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"Naturgefahren wurden lange negiert": Kostentreiber Überschwemmungen*

Hochwasser-Jahr zum Ende von "Mister Gebäudeversichung BL"

Nach 22 Jahren an der Spitze der BGV präsentierte Bernhard Fröhlich seinen letzten Jahresbericht


Von Peter Knechtli


Hart traf das Hochwasser im Frühling letzten Jahres nicht nur zahlreiche Hauseigentümer, sondern auch die Basellandschaftliche Gebäudeversicherung (BGV): Die Schadensumme belief sich auf hohe 42 Millionen Franken, wie der ehemalige Direktor Bernhard Fröhlich an seinem letzten Medienauftritt über die Jahresergebnisse bekanntgab.


An der Front sind es Feuerwehrleute, die Brände löschen und bei Hochwasser Hand anlegen – im Hintergrund war es Bernhard Fröhlich (65) mit seiner knapp siebzigköpfigen Belegschaft, die das Feuerwehrwesen managte, reformierte und in nationalen und internationalen Verbänden vertrat, gesetzgeberische Vorhaben initiierte und fuchsteufelswild wurde, wenn einer auf die Idee gekommen war, die Monopolfirma BGV als einen "Staatsbetrieb" zu bezeichnen.

Betonung privatwirtschaftlicher Grundsätze

Tatsächlich ist das in futuristischen Fazilitäten untergebrachte Unternehmen staatlich kontrolliert – so amtet als Präsident der Verwaltungskommission der kantonale Finanzdirektor Anton Lauber. Aber Bernhard Fröhlich legte bis auf seinen letzten Arbeitstag Wert darauf, die "wahrscheinlich bestkontrollierte Firma des Kantons" (so heute an der Medienkonferenz) als "nach privatwirtschaftlichen Grundsätzen geführtes Unternehmen" zu deklarieren.

Stolz verwies er regelmässig auch auf die "unglaublich tiefen Prämien", die er seinen rund 60'000 Kunden bieten könne. Gesamtschweizerisch liege die BGV jedenfalls "im vorderen Drittel". Auch dieses Jahr sind die Prämien unverändert.

Der umtriebige Bernhard Fröhlich, der Schreiben gelegentlich auch mit "fröhlichen Grüssen" schloss und sich auch in der politischen Arbeit versuchte, war für seine Arbeit und Funktion wie geschaffen. Leidenschaftlich, temperamentvoll und mit Bodenhaftung setzte er sich für Verbesserungen in Ausbildung, Ausrüstung und Organisationen der Feuerwehren genauso ein wie für verbesserte gesetzliche Rahmenbedingungen, die teure Feuer- und Elementarschäden reduzieren sollen. Wie sein Vorgänger Kurt Strub führte auch Bernhard Fröhlich die BGV während 22 Jahren.

Teure Schäden im Raum Muttenz

So ist es irgendwie stimmig, dass sein letztes Jahr als BGV-Direktor (kleines Bild rechts) insbesondere mit hohen Wasserschäden geprägt war: Es hat "wieder einmal geregnet", wie Fröhlich massive Hochwasser zu bezeichnen pflegt. Die Schadensumme mit 42,1 Millionen Franken ist die zweithöchste im vergangenen Jahrzehnt, nach dem Hochwasser von 2007 im Laufental mit einem Schaden von gegen 80 Millionen Franken. Die Häfte davon entfiel auf Stürme und Überschwemmungen, die im Mai und Juni den Gemeinden um Muttenz so arg zusetzten. Drei hauptamtliche und nebenamtliche Schätzer mussten zusätzlich 1'200 Schadenschätzungen aufnehmen.

Die "Muttenzer Schäden" führten laut Finanzchef Silvan Koch zu einem betrieblichen Verlust von 12,5 Millionen Franken, die aber durch das Ergebnis aus den Kapitalanlagen von 17,2 Millionen Franken aufgefangen werden konnten. Rückstellungen in Höhe von drei Millionen Franken tätigte die Gebäudeversicherung für eine einmalige Zahlung als Anschubshilfe zum Präventionsgesetz, das mehr staatliches Personal erfordert, der BGV dafür langfristigen Nutzen durch Verringerung von Schadenrisiken bringt.

Die 1,7 Millionen Gesamtgewinn werden den Reserven zugewiesen, die sich aktuell auf 640 Millionen Franken belaufen und die innerhalb der nächsten Jahre auf einen konservativ kalkulierten Sollbestand von 773 Millionen Franken erhöhen sollen. Frühlich: "Wir wollen auf der sicheren Seite sein."

Keine Hagel-Prävention im Gesetz

Das Brand- und Elementarschäden-Präventionsgesetz, das nur Neubauten betrifft und im Januar vom Landrat gutgeheissen wurde, soll Anfang 2018 in Kraft treten. Für Fröhlich ist dieses Paragrafenwerk, das auch gegen Überschwemmngen, Steinschlag und Erdrutsche vorbeugend wirken soll, "etwas vom Wichtigsten, das wir an die Hand nehmen müssen". Denn: "Die Naturgefahren wurden lange negiert, weil man sie schnell vergisst."

Die Aufgabenteilung ist so geregelt, dass die Gebäudeversicherung als Präventionsfachstelle für Naturereignisse und Brandschutz und gegenüber der Baubewilligungsbehörde allfällige Auflagen formuliert, während das Bauinspektorat die Kompetenz erhält, "rechtlich verbindliche Entscheide" zu treffen. Im Bereich Brandschutz war dafür bisher die BGV zuständig. Nur eine "mittlere Zufriedenheit" hat der verabschiedete Gesetzestext bei Fröhlich ausgelöst. Grund: Er hätte gern die Hagelprävention und den Einfluss auf die Materialwahl auch noch in Paragrafen gefasst, doch dies ging den Landräten dann doch zu weit.

Cattelan lobt "Super-Übergabe"

Auf 11 Millionen Franken belief sich letztes Jahr der Aufwand für den Bereich Feuerwehr, 3,7 Millionen für Brandschutz. Insgesamt flossen anderseits 47,4 Millionen Franken in die Versicherungskasse, die sich auf folgende Kategorien verteilte: Feuer und Elementar 30,4 Millionen Franken, Wasser 15,4 Millionen Franken, Grundstück 1,6 Millionen Franken.

Wie der seit Anfang Jahr amtierende Direktor Sven Cattelan (kleines Bild links) – ein Jurist mit Versicherungs-Vergangenheit in der Privatwirtschaft – ausführte, lag die Zahl der Schäden im ersten Quartal dieses Jahres weit mehr als das Doppelte unter jener des Vorjahres, doch blieb die Schadensumme mit sieben Millionen Franken nur um eine Million unter jener des Vorjahres.

Bei seinem Vorgänger bedankte er sich für die "Super-Übergabe" dieses "bestens aufgestellten" Unternehmens. Bernhard Fröhlich, der fortan als "Consultant" wirkt, wie es auf seiner neuen Visitenkarte steht, wünschte seinem Nachfolger viel Glück bei der Weiterführung seines Werks und sagte zum Abschied die Worte: "Er soll jetzt schauen für das Lädeli."


* im Frühling 2016 in Muttenz

27. April 2017

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"Tadellos organisiertes 'Lädeli'"

Danke für das gut geschriebene "Abschiedsportrait" von BGV-Direktor Bernhard Fröhlich. Er hat in der Tat enorm viel geleistet und hinterlässt seinem Nachfolger einen tadellos organisierten "Laden bzw. Lädeli", Vorbild für andere staatsnahe Betriebe. Nicht nur der Kanton, sondern auch die Prämienzahler wissen die Kompetenz und die Verdienste des scheidenden Direktors zu würdigen.


Albert Augustin, Gelterkinden


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"... die Visana verschlammt die Kostengutsprache ..."

Basler Zeitung
vom 30. Dezember 2017
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Wenn Kostengutsprachen in Feuchtgebieten dümpeln.

Veranstaltungs-Hinweis


Galakonzert der Stadtmusik Basel

Nach 29 Jahren leitet der Dirigent Philipp Wagner zum letzten Mal die Stadtmusik Basel (SMB). Zum Abschied des langjährigen Dirigenten tritt die SMB mit der Ballett- und Bewegungsschule Liestal auf. Es erwartet Sie ein vielseitiges Programm mit Werken von Leonhard Bernstein, Duke Ellington, Johann Strauss, Andrew Lloyd Webber und anderen.

20. Januar 2018, 19.30 Uhr, Musical Theater Basel
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RückSpiegel


Die Basellandschaftliche Zeitung und 20 Minuten nahmen die OnlineReports-Nachricht über die geplante Massenentlassung bei der "Küschall AG" in Witterswil auf.

In ihrer Übersicht über die Schweizer Online-Newsmedien ging die NZZ auch auf OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung zog die OnlineReports-News über den Entscheid des Basler Appellationsgerichts gegen die Nichtanhandnahme der Strafanzeigen von Staatsanwältin Eva Eichenberger und Strafgerichtspräsident Lucius Hagemann durch die Obwaldner Oberstaatsanwältin Esther Omlin im Fall "Lehrer H." nach.

In ihrem Artikel über die "Berlusconisierung von links" zitiert die Weltwoche aus dem "dem gutinformierten Basler Internetdienst OnlineReports".

In seinem Bericht über die Gefährlichkeit des Basler Centralbahnplatzes geht Barfi auf einen OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2001 ein, der damals schon die Probleme thematisierte.

Blick, Tages-Anzeiger, Basler Zeitung, BZ Basel, 20 Minuten und Barfi bezogen sich in ihren Artikeln über die Schüsse einen Mann in der Basler Innenstadt auf einen News-Primeur von OnlineReports.

Der Tages-Anzeiger und 20 Minuten nahmen in ihren Berichten über den gefährlichen Zwischenfall mit einem Intercity-Zuges der SBB in Stein-Säckingen auf OnlineReports Bezug.

In ihrem Interview mit der neuen BVB-Präsidentin Yvonne Hunkeler nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung nahm den OnlineReports-Feature über den Einbruch im Restaurant "Dalbestübli" auf.

Die Volksstimme zitierte in ihrer Presseschau über die Säuli-Metzgete in Sissach aus der OnlineReports-Reportage.

Im Bericht über Rechtsprobleme des Bordells an der Basler Amerbachstrasse zitiert Barfi aus OnlineReports.

Ausführlich geht die Basler Zeitung auf einen kritischen OnlineReports-Gastkommentar über den Eigenmietwert-Steuerfall um Rösly M. ein.

In seinem Beitrag über "Die Basler Sinnkrise" zitiert der Tages-Anzeiger aus dem OnlineReports-Leitartikel "Willkommen im Baselbiet: Nichts geht mehr", in dem es um einen "Kanton in der Sinn-Krise" geht.

barfi, die BZ Basel, die Tageswoche, die Badische Zeitung und das Baublatt haben die OnlineReports-Story über den Abbruch des "Rostbalkens" und die geplanten Hochhäuser beim Basler Bahnhof SBB aufgenommen.
 
Infosperber.ch geht in einem Kommentar über das "Dauer-Bashing" der Behörden durch die Medien auf die Konter-Position von OnlineReports ein.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Im Jahr 2017 verhängte die Basler Kantonspolizei im Zusammenhang mit dem FC Basel 17 Rayonverbote – davon sieben an Fans von Gastmannschaften –, während der FC Basel acht Stadionverbote anordnete, von denen fünf Fans von Gastmannschaften betrafen.

• Die Gemeinde Allschwil plant eine Erneuerung und Erweiterung der Parkanlage sowie rund 140 Wohnungen auf dem Areal Wegmatten zwischen Baselmattweg und Bachgraben.

Thomas Bretscher wird ab 1. Februar neuer Geschäftsführer des "Business Park Laufental & Thierstein" und damit Nachfolger von Daniel Fiechter.

• Die Riehener CVP verlangt eine generelle Aufgabenprüfung (GAP), um die Diskussion um Aufgaben und Leistungen der Gemeinde und die dafür benötigten Ausgaben und Einnahmen zu versachlichen.

• Die Basler Regierung hat die Standesinitiative von FDP-Grossrat Christophe Haller betreffend "Abschaffung der Besteuerung des Eigenmietwerts" beim Generalsekretariat der Bundesversammlung eingereicht.

• Das Basler Hochbauamt rechnet beim Erweiterungsbau für das Kunstmuseum Basel mit einer Kostenüberschreitung von 3,5 Prozent.

Stagnierende Gesamtzahl der Studierenden an der Universität Basel: 12'873 Studierende und Doktorierende haben sich im Herbstsemester 2017 für ein Studium eingeschrieben.

• Die volle Freizügigkeit, die auf 1. Januar 2014 in beiden Basel eingeführt wurde, bleibt auch mit der ab 2018 geltenden Spitalliste weiterhin bestehen.

• An der Sitzung vom 18. Dezember hat das französische Parlament dem schweizerisch-französischen Abkommen zum Steuerregime am EuroAirport zugestimmt.

Elisabeth Pestalozzi, seit August 2016 stellvertretende Chefredaktorin von Radio SRF, wird im zweiten Quartal 2018 neue Kommunikationsleiterin der Christoph Merian Stiftung.

• Über tausend Personen verlangen in einer Petition der SP Gelterkinden die Einführung von Tempo 30.

• Im zweiten Wahlgang der Liestaler Stadtrats-Ersatzwahl vom 14. Januar 2018 treten Marie-Theres Beeler (geboren 1959, Grüne) und Karin Jeitziner (geboren 1961, FDP) an.

Marco Greiner, Regierungssprecher und Vizestaatsschreiber von Basel-Stadt, ist neuer Präsident der Schweizerischen Informations-Konferenz öffentlicher Verwaltungen.

• Die Basler CVP hat ihre mit 3'910 Unterschriften versehene Krankenkassen-Initiative eingereicht, die verlangt, dass selbstbezahlte Prämien für die obligatorische Krankenpflege-Versicherung vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden können

• Mit der Jus-Studentin Laetitia Block als Nachfolgerin von Pascal Messerli steht erstmals eine Frau an der Spitze der Jungen SVP Basel-Stadt.

• Das Basler Ristorante Cibo Mediterraneo ist der künftige Betreiber der neuen Buvette am St. Alban-Rheinweg.

Reto Meyer, Inhaber und Geschäftsführer der WS Kommunikation in Basel, kauft per Jahreswechsel sämliche Anteile der BSSM Werbeagentur von Urs Schneider und Hannes Müller.

Jana Wachtl (38) wird als Nachfolgerin von Sabine Kubli auf Jahresbeginn neue Leiterin der Baselbieter Fachstelle "Gleichstellung für Frauen und Männer".

• Das Basler Energieunternehmen IWB plant, im Februar 2018 elf neue Ladesäulen für Elektrofahrzeuge in Quartierstrassen auf Allmend zu installieren.

• Entgegen der Parole der kantonalen CVP sagte der CVP-Wahlreis Liestal Nein zum "8. Generellen Leistungsauftrag für den öffentlichen Verkehr" und damit Ja zum "Läufelfingerli".

Raymond Cron wird als Nachfolger von Andreas Büttiker ab 1. Januar 2018 neues Verwaltungsratsmitglied des EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg.

• Der Basler Grosse Rat hat die Standesinitiative der SP gegen der Schliessung von Quartier-Poststellen überwiesen.

• Die bürgerlichen Jungparteien von Basel-Stadt ziehen ihre Zweirad-Initiative zurück, da sie mit dem vom Grossen Rat beschlossenen Gegenvorschlag ihre Hauptforderungen als erfüllt betrachten.

• Die Baselbieter Wahlen des Landrats und des Regierungsrats für die Amtsperiode vom 1. Juli 2019 bis 30. Juni 2023 finden am 31. März 2019 statt.

• Weil mit dem als Gegenvorschlag verabschiedeten neuen Bürgerrechtsgesetz und den Anpassungen auf Bundesebene die Anliegen der Initianten erfüllt sind, zieht die SVP Basel-Stadt ihre Volksinitiative "Keine Einbürgerung von Kriminellen und Sozialhilfeempfängern" zurück.

• Mit der Gründung der Sektion Waldenburg wollen die Grünen Baselland im Wahlkreis Waldenburg den verlorenen Landratssitz zurück erobern.