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"Mehr Zeit für Oper, Museen": Abtretender SP-Politiker Goepfert

Grossrat Daniel Goepfert: Eine SP-Ikone macht Platz

Zwei Monate nach seiner Wiederwahl macht er noch vor Legislatur-Beginn einer Frau Platz


Von Peter Knechtli


Sesselrücken bei den Basler Sozialdemokraten noch vor Beginn der neuen Legislaturperiode: Der langjährige Grossrat Daniel Goepfert will seinen Sitz Ende Januar frei machen für die 34-jährige Alexandra Dill, die erste Nachrückende des Wahlkreises Grossbasel West.


Die neue SP-Grossrätin (Bild), Mitglied des Kuratoriums und des Verwaltungsrats der "Markthallen AG Basel", befindet sich derzeit im Mutterschaftsurlaub. Die Mutter von drei Kindern, die Medienwissenschaften, Soziologie und Philosophie studiert hatte, trat erst dieses Jahr in die SP ein.

Der 59-jährige Gymnasiallehrer Goepfert zählt zu den einflussreichsten Köpfen seiner Partei. Von 1992 bis 2005 und von 2009 bis 2017 sass er während 21 Jahren im Basler Kantonsparlament, das er im Amtsjahr 2012/2013 präsidierte. Er war zwischen 1997 und 2001 Präsident der SP-Fraktion, von 1990 bis 1995 firmierte er als Präsident der SP Basel-Stadt. In dieser Funktion stützte er die Partei breiter ab, was ihr zu Wahlsiegen verhalf.

Zwei Weg weisende Vorstösse

Zu seinen parlamentarischen Höhepunkten zählt eine Interpellation aus dem Jahr 1992, die Ausgangspunkt gegen die Auslagerung der Messe Basel in die Grande Sablière im elsässichen Saint-Louis war und die Messe nach einigen Kämpfen dazu bewog, ihren Ausbau am bisherigen Standort im Kleinbasel zu planen.

Auch war es ein Anzug Goepferts im Jahre 2010, der verlangte, das Gebiet des Felix Platter Spitals für den genossenschaftlichen Wohnungsbau zugänglich zu machen. Im Oktober bewilligte der Grosse Rat den Bebauungsplan und die Umzonung, was nun genossenschaftliche Wohnungen und eine bessere Fussgängerverbindung vom Kannenfeldpark zum Bachgraben möglich macht.

Die Verzichtsgründe

Gegenüber OnlineReports sagte Goepfert, seine Gesundheit habe ihm "Warnsignale" gesandt, und es werde "immer schwieriger, Beruf und Politik unter einen Hut zu kriegen". Ausserdem freue er sich, "einer jungen engagierten Politikerin Platz machen zu können" und mehr Zeit für Oper, Museen und weitere kulturelle Tätigkeiten zu haben.

Gestern Mittwoch schickte er seinen Brief, in dem er die Nichtannahme der Wahl erklärt, an Grossratspräsidentin Dominique König.

Bernasconi zu FDP – Scharfe GLP-Kritik

Wie die Präsidien Luca Urgese (FDP) und Andrea Strahm (CVP) sowie SVP-Sekretär Joël Thüring gegenüber OnlineReports sagten, sind in ihren Parteien Mutationen vor Legislatur-Beginn nicht bekannt. Hingegen wird die bisher grünliberale Grossrätin Martina Bernasconi in die FDP und ihre Frakton überzutreten, da es der GLP nicht gelungen ist, eine Fraktionsgemeinschaft zu bilden. Die FDP wächst somit auf elf Mitglieder an, Martina Bernasconi ist die einzige Frau.

Die Grünliberalen Basel-Stadt "respektieren und bedauern den Entscheid". Der Vorstand hält aber auch "unmissverständlich fest, dass er opportunistische Parteiwechsel kurz nach den Wahlen verurteilt". Er entschuldigt sich im Namen der Grünliberalen Basel-Stadt bei den GLP-Wählenden im Wahlkreis Grossbasel-West für dieses Verhalten.

"Unlauter und eine Frechheit"

Die liberale Parteipräsidentin Patricia von Falkenstein findet "unglaublich, was im Moment abgeht". Zu OnlineReports meint sie: "Ich würde meinen Leuten vorher mächtig ins Gewissen reden!" Dieses Mutieren erachtet die LDP-Chefin als "unlauter und eine Frechheit den Wählenden gegenüber".

22. Dezember 2016

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"Ich habe ihm zwei Stimmen gegeben"

Goepfertelli und ich habe ihm zwei Stimmen gegeben. Frau Sylvia Schenker ist zumindest aufrecht.


Michael Przewrocki, Basel



"Sie machen, was sie wollen"

Habe bis jetzt immer gewählt, weil ich meinte, ich könne etwas bewirken. Denkste! Die Kandidatinnen und Kandidaten machen heute, was sie wollen. SP, Grüne und Konsorten, bitte kein Erstaunen, warum der Anteil der Nicht- und Rechts-Wählenden immer zunimmt! Man hat ja keine Wahl mehr!


Dieter Stumpf, Basel


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"Der Start glückte und der Flug landete ein paar Stunden später wieder sicher in New York."

Basler Zeitung online
vom 8. September 2017
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Worauf der landende Flug als Text-Flop aufflog.

RückSpiegel


Infosperber.ch geht in einem Kommentar über das "Dauer-Bashing" der Behörden durch die Medien auf die Konter-Position von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung nahm in ihrer Berichterstattung über den "Fall Wessels" auf einen OnlineReports-Kommentar Bezug.

Die Basler Zeitung, die BZ Basel, die SDA und die Badische Zeitung gingen auf den OnlineReports-Primeur über die Berufung des türkischen Basler Polizei-Assistenten gegen den Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ein.

20 Minuten online nahm die OnlineReports-News über die Basler verkehrs-Betriebe (BVB) an der Grenze ihrer Belastung auf.

Die BZ Basel und das Regionaljournal gingen aktuell auf die OnlineReports-Recherche über einen Manipulations-Versuch der BVB-Direktion im Vorfeld der Wahlen in die Personalkommission ein.

Barfi zog die OnlineReports-Story über die umstrittene Umnutzung des "FKK-Clubs" in ein Bordell an der Amerbachstrasse in Basel nach.

Der Landbote nahm die OnlineReports-Story über den Stromeinkauf der Gemeinde Muttenz beim Stadtwerk Winterthur auf.

Die OnlineReports-News über den Personalabbau auf der Basler Hauptpost wurde durch Telebasel aufgenommen.

Telebasel online ging in seinem Bericht über die SP-Prämieninitiative auf einen Kommentar von OnlineReports ein. 

Die Weltwoche zitierte in ihrem Bericht über den Basler Scharia-Befürworter Aziz Osmanoglu aus einem Gerichts-Bericht von OnlineReports.

Die Basler Zeitung berief sich in ihrem Bericht über die "Maulwurfjagd gegen Mitarbeiter der Basler Verkehrs-Betriebe" auf einen OnlineReports-Artikel.

Im Artikel über die Versetzung eines Kadermanns im Basler Jusitz- und Sicherheitsdepartement nimmt die Basler Zeitung auf eine OnlineReports-Recherche Bezug.

In den BaZ-Standpunkten des Schweizer Fernsehens nennt NZZ-Medienredaktor Rainer Stadler OnlineReports als Element der Basler Medienvielfalt.

Die Basler Zeitung und die Volksstimme zogen die OnlineReports-Nachricht über den Massen-Exodus aus der Parteileitung der FDP Baselland nach.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-News über die Wahl von Beatriz Greuter zur neuen "Birshof"-Direktorin auf.

Barfi
nahm im Bericht über Waschbären in der Stadt Bezug auf eine OnlineReports-Reportage über Waschbären, die Toronto bevölkern.

Die Volksstimme nahm die OnlineReports-Erstmeldung über den Tod des früheren FDP BL-Präsidenten und Untersuchungsrichters Ernst Heimann auf.

Barfi und die Basler Zeitung nahmen die OnlineReports-News über die Schliessung des Nobel-Restaurants "Schifferhaus" auf.

Die Basler Zeitung bezog sich in ihrer Nachricht über die Absage von Saskia Schenker als FDP BL-Präsidentin auf OnlineReports.

Die NZZ nennt Pionier OnlineReports in ihrem Beitrag über die Finanzierung von Online-Medien.

Die Basler Zeitung und die Basellandschaftliche Zeitung berichteten unter Bezugnahme auf OnlineReports über die Trennung der BVB von zwei Kaderleuten.

Das OnlineReports-Interview mit dem designierten FCB-Besitzer Bernhard Burgener nahmen die Fussball-Plattform 4-4-2.com, die Basellandschaftliche Zeitung und die Schweiz am Wochenende auf.

Telebasel berief sich in seinem Bericht über die Interpellation von "Basta"-Grossrat Beat Leuthardt über den designierten FCB-Präsidenten Bernhard Burgener auf OnlineReports.

Die Basler Zeitung berief sich in ihrer Meldung über Betriebs-Wegweiser-Posse auf OnlineReports.

Die Schweiz am Wochenende nahm eine OnlineReports-Story über den Gang der BVB ans Bundesgericht wegen einer Auflösung des Arbeitsverhältnisses auf.

In ihrem Bericht über den Streit um die schmale Treppe im neuen Gelterkinder Hallenbad bezogen sich die Basler Zeitung und die Volksstimme auf OnlineReports.

Die Basler Zeitung griff die OnlineReports-Recherche über markante bauliche Veränderungen im Nord-Teil des Basler "Dreispitz"-Areals auf.

Der schweizerbauer.ch nahm die OnlineReports-Meldung über das auf der Strasse erlegte Rind in Gelterkinden auf.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Endress+Hauser übernimmt die deutsche IMKO Micromodultechnik GmbH mit Sitz in Ettlingen, einen Hersteller innovativer Systeme zur Feuchtemessung, und beschäftigt die 19 Mitarbeitenden weiter.

• Verhaftet wurde ein 25-jähriger Spanier, der dringend verdächtigt wird, am 10. September eine Frau im Basler Erlenmattquartier vergewaltigt zu haben.

• Bei der Einreise von Frankreich nach Basel wurde ein etwa 50-jähriger Bulgare erwischt, der 800 Gramm Kokain mit sich führte.

• Die 57-jährige Juristin und frühere Leiterin der Basler Sozialhilfe Nicole Wagner wird Mitglied der Stiftung Habitat, wo sie die zurücktretende Beatrice Oeri ersetzt. 

• Nachdem im Baselbiet die Initiative zum Ausbau des Hochleistungsstrassennetzes rechtsgültig zustande gekommen ist, hat sich das Initiativekomitee aufgrund der laufenden Arbeiten zu einem allfälligen Gegenvorschlag mit einer Unterbrechung der Behandlungsfrist bis maximal 30. September 2019 einverstanden erklärt.

• Die Baselbieter Apotheken dürfen neu – mit Auflagen – nicht nur Grippe-Impfungen, sondern auch weitere Impfungen und Folge-Impfungen durchführen.

• Ab 9. September ist die Umfahrung Liestal im Bereich des Ergolzviadukts wieder ohne Einschränkungen befahrbar.

• Der Kanton Basel-Stadt rechnet für das Jahr 2018 mit einem Budgetüberschuss von 138 Millionen Franken.

Gottlieb Keller, Mitglied der Konzernleitung und Chefjustitiar der Hoffmann-La Roche, hat in der Deutschen Botschaft in Bern das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten.

• Die Fraktion "Grünes Bündnis" des Bürgergemeinderats Basel nominierte Brigitta Gerber einstimmig für das Amt als Bürgerrätin.

• Den städtebaulichen Wettbewerb zur Bebauung des Felix Platter-Areals in Basel hat das Team Enzmann Fischer Partner AG / Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur und Städtebau GmbH gewonnen.

• Die Gemeinderäte der direkt betroffenen Gemeinden des Leimentals – von Binningen bis Burg – befürworten übereinstimmend den Bau der Tramlinie 17 über den Margarethenstich, da diese einen "klaren Mehrwert" darstelle.

Monique Juillerat, bisher als Mitglied der Geschäftsleitung von "familea" für die externe und interne Kommunikation verantwortlich, wird ab 1. September neue Kommunikations-Verantwortliche der Baselbieter Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion.

• Der Kanton Baselland verkauft das "Chuenimatt-Areal" der Bricks Group AG zur Realisierung des Konzeptes "Tri-innova", das eine schrittweise Entwicklung von unterschiedlich grossen Flächen für Dienstleistungs-, Labor-, Produktionsnutzungen sowie Co-working vorsieht.

Spitex Muttenz schliesst die Pflegewohnung Seminarstrasse per 30. November dieses Jahres.

• Die Schweizerischen Rheinhäfen (SRH) verkaufen ihren Anteil an der Rheinhafen-Gesellschaft Weil am Rhein an die Stadt Weil am Rhein.

• Das Rote Kreuz Basel eröffnet am 11. August einen neuen Secondhand-Kleiderladen im Kleinbasel, konkret: am Claraplatz.

• Der 47-jährige Ökonom Michael Harr, verheiratet und Vater zweier Kinder, übernimmt ab 1. August die Geschäftsleitung der Pro Senectute beider Basel.

• Die Basler Regierung legte die Abgeltung der Staatsgarantie durch die Basler Kantonalbank (BKB) für die Jahre 2017 bis 2020 auf jährlich 8,8 Millionen Franken fest.

• Mit Datum vom 1. Juli wird die Kunstkommission für das Kunstmuseum Basel vom Rechts-Professor Felix Uhlmann präsidiert, der den langjährigen Vorsitzenden Peter Mosimann ablöst.

• Die Basler Regierung hat der Bau- und Finanzgesellschaft Zum Greifen AG den Zuschlag für Bau und den Betrieb eines neuen Quartierparkings unter dem Landhof-Areal erteilt.

• Die von der UNICEF erst kürzlich rezertifizierte "kinderfreundliche Gemeinde" Riehen gibt ihr Wissen an 40 Bürgermeister aus Südkorea weiter, die die Basler Landgemeinde besuchen.

• Da der Vereinszweck erfüllt sei, hat die Generalversammlung den "Verein Kunschti Eglisee" am 16. Juni mit 30 zu 4 Stimmen aufgelöst.

• Nationalrat Christoph Eymann, der ehemalige Vorsteher des Basler Erziehungsdepartements, wurde als neues Mitglied in den Verwaltungsrat des Karger Verlags gewählt.

• Der Kanton Basel-Stadt führt eine neue, zusammenhängende Fussgängerorientierung ein, mit der sich ortsunkundige Gäste, aber auch Einheimische in Basel künftig durch neue Stadtpläne auf Stelen besser zurechtfinden sollen.

• Die kantonale Volksinitiative "Recht auf Wohnen" wurde mit bisher 3'188 gültigen Stimmen der Basler Staatskanzlei überreicht.

• Der Therwiler Gemeindepräsident Reto Wolf löst kommenden September Elisabeth Schneider-Schneiter im Präsidium der "Starken Region Basel/Nordwestschweiz" ab.

Dominik Prétôt, der frühere CEO von Telebasel, wird per 1. Januar 2018 mit einem 50 Prozent-Pensum neuer Informations-Beauftragter der Römisch-katholischen Landeskirche Baselland.