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"Ich mache gern vorwärts": Landschreiber-Kandidat Peter Vetter

Peter Vetter soll neuer Baselbieter Landschreiber werden

Findungskommission schlägt dem Landrat den Sozialdemokraten als Nachfolger von Alex Achermann vor


Von Peter Knechtli


Der promovierte Jurist und frühere Arlesheimer SP-Gemeinderat Peter Vetter (51, Bild) soll neuer Baselbieter Landschreiber und Nachfolger von Alex Achermann werden.


Diesen Vorschlag unterbreitet die sechsköpfige Findungskommission unter dem Vorsitz von SVP-Landrat Roman Klauser dem Baselbieter Kantonsparlament: Peter Vetter soll für die Amtsperiode vom 1. April 2014 bis 31. März 2018 als Erster Landschreiber gewählt werden. Für den Landschreiber-Posten hatten sich 32 Personen beworben.

Der Entscheid war erwartungsgemäss nicht einstimmig – und doch überraschend mutig. In der Schlussrunde befanden sich noch drei Kandidaten, unter ihnen auch der in seinem Umfeld als Favorit gehandelte Generalsekretär der Finanzdirektion, Mike Bammatter (FDP), erfahrener und vernetzter Administrator und lange Jahre die rechte Hand von Finanzdirektor Adrian Ballmer. Doch offenbar überzeugte mit dem als gemässigt geltenden Sozialdemokraten Peter Vetter ein offener und unabhängiger Aussenstehender eher. Wäre Bammatter schon mit der Mechanik der Baselbieter Politik vertraut gewesen, so wird sich Vetter als Privatwirtschafter – die Wahl durch den Landrat vorausgesetzt – auf einen Kaltstart in der Landeskanzlei vorbereiten müssen.

OnlineReports traf den Top-Kandidaten – Studienkollege des neuen Finanzdirektors Anton Lauber (CVP) – heute Donnerstag-Nachmittag kurz. Der erste Eindruck: Aufmerksam, kommunikativ, zupackend. "Ich mache gern vorwärts", sagte er beim Abschied.

Der Top-Bewerber ist "Generalist"

Damit, so heisst es im heute Donnerstag veröffentlichten Bericht, habe die Findungskommission "einen Generalisten" nominiert, "der neben den fachlichen Grundlagen einen abgerundeten Mix aus den hoch gewichteten Anforderungen Führungs- und Sozialkompetenz, Besonnenheit, Überzeugungskraft und Glaubwürdigkeit zu zeigen vermochte". Vetter ist in der Region aufgewachsen, verheiratet und Vater zweier Kinder.

Bei ihrem Entscheid habe die Findungskommision "Vetters fehlende Verwaltungserfahrung nicht als Nachteil" gewichtet: Durch seine vielfältigen Erfahrungen in diversen kantonalen und kommunalen Ämtern und aufgrund der Resultate des Assessments könne von ihm erwartet werden, dass er die Landeskanzlei dem Dienstleistungsauftrag entsprechend kompetent führen wird. Die vorab wichtigen persönlichen Eigenschaften sowie Führungs- und Sozialkompetenz bringe Peter Vetter mit.

Fasziniert von der "zentralen Schnittstelle"

Gegenüber OnlineReports sagte Vetter heute Donnerstagmorgen, ihn fasziniere den Posten des Landschreibers als eine "zentrale Schnittstelle der Baselbieter Politik". Und weiter: "Ich will mithelfen, die Baselbieter Politik wieder auf die Spur zu bringen".

Auf die Frage, ob er angesichts der aktuellen Führungsprobleme in der Baselbieter Landeskanzlei die Stelle informell schon vor dem 1. April antreten werde, meinte Vetter: "Wann ich das neue Amt antreten werde, wenn ich denn gewählt werde, ist noch nicht bestimmt. Ich werde darüber nach einer allfälligen Wahl Gespräche mit meinem aktuellen Arbeitgeber führen, wobei ich eine Lösung anstrebe, die für alle Seiten stimmt, da ich hier stets ausgezeichnet behandelt wurde."

Nach dem Jus-Studium an der Universität Basel absolvierte er verschiedene juristische Praktika und legte 1989 im Baselbiet das Advokatur-Examen ab. 1994 erwarb er an der University of San Diego den Master of Comparative Law, 1996 promovierte er an der Universität Bern.

Beruflich war Vetter als Jurist im Rechtsdienst einer Versicherung tätig sowie als Rechtsberater und Vertreter der Gesellschaft in einem Agrochemie-Konzern. Seit 14 Jahren wirkt er als Unternehmensleiter der auf Haftpflichtrecht spezialisierten Versicherungs-Genossenschaft VVST. Parallel dazu bildete er sich kontinuierlich weiter, insbesondere auch in den Bereichen Führung, Kommunikation und Risikomanagement.

In vielen Ämtern und Funktionen

Seit 2002 war beziehungsweise ist Vetter nebenamtlich in mehreren kantonalen und kommunalen Behörden tätig. Unter anderem wirkte er vier Jahre als Gemeinderat in Arlesheim. Aktuell ist Peter Vetter Mitglied des Baselbieter Enteignungsgerichts, des Verwaltungsrats der "SBB Insurance AG", Präsident des Schulrats der Sekundarschule Arlesheim-Münchenstein und Mitglied der Arlesheimer Rechnungsprüfungs-Kommission.

14. November 2013

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Patrick Huber wird im August neuer Geschäftsführer der Basler Bankenvereinigung (BBVg) als Nachfolger von Raphael Vannoni.
 
"Parterre Basel" ist die neue Pächterin des Basler Konzertlokals "Atlantis" am Klosterberg.

Ueli O. Kräuchi, Geschäftsführer des Verbandes Basellandschaftlicher Gemeinden (VBLG), gibt die Leitung der VBLG-Geschäftsstelle per 31. März 2019 altershalber ab.

• Das Bürgerspital Basel übernimmt per 1. Januar 2019 die Spektrum Werkstätte für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung der Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) Basel.

• Die Gewerkschaft Unia hat am 4. Juli 2'300 Unterschriften für das Referendum gegen längere Ladenöffnungszeiten eingereicht.

• Der Basler Gewerbeverband reichte zusammen mit den Parteien FDP und SVP, der "IG Lysbüchel" sowie verschiedenen Branchenverbänden das Referendum "gegen die Fehlplanung Lysbüchel" mit 2'972 Unterschriften ein.

Dominique Tellenbach, bisheriger Direktor der Berufsfachschule Basel, wird ab 1. Februar 2019 neuer Rektor der beiden Gewerblich-industriellen Berufsfachschulen Liestal und Muttenz.

Alexander Lenzlinger wird ab 1. August neuer Finanzchef der IWB und Nachfolger von Michael Ackermann, der eine längere berufliche Auszeit nimmt.

• Die Grünen Baselland folgten dem Vorstand und nominierten Isaac Reber für die Regierungsratswahlen 2019 (dritte Amtsperiode).

• Die Basler Grünliberalen lancieren in Riehen eine Petition zum Thema Kunststoff-Recycling, die sowohl in Riehen wie in Basel eingereicht wird.

• Seit 1. Juni ist Bettina Bühler als Nachfolgerin von Birgit Sachweh Geschäftsführerin des Frauenhauses beider Basel.

• Laut einer Studie des Versicherungskonzerns "Baloise" ist Fussball die "gefährlichste Sportart der Welt", da sich jeder vierte Sportunfall in dieser Gattung ereignet.

Anja Bandi übernimmt Anfang Juni von Marc Lüthi die Gesamtleitung der Abteilung Bestattungswesen der Stadtgärtnerei Basel.

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Erfolgreich verlief der ausserordentliche Sirenentest am 23. Mai in beiden Basel.

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