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"Voraussetzung nicht gegeben": Basler Liberaler Christoph Eymann

Christoph Eymann: Keine Ständerats-Kandidatur gegen Fetz

FDP und SVP sahen eigene Natonalrats-Kandidaturen gefährdet / Ernsthafte bürgerliche Bewerbung für Kleine Kammer rückt in die Ferne


Von Peter Knechtli


Jetzt steht fest, dass der liberale Basler Erziehungsdirektor Christoph Eymann die sozialdemokratische Ständerätin Anita Fetz nicht herausfordern wird: Er steht für die Ständeratswahlen nicht zur Verfügung. Seine Nationalrats-Kandidatur ist davon nicht tangiert.


Dies ist das Ergebnis einer vertraulichen Elefantenrunde, die vergangenen Freitagnachmittag tagte. Anwesend waren neben Christoph Eymann Vertreter der vier bürgerlichen Parteien SVP, FDP, LDP, CVP und GLP sowie der drei Wirtschaftsverbände Handelskammer beider Basel, Gewerbeverband und Arbeitgeberverband, wie OnlineReports aus zuverlässiger Quelle erfuhr. Eingeladen hatte der Gewerbeverband.

"Voraussetzungen sind nicht erfüllt

Auf Anfrage hin bestätigte Eymann, dass er für die Ständeratswahlen "nicht zur Verfügung steht, weil die Voraussetzungen, die ich vor längerer Zeit genannt habe, nicht erfüllt sind."

Eymann hatte seine Bereitschaft zur Kandidatur davon abhängig gemacht, dass sie von allen Parteien jenseits von Rot-Grün unterstützt werde. Dazu kam es nicht. Eymann: "Da macht es für mich keinen Sinn, anzutreten." Seine Chancen gegen die erneut antretende SP-Frau Anita Fetz wären auch im Fall seiner Konkurrenz-Kandidatur "eher klein gewesen".

Im Detail wollte sich der Regierungsrat, der bereits als Nationalrats-Kandidat nominiert ist, nicht zu den Kräften äussern, die seiner Ständerats-Kandidatur kritisch gegenüber standen. Er sagte einzig, er habe seinen Verzicht "ohne Groll" erklärt.

Stolz: "Keine Ahnung

Insider erklärten OnlineReports, es hätten vor allem die beiden amtierenden Nationalräte Daniel Stolz (FDP) und Sebastian Frehner (SVP) gegen eine Doppelkandidatur Eymann gestimmt, weil beide fürchteten, der Liberale könnte ihnen den Nationalrats-Sitz streitig machen.

Stolz hätte eine Ständerats-Kandidatur Eymanns begrüsst, wenn er nicht gleichzeitig auch für den Nationalrat kandidierte hätte. Eine Doppelkandidatur hätte Eymanns Chancen zur Rückeroberung des liberalen Nationalrats-Sitzes erhöht.

Unklarheit über bürgerliche Kandidatur

Somit rückt die Kandidatur eines bürgerlichen Herausforderers von Anita Fetz in die Ferne. Nachdem der frühere Regierungsrat Carlo Conti und nun auch Erziehungsdirektor Eymann nicht zur Verfügung stehen, wird die Personaldecke ernsthafter bürgerlicher Bewerbenden mit Ständerats-Qualifikationen sehr dünn. Auf die OnlineReports-Frage jedenfalls, ob nun eine andere bürgerliche Kandidatur gegen Fetz aufgebaut werde, sagte Stolz: "Kein Ahnung." Auf die Zusatz-Frage, ob eine solche Alternative-Kandidatur am Freitag ein Thema gewesen sei, sagte Stolz: "Wir diskutieren über viele Sachen."

Gewerberverbands-Präsident Marcel Schweizer wollte gegenüber OnlineReports keine Meinung abgeben ("das ist Sache der Partei-Präsidien"), sondern erklärte einzig, die drei Wirtschaftsverbände hätten ein "substanzielles Interesse an einer wirtschaftsfreundlichen Ständerats-Kandidatur"

Frehner: Sitz sehr gefährdet"

Auch Nationalrat Frehner begrüsste es gegenüber OnlineReports, wenn trotzdem eine bürgerliche Ständrats-Kandidatur zustande käme. Ob seine Partei eine Bewerbung stellen werde, konnte Frehner "überhaupt noch nicht sagen". Hingegen glaubt er, dass die Basler SVP für die Nationalratswahlen hart werde kämpfen müssen: "Unser Sitz ist sehr gefährdet."

22. Juni 2015


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"Eymann wird erfolgreicher Nationalrat"

Herr Stolz hat "keine Ahnung". Herr Frehner sieht sich "gefährdet". Herr Lehmann schweigt beredt. Nicht zuletzt darum, denke ich, wird Herr Eymann wieder ein erfolgreicher bürgerlicher Nationalrat. (Und ich verstehe natürlich den Verdruss der Bisherigen. Sie waren zwar bürgerlich und Nationalrat. Aber erfolglos.)


Urs Eberhardt, Antibes F



"Keine Ahnung"

FDP-Präsident Daniel Stolz bringt es auf den Punkt: "Keine Ahnung!" Besser kann man die bürgerliche Strategie nicht zusammenfassen.


Roland Stark, Basel


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