerlis" mit dem Preis "Premio Pro Spez 2018" ausgezeichnet worden.

Steigende Bildungs- und Sozialkosten belasten das Ergebnis der Gemeinde Reinach, so dass für 2019 ein Defizit von 1,67 Millionen Franken budgetiert werden muss.

Olivier Aebi wird per 1. Februar 2019 neuer CEO des Basler Ingenieur- und Planungsunternehmens Gruner AG und Nachfolger von Kurt Rau ab, der die Gruner-Gruppe interimistisch leitet.

• Aufgrund einer umfassenden Kontrolle der Stadtgärtnerei müssen im Kanton Basel-Stadt 229 Bäume zum grössten Teil aus Sicherheitsgründen gefällt und ersetzt werden; die Liste der betroffenen Bäume wird im Kantonsblatt vom 10. Oktober publiziert.

Andrea Schenker-Wicki, die Rektorin der Universität Basel, ist durch den Universitätsrat für weitere vier Jahre bestätigt worden.

• Am 1. Oktober beginnen in Basel die Vorarbeiten für den Bau des unterirdischen Kunstmuseum-Parkings mit der Umlegung unterirdischer Leitungen.