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"Auch durch die Werkstatt": Neuer BVB-Direktor Baumgartner

"BVB sollen bestes ÖV-Unternehmen Europas werden"

Der Marketing-Mann Jürg Baumgartner wird neuer Direktor der "Basler Verkehrsbetriebe" und Nachfolger von Urs Hanselmann


Von Peter Knechtli


Der neue Direktor der "Basler Verkehrsbetriebe" (BVB) heisst Jürg Baumgartner. Der 44-jährige Betriebsökonom aus Ottenbach ZH will aus dem Basler ÖV-Betrieb das "beste öffentliche Transportunternehmen Europas" machen.


Jürg Baumgartner wird im Verlaufe des nächsten halben Jahres schrittweise Nachfolger von Urs Hanselmann, der nach über 14 Jahren in dieser Funktion bald in Pension geht. Dies gab BVB-Verwaltungsratspräsident Martin Gudenrath heute Freitagmorgen an einer Medienkonferenz in Basel bekannt. Baumgartner arbeitet seit vier Jahren als Marketingleiter des Zürcher Verkehrsverbunds und hat eine halbjährige Kündigungsfrist.

Verwurzelt mit Verkehrs- und Reisebranche

Der neue Chef über das 1'000-köpfige Tram- und Busunternehmen ist gelernter Kaufmann mit anschliessendem HWV-Studium der Betriebsökonomie. Derzeit ist er als Marketingleiter und Geschäftleitungsmitglied des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) tätig, das acht Transportunternehmen umfasst, zwei davon grösser als die BVB, wie Baumgartner in seinem ersten Statement vor den Medien heute Freitag erklärte. Erfahrungen sammelte er zuvor bei der Swiss International Airline und den Reiseunternehmen TUI und Kuoni.

Diese "langjährige und reichhaltige Management-Erfahrung im öffentlichen Verkehr, in der Aviatik und in der Reisebranche" sei eine "ideale Grundlage für die weiterhin erfolgreiche Erbringung eines modernen Mobilitätsservices für Basel und Umgebung".

Offen, zugänglich, kommunikativ

Der Zwei-Meter-Mann Baumgartner ist verheiratet und Vater dreier Kinder – zwei Söhne und eine Tochter im Alter von 13, 14 und 16 Jahren. Weil sich die Kinder in Bildung und Ausbildung befinden, will er seinen Wohnsitz vorläufig nicht in die Region Basel verlegen und Wochenaufenthalter werden. Vor den Medien schilderte er sich als naturverbunden und Liebhaber des Skifahrens, Wanderns, Mountainbikens und der Schweizer Berge.

Im ersten Kontakt mit OnlineReports vermittelte der künftige Mann im BVB-Führerstand einen offenen, zugänglichen und kommunikativen Eindruck. Er wolle einen partizipativen, kooperativen Führungsstil mit einem "offenen Ohr" pflegen und "auch durch die Werkstatt gehen".

Was weiss der Zürcher von Basel? "Dass Basel den besten Fussballclub der Schweiz hat", war seine erste spontane Antwort. Ausserdem habe er "in jungen Jahren im Jugendspiel getrommelt". "Als Tambour weiss man, dass der grösste Event das Basler Drummeli ist, an dem die besten Trommler der Schweiz zu hören sind." Auch das "Basel Tattoo" sei ein "Mega-Event, der seinesgleichen sucht". Das kulturelle Angebot sei "schweizweit einmalig". Diese Event-Gäste will Jürg Baumgartner künftig zu BVB-Kunden machen, indem er sie intensiver in seinen Marketing-Fokus nimmt.

Fliessender Übergang

Formeller Arbeitsbeginn ist der 1. Juli kommenden Jahres, doch sprachen sowohl Baumgartner wie Hanselmann, der seit September als Präsident des schweizerischen "Verbandes öffentlicher Verkehr" firmiert, von einem "fliessenden Übergang" mit Teilzeiteinsatz. Voll für die BVB in Funktion werde er kommenden Herbst sein, sagte Gudenrath.

Der Verwaltungsrat habe unter den 60 Bewerbungen der engeren Wahl mit Jürg Baumgartner jenen Kandidaten gefunden, "den wir uns gewünscht und erträumt haben".

Das wichtigste aktuelle Projekt des neuen BVB-Direktors ist die Trambeschaffung. Baumgartner wird dabei im sechsköpfigen "Entscheidungskomitee" sitzen und auch gleich den Vorsitz übernehmen. Die Ausschreibung erfolgt laut Gudenrath in den nächsten Wochen. Das Komitee wird nach der Evaluation dem Verwaltungsrat die Typenwahl beantragen.

Der "Easy Rider von Basel"

Baumgartner hat ambitiöse Pläne: "Die BVB sollen das beste öffentliche Transportunternehmen Europas werden." Stichworte dazu sind nicht nur ein modernes Management und eine Internationalisierung der Website, sondern mit dem neuen Tram auch mehr Kapazitäten, Taktverdichtungen, neue Buslinien und vor allem die Erschliessung neuer Kundenkreise durch "barrierefreies" Ein- und Aussteigen durch Niederflur und elektronisches Ticketing beispielsweise über Handys.

"Easy Ride" nennt sich das unkomplizierte, schon fast spielerische  Benutzen öffentlicher Transportmittel, die in so dichtem Takt fahren, dass kein Fahrplan mehr erforderlich ist. Jürg Baumgartner wird also sozusagen der "Easy Rider von Basel".

10. Dezember 2010



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zitierend
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Tja!

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Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Da die Prämien der obligatorischen Krankenversicherung in Basel-Stadt im kommenden Jahr um durchschnittlich 4,5 Prozent ansteigen, passt die Regierung die Prämienbeiträge des Kantons für Haushalte mit bescheidenem Einkommen im gleichen Umfang an.

• Für den 9. Basler Pop-Preis sind folgende Bands nominiert: Alma Negra (Electronic World Music, Basel), Audio Dope (Electronic Music, Basel), Schammasch (Avantgarde Metal, Liestal), We Invented Paris (Indie-Pop, Liestal) und
Zeal & Ardor (Black Metal/Gospel, Basel.

• Weil sich FDP und SVP nicht auf eine gemeinsame Kandidatur für die Ersatzwahl in den Stadtrat von Liestal einigen konnten und "alle offiziell Kandidierenden wählbar" sind, verzichtet die CVP auf eine Wahlempfehlung.

• Die Wettbewerbs-Kommission hat entschieden, den geplanten Zusammenschluss zwischen dem Universitätsspital Basel und dem Kantonsspital Baselland ohne Auflagen zu genehmigen.

Endress+Hauser übernimmt die deutsche IMKO Micromodultechnik GmbH mit Sitz in Ettlingen, einen Hersteller innovativer Systeme zur Feuchtemessung, und beschäftigt die 19 Mitarbeitenden weiter.

• Verhaftet wurde ein 25-jähriger Spanier, der dringend verdächtigt wird, am 10. September eine Frau im Basler Erlenmattquartier vergewaltigt zu haben.

• Bei der Einreise von Frankreich nach Basel wurde ein etwa 50-jähriger Bulgare erwischt, der 800 Gramm Kokain mit sich führte.

• Die 57-jährige Juristin und frühere Leiterin der Basler Sozialhilfe Nicole Wagner wird Mitglied der Stiftung Habitat, wo sie die zurücktretende Beatrice Oeri ersetzt. 

• Nachdem im Baselbiet die Initiative zum Ausbau des Hochleistungsstrassennetzes rechtsgültig zustande gekommen ist, hat sich das Initiativekomitee aufgrund der laufenden Arbeiten zu einem allfälligen Gegenvorschlag mit einer Unterbrechung der Behandlungsfrist bis maximal 30. September 2019 einverstanden erklärt.

• Die Baselbieter Apotheken dürfen neu – mit Auflagen – nicht nur Grippe-Impfungen, sondern auch weitere Impfungen und Folge-Impfungen durchführen.

• Ab 9. September ist die Umfahrung Liestal im Bereich des Ergolzviadukts wieder ohne Einschränkungen befahrbar.

• Der Kanton Basel-Stadt rechnet für das Jahr 2018 mit einem Budgetüberschuss von 138 Millionen Franken.

Gottlieb Keller, Mitglied der Konzernleitung und Chefjustitiar der Hoffmann-La Roche, hat in der Deutschen Botschaft in Bern das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten.

• Die Fraktion "Grünes Bündnis" des Bürgergemeinderats Basel nominierte Brigitta Gerber einstimmig für das Amt als Bürgerrätin.

• Den städtebaulichen Wettbewerb zur Bebauung des Felix Platter-Areals in Basel hat das Team Enzmann Fischer Partner AG / Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur und Städtebau GmbH gewonnen.

• Die Gemeinderäte der direkt betroffenen Gemeinden des Leimentals – von Binningen bis Burg – befürworten übereinstimmend den Bau der Tramlinie 17 über den Margarethenstich, da diese einen "klaren Mehrwert" darstelle.

Monique Juillerat, bisher als Mitglied der Geschäftsleitung von "familea" für die externe und interne Kommunikation verantwortlich, wird ab 1. September neue Kommunikations-Verantwortliche der Baselbieter Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion.

• Der Kanton Baselland verkauft das "Chuenimatt-Areal" der Bricks Group AG zur Realisierung des Konzeptes "Tri-innova", das eine schrittweise Entwicklung von unterschiedlich grossen Flächen für Dienstleistungs-, Labor-, Produktionsnutzungen sowie Co-working vorsieht.

Spitex Muttenz schliesst die Pflegewohnung Seminarstrasse per 30. November dieses Jahres.

• Die Schweizerischen Rheinhäfen (SRH) verkaufen ihren Anteil an der Rheinhafen-Gesellschaft Weil am Rhein an die Stadt Weil am Rhein.

• Das Rote Kreuz Basel eröffnet am 11. August einen neuen Secondhand-Kleiderladen im Kleinbasel, konkret: am Claraplatz.

• Der 47-jährige Ökonom Michael Harr, verheiratet und Vater zweier Kinder, übernimmt ab 1. August die Geschäftsleitung der Pro Senectute beider Basel.

• Die Basler Regierung legte die Abgeltung der Staatsgarantie durch die Basler Kantonalbank (BKB) für die Jahre 2017 bis 2020 auf jährlich 8,8 Millionen Franken fest.

• Mit Datum vom 1. Juli wird die Kunstkommission für das Kunstmuseum Basel vom Rechts-Professor Felix Uhlmann präsidiert, der den langjährigen Vorsitzenden Peter Mosimann ablöst.

• Die Basler Regierung hat der Bau- und Finanzgesellschaft Zum Greifen AG den Zuschlag für Bau und den Betrieb eines neuen Quartierparkings unter dem Landhof-Areal erteilt.

• Die von der UNICEF erst kürzlich rezertifizierte "kinderfreundliche Gemeinde" Riehen gibt ihr Wissen an 40 Bürgermeister aus Südkorea weiter, die die Basler Landgemeinde besuchen.

• Da der Vereinszweck erfüllt sei, hat die Generalversammlung den "Verein Kunschti Eglisee" am 16. Juni mit 30 zu 4 Stimmen aufgelöst.

• Nationalrat Christoph Eymann, der ehemalige Vorsteher des Basler Erziehungsdepartements, wurde als neues Mitglied in den Verwaltungsrat des Karger Verlags gewählt.

• Der Kanton Basel-Stadt führt eine neue, zusammenhängende Fussgängerorientierung ein, mit der sich ortsunkundige Gäste, aber auch Einheimische in Basel künftig durch neue Stadtpläne auf Stelen besser zurechtfinden sollen.

• Die kantonale Volksinitiative "Recht auf Wohnen" wurde mit bisher 3'188 gültigen Stimmen der Basler Staatskanzlei überreicht.

• Der Therwiler Gemeindepräsident Reto Wolf löst kommenden September Elisabeth Schneider-Schneiter im Präsidium der "Starken Region Basel/Nordwestschweiz" ab.

Dominik Prétôt, der frühere CEO von Telebasel, wird per 1. Januar 2018 mit einem 50 Prozent-Pensum neuer Informations-Beauftragter der Römisch-katholischen Landeskirche Baselland.