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"Ich kann mich nicht konzentrieren": Baselbieter Jurist und Richter Brunner

Jurist André Brunner und seine sonderbaren Auftritte

Der Strafrichter und Anwalt wird für die Grünen und die Gerichte zur Hypothek


Von Peter Knechtli


Der Sissacher Anwalt und Strafrichter André Brunner und die "Basler Zeitung" (BaZ) sind sich gar nicht grün: Sie gehen mit Anzeigen und Beschwerden gegeneinander vor. Auch OnlineReports hat mit Brunner eine irritierende Erfahrung gemacht. Für die Baselbieter Grünen, die ihn portiert haben, wird er zur Last.


Die letzte Episode spielte sich im Gerichtssaal des Strafjustizzentrums in Muttenz ab, in dem unter Brunners Vorsitz der Fall eines Poststellen-Räubers verhandelt wurde. Ein BaZ-Berichterstatter erlaubte sich die Feststellung, Brunner habe "in ausufernder und chaotischer Art" durch den Prozess geführt. Zwischendurch habe er sich "als Budgetberater" des sich in Geldnot befindenden Angeschuldigten betätigt.

Nicht konzentrationsfähig

Als tags darauf mit Daniel Wahl ein anderer BaZ-Redaktor über die Urteilsverkündigung berichten wollte, kam es zu einer Szene, die ihresgleichen sucht. Kaum sass der akkreditierte Journalist im Gerichtssaal, liess ihn Brunner durch den Weibel aus dem Raum katapultieren. Der Grund laut BaZ: Er habe sich durch die Anwesenheit des Medienschaffenden "nicht konzentrieren" können.

Es gibt stichhaltige Indizien dafür, weshalb Brunner zur Radikalmassnahme griff: Der BaZ-Redaktor hatte ihm letzten Dezember unter dem Titel "Kesb Gelterkinden zockt Rentner ab" vorgeworfen, er habe sich in seiner Funktion als von der Behörde beauftragter Beistand eines 76-jährigen Mannes mit grosszügigen Rechnungen gütlich getan.

Strafanzeige und Aufsichtsbeschwerde

Laut der Lokalzeitung "Volksstimme" hat Brunner jetzt Strafanzeige gegen die "Basler Zeitung" eingereicht. Zudem forderte er per Einschreibebrief die Herausgabe aller Akten der BaZ in seinem Zusammenhang ein, deren Vollständigkeit er sich von drei Lokalredaktoren bescheinigen lassen will. Die BaZ, die dieses Begehren zurückwies, reagierte ebenfalls mit juristischen Mitteln: mit einer Aufsichtsbeschwerde gegen Brunner. Sein Rausschmiss aus dem Gerichtssaal – so Wahl – sei "im Sinne des Gesetzes unbegründet" gewesen und habe "das Prinzip der Justizöffentlichkeit verletzt".

Nicht nur oben auf der Richter-Bank, auch unten am Pult des Verteidigers legte Brunner schon ein Verhalten an den Tag, das mit "merkwürdig" noch sanft umschrieben ist. Brunner war der Anwalt von Simon Müller, dem damaligen Präsidenten der in einen grossen Anlage-Skandal verwickelten ASE Investment AG, der gegen die Berichterstattung von OnlineReports geklagt hatte. Als der Anwalt von OnlineReports im Basler Zivilgerichtssaal sein Plädoyer hielt, störte Brunner mit Zwischenrufen, so dass ihn der Gerichtspräsident zur Räson bringen musste. Alles Dreinreden nützte nicht: Brunner und Müller verloren den Prozess auf der ganzen Linie.

Eine Null zuviel

Auch als Privatperson fiel Brunner schon als wenig berechenbar auf. Als es um die Abstimmung über die neue Sissacher Kunsteisbahn ging, schrieb Brunner in seiner Funktion als Präsident des gegnerischen Komitees in einem Leserbrief in der "Volksstimme", das Vorhaben koste pro Einwohner und Jahr 850 Franken. Pech nur: Brunner hatte sich um eine Kommastelle verrechnet. Es sind 85 Franken.

Letzten September wehrte er sich gegen die um eine halbe Stunde von 7.30 auf 8 Uhr verschobene Öffnungszeit der Sissacher Post, weil er wegen früher Pflichttermine am Morgen die eingeschriebenen Briefe nicht mehr abholen könne. Die neuen Öffnungszeiten führten zu einer "Verzögerung der Verarbeitung um einen ganzen Tag". Für Getuschel im Dorf war gesorgt.

Ein Imageproblem

Die ungewöhnliche Art, wie Brunner auf sich aufmerksam macht, schlägt auch auf die Partei durch, die ihn als Strafrichter portiert hat: die Grünen. Die BaZ sprach ihm schon die "Eignung zur Verhandlungsführung" ab und riet den Grünen, sie sollten "unter diesen Umständen im Interesse der Baselbieter Justiz" auf eine weitere Nominierung Brunners für eine weitere Amtsperiode verzichten.

Gegenüber OnlineReports wollte sich die Grünen-Präsidentin Florence Brenzikofer nicht festlegen, ob die Partei den Juristen zur Wiederwahl vorschlage: Der parteiinterne Prozess sei "am Laufen", nominiert werde Ende Juni. Deshalb könne sie zum laufenden Prozess "nicht mehr sagen". Brenzikofer hielt aber fest, dass Brunner nicht Mitglied der Baselbieter Grünen ist und es auch "nie war". Auch sei er nicht Mitglied der Ortssektion "Grüne Region Sissach".

Wie OnlineReports aus anderer Quelle erfuhr, teilte Brunner den Grünen letztes Jahr schriftlich mit, dass er auch keine Informationen mehr von den Grünen erhalten und dass er aus der Kartei gestrichen werden wolle. Dem Vernehmen nach suchte er die Nähe zu den Freisinnigen. Sektionspräsidentin Saskia Schenker erklärte jedoch gegenüber OnlineReports, Brunner werde "der FDP Sissach nicht beitreten". Der Vorstand "hat dies bereits vor längerer Zeit mit ihm geklärt".

Schachpartie mit Isaac Reber

Gute Kontakte zu grünen Exponenten der Gemeinde hat Brunner dennoch: Er ist Präsident des Schachclubs Sissach und spielt auch mal eine Partie mit seinem Dorfbewohner Isaac Reber, seines Zeichens grüner Baselbieter Sicherheitsdirektor.

12. Juni 2017

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"Alles klar"

Jetzt ist alles klar: André Brunner ist nicht Andreas Brunner, Knechtliseidank!


Rolf W. Voellmin, Basel


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"Im Fall Dojo hat die Baselbieter Staatsanwaltschaft Haupttäter Paulo Balicha verurteilt"

Basler Zeitung
Untertitel
vom 21. September 2018
über den Überfall auf das
Kampfsportzentrum von
Shemsi Beqiri
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Da scheint einer selbst im Strafgerichts-Saal blind auf die Staatsanwaltschaft eingeschossen zu sein.

Frisch pubertiert

Schein-Stories auf Instagram
RückSpiegel


Die Basler Zeitung geht in ihrem Bericht über den "Spagat der CVP-Präsidentin" Brigitte Müller auf ihre Aussagen im OnlineReports-Interview ein.

Die Basler Zeitung, die Basellandschaftliche Zeitung, Prime News und Telebasel zitierten in ihren Berichten zur Baselbieter CVP aus dem OnlineReports-Interview mit Parteipräsidentin Brigitte Müller.

persoenlich.com erwähnte OnlineReports und seine frühere Praktikantin Valerie Zaslawsky im Zusammenhang mit ihrem Weggang bei der NZZ und ihrem Umzug nach Berlin, wo sie als Freie Journalistin arbeitet.

In seinem Artikel über medienpolitische Entscheide der Wettbewerbskommission erwähnt Rainer Stadler in der NZZ auch OnlineReports.

Roland Stark, Kolumnist der Basler Zeitung, nahm in seinem Text über Meinungsvielfalt auf OnlineReports Bezug.

In der Meldung über das neue Basler Nachrichten-Portal "Prime News" bezogen sich die BZ Basel, Nachrichtenagentur SDA und das Branchenmagazin Persönlich auf OnlineReports.

Das SRF-Regionaljournal bezog sich in seiner Meldung über die Selbst-Vergiftung des Basler Museumsdirektors Michael Kessler auf OnlineReports.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-News über den Streit der Basler SVP mit ihrem Grossrat Patrick Hafner über Ausstände bei den Mandatabgaben auf.

Das SRF-Regionaljournal und die Schweiz am Wochenende nahmen auf die OnlineReports-Recherche über den durch die Suva verfügten Baustopp am neuen Werkhof in Sissach Bezug.

Die WochenZeitung verweist darauf, dass textfokussierte Nachrichtenportale wie OnlineReports gemäss dem Entwurf des neuen Bundesgesetzes über elektronische Medien nicht in den Genuss einer Bundesförderung kämen.

20 Minuten
entlarvte die von OnlineReports vermeldete Besetzung des Gewächshauses auf dem Dreispitz-Lok-Depot als Scheinbesetzung.

Die Basler Zeitung nahm in ihrem Bericht über den Rückzug des potenziellen Baselbieter FDP-Regierungs-Kandidaten Daniel Recher Bezug auf OnlineReports.

20 minuten online
bezog sich im Bericht über die Email-Affäre um Joël Thüring auf OnlineReports.

Die BZ Basel nahm in ihrer Meldung über Christian Kellers Abgang bei der "Basler Zeitung" Bezug auf eine vorangegangene Nachricht in OnlineReports.

Barfi.ch
und die Gundeldinger Zeitung zogen die OnlineReports-Meldung über den Velofriedhof am Basler Bahnhof SBB weiter.

Die OnlineReports-Erstnachricht vom Tod des ehemaligen Basler Regierungsrates Lukas "Cheese" Burckhardt wurde von Barfi.ch, der BZ Basel, die Basler Zeitung, vom SRF-Regionaljournal und von der Nachrichtenagentur SDA aufgenommen.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Meldung über die Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft zum Urteil gegen den Basler Datenschnüffler-Polizisten auf.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über den Einbürgerungs-Streit der drei baselstädtischen Bürgergemeinden mit dem Kanton Basel-Stadt und den Gang ans Bundesgericht nach.

Die Schweiz am Sonntag schrieb eine OnlineReports-Nachricht über die rechtlichen Schritte der Wirtschaftskammer Baselland gegen die "Basler Zeitung" ab.

In ihrem Artikel über Markus Ritters Abgang aus dem Basler Präsidialdepartement bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Der 33-jährige FCB-Mittelfeldspieler Geoffroy Serey Die hat den bis zum 30. Juni 2019 laufenden Vertrag vorzeitig um ein weiteres Jahr verlängert.

• Der 41-jährige Betriebsökonom Daniel Arni, derzeit noch Leiter der Fachstelle Messen und Märkte im Präsidialdepartement, wird ab Dezember neuer Leiter der Basler Allmendverwaltung und Nachfolger von Niklaus Hofmann.

• Die Elektra Baselland (EBL) senkt auch im Jahr 2019 wieder ihre Strompreise, diesmal um 3,1 Prozent.

• Die Basler Kantonalbank eröffnet am 27. August direkt vis-à-vis des Badischen Bahnhofs ihre neue Filiale Rosental, was schon am 25. August gefeiert wird.

• Der FCB-Captain und Innenverteidiger Marek Suchy hat sich am 12. August im Spiel gegen den FC Sion einen Teilriss der Achillessehne am linken Fuss zugezogen und fällt damit für unbestimmte Zeit aus.

• Die Wirtschafts- und Abgabekommission des Grossen Rates unterstützt den "Basler Kompromiss" zur Umsetzung der Steuervorlage 17 und stimmt dem Ratschlag der Regierung mit einer Änderung zu.

• Nach zwei Jahren wechselt in Basel-Stadt das Präsidium der Fraktion "Grünes Bündnis" wieder von "Basta" (Beatrice Messerli) zu den Grünen (Jürg Stöcklin).

Pierre Lavielle, der Präsident des EuroAirport-Verwaltungsrats, ist am 2. August unerwartet gestorben.

• Verschiedene Baselbieter Gemeinden wie Therwil oder Gelterkinden haben aufgrund der Trockenheit ein totales Verbot des Abbrennens von jeglichen Feuerwerkskörpern (Raketen, Vulkane, Heuler usw.) erlassen, bevor auch der Kantonale Krisenstab ein generelles Verbot aussprach.

• Der Riehener CVP-Einwohnerrat Patrick Huber tritt von seinem Amt als Vizepräsident der Basler CVP und als Leiter der Arbeitsgruppe Wirtschaft auf Ende Juli zurück.

Patrick Huber wird im August neuer Geschäftsführer der Basler Bankenvereinigung (BBVg) als Nachfolger von Raphael Vannoni.
 
"Parterre Basel" ist die neue Pächterin des Basler Konzertlokals "Atlantis" am Klosterberg.

Ueli O. Kräuchi, Geschäftsführer des Verbandes Basellandschaftlicher Gemeinden (VBLG), gibt die Leitung der VBLG-Geschäftsstelle per 31. März 2019 altershalber ab.

• Das Bürgerspital Basel übernimmt per 1. Januar 2019 die Spektrum Werkstätte für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung der Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) Basel.

• Die Gewerkschaft Unia hat am 4. Juli 2'300 Unterschriften für das Referendum gegen längere Ladenöffnungszeiten eingereicht.

• Der Basler Gewerbeverband reichte zusammen mit den Parteien FDP und SVP, der "IG Lysbüchel" sowie verschiedenen Branchenverbänden das Referendum "gegen die Fehlplanung Lysbüchel" mit 2'972 Unterschriften ein.

Dominique Tellenbach, bisheriger Direktor der Berufsfachschule Basel, wird ab 1. Februar 2019 neuer Rektor der beiden Gewerblich-industriellen Berufsfachschulen Liestal und Muttenz.

Alexander Lenzlinger wird ab 1. August neuer Finanzchef der IWB und Nachfolger von Michael Ackermann, der eine längere berufliche Auszeit nimmt.

• Die Grünen Baselland folgten dem Vorstand und nominierten Isaac Reber für die Regierungsratswahlen 2019 (dritte Amtsperiode).

• Die Basler Grünliberalen lancieren in Riehen eine Petition zum Thema Kunststoff-Recycling, die sowohl in Riehen wie in Basel eingereicht wird.

• Seit 1. Juni ist Bettina Bühler als Nachfolgerin von Birgit Sachweh Geschäftsführerin des Frauenhauses beider Basel.

• Laut einer Studie des Versicherungskonzerns "Baloise" ist Fussball die "gefährlichste Sportart der Welt", da sich jeder vierte Sportunfall in dieser Gattung ereignet.

Anja Bandi übernimmt Anfang Juni von Marc Lüthi die Gesamtleitung der Abteilung Bestattungswesen der Stadtgärtnerei Basel.

• Noch eine neue Aufgabe für die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger: Sie wird anstelle der zurücktretenden Christine Gorrengourt Verwaltungsrätin der BLT.

Erfolgreich verlief der ausserordentliche Sirenentest am 23. Mai in beiden Basel.

• Der Baselbieter FDP-Landrat Andreas Dürr wurde als Nachfolger von Urs Schweizer zum neuen Präsidenten des ACS beider Basel gewählt.

• Die Basler Energieversorgerin IWB steigerte 2017 den Umsatz auf 739 Millionen Franken, doch fiel der Jahresgewinn mit 74 Millionen Franken wegen Wertberichtigungen und Rückstellungen um 33 Millionen Franken niedriger aus als im Vorjahr.

• Die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger wurde zur Vizepräsidentin des Schweizerischen Gewerbeverbands gewählt.