© Foto by OnlineReports.ch
"Es gab keine Begründung": SVP-Aufbauerein Angelika Zanolari

SVP verweigert ihrem früheren Zugpferd die Grossrats-Kandidatur

Angelika Zanolari  wurde von der Nominations-Versammlung nicht mehr auf die Grossrats-Liste gesetzt


Von Peter Knechtli


Reinemachen in der Basler SVP: Die Nominationsversammlung beschloss gestern Donnerstagabend, ohne ihr einstiges Zugpferd Angelika Zanolari in die Grossratswahlen zu gehen. Damit dürfte die politische Karriere der kämpferischen Rechts-Frau zu Ende sein.


Angelika Zanolaris politisches Schicksal wurde gestern Donnerstagabend unter Ausschluss der Medien im Restaurant "Schlüsselzunft" besiegelt: Die Nominationsversammlung der Basler SVP verweigerte ihr eine erneute Kandidatur als Grossrätin. Die wohl bekannteste SVP-Politikerin im Stadtkanton konnte an der Versammlung nicht teilnehmen, weil sie an einem Polyarthritis-Schub litt. Allerdings war sie von einer Nomination ausgegangen, nachdem sie sich im Vorverfahren bei der Parteileitung für eine erneute Kandidatur angemeldet hatte.

Patrick Hafners Anruf morgens um 3 Uhr

Die schroffe Kaltstellung der 56-jährigen SVP-Politikerin, seit acht Jahren im Grossen Rat, war durch die Parteileitung diskret vorbereitet worden. Die mehrjährige Parteipräsidentin war über ihre geplante Entsorgung nicht orientiert worden, wie sie gegenüber OnlineReports erklärte. Heute Freitagmorgen um 3 Uhr sei sie von Fraktikonskollege und Regierungsratskandidat Patrick Hafner darüber informiert worden, dass "die Fraktion den Antrag gestellt habe, mich nicht zu nominieren". Hafner, so Zanolari, habe ihr gesagt, er sei zur Unterschrift gedrängt worden.

"Dicke Post" sei gewesen, was sich gestern Abend abgespielt habe, sagte Zanolari zu OnlineReports. Enttäuscht sei sie auch von Patrick Hafner, zu dem sie bisher immer noch einen guten Draht hatte, und "den ich unterstützt hatte, wo ich konnte". Zanolari: "Ich habe ihm dann gesagt 'Patrick, jetzt erhälst Du als Regierungsratskandidat ein Problem', wenn Du Dich von der Fraktion zu einer Unterschrift drängen lässt." Patrick Hafner, der erst im Anschluss an die Versammlung unterschrieb, sagte gegenüber OnlineReports, die Gründe, die Fraktionspräsident Lorenz Nägelin in seinem Fraktions-Antrag aufgeführt habe, seien "korrekt" gewesen. "Ich verstehe, dass man aufgrund der Vorwürfe eine Nicht-Nomination beantragte."

Angst vor Abwahl?

Ihr sei auch keine Begründung der Fraktion für ihre Kaltstellung innerhalb der Partei geliefert worden. Zanolari kann sich vorstellen, dass ihre Nicht-Nomination mit der Verkleinerung des Grossen Rates von 130 auf 100 Mitglieder zusammenhängt. Da könnten einige Fraktionsmitglieder Angst um ihre Wiederwahl gehabt haben. Mit der Weigerung, sie auf die SVP-Liste zu setzen, "ist ein Kopf weg, der allenfalls gewählt worden wäre", was die Chancen der Wiederkandidierenden erhöhe. Was sich mit ihr seit ihrem Rücktritt als Kantonalpräsidentin abgespielt habe ("sie haben gar keinen wirklichen Grund, nicht nicht zu nominieren"), "grenzt an Mobbing".

Mit einer deutlichen Spur von Bitternis schildert Angelika Zanolari, wie sie die SVP-Demokratie in den vergangenen Jahren bis zum gestrigen Höhepunkt erlebt habe: "Alle Frauen werden verheizt." So habe auch Désirée Braun, seit erst 2005 im Grossen Rat, Anfang Jahr ihren Rücktritt bekannt gegeben, weil sie von den Männern ihrer Fraktion "keine Unterstützung" gehabt habe.

Grosse Verdienste am Aufbau der SVP

Man brauchte weder ihren Stil noch ihre politische Meinung zu teilen, um dennoch Angelika Zanolaris parteipolitische Verdienste anzuerkennen. Mit grossem persönlichem Engagement und immer wieder auch mit provokativen Äusserungen, die auch den traditionellen bürgerlichen Parteien missfielen, mobilisierte und polarisierte sie als Kantonalpräsidentin scharenweise unzufriedene Wählerinnen und Wähler und machte die SVP von einer unbedeutenden Gruppierung innert kürzester Zeit zur stärksten bürgerlichen Partei im Stadtkanton. Ihre Steuerinitiative wurde zwar zurückgezogen und die Schulinitiative abgelehnt, trotzdem habe aber ihre Politik die Wirkung nicht verfehlt.

Die SVP wird heute Morgen an einer Medienkonferenz offiziell informieren.

30. Mai 2008

Weiterführende Links:


Statement von Angelika Zanolari

Wie allgemein bemerkt, und weit über Insiderkreise hinaus längst bekannt, ist der Zustand der Fraktion der Basler SVP, gelinde gesagt alles andere als erfreulich. In diesem Lichte besehen ist die Nichtnomination meiner Person deshalb nebensächlich. Kommt hinzu, dass ich aufgrund meiner chronischen Polyarthritis trotz meiner Zusage für eine "eventuelle Kandidatur" ohnehin noch unschlüssig war. Will heissen, ob ich überhaupt letztlich nochmals kandidieren werde.

Ich konnte deshalb, wegen eines erneuten Schubes meiner chronischen Polyarthritis, nicht an der gestrigen Nominationsversammlung teilnehmen. Deshalb habe ich in Anstand und Respekt meine Absenz begründet dem Herrn Präsidenten mitgeteilt und gebeten mich zu entschuldigen.

Vieles deutet darauf hin, dass die Mitglieder dieser Fraktion in ihrem Verhalten mir gegenüber nicht viel besser sind, als die Bundesrätin Evelyne Widmer-Schlumpf, welche mit ihren Aktivitäten und seltsamen Methoden  zur Abwahl von Christoph Blocher führte.

So gehören eben auch in Basel-Stadt Intrigen und Mobbing gegen einzelne Personen zum Tagesgeschäft. Sie sind den Mitgliedern der Fraktion offenbar wichtiger als politische Geschäfte. Kurz gesagt: Gewisse Promotoren innerhalb der Geschäftsleitung und Fraktion bedienen sich der hinlänglich bekannten Instrumente des Psychoterrors. Ich erinnere mich an die Schmierenkomödie mit diffamierendem und diskreditierendem Inhalt, lanciert von Rettungssanitäter Lorenz Nägelin und Vizepräsident Sebastian Frehner, sowie den Herren Antonio Casagrande und Edi Rutschmann, seines Zeichen Präsident SVP Riehen, die bekanntlich zum Fraktionsausschluss von dem erfahrenen Grossrat Kurt Bachmann führte.

Es ist die Art und Weise, wie die Fraktionsmitglieder unter der Federführung von den Herren Nägelin und Frehner offensichtlich manipuliert wurden. So wurde einmal mehr eine systematische Wahlmanipulation zelebriert. Dies erinnert an Wahlstrategien wie in einer Bananenrepublik.

Es liegt auf der Hand, dass aufgrund der Verkleinerung des Grossenrates einige bisherige SVP Grossräte um ihren Sitz bangen müssen. Es ist evident, dass sich mit der Verhinderung meiner Person, einige bisherige Grossräte  mehr Chancen für eine Wiederwahl versprechen.

Absolut nicht tolerierbar ist die Tatsache, dass offenbar Mitglieder dieser Fraktion zur Unterschrift gedrängt respektive mutmasslich sogar gezwungen wurden.

Viele freut es, viele bedauern es – so bestätigen es mir viele zugegangene Mails und Anrufe.

Ich persönlich bedaure sehr, dass es nicht gelungen ist die Basler SVP auf Oppositionskurs zu halten, wie zu meiner Zeit als Präsidentin. Aber meine Krankheit erlaubt es mir nicht innerhalb einer manipulierten Fraktion den Kampf aufzunehmen um Mehrheiten zu finden.

Wie aus zuverlässigen Quellen zu vernehmen ist, konnten die Parteimitglieder offenbar lediglich über den pfannenfertigen von der Geschäftsleitung präsentierten Listenvorschlag abstimmen. Über den von Lorenz Nägelin präsentierten Antrag der Fraktion mich von der Liste Grossbasel West auszuschliessen, wurde gar nicht separat abgestimmt, sondern nur die "bereinigte" Liste zur Abstimmung gebracht, was vereinsrechtlich bedenklich ist. So wird eben heute die Demokratie mit den Füssen getreten und kaputt gemacht.


 Ihre Meinung zu diesem Artikel
(Mails ohne kompletten Absender werden nicht bearbeitet)
fileadmin/templates/pics/echo.gif

"Übles SVP-Verhalten greift auf Basel über"

Die SVP hat ein vernichtendes Wochenende hinter sich. Alle Abstimmungsvorlagen verloren. Dies auch in Basel. Dann kommt hinzu, dass die ehemalige Basler SVP-Präsidentin auf üble Art abserviert wurde. Dieses unwürdige Verhalten, welches wir von der SVP auf Bundesebene kennen und satt haben, hat nun also auch auf Basel übergegriffen. Es bleibt nun wirklich zu hoffen, dass das Basler Stimmvolk diese Machenschaften durchschaut und im September die Parteien wählt, bei den die Menschenwürde etwas gilt.


Stephan Gassmann, Basel



"Zutreffende Wortwahl"

Herr Mohler echauffiert sich ob der Wortwahl "Entsorgung" und sagt: "Wer so schreibt, der denkt auch so. Und wer so denkt, dem fehlt es am minimalen menschlichen Respekt." Ich denke, Peter Knechtli gab mit zutreffender Wortwahl die zivilisierte Wahrnehmung der menschlich totalst respektlosen Art und Weise der Basler SVP wider, mit verdienstvollen

Mitgliedern umzugehen. Und selbstverständlich hat Urs Eberhardt Recht, wenn er sagt, dass "mit Frau Zanolari in der Art des von ihr massgeblich geprägten Hauses umgegangen wurde".

 

Zentral ist meiner Ansicht nach die unumkehrbare Erkenntnis, dass die Basler SVP noch immer exakt genau das ist, was sie seit 1999 war: Eine exklusive auf Machtgewinn fokussierte, total opportunistische Gruppierung, der jedweder Respekt vor anderem Denken abgeht.


Patric C. Friedlin, Basel



Klarstellung

Der Begriff "Entsorgung" kann missverständlich sein. Die Redaktion hat ihn ersetzt.


Redaktion OnlineReports.ch, Basel



"Primintiv, wer von 'Entsorgung' spricht"

Mit der SVP vom Zanolari-Zuschnitt habe ich nichts am Hut. Und Angelika Zanolari habe ich auch nicht zu verteidigen. Das Ganze passt hingegen hervorragend ins "Kulturbild", das uns diese Partei von sich selbst hauptsächlich vermittelt. Das nehme ich als Staatsbürger bloss zur Kenntnis.

 

Was mich aber sehr beschäftigt, ist die Wortwahl von Peter Knechtli. Wer bei Menschen jedweder politischer Herkunft von "Entsorgung" redet, begibt sich auf das gleiche primitive Niveau wie die amtierende Baselbieter Landratspräsidentin, die vor etwas mehr als einem Jahr in der BaZ ihr nicht genehme Politiker zu Recycling-Ware deklarierte. Wer so schreibt, der denkt auch so. Und wer so denkt, dem fehlt es am minimalen menschlichen Respekt.


Rudolf Mohler, Oberwil



"Eigene Mitglieder werden diskriminiert und verleumdet"

Wie weit ist es gekommen mit der so genannten Schweizerischen Volkspartei. Eigene Mitglieder werden diskriminiert, verleumdet, aus der Partei geworfen oder lächerlich gemacht, ob kantonal oder bundesweit. Personalprobleme hin oder her, ein gewisser Anstand sollte mindestens gewahrt bleiben.

 

Auffallend bei dieser Partei ist, dass es meistens Frauen trifft. Die gleiche Partei schreit aber Zeter und Mordio, wenn das in einem kommunistischen Staat oder sonst einer Bananenrepublik passiert. Verkehrte Welt. Hoffentlich merken ihre Sympathisanten, wie die politische und menschliche Zukunft einer SVP aussieht. Und da gibt es noch Zeitgenossen, die meinen, das sei Demokratie! Wunderbare Aussichten. Es stellt sich schon

die Frage, ob das Politniveau sich gewissen Bevölkerungsschichten anpasst.


Bruno Heuberger, Oberwil



"Die SVP frist ihre Kinder auf"

Fraglich, ob Krokodilstränen angesagt sind, wenn eine notorische Schlammschleuder nach Art des von ihr geprägten Hauses entsorgt wird. (Bei der Reaktion “Oh weh, eine Frau weniger!” wird es für fortschrittlich gesinnte Menschen dann wirklich anstrengend.)

 

In den politischen Nekrolog gehört, dass ohne die furcht- und hemmungslose Angelika der Ferien-Opa Dunant und seine blutleeren Enkel heute die Randerscheinung wären, die sie in Tat und Wahrheit sind.

 

Bald wird das geklärt. Im Herbst sind Wahlen. Ob eine Basler SVP ohne Gift, ohne Sprutz, ohne Strategie noch zuwächst, ist zum Glück sehr fraglich. Ihre besser situierten bisherigen Wähler sollten lieber den bürgerlichen Parteien Dampf machen. Und die wirklich kleinen Leute, die Benachteiligten, finden zur SP zurück. Dort gilt Integration. Und davon profitieren speziell auch die Inländer.


Urs Eberhardt, Basel



"Les absents ont toujours tort"

Aber Herr Friedlin, was Sie aufzählen, sind doch keine feststehenden Tatsachen, sondern allenfalls Tatsachenbehauptungen Ihres Gottenkindes Zanolari. Im übrigen gilt natürlich auch hier: Les absents ont toujours tort. Wer eine solch wichtige Parteiversammlung schwänzt, kann nachträglich doch nicht im Ernst den Vorwurf erheben, er habe seine Position nicht vertreten dürfen. Die Absenz von Medienvertretern mag man als Makel empfinden. Auf das Nominationsverfahren hatte das vermutlich keinen Einfluss.


Heinz Moll, Prag



"Das ist ziemlich unüblich und auch unfair"

Die Tatsache, dass der Basler SVP-Vorstand seine alt Präsidentin nicht über den Absetzungsplan informiert, die Abzusetzende sich nicht vor der Nomination vor den Parteimitgliedern bzw. den Nominierenden erklären und gegebenenfalls rechtfertigen kann und das alles auch noch unter Ausschluss der Medien geschieht, das ist ziemlich unüblich und auch unfair!


Patric C. Friedlin, Basel



"Was ist an diesem Auswahlverfahren unfair?"

Zerbrochene Mutter-Kind-Beziehungen kommen eben auch in der Politik vor, wie figura zeigt. Wie sehr Frau Zanolari und die SVP sich auseinandergelebt haben, macht das Abstimmungsergebnis der Nominationsversammlung deutlich: Der Verzicht auf eine Wiedernominierung von Frau Zanolari erfolgte ohne jede Gegenstimme.

 

Was soll an diesem Auswahlverfahren nicht rechtes oder unfair sein? Das machen weder Frau Greuter noch Herr Ueberwasser deutlich. Beider Lamento ist doch abwegig. Hätte man Frau Zanolari etwa trotz fehlender Vertrauenbasis nochmals nominieren sollen, um sie beim Wahlgang einem internen "Streichkonzert" auszusetzen, wie das bei andern Parteien - insbesondere der SP - gang und gäbe ist? Wäre jene Methode redlicher? Ich finde sie ausgesprochen schäbig.

 

Frau Zanolari wird schon bald die Erfahrung machen, dass es auch nach dem Parlamentsmandat ein Leben gibt. Politisch aktiv sein kann man überdies auch ohne dotierten Parlamentssessel. Die übergrosse Mehrheit der politisch engagierten Menschen in unserm Land tut das ja ebenfalls. Im übrigen ist die Chance doch durchaus intakt, dass anstelle von Frau Zanolari eine andere SVP-Kandidatin in den Grossen Rat einzieht. Der Klageruf von Frau Greuter ist also zumindest etwas voreilig.


Heinz Moll, Prag



"Wieder ein Frau weniger im Grossen Rat"

Und wieder einmal Zeigt uns die SVP wie sie sich die Demokratie vorstellt. Nicht das so gepriesene Volk darf selbständig entscheiden. Nein, die Parteileitung, und wer auch immer daran beteiligt war, entscheidet und fällt ein Urteil, das so schwer nachvollziehbar ist. Ich bin mit Frau Zanolari politisch überhaupt nicht einer Meinung, aber ich finde die Art und den Still einer solchen Nicht-Nomination, die einer Abwahl gleich kommt (irgendwie kommt mir das bekannt vor), unschön.

 

Wieder eine Frau weniger, die die Bewohner in unserem Kanton im Grossen Rat repräsentieren wird. Immerhin haben wir in unserem Kanton einen Frauenanteil von 53 Prozent, im Grossen Rat liegt er momentan bei 33 Prozent. Die Wähler sollen sich darüber eine eigene Meinung bilden und dies im Herbst, wenn Regierungsrats- und Grossratswahlen sind, auch deutlich bekunden: ist das wirklich der Stil und die Art, die wir in unserem Kanton wollen?

 

Dies sollte vor allem uns Frauen zu denken geben. Darum: Frauen, geht wählen und wählt Frauen!


Beatriz Greuter, SP-Grossrätin, Basel



"Eine brachiale Entsorgung der SVP-Vergangenheit"

Ich nahm den von Angelika Zanolari zwischen 1999 und 2005 namens der Basler SVP praktizierten Stil stets als absolut kongruent, deckungsgleich mit jenem der Zürcher SVP wahr. Die Plakate, die Letztere anlässlich von nationalen Urnengängen auch in Basel zu platzieren pflegte (und pflegt), waren ergo ebenfalls deckungsgleich mit der Basler SVP. Und Frau Zanolari machte erfreulicherweise kein Geheimnis daraus, ganz im Gegenteil, dass ihr das Auftreten der Zürcher SVP ungemein sympathisch ist und dass sie die Christoph Blocher-Linie bedingungslos unterstützt.

 

Seit der Wahl von Dunant/Frehner tritt die Basler SVP diskret auf. Wohl werden hin und wieder völlig deroutierte Anträge gestellt (zuletzt die Forderung nach Verschiebung der Teilautonomie-Schulabstimmung vom kommenden Sonntag), doch die Leute der Basler Partei sind seit drei Jahren bis zur offenkundigen integralen Selbstverleugnung bemüht, sich in ihrem Auftreten dem Stil der Basler Politik anzupassen, also einen "Pakt mit dem Feind" einzugehen und sich formal zu integrieren.

 

Die gewohnt provokativen Plakate der Zürcher SVP hängen aber noch immer in Basel und auch ansonsten wird die sich offenkundig in einer rein persönlichen Vendetta befindliche Zürcher SVP auf ihrem Weg in die "totale Opposition" aus Basel nach Kräften, kraft konsultativen Parteiversammlungsbeschlüssen, unterstützt. Eine altgediente SVP-Sektion - wie jene des Kantons Graubünden - wird da von der jungen Basler Sektion schwupps zum Austritt aus dem neo-harmonischen Zürcher SVP-Verbund aufgefordert!

 

Ich wiederhole mich, wenn ich sage, dass mir Kongruenz in Denken und Auftreten lieber ist, als die seit einiger Zeit praktizierte Hypokrisie der neuen SVP-Manager. Die Art und Weise, wie sie ihre Vergangenheit brachialst und ohne Rücksicht auf Einsatz und Verdienste entsorgen, entspricht durchaus dem Doppelzüngigkeit zugrunde liegenden Charakter.


Patric C. Friedlin, Basel



"Selbstzerfleischung der Basler SVP"

Und jetzt: Bühne frei für die Basler Variation des nationalen Parteien-Dramas: "Selbstzerfleischung der SVP"! Ou, wie ich mich jetzt auf die Leserbriefe der SVP-Federn freue!


Daniel Thiriet, Riehen



"SVP-Führung zeigt schlechten Stil"

Als Polit-Quereinsteiger kannte ich Angelika Zanolari aus ihren Basler Anfängen, aber eben nur aus den Medien, als Raubtier, aus dem aktuellen Grossrats-Plenarbetrieb als meist stummen Fisch und aus der Bau- und Raumplanugskommission, in welcher ich mit ihr sitze (verletze ich da schon eine Geheimhaltungspflicht?) völlig überraschend als teamfähig, in guten Momenten fast EVP-like mit Understatement, manchmal beinahe ironisch und entschlossen volksverbunden argumentierend. Verkehrte Welt. Jetzt verbannt die Basler SVP ihre Gründerin Angelika Zanolari in einer Geheimsitzung von der Grossratsliste. Frau Zanolari konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Nominationsversammlung teilnehmen und sich nicht einmal verteidigen.

 

Die jetzige Basler SVP-Führung oder wer immer dahinter steckt, zeigt schlechten Stil. Faires Wahlprozedere und Respekt vor dem Souverän sind für die SVP-Leitung Fremdwörter. Es kommt fast Mitgefühl mit Frau Zanolari auf. Wäre die SVP wirklich eine Volks-Partei, so hätte sie das Volk, die Wählerinnen und Wähler, entscheiden lassen, ob Angelika Zanolari weiter Grossrätin sein soll. Die Basler SVP ist nur noch ein Schatten ihrer selbst; sie verdankt alles, was sie ist, der wortgewaltigen Schweizerischen SVP und ihrer Basler Gründermutter Angelika Zanolari.


Heinrich Ueberwasser, Regierungsratskandidat EVP, Riehen


www.onlinereports.ch - Das unabhängige News-Portal der Nordwestschweiz

© Das Copyright sämtlicher auf dem Portal www.onlinereports.ch enthaltenen multimedialer Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) liegt bei der OnlineReports GmbH sowie bei den Autorinnen und Autoren. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Veröffentlichungen jeder Art nur gegen Honorar und mit schriftlichem Einverständnis der Redaktion von OnlineReports.ch.

Die Redaktion bedingt hiermit jegliche Verantwortung und Haftung für Werbe-Banner oder andere Beiträge von Dritten oder einzelnen Autoren ab, die eigene Beiträge, wenn auch mit Zustimmung der Redaktion, auf der Plattform von OnlineReports publizieren. OnlineReports bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen darum, Urheber- und andere Rechte von Dritten durch ihre Publikationen nicht zu verletzen. Wer dennoch eine Verletzung derartiger Rechte auf OnlineReports feststellt, wird gebeten, die Redaktion umgehend zu informieren, damit die beanstandeten Inhalte unverzüglich entfernt werden können.

Auf dieser Website gibt es Links zu Websites Dritter. Sobald Sie diese anklicken, verlassen Sie unseren Einflussbereich. Für fremde Websites, zu welchen von dieser Website aus ein Link besteht, übernimmt OnlineReports keine inhaltliche oder rechtliche Verantwortung. Dasselbe gilt für Websites Dritter, die auf OnlineReports verlinken.

Alles mit scharf

Die sexuelle Männer-Macht
fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
"Dass einzige Problem, dass ich habe, wenn ich mit meiner Frau arbeite, ..."

NZZ am Sonntag
vom 8. Oktober 2017
fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

... ist dass mit der Orthografie, wenn dass Korrektorat aus Kostengründen nach Bosnien ausgelagert wird.

"Und übrigens ..."

Waschmaschinen gegen Gemüse
RückSpiegel


Ausführlich geht die Basler Zeitung auf einen kritischen OnlineReports-Gastkommentar über den Eigenmietwert-Steuerfall um Rösly M. ein.

In seinem Beitrag über "Die Basler Sinnkrise" zitiert der Tages-Anzeiger aus dem OnlineReports-Leitartikel "Willkommen im Baselbiet: Nichts geht mehr", in dem es um einen "Kanton in der Sinn-Krise" geht.

barfi, die BZ Basel, die Tageswoche, die Badische Zeitung und das Baublatt haben die OnlineReports-Story über den Abbruch des "Rostbalkens" und die geplanten Hochhäuser beim Basler Bahnhof SBB aufgenommen.
 
Infosperber.ch geht in einem Kommentar über das "Dauer-Bashing" der Behörden durch die Medien auf die Konter-Position von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung nahm in ihrer Berichterstattung über den "Fall Wessels" auf einen OnlineReports-Kommentar Bezug.

Die Basler Zeitung, die BZ Basel, die SDA und die Badische Zeitung gingen auf den OnlineReports-Primeur über die Berufung des türkischen Basler Polizei-Assistenten gegen den Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ein.

20 Minuten online nahm die OnlineReports-News über die Basler verkehrs-Betriebe (BVB) an der Grenze ihrer Belastung auf.

Die BZ Basel und das Regionaljournal gingen aktuell auf die OnlineReports-Recherche über einen Manipulations-Versuch der BVB-Direktion im Vorfeld der Wahlen in die Personalkommission ein.

Barfi zog die OnlineReports-Story über die umstrittene Umnutzung des "FKK-Clubs" in ein Bordell an der Amerbachstrasse in Basel nach.

Der Landbote nahm die OnlineReports-Story über den Stromeinkauf der Gemeinde Muttenz beim Stadtwerk Winterthur auf.

Die OnlineReports-News über den Personalabbau auf der Basler Hauptpost wurde durch Telebasel aufgenommen.

Telebasel online ging in seinem Bericht über die SP-Prämieninitiative auf einen Kommentar von OnlineReports ein. 

Die Weltwoche zitierte in ihrem Bericht über den Basler Scharia-Befürworter Aziz Osmanoglu aus einem Gerichts-Bericht von OnlineReports.

Die Basler Zeitung berief sich in ihrem Bericht über die "Maulwurfjagd gegen Mitarbeiter der Basler Verkehrs-Betriebe" auf einen OnlineReports-Artikel.

Im Artikel über die Versetzung eines Kadermanns im Basler Jusitz- und Sicherheitsdepartement nimmt die Basler Zeitung auf eine OnlineReports-Recherche Bezug.

In den BaZ-Standpunkten des Schweizer Fernsehens nennt NZZ-Medienredaktor Rainer Stadler OnlineReports als Element der Basler Medienvielfalt.

Die Basler Zeitung und die Volksstimme zogen die OnlineReports-Nachricht über den Massen-Exodus aus der Parteileitung der FDP Baselland nach.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-News über die Wahl von Beatriz Greuter zur neuen "Birshof"-Direktorin auf.

Barfi
nahm im Bericht über Waschbären in der Stadt Bezug auf eine OnlineReports-Reportage über Waschbären, die Toronto bevölkern.

Die Volksstimme nahm die OnlineReports-Erstmeldung über den Tod des früheren FDP BL-Präsidenten und Untersuchungsrichters Ernst Heimann auf.

Barfi und die Basler Zeitung nahmen die OnlineReports-News über die Schliessung des Nobel-Restaurants "Schifferhaus" auf.

Die Basler Zeitung bezog sich in ihrer Nachricht über die Absage von Saskia Schenker als FDP BL-Präsidentin auf OnlineReports.

Die NZZ nennt Pionier OnlineReports in ihrem Beitrag über die Finanzierung von Online-Medien.

Die Basler Zeitung und die Basellandschaftliche Zeitung berichteten unter Bezugnahme auf OnlineReports über die Trennung der BVB von zwei Kaderleuten.

Das OnlineReports-Interview mit dem designierten FCB-Besitzer Bernhard Burgener nahmen die Fussball-Plattform 4-4-2.com, die Basellandschaftliche Zeitung und die Schweiz am Wochenende auf.

Telebasel berief sich in seinem Bericht über die Interpellation von "Basta"-Grossrat Beat Leuthardt über den designierten FCB-Präsidenten Bernhard Burgener auf OnlineReports.

Die Basler Zeitung berief sich in ihrer Meldung über Betriebs-Wegweiser-Posse auf OnlineReports.

Die Schweiz am Wochenende nahm eine OnlineReports-Story über den Gang der BVB ans Bundesgericht wegen einer Auflösung des Arbeitsverhältnisses auf.

In ihrem Bericht über den Streit um die schmale Treppe im neuen Gelterkinder Hallenbad bezogen sich die Basler Zeitung und die Volksstimme auf OnlineReports.

Die Basler Zeitung griff die OnlineReports-Recherche über markante bauliche Veränderungen im Nord-Teil des Basler "Dreispitz"-Areals auf.

Der schweizerbauer.ch nahm die OnlineReports-Meldung über das auf der Strasse erlegte Rind in Gelterkinden auf.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Da die Prämien der obligatorischen Krankenversicherung in Basel-Stadt im kommenden Jahr um durchschnittlich 4,5 Prozent ansteigen, passt die Regierung die Prämienbeiträge des Kantons für Haushalte mit bescheidenem Einkommen im gleichen Umfang an.

• Für den 9. Basler Pop-Preis sind folgende Bands nominiert: Alma Negra (Electronic World Music, Basel), Audio Dope (Electronic Music, Basel), Schammasch (Avantgarde Metal, Liestal), We Invented Paris (Indie-Pop, Liestal) und
Zeal & Ardor (Black Metal/Gospel, Basel.

• Weil sich FDP und SVP nicht auf eine gemeinsame Kandidatur für die Ersatzwahl in den Stadtrat von Liestal einigen konnten und "alle offiziell Kandidierenden wählbar" sind, verzichtet die CVP auf eine Wahlempfehlung.

• Die Wettbewerbs-Kommission hat entschieden, den geplanten Zusammenschluss zwischen dem Universitätsspital Basel und dem Kantonsspital Baselland ohne Auflagen zu genehmigen.

Endress+Hauser übernimmt die deutsche IMKO Micromodultechnik GmbH mit Sitz in Ettlingen, einen Hersteller innovativer Systeme zur Feuchtemessung, und beschäftigt die 19 Mitarbeitenden weiter.

• Verhaftet wurde ein 25-jähriger Spanier, der dringend verdächtigt wird, am 10. September eine Frau im Basler Erlenmattquartier vergewaltigt zu haben.

• Bei der Einreise von Frankreich nach Basel wurde ein etwa 50-jähriger Bulgare erwischt, der 800 Gramm Kokain mit sich führte.

• Die 57-jährige Juristin und frühere Leiterin der Basler Sozialhilfe Nicole Wagner wird Mitglied der Stiftung Habitat, wo sie die zurücktretende Beatrice Oeri ersetzt. 

• Nachdem im Baselbiet die Initiative zum Ausbau des Hochleistungsstrassennetzes rechtsgültig zustande gekommen ist, hat sich das Initiativekomitee aufgrund der laufenden Arbeiten zu einem allfälligen Gegenvorschlag mit einer Unterbrechung der Behandlungsfrist bis maximal 30. September 2019 einverstanden erklärt.

• Die Baselbieter Apotheken dürfen neu – mit Auflagen – nicht nur Grippe-Impfungen, sondern auch weitere Impfungen und Folge-Impfungen durchführen.

• Ab 9. September ist die Umfahrung Liestal im Bereich des Ergolzviadukts wieder ohne Einschränkungen befahrbar.

• Der Kanton Basel-Stadt rechnet für das Jahr 2018 mit einem Budgetüberschuss von 138 Millionen Franken.

Gottlieb Keller, Mitglied der Konzernleitung und Chefjustitiar der Hoffmann-La Roche, hat in der Deutschen Botschaft in Bern das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten.

• Die Fraktion "Grünes Bündnis" des Bürgergemeinderats Basel nominierte Brigitta Gerber einstimmig für das Amt als Bürgerrätin.

• Den städtebaulichen Wettbewerb zur Bebauung des Felix Platter-Areals in Basel hat das Team Enzmann Fischer Partner AG / Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur und Städtebau GmbH gewonnen.

• Die Gemeinderäte der direkt betroffenen Gemeinden des Leimentals – von Binningen bis Burg – befürworten übereinstimmend den Bau der Tramlinie 17 über den Margarethenstich, da diese einen "klaren Mehrwert" darstelle.

Monique Juillerat, bisher als Mitglied der Geschäftsleitung von "familea" für die externe und interne Kommunikation verantwortlich, wird ab 1. September neue Kommunikations-Verantwortliche der Baselbieter Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion.

• Der Kanton Baselland verkauft das "Chuenimatt-Areal" der Bricks Group AG zur Realisierung des Konzeptes "Tri-innova", das eine schrittweise Entwicklung von unterschiedlich grossen Flächen für Dienstleistungs-, Labor-, Produktionsnutzungen sowie Co-working vorsieht.

Spitex Muttenz schliesst die Pflegewohnung Seminarstrasse per 30. November dieses Jahres.

• Die Schweizerischen Rheinhäfen (SRH) verkaufen ihren Anteil an der Rheinhafen-Gesellschaft Weil am Rhein an die Stadt Weil am Rhein.

• Das Rote Kreuz Basel eröffnet am 11. August einen neuen Secondhand-Kleiderladen im Kleinbasel, konkret: am Claraplatz.

• Der 47-jährige Ökonom Michael Harr, verheiratet und Vater zweier Kinder, übernimmt ab 1. August die Geschäftsleitung der Pro Senectute beider Basel.

• Die Basler Regierung legte die Abgeltung der Staatsgarantie durch die Basler Kantonalbank (BKB) für die Jahre 2017 bis 2020 auf jährlich 8,8 Millionen Franken fest.

• Mit Datum vom 1. Juli wird die Kunstkommission für das Kunstmuseum Basel vom Rechts-Professor Felix Uhlmann präsidiert, der den langjährigen Vorsitzenden Peter Mosimann ablöst.

• Die Basler Regierung hat der Bau- und Finanzgesellschaft Zum Greifen AG den Zuschlag für Bau und den Betrieb eines neuen Quartierparkings unter dem Landhof-Areal erteilt.

• Die von der UNICEF erst kürzlich rezertifizierte "kinderfreundliche Gemeinde" Riehen gibt ihr Wissen an 40 Bürgermeister aus Südkorea weiter, die die Basler Landgemeinde besuchen.

• Da der Vereinszweck erfüllt sei, hat die Generalversammlung den "Verein Kunschti Eglisee" am 16. Juni mit 30 zu 4 Stimmen aufgelöst.

• Nationalrat Christoph Eymann, der ehemalige Vorsteher des Basler Erziehungsdepartements, wurde als neues Mitglied in den Verwaltungsrat des Karger Verlags gewählt.

• Der Kanton Basel-Stadt führt eine neue, zusammenhängende Fussgängerorientierung ein, mit der sich ortsunkundige Gäste, aber auch Einheimische in Basel künftig durch neue Stadtpläne auf Stelen besser zurechtfinden sollen.

• Die kantonale Volksinitiative "Recht auf Wohnen" wurde mit bisher 3'188 gültigen Stimmen der Basler Staatskanzlei überreicht.

• Der Therwiler Gemeindepräsident Reto Wolf löst kommenden September Elisabeth Schneider-Schneiter im Präsidium der "Starken Region Basel/Nordwestschweiz" ab.

Dominik Prétôt, der frühere CEO von Telebasel, wird per 1. Januar 2018 mit einem 50 Prozent-Pensum neuer Informations-Beauftragter der Römisch-katholischen Landeskirche Baselland.