SP jetzt stärkste Fraktion im Landrat

Freisinnige verlieren Landratswahlen auf Kosten der Rechts-Parteien SVP und SD


Von Peter Knechtli


Die Gewinner der Landratswahlen sind die SVP und die Schweizer Demokraten: Sie verbuchten insgesamt fünf Sitzgewinne, die hauptsächlich auf das Konto der Freisinnigen gingen. Die FDP ist die eigentliche Verliererin der Landratswahlen: Sie büsste drei Sitze und auch ihr Rolle als stärkste Parlamentsfraktion ein. Stärkste Kraft ist jetzt die SP.


Wie die Regierung ist auch der Baselbieter Landrat deutlich nach rechts gerückt. Die SVP gewann drei Sitze hinzu und ist jetzt vor der CVP drittstärkste Fraktion im 90köpfigen Landrat. Zwei Sitze gewannen die Schweizer Demokraten unter Rudolf Keller, die jetzt mit ihren neun Mandaten Anspruch auf parlamentarische Leitungsfunktionen stellen dürften. Dagegen verloren die Freisinnigen drei Sitze und gleichzeitig ihre Führungsposition als stärkste Fraktion.

Je einen Sitz verloren auch CVP, EVP und Grüne. Bei den Christdemokraten hatte der Bundesrats- und Metzler-Effekt offensichtlich keine beflügelnde Wirkung. Und beim Grünen Bündnis zeigen sich mehr und mehr Marginalisierungstendenzen. Umweltthemen haben in der öffentlichen Meinung gegenüber sozialen und migrationspolitischen Themen an Bedeutung verloren. Der SVP-Fraktionspartnerin EVP war es nicht gelungen, mit einem eigenständigen Profil klar zu machen, weshalb es sie braucht.

Einige amtierende Landräte schafften die Wiederwahl nicht. So wurde FDP-Landrat Kurt Schaub aus Rothenfluh durch seine Gelterkinder Parteikollegin Christine Mangold verdrängt. Abgewählt wurden auch Rosy Frutiger, die Ko-Präsidentin des Grünen Bündnisses, sowie Willi Müller (SD), Danilo Assolari (CVP) und Andrea von Bidder (EVP).

Die Wahlbeteiligung lag - im Vergleich mit den Wahlen der letzten Jahre tendenziell weiter sinkend - bei gut 33 Prozent.



Sitzverteilung im Landrat

Total 90 Sitze

1995 (19.2.) 1999 (21.3.)
SP 24 (+2) 25 (+1)
FdP 25 (-2 22 (-3)
CVP 13 (-2) 12 (-1)
SVP 11 (+2) 14 (+3)
SD 7 (+2) 9 (+2)
Grüne 6* (-2) 5 (-1)
EVP 4 (--) 3 (-1)

* Grüne Baselbiet (4 Sitze) und Freie Grüne Liste (2 Sitze)
Kein Sitz: Unabhängige Frauenliste Baselland (0,73%)
22. März 1999

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"De Courten sonnt sich im Schatten von Toni Brunner."

BZ Basel
vom 28. Februar 2019
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Sonnenbaden im Schatten – erspart die Schutzfaktor-Evaluation.

In einem Satz


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Michael Wilke wird neuer Leiter der Fachstelle Diversität und Integration in der Kantons- und Stadtentwicklung Basel-Stadt und Nachfolger von Andreas Räss, der neuer Leiter des Baselbieter Amts für Migration und Bürgerrechte wird.

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• Die Juso Basel-Stadt haben ihre Nationalrats-Bewerbenden nominiert: Seyran Dilekci (20), Nicolas Eichenberger (28), Livia Kläui (21), Nino Russano (18) und Lucas Wirz (29).

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