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Bietet Zürich Angriffsflächen: Kulisse der Basler Altstadt

Echo vom "Kuhdorf": Was Basel aus der "Facts"-Polemik lernen könnte

Spitze Pfeile aus Zürich: Bedenklich sind vor allem die hysterischen Basler Reaktionen darauf


Von Peter Knechtli


Mit dem Hammer drosch das Zürcher Nachrichtenmagazin "Facts" auf Basel ein - und mit dem Zweihänder gaben die Basler zurück. So geführte Städte-Rivalitäten sind unfruchtbar: Sie führen zu Polarisierung und Rückzug. OnlineReports versucht im Schlagabtausch die Zwischentöne zu finden und zur Reflexion über die Befindlichkeit der Rhein-Metropole anzuregen.


Er sei ein "riesiges Arschloch", ein Nestbeschmutzer, donnerte es in Leserbriefen, sofort sollte er entlassen werden. Brutal, wie der in Basel lebende Journalist und frühere BaZ-Redaktor Jost Auf der Maur (Bild) für seine ungehobelte Kritik am "Kuhdorf" Basel, am brachialen und unerotischen Spiel- und Führungsstil des FC Basel und an den gesellschaftlichen Basler Eliten im Zürcher Magazin "Facts" zur Kasse kam. Der Beitrag verdarb tausenden aufrechten Bebbi die Festtage. Selbst ein Verleger konnte seinen Ärger über "diesen läppischen Artikel dieses läppischen Auf der Maur" nicht verbergen. Natürlich sollte es nicht bei dieser einen Polemik bleiben: Eine Woche darauf brachten es die "unverstandenen Basler" (Headline) sogar auf die "Facts"-Titelseite, auf der süsse Basler Leckerli in einem Fondue rührten.

Polit-Polemik als Kriegserklärung verstanden

Nun hat sich Grenadier Auf der Maur fraglos mit Angriffslust und gespitztem Griffel an sein Lieblings-Sujet Basel heran gemacht. Er hat Tabus gebrochen, Protagonisten der Kicker-Szene ungeschminkt mit unangenehmen Bewertungen konfrontiert und er hat - dies macht die explosive Mischung seiner Analyse aus - radikal die Befindlichkeit des führenden Basler Sportclubs mit dem Schicksal der Rhein- und Randmetropole Basel verknüpft. Aber erstaunlicher als der Schuss vor Basels Bug waren die Antworten darauf: 400 messbare Reaktionen trafen auf der Zürcher Redaktion ein, in überwältigendem Ausmass militant gegen den Autor und seine Thesen gerichtet. René C. Jäggi, Präsident des FC Basel, demonstrierte in einem offenen Brief umgehend Gelassenheit. Doch in Wahrheit kochte er derart vor Wut, dass er öffentlich sein "Facts"-Abonnement aufkündigte. Dabei hätte Jäggi den Beitrag zur Kenntnis nehmen und zur Tagesordnung übergehen können. Würden nämlich die FCB-Fans seinem Beispiel folgen, müssten sie schon beim nächsten Formtief der Mannschaft davon laufen. Allen Negativ-Reaktionen war eines gemeinsam: Der beleidigte Tenor der verletzten Volksseele. Den Fakten hat kaum einer widersprochen.

Nun wird "Facts" in Basel nicht als ein nationales Nachrichten-Magazin wahrgenommen, sondern vor allem als ein Zürcher Medienprodukt, das sich gelegentlich auch als Kampfblatt geriert - vor allem und insbesondere gegen Zürichs grösste wirtschaftliche Konkurrenzregion Basel. Dies erklärt, dass die publizistische Polit-Polemik als regionalpolitische Kriegserklärung aufgefasst und mit dem Ziel in Verbindung gebracht wird, die - faktisch zwar nie wirklich gefährdete - wirtschaftliche Vormachtstellung Zürichs nach dem Swissair-Debakel wieder herzustellen. Besonders empfindlich sind die Basler auf Zürcher Papier-Angriffe, seit die Basler Mediengruppe durch den Verkauf des Jean-Frey-Verlags den Status einer landesweit wirksamen publizistischen Macht einbüsste, was als zusätzliche Schmach empfunden wird.

"Basler Zeitung" prägte Debatten-Kultur

Doch selbst unter diesen Umständen drängt sich die Frage auf, weshalb die Basler auf Kritik aus Zürich mit derart überdrehter Verletzlichkeit reagieren, wogegen umgekehrt auch Basler Presseprodukten die Kanone kaum je Richtung Zürich in Stellung gebracht wird. Ausgerechnet die Basler, deren gnadenloser Spott während drei Fasnachtstagen im Jahr - im Austeilen wie im Einstecken - Kern ihrer Identität zu sein scheint, lassen sich durch einen Presseartikel zu einer kollektiven Hysterie provozieren. Dabei haben bestenfalls ein halbes Dutzend Redaktoren den Entscheid gefällt, das Basler Thema in der jetzigen Variation zu präsentieren, und nicht eine Volksmehrheit. Die Flut an gröbsten emotionalen Regungen war somit mindestens teilweise eine Bestätigung der früher schon von andern Medien wie dem "Spiegel" - dessen damaliger SchweizerKorrespondent Jürg Bürgi waschechter Basler ist - vertretenen These, dass die Basler an der Fasnacht ihren "Weltschmerz zelebrieren".

Dieser Weltschmerz, verbunden mit Gefühlen der Bedrohung, als randständige Region gegenüber dem zentralistischen Konzept um Zürich zu unterliegen, mag ein Grund sein, weshalb Basel seine ganze Fähigkeit zur Betroffenheit auf einen einzigen Zeitungsartikel zu fokussieren vermag. Insofern schliesst Basel angesichts der Zürcher Presse- und Swissair-Attacken tatsächlich seine Reihen, wie die sozialdemokratische Nationalrätin Anita Fetz meint.

Möglicherweise wäre aber auch die Frage zu stellen, ob Reihenschliessen im Kampf um die wirtschaftlichen Spitzenplätze eine Erfolg versprechende Strategie ist, und wer die Neigung zum Reihenschliessen in den letzten Jahren gefördert hat. Sicher hat Basel nach der Zeitungs-Fusion im Jahr 1978 nicht an Fähigkeit gewonnen, sich gelassen und in Ruhe mit Kritik auseinander zu setzen. Es besteht kein Zweifel, dass der publizistische Wettbewerb, der zuvor herrschte, die Debattierlust und die Kritikfähigkeit immer wieder aufs Neue angeregt hat. Dass diese Debattierlust und die Bereitschaft, sich mit andern Meinungen ernsthaft auseinander zu setzen, heute Hochkonjunktur hat, kann niemand ernsthaft behaupten. Einzelne Beobachter stellen innerhalb des politischen Basel gar eine "Narkotisierung" fest. Zwar trifft zu, dass der politische Werteverlust andere Regionen genauso heimsucht, und dass die "Basler Zeitung" durchaus auch mal kritisch mit Autoritäten vorwiegend subalterner Rangordnung umgeht. Aber ebenso offensichtlich ist, dass ab einer bestimmten hierarchischen Höhe Schonung angesagt ist oder - zwischen Regierungsrat, Chemiemanager und Filmproduzent Arthur Cohn - die Schonung gar der Huldigung weicht. Und von da bis zur Nomenklatura als geschlossene Gesellschaft ist es nicht mehr weit.

Einige Merkwürdigkeiten der letzten Zeit

So gäbe es in einer städtischen Debatte immer wieder Anlass, mit der exzessiven Hingabe der "Kuhdorf"-Kontroverse über einige Merkwürdigkeiten der jüngsten Zeit nachzudenken, die es auch noch gibt. So sind zwar die weltweit beachteten Leistungen der Achitekten Herzog & de Meuron in keiner Weise anzutasten. Dennoch ist erstaunlich, dass die Branchenstars mittlerweile wie selbstverständlich beanspruchen, bei prestigeträchtigen Projekten wie dem Kunstmuseums-Erweiterungsbau sich den Niederungen eines lokalen Wettbewerbs nicht mehr stellen zu müssen, als gäbe es in Basel ausser ihnen keine herausragenden Entwerfer mehr. Wer eine Demeuronisierung der Stadtarchitektur voran treibt, neutralisiert alle andern Talente - die jungen erst recht. Ein weiteres Beispiel: Es kann nur mit der totalen Identifikation erklärt werden, dass im Verlauf einer Unterschriftensammlung zugunsten des Basler Flugpioniers und Crossair-Gründers Moritz Suter keine mediale Stimme rechtzeitig deutlich genug davor warnte, dass diese rührige Aktion der 50'000 ausser enormer Frustration nichts weiter bewirkte, weil sich nämlich Suter mit dem Rücktritt längst arrangiert hatte und seine Kaltstellung irreversibel war.

Ähnlich erstaunlich ist, wie wenige politische und publizistische Autorität sich dagegen wendet, wenn FCB-Anhänger in der "Muttenzer Kurve" rudelweise beleidigende und strafrechtlich fassbare Parolen gegen den gegnerischen Torhüter skandieren. Wer dem FCB-Präsidenten die Frage nicht oft genug stellt, wie er diesen groben Unfug abzustellen gedenke, braucht sich nicht zu wundern, wenn auswärtige Kommentatoren etwas präziser hinter die Kulissen des neuen Fussballstadions St. Jakobspark leuchten. In Basel werden häufig Fragen erst gestellt, wenn Antworten schon dringlich wären.

Journalismus als Standort-Marketing

In den zwanzig Jahren ihres faktischen Monopols vor Aufkommen der Online-Medien hat die "Basler Zeitung" im Bewusstsein der wirtschaftlichen und politischen Elite auch eine grundlegende Gesetzmässigkeit geprägt: Dass die Medien ein Instrument standortpolitischer Interessen zu sein und alles zu unterlassen haben, was sie beeinträchtigen könnte. Die grösste Zeitung der Region hat weitgehend auch den Kommunikations-Standard im öffentlichen Bereich gesetzt: Die Gewohnheit, wo wie gesprochen, und wo weshalb geschwiegen wird.

Unvergesslich entlarvend waren Äusserungen des damaligen Regierungsrats Eugen Keller, der in den achtziger Jahren kritische Berichte über die beinahe in den Konkurs führende Finanzierung der "Grün 80" im Grossen Rat mit der Bemerkung quittierte, der Medienschaffende habe seine Recherchen "in offensichtlicher Verkennung der regionalen Interessenlage" betrieben - gerade so, als sei Standort-Marketing die journalistische Hauptaufgabe. Die Beispiele liessen sich vermehren bis in die heutige Zeit, in der Novartis-Chef Daniel Vasella gegenüber der "Financial Times" offenbarte, er habe beschlossen, mit "gewissen Schweizer Medien nicht mehr zu sprechen". Wer solche Kommunikationskonzepte für erfolgversprechend hält und die Gesprächsbereitschaft offensichtlich an Gehorsam knüpft, missversteht nicht nur die Rolle der Medien fundamental, er begibt sich mit seinem Anachronismus letztlich selbst in die Isolation. Bestes Standort- und Firmenmarketing besteht in einer offenen Gesellschaft.

Die Chancen eines neuen Ansatzes

Daraus abzuleiten, Zürich biete diesbezüglich paradiesische Verhältnisse, wäre verfehlt. Auch die Zürcher Medien parieren, oder zeigen zumindest branchenunübliche Geduld, wenn der Ausnahmezustand droht. So blieb die Zürcher Regierung während des Swissair-Debakels monatelange vor kritischen Medienfragen geschützt in Deckung. Anderseits konnte der kompetenteste Swissair-Kritiker Sepp Moser seine ätzende Kritik an der Swissair-Geschäftspolitik immerhin in Zürcher Medien während Jahren unbehelligt anbringen. Ein Basler Sepp Moser wäre nicht denkbar. Weil dazu die klimatischen und kulturellen Voraussetzungen nicht gegeben sind. Im langjährigen Quervergleich pflegen die Zürcher Medien eine deutlich kritischere Lokalkultur als jene in Basel. Auffällig ist ebenso, dass Basler Journalisten häufig in Zürcher Medien Episteln über Basel schreiben - offenbar, weil ihnen hier das geeignete Gefäss nicht zur Verfügung stand.

Jost Auf der Maur, gebürtiger Sankt Galler, ist keineswegs der einzige Zugezogene, der diese Stadt in einer ambivalenten Art liebt und sie gleichzeitig scharf mustert. Auch der im Aargau aufgewachsene Schriftsteller Hansjörg Schneider diagnostizierte Basel in seinem jüngsten "Hunkeler"-Roman ("Tod einer Ärztin") als eine Stadt, "in der Reichtum nicht Glück schenkte, sondern seelische Not". Eine Stadt, in der "die Leute nicht lebten, wie sie wollten, sondern wie sie leben zu müssen glaubten". Fremde würden in Basel "nicht schikaniert, sondern schlicht übersehen".

Q-Dorf statt "Kuhdorf"

Solche Sätze sind An-Sätze einer Rollenüberprüfung: Basel sollte besser lernen, Kritik als Hefe im Teig der regionalen Entwicklung zu begreifen, und nicht als Kriegserklärung. Statt die Reihen zu schliessen, könnte es ganz im Sinne ihres integrationspolitischen Ansatzes der Schweiz eine neue Kritik-Kultur vorführen, ohne bei jedem Einwand sofort die Freund-Feind-Frage zu stellen. Ansätze eines solchen Dialogs sind in Wirtschaft und Politik spürbar. Auch an der Spitze der Basler Mediengruppe beispielsweise sind neue Kapitäne wie Matthias Hagemann und Beat Meyer am Werk, die nicht jede kritische Frage gleich als Beleidigung empfinden. Basel braucht eine neue Dialog-Kultur, die das Gemeinsame sucht und nicht das Trennende. Auf dieser Basis könnte nicht nur die "Kuhdorf"-Breitseite mit Gelassenheit überdacht, sondern das nach wie vor vorhandene immense wirtschaftliche und kulturelle Potenzial besser ausgeschöpft werden. Denn Basel ist in der Tat ein Q-Dorf. Q wie Qualität.

7. Januar 2002


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"Eine ausgezeichnete Analyse"

Grosses Lob für den Text über verletzte Basler Befindlichkeiten - eine ausgezeichnete Analyse und die richtige Anwort auf die völlig unverständliche Hysterie zum Auf der Maur-Text. Es gibt auch Basel-Liebhaber, die auf diesen gelassenen Diskussionsbeitrag gewartet haben!


Daniel Gerny, Basel



"unglücklich war die art und weise"

ich weiss zwar nicht, ob ich weltoffen bin, aber offen genug, dass ich es als student bis nach bern geschafft habe und dass ich auch schon in zürich war, als der fcb nicht gerade spielte. scheinbar gibt es immer noch einige, die nicht begriffen haben, worum es in der basler kritik am facts-artikel (jedenfalls so, wie ich die ernstzunehmenden stimmen verstehe) geht. es ist nicht die kritik als solche, welche die basler, wie auch in ihrem artikel erwähnt, normalerweise nicht so in rage bringt (es gibt gar viele basler, die es überhaupt gar nicht interessiert, was die "schweizer" denken oder sagen). es ist die art und weise dieses bissigen artikels, die als nicht sehr glücklich angesehen wird.


fabian vetsch, bern



"Es bleibt garantiert alles beim Alten"

Gratulation! Peter Knechtlis Kommentar zur Facts-Kontroverse ist etwas vom Besten, was man in letzter Zeit zum Thema Basel und über den BaZ-Monopolog lesen konnte. Das Tragischste an dieser Situation ist ja, dass die BaZ-Verantwortlichen die Tatsache ihres Print-Meinungsmonopols partout nicht einsehen wollen - womit sich die Katze in den Schwanz beisst und garantiert alles beim Alten bleibt. Festzuhalten bleibt allerdings auch die traurige Tatsache, dass es damals leider nicht gelang, mit der "Neuen Zeitung" eine Print-Alternative aufzubauen. Umso dankbarer sind wir heute den kritischen Online- und Radio-Stimmen.


Dieter Stumpf, Basel



"Unzulässige Vereinfachung"

Der liebe Jost auf der Maur hat einen glänzenden Schreibstil und nutzt ihn genüsslich. Er findet auch immer wieder ein Körnlein Wahrheit und schält es treffend heraus. Das Problem fängt dort an, wo er die verschiedenen Körnlein zu Thesen und dann zu Wahrheiten verbindet. Das tönt zwar sehr spannend, ist aber eine unzulässige Vereinfachung. Die Menschen sind zu verschieden und doch alle gleich. Die normale Reaktion auf solche Berichte ist kollektive Wut. Gescheiter wäre die Suche nach dem Körnlein, und dann - lächeln bitte.


Klaus Kocher, Aesch



"Als iberdriibene 'Lokaal-Patriotismus' abgstämplet"

Yych dängg die groossi Differänz zwische Basel und Ziiri isch d "Liebi" zer aigene Stadt. Vo Ziiri wiird vyyl iiber der iberdriibeni "Lokaal-Patriotismus" vo de Basler gfluecht. Doch find yych, dass grad daas seer loobenswäärt isch. Denn die allgemaini Glyychgiltigkait isch doch ains vo de groosse Brobleem vo der hittige Zyt. Und ganz eerlig, wie sell me denn doodergeegen eppis mache, wenn me sich nit emool fir die aigeni Regioon interessiert?

 

Dass Basel nit berait isch, sich stillschwyygend hinter Ziiri aazstelle, sondern sich weert, schyynt dääne grefftig Buuchwee z mache. S isch halt scho so, wie letschti in der BaZ gstanden isch, dass d Ziircher gäärn s Gfyyl hänn, dass alles, was fir Ziiri guet isch, au der Nation nitzt, und wenn sich epper dergeegen uffläänt wiird daas als iberdriibene "Lokaal-Patriotismus" abgstämplet.


Patrick Bischoff, Muttenz



"Ein schlechter Ruf ist schwer loszuwerden"

Ein guter Artikel, den Sie da verfasst haben. Einige der Reaktionen auf den "Facts"-Artikel waren wirklich äusserst fragwürdig. Im Gegensatz zu Ihnen las ich bei der Mehrheit aber das heraus, was wirklich das Problem war. Es ging überhaupt nicht um den Inhalt. Es ging um die Art und Weise, wie mit Halbwahrheiten, Blödsinn (Fasnacht erst seit 100 Jahren) und Beleidigungen gefüllt ein Artikel in einer Zeitschrift landen soll, die gemäss eigenen Ansprüchen das 'Spiegel'-Pendant in der Schweiz sein soll. Dass Kacke Fliegen (diverse primitive Reaktionen im Forum dieses Blättchens) anzieht, ist ebenso sonnenklar.

 

Dass die Macher des Blättchens tatsächlich nichts von der Materie begriffen haben, zeigt der aktuelle Artikel in der 'Fondue'-Ausgabe. Ob der Artikel nun von einem Heftchen aus Zürich, Bern, St. Gallen, Genf oder sonstwo kam, ist für mich total irrelevant. Natürlich ist es kaum überraschend, dass es ein Zürcher Magazinlein war. Dem Klischee zufolge sind es die Freunde aus der Zwinglistadt, welche der Schweiz vorturnen und es nicht ausstehen können, wenn eine Stadt anders tickt (sorry, Basel tickt nun mal anders). Warum sich die Basler unverstanden und mit dem Rücken zur Schweiz fühlen sollen, ist mir allerdings schleierhaft. Ist doch eher so, dass Beliebtheitsumfragen im Lande zumeist Berner ganz oben stehen haben, und die Zürcher ganz unten. So ein schlechter Ruf ist halt schwer loszuwerden.

 

Wie auch immer, nachdem es halt wieder einmal Zürcher waren, die sich wie ein Elefant im Porzellanladen benahmen, muss man sich über die erwähnten Reaktionen (die durchaus nicht nur aus Basel kamen) nicht wundern. Wir Basler sind uns durchaus bewusst, dass wir als Basler (und Schweizer) auf der Weltkarte ein Fliegenschiss sind, aber ich glaube, einigen Herren ennet dem Bözberg täte diese Erkenntnis halt doch allem auch sehr (Rainer E) gut.


Stephan Häfliger, Münchenstein



Fürchtet "Flop Zürich" eine Wachtablösung?

Mit grossem Interesse habe ich Ihren Artikel gelesen. Die von Ihnen indirekt angebrachte Kritik an Basel ist absolut verkraftbar und wird auch in Basel niemandem schlaflose Nächte bereiten. Deshalb verstehe ich nicht ganz, warum auswärtige uns als "kritikunfähig" ansehen. Ich denke auch Basler können sehr gut mit Kritik umgehen, vielleicht sogar besser als die besagten selbstzufriedenen Bürger ennet dem Bözberg in "Downtown Switzerland". Dieser "Facts"-Artikel war einfach der Tropfen auf dem heissen Stein aus einer Reihe von "antibaslerischen" Artikeln aus der Zürcher Schreiberzunft. Vielmehr frage ich mich, warum ausgerechnet Zürich dermassen Geschütz auffährt in letzter Zeit. Haben die vielen wirtschaftlichen Pleiten ihre Wunden hinterlassen und das Selbstwertgefühl der Downtown Schweizer dermassen angekratzt, dass sie es nötig haben, derartiges zu tun. Fürchtet "Flop Zürich" eine Wachtablösung? Früher waren wir den Zürchern doch gleichgültig, ja meistens sogar sympatisch, heute interessieren sich die Zürcher anscheinend mehr für uns Basler als umgekehrt. Solange die Kritik konstruktiv ist, darf von mir aus gesehen jeder Kritik an allem ausüben - auch an uns Baslern.


Guido Briccos, Basel



"die basler sind sehr selbstkritisch"

mit ihrem artikel habe ich keine probleme, denn mit kritik kann ich und vermutlich die meisten basler umgehen. nur muss sie einigermassen konstruktiv sein. mit dem begriff "kuhdorf" kann ich nichts anfangen. ja, man kennt sich in basel, es ist ruhiger als in zürich, familärer, aber das hat nichts mit dorf zu tun, sondern mit dem gemüt der basler. ich lebe als basler seit einigen jahren in zürich. was mir hier auffällt, ist die hektik und die distanz.

 

nun zu einigen fakten. die langzeitarbeitslosigkeit in zürich so hoch wie nirgends sonst, das wirtschaftswachstum in basel ist in den letzten zehn jahren höher gewesen als in zürich und die stundenproduktivität ist in basel ebenfalls höher. nun werden die basler deswegen nicht ein jubelgeschrei anfangen, denn so wie ich sie kenne, sind die basler sehr selbstkritisch und versuchen, das erreichte noch zu verbessern. bei den zürchern fiel mir auf, dass sie sich schnell mit dem erreichten zufrieden geben und sich damit brüsten. auch das hat seine vorteile, kann aber auch gefährlich sein.

 

der fussball ist erfolgreich, jetzt wollen wir auch noch schönen fussball sehen. gross ist auf dem weg dahin. erfolglos war der fussball in basel vor ein paar jahren. jetzt nicht mehr. die muttenzer kurve kann primitiv sein, ja. aber gehört das nicht zum fussball? das mit den torhütern gibt es schon seit jahren, seit ich fan bin, nur hat sich bisher niemand dran gestört. jetzt, just in dem moment, in dem weniger primitive sprüche auftauchen, wird darüber debatiert. das "jehle ist nervös" ist nicht primitiv, sondern subtil und hat auch wirkung gezeigt. dass die fans versuchen, die spieler oder schiris zu beeinflussen ist legitim und gehört zum fussball. schliesslich können die fans der 12. mann sein.

 

als ich nach zürich kam, mit sehr kurzen haaren, meinem basler dialekt und meinem fcb-fan-bekenntnis, musste ich regelmässig mehr oder weniger ernst gemeinte kommentare zu meiner politischen ausrichtung anhören. das wort "nazi" fiel des öfteren, obwohl ich überhaupt nichts gegen ausländer habe und aus der stadt komme, in der mehr als 30 prozent ausländer wohnen.

 

noch ein wort zur fasnacht. unsere schnitzelbängg sind ironisch, entbehren nie einer gewissen wahrheit, sollten aber klar verständlich auch komisch sein. das gelang dem herrn auf der maur leider nicht. vielleicht sollte er mal mit der "striggede" an einen tisch sitzen.


christian hufschmid, zürich



"Dringend nötige kritische Analyse"

Bravo Peter Knechtli für diese kritische Analyse, die dringend nötig war. Es ist zu hoffen, dass die Bereitschaft zur kritischen Analyse dadurch etwas geweckt wird.


Xaver Pfister, Basel


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"'Fischer, nie eine vo uns!!!': Mit diesen Worten auf einem Transparent im Joggeli wurde Marcel Fischer im Juni 2015 von den FCB-Supportern empfangen."

20 Minuten online
vom 2. August 2018
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Ob einer oder keiner von uns – ob Marcel Fischer oder Urs Koller: spielt eh alles keine Rolle mehr.

Veranstaltungs-Hinweis


BÜRGERGEMEINDE-TAG IM BASLER STADTHAUS
Die Bürgergemeinde der Stadt Basel lädt zum Bürgergemeinde-Tag: Besuchen Sie die Ausstellung zum Wettbewerb «Innovation Basel» und verweilen Sie bei Speis, Trank und Sound von u.a. «Flagstaff» im schönen Innenhof.
Samstag, 18. August, 10–16 h | Stadthausgasse 13
 

RENDEZ-VOUS MIT STADTBIENEN
Kommen Sie mit, zu einem Rendez-vous mit den Stadtbienen von Basel.
Am 4. September um 18 Uhr beim Eingang Gundeldingerfeld.
Es erwartet Sie ein spannender anderthalb stündiger, moderierter Spaziergang mit dem Stadtimker Andreas Seiler und Dani von Wattenwyl. Unkostenbeitrag CHF 25 inkl. Snack und Getränk. Eine Begleitperson ist gratis!
www.sinnierenundflanieren.ch

Frisch pubertiert

Küssen, nicht spucken!
RückSpiegel


In der Meldung über das neue Basler Nachrichten-Portal "Prime News" bezogen sich die BZ Basel, Nachrichtenagentur SDA und das Branchenmagazin Persönlich auf OnlineReports.

Das SRF-Regionaljournal bezog sich in seiner Meldung über die Selbst-Vergiftung des Basler Museumsdirektors Michael Kessler auf OnlineReports.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-News über den Streit der Basler SVP mit ihrem Grossrat Patrick Hafner über Ausstände bei den Mandatabgaben auf.

Das SRF-Regionaljournal und die Schweiz am Wochenende nahmen auf die OnlineReports-Recherche über den durch die Suva verfügten Baustopp am neuen Werkhof in Sissach Bezug.

Die WochenZeitung verweist darauf, dass textfokussierte Nachrichtenportale wie OnlineReports gemäss dem Entwurf des neuen Bundesgesetzes über elektronische Medien nicht in den Genuss einer Bundesförderung kämen.

20 Minuten
entlarvte die von OnlineReports vermeldete Besetzung des Gewächshauses auf dem Dreispitz-Lok-Depot als Scheinbesetzung.

Die Basler Zeitung nahm in ihrem Bericht über den Rückzug des potenziellen Baselbieter FDP-Regierungs-Kandidaten Daniel Recher Bezug auf OnlineReports.

20 minuten online
bezog sich im Bericht über die Email-Affäre um Joël Thüring auf OnlineReports.

Die BZ Basel nahm in ihrer Meldung über Christian Kellers Abgang bei der "Basler Zeitung" Bezug auf eine vorangegangene Nachricht in OnlineReports.

Barfi.ch
und die Gundeldinger Zeitung zogen die OnlineReports-Meldung über den Velofriedhof am Basler Bahnhof SBB weiter.

Die OnlineReports-Erstnachricht vom Tod des ehemaligen Basler Regierungsrates Lukas "Cheese" Burckhardt wurde von Barfi.ch, der BZ Basel, die Basler Zeitung, vom SRF-Regionaljournal und von der Nachrichtenagentur SDA aufgenommen.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Meldung über die Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft zum Urteil gegen den Basler Datenschnüffler-Polizisten auf.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über den Einbürgerungs-Streit der drei baselstädtischen Bürgergemeinden mit dem Kanton Basel-Stadt und den Gang ans Bundesgericht nach.

Die Schweiz am Sonntag schrieb eine OnlineReports-Nachricht über die rechtlichen Schritte der Wirtschaftskammer Baselland gegen die "Basler Zeitung" ab.

In ihrem Artikel über Markus Ritters Abgang aus dem Basler Präsidialdepartement bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

20 Minuten, die BZ Basel, theworldnews.net, die Basler Zeitung, die Tageswoche, die Bauernzeitung und Telebasel nahmen die OnlineReports-Story über das gescheiterte Projekt von "Urban Farmers" in Basel auf.

Die BZ Basel, die Basler Zeitung und das Regionaljournal zogen die OnlineReports-Meldung über die Schliessung der Basler Buchhandlung "Narrenschiff" nach.

Die Basler Zeitung nahm die OnlineReports-Nachricht vom Tode des früheren BLKB-Bankrats-Präsidenten Werner Degen auf.

In ihrem Bericht über die "FDP Baselland auf seltsamen Wegen" (Schlagzeile) nimmt die Basler Zeitung zentral auf einen OnlineReports-Primeur über den neu auftauchenden Namen Daniel Recher Bezug.

Die Kommentar-Plattform Infosperber geht auf die Berichterstattung von OnlineReports zum Mord an Martin Wagner ein.

In ihrem Kommentar zu "Lukas Engelberger, der Pressezensor" nimmt die Basler Zeitung eine Metapher ("medienrechtliche Namesburka") von OnlineReports auf.

InsideParadeplatz.ch empfahl den Lesern die Lektüre des OnlineReports Porträts des getöteten Medienanwalts Martin Wagner.

Die OnlineReports-Erstnachricht über den gewaltsamen Tod des Basler Wirtschaftsanwalts Martin Wagner in Rünenberg haben unter anderen der Tages-Anzeiger, BZ Basel, Le Temps, Tageswoche, 20 Minuten, Watson, Telebasel, die Volksstimme, der Blick und nau.ch aufgenommen.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Nach zwei Jahren wechselt in Basel-Stadt das Präsidium der Fraktion "Grünes Bündnis" wieder von "Basta" (Beatrice Messerli) zu den Grünen (Jürg Stöcklin).

Pierre Lavielle, der Präsident des EuroAirport-Verwaltungsrats, ist am 2. August unerwartet gestorben.

• Verschiedene Baselbieter Gemeinden wie Therwil oder Gelterkinden haben aufgrund der Trockenheit ein totales Verbot des Abbrennens von jeglichen Feuerwerkskörpern (Raketen, Vulkane, Heuler usw.) erlassen, bevor auch der Kantonale Krisenstab ein generelles Verbot aussprach.

• Der Riehener CVP-Einwohnerrat Patrick Huber tritt von seinem Amt als Vizepräsident der Basler CVP und als Leiter der Arbeitsgruppe Wirtschaft auf Ende Juli zurück.

Patrick Huber wird im August neuer Geschäftsführer der Basler Bankenvereinigung (BBVg) als Nachfolger von Raphael Vannoni.
 
"Parterre Basel" ist die neue Pächterin des Basler Konzertlokals "Atlantis" am Klosterberg.

Ueli O. Kräuchi, Geschäftsführer des Verbandes Basellandschaftlicher Gemeinden (VBLG), gibt die Leitung der VBLG-Geschäftsstelle per 31. März 2019 altershalber ab.

• Das Bürgerspital Basel übernimmt per 1. Januar 2019 die Spektrum Werkstätte für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung der Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) Basel.

• Die Gewerkschaft Unia hat am 4. Juli 2'300 Unterschriften für das Referendum gegen längere Ladenöffnungszeiten eingereicht.

• Der Basler Gewerbeverband reichte zusammen mit den Parteien FDP und SVP, der "IG Lysbüchel" sowie verschiedenen Branchenverbänden das Referendum "gegen die Fehlplanung Lysbüchel" mit 2'972 Unterschriften ein.

Dominique Tellenbach, bisheriger Direktor der Berufsfachschule Basel, wird ab 1. Februar 2019 neuer Rektor der beiden Gewerblich-industriellen Berufsfachschulen Liestal und Muttenz.

Alexander Lenzlinger wird ab 1. August neuer Finanzchef der IWB und Nachfolger von Michael Ackermann, der eine längere berufliche Auszeit nimmt.

• Die Grünen Baselland folgten dem Vorstand und nominierten Isaac Reber für die Regierungsratswahlen 2019 (dritte Amtsperiode).

• Die Basler Grünliberalen lancieren in Riehen eine Petition zum Thema Kunststoff-Recycling, die sowohl in Riehen wie in Basel eingereicht wird.

• Seit 1. Juni ist Bettina Bühler als Nachfolgerin von Birgit Sachweh Geschäftsführerin des Frauenhauses beider Basel.

• Laut einer Studie des Versicherungskonzerns "Baloise" ist Fussball die "gefährlichste Sportart der Welt", da sich jeder vierte Sportunfall in dieser Gattung ereignet.

Anja Bandi übernimmt Anfang Juni von Marc Lüthi die Gesamtleitung der Abteilung Bestattungswesen der Stadtgärtnerei Basel.

• Noch eine neue Aufgabe für die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger: Sie wird anstelle der zurücktretenden Christine Gorrengourt Verwaltungsrätin der BLT.

Erfolgreich verlief der ausserordentliche Sirenentest am 23. Mai in beiden Basel.

• Der Baselbieter FDP-Landrat Andreas Dürr wurde als Nachfolger von Urs Schweizer zum neuen Präsidenten des ACS beider Basel gewählt.

• Die Basler Energieversorgerin IWB steigerte 2017 den Umsatz auf 739 Millionen Franken, doch fiel der Jahresgewinn mit 74 Millionen Franken wegen Wertberichtigungen und Rückstellungen um 33 Millionen Franken niedriger aus als im Vorjahr.

• Die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger wurde zur Vizepräsidentin des Schweizerischen Gewerbeverbands gewählt.

• Nach Konditionstrainer Marco Walker verlässt nun auch Fitness-Chef Werner Leuthard (56) per Ende Saison den FC Basel.

Barbara Gafner soll zur neuen Vorsteherin der unabhängigen staatlichen Finanzkontrolle des Kantons Baselland gewählt werden.

• Die Baselbieter FDP-Sektionen Binningen und Bottmingen haben in getrennten Abstimmungen die Fusion zur FDP Binningen-Bottmingen beschlossen.

• Die BKB-Filiale am Basler Neuweilerplatz 1, während der letzten Monate umfassend modernisiert, wurde am 5. Mai mit einem Eröffnungsfest für das Quartier neu eröffnet.

• Die Baselbieter Grünen werden in der Oberwiler Dorfpolitik aktiv, indem sie die Themen und das personelle
Engagement der sich auflösenden Neuen Liste Oberwil (NLO) übernehmen.